Warum vegane Ernährung nicht kompliziert ist

Warum vegane Ernährung nicht kompliziert ist: Ein Apfel am Tag und der Doktor bleibt, wo er mag.

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Daniel von beVegt.

Ich ernähre mich seit dreieinhalb Jahren vegan und in dieser Zeit ist mir ein seltsamer Widerspruch aufgefallen: Einerseits gibt es die weit verbreitete Vorstellung, dass es sehr kompliziert sei, sich vegan zu ernähren. Andererseits sind die meisten Menschen, die sich für Minimalismus und ein einfaches Leben interessieren, der vegetarischen oder veganen Lebensweise zumindest nicht abgeneigt.

Minimalisten und Veganer

Christof zum Beispiel beschäftigt sich seit Jahren mit dem Minimalismus, war die letzten zwei Jahre Vegetarier und ernährt sich nun seit Anfang 2014 rein pflanzlich. Bei mir war es andersherum: Ich bin über die vegane Ernährung auf den Minimalismus gestoßen, vor allem über Leo Babauta. Und ich hatte damals sofort das Gefühl, dass mein neuer veganer Lebensstil sehr gut mit den Ideen in Einklang steht, über die Leo auf seinen beiden Blogs schreibt.

Kann es wirklich sein, dass ich mich auf der Suche nach mehr Einfachheit für die komplizierteste aller Ernährungsweisen entschieden habe – und das dann noch nicht einmal merke?

Nein, natürlich nicht. Denn wenn man genau hinsieht, gibt es hier gar keinen Widerspruch, sondern bloß ein Missverständnis: Es ist nicht kompliziert, ein Veganer zu sein, aber es kann schwierig sein, einer zu werden. Wenn Außenstehende sagen, sich rein pflanzlich zu ernähren, sei sicher nicht einfach, dann denken sie dabei wohl an die vielen Veränderungen, die der Umstieg mit sich bringen würde. Und in dieser Hinsicht haben sie Recht. Es ist kompliziert, gewohnte Verhaltensmuster zu verlassen und einstmals vertraute Dinge neu zu erlernen. Wer vegan lebt, muss anders einkaufen, anders kochen, anders reisen, andere Gespräche führen.

Überraschung nach dem Umstieg

Wer aber den Umstieg schon hinter sich hat und bereits eine Zeit lang Veganer ist, macht meistens eine ganz andere Erfahrung: Die vegane Ernährung ist nicht kompliziert, sondern in vielerlei Hinsicht einfach – ja geradezu minimalistisch.

Ein Vergleich, der mir dazu einfällt, ist das Entrümpeln. Es fällt uns oft schwer, uns von Dingen zu trennen, selbst wenn wir sie nicht mehr brauchen und seit Jahren nicht mehr benutzt haben. Aber wer einmal konsequent ausgemistet hat und nun darauf achtet, nichts Überflüssiges mehr anzuhäufen, dem wird sein „altes“ Leben plötzlich furchtbar kompliziert erscheinen.

Fünf Gründe, warum eine vegane Ernährung nicht kompliziert ist

1. Simple Ernährungsregeln

Als Veganer richte ich mich nur nach einer einzigen, simplen Ernährungsregel: Wenn es eine Pflanze ist, esse ich es, wenn es vom Tier kommt, esse ich es nicht. Ich muss weder Kalorien zählen noch Nährstoffverhältnisse berechnen noch mir wie bei der Paläo-Diät Gedanken darüber machen, ob ein bestimmtes Lebensmittel schon meinen Vorfahren vor 10.000 Jahren zur Verfügung gestanden hat oder nicht.

2. Simples Einkaufen

Wenn ich heute meinen Wocheneinkauf erledige, dauert das nie mehr als 15 Minuten. Er spielt sich größtenteils in der Obst- und Gemüseabteilung ab. Das Durchforsten endloser Regalreihen gehört der Vergangenheit an. Was ich brauche, finde ich schnell: Frisches und tiefgefrorenes Obst und Gemüse, Nudeln, Reis und Quinoa, Nüsse und Sojamilch. Fertig. Kleingedrucktes muss ich nicht lesen, um tierische Zutaten zu identifizieren. Weil ich vor allem unverarbeitete Lebensmittel kaufe, hat kaum etwas in meinem Einkaufswagen ein Label.

3. Simples Kochen

Ich liebe einfache Gerichte mit wenigen Zutaten, idealerweise in nur einem Topf oder einer Pfanne zubereitet. Vegane Gerichte aus der asiatischen, indischen oder afrikanischen Küche eignen sich dafür hervorragend, weil es dort die typisch westliche Aufteilung in Hauptgericht und Beilagen nicht gibt. Auch komplizierte Zubereitungsarten sind beim Kochen mit Pflanzen überflüssig. Ich muss weder Garen noch Pochieren noch Filetieren noch Ausnehmen noch Entbeinen. Ich muss keine Fleischreste, Knorpel, Knochen oder Blut entsorgen, brauche weder ein Fleischthermometer noch eine elektrische Bratenschere. Und das Beste ist, dass fast alles mit allem kombinierbar ist, ohne dass es zur Geschmackskatastrophe kommt:
– Reis mit Gemüse
– Quinoa mit Linsen und Curry
– Salat mit Tomaten, Gurke und einem einfachen Dressing aus Öl, Essig und Zitronensaft
– ein selbstgebackenes Brot aus fünf Zutaten mit einem schnell zubereiteten Hummus
– ein frischer Obstsalat mit Leinsamen und ein paar Walnüssen

4. Simples Essengehen

Als Veganer habe ich es leicht, auswärts zu essen. In normalen Restaurants gibt es meist nur ein oder zwei vegane Gerichte – vorbei die Zeiten, in denen ich minutenlang die Speisekarte studieren musste und dann noch immer unsicher war, ob ich das Richtige bestellt habe. Wenn es keine vegane Option auf der Karte gibt, frage ich den Kellner, ob der Koch ein einfaches Gericht zubereiten oder aus einem À-la-carte-Essen eine vegane Version zaubern kann. Und wenn ich auf Reisen gehe, suche ich mir vorher auf der Website Happycow die entsprechenden Restaurants am Zielort heraus. Früher dauerte die Suche nach einem Restaurant in einer fremden Stadt häufig sehr lange und war sogar mit Stress verbunden.

5. Simple Ethik

Als ich noch Fleisch, Eier, Milch und Käse gegessen habe, musste ich einen komplizierten Spagat zwischen meiner Lebensweise und meinen moralischen Vorstellungen machen. Heute lebe ich als Veganer mehr im Einklang mit meinen Prinzipien: Ich möchte nicht, dass anderen Lebewesen Schaden zugefügt wird, und verhalte mich entsprechend. Das sorgt für ein leichtes Gewissen.

Vegane Ernährung in der Google-Suche
Was hältst Du von meiner Behauptung, dass eine vegane Ernährung nicht kompliziert ist? Was bedeutet Minimalismus im Hinblick auf Ernährung für Dich?

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{ 73 Kommentare }

  • Berit 5. Januar 2014

    Ihr werdet lachen. Seit letztem Herbst ernähre ich mich zu 90 % vegan (ja, ein paar Ausnahmen gibt es noch). Und um so mehr ich mich mit der veganen Ernährungsform beschäftige und danach einkaufe, merke ich auch, wie sich das ganze Thema für mich entwirrt und mir mehr und mehr so … NATÜRLICH und einfach erscheint. Ohne aufgeblasenes Drumherum. Das hat für mich auf jeden Fall etwas mit Minimalismus zu tun!

    Antworten
  • Christof Herrmann 5. Januar 2014

    Berit, danke für Deine Meinung. Freut mich, dass Du Daniels Meinung vertrittst. Ich sehe das nämlich ganz ähnlich. Übrigens haben auch meine beiden anderen Blogthemen, also die Nachhaltigkeit und das Wandern, mich nach und nach zur rein pflanzlichen Ernährung geführt. Ich kann einfach nicht mehr durch den Wald wandern („Ach schau mal das süße Eichhörnchen.“) und danach im Biergarten einen Schweinebraten verzehren.

    Viele Grüße

    Christof

    Antworten
  • solveig 5. Januar 2014

    Im Großen und Ganzen stimme ich den Aussagen des Artikels zu, wobei ich eher in die Kategorie „Aufwändige Gerichte-Kocherin mit vielen Gewürzen und Zutaten“ gehöre.
    Nur das mit dem auswärts essen stimmt nur bedingt. In Deutschland mag es ja meistens ganz gut funktionieren, besonders in größeren Städten (obwohl ich hier auch schon „veganen“ Salat mit Fischsoße serviert bekommen habe), aber sobald man sich ins Ausland bewegt kann es schon echt schwer werden. Als ich eine Woche in Andalusien verbracht habe, war ich froh, dass ich mir selbst Vorräte mitgenommen hatte, ansonsten hätte ich wirklich hungern müssen. Sogar Obst und Gemüse (für uns hier so selbstverständlich und absurderweise zum Teil in Südspanien angebaut…) waren dort im Supermarkt nur schwer in azeptaber Form zu finden. Ich war auf jeden Fall froh, endlich wieder mal etwas Warmes zu Essen zu bekommen, als ich wieder zuhause war.
    Ein weiterer Punkt wäre, dass es durchaus kompliziert sein kann, mit dem Verhalten seiner Mitmenschen klarzukommen. Die meisten stören sich heutzutage nicht (mehr) dran, aber man stößt schon regelmäßig auf blöde Sprüche, Ablehnung, Verachtung oder sogar Aggression.

    Antworten
  • Christof Herrmann 5. Januar 2014

    „Ablehnung, Verachtung oder sogar Aggression“ habe ich bisher nicht erlebt, eher Überraschung, Neugier und – ok – den einen oder anderen blöden Spruch ;-) Who cares?

    Auf Reisen, etwa im Sommer auf meiner nächsten Alpenüberquerung, werde ich mich einfach gut vorbereiten, also genügend Vorräte mitnehmen, vegane Optionen unterwegs aufschreiben und ggf. vorher auf der einen oder anderen Berghütte anrufen. Auf dem Traumpfad München-Venedig habe ich vorletztes Jahr ein veganes Pärchen kennengelernt, die mit einem Freund, der keine Arme hatte, den Weg gegangen sind. Die drei haben kein großes Aufsehen gemacht und haben einfach ihr Ding durchgezogen …

    Antworten
  • MinMax 5. Januar 2014

    Hallo Christof und Daniel

    vielen dank für diesen schönen inspirierenden Artikel.
    Ich lese Leo Babauta auch gerne. Ernährt er sich denn vegan?

    Liebe Grüße aus dem Norden
    MinMax

    Antworten
  • Christof Herrmann 5. Januar 2014

    Hallo MinMax (schöner Name!),

    ja, Leo ernährt sich vegan. Unter My Story schreibt er:

    „In August 2006, I decided to become vegetarian. I first cut out meat, and then slowly transitioned to a 99% vegan diet (now fully vegan). I don’t drink milk or eat eggs. I am eating healthier than ever before.“

    Viele Grüße aus dem Süden

    Christof

    Antworten
  • whitespace 5. Januar 2014

    Cooler Artikel – danke :)
    Ich finde auch, dass Minimalismus & Veganismus ziemlich gut zusammen passen. Besonders Punkt 5 spielt bei mir eine große Rolle!

