Der minimalistische Briefkasten: Bitte keine Werbung

Bitte keine Werbung - Foto: Brennholz

„Zu fällen einen schönen Baum, / braucht’s eine halbe Stunde kaum. / Zu wachsen, bis man ihn bewundert, / braucht er, bedenk es, ein Jahrhundert.“ (Eugen Roth)

Seit ich vor zweieinhalb Jahren nach Forchheim gezogen bin, ziert meinen Briefkasten ein Aufkleber mit der Aufschrift „Keine Werbung! Keine kostenlosen Zeitungen!“. In meiner Wohngegend respektieren die Austräger diesen Wunsch, so dass ich heute beinah werbefrei lebe. In anderen Städten kann es nötig sein, die Austräger zur Rede zu stellen, Verlagshäuser zu informieren und den einen oder anderen unerwünschten Werbebrief mit „Annahme verweigert – zurück an Absender“ retour zu schicken. Das bisschen Mühe lohnt sich doch bei den Vorteilen:

Die Umwelt schützen

Jedes Jahr landen 33 kg Werbewurfsendungen in einem durchschnittlichen deutschen Briefkasten. Das entspricht laut dem Umweltreport von kaufDA und PrimaKlima weltweit e.V. 2,7 Millionen Bäume, 820 Millionen kg Holz, 1.517 Millionen kWh Stromverbrauch, 455.400 Tonnen des Klimakillers CO2 und 4,62 Milliarden Liter Wasser pro Jahr.

Geld sparen

Hat man die verlockenden Angebote nicht ständig vor Augen, kommt man viel seltener auf die Idee einkaufen zu gehen.

Zeit sparen

Kein sinnloses Blättern mehr. Viel weniger Altpapier. Mehr Zeit für Dinge und Menschen, die einem wirklich wichtig sind.

Beruhigt verreisen

Gerade zur Urlaubszeit können vollgestopfte Briefkästen Einbrecher anlocken.

Die „Bitte keine Werbung“-Aufkleber gibt es im Schreibwarengeschäft oder können bei kaufDA kostenlos und portofrei bestellt werden. Wer etwas geschickt ist, kann sich auch bei Greenpeace Aachen eine Vorlage herunterladen, diese ausdrucken und im Handumdrehen mit Schere und Klebeband einen Schildchen basteln.

Für alle, die auf die Schnäppchenjagd nicht verzichten möchten, gibt es ökologische Alternativen. In den Discountern liegen oder hängen Prospekte mit den Angeboten aus. Ich trage vor Ort einfach die interessanten Angebote der nächsten Woche in den Kalender meines Handys ein. Zudem präsentieren sich auch die meisten Geschäfte im Internet und bietet das Portal kaufDA Prospekte der verschiedensten Einzelhändler und Discounter zur Einsicht an. Nicht verschweigen sollte man, dass das Surfen im Web ebenfalls CO2-Ausstoß verursacht.

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{ 42 Kommentare }

  • Sebastian 23. Januar 2013

    Bin durch Zufall auf diese Seite gelandet. Ich versuche auch einfach und nachhaltig zu leben. Finde es nur schwer oft und ich weiss nicht wo ich anfangen soll. Das mit dem „Bitte keine Werbung“ Aufkleber ist aber recht einfach. Werde mir gleich morgen einen basteln. Ärger mich schon eh immer über den vielen Papiermüll in meinem Briefkasten.

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  • Eva 24. Januar 2013

    Wunderschönes Foto mit passendem Spruch! Möchte man glatt als Aufkleber für den Briefkasten :)

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  • Christof Herrmann 24. Januar 2013

    @Sebastian Viel Spaß beim Basteln!

    @Eva Danke. Das Foto habe ich letztes Jahr auf dem Nurtschweg aufgenommen und könnte ich zur Verfügung stellen :) Ob die Austräger den Wink mit dem Zaunpfahl verstehen würden?

