5.555 Dinge, die ich als Minimalist verkauft oder verschenkt habe

5.555 Dinge, die ich als Minimalist verkauft oder verschenkt habe. (Foto: Christof Herrmann, 2014)

„Die Gier ist immer das Ergebnis einer inneren Leere.“ (Erich Fromm, deutsch-US-amerikanischer Psychoanalytiker und Philosoph, 1900 – 1980)

Die Idee für diesen Blogartikel hatte ich schon länger. Nachdem ich vor ein paar Tagen meinen roten Flitzer verkauft habe, wurde es Zeit aufzuführen, wovon ich mich als Minimalist in den letzten Jahren getrennt habe.

Weniger Dinge zu besitzen, bedeutet für mich mehr Zeit, mehr Geld, mehr Platz und mehr Möglichkeiten zu haben. Es macht mich freier und zufriedener. Wer weniger besitzt, kann mehr leben.

Natürlich sind es nicht genau 5.555 Dinge, die ich als Minimalist verkauft oder verschenkt habe. Die Zahl hat eher symbolischen Charakter. Würde ich alles aufführen, käme ich wahrscheinlich auf 10.000 Dinge.

Fernseher

Als ich ein Kind war, sagte mein Vater zuweilen (vor allem wenn meine schulischen Leistungen mal wieder zu wünschen übrig ließen), dass mich nur die drei F Fußball, Fahrrad und Fernsehen interessieren. Zugegeben, ich verbrachte Wochen vor der Glotze, um Bobbeles Siegeszug in Wimbledon oder die großen Fußballturniere zu sehen. Nachts stellte ich mir den Wecker, um die NBA-Finals nicht zu verpassen. Bereits als Student war ich so übersättigt von der Fernsehkost, dass ich das Gerät kurzerhand aus dem Fenster warf. Seitdem habe ich viel mehr Zeit für andere Aktivitäten wie Lesen oder ins Kino gehen. Und wenn doch einmal eine interessante Fernsehsendung läuft, schaue ich sie per Live-Stream auf dem Laptop.

4.000 CDs und LPs

Vor ein paar Jahren hätte ich mir nicht vorstellen können, auch nur eine CD oder Schallplatte aus meiner großen Sammlung zu verkaufen. Heute als Minimalist streame ich Musik vom Laptop oder aus dem Internet auf meine Hi-Fi-Anlage. Beides ist mittlerweile in CD-Qualität möglich.

1.000 Bücher

Auch in Sachen Bibliothek habe ich abgespeckt. Von ehemals gut 1.000 Büchern habe ich 50 behalten. Es sind Nachschlagewerke und Bücher, die ich in nächster Zeit lesen möchte. Den meisten Lesestoff hole ich mir in der Bücherei. Gibt es gar keine kostenlosen Alternativen, kaufe ich mir schon mal ein Buch. Nachdem ich es gelesen habe, findet es meist auf Booklooker einen neuen Liebhaber.

60 m Regale

Um meine Bücher- und Musiksammlung unterzubringen, benötigte ich vier Regale mit einer Stellfläche von 60 Metern. Mit Grauen denke ich an diese Staubfänger zurück. Heute kann ich mein Bücherregal inklusive Inhalt jederzeit mit zwei Händen verschieben oder aus der Wohnung tragen.

50 Hemden

In meinem Schrank hängen zehn Hemden, von denen ich fünf gerne anziehe. Vor einem Jahrzehnt hingen in meinem Schrank 60 Hemden, von denen ich fünf gerne anzog.

Wäschetrockner

Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich nie einen Wäschetrockner besessen. Ein Wäscheständer und etwas Geduld, Sonne oder Wind tun es genauso. So einfach kann man der Umwelt und seinem Geldbeutel etwas Gutes tun.

Personenwaage

Solange ich mich ausreichend bewege und richtig ernähre, spielt das Körpergewicht keine Rolle für meine Gesundheit und mein Wohlbefinden. So habe ich meine Personenwaage in letzter Zeit nur zum Wiegen von eBay-Sendungen verwendet. Nachdem ich nun nichts mehr zum Verkaufen habe, landete die Waage ebenfalls bei eBay.

Spiegelreflexkamera

Was habe ich meine digitale Spiegelreflexkamera auf dem Traumpfad München-Venedig verflucht. Ich trug das schwere, sperrige Teil an der Hüfte, um jederzeit schussbereit zu sein. Mit der Bildausbeute war ich zufrieden. Doch sind die Fotos, die ich im letzten Sommer auf der Alpenüberquerung Salzburg-Triest gemacht habe, schlechter? Da hatte ich nämlich nur eine federleichte digitale Kompaktkamera dabei. Profi-Fotografen werden weiterhin zur Spiegelreflex greifen. Für den Blog und meine Wanderbücher reicht eine hochwertige Kompakte.

Auto

Jederzeit überall hinfahren zu können, ist längst kein Luxus mehr, sondern eine Selbstverständlichkeit. Ich glaube aber, dass die Ära des motorisierten Individualverkehrs langsam aber sicher zu Ende geht. Wer offene Ohren und wache Augen hat, muss erkennen, dass der Verkehr, der Mensch und die Natur gerade dabei sind zu kollabieren. Es ist mir letzte Woche nicht leicht gefallen, mein Auto nach fünf Jahren treuer Dienste zu verkaufen. Man gewöhnt sich an die Selbstverständlichkeit. Da ich aber auch die ersten 37 Jahre meines Lebens gut ohne Auto ausgekommen bin, wird die Umstellung klappen. Der Öffentliche Personennahverkehr, Fahrgemeinschaften, mein Fahrrad und meine Beine werden für ausreichend Mobilität sorgen.

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{ 92 Kommentare }

  • Karo Kafka 18. Mai 2014

    Das ist wirklich ein ganz schöner Haufen, der da bei dir zusammengekommen ist. Sowohl die symbolische als auch geschätzte Zahl.

    Bei den DVDs und CDs konnte ich mir auch lange Zeit nicht vorstellen, sie loszuwerden. Jetzt bin ich gerade dabei beide Sammlungen zu verkaufen (naja, ein paar Exemplare, die mir noch zu wichtig sind, dürfen bleiben – vorerst).

    Bald beziehe ich eine neue Wohnung und bin auch sonst schon eifrig dabei, wieder Dinge auszusortieren, damit der Umzug leichter von der Hand geht. Auch irgendwie ein guter Ansporn, um so wenig Kisten wie möglich zu schleppen. ;)

    Antworten
    • Christof Herrmann 18. Mai 2014

      Ja, unglaublich, was man so in einem halben Leben alles ansammelt ;-)

      Wo verkaufst Du denn Deine DVDs und CDs? Einzelstücke stelle ich bei Booklooker ein, Sammlungen/Pakete bei eBay. Alles, was nicht wirklich lohnt, verschenke oder spende ich.

      Wünsche Dir einen nicht zu stressigen Umzug.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
      • ilona 19. Mai 2014

        Hallo, ich hab es zwar noch nicht versucht, aber ich plädiere auch dafür, Fairnopoly zum Verkaufen von gebrauchten Dingen zu nutzen. Ein tolles Projekt, die versuchen, einen fairen, transparenten und sozial-ökologischen Weltkonzern auf die Beine zu stellen. Sehr spannend.

        Antworten
      • Christof Herrmann 19. Mai 2014

        Danke für den Tipp bzw. das interessante Interview auf Eurem Blog. Fairnopoly werde ich sicher verfolgen.

        Antworten
  • Marcel Lampert 18. Mai 2014

    Hallo,

    tolle Liste!
    Erst gestern hab ich auch mein Auto verkauft. Ein Fahrrad, öffentliche Verkehrsmittel und ein wenig Planung und ich spare rund 170€ im Monat.
    Bücher und CDs sind schon seit längerem weg, rebuy sei Dank.

    Fotos mache ich übrigens mit meinem iPhone. Die Qualität ist großartig. :)

    Alles in allem lebt es sich mit weniger wirklich leichter, da man sich weniger Gedanken um diese Dinge machen muss, sie kein Geld mehr kosten und ich mich dadurch irgendwie freier fühle. :)

    Danke, ich besuche dich weiterhin :)

    Antworten
    • Christof Herrmann 18. Mai 2014

      Hi Marcel,

      ist ja lustig, dass Du auch gerade Dein Auto verkauft hast. 170 Euro Ersparnis sind realistisch. Laut meinem Haushaltsbuch hat mich mein Wagen in den letzten 1,5 Jahren 180 Euro pro Monat gekostet (bin in der Zeit nur 5.000 km pro Jahr gefahren). Setze ich noch 70 Euro Wertverlust pro Monat an, komme ich auf 250 Euro. Das kann ich eine Menge Bus, Bahn und Taxi fahren.