    Antworten
  • Betti 5. Januar 2014

    Hallo Daniel:)

    Ich bin seit Juni 2013 Veganer und kann Dir in allem nur zustimmen. Wenn man die Umstellung, besser den Weg eingeschlagen hat, dann ist es gar nicht mehr kompliziert! Es macht Spass zu experimentieren, man entdeckt die Vielfalt von Gemüse, Obst und Körner. Und es lässt sich soviel kombinieren, man kann eigentlich nichts falsch machen beim Kochen:) Natürlich schonend zubereitet sollte es sein, ich verwende jetzt einen Dämpfer, der ist täglich im Einsatz:) Ich verwende zu 90 % nicht verarbeitete Nahrungsmittel, verzichte auf Pasta und Öl und Essig hab ich auch verbannt, Salat pur schmeckt mir am Besten. Das Gewicht pendelt sich ein, man kann Unmengen essen ohne auf sein Gewicht zu achten, sieht frischer aus und hat eine schon unheimliche Energie! Nebenbei muss für unsere Nahrung kein Tier mehr sterben!
    Das einzige was mich stört, sind die oft doofen Sprüche, sie wiederholen sich, manchmal kann ich sogar wieder darüber lachen, wenn genau so ein Spruch wieder kommt, vorhersehbar;-)

    Ich wünsch allen viel Kraft und Mut die auf vegane Ernährung umstellen wollen, es ist wirklich eine Bereichung im Leben! (so ähnlich wie mit dem Rauchen aufhören, wenn es mal „Klick“ gemacht hat, möchte man nicht mehr zurück)

    Liebe Grüße
    Betti:)

    Antworten
  • Daniel 5. Januar 2014

    Hallo Betti, schön dass ich mit dem Beitrag einen Nerv bei dir getroffen habe :-) Bei mir liegt die Umstellung jetzt ja schon etwas länger zurück, aber ich erinnere mich noch gut an die ersten Monate, in denen ich einfach so viel Neues gelernt habe. Das war richtig faszinierend!

    Die Sprüche versuche ich locker zu sehen. Man muss versuchen, das nicht persönlich zu nehmen, denn so ist es meistens ja nicht gemeint. Wenn ich mir den „alten“ Daniel in Erinnerung rufe, dann glaube ich, dass der durchaus auch mal so einen Spruch hätte loslassen können. Deswegen kann ich dafür niemandem böse sein :-) Jeder geht seinen Weg, und ich hoffe einfach, dass ich mit meinen Texten einen kleinen Beitrag dazu leisten kann, dass es für den ein oder anderen ein Weg hin zum veganen Leben wird!

    Viele Grüße, Daniel

    Antworten
  • Christiane 6. Januar 2014

    Hallo Daniel,
    schön geschrieben. Durch deinen Beitrag ist mir der Zusammenhang zwischen einfachem Leben und veganer Lebensweise erst so richtig bewusst geworden. Ersteres ist mir schon seit etlichen Jahren ein Bedürfnis, vegetarisch lebe ich schon ewig, aber den Schritt zum Veganen habe ich erst vor 2 Jahren getan.
    Ich stimme deinen 5 Gründen weitgehend zu. Nur beim Essengehen habe ich manchmal Probleme, weil es in manchen Lokalen doch schwer ist, was Veganes zu bekommen. Anscheinend haben manche Köche mehr Probleme, Gemüse richtig zu kochen als einen Fisch oder ein Schnitzel zu braten. Und ich kann nicht immer sicher sein, ob das Salatdressing, die Sauce oder die angebotene Tomatensuppe wirklich vegan ist (dass z. B. Fleischbrühe weder vegan noch vegetarisch ist, scheint manchen Mitmenschen nicht bewusst zu sein).
    Leider geht durch das viele Selbst-Kochen immer ganz schön Freizeit drauf, aber ich bereue nichts. Ich habe noch nie so gut (und ich behaupte mal: gesund) gegessen, wie als Veganer.
    Viele Grüße
    Christiane

    Antworten
  • Cornelia 6. Januar 2014

    Hallo Christof,

    muss Daniel in (fast) allen Punkten recht geben. Ich lebe jetzt seit einem Jahr vegan und noch nie war einkaufen so einfach. Wobei ich mich schon immer gefragt habe z.B. bei den endlosen Metern an Süßigkeiten und Chips, wer das denn eigentlich kauft und isst. Und ich war überrascht, was mir die heutige vegane Küche alles an Überraschungen und Entdeckungen bereit hält. Neue Lebensmittel wie die sämtlichen Nussmuse zum Beispiel. Und die unendlichen Kombinationsmöglichkeiten. Und das Kochen muss gar nicht lange oder gar länger dauern, beste Hilfen sind hier ein Pürierstab und ein Mixer.
    Und noch etwas: Ich habe vor allem in meiner Jugend stark unter Neurodermitis gelitten. Diese Krankheit hat sich sehr gebessert, als ich schwanger wurde. Ich schob das damals auf den veränderten Hormonhaushalt. Heute weiß ich, dass es die gesündere Ernährung war. Damals entdeckte ich die Vollwertküche und natürlich trank ich keinen Alkohol und hörte zu rauchen auf. Nach einem Jahr veganer Lebensweise habe ich nun eine so glatte und gesunde Haut wie nie zuvor in meinem Leben. Und fühle mich rundum einfach besser.
    Nur, da stimme ich den vorherigen Kommentatoren zu, im Restaurant, vor allem hier auf dem Land, da wird es schwierig.

    Nette Grüße

    Cornelia

    Antworten
  • Christof Herrmann 6. Januar 2014

    Vielen Dank für Eure vielen positiven Reaktionen! Freut mich, dass Daniels Gastbeitrag (ist ja der erste Gastbeitrag auf meinem Blog) gut ankommt und bereits so oft kommentiert und geteilt wurde.

    Noch ein Wort zum Essengehen: Das einfachste für Veganer (bzw. Vegetarier) ist natürlich nur noch Restaurants aufzusuchen, die sich auf Veganer (bzw. Vegetarier) spezialisiert haben. Neben Daniels Link-Tipp oben kann ich hierzu noch die Restaurantsuche vom VEBU empfehlen. In allen Großstädten gibt es mittlerweile zahlreiche Optionen. Trotzdem werde ich weiterhin „normale“ Restaurants aufsuchen. Und zwar aus mehreren Gründen. Erstens gibt es hier in Forchheim und der Fränkischen Schweiz überwiegend Wirtschaften, die auf fränkische Fleischküche (Schäufele & Co.) setzen. Zweitens möchte ich mit meinen Freunden und meiner Familie (überwiegend Fleischesser) weiterhin auswärts essen gehen und kann denen nicht immer vegetarische/vegane Restaurants zumuten. Und drittens setze ich auf den Lerneffekt bei Personal, Restaurantleitung und Küche. Finde ich nichts akzeptables Veganes auf der Karte, frage ich nämlich freundlich nach, ob der Koch mir etwas zaubern kann. Wird dies verneint, trinke ich nur etwas. Der Umsatzausfall ist dann offensichtlich.

    Antworten
  • Daniel 6. Januar 2014

    Hallo Solveig, ich verstehe was du meinst. Es gibt natürlich viele Orte auf der Welt, an denen es etwas schwieriger ist, vegan über die Runden zu kommen.

    Andererseits: Halbwegs frisches Obst gibt es wohl fast überall. Ich war Anfang 2013 in Vietnam unterwegs, und dort habe ich mich zu ca. 80% von Ananas, Bananen, Mangos und Pitahayas ernährt. Das war absolut ok für mich :-) In Andalusien war ich selbst noch nicht, aber ich finde es erstaunlich was du von dort berichtest!

    Bei ganz wilden Trips steigt dann der Schwierigkeitsgrad natürlich nochmal deutlich an – dass man es als Veganer auf Urwald-Treks oder im Himalaya nicht ganz leicht hat ist anzunehmen. Aber dann stellt sich natürlich auch die Frage, ob so eine Unternehmung per se überhaupt „minimalistisch“ sein kann.

    Antworten
  • Daniel 6. Januar 2014

    Hi Christiane, als Wahl-Frankfurter bin ich inzwischen natürlich etwas verwöhnt, was die vegane Gastronomie betrifft. Wir haben gleich 2 rein vegane Restaurants und ein veganes Café in Laufweite, und wohnen an einer Einkaufsstraße, in der sich mittlerweile jedes zweite Restaurant ein veganes Gericht auf die Karte schreibt.

    Ich hoffe einfach mal, dass diese Entwicklung sich so fortsetzt und meine Behauptung dann in ein paar Jahren überall in Deutschland auf Zustimmung treffen kann :-)

    Dein Blog ist übrigens sehr interessant! Wir haben vor ein paar Monaten bei einer Umfrage unter unseren Lesern herausgefunden, dass ein beträchtlicher Teil zur Altersgruppe 50+ gehört. In dem Alter ist das eigene Werte- und Überzeugungssystem ja eigentlich schon fest zementiert – da finde ich es umso beeinduckender, wenn man nochmal so einen grundlegenden Richtungswechsel vollzieht (und das soll jetzt nicht despektierlich klingen!).

    Viele Grüße, Daniel

    Antworten
  • Tanja Heller 7. Januar 2014

    Hallo,

    also, ich bewundere das, wer das schafft und als leicht empfindet. Besonders nach meiner Erfahrung: Ich hatte noch nie so Hunger wie in den 2 Tagen vegan im Sommer. Und fand das extrem aufwendig und gar nicht minimalistisch: Ständig essen, überhaupt an Essen denken und planen, fand ich zu viel. Ich mache mir mit kochen am liebsten gar keine Arbeit. Und mich nie satt fühlen, fast nix finden im Laden finden, was ich überhaupt noch essen durfte. Ich fand das unrealistisch. An der ganzen Kühltheke gabs nur Rote Grütze. Hab 5 Sachen gekocht, die mir alle nicht schmeckten. 2 Tofu. 3 Milchersatz. Das kenne ich sonst gar nicht. Und abgebrochen, weil mich das einfach nur nervte und anscheinend nicht zu mir passt. Dann ernähre ich mich lieber vegetarisch und esse viel Rohkost. Das Umfeld winkte nur ab, als ich von den 2 Tagen berichtete. Das fand keiner attraktiv und erstrebenswert. Nüsse darf ich nicht: Nickel. Früchte: Intoleranz. Also: Wenig. Soja schmeckt mir nicht. Was bleibt da? Gemüse: Histamin. Das ess ich ja schon. Kaffee ohne Milch? Schmeckt mir nicht. Abschaffen? Will ich nicht. Jeden Monat viel Blutverlust. Kann ich pflanzlich nicht ausgleichen.