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  • Oliver 24. Januar 2013

    Ich arbeite gerade in der Briefzustellerbranche und sehe deshalb wieviel Kataloge und Wurfsendungen ausgetragen werden, die mit großer Wahrscheinlichkeit in der Altpapiertonne landen. Und sehr oft stehe ich vor mit Zeitungen vollgestopften Briefkästen und habe Mühe meinen Brief noch einzuschmeissen. Und man mag es nicht glauben, aber es gibt auch Briefkästen mit dem Aufkleber „Werbung, ja bitte.“
    Die Aufmerksamkeit des Konsumfreudigen Endverbrauchers zu erhaschen, ist wohl das Credo unserer modernen Leistungs und Überflussgesellschaft. Der Artikel zeigt sehr deutlich und prägnant auf, wie sich diese Reizüberflutung auf unser Klima auswirkt.

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  • Frau DingDong 24. Januar 2013

    Ha, lustiges Timing!
    Seit letzter Woche rege ich mich wieder mal wahnsinnig über diese Werbeflut auf – und das alles nur, weil unsere Haupteingangstür kaputt ist und deshalb immer offen ist. Jeder kann rein und jeder hinterlässt seinen Müll in meinem Briefkasten. Ich habe mir mit meinem Labelprinter ein Ettikett ausgedruckt und werde es morgen gleich anbringen.

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  • Petra 24. Januar 2013

    Schöner Post, der zeigt, dass Minimalismus im Kleinen anfängt – und doch oft erstaunlich Großes bewirken kann.

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  • Volker 24. Januar 2013

    Danke für die Anregung, mein Briefkasten wird sich anschließen.

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  • Christof Herrmann 24. Januar 2013

    Freut mich, dass Euch meine kleine Anregung gefällt und ich zum Basteln (mit dem Labelprinter oder einem Laminiergerät dürfte das Ergebnis professionell ausschauen) animiere. Dass es auch “Werbung, ja bitte.”-Aufkleber gibt, wusste ich noch nicht und finde ich recht amüsant. Denen wollen wir den Spaß am Blättern nicht nehmen. Doch viele, wie auch ich früher, ärgern sich doch nur über die viele Werbung. Denen kann mit einem minimalistischen Briefkasten geholfen werden :)

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  • Anna 25. Januar 2013

    Mir tut es auch immer in der Seele weh, wenn ich die vielen ungelesenen Werbeprospekte sehen, die sich in unserem Flur stapeln. Ein Aufkleber ist ein kleiner Anfang, kann aber schon einiges bewirken, denke ich.

    Habe mich übrigens auch in deiner „Über mich“-Seite sehr wiedergefunden und freue mich auf weitere Beiträge hier :)

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  • Hungerkünstler 25. Januar 2013

    Ich kann all dem Gesagten nur zustimmen. Das Thema Ressourcenverbrauch und unnötiger Müll lässt sich noch um das Verpackungsproblem erweitern. Da sind einmal die aufgeblähten Warenverpackungen, um den Inhalt größer und bedeutsamer erscheinen zu lassen. Und in letzter Zeit fällt mir auf, dass unnötig große mit Füllmaterial zugestopfte Sendungen versandt werden. Heute hatten wir da ein wirklich extremes Erlebnis. Wir hatten einige Knäuel Wolle und etwas Bastelmaterial bestellt. Geliefert wurde ein Riesenkarton, ca. 100 mal 80 mal 60 cm groß. Das Volumen der Sendung war mit Sicherheit 20 fach so groß wie der Inhalt. 15 Minuten kostbarer Zeit waren wir beschäftigt den Karton zu zerschneiden und damit die „Papiertonne“ zu füttern.
    Das Problem Kartonagen dürfte an Bedeutung noch zunehmen, da die Internetkäufe rasant zunehmen. Was kann man tun? Den betreffenden Versender wird man natürlich in Zukunft meiden. Aber reicht das aus???

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  • Christof Herrmann 25. Januar 2013

    Das mit dem Riesenkarton ist eine Riesenfrechheit. Welch Verschwendung an Ressourcen und Lebenszeit. Wäre ja fast Stoff für einen extra Artikel. Ja, was kann man tun? Vielleicht den Konsum reduzieren, Gegenständen teilen oder reparieren anstelle zu kaufen, im Einzelhandel vor Ort einkaufen usw. Immer möchte man/kann man nicht verzichten (Wollknäuel). Und für den, der wenig Zeit hat oder nicht mehr so mobil ist, ist der Internetkauf eh bequem. Heute bestellt, morgen schon aufgestellt …

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  • Hungerkünstler 25. Januar 2013

    Reduzierung des Konsums wäre bestimmt iener ausführlichen Erörterung in diesem blog wert!