      Dass Du mich weiterhin „besuchst“, freut mich :-)

      Bis bald

      Christof

      Antworten
  • Lydia 18. Mai 2014

    Hallo Christof,
    super Artikel, der bei mir wie die Faust aufs Auge passt. Ich habe in den letzten neun Jahren an sechs verschiedenen Orten gelebt und teilweise zwei Wohnungen (und das als Student) bewohnt, sodass ich langsam aber sicher den Überblick über meinen Besitz verloren habe. Nun bin ich in Irland und das Semester hier neigt sich dem Ende zu. Vorher habe ich in Deutschland alle Zelte (Wohnungen) abgebrochen und die Kisten wanderten zu meinen Eltern, die fluchend und schimpfend alles irgendwo hinstapelten. Nachdem ich das Buch Magic Cleaning gelesen hatte wurde mir klar, dass ich zu viel besitze und mich für einen Flohmarkt im Juli angemeldet. Vorher geht es zwischen Bachelorarbeit, Mathe und BWL Prüfungen ans Aussortieren, aber richtig.
    Auch hier werden meine Eltern sicher wieder fluchend neben mir stehen und absolut keine Hilfe sein, aber da muss ich durch und freue mich drauf.
    (in Irland habe ich es mir selber bewiesen, ich kann minimalistisch leben, denn alles passt in meinen 55L Rucksack).
    Danke für die mentale Unterstützung.
    LG
    Lydia

    Antworten
    • Christof Herrmann 18. Mai 2014

      Schön, dass ich ein paar mit dem Artikel aus der Seele spreche. Beim Schreiben sind einem die Reaktionen ja noch nicht bewusst.

      Dass Du alles, was Du in Irland benötigst, in einem 55-Liter-Rucksack bekommst, finde ich faszinierend. Erinnert mich an meine Radreisen oder Fernwanderungen, auf denen ich fast nichts dabei hatte und doch alles besaß, was mich glücklich machte.

      Viel Spaß auf dem Flohmarkt und gute Geschäfte wünscht

      Christof

      Antworten
  • Valeria 18. Mai 2014

    Bin ganz bei dir und das Zitat trifft es (auch) für mich genau auf den Punkt! Erlebe es jeden Tag. Die Gier nach dem 55. Paar Schuhe, nach dem nagelneuen Fernseher, dem 11.Kochtopf, dem Schnäppchen, den Gratis-Dingen usw. Ich lehne oft dankend ab, weil ich nicht verstehe, wofür ich z.B. einen 2. Mantel brauche o.ä. Danke, dir! Da, habe ich gleich Lust weiter auszumisten – bin nämlich noch nicht fertig, obwohl ich schon gefühle 1.000 Sachen verkauft oder verschenkt habe… OMG ;)

    Antworten
    • Christof Herrmann 18. Mai 2014

      Viel Spaß und Erfolg beim Ausmisten, Valeria! Die Kunst dabei ist danach nicht gleich wieder mit dem „Zumisten“ anzufangen. Sonst geht es ja immer so weiter und es ändert sich nie etwas an unserer Wegwerfgesellschaft …

      Antworten
  • Karen 18. Mai 2014

    Hallo Christof,

    schon länger verfolge ich deinen Blog. Denn das Thema Minimalismus ist für mich schon lange aktuell. 2007 habe ich mein Auto verkauft. Inzwischen besitze ich drei Fahrräder. Mit dem Trekkingrad sause ich ins Büro und zum Einkaufen, das Rennrad ist mein Sportgerät und mit meinem Reiserad fahre ich in den Urlaub, teils allein, teils mit meinem Mann. Zur Abwechslung ziehen wir auch mit Wanderschuhen und Rucksäcken los. Nach jedem Urlaub überkommt uns die Wegwerf-Wut. Mehrere Wochen reichte der Inhalt der Radtaschen oder Rucksäcke völlig aus. So nach und nach entsorgten wir und haben heute in unserer Wohnung fast nur noch, was wir auch wirklich ge-brauchen. In den letzten Jahren gab es nur Ersatz-Investitionen. Was hat sich verändert? Wir haben viel mehr Zeit und Geld. Vermisse ich die Blechkiste? Überhaupt nicht.

    Beste Grüße von Karen

    Antworten
    • Christof Herrmann 19. Mai 2014

      Hallo Karen,

      habe ein wenig auf Eurer Webseite gestöbert. Da kommen Erinnerungen an meine Radreisen zurück. Spätestens seit meiner eineinhalbjährigen Tour hat mich der Minimalismus nicht mehr losgelassen.

      Wünsche Dir viel Spaß mit der Rohloff und Euch noch viele schöne Radreisen mit wenig Gepäck!

      Christof

      Antworten
      • Karen 20. Mai 2014

        Hallo Christof,

        danke für die guten Wünsche.

        Die Radtaschen sind gepackt, mein Rad (und insbesondere die gute Rohloff) wurde heute inspiziert – also alles vorbereitet. Samstag geht es los. Leider nicht eineinhalb Jahre, wie du unterwegs sein konntest. Doch wir arbeiten dran.

        Abenteuerlustige Grüße von KAREN

        Antworten
      • Christof Herrmann 20. Mai 2014

        Schon klar, dass Ihr früher oder später Größeres plant! Sonst kauft man doch keine Rohloff ;-) Wo gehts denn Samstag hin?

        Antworten
      • Karen 20. Mai 2014

        Hallo Christof,
        Samstag kurbele ich zusammen mit meinem Mann los. Gemeinsam geht es bis Emden. Dann fährt mein Mann mit dem Zug zurück, er muss arbeiten. Ich nehme die Fähre über den Dollart nach Niederlande. Vier Wochen bleiben mir dann. Einen Abstecher nach Harwich/England ist hoffentlich drin. Will bis Dover rollen und nach Calais schippern. Durch Belgien und Niederlande zurück nach Deutschland. Soweit mein Plan. Ich bin neugierig und lasse mich gern überraschen………. Im August geht es zusammen nochmal drei Wochen mit den Rädern durch Polen. Das alles ist Vorbereitung auf noch viel mehr. Und auf Rohloff wollen wir nicht mehr verzichten.

        Im Herbst schultern wir die Rucksäcke. Vorher werden wir deine spannenden Tour-Berichte studieren und uns eine schöne Route suchen.

        Viele Grüße von KAREN

        Antworten
      • Christof Herrmann 21. Mai 2014

        Dein Mann scheint ein edler Ritter zu sein, wenn er arbeitet, während Du radelst ;-) Eure Tourenpläne für dieses Jahr klingen jedenfalls gut! Gespannt bin ich vor allem auf das „viel mehr“. Ein Bekannter von mir, der Peter Smolka, radelt gerade mal wieder um die Welt. Auf seiner Homepage berichtet er regelmäßig von unterwegs.

        Schöne Radreise wünscht

        Christof

        Antworten
  • Ina 18. Mai 2014

    Hi Christof,

    toller Post – passt gerade zu meiner Entrümpelungsaktion :-))
    Darf ich fragen, wie lange dieser Prozess bei dir gedauert hat? Mir gehts eigentlich viel zu langsam, aber ich merke schon die Verbesserungen im kleinen… würde mich freuen, zu hören, wie es bei dir so war.

    Liebe Grüsse
    Ina

    Antworten
    • Christof Herrmann 19. Mai 2014

      Hi Ina,

      den Fernseher habe ich vor über 15 Jahren gehen lassen. Bewusst reduziert habe ich aber erst ab 2007, als ich von meiner Radweltreise zurückgekommen bin. Es fing mit einem Buch hier und einer Tasse da an. Doch das ging mir irgendwann wie Dir viel zu langsam. Die letzten Jahre habe ich mich dann radikal von Dingen getrennt. Bis etwa die CD- und Plattensammlung weg war, hat es aber fast zwei Jahre gedauert. Lag vor allem daran, dass ich die wertvollen Stücke einzeln verkauft habe, um einen guten Preis zu erzielen. Die zweite Hälfte habe ich dann in Paketen zu ca. 100 Stück bei eBay verkauft oder habe ich gespendet.

      Einfach bewusste Grüße

      Christof

      Antworten
  • Juna 19. Mai 2014

    Hallo Christof,
    bitte mehr davon- seufz… Bin gerade erst am verstehen, dass entrümpeln sooo viel mehr Freiheit bedeutet! Wenn der Durchschnitt ca. 10.000 Dinge besitzt, habe ich, mein Mann und meine zwei Kinder gefühlte 50.000 Dinge… Und ständig sind wir am suchen… Und ich nun am ausmisten! Wenn ich Artikel wie den deinen lese, macht mir das Mut und es fällt viel leichter, loszulassen.
    Danke und beste Grüße- Juna

    Antworten
    • Christof Herrmann 19. Mai 2014

      Hallo Juna,

      ich kann mir vorstellen, dass man als Familie schnell viele Dinge ansammelt und es schwierig ist wieder loszulassen, da kaum alle an dem Strang ziehen werden. Andererseits werden wir als Minimalisten geboren. Ein Kleinkind kann sich stundenlang mit ein paar Stöckchen beschäftigen. Irgendwann danach geht uns diese Fähigkeit verloren. Wenn wir wollen können wir diese Fähigkeit aber wieder lernen.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Andreas 19. Mai 2014

    Hallo Christof,

    wir haben uns von vollgestellten 160 qm Wohnfläche + 100 qm Keller auf die etwa 14 qm eines Wohnmobil minimalisiert und uns fehlt nichts, im Gegenteil, manchmal habe ich das Gefühl immer noch zuviel zu haben.