    Antworten
  • Elvira 7. Januar 2014

    Über Christianes Blog habe ich heute hierher gefunden. Ich werde in dieser Woche 60 und lebe seit einem Jahr vegan. Es war ein Entschluss von jetzt auf eben. Diese Umstellung habe ich noch nie bereut. Dumm nur, dass ich weit und breit in der Familie und im Freundeskreis die einzige Person bin, die sich vegan ernährt. Das ist aber auch das einzige Problem (bei Treffen bringe ich dann Kuchen mit). Ansonsten habe ich erstmals im Leben Spaß am Kochen gefunden. 3x in der Woche koche ich uns mein Mann muss eben mitessen (was ihm aber auch immer schmeckt, wie er stets betont). An den anderen Tagen (meinen langen Arbeitstagen esse ich abends Salat o.ä.). Als Berlinerin habe ich weder mit der Beschaffung veganer Lebensmittel noch mit Restaurants Probleme, eher ist das Gegenteil der Fall. Ich achte vermehrt darauf, wen ich mit meinen Einkäufen unterstütze. Statt im angesagten veganz gehe ich lieber ins vegane Kollektiv (Dr.Pogo). Dass ich durch die veränderte Ernährung minimalistischer lebe kann ich so nicht sagen. Aber das mag daran liegen, dass ich aus meiner politischen Haltung heraus schon unnötigen Konsum ablehne. In einem meiner Posts habe ich mich schuldig bekannt, am Untergang der sozialen Marktwirtschaft beizutragen. Es fällt mir aber schwer, mich von Dingen zu trennen, die mein Leben begleitet haben und Zeugen guter Zeiten sind. Ich war letztens zu Besuch bei Verwandten, die sehr minimalistisch leben. Die Wohnung strahlte Kälte aus, obwohl sie sehr stilsicher eingerichtet war. Auf alle Fälle werde ich dieses Blog intensiv lesen, um überhaupt zu wissen, welcher Minimalismus und was unter bewusstes Leben gemeint ist. Bisher habe ich nur diesen einen Gastbeitrag gelesen, finde das Thema des Blogs aber interessant.
    Nette Grüße,
    Elvira

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  • Christof Herrmann 7. Januar 2014

    @Tanja
    Klingt ein wenig, als ob Du es erzwingen wolltest. Vielleicht ist die Zeit bei Dir einfach noch nicht reif. Auch als Vegetarier trägst Du zum Tierschutz bei. Daniel schrieb, dass es schwierig sein kann, Veganer zu werden, aber nicht schwierig ist, einer zu sein, wenn man sich mal an den neuen Lebensstil gewöhnt hat. Genau das scheint auf Dich zuzutreffen. Wenn man Tofu, Milchersatz und die Sachen aus dem Kühlregal nicht mag, verzichtet man einfach drauf (ich kaufe das auch kaum, weil ich industriell gefertigte Nahrungsmittel weitergehend reduziere). Was einem dann noch bleibt? Total viel! Und fast alles ist lecker. Einfach mal auf Entdeckungsreise gehen: Gemüse, Salate, Obst, möglichst frisch, aber auch mal getrocknet oder tiefgefroren; die unterschiedlichsten Hülsenfrüchte; Getreide, Reis, Quinoa usw.; Nüsse in allen Variationen; frische und getrocknete Kräuter und Gewürze; Sprossen und Sämlinge … Ich bin fest davon überzeugt, dass man mit diesen Lebensmitteln auf dem Speiseplan, möglichst abwechslungsreich und vollwertig (also mit einer Reduzierung von Auszugsmehlen, industriell gefertigten Nahrungsmitteln und Zucker), keinen Mangel bekommt (Eisenmangel schon gar nicht, nur Vitamin B12 wird man früher oder später supplementieren). Auf Dauer lebt man sogar gesünder als Omnivoren oder Vegetarien. Das ist mehr oder weniger auch die Ernährungsempfehlung von T. Colin Campbell („China Study – Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise“), Max Otto Bruker („Unsere Nahrung – unser Schicksal“), Barbara Rütting („Vegan & vollwertig: Vegan & vollwertig: Meine Lieblingsmenüs für Frühling, Sommer, Herbst und Winter“), Annette Heimroth und Brigitte Bornschein („Vegan & vollwertig genießen“) u. a.

    @Elvira
    Willkommen und viel Spaß beim Stöbern auf meinem Blog. Dass Du mit Ende 50 auf pflanzliche Kost umgestellt hast, finde ich toll. Die meisten Veganer dürften im Schnitt eher jünger sein, auch jünger als ich mit Anfang 40. Natürlich gibt es genügend andere Beispiele. Die deutsche Vollwert-Koryphäe Barbara Rütting ist kürzlich mit Mitte 80 umgestiegen.

    Antworten
  • Christiane 7. Januar 2014

    Heute hierher gefunden und gleich den Newsletter abonniert. Gute Themen, werd mal in Ruhe weiterstöbern…
    Liebe Grüße
    Christiane

    Antworten
  • Torsten 8. Januar 2014

    Hallo,

    ein schöner Gastbeitrag! Ernährung kann einfach sein oder aber auch kompliziert. Das liegt an den Maßstäben, die jeder Einzelne an sich hat.

    Obwohl ich weder Veganer noch Vegetarier bin, sondern auch ab und zu ein Stück Fleisch oder Wurst nicht verschmähe, achte ich beim Einkaufen darauf, dass ich regionale und möglichst unverarbeitete, frische oder tiefgefrorene Lebensmittel kaufe. Die Zeit, die ich zum Zubereiten benötige, brauche ich sonst auch um eine TK-Pizza zu erhitzen (obwohl das auch bei mir vorkommt). Zudem macht es Spass, seine Kreativität beim Kochen auszutoben!

    Antworten
  • Renate 8. Januar 2014

    Hallo, liebe Mitmenschen,
    bin auch Ende fünfzig und nähere mich der Veganen Ernährung mehr und mehr an.
    Interessant bei den bisherigen Kommentaren, finde ich den Gedanken des Minimalismus!
    Denn ich habe auch mit veganer Ernährung angefangen, indem ich viele Fleischersatzprodukte gekauft habe, die mir teilweise überhaupt nicht geschmeckt haben.
    Es stimmt, wieso sollte ich industriell hergestellte vegane Produkte kaufen, wenn es doch genug natürliche Produkte gibt? Da ich sehr gerne koche, freue ich mich auf viele interessante und wohlschmeckende Gerichte, die ich „kreieren“ kann. Eine Schwierigkeit gibt es jedoch, ich esse sehr gerne Käse und andere Milchprodukte, Fleisch und Wurst esse ich schon lange nicht mehr! Auch Eier, natürlich vom Biohof, finde ich köstlich.
    Wer hat eine Idee, Alternativen dafür zu finden?
    Ich bleibe auf jeden Fall am Ball und möchte euch sagen, dass mir alle Kommentare sehr gut gefallen haben, besonders der freundliche Umgangston, da habe ich schon ganz andere Dinge gelesen, die mich sehr „abgetörnt“ haben!
    Herzliche Grüße Renate

    Antworten
  • sol 8. Januar 2014

    Erste (veggi) Sahne,
    Deine Zusammenfassung aller Prioritäten, denen ich mich in allen Aspekten anschließen kann.
    Ich lebe zwar schon viele Jahre vegetarisch und kenne all die Nahrungsmittel, die es zur veganen Ernährung bedarf. Interessant ist, dass ich all diese Lebensmittel (mit wenigen Ausnahmen) sowieso immer vorrätig habe, aber ich hatte sie immer anders kombiniert, also mit Eiern, Sahne, Butter.
    Und nun mußte ich einfach nur etwas weglassen, um zu kapieren, dass die übrigen Lebensmittel nur neu kombiniert werden müssen.
    Erst aktuell hat mich eine vegane Freundin mit nem Rohkostkuchen überrascht und in Gänze überzeugt, dass ich mich nun mehr mit dem Thema raw-vegan beschäftigen werde.
    Konnte nicht glauben, dass es möglich ist, einen Kuchen ohne zusätzlich Zucker und Fette, zu zaubern, der nichtmal mittels Hitze „gebacken“ werden muß und dennoch zum niederknien ausschaut, schmeckt und enorm sättigt.
    Ohne die Gier, sofort n 2. Stück haben zu müssen!
    Das ist befriedigender Genuß, nachdem ich mich immer gesehnt habe, aber ohne Wissen darum, wie es sich „an-schmecken“ könnte…
    Und auch hier gilt wieder das genannte Prinzip des Minimierens:
    allen Convenience-Müll weglassen, zudem Energie sparen und nur Natur pur als Zutaten für dieses Kuchengedicht (yammi ;-) ):
    Nüsse, frisches und getrockn. Obst, Kokosware in unterschiedl. Konsistenzen zubereiten,
    kühl stellen und fertig ist der Genuss. Wow, so einfach kanns sein!
    Bin -immer -wieder-neu- fasziniert-Grüße
    Sol
    PS: werd mich auch in die newletter-liste eintragen

    Antworten
  • Christof Herrmann 8. Januar 2014

    Hallo zusammen,

    ich freue mich über Eure zahlreichen Kommentare, Anregungen und Meinungen. Und natürlich auch über die neuen Newsletter-Abonnenten :-)

    Auf Fleisch, Wurst und Fisch zu verzichten, scheint ja vielen nicht so schwer zu fallen. Dann aber auch noch Eier, Milch und Käse wegzulassen, ist noch mal eine ganz andere Hürde. Manch einer schafft es von heute auf morgen, doch viele brauchen länger dafür. Ich habe selbst die letzten beiden Jahre peu a peu die Milchprodukte und Eier reduziert. Die letzten Wochen in 2013 konnte ich fast ganz darauf verzichten, so dass es mir nun sehr leicht gefallen ist, ganz auf die vegane Ernährung umzustellen. Fühle mich sehr wohl damit, ja fast schon befreit!

    Rein pflanzlicher Ersatz für Milch, Käse, Eier und Fleisch gibt es zahlreiche. Man sollte sich da einfach mal durchprobieren. Die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Ich kaufe etwa einmal die Woche ein Stück Tofu oder Seitan, aber Mandelmilch, Hafersahne, Sojajoghurt usw. aus dem Supermarkt konnten mich nicht überzeugen, schon gar nicht im Kaffee.

    Ich setze also, wie in meinem letzten Kommentar erläutert, überwiegend auf frische Lebensmittel bzw. welche die möglichst wenig verarbeitet sind. Da ich gerne und nach 25 Jahren am Herd wohl auch relativ gut koche, geht mir das leicht von der Hand.

    Sehr lecker für Suppen, Pasta, Puddings, Shakes, Kuchen usw. finde ich zum Beispiel selbstgemachte Cashew-Milch bzw. -Sahne (einfach Cashewkerne mit Wasser eine Minute lang im Mixer oder notfalls mit dem Pürierstab zerkleinern – fertig!). Daniel hat mir vor kurzen auch ein Rezept für eine Haselnussmilch verraten, die sehr lecker zum Kaffee schmeckt. Allerdings braucht man dazu einen leistungsstarken Mixer und ein Siebtuch oder einen Nussmilchbeutel.

    Also, keine falsche Scheu haben. Einfach experimentieren und probieren, was Euch schmeckt. Viel Spaß bei der Entdeckungsreise!

    Christof

    Antworten
  • Greensoul 9. Januar 2014

    Hallo Daniel,
    ich kann Deinem Artikel – mal wieder (!) – nur voll und ganz zustimmen. Die vegane Ernährung bedeutet für mich auch eine totale Erleichterung meiner Essgewohnheiten:
    Vor allem die „geringere“ Auswahl im Supermarkt empfinde ich auch als eine totale Erleichterung, denn so kann ich mir ewiges Rumsuchen und Überlegen sparen, welche der Lebensmittel ich denn nun mitnehmen möchte.
    Und wenn ich daran denke, wie oft ich früher versucht habe, mit irgendwelchen Pseudo-Diäten oder Fastenkuren krampfhaft die paar Kilos, die ich zu viel hatte, zu verlieren, ist das auch eine Riesenerleichterung. Denn seitdem ich mich rein pflanzlich (und hauptsächlich gesund!) ernähre, sind diese Probleme wie weggefegt.