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  • Christof Herrmann 27. Januar 2013

    PS: Apfelmädchen und sadfsh haben sich Gedanken gemacht, wie man Plastikmüll und Verpackungen vermeiden kann.

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  • Mandy Widling 24. März 2013

    Ich bin ganz begeistert von Deiner Seite. Mit großer Erleichterung hab ich festgestellt, dass ich doch schon ziemlich viele Deiner Tips lebe, ich also doch schon mehr tue, als ich dachte. Aber es gibt immer noch was Neues und ich hole mir gerne einen Motivationsschub. Vielen Dank! und mach weiter so! Ich schau jetzt bestimmt öfter mal rein.
    Der Aufkleber wird noch heute an meinen Briefkasten angebracht. ;)

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  • Stefan 16. April 2013

    Ein toller Eintrag. Eben einen Aufkleber bestellt, danke! :)

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  • Jens 25. April 2013

    Professionelle Aufkleber gibt es für kleines Geld hier: http://www.aufkleber-keine-werbung.de/

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  • Jennifer Weber 19. Juni 2013

    Mehr Mehr Mehr!!! Gut geschrieben und sehr verständlich…Danke!

    Antworten
  • Dominik 23. Januar 2014

    Diese Anti oder Hurra Werbeschilder gibt es sogar teilweise vom Briefkastenproduzenten.
    In unserem Mietshausviertel gibt es Briefkästen die zwei Sichtfenster haben. In einem kannst Du deinen Namen einsetzen. Im anderen gibt es ein Schild mit einer roten oder grünen Seite. Grün = Werbung Hurra oder Rot = Werbung Och Nö.

    Dominik

    Antworten
  • ultraistgut 23. Januar 2014

    Schon Jahre an meinem Briefkasten
    und wenn tatsächlich jemand diese Bitte missachtet
    hänge ich am Telefon und beschwere mich
    Umwelt ist auch für mich sehr wichtig
    darum sammle ich hier am Strand alles auf
    was Dumme an Plastik und Glas “ verloren “ haben
    ich lasse mir nirgendwo Plastiktüten geben
    es gibt viel zu tun
    leider erkennen das nicht viele
    darum danke !

    Antworten
  • Christof Herrmann 23. Januar 2014

    @Mandy @Stefan @Jens @Jennifer @Dominik @ultraistgut
    Freue mich, dass Ihr schon lange einen „Bitte keine Werbung“-Aufkleber am Briefkasten habt bzw. einen in letzter Zeit gekauft/gebastelt habt. Dieser Blogartikel (es war der zweite überhaupt, den ich geschrieben habe) ist ein Dauerbrenner und wird Monat für Monat viele Male gelesen. Zurecht, finde ich, denn einfacher kann Baum- und Umweltschutz kaum sein.

    Antworten
  • Cornelia 24. Januar 2014

    Es gibt übrigens einen Rechtsanspruch darauf, von Werbung nicht mehr belästigt zu werden, wenn der Wille des Briefkasteneigners mit dem Schildchen „Bitte keine Werbung“ kundgetan wurde. Wer den Briefkasten weiter zumüllt, muss mit einer Unterlassungsklage rechnen.

    Für mich auch ein Problem: Viel zu große Verpackungskartons z.B. von Büromateria, leider häufig zusätzlich mit Plastik oder Papierschnipseln ausgestopft. Meine Tonne reichts da nicht aus und ich muss immer zu einer speziellen Papiersammelstelle fahren. Sehr leidig!

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    • Christof Herrmann 28. Januar 2014

      Man kann sich sicher gegen die werbende Unternehmen mit einem schriftlichen Unterlassungswunsch und ggf. weiteren Schritten wehren. Meist reicht zum Glück ein Anruf bei dem Unternehmen oder ein Gespräch mit dem Austräger. Wenn die hören, das die Werbung ungelesen weggeworfen wird, hat man meist seine Ruhe.