    Viele Grüße
    Andreas

    Antworten
  • Nanne 19. Mai 2014

    Hallo Christof,

    herzlichen Glückwunsch zum Autoverkauf! Stimmt, für 250 € kann man schon ordentlich Taxi oder Bus fahren. Ich brauche meine Auto leider für den Weg zur Arbeit, denke, dass das vielen so geht.

    Es ist so toll, immer wieder auch bei anderen zu sehen, wie viel Freiheit Minimalismus bewirken kann und wie viel Platz es für mehr Leben schafft.

    Liebe Grüße
    Nanne

    Antworten
  • Torsten 19. Mai 2014

    Hallo Christof,

    das mit dem Auto kann ich nachvollziehen. Man gewöhnt sich so schnell an solch eine Selbstverständlichkeit. Nachdem mein Auto dann aber mit Getriebeschaden einmal stehen geblieben ist, ging das alles sehr schnell. Seitdem benutze ich Bus / Zug mittels VBN-Card, das Fahrrad oder die Füße. Und sollte es wirklich gar nicht mal anders gehen – kann man sich immer noch ein Auto leihen.

    Was den Kleinkram angeht; hm, ja – das Schwierige ist nicht etwas loszuwerden, sondern nichts neues wieder zu besorgen: Das hattest du mal so ähnlich auch schon geschrieben.

    Beste Grüße

    Antworten
  • Christof Herrmann 19. Mai 2014

    Hallo Nanne & Torsten,

    sicher wird der eine oder andere ohne Auto nicht auskommen. Meine Freundin Stephi zum Beispiel hat fast täglich berufliche Termine an unterschiedlichen Orten auf dem Land. Ohne PKW wäre das nicht machbar. Ich behaupte aber, dass die meisten darauf verzichten können, wenn sie wirklich wollen. Es gibt viele Alternativen wie Öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad und Fahrgemeinschaften. Kombiniert man die geschickt, kommt man selbst dann ans Ziel, wenn man auf dem Land lebt. Auch einen Umzug oder einen Jobwechsel sollte man nicht außer Acht lassen. Ich kenne Leute, die fahren 20 km (einfache Strecke) mit dem Rad zur Arbeit und lieben es. Dann muss man abends auch nicht mit dem Auto ins Fitnessstudio fahren, um nach einem Tag im Sitzen (Auto und Büro) noch etwas Bewegung zu bekommen ;-)

    Viele Grüße

    Christof

    Antworten
    • Nanne 19. Mai 2014

      Hallo Christof,

      gerade hier in Bremen (lustig, dass Torsten auch aus Bremen kommt wie ich) geht es häufig sehr gut mit VBN und Fahrrad. Ich kenne hier in der Stadt kaum jemanden, der mit dem Auto fährt. Denn das macht es eher komplizierter. Ich muss aber aufs Land und mehr als 20 km…

      Welche Tipps haben deine Freunde denn, wenn man nach den 20 km nicht duschen kann? Das fände ich noch interessant!

      Liebe Grüße
      Nanne

      Antworten
      • Christof Herrmann 19. Mai 2014

        Der eine Radler hat auch keine Dusche auf der Arbeit und wechselt nur die Klamotten. Fand nie, dass er schlecht riecht (war ein Ex-Kollege von mir). Die andere Radlerin hat eine Dusche auf der Arbeit.

        Vielleicht kannst Du Rad UND Öffis kombinieren. Park & Ride sozusagen. Das müsste doch bei Euch in Bremen klappen.

        Viele Grüße

        Christof

        Antworten
  • Ralf Krause 19. Mai 2014

    Hallo,

    ich trenne mich eigentlich schon seit Jahren von immer mehr Dingen.
    Bei jedem Umzug habe ich generell alles weggeworfen, was im Keller war und was ich nicht aus dem Keller hochgeholt habe. Ich habe die Sachen absichtlich gleich im Karton weggeworfen und nicht erst aus dem Karton geholt, um sie eventuell zu verkaufen. Die Die Gefahr beim auspacken ist das man sich denkt, oh das kann ich vielleicht doch noch gebrauchen. Aber es ist nicht so. Ich vermisse nichts was ich irgendwann mal besessen habe. Also kann es wirklich nicht wichtig gewesen sein.
    Und ein Auto besitze ich schon seit etwa 1990 nicht mehr; genau weiss ich das gar nicht mehr. Als ich in Gegenden ohne gut ausgebauten Nahverkehr gewohnt hatte, war es allerdings schon etwas schwierig die Fahrten zu planen. Vor allem den Arbeitsweg.
    Aber man gewoehnt sich an alles.
    Und auch jetzt findet man in meiner Wohnung nicht viele Dinge. Mein Keller ist so gar fast ganz leer. Der Schlitten von meinem Sohn zaehle ich mal nicht mit.

    Es ist wirklich so: Je weniger man hat um so gluecklicher ist man. Und um so mehr Zeit hat man. Liegt bestimmt an der verringerten Zeit, die man fuers Putzen brauch.

    Antworten
    • Kai 29. November 2014

      Wegwerfen im Müll ohne rein in die Kisten zu gucken: so schade für die Umwelt und andere Leuten die die Sachen eventuell benutzen können! :-(

      Antworten
  • Carina Fürhapter 20. Mai 2014

    Hallo Christoph
    Toller Beitrag.Es freut mich, dass ich Menschen sehe, die auch Minimalismus suchen so wie ich.Ich habe zwei Jungs und Kämpfe jeden Tag gegen die Überfüllung an.
    Es ist viel schwieriger nein zu sagen und diesen Weg zu gehen als einfach mit den Gesellschaftszwang mitzumachen.Aber es ist dann ein besseres Gefühl es immer wieder zu schaffen und andere zum Nachdenken zu bewegen
    Lg Carina

    Antworten
  • Tanja Heller 20. Mai 2014

    Glückwunsch, Christof. Freut mich, dass du es (ab-)geschafft hast! Zum Glück brauche ich kein Auto. Die Kinder fahren mit dem Kanu in die Stadt. :)

    Mein Ideal war immer ein freier Keller + Speicher. Und ich freu mich täglich über die Leere, wenn ich da oben Wäsche aufhänge.

    Ja, bitte macht mir Bremen schmackhaft! Ich komme!

    Antworten
  • Christof Herrmann 20. Mai 2014

    Hallo Ralf, Carina & Tanja,

    finde es toll, dass Ihr Euch auch so erfolgreich gegen die „Überfüllung“ wehrt.

    Frage mich gerade wie es kommt, dass so viele Familien mit Kindern den Kampf gegen all den Tand aufgegeben zu haben scheinen. Kinder haben doch kein Geld und Eltern sollten bestimmen können, was in die Wohnung kommt. Vermutlich tun sie gerade das nicht und sind selbst für den Konsumpf verantwortlich.

    Viele Grüße

    Christof

    Antworten
  • Felix 20. Mai 2014

    Hallo Christof,

    mal wieder ein schöner Artikel von dir – allerdings frage ich mich nach der Lektüre, warum du nicht die 5 Hemden, die du nicht gerne trägst, auch noch ausmistest ;)?

    Viele Grüße

    Felix

    Antworten
  • Ralph 21. Mai 2014

    Du bist weiter wie ich :)

    Ich hab noch ein wenig vor mir aber die Liste soll bei mir auch einmal so aussehen!

    Gruß Ralph

    Antworten
  • Helge 21. Mai 2014

    Hi Christof,

    ich verfolge deine Seite nun schon seit einiger Zeit und möchte dir einfach an dieser Stelle einfach einmal sagen: einfach toll!

    Ohne den Drang zu missionieren und ohne das (gerade dem Deutschen so innewohnende) Miesmachen machst du mit deinen Berichten und Statements einfach Lust darauf, es auch einmal auszuprobieren. Gerade deine Wandertouren und auch dein Artikel zu diesem Thema sind eine wirkliche Inspiration!

    Ich lebe seit Jahresanfang vegan und fühle mich mehr denn je aktiv „selbstwahrgenommen“! Von den 23kg, die ich abgenommen habe, ganz zu schweigen….. :-)

    Aber gerade die Art und Weise, wie du vermittelst, wie einfach man mit wenigen Dingen auskommt, ist unfassbar schön erzählt. Das macht wirklich Lust, es auch zu probieren! Seit November letzten Jahres habe ich kein Auto mehr. OK, ich gebe zu, es war Schrott und MUSSTE weg. Aber ich habe mir bis heute kein Neues zugelegt und bin so dermaßen stressfrei, was die Fortbewegung anbelangt. Ich liebe das Bahn fahren mehr denn je…! Und für die schweren Bierkisten gibt es ja die Sackkarre im Baumarkt für 20 Euronen…

    Auch ich habe einmal ca. 1500 CDs und 1000 Schallplatten besessen, alle sind verkauft. Und es fehlt mir nichts, ganz im Gegenteil. Ich habe einen guten Freund, der neben seinem (gut bezahlten) Hauptjob nebenbei alles Mögliche auf die Beine stellt, um sich CDs und Klamotten für 500 (!) Euro pro Monat (!) leisten zu können. Er steht ständig unter Strom, ich nicht… ;-)

    An dieser Stelle einfach einmal einen lieben Dank für eine Vielzahl von schönen Impulsen und mach weiter so!!