    Übrigens ist es bei mir auch wie bei Dir so, dass ich mich seitdem ich mich vegan ernähre, auch immer mehr für Minimalismus und ein einfacheres, weniger „überladenes“ Leben interessiere. Das fängt damit an, dass man bewusster konsumiert und auch bei den bereits vorhandenen Dingen, die man bis jetzt in seinem Leben so angesammelt hat, eine Art Inventur macht.

    Vielen Dank für den schönen Artikel, Daniel, und auch an Dich Christof! :-)
    Viele Grüße,
    Dominique

    Antworten
  • Wolfgang 10. Januar 2014

    Ich bin über bevegt auf Deine Website gestoßen.
    Herzlichen Dank für den schönen Beitrag und die wundervollen Kommentare. Als ehemaliger Soldat und immer noch aktiver Radsportler, der zwischen 25 und 30.000km pro Jahr mit dem Rad fährt, war es mir als in Bayern Aufgewachsener eigentlich unvorstellbar, ohne tierisches Eiweiß, Nahrungsergänzungsmittel und Ernährungsplan zu leben.
    Seit ich über die Lektüre von Diamonds, Schatalova, Bruker, Schnitzer immer weniger esse und trinke, was ich ja dann doch nicht brauche, fühle ich mich mit 47 Jahren so bewusst, rein und unbelastet, wie noch nie.
    Mittlerweile kann ich mir sogar vorstellen, mich und meine Frau von meinem eigenen Stück Land zu ernähren, in einem kleinen Haus (50qm) oder nur einem Mobilehome zu leben. Vorbei das Streben nach dem „Häuschen“, dass dann doch wieder 150qm mit Sauna usw. haben muss.
    Es ist eben das richtige, wahre Leben: Auf die einfachen Dinge kommt es an.

    Liebe Grüße

    Wolfgang

    Antworten
  • Marianne Hauck 11. Januar 2014

    Minimalismus und Nachhaltigkeit sollte jeder im Grunde leben. Nur was macht dann unsere Industrie und Wirtschaft? Da müsste garantiert die Hälfte einpacken. Davon bin ich überzeugt.
    Der Überfluss macht uns alle krank. Froh wird man dadurch eher weniger. Weniger ist mehr, so auch meine schon jahrelang praktizierte Devise.
    Leider kommt man oft nicht umhin, in der Gruppe oder Gesellschaft „sein Ding“, so nenn ich das mal, durchzuziehen, was heißt, man stößt schnell auf Ablehnung und unsinnige Rechtfertigungen. Denn die Mehrheit denkt wenig bis gar nicht über Ernährung und den damit verbundenen Minimalismus auch in Bezug auf weitere Verhaltens- und Lebensweisen nach. Kauft und kauft und wundert sich zum Schluss, wenn die raren Groschen im Portemonnaie eh noch weniger werden.
    Es ist auch schwer, andere davon zu überzeugen, dass es anders viel besser klappt. Schaue man sich unsere Vorfahren an. Da kannte keiner weder Marken und Labels und ernährte sich trotzdem gut. Gesund in jedem Falle, auch wenns sicher oft wenig war, was sie hatten, wobei der Punkt mit dem Minimalismus verhärtet ist.
    Das nachfolgende Verhalten, welches dieses „spärliche“ Essverhalten nach sich zieht, ist nur als positiv zu sehen.
    Ich hoffe und wünsche, dass ihr viele Menschen erreicht, diese zum Nachdenken und Umkehren auf eine vernünftige Lebensweise bekehrt.
    Das wäre wünschenswert. Das Umdenken ist ja schon da. Nur wissen eben viele nicht wie und suchen schon Alternativen.
    Daumenhoch Gruß
    Marianne

    Antworten
  • Stephan 11. Januar 2014

    Ich finds klasse, dass hier keiner meiner Vorredner „Veganismus“ zum Dogma erhebt oder eine moralisch-ethische Überlegenheit abzuleiten versucht. Ich brauche für eine einfache Lebensweise keine Kategorien wie vegetarisch oder vegan. Das verengt nur unnötig den Blick und kann im schlechtesten Fall zu einer ideologischen Verkrampfung führen. Und das wollen wir hier doch sicher aller nicht, oder? ;-)

    Antworten
  • Wolfgang 12. Januar 2014

    @ Christof:

    B12 brauchst Du „früher oder später“ nicht supplementieren, wenn Du frisches Obst, Getreide, Nüsse und Gemüse nicht penetrant säuberst, sondern auch mal ein paar Flöhe, Ameisen, Mücken bzw. die Larven/Eier derer usw. „unbewusst“ mit isst. Das liefert genug B12.

    Liebe Grüße

    Wolfgang

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  • Christof Herrmann 12. Januar 2014

    Besten Dank für Eure zahlreichen Kommentare. Bekräftigt mich, auch in Zukunft über die vegane Ernährung zu schreiben, kombiniert mit dem Minimalismus (etwa „Meine 5 Lieblingsrezepte für minimalistische vegane Gerichte“), dem Wandern („Als Veganer über die Alpen wandern“, der Nachhaltigkeit etc.

    @Wolfgang
    25.000 bis 30.000 Kilometer mit dem Rad. Hut ab! Ich weiß wie viel das ist, weil ich mal eine anderthalbjährige Radweltreise gemacht habe, bei der wir auf insgesamt auf „nur“ 20.000 Kilomemter gekommen sind.
    Zum Vitamin B12: Das habe ich auch schon gelesen. Klappt aber wohl nur bei selbst angebautem Gemüse, bei dem man weiß, dass es völlig ohne Pestizide und Dünger gewachsen ist, oder!? Ich kaufe zwar mittlerweile überwiegend im Bioladen ein, aber waschen möchte ich das Obst und Gemüse trotzdem.

    @Marianne
    Ich gebe Dir recht, dass große Teile von Industrie, Wirtschaft und unseren Mitmenschen (ich würde sogar noch die Medien und die Politik) nicht wirklich verstehe, warum wir hier einen Narren an Minimalismus, Nachhaltigkeit und pflanzlicher Ernährung gefressen haben. Ich glaube aber, dass diese Themen in den nächsten Jahren immer wichtiger werden. Zum einen weil wir die Ökologie wie auch die Ökonomie an ihre Grenzen getrieben haben, zum anderen weil wir uns selbst immer mehr aufbürden (Arbeit, Verpflichtungen, Aktivitäten, Konsum, Medien, Reize, ständige Verfügbarkeit, Facebook-Freunde usw.). Dieser Blog soll ein kleiner Beitrag sein, Alternativen aufzuzeigen.

    So, ich geh jetzt Vitamin D tanken und wandern. Mal sehen, ob ich im Landgasthof hier in der Fränkischen Schweiz mittags etwas Veganes zu Beißen bekomme …

    Viele Grüße

    Christof

    Antworten
  • Marianne Hauck 12. Januar 2014

    Hallo Christof,
    in Bezug auf Reduktion in allen Bereichen sind wir uns einig. Wobei ich in punkto Ernährung doch ein Umdenken vom Veganen/Vegetarischen feststellte. Zumindest aus meiner Sichtweise. Das Viel in jeglicher Beziehung schadet uns allen. Was fehlt ist auch der Ruhepunkt.
    Die Vitaminsache würde mich auch nachdenklich stimmen. Ganz ehrlich.
    Wanderungen in der Natur sind immer eine gute Sache. Das finde ich auch. Und jeglicher Negativpunkt wird weggewischt. Heut scheint so schön die Sonne. Von daher viel Spaß beim Wandern. Und vielleicht darf man ja erfahren, welcher Gasthof gutes veganes Essen anbietet? Da gibt’s auch wirklich wenig zu bieten hier in Franken.
    Schöne Grüße von einer interessierten Leserin. Nachhaltigkeit und Reduktion. Das ist gut.
    Das hat mich anscheinend so beschäftigt heut, dass ich auch was Nachgedachtes darüber geschrieben habe.
    Marianne

    Antworten
  • Christof Herrmann 12. Januar 2014

    Hallo Marianne,

    waren ums Walberla, Forchheims Hausberg, wandern. Eingekehrt sind wir im Ehrenbürg in Schlaifhausen, wo ich in den letzten beiden Jahren paar mal recht gut vegetarisch gegessen habe (ist übrigens auch in meinem Buch beschrieben, weil man im Sommer auf der Terasse sehr angenehm sitzt und auf die Streuobstwiesen schaut). Eine vegane Option gab es allerdings heute nicht. Ich habe dann gefragt, ob man mir einen großen „rein pflanzlichen“ Salat machen könne, was kein Problem war, obwohl die Wirtschaft bis auf den letzten Platz gefüllt war. Da saß ich dann mit meinem „Grünzeug“ zwischen all den Schäufele, Schnitzel und Braten ;-)

    Viele Grüße

    Christof

    Antworten
    • Marianne Hauck 12. Januar 2014

      Na, das war doch was. Salat geht immer. Ich schau mal genau auf Deinem Blog nach Rezepten. Hab ich noch nicht gemacht. Das würde mich auch interessieren. Schlaifhausen kenne ich sehr gut. War jahrelang oft dort wandern und sind auch ein paarmal in einem dort oben angrenzenden Gasthof eingekehrt. Weiß ich aber jetzt nimmer, ob es Ehrenbürg hieß. Allerdings mit fleischlichen Genüssen konfrontiert, die wiederum damals eh kein Problem waren. Die Sache mit der Milch zum Kaffee finde ich interessant. Hafermilch setzt sich unten ab und sieht auch fürchterlich aus. Cashews sind halt teuer. Werde aber noch weiter Ausschau halten.
      Junge Menschen, die sich umbesinnen, das find ich gut!
      Marianne

      Antworten
  • Ina 12. Januar 2014

    Ich bin seit 13 Jahren Vegetarier. Seit einigen Wochen ernähre ich mich Roh-vegan und ich muss sagen bis jetzt klappt es auch total gut. Ich habe auch schon an Gewicht verloren, obwohl ich gefühlt zumindest den ganzen Tag am Essen bin und es auch toll schmeckt. Bin gerade ein bisschen am herumexperimentieren, was man sich da alles zubereiten kann, z. B. Grüne Smoothies. Trotzdem bestehen die meisten Mahlzeiten einfach aus frischem Obst und Gemüse. Momentan ist das Ganze noch eher ein „Uboot“ und ich habe es eher vermieden, Diskussionen mit meinem Umfeld darüber zu führen, da die Umstellung noch ganz frisch ist. Ich bin aber echt begeistert von der Veränderung und habe bislang kaum Lust auf etwas anderes gehabt (so richtig eigentlich gar nicht), weil ich seitdem auch keine „Fressattacken“ hatte, ich nehme mir meist etwas Obst oder einen rohen Nussriegel oder auch mal eine andere vegane, rohe Süßigkeit mit, die ich dann unterwegs esse. Ich bin sehr gespannt, wie es die nächsten Monate noch weitergeht…

    Antworten
  • Christof Herrmann 14. Januar 2014

    @Marianne
    Rezepte gibt es auf meinem Blog nicht, zumindest noch nicht ;-) Günstige Cashew-Kerne gibt es etwa bei Aldi (allerdings nicht bio). Übrigens machen die glücklich und vertreiben schlecht Laune (weil sie einen sehr hohen Anteil an Tryptophan haben).

