Rund, gesund, kunterbunt: 8 Gründe, Äpfel zu essen

Rund, gesund, kunterbunt: 8 Gründe, Äpfel zu essen
Heute ist, wie an jedem 11. Januar, der Tag des deutschen Apfels. Der kuriose Gedenktag wurde 2010 von den deutschen Apfel-Erzeugerorganisationen ins Leben gerufen, um auf die Qualität und Vielfalt der einheimischen Sorten aufmerksam zu machen.

Natürlich gibt es gute Gründe, warum man auch an den restlichen Tagen des Jahres Äpfel essen sollte. Die folgenden acht habe ich für Dich zusammengestellt.

Eine Frucht mit Symbolkraft

Der Apfel ist in den eurasischen Kulturen ein Symbol der Liebe, der Sexualität, der Fruchtbarkeit und des Lebens, der Erkenntnis und der Entscheidung sowie des Reichtums. Ist all dies nicht das, was wir uns insgeheim wünschen? So lässt Goethe seinen Faust verkünden: „Der Äpfelchen begehrt Ihr sehr, // Und schon vom Paradiese her. // Von Freuden fühl ich mich bewegt, // Dass auch mein Garten solche trägt.“

Äpfel essen ist gesund

„An apple a day keeps the doctor away“, lautet ein bekanntes englisches Sprichwort, das man im Deutschen mit „Ein Apfel am Tag und der Doktor bleibt, wo er mag“ übersetzen kann. Und tatsächlich entpuppt sich der Apfel als Gesund-Wunder. Sein hoher Gehalt an Ballaststoffen, Flavonoiden und Polyphenolen reinigt den Körper von Stoffwechselgiften, was ihm den Beinamen „broom for the body“ („Besen für den Körper“) eingebracht hat. Der regelmäßige Verzehr der vitalstoffreichen Früchte stärkt das Immunsystem und reduziert das Risiko an Herz- und Gefäßerkrankungen, Diabetes mellitus und Krebs zu erkranken. Äpfel sind ein altes Hausmittel bei entzündlichen Gelenkschmerzen und sowohl gegen Verstopfung als auch gegen Durchfall. Die äußerste Schicht eines Apfels ist besonders gesund. Deswegen sollte man ihn vor dem Verzehr gründlich gewaschen, aber nicht schälen. Ich empfehle die Früchte nur im Bioladen oder von Streuobstwiesen zu kaufen, weil diese deutlich weniger mit Pestiziden und chemischen Düngemitteln belastet sind.

Macht müde Sportler und Wanderer munter

Wer schwitzt, verliert Kalium. Mangelt es uns an diesem Mineralstoff, geben die Nerven Reize nur noch sparsam an die Muskeln weiter. Dann fehlt uns bald die Kraft zum nächsten Schritt. Der Apfel liefert schnellen Nachschub. Da er obendrein zu 85 Prozent aus Wasser besteht, ist er durchaus als Durstlöscher geeignet, wenn unterwegs mal kein Wasser zur Hand ist.

Äpfel retten Leben

Jedes Gemüse, jedes Obst, jeder Apfel, den wir anstelle Produkte tierischen Ursprungs essen, ist ein Beitrag zum Tier-, Umwelt- und Menschenschutz. So einfach ist vegane Ernährung.

Der Tausendsassa in der Küche

Im Ganzen, gerieben, püriert, entsaftet, eingemacht, gedünstet, gebacken und gekocht, im Müsli, als Obstsalat, zu deftigen Speisen, in der Suppe, als Apfelschalentee und auf dem Kuchen – kaum eine Frucht kann man auf so viele Arten zubereiten und findet in so vielen Rezepten Verwendung wie der Apfel.

Äpfel sind lecker

In der Küche zeigt sich der Apfel also als Tausendsassa. Auch der Geschmack der unterschiedlichen Sorten ist vielfältig. Er reicht von säuerlich bis süß und von mehlig bis saftig. Im Handel gibt es leider überwiegend auf Erträge gezüchtete Sorten wie Elstar, Braeburn, Gala und Jonagold. Alte Apfelsorten bieten meist mehr Geschmack und Vitalstoffe. Von diesen findet man im Supermarkt nur den säuerlichen Boskop (auch Schöner aus Boskoop genannt). Es lohnt sich nach den alten Sorten auf Bauernmärkten, im Bioladen, bei Obst-und Gartenbauvereinen und bei Streuobstwiesenbesitzern Ausschau zu halten oder zu fragen.