    Liebe Grüße
    Helge

    Antworten
    • Christof Herrmann 22. Mai 2014

      Hi Helge,

      herzlichen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar und das viele Lob :-) Das geht runter wie Öl! Solche Zeilen motivieren mich, weiterhin so viel Zeit in den Blog zu stecken.

      Dass Du wie ich seit Anfang des Jahres ganz auf Tierisches verzichtest, ist ein schöner Zufall. Dass Du 23 kg abgenommen hast, ist phänomenal. Ein weiteres Argument es mal mit der veganen Ernährung zu versuchen.

      Du schreibst, dass ein Freund von Dir „ständig unter Strom“ ist. Ich habe sogar das Gefühl, dass das ein gesamtgesellschaftliches Phänomen ist. Auf Dinge zu verzichten und einfacher zu leben, kann da schon helfen endlich mal abzuschalten.

      Viele Grüße aus Franken

      Christof

      Antworten
  • Anja 22. Mai 2014

    Hallo Christof,

    5.555 hört sich erst einmal viel an …

    Aber als ich Deine Zeilen so las, wurde es mir klarer, wie schnell solch eine große Zahl erreicht werden kann.

    Bei mir waren es ca. 100 CDs und bestimmt ca. 300 Bücher, die ich verschenkt (Berliner Büchertisch, bookcrossing) oder verkauft habe. Vor kurzem habe ich, bis auf einen DVD-Serien-Neuerwerb, alle meine DVDs der örtlichen Bibliothek gespendet. Die fanden das übrigens sehr toll. Bei der Kleidung habe ich ebenfalls maßgeblich reduziert, früher hatte ich beispielsweise eine Sammlung von Blusen. Heute besitze ich genau zwei. Ebenso nur zwei lange Jeans … Summiert ergibt sich auch bei mir eine sicher deutlich vierstellige Zahl und ich bin immer noch dabei weiter zu reduzieren.

    Ich besitze ebenfalls keinen Fernseher mehr, mein fast 11 Jahre altes Auto steht jedoch immer noch vor der Tür. Immer wieder bin ich am Überlegen, es loszulassen, aber irgendwie bin ich noch nicht so weit. Eins steht jedoch bereits jetzt fest: Einen Ersatz wird es im Fall der Fälle nicht geben. Für diese Aussage habe ich erst am vergangenen Wochenende sehr viel Unverständnis im Bekanntenkreis geerntet … Schön, dass hier einige, wie ich, anderer Meinung sind …

    Viele Grüße aus Berlin,
    Anja

    Antworten
    • Christof Herrmann 24. Mai 2014

      Hallo Anja,

      behalte Dein Auto erst mal, wenn Du „noch nicht so weit“ bist. Früher oder später wirst Du es abstoßen wollen.

      Ich habe nun seit bald zwei Wochen nichts mehr „vor der Tür“ stehen. Bis jetzt fehlt es mir nicht. Allerdings arbeite ich auch viel zuhause und habe wenige spontane Termine. Kann also recht gut im Voraus planen. Mal sehen, ob sich an dem positiven Gefühl etwas ändert, wenn ich nächsten Monat von Forchheim paar Kilometer weiter raus ziehe (aber mit gutem Bus- und Bahnanschluss).

      Viel Spaß beim Loslassen

      Christof

      Antworten
  • Marlene 29. Mai 2014

    Hallo Christof!
    Hut ab, die Liste ist lang. In der Großstadt und ohne Kleinkinder ist ein Auto wirklich nicht nötig. Auf dem Land ist das vielleicht schon wieder was anderes… Zu den Büchern: War das nicht langwierig alles auf ebay und booklooker zu verkaufen?
    Liebe Grüße,
    Marlene

    Antworten
    • Christof Herrmann 29. Mai 2014

      Hallo Marlene,

      ich zieh nächsten Monat aufs Land, ohne Auto ;-)

      Die Bücher, CDs und Schallplatten loszubekommen, hat tatsächlich etwas gedauert. Habe mir fast vier Jahre Zeit gelassen.

      Einfach bewusste Grüße

      Christof

      Antworten
  • Anne 1. Juni 2014

    Hallo,
    ich bin erstaunt, von was ihr euch alles trennen könnt. Ich bin da ehr der Typ Sammler. Doch jetzt ist Schluß. Alles was ich in dem letzten Jahr nicht gebraucht habe kommt weg!
    Ich glaube ich schreibe mal auf einen Block, was alles raus kommt. Ziel sind bis Jahresende
    500 Teile. So hoch wie Christof werde ich meine Ziele nicht setzen. Okay, Bücher sind davon ausgenommen, denn bei Bookcrossing gehen immer viele Bücher auf Reisen, aber ebensoviele finden den Weg zu mir!
    Also bis 31.12.14 500 Teile entrümpeln, verkaufen oder verschenken. Also mehr als 2 Teile pro Tag. Erinnert mich am Jahresende daran, euch mitzuteilen wie viele es waren!

    Antworten
    • Christof Herrmann 2. Juni 2014

      Hallo Anne,

      viel Spaß beim Loslassen. Das mit den 500 Teilen schaffst Du locker! Berichte doch mal am Jahresende, ob Du es geschafft hast und wie Du Dich dabei fühlst.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Christine 15. Juni 2014

    Vor drei Jahren habe ich wirklich mit dem Ausmisten begonnen und mich von gut zwei Drittel meines Besitzes getrennt. Los ging es mit überflüssiger Bettwäsche, Bettdecken, Kopfkissen, alter Kleidung, einem Geschirr für 8 Personen, einem fünftürigen Kleiderschrank, jede Menge Bücher, Spiele, DVDs, CDs, Vorratsdosen, Pinsel, Schraubenzieher, Deko-Artikeln, Bilderrahmen, Töpfen, Pfannen, Einzelgläsern, Kerzen, Wolle und Vasen. Richtig leer war das gemietete Haus leider erst nach dem Umzug. Aber es war unglaublich befreiend, nicht mehr so viel in die neue Wohnung hineinschleppen zu müssen. Nach wie vor finden mehr Dinge ihren Weg aus meiner Wohnung als in sie hinein.

    Antworten
  • Kate Dunning 17. Juni 2014

    Sehr anregend, ermutigend und befreiend, Christof, bekomme immer Aufschwung, wenn ich Deinen Blog und die Kommentare dazu lese..gratuliere zu Deinem Autoverkauf. Sehne mich selbst nach einer Zukunft ohne Auto o zumindest reduziertem Autoeinsatz..
    Alternativ : zu Fuß, per Rad/ E-bike oder mit Bus & Bahn..
    bei all den erfolgreichen Ausmistern u Loslassenden dachte ich, warum bin ich nicht weiter in meinem Bestreben mein gesammeltes Gut /Habe /Hausinventar zu reduzieren ? Es ist, wie jemand richtig sagte, ein gesamtgesellsch Problem auf Dinge, die im Schnitt alle haben ( Auto z B ) ganz zu verzichten.. das bedeutet auch auf Kontakte und soziokulturelles Leben zu verzichten..
    Sortiere schon seit Jahren aus – brauchbare schöne Möbel gehen an Freunde aus dem Tauschkreis – ich erwerbe fast nichts neues, selbst Computer & Zubehör ist alles gebraucht..neulich wurde der PC beim RepairCafe in Schleswig zum Null-tarif repariert !
    warum kann ich aber meine Masse an CDs z B nicht abgeben ? 1. Antwort : weil ich emotional an vielen hänge ! weil sie mit schönen Erinnerungen verbunden sind : an Konzerte, Musikfestivals, Musiker, die ich persönlich kennengelernt habe, und die sie manchmal signiert haben.. zweite Antwort : weil ich den Anschluß suche ! Das war das Stichwort :
    Bus- u Bahnanschluß. Hier in dieser Kleinstsiedlung außerhalb des Dorfes haben wir am Ende der Straße eine Buslinie, die zweimal täglich nach Flensburg fährt. Ich mußte aber jahrelang um 7.40 an der Schule sein.. die Bahn/Bhf ( SL-Flensburg-Kiel ) ist 20 km von hier. Es ist in Schleswig Holstein – immer noch ein Flächenland – ein reines Priveleg ohne Auto leben u arbeiten zu können..alle in unserer kleinen Straße ( Familien & Paare ) haben ein Auto, manche zwei.. Schleswig-Holstein hat in mehr als nur einer Hinsicht den Anschluß verpasst/ verloren.. ÖPNV ein totale Katastrophe ! die Lösung besteht eigentlich nur im Carsharing – und das machen wir schon in unserm Tauschkreis, aber in der Straße, in der ich lebe, ist es unüblich – wir leben alle unterschiedliche Rhythmen..seufz. Ich will/werde mein Häuschen verkaufen, so ich es kann und in eine andere Art von Nachbarschaft ziehen – mit mehr gemeinschaftlichen Ansatz .. Danke, dennoch, Christof für die Anregungen..

    Antworten
    • Christof Herrmann 21. Juni 2014

      Kann man wirklich emotional an CDs hängen? An Schallplatten vielleicht, aber an CDs ;-)? Ich vermisse sie nicht, auch nicht die, die ich geschenkt bekomme habe oder die ich nach Konzerten von Interpreten signiert haben lasse. Die Erinnerung verliere ich deswegen ja nicht. Und die Musik steht mir noch immer zur Verfügung, sei es im Stream vom Laptop oder aus dem Netz (beide mittlerweile in CD-Qualität möglich).