      Zu den Kartons: Kannst Du das Büromaterial nicht vor Ort kaufen? Oder falls zu große Mengen von einem örtlichen Händler ohne Verpackungsmaterial liefern lassen? Haben nicht die gewerblichen Versender eh ein Rücknahmepflicht von Verpackungen?

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  • Aline 28. Februar 2014

    Hallo,
    Bei mir habe ich einfach „Keine Werbung“ auf einem Stück Papier geschrieben und mit Klebeband auf den Kasten geklebt, so bekomme ich keine Werbung. Also man braucht eigentlich gar keinen Aufkleber kaufen oder aufwändig basteln!
    Gruß

    Antworten
  • Max Schneider 9. März 2014

    Man kann „Bitte keine Werbung“ auch von Hand schreiben und an den Briefkasten pappen.

    Als ehemaliger Webeblättchenausträger (ich war jung und brauchte das Geld) kann ich nur sagen dass ich dieser Bitte immer entsprochen habe da dies weniger Arbeit für mich bedeutete.

    Aber: Hat man keine Tages- oder Wochenzeitung abonniert _und_ einen „Bitte keine kostenlosen Zeitungen“ Aufkleber dann geht einem schnell das Altpapier aus, was man aber benötigt, z.B. um die ganzen Dinge zu verkaufen die man mit Hilfe von ebay entrümpelt.

    Deshalb bekomme ich wieder kostenlose Zeitungen, und lege diese ungelesen in die Altpapierschublade. So hat man immer genug Altpapier wenn man welches braucht. (Passt die kostenlose Zeitung nicht mehr in die Schublade dann kommt sie natürlich gleich in die Altpapiertonne)

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    • Christof Herrmann 11. März 2014

      Hallo Max,

      kostenlose Wochenzeitungen und Werbemüll anzunehmen, nur um „Füllmaterial“ für den Versand von eBay-Artikel zu haben, halte ich aber für wenig sinnvoll. Das bringt weder der Umwelt etwas noch vereinfacht es mein Leben. Meist fällt doch auch so genügend Altpapier an. Und wenn nicht, bediene ich mich bei der nächsten Altpapiertonne, die meine Nachbarn Woche für Woche füllen.

      Viele Grüße

      Christof

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  • Valeria 6. April 2014

    Hey Christof. Gebe dir volkommen recht. Habe gestern „Bitte keine Werbung“ auf meinen Briefkasten geklebt.

    Abgesehen von den oben genannten Dingen, die bereits minimiere, habe ich z.B. Projekte für Supermärkte bekommen, die nicht einmal in meiner Nähe waren. Sowas brauche erst recht nicht. ;) LG

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  • Joe 29. Dezember 2014

    Seit einigen Monaten klebt an unserem Briefkasten auch ein „Keine Werbung“ Schild. Leider ist es aber wesentlich umständlicher, die Angebote im Internet heraus zu finden, so dass wir inzwischen wieder die Werbung in Papierform lesen – allerdings die, die bei meiner Mutter im Briefkasten landet…

    Antworten
    • Christof Herrmann 29. Dezember 2014

      Für mich hat der „Bitte keine Werbung“-Aufkleber ja gerade das Ziel, dass ich all die Angebote nicht mehr vor Augen habe. Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Bei größeren Anschaffungen vergleiche ich schon mal im Internet, was eigentlich recht flott geht, wenn man weiß, wo man schauen muss (habe mir die entsprechenden Seiten gebookmarkt). Aber das kommt nur alle paar Wochen oder Monate vor. Beim täglichen Bedarf (Lebensmittel, Haushaltsmittel etc.) kaufe ich nach Liste ein, was ich benötige. Wir kochen möglichst mit regionalen und saisonalen Produkten, was gut und günstig ist. Viel sparen würde ich nicht, wenn ich gezielt Angebote kaufen würde. Vergleiche ich in meinem Haushaltsbuch die Ausgaben für Lebensmittel vor 6 Jahren (als ich noch auf Angebote geachtet habe, mich omnivor ernährt habe und kaum vollwertig, bio, regional und saisonal gekocht habe) mit dem letzten Jahr (ohne auf Angebote zu achten mit Liste eingekauft, überwiegend vollwertig und vegan, mehr bio, regional und saisonal), kommt erstaunliches zum Vorschein: Ich gebe heute weniger für Lebensmittel aus als vor sieben Jahren.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
      • Joe 29. Dezember 2014