Regionales und saisonales Obst bis ins Frühjahr hinein

Es gibt mehrere Gründe, regionales und saisonales Obst und Gemüse zu kaufen. Der offensichtlichste ist, dass deren Ökobilanz meist besser ist als von Lebensmitteln, die mit dem Flugzeug transportiert werden. Aufgrund ihrer guten Lagerfähigkeit sind Äpfel aus Deutschland fast das ganze Jahr über verfügbar. Kauft man im Frühjahr im Supermarkt deutsche Äpfel, haben diese allerdings mehrere Monaten in modernen Kühlräumen verbracht. Nachhaltiger und günstiger ist es, sich nach der Ernte bei einem Obstbauer in der Region einzudecken und die Äpfel in einem kühlen Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit zu lagern. Manche Sorten halten sich bis in den Juni.

Äpfel essen als minimalistischer Akt

Das runde Ding ist ein simpler Snack für unterwegs, denn es ist durch seine schützende Schale von Natur aus verpackt und findet dank der kompakten Form überall Platz. Daheim empfehle ich folgendes Experiment: Wasche einen Apfel. Mache es Dir auf der Couch oder im Garten bequem. Schließe Deine Augen. Beiße in den Apfel. Verspeise ihn mit Genuss und ohne Eile bis zum Butzen. Öffne erst dann wieder Deine Augen … Äpfel essen ist Minimalismus pur.

Wie isst Du Äpfel am liebsten? Hast Du vielleicht sogar eine Lieblingssorte?

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{ 44 Kommentare }

  • Marianne 11. Januar 2014

    Stimme Dir in allem zu. Ein Apfel allein ist der Gesundbrunnen schlechthin. Bei mir gibts ein Frühstück das heißt: 1 Apfel und 1 Pott Kaffee. …naja … bei letzterem gibts ja Ungereimtheiten. Beim Apfel eher weniger, außer man ist allergisch drauf.
    Trotzdem und außerdem: Es lebe der Apfel in allen Facetten!
    Lesefreud. Gruß Marianne Hauck

    Antworten
  • Christof Herrmann 11. Januar 2014

    Hallo Marianne,

    1 Apfel und 1 Pott Kaffee – warum wird dieses Frühstück eigentlich nir im Cafe angeboten ;-)

    Habe bei meiner Recherche zu diesem Artikel übrigens gelesen, dass es alte Apfelsorten gibt, die manche Allergiker vertragen.

    Einfach bewusste Grüße

    Christof

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  • Elvira 11. Januar 2014

    Ich erinnere mich an Zeiten, in denen bei meinen Eltern auf dem Schlafzimmerschrank die Äpfel lagerten. Fast den ganzen Winter konnten wir Äpfel essen. Schade, dass ich niemanden mehr fragen kann, woher diese Äpfel stammten. Denn ich bin nicht auf dem Land sondern in Berlin groß geworden. Wahrscheinlich haben meine Eltern das Obst als Vorrat auf dem Markt gekauft. Ich esse zwar nicht täglich einen Apfel, aber wenn, dann alles (bis auf den Stiel). Eine Lieblingsworte habe ich nicht – nur diese grünen mag ich nicht.

    Antworten
  • Christof Herrmann 11. Januar 2014

    Da hatten Deine Eltern aber eine gute Idee, denn das Schlafzimmer ist ja meist der kühlste Raum im Haus. Werde das mal ausprobieren, wenn ich das nächste mal alte Apfelsorten bei den Bauern hier in der Fränkischen Schweiz kaufen. Habe nämlich leider keinen kühlen Keller.

    Antworten
  • Karo Kafka 11. Januar 2014

    Einen Apfel am Tag schaffe ich zwar nicht ganz, aber ich habe zumindest immer welche da und esse sie von allen Früchten wohl auch am häufigsten. Wie deine Gründe schon aufzeigen, ist einfach so ein Allround-Obst. Praktisch zu transportieren, schmackhaft, regional und leicht & preiswert erhältlich. Passt. ;)

    Hast du das Bild eigentlich selbst gemacht?

    Antworten
  • Christof Herrmann 11. Januar 2014

    Variante für Dich, Karo: „Ein halber Apfel am Tag und der Doktor bleibt meist, wo er mag“ ;-)

    Nein, das Foto stammt mal ausnahmsweise nicht von mir, sondern vom Vater einer Bekannten, der mir das geniale Bild (ich wüsste gar nicht, wie man so etwas hinbekommt) zur Verfügung gestellt hat, da er meinen Blog gerne liest.