      Antworten
  • Karsten Los 23. Juni 2014

    Super dein Blog! Bin mal gespannt wie es weiter geht!

    Antworten
  • Carsten 26. Juni 2014

    Hi Christof,

    ein super Blog mit sehr guten, reifen, vielfach bekannten, oft nie durchgezogenen, aber auf alle Fälle immer ansteckenden Ideen! Bin hierher über den Hinweis zu Deiner Welt-Radreise auf der Webseite von Ulligunde gekommen, vermisse aber gerade diese. Hast Du die schon irgendwie digital-medial mit Text/Bild/Video verwurstet/verbloggt, damit andere Reiseradler/Interessenten wie ich, darin blättern, stöbern, staunen können?

    Ganz andere Frage am Rand, die mich beschäftigt: Wie kommt Mann überhaupt erst dazu, sich so eine riesige Sammlung an Schallplatten/CD zuzulegen, um dann später zu erkennen, dass sie völlig entbehrlich ist? Das analoge Musiksammelvirus ist Gott sei Dank an mir spurlos vorübergegangen… ;)

    Viele Grüße

    Carsten

    Antworten
    • Christof Herrmann 27. Juni 2014

      Hallo Carsten,

      besten Dank für das Lob!

      Die Radweltreise war bisher hier kein Hauptthema. Das heißt aber nicht, dass ich gar nicht darüber geschrieben habe: Der selbstlose Junge in Laos, Der Tag, an dem ich tötete und Wie ich auf Reisen den Minimalismus schätzen lernte.

      Deine Frage zu meiner ehemaligen Musiksammlung verstehe ich nicht ganz. Ich habe die ja ab Mitte der 1980er Jahre aufgebaut, zu einer Zeit also, als Begriffe wie Internet, Streaming oder Lossless noch völlig unbekannt waren.

      Einfach bewusste Grüße

      Christof

      Antworten
      • Zvika Mark 4. Juni 2015

        Hi Cristof meine Deutsche gramatic is nicht die beste aber diese Artikel gefhält mir. ich habe in den Jahr 2003 von alles getränt ,und wanderte in die Welt mit 2 koffer und ein Rucsack.ich meine das war mein ganzen besitz. wenn man imigriert und man weiss nicht who schläft man Morgen, dan muss man alles in 2 Koffer einpacken.ich bin ein Musiker und Presonal Trainer ich habe ein Konzept entwicklt fitness zu absolvieren ohne den Fitness Studio zu besuchen.
        als Musiker habe ich ein Problem mein Schlagzeug zu transportieren ohne Auto.
        zur Zeit habe ich kein Auto , und probiere einfach zu leben.
        das konzept past mir sehr gut, weill ich war sehr mobile in die letzten 12 jahre und habe viel erläbt. natürlich sind Manche die werden sagen das Sie besitzen einen schönen Auto und andere dinge, aber was ist mit der Lebens Qualität?
        einfaches Leben ist ein Gesundes leben das Kann ich sagen als Personal Trainer und Mental Coach ,ich habe in Israel, Holand ,England ,und America gelebt.
        ich habe genossen das alles zu lessen. entchuldigung für die Deutsche rechtschreibung, ich bin in Deutschland nich so lange. aber meine Mutter kamm aus Dessau.
        ich wolte gerne wissen ob yemand hat eine Idea wie kann ich ein Schlagzeug transportieren ohne Auto.

        mvg Zvika

        Antworten
        • Mark 4. Juni 2015

          Hallo Zvika,
          es kommt natürlich auf die Entfernung an aber ich denke dass man ein Schlagzeug auch gut mit einem Fahrradanhänger oder Lastfahrrad transportieren kann. Wenn du mehr Zeit als Geld hast kannst du die einen Fahrradanhänger auch selber bauen.
          Gruß,
          Mark

        • Christof Herrmann 4. Juni 2015

          Hallo Zvika,

          klingt nach einem spannenden und umtriebigen Leben! Welche Art von Musik machst Du denn?

          Ich hatte spontan die gleiche Idee wie Mark. Mit einem Lastenfahrrad kann man erstaunlich sperrige Dinge transportieren. Mein Wanderfreund Johann verwendet eines für seine Kurierfahrten. Schau Dir mal die Bilder an. Kannst ihm auch mailen.

          Viel Erfolg

          Christof

        • Johann 7. Juni 2015

          Hallo Zvika,

          es gibt ganz viele unterschiedliche Lastenräder mit denen man sicherlich auch ein Schlagzeug transportieren kann. Trotzdem würde ich dir einen Anhänger empfehlen, den kannst du so groß bauen, dass dein Schlagzeug gut Platz hat. Es gibt aber auch große Lastenräder.

          Viele Grüße Johann

  • Birthe Schmidt 29. Juni 2014

    Hallo Christof,

    herzlichen Dank für Deinen großartigen Blog und diesen inspirierenden Artikel. Bei Fernseher und Auto (bis auf gelegentliches Carsharing) bin ich schon dabei bzw. seit Jahren ohne. Für Kleidung, CDs und Bücher fühle ich mich durch Deinen Artikel zusätzlich ermutigt, auszusortieren.

    Freudige und (weitgehend) nachhaltige Grüße,
    Birthe

    Antworten
    • Christof Herrmann 29. Juni 2014

      Hallo Birthe,

      herzlichen Dank für das Lob :-)

      Viel Spaß und Erfolg beim Aussortieren von Kleidung, CDs und Bücher. Kannst ja mal berichten, wie Du Dich dabei fühlst.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Dieter 2. Juli 2014

    Habe mich in den letzten Tagen von 350 Schallplatten getrennt. Gab noch 70€ in einem Plattenladen. Verkaufen konnte ich außerdem noch ein Fahrrad ( ich brauch nur eins ) und ein Laptop. Außerdem gingen 3 Säcke mit Kleidung und 4 Kartons mit Töpfen, Geschirr, Gläsern u.s.w., sowie über 200 Bücher ins Sozialkaufhaus. Schränke und einige Regale warten auf den Sperrmüll. Jetzt suche ich nur noch einen Abnehmer für 2500 Bierdeckel. Aber irgendwie leer, ist meine Wohnung immer noch nicht.

    Antworten
    • Christof Herrmann 4. Juli 2014

      Glückwunsch, Dieter. Sobald die Möbel auf dem Sperrmüll, solltest Deine Wohnung leerer ausschauen. Miste einfach noch eine Runde aus, wenn Du Dich noch nicht wohl fühlst.

      Ich hatte auch mal eine Bierdeckelsammlung (Schwerpunkt war natürlich die Fränkische Schweiz). Bei eBay & Co. bekommt man dafür praktisch nichts mehr. Habe sie deswegen einem Sammler im Bekanntenkreis geschenkt, der sich darüber gefreut hat. Alternativ ab in die Papiertonne ;-)

      Antworten
  • Karin 9. September 2014

    Hallo Christoff, durch einen Zufall bin ich auf Deinem Blog gelandet. Ich bin 74 Jahre alt und nehme mir das Ausmisten seit ca. 5 Jahren intensiv vor. Bis heute habe ich es noch nicht geschafft, Dinge weg zu tun, die mich sporadisch in meinem Leben begleitet haben. Durch die Beitrage im Blog hat es heute bei mir click gemacht. Es ist 0,05 Uhr und ich habe schon mindestens 20 Bücher in eine Kiste gepackt.
    Ich mache weiter,,,,,,,,,, und werde berichten.
    Danke an Euch alle, für die Veröffentlichung Eurer Erfahrungen.

    Antworten
    • Christof Herrmann 9. September 2014

      Hallo Karin,

      willkommen auf Einfach bewusst und viel Spaß beim Stöbern!

      In 5 Minuten „mindestens 20 Bücher in eine Kiste“ packen, ist schon mal ein guter Anfang ;-) Spendest Du sie?

      ChristoF

      Antworten
      • Karin 9. September 2014

        Das habe ich vor. In unserer Gegend gibt es eine öffentliche Stelle (vor Unwetter geschütztes Regal in einer Fußgängerzone) aus dem sich die Leute die Bücher aussuchen können. Finde ich sehr gut. Ich bin der Meinung, dass alles, was man selbst nicht braucht und nicht mehr haben will, nicht verkaufen sollte. Nur Dinge, an denen das Herz hängt. Das habe ich meinen Kindern (beim Spielzeug) beigebracht und ich sollte es auch im Alter so handhaben.
        Toller Blog, weiter so.
        Karin

        Antworten
  • Dieter 20. September 2014

    Habe gestern mein Auto verkauft und mich bei CarSharing in Rheinland Pfalz angemeldet. Außerdem habe ich mir eine Jahreskarte für den öffentlichen Verkehr zugelegt.

    Antworten
    • Christof Herrmann 21. September 2014

      Alles an einem Tag, Dieter? Glückwunsch!

      Antworten
      • Dieter 21. September 2014

        CarSharing und Auto verkauft innerhalb von 24 Stunden, die Jahreskarte habe ich seit ein paar Wochen.