        Wir kaufen auch immer mit einer Einkaufsliste ein. Und ein Haushaltsbuch führen wir auch. Und da sehe ich, dass wir einiges sparen, wenn wir auf Sonderangebote achten. Nur 2 Beispiele: Unser Mineralwasser kostet normaler Weise 5,- EUR der Kasten. Ich warte immer auf Sonderangebote und bekomme so den Kasten für höchstens 4,- EUR. Dann kaufe ich 20 Kästen uns spare 20,- EUR. Und beim Soja-„Joghurt“ sind es pro Packung 30ct Ersparnis, was auch jedesmal 3,- EUR ausmacht.
        Aber natürlich müssen wir darauf achten, nichts zu kaufen, nur weil es im Werbeblättchen steht :-)

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      • Christof Herrmann 30. Dezember 2014

        Ich trinke Leitungswasser und spare dadurch 100 Euro ;-) Im Ernst: Wenn Du natürlich so konsequent nach Angeboten suchst, spart Ihr dadurch sicher den einen oder anderen Euro. Die Hauptsache ist, das es Spaß macht. Pfennigfuchsen kann ja durchaus ein Hobby sein. Mir ist das zu (zeit)aufwändig. Da kommt wohl auch der Minimalist in mir durch …

        Antworten
  • Martina 8. Februar 2015

    Seit Jahren habe ich einen Aufkleber auf unserem Briefkasten, der mehr oder weniger respektiert wird. Was mich aber noch viel mehr ärgert ist, dass von Versandhändlern fast immer ungefragt der neueste Katalog zur Bestellung hinzugefügt wird, obwohl man nachweislich im Internet bestellt und somit bewiesen hat, dass man den Katalog nicht zwingend braucht. Oft sind es dicke Kataloge oder auch monatlich der „Saisonkatalog“. Ich finde, es sollte gesetzlich festgelegt sein, dass man beim Verlassen einer Bestellseite im Internet ankreuzen kann, wenn man einen Katalog möchte. Ich rufe jetzt immer die Händler an und bitte sie, mich aus der Katalog-Liste zu nehmen. Das klappt meistens. Bei der nächsten Bestellung bin ich aber oft wieder in der Mailing-Liste und muss die Prozedur wiederholen. Ärgerlich.

    Antworten
  • Claudia 10. Februar 2015

    Mit dem Aufkleber „Keine Werbung“ und dem Eintrag in der Robinsonliste gegen unerwünschte Werbung klappt das bei uns eigentlich ganz gut. Was mich aber ärgert ist die Lieferung von Telefonbüchern, Gelben Seiten und dem Örtlichen Telefonbuch. Die werden einfach ungefragt bei uns in den Hausflur gelegt und zwar so viele wie es Wohnungen im Haus gibt. Hat jemand eine Idee, wo man die abbestellen kann? In Österreich und in der Schweiz geht das wohl online – für Deutschland habe ich bisher noch keinen Hinweis gefunden.

    Antworten
  • Helga 10. Februar 2015

    bei uns freuen sich Schüler der 7.Klasse (fürs Landschulheim) und Pfadfinder über die Beträge die sie sich mit dem Sammeln von Altpapier erwirtschaften. Deshalb landet bei uns so gut wie kein Papier in der Tonne. Das Material wird bis zum Abholtermin (alle 3 Monate) gebündelt. Um dies zu unterstützen habe ich keine Werbeverbot-Aufkleber auf dem Briefkasten.

    Antworten
  • Christof Herrmann 10. Februar 2015

    @Martina
    Das ist ärgerlich. Ich wäre da eiskalt und würde bei dem Versender nicht mehr bestellen. Bin in den letzten Jahren sowieso dazu übergegangen, wieder beim Einzelhändler vor Ort einzukaufen. Das ist persönlicher, nachhaltiger, problemloser und stärkt die regionale Wirtschaft. Nur wenn etwas sperrig ist und nicht selbst transportiert werden kann, bestelle ich im Internet.