    Antworten
  • Uwe 11. Januar 2014

    Mit dieser Frucht ist man wenn wie erwähnt beim heimischen Obstbauern oder im eigenen Garten entsprungen nicht „veräppelt“. Ob als Müsli-Einlage auf dem Gebäck oder zu Brei verkocht und zum Reibekuchen gereicht, er kommt immer unaufdringlich daher. Und im Hessen Land als flüssiges „Stöffche“ oder auch als unvergorener Saft den Gaumen kitzelnd und angenehm benässent… Seit letztem Jahr habe ich deshalb die herkömmlichen Softgetränke aus der Einkaufsliste verbannt und es wird meist eine Apfelsaftschorle mit selbst erzeugtem Apfelsaft konsumiert. Beste Grüße Uwe

    Antworten
  • Daniel 11. Januar 2014

    Toller Artikel und schöne Hommage an ein großartiges Lebensmittel! Ich muss gestehen dass ich ein großer Fan der „Massensorte“ Elstar bin. Knackig und saftig und süß – mmmh.

    Es gibt in Frankfurt den Obsthof am Steinberg mit einem riesigen Apfelbaumgarten. Die Besitzer züchten dort alte Sorten und stellen daraus sortenreinen Apfelsaft und -wein her. Lecker, und man merkt den Betreibern einfach die Liebe zu „ihrem“ Obst an. So schmeckt es dann nochmal besser.

    Ich stehe übrigens auch total auf Nashi-Birnen. Die sind einerseits so knackig wie Äpfel, aber andererseits nicht so süß und eher saftig wie eine Birne.

    Ach wenn ich über Obst schreibe gerate ich ins Schwärmen :-)

    Antworten
  • Christof Herrmann 11. Januar 2014

    @Uwe
    Mhhh, Apfelsaftschorle mit selbst erzeugtem Apfelsaft, for­mi­da­bel! Apfelsaftschorle ist ja eigentlich ein sehr gutes Sportgetränk, weil es eine extra Portion Magnesium enthält. Leider wird zuweilen kein reiner Apfelsaft, sondern gesüßte Softgetränke mit Apfelgeschmack und Kohlensäure angeboten.

    @Daniel
    Danke fürs Lob! Lass Dir Deine Lust an Elstar von mir nicht verderben ;-) Geschmäcker sind verschieden. Ich mag eher herbe, säuerliche oder komplexe Sorten und die sind außer Boskop im normalen Supermarkt kaum zu bekommen. Nashi-Birnen find ich auch lecker (frage mich gerade, ob es überhaupt ein Obst gibt, das ich nicht mag) und die gibt es mittlerweile auch aus Deutschland oder zumindest Mitteleuropa, so dass sie nicht um die halbe Welt geflogene werden müssen.

    Antworten
  • trix 12. Januar 2014

    Hi! Das ist so ein Auf und Ab mit der Apfelesserei bei mir. Gerade mag ich sie nicht so. Ich krieg immer so einen Hunger davon. Aber wenn, dann gerne Cox Orange und Granny Smith. Auch Boskop mag ich sehr gerne. Also eher die säuerlichen Sorten. Wir haben hier in trixtown auch einen Apfelbauern. :) Im Sommer ganz klar in flüssiger Form. Als Taunusmädchen und Urhessin geht nichts ohne Äppler. Sauergespritzt. Öhm. Ich meine Apfelwein. Mit Wasser versetzt. :D Eine bessere Erfrischung gibt es kaum an heißen Tagen. lg

    Antworten
  • Janni 12. Januar 2014

    Hallo,

    erstmal ein Lob für diesen tollen Blog. Bin grad dabei ihn peu à peu durchzulesen. Gibt sehr viel Interessantes zu entdecken :)

    Zum Thema Äpfel (Obst) – im Grunde bin ich ganz bei euch. Leider vertrage ich aufgrund einer Fruktosemalabsorption keine Äpfel mehr, die haben nämlich ziemlich viel Fruktose. Auch Birnen scheiden deswegen leider aus. Früher habe ich auch viel Obst gegessen und es ist ziemlich hart jetzt nur noch so wenige Obst- und teilweise auch Gemüsesorten essen zu können. Daher ernähre ich mich auch irgendwie bewußt, nur leider nicht so, ich das gerne würde :( Hinzukommt, dass die verträgliche Obstsorten nicht unbedingt jene sind, die hier im heimischen Garten wachsen. Da bekommt Minimalismus beim Essen eine ganz neue Bedeutung… (wenn man saisonal, regional und vegetarisch essen möchte).