        Gruß Dieter

        Antworten
  • Martina Kaumanns 28. September 2014

    Das Thema Minimalismus beschäftigt mich sehr und einiges bekomme ich schon ganz gut umgesetzt, aber zwei Dinge gehen so gar nicht. Der erste sind meine Bücher, es fällt mir so schwer mich von ihnen zu trennen. Ein paar gebe ich immer mal wieder weg und ich leihe mir auch einige aus, aber ich mag auch einfach schöne Bücher und ein neues Buch zu kaufen bereitet mir im Gegensatz zu anderen Käufen ein wirkliches Glücksgefühl. In schwierigen Lebensituationen war es immer das Lesen das mir geholfen hat (neben Spazierengehen und Radfahren). Meine Bücherwände sind mein bisschen der Schutz zur Außenwelt.
    Das zweite ist mein Auto. Ich wohne etwas außerhalb und versuche darauf zu verzichten sind kläglich gescheitert. Habe dieses Jahr versucht mit Rad und Bahn zu Arbeit zu pendeln. Mit 1h 40 Minuten bis teilweise 2 h pro Strecke blieb nicht viel Freizeit übrig. Hätte ich vielleicht aber den Sommer über noch durchgezogen, da hab ich mir eine Knochenhautentzündung am Steißbein geholt. Jetzt ist es mit Radfahren erstmal vorbei, bin total frustriert, weil ich jetzt fast überall hin mit dem Auto fahren muss. Hätte ich mehr Geld, würde ich mir trotzdem eine Monatskarte kaufen, aber beides geht nicht.
    Aber ich find es wichtig, das eigene Konsumverhalten immer wieder zu überprüfen und den Dingen eine gewisse Wertschätzung zu geben.

    Und den gibt es ja zum Glück noch interessante Menschen wie dich die einen inspirieren! Vielen Dank dafür.

    Antworten
    • Christof Herrmann 28. September 2014

      Es spricht nichts dagegen, Deine Bücher zu behalten, so lange sie Dir Freude bereiten und Dich nicht erdrücken! Minimalismus bedeutet nicht, nichts zu haben, sondern keinen Ballast zu haben.

      Die Auto-Sache würde ich entspannt sehen. Ohne gehts bei Dir halt im Moment nicht. Reduziere die Fahrten einfach soweit möglich. Irgendwann hat sich Deine Lebenssituation vielleicht so geändert, dass Du die Kiste loswerden kannst.

      EBG

      Christof

      Antworten
  • Mark Kessler 29. September 2014

    Ich habe die ersten 40 Jahre meines Lebens kein Auto benutzt aber jetzt wo in in einer Kleinstadt lebe hilft es doch schon sehr. Abgesehen davon bin ich gerade auch am Ausmisten und werde die eine oder andere Anregung aufnehmen. Ich möchte mein Leben auch vereinfach weil es einfach zu viele Dinge gibt um die ich mich kümmern muss. Mit Job und zwei Kleinkindern bleibt wenig Platz dafür einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Für mich gehört auch dazu, alle meine Ausgaben durchzugehen und überflüssige zu streichen. Z.b. Fitnessclub oder die teure Privatkrankenkassen-Zusatzversicherung. Mal sehn was ich noch finde, ich habe noch gar nicht richtig angefangen. Vielleicht schreibe ich mal hier von meinen Erfolgen.

    Antworten
    • Christof Herrmann 3. Oktober 2014

      Hallo Mark,

      mit Kindern macht es wohl doppelt Sinn, minimalistischer zu leben. Sonst bleibt gar keine Zeit mehr für sich selbst und wie Du schreibst „einfach mal die Seele baumeln lassen“.

      Die Finanzen durchzuschauen, ist eine gute Möglichkeit herauszufinden, wo all die Zeit hingeht. Denn für jeden Konsum und jede Ausgabe muss man Zeit opfern, sei es für das Einkaufen selbst oder fürs Geld verdienen. Ich habe recht lange Haushaltsbuch geführt, akribisch jede Ausgabe notiert. So kann man herausfinden, wo überhaupt all das Geld (und all die Zeit) hinfließt, und kann man entsprechend handeln. Abos habe ich zum Beispiel mittlerweile gar keine mehr. Wenn mich doch mal ein Heft oder Zeitung interessiert, kaufe ich sie am Kiosk oder leihe sie mir in der Bücherei aus.

      Bin gespannt auf den Bericht über Deine Erfolge! Mit Babyschritten anstelle Kängurusprüngen kommt man langsam aber meist sicherer ans Ziel.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Timo 30. September 2014

    Hallo Zusammen,

    Christof, ich habe die letzten beiden Tage, nachdem ich bei dir reingelesen habe, mir jeweils eine Schublade vorgenommen. „Raus“ kamen eine Menge Altpapier (Zeitschriften mit Themen, die ich immer mal lesen wollte, ein kostenloses Kicker-Probeabo, weil mich Fußball mega interessiert, etc.) und viel Zeugs was ich schon vergessen hatte. Wenn ich die Schublade öffne, schlägt mein Herz nun höher!

    Durch das kostenlose Kicker-Abo habe ich festgestellt, was für einen tollen Job die Leute von den Sportnachrichten im Netz machen, die ich via App täglich „mal eben“ auf dem Smartphone (kostenlos) lesen kann. Wann und wo ich will.nohne mich zu ärgern, dass ich meine Zeitschrift zu Hause vergessen habe.

    Ich fühle mich richtig komisch, wenn ich deinen Bericht und eure Kommentare hier lese: Wir (drei) besitzen 2 Autos, 1 Fernseher, einen riesengroßen Kleiderschrank und ärgern uns (fast täglich) darüber, dass wir in der Küche mehr Stauraum benötigen.

    Ich benötige mein Auto beruflich, arbeite im Außendienst, meine Frau fährt mit unserem Sohn mal einkaufen, mal ihre Eltern besuchen oder zum PEKIP oder Babyschwimmen. Abgesehen vom Einkaufen (das machen wir mittlerweile häufiger zu Fuß) ist alles nicht mit Bus erreichbar.
    EDIT: Als ich diese Zeilen schrieb, dachte ich mir, guckst du nochmal nach… Alle gängigen Wege die ich oben geschrieben habe, wären mit dem Bus bzw. der Bahn erreichbar!

    Ich fange an, mit Schubladen, Kisten und Schränken. Trenne mich von Dingen, Erinnerungen die mich tatsächlich mehr belasten als bringen.

    Aber was ist mit den Finanzen?
    Ich habe eine Familie. Mir ist Sicherheit sehr wichtig. Irgendwo in deinem Blog habe ich gelesen, „ich habe gerade meine letzte Versicherung gekündigt“. Das ist für mich unvorstellbar!? Ich beschäftige mich seit ein paar Jahren mit Handy- und Stromverträgen etc. und das ist überhaupt kein Problem, was nachhaltiges und preiswertes zu finden. Aber (teure) Krankenzusatzversicherungen, Sach- und Unfallpolicen, ganz zu schweigen von Altersvorsorge etc., kann ich das verantworten?

    Hier habe ich wirklich Bedenken und freue mich auf eure Ansichten und Erfahrungen.

    In einem bin ich (glaube ich) seit einiger Zeit sehr gut: wir besitzen lediglich noch 2+1 Ordner mit Papierkram. Arbeitsverträge, die Fortbildungen meiner Frau und Quittungen von Anschaffungen (omg) wo es noch Garantie drauf gibt. +1 für den Schriftverkehr mit meinem Rechtsanwalt (aus meinem „alten“ Leben). Der Rest ist und wird digitalisiert. Versicherungen, Gehaltsabrechnungen usw., das tut richtig gut.

    Ich habe neulich im Buch „Glück schlägt Geld“ gelesen, „wir wollen nutzen, nicht besitzen“. Wir, damit war in diesem Buch die „Generation Y“ (1980-1995 Geborene) gemeint. Sicherlich trifft das aber heute nicht „nur“ auf „uns“ zu…

    Gruß
    Timo

    Antworten
    • Timo 30. September 2014

      Was ich vergessen habe: ich lebe seit Mitte Mai vegetarisch und es ist der erste Schritt in eine bessere Welt.

      Ich weiß nicht ob es hier der richtige Ort ist, aber: hat jemand von euch das Buch „Magic Cleaning“ und will es abgeben, tauschen oder verkaufen?

      Antworten
    • Christof Herrmann 3. Oktober 2014

      Hallo Timo,

      schön, dass Du Dich auch gerade aufmachst, einfacher und bewusster zu leben :-)

      Wie Du im Kleinen, also mit Schubladen und Kisten anzufangen, ist sicher der beste Einstieg. So erzielt man schnell erste Erfolge und spürt die Befreiung. Ich kann auch empfehlen, etwas Sichtbares – vielleicht ein Regal oder die Garderobe – auszumisten. Das dauert oft nicht lange und motiviert weiterzumachen, da man es ständig vor Augen hat.