    @Ina
    Viel Spaß und Erfolg bei Deinem Roh-vegan-Experiment. Kannst gerne mal in paar Wochen oder Monaten von Deinen Erfahrungen berichten.

    Antworten
    • Marianne Hauck 14. Januar 2014

      Oh, schade, keine Rezepte! Hab ich schon inspiziert. Ja, die bei Aldi kenne ich schon. Bei Norma gibt’s übrigens auch Bio-Ware. Wobei man sich da natürlich genausowenig sicher sein kann, ob das so ist. Danke für den Hinweis. Und super! Dann hab ich ja keine schlechte Laune mehr, wenn ich die Cashews tütenweise und dazu noch zermixt verdrücke? … na das wär doch mal was! ;)

      Antworten
  • Christof Herrmann 16. Januar 2014

    Mhhh, Marianne, ich sehe schon, dass ich doch mal das eine oder andere Rezept posten muss ;-) Bis dahin kann ich Dir zumindest eines für ein köstliches Rohkost-Gericht aus Wintergemüse und Äpfeln bieten.

    Antworten
    • Marianne 16. Januar 2014

      Hallo Christof,
      danke für den Link bezüglich des Rohkostgerichts. Klingt sehr lecker und probiere ich, wenn ich die Zutaten eingekauft habe. Äpfel habe ich immer da und von daher. Heut gibt’s einen Hefeblechkuchen mit Äpfeln. Das ist wenigstens schonmal vegetarisch. Vegan … da nehm ich jeden Tag Anlauf, schaff es meist bis abends und dann … rann an den Kühlschrank. Dumm halt, bei uns bin nur ich diejenige, welche sich umstellen will. Das ist auch ein Problem.Aber natürlich kein wirkliches, wenn man will.
      Gerne! Rezepte, genaue Angaben oder auch Tagespläne, was Du z.B. tagsüber so zu Dir nimmst, wären schon toll! Da kann man sich ein besseres Bild machen.
      Habe Deine Bücher bei Thalia schon oberflächlich angeschaut. Besonders der Gaststättenführer ist mir noch in Erinnerung. Das andere guck ich nochmal genauer.
      Schöne Grüße
      … ich bleib dennoch dran
      Marianne

      Antworten
  • Karo Kafka 18. Januar 2014

    Mal wirklich ein tolles Plädoyer für den Veganismus! Seit vergangenem Juli strebe ich immer mehr die vegane Lebensweise an, was mir zu Hause ausnahmslos einfach gelingt. Nur unterwegs in Restaurants finde ich es doch immer umständlich und mitunter sogar unangenehm. Wenn keine vegane Variante vorhanden ist, greife ich auf die vegetarische zurück, um Konfrontationen zu meiden. Vielleicht schwach, aber ich bin deshalb in der Familie schon genug Freak. Zum Glück zählt auswärts essen aber eher zur Ausnahme. ;)

    Antworten
  • Christof Herrmann 19. Januar 2014

    @Marianne
    Ich habe Deinen Wunsch nach veganen Rezepten aufgenommen. Nächste Woche wird es ein Gewinnspiel mit Umfrage geben. Mal sehen, was an Themenvorschlägen kommt.
    Einen Gaststättenführer habe ich (noch) keinen geschrieben. Du meinst wahrscheinlich „Biergartenwanderungen Fränkische Schweiz“. Das Gute an den traditionellen fränkischen Biergärten und Bierkellern ist, dass man sein Essen selbst mitbringen darf. Da gucken die Veganer dann mal nicht in die Röhre ;-)

    @Karo
    Du lebst und studierst doch in einer großen Stadt. Da sollte es Restaurants mit pflanzlichen Optionen geben. Wünsche Dir jedenfalls viel Spaß beim Experimentieren mit dem neuen Lebensstil.

    Antworten
    • Marianne 19. Januar 2014

      Prima, Christof, danke, dann kann man auch diesbezüglich noch Minimalismus und Nachhaltigkeit bewusst leben. Ein Gewinnspiel ist garantiert eine gute Sache. Und genau, die Biergartenwanderungen Fränkische Schweiz, meinte ich. Hatte nur so vage die Gaststätten im Kopf. Ist auch schon länger her. Wandern machen wir nicht so oft. Die Familiy ist eher doch faulerer Natur. Mit dem Radl zum nächsten, einigermaßen schönen Biergarten hier in Nürnberg schaffen sies dann schon. ;)
      Den Kalchreuther Keller hatten wir vor Jahren viel angesteuert. Da wohnten wir näher dran. Inzwischen eben genau die Gegenseite.
      Trotzdem find ich gut, wenn so richtig eingefleischte Wanderer ein Ziel mit einer guten Einkehr wissen. Besonders solche, die sich nicht so gut in Franken auskennen.
      Und: Bier ist doch vegan, soviel mir jetzt bekannt ist. Also kann auch der Veganer hier so richtig zuschlagen.
      Schönen Sonntag noch
      Marianne

      Antworten
  • Christof Herrmann 19. Januar 2014

    Ja, Bier ist vegan, sonst wäre ich wohl auch nicht Veganer geworden ;-)

    Antworten
  • Paula 19. Januar 2014

    Vegan und Minimalismus – das ist offensichtlich eine Korrelation, diese zwei Lebensführungen. Auch ohne Zen-Buddhistischer Lebensführung. (Der Zen-Buddhismus würde das ja noch eher erklären, warum die zwei Hand in Hand gehen)

    Ich ernähre mich seit gut einem Jahr vegan und je länger ich vegan lebe, desto mehr „kickt“ der Minimalismus rein.

    Vegan heißt, auf das überflüssige verzichten. Die ganzen Snacks scheiden aus, weil da überall tierische Produkte drin sind.
    Die Reduktion auf weniger, dafür aber hochwertig. Das ist für mich vegan.
    Ich bin kein Puddingveganer. Außer am Wochenende, heute gab es Marillenknödel. :-)

    Zu meiner Freude ist mein Eisenspiegel höher als beim letzten Blutbild, das den Allesesser-Status abbildete. Cholsterin ist sowieso besser geworden und B12, Natrium, Kalium – alles wie es sein soll.
    Mehr Eisen, nur von Pflanzennahrung. Wie geil ist das denn!

    liebe Grüße,
    Paula

    Antworten
  • Pit 22. Januar 2014

    Ein sehr schönder Artikel!
    So geballt in fünf Punkten kann ich gut nachvollziehen, wie simpel vegan-Essen sein kann. Kompliziert ist es eigentlich nur dann, wenn man – wie ich – tierische Produkte zu ersetzen versucht, weil man sie zu sehr vermisst. Oder wenn man – wie ich – einfach kaum ein Gemüse wirklich gerne isst.
    Ich lebe seit etwa zwei Jahren konsquent vegetarisch und möchtegern-vegan. Das heißt, ich verzichte wo es mir leicht fällt (Eier, Butter, Milch pur, Lederschuhe, Daunenfedern, …), mache aber Ausnahmen bei Dingen, die ich so sehr vermisse (hauptsächlich Käse). Spaß macht mir das nicht. Aber minimalistisch kann es tatsächlich sein. Das hat mir dieser Artikel noch einmal sehr deutlich gemacht. Danke dafür!
    Nicht so einfach ist es, wenn man auswärts isst. Bei Freunden ist es immer etwas blöd, denn man hat schnell das Gefühl, man erwartet Unmenschliches. Im Restaurant Essen (mache ich oft) ist leider auch nur selten problemlos. Extra-Absprachen mit der Bedienung sehe ich nicht als einfach an. Es nervt. Schon 100% vegetarisch (auf das ich mich auswärts meist beschränke) ist manchmal ein Problem.
    Essen-Gehen im Sauerland an Weihnachten mit der ganzen Familie, das ist allerdings die Krönung, jedenfalls, wenn man keinen Vegetarier-Ausweis hat :-) Meinen Bericht von vergangenem Weinachten findet ihr hier: Mein schönstes (vegetarisches) Weihnachtserlebnis. Wie das als veganes(!) Weihnachtserlebnis ausgesehen hätte, mag ich mir nicht vorstellen. Sattheitstechnisch vermutlich seehr minimalistisch ;-)

    Antworten
  • Albert 23. Januar 2014

    Hallo,

    bin 22 Jahre und habe 5 Jahre vegan gelebt. Das „Containern“ hat mich dann wieder an die Milchprodukte herangeführt, da ich diese natürlich nicht liegen lassen wollte. Seit ungefähr einem Jahr lebe ich also vegetarisch, allerdings ausschließlich mit biologischen Produkten wie z.B. Demeter oder Andechser Molkerei. Kochen und Essen tu ich allerdings öfters vegan. Eier kaufe ich garnicht, bei mir auf dem Hof (meiner Eltern) gibt es Hühner die biologisch ohne gentechnik gefüttert werden und auf dem ganzen Hof ihren Auslauf haben. Habe ich lange nicht gegessen, allerdings habe ich sie letztes Jahr 2 mal probiert.
    Finde diesen Blog interessant und wollte mal meine „Geschichte“ loswerden. Vielleicht werde ich ja durch ein paar Beiträge oder Kommentare wieder für die vegane Ausrichtung motiviert. :) LG

    Antworten
  • Christof Herrmann 24. Januar 2014

    Danke Paula, Pit und Albert für Eure „Lebensgeschichten“. Finde es immer spannend zu hören oder zu lesen, wie andere sich ernähren. Kein Weg zum Vegetarismus und Veganismus gleicht dem anderen.

    Mir ist es am schwersten gefallen, den Käse wegzulassen. So scheint es vielen zu gehen. Renate und Pit haben das in ihren Kommentaren auch angedeutet. Liegt wohl an den Opiaten, die während des Verdauungsprozesses von Käse im Körper freigesetzt werden. Die signalisieren dem Gehirn ein Glücksgefühl und haben einen beruhigenden Effekt. Einen ähnliche Effekt hat das Tryptophan, das in den Proteinen tierischen Ursprungs (Käse, Fisch, Eier, Fleisch) zu finden ist. Tryptophan ist aber auch viel in Hülsenfrüchten, Cashewkerne, Walnüssen und Vollkornreis zu finden. Ich habe also nach und nach meinen Konsum von Käse (auch Milch) reduziert und den Anteil der Tryptophan-reichen pflanzlichen Lebensmitteln erhöht. Macht echt gute Laune :) Nun ernähre ich mich schon fast einen Monat vegan und ich habe Käse, Milch und Co noch keine Minute vermisst.

    Allerdings habe ich leicht reden. Ich mag praktisch jede Gemüsesorte, die meisten liebe ich sogar! Das muss für Pit, der mit Gemüse nicht viel anfangen kann, weitaus schwieriger sein.