    @Claudia
    Ich würde die Austräger freundlich darauf hinweisen und zusätzlich in den Redaktionen anrufen. Meines Wissen dürfen nur so viele Werbesendungen abgelegt werden, wie Briefkästen ohne „Keine Werbung! Keine kostenlosen Zeitungen!“-Aufkleber vorhanden sind.

    @Helga
    Nichts gegen Dein soziales Engagement den Schülern gegenüber. Aber ist es sinnvoll, dafür stapelweise (ungelesenen) Papiermüll zu produzieren? Welche Belastung für die Umwelt. Der Preis für Altpapier liegt bei 5 oder 6 Cent je Kilogramm. Geht man von 33 kg Werbewurfsendungen in einem durchschnittlichen deutschen Briefkasten pro Jahr aus (siehe Artikel oben), sind das ja nicht mal 2 Euro Einnahmen für die Schüler. Wenn ich vor dem Dilemma stehen würde, würde ich wohl den Aufkleber anbringen und den Schülern jährlich 5 Euro schenken ;-)

    Antworten
  • Isabel 17. Februar 2015

    Hallo Christof

    habe mir deinen Artikel zu herzen genommen und miste digital aus: ich erhalte so unglaublich viele Mails… ich habe angefangen radikal Newsletter abzubestellen, ich lese so oder so keinen einzigen.
    Danke für deine Inspiration.

    Isabel

    Antworten
  • Oliver van den Boom 17. Februar 2015

    Hallo,
    bringt ein Eintrag in die Robinsonliste was? Wie sind eure Erfahrungen mit der Robinsonliste?

    Gruß aus Mülheim Ruhr

    Oliver

    Antworten
  • Sol 17. Februar 2015

    Hab mich vor „trapzig“ Jahren in die „Robinson-Liste“ eintragen lassen, und bin noch heute der Beraterin der Verbraucherzentrale unendlich dankbar für diesen Tipp, denn es funktioniert prima!
    Zudem das „Werbung, nein danke“-Schild am Kasten, hält unseren Briefkasten von Postwurfsendungen frei… ;-)))
    LG Sol

    Antworten
  • Steffi 10. März 2015

    Da die selbstverfassten Schildchen „Keine Werbung bitte“ nicht so gezogen haben, habe ich mir fertige Aufkleber in einer Drogerie gekauft. Nun habe ich allerdings eine ganze Reihe ungenützter aus der Packung übrig, die ich gerne verschenken möchte. Wer einen haben will, bitte kurze Nachricht mit Postanschrift an svornehm@yahoo.de – Porto geht auf mich! Angabe ob eher klein oder eher groß, wer zuerst kommt mahlt zuerst!

    Antworten
    • Franziska 31. März 2015

      Liebe Steffi,

      nochmal vielen Dank für den Aufkleber! Hat mir letzten Samstag schon die grosse Werbeblätterflut erspart und seitdem hab ich nur richtige Post bekommen oder in einen erfrischend leeren Briefkasten geblickt.
      Und was ich an Zeit spare, wenn ich nicht jedes mal die Werbung durchsehe, das Papier erst in die Wohnung und später wieder hinaus trage! Und so konsumiere ich vielleicht noch weniger, da ich nicht auf dumme Schnäppchenideen komme ;-)

      Liebe Grüsse,
      Franzi

      Antworten
  • Oliver 1. Juni 2015

    Hallo,

    ich habe an meinem Briefkasten das Schildchen “Keine Werbung“ angebracht…und seitdem wurde keine Werbung mehr eingeworfen. Herrlich dieser lehre Briefkasten.
    Gruß aus Mülheim Ruhr
    Oliver

    Antworten
  • Jule 7. März 2016

    Bin gerade umgezogen und habe meine Hausverwaltung direkt nach einem „Keine Werbung“-Aufkleber gefragt. Zwei Tage später war er am Briefkasten. :)

    Antworten

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