      Noch kurz etwas zu den Versicherungen: Ich habe sicher nicht geschrieben „ich habe gerade meine letzte Versicherung gekündigt“. Echte Lebensrisiken sollte man absichern. Welche das sind, ist bisschen abhängig von der Lebenssituation, vom Beruf, Familienstand und Besitz. Ich besitze eine Krankenversicherung sowie zusammen mit Stephi einen Haftpflicht- und eine Hausratsversicherung. Basta.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Timo 3. Oktober 2014

    Hi Christof,

    ich meinte auch nicht, dass du das geschrieben hast, sondern dass es irgendwo auf deinem Blog zu lesen war (glaube in den Kommentaren), ist aber auch nicht so wichtig, meine Frage über eure (deine) Erfahrungen hast du ja beantwortet.

    Habe auch bereits überprüft und im ersten Schritt ein paar Dinge verändert. Beispielsweise auch „alte“ Mitgliedschaften in Vereinen…

    Antworten
  • Alex 11. Dezember 2014

    Hi Christof,

    Ich bin gerade durch Zufall auf deinen Blog und diesen Artikel gestoßen. Eine tolle Seite hast Du hier aufgebaut!

    Ich lebe seit 3 Jahren Studiums-,Berufs- und Beziehungsbedingt immer auf dem Sprung und kann mein komplettes Hab und Gut bei jedem Umzug problemlos komplett in einem Kombi verstauen (der übrigens nicht mir gehört ;)). Was für viele mit Sicherheit unvorstellbar ist, gibt mir sehr viel Freiheit und Zufriedenheit. Ich lebe nach dem Motto: Zuviel Besitz belastet.

    Aber auf meine Spiegelreflexkamera konnte auch auf meinem Weg über den Traumpfad von München nach Venedig nicht verzichten. Ich hatte sie an dem Hüftgurt meines Rucksacks befestigt und fühlt mich nie gestört dadurch. Sie ist ein Luxus den ich mir auch weiterhin gönnen werde ;)

    Nochmals schöne Webseite, weiter so!

    Viele Grüße
    Alex

    Antworten
    • Christof Herrmann 12. Dezember 2014

      Hallo Alex,

      willkommen auf Einfach bewusst und vielen Dank für Dein Lob :-)

      Wenn das Fotografieren Deine Leidenschaft ist, spricht ja nichts dagegen, dass Du weiterhin Deine DSLR mit Dir herumträgst (fast hätte ich herumschleppst geschrieben ;-)). Minimalistisch zu leben bedeutet ja nicht, mit nichts zu leben. Nur das Unnötige und Belastende sollte man losbekommen.

      Mir reicht eine hochwertige Knipse, auch für meine Wanderbücher und die Artikel für diverse Magazine. Die Redakteure und Lektoren wundern sich immer über die gute Qualität meiner Bilder. Nicht die Kamera, sondern der Fotograf macht die Bilder! DSLRs haben natürlich trotzdem auch im Amateurbereich ihre Daseinsberechtigung. Man kann damit einfach noch etwas mehr aus einem Motiv herausholen.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Jessy 14. Dezember 2014

    Meine Form des Minimalismus kam so nach und nach. Zuerst Trennung, dann Umzug in kleine(re) Wohnung: 30 qm sind urgemütlich und v.a. günstig. Gar nicht erst wieder angeschafft wurden Waschmaschine, Trockner, Handy, Geschirrspüler, Fernseher und Radio. Ein feststehender PC langt allemale, ständig erreichbar muss man eh nicht sein und Smartphones bzw. Handys waren mir seit jeher unsympathisch. Ein altes (35 Jahre) Sofa dient auch als Schlafstätte, Büher gerne, jedoch nur solche, die wirklich gefallen und auch auf Dauer einen Mehrwert bieten. CDs, DVDs, längst überholte papierne Unterlagen alle weg. Krimskrams aus Küche, Keller und ehemaligen Schränken alle weg! Zulezt ist mir auf einem Weihnachtsmarkt aufgefallen, was für einen Nonsens die Leut´eigentlich alles konsumieren sollen, um ihn sich in die Bude zu stellen.

    Antworten
  • RR 30. Dezember 2014

    Hallo
    ich habe mal gestöbert u. finde die Anregungen toll. Muss sagen wir leben auch ohne Smartphone, nur 1 Auto, kein Laptop etc….BÜcher holen wir in der Bücherei, kostet nix u. ich brauch kaum Platz u. kann dennoch ständig was neues lesen.

    Was ich besonders gut finde, ist die Idee mit den 10 Sachen am Tag ausmisten, das nehme ich mir fürs neue Jahr vor!

    Allerdings finde ich es immer doof, dass über einen die Nase gerümpft wird, wenn man z. B. sagt, man besitzt nur 6-8 Pullis, 5 Hosen, 3 Jacken u. für den Junior (10) macht man es genauso, Kinderkleider zum „Räubern“ werden geflickt u. weitergetragen…. Mal ehrlich ich brauche nur so viel, dass ich immer noch was frisches im Schrank habe, wenn die Waschmaschine gefüllt ist. Trocken ist es innerhalb von 1 Tag auf der Leine…. Gerade Kinderkleidung ist schnell verwachsen u. so rentiert sie sich wenigstens, da mind. 1-2 x die Woche getragen…. In Urlaub fahre ich mit 2 Pullis u. 2 T-Shirts u. wasche jeden Abend was dreckig o. verschwitzt ist…. ich habe nie viel zu tun wenn wir wieder zurück kommen……

    Viele Grüße
    RR

    Antworten
  • Christof Herrmann 2. Januar 2015

    @Jessy
    Gehst Du in den Waschsalon oder wäschst Du per Hand?

    @RR
    Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass oft nicht verstanden wird, wenn ich erzähle, dass ich mich von vielen Dingen getrennt habe und den Konsum stark eingeschränkt habe. Wenn ich dann aber erkläre, warum ich das mache und was ich davon habe (mehr Geld, mehr Zeit, mehr Freiheit, mein Fokus, mehr Nachhaltigkeit, weniger putzen, weniger arbeiten etc.), werde die meisten hellhörig.

    Antworten
  • Melanie 16. Januar 2015

    Hallo Christof,

    Ich habe dein Blog gefund als ich wollte ein Paar Zitaten suchen für Weihnachtskärte.
    Ich bin dass grösste Fan von Minimalismus. Zeit ich ein Sabbatjahr bei meinen Eltern gemacht habe, habe alles weg getan. Ich habe nur Paar Kleidern und Bücher.
    Ich bin jetzt auf den Weg auch ein Blog zu machen und habe keine idee. Ich habe das Buch „4 hour work week“ gekauft. Jetzt muss ich arbeiten und nicht mehr lessen. „Learning by doing“ nicht? Was war für dich dass schwerste los zu lassen? Und wie hast du mit dein Blog angefangen?
    Grüsse Melanie

    Antworten
    • Christof Herrmann 17. Januar 2015

      Hallo Melanie,

      willkommen auf Einfach bewusst!

      Wenn Du zuvor noch nie gebloggt hast, würde ich an Deiner Stelle mit einem kostenlosen, bei wordpress.com gehosteten Blog anfangen. Deine Adresse lautet dann z. B. melaniebloggtnunauch.wordpress.com. Die Einrichtung ist einfach und Programmierkenntnisse werden nicht benötigt. Sofern Du weißt, worüber Du schreiben möchtest, kannst Du in einer Stunde loslegen. Wenn es Dir Spaß macht und Du mehr aus Deinem Blog herausholen möchtest, kannst Du irgendwann auf eine eigene Wordpress-Installation umsteigen. Deine URL lautet dann z. B. melaniebloggtnunauch.de

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Melanie 17. Januar 2015

    Morgen Christof,

    Danke, Danke und Danke!!!
    Ich lege los!
    Ciao,

    Mel

    Antworten
  • Katharina 16. Februar 2015

    Hallo Christof,

    in den letzten Tagen habe ich viel auf deinem Blog gelesen und deine Gedanken haben mich inspiriert!
    Nachdem ich nach dem Umzug mit Erschrecken gesehen habe, wie viele Bücher und Hefte sich in meinem Arbeitszimmer angesammelt haben (ich bin Lehrerin), hat es mich heute gepackt! Ich habe 90 Prozent aller Bücher aussortiert – zum Verschenken oder zum Verkaufen. Die Kisten sind inzwischen gepackt! Ich bin wirklich sehr stolz auf mich und fühle mich wirklich erleichtert.
    Mein Vorsatz: Kein Unterrichtsmaterial mehr horten, sondern mit dem bewährten arbeiten.
    In allen anderen Lebensbereichen miste ich regelmäßig aus, aber beim Schulkram komischer Weise ist. Seltsam, seltsam….
    Demnächst geht es einpaar Kisten im Keller an den Kragen, mit Material von Fächern die ich aktuell und in absehbarer Zeit nicht mehr unterrichten werde. ;-)

    Sonnige Grüße
    Katharina

    Antworten
    • Christof Herrmann 16. Februar 2015

      Hallo Katharina,

      wie erfreulich, dass Dich meine Gedanken inspiriert haben!

      Du hast alles richtig gemacht, da Du Dich nach dem rigorosen Aussortieren – 90 % aller Bücher darf man ruhig rigoros nennen – erleichtert fühlst.

