Fotoimpressionen: Nurtschweg

Der Oberpfälzer Wald (auch als Böhmischer Wald und unter dem tschechischen Namen Český les bekannt) ist ein Mittelgebirge entlang der Grenze zwischen Bayern und Tschechien. Auf bayerischer Seite erstreckt er sich zwischen Waldsassen im Norden und Waldmünchen im Süden. Genau zwischen diesen beiden Städten führt der 133 km lange Nurtschweg.

Vor gut einem Jahr waren Stephi und ich fünf Tage auf diesem Fernwanderweg unterwegs. Wir starteten in Waldmünchen und liefen bis Neualbenreuth. Besonders gut gefiel uns, dass die Region sehr waldreich und nur dünn besiedelt ist. Wer Ruhe sucht, findet sie dort. Daran wird auch nichts ändern, dass der Nurtschweg vor einem halben Jahr mit dem Gütesiegel Qualitätsweg Wanderbares Deutschland ausgezeichnet wurde.

Als ich in den letzten Tagen nach einer idealen Wanderroute von Salzburg nach Triest suchte, fand ich zufällig heraus, dass der Nurtschweg auch Teil des Europäische Fernwanderweg E6 „Ostsee-Adria“ ist. So kam ich auf die Idee, dieses Stück unbekanntes Bayern vorzustellen.

Kurz nach Verlassen von Waldmünchen befinden wir uns bereits in der Natur. (Foto: Christof Herrmann, 2012)

Kurz nach Verlassen von Waldmünchen befinden wir uns bereits in der Natur.

Der Nurtschweg ist zumeist vorbildlich beschildert. (Foto: Christof Herrmann, 2012)

Der Nurtschweg ist zumeist vorbildlich beschildert.

Wechselspiel von Sonne und Regen. (Foto: Christof Herrmann, 2012)

Wechselspiel von Sonne und Regen.

Wer einmal beobachtet hat, wie eine Hummel ruhelos nach Nektar sucht, kann das Sprichwort 'Hummeln im Hintern haben' etymologisch erklären.

Wer einmal beobachtet hat, wie eine Hummel ruhelos nach Nektar sucht, kann das Sprichwort „Hummeln im Hintern haben“ etymologisch erklären.

Mehrmals bietet sich die Gelegenheit, einen Abstecher nach Tschechien zu machen. (Foto: Christof Herrmann, 2012)

Mehrmals bietet sich die Gelegenheit, einen Abstecher nach Tschechien zu machen.

Einer der letzten Tante-Emma-Läden der Oberpfalz. (Foto: Christof Herrmann, 2012)

Einer der letzten Tante-Emma-Läden der Oberpfalz.

Die pittoreske Pfreimd bei Pfrentsch. (Foto: Christof Herrmann, 2012)

Vorsicht Zungenbrecher: Die pittoreske Pfreimd bei Pfrentsch.

Daaaaaaaaaa müssen wir hin! (Foto: Christof Herrmann, 2012)

Daaaaaaaaaa müssen wir hin!

Unzählige Bäche rauschen durch den Oberpfälzer Wald. (Foto: Christof Herrmann, 2012)

Unzählige Bäche rauschen durch den Oberpfälzer Wald.

Auch von oben rauscht es, aber zumindest stehen wir auf dem geografischen Mittelpunkt Mitteleuropas. (Foto: Christof Herrmann, 2012)

Auch von oben rauscht es, aber zumindest stehen wir auf dem geografischen Mittelpunkt Mitteleuropas.

Mitten im Wald taucht plötzlich dieses Häuschen auf. (Foto: Christof Herrmann, 2012)

Mitten im Wald taucht plötzlich dieses Häuschen auf.

Wo es viel Wald gibt, gibt es auch viele Waldarbeiter. (Foto: Christof Herrmann, 2012)

Wo es viel Wald gibt, gibt es auch viele Waldarbeiter.

Wo es viele Waldarbeiter gibt, gibt es auch viel Brennholz. (Foto: Christof Herrmann, 2012)

Wo es viele Waldarbeiter gibt, gibt es auch viel Brennholz.

Vom Grenzlandturm bei Neualbenreuth genießt man einen weiten Blick ins Stiftland und Egerland. (Foto: Christof Herrmann, 2012)

Vom Grenzlandturm bei Neualbenreuth genießt man einen weiten Blick ins Stiftland und Egerland.