    Antworten
  • Christof Herrmann 13. Januar 2014

    @trix
    Wenn Du vom Apfel Hunger bekommst, iss einfach noch einen ;-)

    @Janni
    Willkommen und viel Spaß beim „Interessanten entdecken“.
    Zu Deiner Fruktosemalabsorption: Bei meiner Recherche zu diesem Artikel habe ich gelesen, dass alte Apfelsorten oft von Menschen mit Fruktoseintoleranz vertragen werden. Das macht meiner Meinung nach Sinn, weil diese Sorten ja meist eher säuerlich oder herb sind und demnach weniger Fruchtzucker haben dürften (es sei denn die Säure überdeckt die Süße). Zudem wurden bei den neuen Sorten wichtige Pflanzenstoffe herausgezüchtet (die ja für die Verdauung der Frucht wichtig sind), um sie länger haltbar, ertragreicher und ansehnlicher zu machen. Genaueres müsstest Du aber selbst recherchieren.

    Antworten
  • Hörnchen 13. Januar 2014

    Hallo Christof,
    wenn wieder ein Newsletter angekommen ist, lasse ich am liebsten alles stehen und liegen und vertiefe mich darin. Viele Themen sprechen mir aus dem Herzen, andere inspirieren mich. Dem Apfelbeitrag möchte ich einen weiteren Aspekt zufügen, den ich bei einem Vortrag über alternative Mittel bei Krebs in Mainz gehört habe. Auf Dauer behalten habe ich (und beherzige es auch), dass die Apfelkerne unbedingt mitgegessen werden sollen. Es darf aber keiner auf die Idee kommen, nun zig Apfelkerne täglich zu essen, das wäre fatal, da dann giftig. Bircher-Benner hat auch schon bei der täglichen Müslizubereitung empfohlen, den Apfel bis auf den Stiel mit zu essen.
    Lieben Gruß von einer begeisterten Leserin

    Antworten
  • Christiane 13. Januar 2014

    Wenn man mich fragt, was mein Lieblingsobst ist, fällt mir die Antwort nicht schwer. Definitiv der Apfel.
    Ich esse fast jeden Tag einen. Wochentags ist es bei mir eine Art Ritual. Erst trinke ich meinen grünen Tee, dann gibt’s einen Apfel. Der wird in Seelenruhe geviertelt, das Kerngehäuse entfernt und dann nochmal halbiert. Die 8 Stücke werden dann genüßlich verzehrt. :-)
    Am Wochenende sieht mein Frühstück oft ein wenig anders aus, aber auch da versuche ich immer öfter einen Apfel einzubauen. Und in Smoothies wandert er auch ab und zu (dann gerne mit Kernen).
    Leider fehlt mir ein idealer Lagerort, so dass ich immer nur rund 20 Stück auf Vorrat habe. Am liebsten mag ich Elstar und Braeburn, aber auch Gloster und Boskop (bekomme ich im Herbst von meinen Eltern) mag ich sehr.
    Es gibt ja eigentlich so unzählig viele Apfelsorten und es tut mir leid, dass ich die wenigsten davon kenne. Besonders schade finde ich, dass im Handel immer nur dieselben Sorten angeboten werden, alte Sorten verschwinden dadurch so langsam ganz von unseren Feldern. :-(

    Antworten
  • Christof Herrmann 13. Januar 2014

    So viel Lob und so viele Apfel-Fans. Vielleicht sollte ich nur noch über Äpfel bloggen ;-) Fest steht, dass paar Äpfel und paar Apfelkerne nicht schaden können, auch wenn man öfter liest, dass letztere eine Vorstufe der Blausäure enthalten (jedoch in so geringen Dosen, dass unser Körper problemlos damit fertig wird).

    Antworten
  • Andreas 14. Januar 2014

    Also ich brauch eigentlich keine 8 Gründe um die „Verbotene Frucht“ zu essen, aber werd den Artikel mal einigen Freunden und Bekannten weiterempfehlen die mit Obst generell nichts am Hut haben ;)!

    Danke dafür und beste Grüße,
    Andreas

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  • Falk 15. Januar 2014

    Hallo Chris, hallo den Blogschreibern und -lesern
    Apfelverzehr ist für uns ein Muß, schon weil wir noch einige Steigen von der letzten Ernte im Keller haben. Freilich Bioäpfel aus dem eigenen Garten. Leider die weniger guten Essäpfel, weshalb wir sie überwiegend zu Kompott, Apfelkuchen und Saft verarbeiten.
    Hier eine gute Vitaminbombe, auch für die, die Rezepte bisher vermissten:

    Kleine Ingwerzehe
    Sellerie
    Rote Beete
    Möhren
    Äpfel
    ein Schuß Olivenöl
    (Mengenverhältnis nach eigenem Geschmack wählen. Empfehlung: etwa die Hälfte Äpfel, ein Viertel Möhren und ein Viertel Sellerie und Rote Beete)
    Alles gesäubert und grob zerkleinert in die Haushalts-Saftmaschine (eine Anschaffung, die sich lohnt, denn beim traditionellen Entsafter mit Aufkochen gehen zu viele Vitamine verloren)
    So kommen wir ganz gut über den Winter.