    Viele Grüße aus Franken

    Christof

    Antworten
  • Paula 24. Januar 2014

    Ach, Christof, du solltest nach Österreich ziehen: bei den Plastikziegeln, die hier als „Käse“ im Kühlregal stehen, vergeht die die Lust auf „echten“ Käse.
    In Frankreich wäre ich vermutlich eine Käse-Veganerin. Das ist dort eine andere Sache. :-)

    Antworten
  • Christof Herrmann 24. Januar 2014

    Ach, Paula, irgendwie habe ich Deinen Kommentar nicht verstanden. Ich habe doch gar keine Lust auf Käse. Oder meinst Du ich würde wieder welchen bekommen, wenn ich in Frankreich oder Österreich leben würde?

    Antworten
  • Paula 24. Januar 2014

    Sorry für die Verwirrung, Pit ist der Käseliebhaber hier, mein Kommentar war falsch adressiert. ^_^

    Antworten
  • Frank 26. Januar 2014

    Hallo Christoph,

    dieser Blog Artikel ist ohne Rezept unvollständig. Bitte mal ein minimalistisches „Ein-Topf“ Gericht posten. Überhaupt finde ich die Idee, Dein Blog mit Rezepten anzureichen, (Leserumfrage) sehr interessant!!!

    Gruß
    Frank

    Antworten
  • Christof Herrmann 26. Januar 2014

    Hallo Frank,

    danke für Deine Meinung. Ein großer Teil der bisherigen Teilnehmer der Umfrage wünscht sich ebenfalls Rezepte. Hier wird also in Zukunft auch gekocht, rein pflanzlich natürlich, zudem möglichst einfach und nachhaltig, vielleicht sogar mal etwas, was man auf die Wanderung mitnehmen kann.

    Viele Grüße
    ChristoF

    Antworten
  • Christof Herrmann 26. Januar 2014

    PS: Hier in den Kommentaren habe ich am 16. Januar ein Rezept für ein leckeres Rohkost-Gericht aus Wintergemüse und Äpfeln verlinkt. Und bei Katrin und Daniel beVegt findest Du auch einige Rezepte. Eines davon habe ich vor wenigen Tagen mit Lupinen-Tofu anstelle Tempeh nachgekocht.

    Antworten
  • Sura 30. Januar 2014

    Lieber Daniel,
    ein interessanter Blickwinkel auf die vegane Ernährung und so wahr. Schlicht ist schön, schmeckt gut und tut gut.

    Letztes Jahr wurde ich darauf aufmerksam, dass es bei den “ Jungen Leuten “ eine richtig vegane Bewegung gibt. Klare ethische Haltung unseren tierischen Freunden gegenüber, ohne dogmatisch erhobenen Zeigefinger. Ich kam mir als Vegetarierin schon ein wenig “ old fashioned “ vor, was nicht nur an 50+ liegt. Die 20 – 40 jährigen kommen dabei so frisch rüber, dass ich ein bißchen meinen Ernährungsstatusquo reflektierte.

    Jetzt bin ich beim Umstellen und vieles geht leicht – ich liebe Obst, Gemüse, Nüsse und all die leckeren Nussmuse – beim Milch im Kaffee tue ich mich allerdings schwer.
    ChristoF, eine Frage: Was ist ein Nussmilchbeutel? Eventl. eine leckere selbstgemachte Alternative zu meinen “ noch “ geliebten Milchkaffee? Oder hat sonst jmd. noch einen guten Vorschlag, außer Verzicht?

    Und zu guter Letzt etwas zur Ernährungsumstellung mit Mitte 50. Wechseljahre machen uns Frauen per se ein wenig minimalistisch: keine Periode mehr, keine Tampons, keine Schmerzmittel gegen das Bauchweh, keine Stimmungsschwankungen. Ein neuer Lebensabschnitt beginnnt, eine innere Zäsur für mehr Einklang mit sich und
    DEM GANZEN. Tja, und da liegt die Ernährung gar nicht fern.

    GrünGesunde Grüße von Sura : )

    Antworten
    • Christof Herrmann 1. Februar 2014

      Hallo Sura,

      der von mir weiter oben erwähnte Nussmilchbeutel ist ein robuster Beutel aus Nylon o. ä., der zur Herstellung von Nussmilch (etwa aus Mandeln oder Haselnüssen) verwendet wird. Der Nussmilchbeutel soll besser als ein Sieb funktionieren, weil man den zu Inhalt des Beutels gut quetschen kann. Nussmilch kannst Du jedenfalls selber machen. Vielleicht schmeckt sie Dir zum Kaffee.

      Einfach bewusste Grüße

      Christof

      PS: Paar Veganer, die über 40 sind, gibt es aber schon. Ich bin 41, Barbara Rütting 86 ;-)

      Antworten
      • Paula 2. Februar 2014

        Hi Christof, hallo Sura!

        die Nussbeutel waren mir zu teuer, der „Wäschenetzbeutel“ aus dem Drogeriemarkt ist eine clevere Alternative – kostet weit weniger und leistet dasselbe.

        Hier noch das making-of von Mandelmilch.

        liebe Grüße, Paula

        Antworten
    • Sara 3. Februar 2014

      Hallo Sura,
      so abwegig mir das mittlerweile auch vorkommt, aber für mich war der geliebte
      Milchkaffee tatsächlich eine zeitlang ein Grund nicht vegan zu werden.
      Nach 2 Jahren kann ich aber sagen, dass das in erster Linie Gewohnheit ist. Heute kann ich mir nichts leckereres mehr vorstellen wie Sojareis Latte :-)
      Mein Favorit die leicht süßliche Sojareismilch, die auch nicht so sehr nach Bohne schmeckt. Aber auch Hafermilch lässt sich wunderbar aufschäumen, am besten gelingt der Milchschaum aber mit Sojamilch. Um dir den Umstieg zu erleichtern, kannst du ja am Anfang die Alpro Sojamilch probieren (auf Dauer finde ich die zu teuer) die ist geschmacklich wirklich toll! Einfach mal durch die Pflanzenmilchpalette durchprobieren, Geschmack ist ja zum Glück verschieden und die Auswahl riesig…
      Liebe Grüße

      Antworten
  • Renate 1. Februar 2014

    Meine Umstellung auf vegane Ernährung hatte ausschließlich gesundheitliche Gründe. Von jahrzehntelangen Arthroseschmerzen gebeutelt (zuletzt konnte ich keine 5m ohne Krücken gehen) und Dauergast bei Ärzten bekam ich einen OP-Termin für eine Knievollprothese. Vor dem Termin hörte ich von einer Ernährungsempfehlung ohne tierisches Eiweiß. Bevor ich mir die Knochen durchsägen lassen sollte wollte ich die probieren.Ihr werdet es vermutlich nicht glauben: Ich habe den OP-Termin abgesagt, die Krücken stehen im Keller, ich wandere gelegentlich 16 km durch den Harz, andere Zipperlein haben sich verabschiedet, Körpergewicht ist ohne Nahrungseinschränkung top, hemmungsloses tanzen ist möglich, Wohlbefinden ist auf Dauerbetrieb. Ich bin so glücklich und dies seit 4 Jahren. Dies habe ich ausschließlich durch die Ernährungsumstellung erreicht. Keine Medikamente und kein Arzt waren behilflich. Mein Umfeld hat es mit großer Verwunderung zur Kenntnis genommen und natürlich icht geglaubt das ausschließlich die veränderte Nahrungsaufnahme der Grund ist. Allerdings ist mein ethisches Gewissen mit der Zeit auch ein anderes und ich freue mich bestimmte bizarre Maßnahmen bezüglich Fleischproduktion/Politik nicht mehr durch meinen Fleischkonsum zu unterstützen. Egal wie glücklich das Tier war als es geschlachtet wurde.
    So schrecklich, wie einige Leute meinen, kann die vegane Ernährung nicht sein. Würde sonst das Kempinski in Berlin ein veganes Restaurant führen? Manch eingefleischtem Gast, bei mir zu Hause, habe ich mit veganen Mettbrötchen und gefaktem Rührei schon sehr in Erstaunen versetzt. Es wurde alles begeistert „weggeschreddert“.

    Geht doch………..;-)

    Die oftmals abfälligen Bemerkungen anfangs und der Eindruck ich würde mich durch Schwindeleien wichtig machen wollen haben mich damals gekränkt. Da ich mit 62 Jahren schon zu den älteren Eisen (obwohl mich beim Salsa noch keiner unter den Tisch getanzt hat) gehöre ist mein soziales Umfeld schon mit diesen und jenen Zipperlein gebeutelt und vielleicht neidisch das ich mich am eigenen Schopf aus dem Dilemma gezogen habe. Wenns heute Sprüche gibt setze ich vielleicht noch einen Kommentar drauf und lass mir mein Grünzeug schmecken :-) Allerdings gibt es auch immer wieder Nachfragen über meinen „Werdegang“. Dann gebe ich Tipps und dann unterstütze ich gerne. Die positiven Rückmeldungen freuen mich sehr und ich merke welche Ringe so ein kleiner , ins Wasser geworfener, Stein erzeugt. Na ja und meine Freizeit verbringe ich jetzt ab und zu bei einer Demo gegen Massentierhaltung und anderer passender Tehmen. Ich finde jeder sollte seine Erkenntnis umsetzen. Egal wie klein der Beitrag ist.
    Obwohl der Bericht nicht minimalistisch ausgefallen ist schicke ich ihn ab und
    wünsche Allen alles Gute!!!!!!!!!

    Renate

    Antworten
    • Christof Herrmann 1. Februar 2014

      Hallo Renate,

      Du sprichst einen interessanter Aspekt an: Die pflanzliche Ernährung kann dabei helfen, praktisch alle Zivilisationskrankheiten zu vermeiden, zu lindern und sogar zu heilen. Darunter fallen koronare Herzerkrankungen, Diabetes, Krebs, Adipositas, Multiple Sklerose, Rheuma, Osteoporose u. a. Das Buch „China Study“ beschäftigt sich mit diesem Thema und kann ich sehr empfehlen. Arthrose ist ebenfalls keine altersbedingte Abnutzungserscheinung, sondern ist meist die Folge unserer falschen Ernährung. Eine Ernährungsumstellung kann Linderung und sogar Heilung bringen. Du bist dafür das beste Beispiel!

      Einfach bewusste Grüße

      Christof

      Antworten
    • Daniela 24. Januar 2015

      Hallo Renate,
      ich finde dein Post hinsichtlich veganer Ernährung -> weniger Arthrose-Beschwerden super und auch sehr motivierend.
      Ich selbst habe leider schon seit vielen Jahren Arthrose und bin erst knapp über 30!
      Ich würde gerne wissen, ab wann hast du denn eine Besserung deiner Arthrose gemerkt?
      Ich bin leider eher ungedulgig. Habe die vegane Ernährung schon mal 2 Wochen versucht, aber dann sein lassen, weil meine Knie immer noch so weh getan haben.
      Ab wann hast du denn eine Besserung bemerkt und ab wann konntest du tanzen bzw. wandern?