Die letzte Nacht verbringen wir auf dem Sporrerhof in Neualbenreuth. (Foto: Christof Herrmann, 2012)

Die letzte Nacht verbringen wir auf dem Sporrerhof in Neualbenreuth.

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{ 21 Kommentare }

  • EinfachEr 29. Juni 2013

    Wie immer tolle Fotos! Freue mich schon jetzt auf die Aufnahmen von Deiner zweiten Alpenüberquerung. Wann gehts denn los? Gruß EinfachEr

    Antworten
  • Eugen 29. Juni 2013

    Wow, hammer Bilder insbesondere das mit dem Brennholz gefällt mir besonders gut und der Wasserfall natürlich. Hab richtig Lust bekommen selbst wiedermal wandern zu gehen.

    Gruß
    Eugen

    Antworten
  • Hungerkünstler 30. Juni 2013

    Besonders gefällt mir das Bild von der Hummel im Anflug.
    Ich kenne den Spruch so wie man ihn in Griechenland verwendet:
    „Die Magd hat Hummeln im Gesäß
    Ich hab sie brummen hören“.

    Antworten
  • Christof Herrmann 30. Juni 2013

    Herzlichen Dank für Euer Lob. Jedem gefällt ein anderes Bild am besten. Mir das mit Stephi auf dem Aussichtsturm :-)

    @EinfachEr
    Wir wollen am 29.7 starten.

    @Hungerkünstler
    Das Sprichwort kannte ich noch nicht. Was bedeutet es denn?

    Antworten
  • Emmih 5. Juli 2013

    Immer wieder scrolle ich rauf und runter und sehe mir Deine tollen Fotos an.
    Sie spornen zum Wandern mit der Kamera an.
    Vielleicht gibt es noch weitere Bilder?
    Gruß Emmih

    Antworten
  • Christof Herrmann 9. Juli 2013

    Danke, Emmih! Habe noch weitere Fotos, aber ich denke diese hier sind die besten. Sofern wir es mit der Alpenüberquerung Salzburg-Triest klappt, gibt es ja bald wieder Fotos ;-)

    Antworten
  • Jan 15. Juli 2013

    Hallo Christof,
    scheint ein schöner Wanderweg zu sein. Ich überlege gerade, ob wir uns den auch mal „antun“ sollen. Wie war denn die Unterkunftssituation so? Musstet Ihr vorab buchen, oder habt Ihr immer spontan was gefunden?
    Grüßle
    Jan

    Antworten
  • Christof Herrmann 16. Juli 2013

    Hallo Jan,

    guter Plan Euch diesen Fernwanderweg mal „anzutun“. Wir haben nichts vorab gebucht, sondern sind einfach losgewandert. Hatten allerdings ein Unterkunftsverzeichnis des Tourist-Informationszentrums Oberpfälzer Wald mit dabei, so dass wir wussten, wo wir schlafen können. Nur wenn es mal ganz wenige Möglichkeiten gab, haben wir während des Tages dort angerufen und etwas gebucht. Prinzipiell mag ich es nicht vorzubuchen, da es meiner Meinung nach die Spontanität und das Abenteuer einer solchen Fernwanderung mindert. Zudem kennt man Wetter, Lust und Laune vorab nicht. Das ergibt sich dann alles während des Tages.

    Viele Grüße,

    Christof

    Antworten
  • Jan 16. Juli 2013

    Hallo Christof,
    da hast Du recht – die Spontanität ist wichtig für Lust und Laune. Ich denke wir werden uns dann am Sonntag auf die Sohlen machen. Ob Nurtschweg oder ein anderer Fernwanderweg, entscheiden wir noch. Danke für Deine Hinweise!
    Grüße
    Jan

    Antworten
  • Christof Herrmann 24. Juli 2013

    Und welcher der Fernwanderweg ist es dann geworden, Jan? Goldsteig, Nurtschweg oder Steigerwald Panoramaweg? Wetter ist ja perfekt, sofern Ihr Sonnenschutz dabei habt ;-) Vielleicht magst Du nach Eurer Rückkehr hier berichten, wie es Euch gefallen hat.

    Antworten
  • wolfgang 18. November 2013

    Ich bin ihn in 2012 gelaufen und nach wie vor begeistert. Eure Bilder geben einen guten Eindruck von der wunderschönen Strecke.

    Antworten
  • Christof Herrmann 19. November 2013

    Der Nurtschweg ist übrigens seit Ende 2012 zertifiziert und darf sich nun „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ nennen.