    Zum Wohl und viele Grüße
    Hans

    Antworten
  • Christof Herrmann 15. Januar 2014

    Hallo Hans,

    ein eigener Garten ist natürlich etwas Tolles.

    Ich kann mir gut vorstellen, wie Deine Vitaminbombe schmeckt (sehr lecker) und wirkt (Energie für Geist und Körper), weil ich öfter ein Rohkost-Gericht aus ähnlichen Wintergemüse/-obst mache:

    Äpfel, rote Bete, Möhren und Kohlrabi (Sellerie oder anderes Wurzelgemüse geht auch) gründlich bürsten und waschen (nicht schälen). Ein Stück Ingwer schälen. Alles fein raffeln. Mit Olivenöl, frisch gepresster Zitronensaft und zerdrückter Banane (die gibt dem Ganzen einen besonderen Kick, kann aber weggelassen werden, wenn man nur regionales Obst und Gemüse verwenden möchte) abschmecken.

    An Guadn!

    Christof

    Antworten
    • M.Lorenz 25. Juni 2017

      Hall junger Christof,
      Mit noch 72 Jahren ernähre ich mich wie kein Veganer/Vegetarier nach persönlichen
      gesundheitbewußten Bürgern.Täglich abends zudem 2 Äpfel verschiedener Sorten.
      Ich muß die Äpfel seit 2 Monaten reichlich schälen.Diese sind witterungsbedingt
      äußerlich schon farbig blasenhaltig.Welche Sortenwahl wäre für mich einkaufswürdiger?
      Herzlichen Dank für eine wirksame Empfehlung.
      Freundl. Gruß und ein Dankeschön für die kurze Empfehlung,aber keine wissenschaftliche Recherche.
      M.Lorenz

      Antworten
  • Christof Herrmann 15. Januar 2014

    Nachtrag zu eben: Kohlrabi und Sellerie sollten natürlich geschält werden, da deren Schale holzig ist. Äpfel, Rote Bete und Möhren schäle ich meist nicht. Anstelle Olivenöl schmeckt z. B. auch Leinöl sehr lecker in dem Rohkost-Salat.

    Antworten
  • Hungerkünstler 18. Januar 2014

    Um 1945 herum waren Äpfel und Zwetschgen aus unserem Pachtgarten schon fast ein Mittel zum Überleben. Aus den Zwetschgen wurde (ohne Zucker!) im Backofen sättigendes Zwetschgenmus zubereit Die Äpfel wanderten in einen Apfelstrudel, den es im Winter nahezu jeden Tag gab, Den köstlichen Geschmack spüre ich noch heute auf der Zunge. Zuvor waren die Äpfel mit viel Mühe und nicht ungefährlich von den hohen Bäumen geerntet und mit einem Handwagen äußerst vorsichtig nachhause gefahren worden, wo sie auf Obsthürden im Keller bis zum Winterende gelagert wurden. Heute findet man nicht selten Streuobstwiesen, auf denen am Boden die besten Äpfel vor sich hinfaulen. Man kauft auch auf dem Land lieber den Delicious aus Südtirol beim Großeinkauf im nächsten Supermarkt.
    Übrigens, lieber Christof: Die Äpfelchen, von denen Goethe im Faust spricht, mögen zwar auch knackig sein, sind aber zum herzhaften Hineinbeißen kaum geeignet.

    Antworten
  • Christof Herrmann 19. Januar 2014

    Lieber Hungerkünstler, das war eine interessante Reise zurück in die Zeit um 1945, als ungespritztes Obst aus dem eigenen Garten noch gang und gäbe war. Ich frage mich, was aus all den Schrebergärten geworden ist. Neubausiedlungen? Klimatisierte Einkaufszentren?

    Noch ein Wort zu den Äpfelchen. Du hast mich entlarvt ;-) Ich habe den Faust gelesen und weiß, dass Goethe ein Schlitzohr war. Das Zitat war zu schön, um es nicht zu verwenden. Worum es eigentlich geht, versteht man spätestens wenn man die Verse unten liest. Sex sells, auch schon Anfang des 19. Jahrhunderts.

    Faust:
    Da sitzen zwei, die Alte mit der Jungen;
    Die haben schon was Rechts gesprungen!