      Recht herzlichen Dank bereits im Voraus!
      viele liebe Grüße,
      Daniela

      Antworten
      • Renate 28. Januar 2015

        Hallo Daniela,
        aaaalso…
        ich kann Dir gar nicht genau sagen wann sich die Arthrose besserte.
        Einfach weil ich mich nicht traute andere Bewegungen zu machen als sonst und weil meine Wahrnehmung bezüglich meines Körpers irgendwie gestört war.
        Ich hatte unheimlich viel Schiss durch falsches Verhalten eine Punktion zu riskieren.
        Ich glaube das es allen “Schmerzpatienten” so geht.
        Erste ganzheitliche Veränderungen habe ich innerhalb der ersten Wochen gemerkt.
        Es stellte sich langsam ein nicht zu unterdrückendes Hochgefühl und Leichtigkeitsgefühl ein.
        So wie es die Leute sagen die richtig fasten. Die zweite Woche merkte ich, daß ich mein am schlimmsten betroffenes Knie etwas mehr beugen konnte. In der Wohnung ging ich schon
        ohne Krücken herum.
        Meinen präziesen Zustand hätte ich nicht benennen können, denn ich war immer noch von den Erfahrungen der ganzen Jahre traumatisiert. Ich wußte nur: Es tut sich was zu meinem Wohle.

        Für mein Ernährungsprogramm hatte ich das Buch von Eckhard Fisseler ”Arthrose Der Weg zur Selbstheilung” als Anleitung. An die Ernährungsvorgaben habe ich mich strickt gehalten. Allerdings nicht an die Mengen-angaben. Für diese Häppchen hatte ich keinen Nerv. Ich aß soviel davon wie ich wollte. Das war eine Menge, da sich das Sättigungsgefühl schwerlich einstellt. Es “fehlte” das Sättigungsgefühl der Milchprodukte. Ich war sozusagen auf Entzug.
        Das Buch von Fisseler lag immer auf meinem Küchenschrank. Wenn meine Gier nach Verkehrtem zu groß wurde und ich sündigen wollte, las ich dort immer wieder die Erklärungen und Hintergründe warum so und nicht anders gegessen werden sollt. Das half und ich hatte meine Motivation wieder.
        Falls Du es kaufst störe Dich bitte nicht an der Form. Es ist von einem Laienschreiber verfaßt und wird nie einen Literaturpreis bekommen. Es haben sich schon viele an die Anleitung gehalten und die gleichen Erfahrungen wie ich gemacht. Ich bin mal zu einem Arthroseselbsthilfetreffen gefahren und habe Betroffene kennengelernt.

        Es kam so, wie in dem Buch beschrieben. Ich nahm in den ersten 2 – 3 Wochen 7kg ab obwohl keine Gewichtsprobleme vorhanden waren. Das beunruhigte mein Umfeld und man wollte mich dringend zum Abbruch überreden. Obwohl ich diese Umstellen ganz allein und ohne einen Arzt, Apotheker oder die Pharmaindustrie zu fragen durchzog hatte ich nicht eine Sekunde Zweifel das alles in Ordnung war. Ich fühlte mich saugut und gradezu euphorisch.
        Auch wenn ich nicht detalliert sagen konnte wie sich meine Knieschmerzen verändert hatten. Was als Veränderung zweifellos war, daß die Hautirritationen mit trockenen, roten Flecken im Gesicht und die Gliederschmerzen im ganzen Körper fast weg waren. Meine Rollläden konnte ich auch wieder ohne Mühe bewegen.
        Die Hosen und Röcke band ich jetzt am Körper mit Gürteln fest, denn ich hatte gelesen daß sich das Gewicht irgendwann einpendelt. So geschah es auch nach etwa einem halben Jahr. Jetzt wiege ich dauerhaft 4 kg weniger als vor der Umstellung .

        Nach einem viertel Jahr ging ich mutig ohne Schmerztabletten zum Tango tanzen. Ich hatte viel getanzt und bin mit “runden” Füßen und glühenden Knien nach Hause gegangen. Ich hatte Angst vor dem nächsten Morgen, wo ich sicher wieder zum Punktieren mußte. Aber….nix da….. Das Knie war zwar noch warm hatte aber keine weiteren Symptome. Ich konnte es nicht fassen. Das war der Beweis das ich es geschafft hatte. Vermutlich war keine Entzündung mehr im Körper und Heilungsprozesse wirkten. Von da an ließ ich die zur Sicherheit mitgenommenen Krücken zu Hause und brauchte sie auch nicht mehr.

        Viele Leute befürchteten mit sorgenvoller, wissender Miene,daß das mit meiner Ernährungsumstellung und mit meinem Wohlbefinden, obwohl ich mich leistungsfähiger den je, fitter den je, presänter den je gefühlt habe und fühle, nicht lange gut gehen würde. Ich würde mich ja jetzt einseitig und unausgewogen ernähren.
        Ja, stimmt sage ich dann: Zum Beispiel Antibiotika, Krebserreger, Krankheitserreger, Eiter, Salmonellen, Listerien, EHEC, BSE und Hormone fallen jetzt weg.

        Ich weiß das ich mich seit dem ausgewogener denn je ernähre. Um mich nicht in einseitigen Gewohnheiten zu verheddern habe ich mir im Veganladen eine Liste gekauft in der steht welche Vitamine und Protein in welchen veganen Lebensmitteln enthalten sind. So sehe ich ob sich bei mir einsseitige Vorlieben eingeschlichen haben und wenn ja verändere ich meinen Speisezettel.
        Früher hatte ich mir eine Liste mit Basen bildenden Lebensmitteln angelegt und genutzt.

        Vitamin B12 nehme ich über die Mundschleimhaut auf. Es gibt eine Zahncreme von der Firma Sante, die mit B12 angereichert ist.

        Liebe Daniela, ich schreibe so ausführlich weil ich meine Schmerzveränderung nicht so klar wahrgenommen habe und Dir hoffentlich trotzdem Mut machen möchte es nocheinmal mit der Anleitung aus dem Buch zu versuchen. Es kostet 25€. Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen 25€ für eine Anleitung zum gesund werden. Ich bekomme übrigens nichts für meine Empfehlung.

        Wie hast Du es bisher mit Deiner veganen Ernährung gehalten? Weißmehlprodukte? Süßigkeiten? Zucker? Salz? Alkohol? Kaffee? schlechtes Fett, Öl? Pommes? Fastfood?

        Wenn ich außer Haus bin nehme ich mir meistens meine Mahlzeiten mit. Die können auch mal aus Rokost bestehen.

        Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Ungern verändern wir unsere Gewohnheiten, sind sie noch so schädlich oder ungesund. Wir können uns auch Neues zur Gewohnheit machen und uns dann wundern wie selbstverständlich und liebgewonnen sie geworden ist.

        Dies war, sozusagen, mein Wort zum Sonntag für Dich.

        Du kannst Dich gerne jederzeit mit jeder Frage an mich wenden. Gerne lasse ich Dich an meinen Erfahrungen und neuen Überzeugungen teilhaben.

        Viele Grüße und alles Gute

        Renate

        Antworten
        • Daniela 30. Januar 2015

          Liebe Renate,

          ich möchte dir ganz herzlich für deine ausführliche Antwort danken!
          Vielen herzlichen Dank, dass du dir so viel Zeit genommen hast, mir deine Geschichte zu erzählen. Ich habe daraus viele Erkenntnisse für mich gewonnen.
          Das Buch von Fissler habe ich bereits seit ein paar Jahren zu Hause. Da ich jedoch von meiner Mama (sie ist leider auch von Arthrose betroffen) weiß, wie strikt diese Ernährungsumstellung ist, ist sie bis jetzt noch nicht in Frage gekommen für mich. Anscheinend war/ist der Leidensdruck nicht hoch genug?!
          Es ist jedoch toll zu wissen, dass es etwas gibt was hilft. Ich glaube fest daran, „du bist, was du isst“. Die Nahrung ist für uns wie das Benzin für das Auto. Und du hast völlig recht, der Mensch ist ein Gewohnheitstier, und was für eines. Lieber schlechte Angewohnheiten beibehalten, auch wenn man weiß, dass sie schlecht sind, aber das ist das gewohnte, das sichere.
          Meine Kollegin ernährt sich seit über einem halben Jahr auch vegan, aus ethischen Gründen. Und es geht ihr super damit.
          Genau eure Geschichten motivieren mich, es vielleicht doch einmal durchzuhalten. Ein paar Anläufe habe ich schon gewagt, und ich bin sicher, dass ich es auch eines Tages wirklich schaffe.

          Liebe Renate, nochmals vielen lieben Dank für deine Zeit die du dir für diese Antwort genommen hast. Ich wünsche dir das aller Beste und alles Gute für das neue Jahr (und natürlich alle weiteren ;-))

          viele liebe Grüße aus dem kalten Wien,
          Daniela

  • Sandra 1. Februar 2014

    Liebe Renate,

    ich finde das toll, dass Du Dich nicht von Deinem Umfeld unterkriegen läßt! Es ist schon sehr jämmerlich, wenn ein Teil unseres Umfeldes aus Neid und Unwissenheit, so um sich schlägt…meist ist es tatsächlich das eigene schlechte Gewissen und es ist leichter jemanden von oben hinunterzuziehen, statt sich daran zu erfreuen und den eigenen inneren Schweinehund vom Sofa zu schicken und endlich mal was in seinem Leben zu ändern und selbst den Berg zu erklimmen…
    Irgendwie tragisch aber schon komisch ist, wenn ausgerechnet diese Leute tausend Ausreden und Schuldige erfinden, warum sie ständig krank, miesepetrig sind und nie Zeit haben, etwas zu ändern. Aber wie heißt es so schön: „Dann tuts noch nicht genug weh!“ Und auch das darf sein. Jeder hat sein eigenes Tempo. Und es ist auch nicht immer leicht, wenn man ständig von allen Medien und dem Umfeld, dem Job dauerberieselt wird, einfach bewußt aufzuwachen!
    Ich bin vor 3 Jahren aus der Großstadt aufs Land gezogen, hab mir ein paar Tiere angeschafft bzw. sie haben sich eher uns gesucht (ich konnte einfach nicht nein sagen :-)) und dann ging es ganz schnell, wenn du eine Beziehung zu deinen Tieren aufbaust…ich konnte kein Fleisch mehr essen…ist schon was anderes, wenn das noch lebende „Fleisch“ dich jeden Tag liebevoll begrüßt und um dich herum schnattert und hüpft, den Garten mit dir und den anderen Tieren teilt und einem eine Menge Spaß bereitet, weil die richtig lustig sind auch untereinander…oder ob du das anonyme Fleisch schön sauber abgepackt mit einem hübschen und köstlichen Etikett kaufst.
    Und dann steigst du immer tiefer in die Materie ein, saugst immer mehr Wissen in dich auf (meine nachhaltigen Einstiegserlebnisse waren „earthlings“ und das Buch von Karen Duve „Anständig essen“)…und du läßt eins nach dem anderen weg…und „schon“ ist man vegan…und man geht immer bewußter und achtsamer mit allem um…die nächste Tür öffnet sich…und schon bin ich hier gelandet bei „einfach bewußt“ und ich freue mich, wie viele Menschen sich doch schon damit beschäftigen…das gibt richtig viel Hoffnung, dass die Menschen auf einen guten Weg sind…egal, welchen Alters…wir haben immer die Wahlfreiheit…es ist unsere eigene Entscheidung!

    Glückliche Grüße von Sandra

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    • Romy 15. Mai 2014

      Hallo Sandra,

      danke für deinen super Beitrag – habe ihn verschlungen und es ist, als wären das meine Worte…. Ein kleiner Bauernhof wäre auch mein Traum!!!