    Antworten
  • Andras 30. November 2013

    Danke für die Anregung – bin im Oktober für 2 Tage los gezogen und stelle gerade fest, dass ich meine Bilder vom Nurtschweg nicht mehr finde. Zum Glück gibt´s ja noch deine Bilder :-)

    Antworten
  • Christof Herrmann 30. November 2013

    Das freut mich aber, dass Du auf meine Anregung hin, ein Stück des Nurtschwegs gegangen bist. Welche Etappen waren es denn? Hat es Dir gefallen? Vermutlich hast Du keine anderen Fernwanderer getroffen. Trotz der Zertifizierung ist der Nurtschweg ja ein wenig abseits gelegen und eher wenig bekannt.

    Antworten
  • Andreas 30. November 2013

    Ich bin von Waldsassen (denn dort arbeiten 2 Freunde, von denen mich einer mitgenommen hat) bis Mähring und hab den Nurtschweg dann verlassen um nach Tirschenreuth zu laufen.

    In Neualbenreuth ist mir ein Paar entgegen gekommen, die aber vermutlich nur eine Tageswanderung machten, sonst völlige Einsamkeit.“Ein wenig abseits gelegen“ ist da eher untertrieben :-)
    ÖPNV findet in dieser Gegend auch nicht wirklich statt. Meine Verbindungen hab ich über die Bayernfahrplan–App gefunden und bin dann mit Bus + Bahn wieder heim gefahren.
    Das Übernachten in Mähring wäre ohne Reservierung fast in die Hose gegangen, da Ende Oktober 3 von 4 Pensionen Urlaub hatten und die verbliebene schon mehrere Wochenendgäste erwartete.

    Für mich persönlich war das nach über 10 Jahren ein Test, was mit meinen Bandscheibenvorfällen überhaupt noch wandernd zu erreichen ist, mit der Erkenntnis, dass der Rucksack noch leichter werden muss und Doppeletappen auch nicht die intelligenteste Entscheidung bei Rückenschmerzen ist. :-)
    Ach ja – in der Woche davor fand der Probelauf auf den 1000hm um Pommelsbrunn statt. Den kannte ich zwar schon, wurde aber auch von dir wieder bei mir in Erinnerung gerufen.

    Sonst mache ich solche Touren mit dem Mountainbike und möglichst keinem Gepäck auf dem Rücken – zuletzt im Frühsommer ca. 200 km Goldsteig (auch von Nord nach Süd aber ohne ÖPNV), in den vergangen Jahren Rennsteig, Frankenweg, Fränkischer Gebirgsweg, Paul-Pinzig-Weg etc.

    Antworten
  • Christiane 2. März 2014

    Superschöne Bilder! Die Motivauswahl gefällt mir richtig gut – sehr gelungen!
    Insgesamt eine tolle Vorstellung diese „unbekannten“ Stücks Bayern.
    Liebe Grüße
    Christiane

    Antworten
    • Christof Herrmann 2. März 2014

      Danke, Christiane :-)

      Dieser Wanderweg führt übrigens durch das „grüne Dach Europas“. Was kaum jemand weiß: Es ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas und erstreckt sich von Oberfranken über die Oberpfalz, Niederbayern und Böhmen bis nach Österreich.

      Einfach bewusste Grüße

      Christof

      Antworten
  • Annette 7. November 2014

    Supertolle Fotos, einfach bewußtes wandern, mit und ohne Alexander und Annette

    Antworten
  • Wilta 12. November 2014

    Hallo,
    bin im Okt. den Nurtschweg gegangen. Wunderbare Natur: herrlicher Wald, winzige Dörfer, sehr ursprünglich, keine anderen Wanderer/innen getroffen. Sehr gute Markierungen, weil auch am E6. Manchmal keine Handyverbindung. Es ist schwierig, Quartier zu finden, da muss man manchmal schon weit laufen…Einmal lief ich mehr als 30 km. Das ist für mich viel (mit Gepäck). Oft an der Tschechischen Grenze entlang.
    Eine Wanderung für absolute Naturliebhaber!
    Wilta

    Antworten
    • Christof Herrmann 13. November 2014

      Hallo Wilta,

      bin ganz Deiner Meinung: Eine Tour für Wanderer, die Natur und Einsamkeit suchen. Wenn man die Etappen so einteilt, wie ich es in meinem Artikel über den Nurtschweg im trekking-Magazin vorschlagen habe, muss man täglich nicht länger als 21 km gehen.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten

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