    Mephistopheles:
    Das hat nun heute keine Ruh.
    Es geht zum neuen Tanz, nun komm! wir greifen zu.

    Faust (mit der Jungen tanzend):
    Einst hatt ich einen schönen Traum
    Da sah ich einen Apfelbaum,
    Zwei schöne Äpfel glänzten dran,
    Sie reizten mich, ich stieg hinan.

    Die Schöne:
    Der Äpfelchen begehrt ihr sehr,
    Und schon vom Paradiese her.
    Von Freuden fühl ich mich bewegt,
    Daß auch mein Garten solche trägt.

    Mephistopheles (mit der Alten):
    Einst hatt ich einen wüsten Traum
    Da sah ich einen gespaltnen Baum,
    Der hatt ein ungeheures Loch;
    So groß es war, gefiel mir’s doch.

    Die Alte:
    Ich biete meinen besten Gruß
    Dem Ritter mit dem Pferdefuß!
    Halt Er einen rechten Pfropf bereit,
    Wenn Er das große Loch nicht scheut.

    Antworten
  • Hannah 19. Januar 2014

    Der Apfel ist wirklich ein kleiner „Wunderwuzzi“ unter den Früchten. Er schmeckt immer anders, je nach Sorte, Anbauzeit und Anbauort. Als Vitaminbombe im Winter stärkt er das Immunsystem und kann somit so machen Virus im Keim ersticken. Er wird regional angebaut und hat somit einen kleinen ökologischen Rucksack. Außerdem enthält er viel weniger chemische Spritzmittel als andere Obstsorten. Als Lieblingsobst der Deutschen steht er ganz oben auf den Einkaufslisten, und dass ist auch gut so. Ich komme schon ca. auf einen Apfel pro Tag und bin eigentlich relativ selten krank. Ob dies jetzt rein auf die Wirkung des Apfels zurück zuführen ist bezweifle ich, aber förderlich ist der Konsum alle mal.

    Antworten
  • Christof Herrmann 20. Januar 2014

    Wunderwuzzi, ein schönes (österreichisches?) Wort, das perfekt zum Apfel passt! Gäbe so viel Kurioses und Interessantes über die verbotene Frucht zu berichten. Zum Beispiel gilt der Apfel als weiblich, die Birne als männlich (evtl. ist das der Grund, warum ich Äpfel lieber mag als Birnen ;-)). Bei der Geburt eines Mädchens wurde daher früher ein Apfelbaum, bei einem Jungen ein Birnenbaum gepflanzt …

    Antworten
  • Pit 22. Januar 2014

    Lieber Christof, ich mag Äpfel nicht besonders. Aber wegen dieses Artikels werde ich es jetzt probieren mit anderen Sorten aus dem Bioladen. Das habe ich gerade entschieden.
    An apple a day – das muss doch möglich sein! :-)

    Antworten
  • kleinstadtprinzessin 30. Januar 2014

    Also bisher habe ich immer gelesen, dass brauner Rohrzucker naturbelassen ist im Gegensatz zu Industriezucker. Werde aber auch, sobald die Packung leer ist, auf Agavendicksaft umsteigen.

    Grüsse

    Antworten
    • Christof Herrmann 31. Januar 2014

      Brauner Zucker ist auch nichts anderes als Fabrik- oder Industriezucker. Ihm wurden einfach nicht alle Verunreinigungen entfernt. Deswegen schaut er naturbelassen und gesund aus, was er nicht ist.

      Vollrohrzucker ist zumindest unraffiniert, wird aus dem Saft des Zuckerrohrs hergestellt und enthält noch ein wenig Mineralstoffe. Gesund ist er wohl auch nicht gerade.

      Zum Agavendicksaft kann ich nicht viel schreiben. Ich weiß nur, dass er ebenfalls zu den Industriezuckern gezählt wird. Mein Gefühl sagt mir, dass man Agavendicksaft so sparsam einsetzen sollte wie all die anderen Zuckerarten.

      Um zum Apfel zurückzukehren: Die meisten Gerichte mit Äpfeln muss man nicht zuckern. Apfelmus, egal ob gekocht oder in der Rohkost-Variante, schmeckt mir ohne mittlerweile viel besser. Je nachdem wie süß oder sauer die Äpfel sind, gebe ich Vanille, Zimt, Zitronensaft und etwas pürierte Banane oder Trockenfrüchte hinzu.