      Seit ich ein paar unglaublich schreckliche Videos gesehen habe, wie mit Tieren umgegangen wird (ich musste mich zwingen hinzuschauen – wegschauen ist nämlich sehr einfach) – vergeht mir regelrecht der Genuss auf Fleisch… Und es freut mich ungemein, wie immer mehr Menschen – vor allem die Jüngeren – sich mit diesem Thema beschäftigen! Weiter so!!!

      Ich habe mich schon immer sehr bewusst und überwiegend vegetarisch ernährt und ich liiiiebe einfach Salate – aber wie die Tiere gequält werden hat mir noch mehr die Augen geöffnet. Ich weiß noch nicht, ob vegan auch meine Art zu leben ist – aber ich werde es ausprobieren. So ohne Milchprodukte stelle ich mir schon recht schwer vor… aber bei tollen Alternativen…..

      Ausschnitt eines Gespräches eines kleinen Jungen mit seiner Mutter beim Essen, was mich sehr beeindruckt hat:
      Mama: „…und jetzt iss deine Oktopus-Gnocchi.“
      Sohn: „Ok mach ich. Das ist kein echter Oktopus, oder?“
      „Doch.“
      „In Ordnung. Er spricht nicht und hat auch keinen Kopf, oder?“
      „Er hat keinen Kopf, das sind nur seine kleinen zerschnittenen Beine.“
      „Wie? Ist sein Kopf dann noch im Meer?“
      „Der liegt noch auf dem Fischmarkt.“
      „Der Mann hat ihn zerschnitten?“
      „Genau.“
      „Aber warum?“
      „Damit wir ihn essen können. Sonst müssten wir alles auf einmal herunterschlucken.“
      „Aber warum?“
      „Damit wir ihn essen können Liebling. So wie Kühe und Hühner auch zerteilt werden…“
      „Ah Hühner! Nein, niemand isst Hühner.“
      „Niemand isst Hühner?“
      „Nein, denn es sind ja Tiere. Fische sind Tiere, Hühner sind Tiere, Rinder sind Tiere….. Also wenn wir Tiere essen, müssen sie sterben!“
      „Oh ja.“
      „Warum?“
      „Damit wir essen können, Liebling.“
      „Warum sterben sie dann? Ich will nicht dass sie sterben. Ich möchte, dass sie auf ihren Beinen stehen bleiben.“
      „Ok, dann essen wir sie von nun an nicht mehr.“
      „Ok. Es sind Tiere auf die wir acht geben müssen anstatt sie zu essen.“
      „Du hast so recht, mein Sohn. Und jetzt iss deine Kartoffeln und den Reis.“
      „Ja….warum weinst du Mama?“
      „Ich weine nicht, ich bin so berührt von dir.“
      „Ich mache etwas Schönes.“
      „Ja…………“

      Berührte Grüße
      Romy

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  • Sura 2. Februar 2014

    Hej Christof und Paula,
    vielen Dank für Eure Antwort und Paula für das Video “ Making-of von Mandelmilch“. Ich habe es mir sofort angesehen. EASY!
    Wäschenetze – Super Idee!
    Ich benutze sie zum Gemüse- und Obsteinkauf, um die Plastikbeutel zu sparen
    ( Zero Waste ); doch sie sind noch anders einsetzbar und außerdem liebe ich simple Lösungen.
    Liebe Grüße
    Sura

    Antworten
  • Tuxer 21. April 2014

    Hallo hier im Block an Alle !
    bin hier durch Zufall gelandet und muss sagen : sehr interessant.
    Das mit dem minimaliserten Leben find ich gut und versuche selber seit geraumer Zeit auszumisten.Hat auch schon gut geklappt….keine CDs,DVDs,Bücher usw.,aber da ist auf jeden Fall noch mehr drin.
    Was die Ernährung anbelangt,da bin ich am nachdenken und werde da sicher auch einiges ändern.Wo ich aber ins grübeln komme,ist wenn hier von Kokosmilch,Nüssen und änlichen Dingen die Rede ist,haben die Leute die diese Produkte nutzen auch mal darüber nachgedacht wo und wie sie produziert werden ? Und wie kommen diese Erzeugnisse hier in unser Land ?
    So das war das erste mal,das ich in einem Block meinen „Senf“ dazugegeben habe und bin sehr gespannt was jetzt passiert !
    mit freundlichen Grüßen
    Tuxer

    Antworten
    • Christof Herrmann 2. Mai 2014

      Hallo Tuxer,

      guter Einwand! Ich versuche möglichst oft saisonale und regionale Lebensmittel einzukaufen. Dafür gibt es gute Gründe und mehrere Wege. Heute sind etwa fränkischer Spargel und Erdbeeren in meinem Einkaufswagen gelandet.

      Ganz wird man aber kaum auf Produkte vom Ende der Welt verzichten können. Kaffee, Tee, Kakao, Südfrüchte, manche Nüsse, Gewürze usw. wachsen nun mal nicht bei uns. Ich versuche dann immer fairtrade und bio einzukaufen.

      Viele Grüße

      Christof

      PS: Blog, nicht Block ;-)

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  • Hope 2. Mai 2014

    Ich lebe z.B. tiereiweißfrei nach Dr. Bruker, aus gesundheitlichen Gründen (zumindestens zu Beginn), bin Anfang 50 und habe Neurodermitis mit reichlich Lebensmittelallergien ,das bedeutet Butter (noch), (für mich eher selten) Sahne + Schmand sind quasi „erlaubt“ da diese Hauptsächlich aus Fett bestehen und kaum tierisches Eiweiß enthalten.
    Minimalistisch lebe ich annähernd seit 2007, da war meine Wohnung so voll und ich wußte erst einmal nicht weiter, da sagte damals meine Mutter, zieh doch in eine größere Wohnung, der Gedanke war heilsam.
    – Ganz bestimmt nicht!!!, damit ich noch einen Raum mehr pflegen muß, für Sachen, die ich sowieso nicht brauche, nur weil ich nicht loslassen konnte, nein, und nochmals NEIN, und die Mietkosten und Heizkosten, NEIN, ich brauche keine Beschäftigungtherapie, also hab ich kräftig ausgemistet. Und ich entrümple immer wieder.
    Schön diese Seite mit soviel netten Menschen gefunden zu haben!
    Einfach bewußte Grüße
    Hope

    Antworten
  • Renate 16. Mai 2014

    Liebe Absenderin,

    vielleicht fällt Dir der Umstieg auf vegane Ernährung garnicht so schwer, wenn Du einmal anfängst Gerichte, z.B. auf Chefkoch.de zu googln. Attila Hildmann hat auch eine traumhaftes Lasagnerezept anzubieten. Damit habe ich schon einige Fleischfresser „gefilmt“. Das vegane Mett ist auch ein Knaller. Rezept ist sicher auch im Netz zu finden.
    Seit einiger Zeit bin ich dabei auf Rohkost umzusteigen. Ich kann nur sagen: Es wird alles noch besser (Gesundheit, Haushaltsgeld, Wohlbefinden).
    Komme grade von einem Venedigaufenthalt zurück. Wer essen gehen möchte findet viele vegetarische und vegane Gerichte. Viele Supermärkte bieten selbstgemachte Gemüsevorspeisen in vielfältigster Art an, auch Gemüsegerichte. Warmgemacht „zu Hause“ ist es die perfekte Ernährung.Ich vermeide Hotels, miete mich lieber bei Mitwohngelegenheiten ein wo ich die Küche zum schneiden, warmmachen und Teekochen mitnutzen kann.Ist günstiger und meistens besser als ein Hotel.

    Übrigens erstaunt mich immer wieder wie sogenannte Tierschützer ( von Hunden, Katzen, Meerschweinchen) stolz erzählen daß sie nur Fleisch von artgerecht gehaltenen Tieren essen. Alles klar………….
    Viel Erfolg und Durchhaltevermögen beim Umstellen auf die superleckere neue Ernährungsweise :-)

    Renate

    Antworten
  • Helga 14. November 2014

    ich oute mich hier als Nicht-Veganer aber ich probiere trotzdem gerne die Rezepte aus.
    Mein Problem ist, dass ich Soja und Nussprodukte allergiebedingt nicht vertrage. Leider sind aber gerade diese relativ häufig in veganen Rezepten enthalten.
    Wenn ich Gemüse und Obst kaufe, achte ich schon darauf dass es möglichst regional ist- von Bananen abgesehen. Bei uns gibt es viele Apfelbäume die von den Besitzern nicht oder nur teilweise abgeerntet werden . Das Fallobst lässt sich noch gut verwenden.
    Ein kleiner Tipp: es gibt auch Gemeinden die gegen geringe Gebühr Obst zum selbst aufklauben abgeben. Einfach mal auf dem Rathaus nachfragen. So kann man z.B Kompott einmachen für den Winter und braucht nicht Orangen u.andere Südfrüchte kaufen.

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    • Christof Herrmann 15. November 2014

      Hallo Helga,

      es gibt ja zum Glück unzählige vegane Gerichte, für die man keine Nuss- oder Sojaprodukte benötigt. Die meisten meiner Rezepte kämen für Dich in Frage.

      Zudem ist es unwahrscheinlich, dass bei Dir alle Nüsse allergische Reaktionen hervorrufen. Erdnüsse und Cashewnüsse sind im botanischen Sinne keine Nüsse. Sie gehören zu den Hülsenfrüchten und können bei einer Nussallergie evtl. als Ersatz verwendet werden. Trotzdem können natürlich Erdnüsse und Cashewnüsse auch Allergene sein.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Antje 21. Dezember 2015

    Lieber Christof, unsere Familie ernährt sich zum überwiegenden Teil von natürlicher Nahrung. Dabei vermeiden wir es, uns als Veganer, Rohköstler oder irgendwie anders zu bezeichnen. Wir sind einfach Stine, Fiete, Ronny und Antje. Jeder von uns ernährt sich anders, aber -und das ist die Gemeinsamkeit – überwiegend roh vegan. In unserer Familie gibt es kein Dogma, wir lernen durch Erfahrung, Beobachtung und gegenseitiges Vorbild. Unser Bewußtsein für Mensch und Natur steigt ständig und unser Leben wird und ist so herrlich einfach :) Da stimme ich dem Artikel 100% zu! LG Antje

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  • Nikolai Weidner 22. Dezember 2015

    Cooler Artikel, der eine oft verwendete Ausrede von vielen dezent zerstört :D
    Viele wollen sich denke ich garnicht damit beschäftigen und schiebn so Ausreden vor sich.
    Ich habe mich für vegane Ernährung entschieden und war überzeugt das es super für mich ist. Die Umsetzung war kein Probem, da ich wie du geschrieben hast, meistens unverarbeitete Lebensmittel kaufe / konsumiere.
    Ich denke wo ein Wille ist, ist auch ein Weg und jeder der sein Leben verändern will, findet in der veganen Ernärhung einen super Weg

    LG

    Nikolai Weidner

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  • Alexandra 17. Januar 2016

    Seit ich vegan lebe, geht der Einkauf superschnell, nur noch in die Gemüseabteilung, ab und zu trockene Hülsenfrüchte, Mehl, Samen, Nüsse und so dann und wann gefrorenes Obst.

    Mein Gewürzregal ist größer geworden, da Tofu, Tempeh, Gemüsebratlinge etc doch etwas mehr an Kräutern und Gewürzen benötigen.

    Mir schmeckt fast alles, kombinieren kann ich vieles…ich bleibe vegan!

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