      Einfach bewusste Grüße

      Christof

      Antworten
      • Marion 23. Dezember 2016

        Sollte man nicht auch mit so „Exoten“ wie Süsse aus Agaven, Ahorndicksaft aus Kanada …sparsam umgehen oder gar meiden. – Auch diese Süßen sind doch irgendwie in Massen und industriemässig hergestellt.Ich glaube das ist auch eine Sache des Umdenkens ,daß nicht alles nachhaltig ist ,was es auf dem Biosektor zu kaufen gibt- auch hier gilt-weniger ist mehr oder lieber auf naturbelassene Süße aus regionalem, saisonalem Obst zurückgreifen?

        Antworten
        • Christof Herrmann 26. Dezember 2016

          Unbedingt. Süßen mit saisonalem Obst aus der Region macht voll Sinn. Alles, was aus der Ferne und/oder aus der Fabrik kommt, versuche ich zu vermeiden. Bin da aber nicht so konsequent wie bei der veganen Ernährung. Hin und wieder Datteln, Bananen, Kokosprodukte, Chips usw. werden weder mich noch die Welt umbringen …

  • Sandra 31. Januar 2014

    …probiert mal „Apfelsüße“…halte ich persönlich als richtig gute Zuckeralternative (nicht verwechseln mit Apfeldicksaft)…

    pflanzliche grüße ;-)

    Antworten
    • Christof Herrmann 1. Februar 2014

      Im Kinderketchup meines Neffen ist Apfelsüße enthalten. Als ich das las, habe ich mich gefragt, was das denn wieder ist. Kannst Du es erklären, Sandra? Oder sonst jemand? Ist es am Ende nicht doch nur Zucker?

      Antworten
  • Sandra 1. Februar 2014

    Klar, ist nur Zucker, aber eben natürlich und nur aus dem möglichst sonnengereiften Apfel gewonnen (Fruktose, Glukose, Sorbit)…hat die gleiche Süßkraft wie Zucker (1 TL Zucker = 1 TL Apfelsüße) und empfinde ich als nachhaltiger (da einheimisch) als Rohrohrzucker (aus Zuckerrohr)…und da Apfelsüße sehr teuer ist, geht man auch bewußter mit um :-)

    Süßliche Grüße ;-)

    Antworten
    • Christof Herrmann 2. Februar 2014

      Das Argument der Nachhaltigkeit zieht nicht, wenn man Rübenzucker verwendet, den es aus deutschem Anbau und deutscher Herstellung gibt.

      Habe mir aber Apfelsüße auf den Einkaufszettel geschrieben. Könnte eine gute Alternative zum Süßen von schwarzen Tee sein. Ansonsten verwende ich zuhause keinen Zucker mehr. Zum Backen und Kochen verwende ich frisches Obst oder Trockenfrüchte …

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Gabo 4. Februar 2014

    @Hungerkünstler
    wir versuchen auch im Herbst auf den Streuobstwiesen, die Äpfel die runtergefallen, sind zu ernten, anderes wäre auch wohl Diebstahl oder? Aber oft beobachten wir , dass die nicht geernteten Äpfel noch im Winter an den Bäumen hängen und erfrieren, zumindest in unserer Nähe. Wir machen dann einen Teil zu frisch gepresstem Apfelsaft, den man aber bald trinken muss, sonst wird er zu Apfelwein- was ich nicht so gerne mag, obwohl ich aus Hessen bin :-(- einen anderen Teil heben wir über Winter auf. Wir haben zwar selbst drei kleine Bäumchen, aber die tragen leider nicht immer so viel, dass es über den Winter reicht. So müssen wir oft erst recht spät ander Äpfel dazu kaufen.

    Antworten
    • Christof Herrmann 5. Februar 2014

      Vielleicht kannst Du die Besitzer ausfindig machen, die ihre Apfelbäume nicht ernten. Manche dürften froh sein, wenn sich nicht auf den der Streuobstwiesen erfrieren oder verfaulen. Auch auf Mundraub könntest Du mit etwas Glück in Deiner Nähe fündig werden.

      Antworten
  • Obermair 12. März 2014

    Hallo,
    auch wir wären froh, wenn uns Jemand hilft, die Äpfel zu ernten! Soviel können wir (2 Erwachsene) gar nicht ernten und essen, trotz Apfelsaft, Apfelwein, Apfelkuchen, Apfelgelee.
    Wir lagern sie in einem Raum neben der Garage, da bleiben sie bis April ziemlich frisch.
    Da wir kaum Nachbarn haben und wenn, haben sie selbst genug Äpfel. Mein Mann möchte schon die Bäume ummachen, damit nicht so viel verkommt (wir haben 6 Hochstämme, 5 Jonatha und ein Batul) Die Äpfel schmecken sehr gut.
    Das Problem ist, die Bäume bzw. der Garten liegt in Ungarn, deswegen kommt die Familie nicht so oft hin, 40 km hinter der Grenze Österreich. Und jeder hat Äpfelbäume!
    Also, wer Interesse hat, oder bei der Gelegenheit auch Ungarn erkunden will…,
    bitte.
    Wir haben Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Birnen, Aprikosen, Pfirsiche und Walnüsse – und das alles für 2 Personen!!

    Antworten
    • Christof Herrmann 14. März 2014

      Äpfel bis zum Abwinken, welch verlockendes Angebot! Wo stehen denn die Bäume ungefähr und wann müssten die Äpfel geerntet werden? Falls sich jemand hier meldet, stelle ich gerne Kontakt her. Ansonsten vielleicht mal über Mundraub oder Foodsharing probieren. Wäre wirklich schade, wenn das gute Obst verkommt.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
      • Obermair 15. März 2014

        Wie ich schon sagte, befindet sich das Grundstück in Ungarn! Ca. 8 km hinter Körmend.(Autobahn Graz-Wien, Ausfahrt Fürstenfeld/Ilz, Richtung Ungarn).
        Für einen „Landurlaub mit Ernten“ geeignet. Balaton ca. 50 km entfernt.
        Gruß Monika

        Antworten
  • Miroslav 7. November 2015

    Zudem hat der Apfel eine positiv Auswirkung auf die körperliche Leistung. Denn diese langsamen Kohlenhydrate im Apfel stellen auch stets eine gute Energiequelle dar.

    Antworten
  • Hermann 11. Januar 2016

    Ein toller Artikel, wieder mal auf den Gesundheitswert des Apfels hinzuweisen. Allerdings sollte man diese 3 Worte beherzigen: biologisch – regional – saisonal.
    Wenn heute im Supermarkt der Apfel das ganze Jahr über angeboten wird, werden sicher 2 dieser 3 Begriffe nicht berücksichtigt. Wenn man zudem weiß, dass man einen Apfel (ohne dass man es merkt) bis zu 3 Jahre haltbar machen kann (und somit wichtige Vitamine verloren gehen), gewinnen diese 3 Begriffe immer mehr an Bedeutung!

    Antworten
  • Margit 17. September 2016

    Habe die ganzen Beiträge interessiert verfolgt und gelesen. Bin nicht soooo der Apfelfan, aber wenn ich mal Lust drauf habe dann am liebsten den Granny Smith, säuerlich und schön saftig. Ist da die Schale auch so gesund und empfehlenswert? Ich hab ein Magenband und mit der kräftigen, harten Schale bin ich etwas im Zwiespalt zumal die auch immer so aussieht als sei sie extrem gewachst

    Antworten
  • Petra 18. September 2016

    Hallo Margit, da der Granny Smith nicht in Deutschland angebaut wird (der braucht ein heißeres Klima), ist die Wahrscheinlichkeit einer für den Transport stark gewachsten Schale sicher hoch. Ich würde an deiner Stelle auf Bioqualität achten. LG Petra

    Antworten
  • Thorsten 13. Dezember 2017

    Auch wenn ich hier wieder einen schon etwas älteren Blogbeitrag kommentiere, so muss ich einen kleinen Tipp zum Thema „Hunger nach einem Apfel“ los werden (der nächste Tag des Apfels ist ja bald ;-)). Bekanntlich fängt die Verdauung im Mund an. Wenn man vor dem Genuss eines Apfels eine Hand voll Nüsse (bei großen Händen entsprechend weniger ;-)) isst, stellt sich die Verdauung auf die Nüsse ein. Wenn man dann anschließend einen Apfel isst, wirkt sich dieser kleine „Betrug“ gegenüber der Verdauung positiv auf den Blutzuckerspiegel und damit auf das Hungergefühl aus. Praktiziere ich seit Jahren.

    Ansonsten kann ich mich nur den Vorrednern anschließen. Über das Kaufen größerer Mengen Äpfel zur Saison und deren Einlagerung werde ich bei nächster Gelegenheit nachdenken, da wir ideale Voraussetzungen mit einem ausreichend großen und gleichbleibend kühlen Keller haben.

    Beste Grüße
    Thorsten

    Antworten
  • Christof Herrmann 14. Dezember 2017

    Ich danke Euch für die Kommentare und interessanten Ergänzungen.

    Einen Apfel und eine Handvoll Nüsse (in der Kombination mag ich Walnüsse gerne) habe ich oft als Energienahrung beim Wandern dabei. Dass das auch gut für die Verdauung ist, wusste ich noch nicht.

    Viele Grüße

    Christof

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