      Die Kunst kommt eigentlich erst jetzt: Nicht wieder mit dem Nachkaufen, Horten und Vollrümpeln anfangen. Das fiel mir früher schwer und tut es anderen ebenfalls (Dir vielleicht auch, wenn ich Deinen Satz „in allen anderen Lebensbereichen miste ich regelmäßig aus“ richtig interpretiere). Ich muss dringend zu diesem Thema etwas schreiben und habe schon ein paar Fragmente notiert.

      Viele Grüße aus dem heute mal wieder sonnigen Franken

      Christof

      Antworten
  • Peter 14. März 2015

    Inspiriert von einigen Minimalisten und nicht zuletzt von deinem Blog, habe ich mir nun auch vorgenommen zu Entrümpeln, da ich der Meinung bin, ich habe zu viel. Ich habe mir vorgenommen auf 222 Dinge zu reduzieren (auch wenn die Zahl willkürlich erscheint, steckt tatsächlich Überlegung dahinter, nämlich etwa so: „2 technische Geräte (Handy und Notebook), 20 Dinge im Badezimmer, 50 persönliche Gegenstände, 50 Gegenstände für das Studium etc.“. Zunächst habe ich mich aber an die Inventur gemacht. Ich habe Listen angelegt, für jede dieser Kategorien. Und dann habe ich jeden Gegenstand einzeln aufgeführt. Jeder Kugelschreiber, jedes paar Socken, jedes Buch zählt als ein Gegenstand. Lediglich Lebensmittel, Blöcke, Unterlagen für die Steuern etc. zählte ich nicht mit. Ergebnis: ich habe mein Ziel bereits erreicht und besitze aktuell 199 Gegenstände.

    Zwar habe ich dennoch das Gefühl, zu viel zu besitzen, fühle mich eingeengt, aber ich bin mir nicht sicher, ob es sinnvoll ist, weiter zu reduzieren. Bis zu welchem Punkt ist Reduktion sinnvoll und ab wann geht es zu weit? Wie kommt das Gefühl des „zu viel“ zustande, wenn man gemessen am Durchschnitt sehr wenig besitzt? Kann man es übertreiben oder sollte man so lange weitermachen, bis sich das Gefühl einstellt einfach „genug“ zu haben?

    Ich bin gerade hin- und hergerissen und erhoffe mir hier Rat von anderen Minimalisten. Ihr kennt ja sicher alle das Gefühl, zu viel Besitz zu haben, aber gibt es für euch Grenzen?

    Antworten
    • Christof Herrmann 17. März 2015

      Hallo Peter,

      ich schätze, dass ich noch 1.000 bis 1.500 Gegenstände besitze. Das ist deutlich weniger als die durchschnittlichen 10.000. Auch wenn ich weiter reduziere, werde ich wohl nie wie Du auf 199 Gegenstände kommen.

      Ob Du noch weiter reduzieren musst oder willst, kannst nur Du selbst entscheiden. Ich behaupte einfach mal, dass Dein Gefühl des „zu viel“ einen anderen Ursprung hat, denn 199 Gegenstände sind ja wirklich überschaubar. Da wird kaum Ballast dabei sein. Ich würde versuchen, diesen Ursprung aufzuspüren.

      Mir ist v. a. wichtig, dass ich nur Dinge besitze, die ich wirklich benötige bzw. die mein Leben bereichern und erleichtern. Im Einzelfall wäge ich zwischen Ballast und Nutzen ab. Brauche ich den Toaster wirklich, auch wenn ich ihn nur alle drei Monate verwende? Im Zweifel behalte ich den Gegenstand. Wenn er dann irgendwann kaputt geht, kaufe ich keinen Ersatz nach und stelle oft fest, dass mir nichts fehlt.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Nadine 17. März 2015

    Hallo Christof,
    vor kurzem bin ich auf deinen Blog aufmerksam geworden. Wie sich herausstelllte war mein Freund unbewusst minimalistisch veranlagt – er hat (mal abgesehen von seinen Büchern) einfach wenige Sachen besessen ohne sich einen Kopf zu machen warum. Als ich dann über die minimalistische Lebenseinstellung gestolpert bin und ihm verschiedene Posts gezeigt habe, hat er sich direkt damit identifizieren können. Ich selbst nutze mittlerweile jede Gelegenheit, die sich mir bietet um bei meinen Sachen ebenfalls zu reduzieren. Als wir neulich unseren Küchenfußboden verlegt haben, mussten wir die Küche abbauen und hierbei flog schon die Hälfte an Küchenzubehör raus, das wir so oder so nicht genutzt haben. Unser Auto hatten wir schon vor einem Jahr verkauft und uns zum Bücherlesen ein Lesegerät angeschafft, da unsere Bibliothek leider nicht sehr viele Bücher auf englisch zum Ausleihen hat. Unsere vorhandenen Bücher (von 19 Regalmeter bereits auf 16 reduziert / verkauft) verkaufen wir derzeit. Obwohl ich abends meistens mit dem Bücherverpacken beschäftigt bin und mein Freund die Hausarbeit (kochen usw.) übernommen hat, verbringen wir jetzt schon mehr Zeit miteinander. Absolut begeistert war ich nach unserer Küchenaktion, früher hatten wir sehr viel draußen herumstehen, das nun endlich alles in den Schränken untergebracht werden kann. Die Hausarbeit war noch nie so schnell erledigt :-) Unser 3. Zimmer (das zukünftige Kinderzimmer) war bisher immer vollgestellt, wir haben es komplett entrümpelt und sogar einige Schränke so leer bekommen, dass wir diese verkaufen konnten. Ich freue mich jetzt schon darauf, wenn endlich alles fertig und weg ist, wobei das natürlich noch dauern wird. Ich möchte mich dann wieder meinen Japanischbüchern widmen, denn unser größter Wunsch ist es in 2 Jahren nach Japan zu reisen.
    Sehr oft lese ich, dass kleine Wohnungen billiger sind und viele auch deswegen umziehen. Wir haben eine mittelgroße Wohnung (ca. 80qm-3 Zi) und zahlen genauso viel wie im Nachbarhaus für 40 qm. Natürlich haben wir geringfügig mehr Nebenkosten, aber trotzdem würde ich nie in eine kleinere Wohnung umziehen wollen.

    LG Nadine

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    • Christof Herrmann 19. März 2015

      Hallo Nadine,

      wir werden alle als Minimalisten geboren! Was braucht ein Säugling schon, um glücklich zu sein? Wärme, Nahrung, Geborgenheit! Erst nach und nach verlernen wir diese Gabe. Umso schöner, wenn man wie Ihr beide wieder etwas davon zurückgewinnt.

      Viele Grüße

      Christof

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  • Andrea 3. Juni 2015

    Hallo Chhristof,
    auf Deine Seite bin ich gestolpert weil ich demnächst eine Hüttenwanderung machen möchte und als Veganerin selbst auf solchen Von-Hotel-zu-Hotel-Wanderungen mit Gepäcktransfer (wie uncool …) mehrere Kilos Verpflegung im Koffer habe und davon nur das für den Tag benötigte tragen muss. Dazu habe ich leider noch gar nichts gefunden (und ich lese schon seit Stunden).
    Aber auch der Minimalismus interessiert mich sehr. Meine Wohnung habe ich zwar noch nie mit Tinnef vollgestellt aber im Laufe der Jahre (51) sammelt sich einiges an. Schon seit Jahren ist mein Ziel, das mein persönliches Hab und Gut in einen Schuhkarton passen sollte. Davon bin ich weit entfernt; ich habe ein Haus mit Doppelgarage – vollgestellt mit Zeug, was einfach zu schade ist zum Wegschmeißen, einen Gartenschuppen (vollgestellt mit Zeug …) und noch einen Unterstand, ach ja, einen Keller … Mit Grausen denke ich daran, was ist, wenn ich mal hier ausziehe…. Auch, weil ich einfach nicht gern wegwerfe; ich denke immer, irgendjemand könnte das doch noch gebrauchen. (Unsere örtliche Bücherei hat die Frage nach einer „großzügigen“ Buchspende z. B. dankend abgelehnt!)
    Da ich jetzt gerade zum Beispiel in meinem wirklich übersichtlich eingerichteten Wohnzimmer sitze, bedrängt mich „mein Besitz“ aber nicht so stark – erst wenn der Tag des Auszugs aus dem Haus kommt. Und wann das sein wird, weiß ich nicht.
    Wenn ich wüßte wie, würde ich auch gerne vom Reisen leben, wie so viele junge Leute, deren Blogs ich verfolge.
    Danke für Deinen.
    Viele Grüße
    Andrea

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    • Christof Herrmann 3. Juni 2015

      Hallo Andrea,

      willkommen auf Einfach bewusst.

      Verstehe nicht ganz, welches Problem Du mit Deiner geplanten Fernwanderung hast. Wird kein Gepäcktransport angeboten? Hast Du Übergepäck? Oder gibt es keine Supermärkte an der Strecke? Im Mittelgebirge kommt man doch alle ein bis zwei Tage an einem vorbei und kann sich auch als Veganer eindecken. Wie ich mich letztes Jahr in den vier Wochen in den Alpen verpflegt habe, kannst Du hier nachlesen. Ging recht gut.

      Viele Grüße

      Christof

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  • Kay 6. August 2015

    Ist nicht das erste mal, dass ich auf Deinem blog lande.
    Heute war ich auf der Suche in google nach einem Zitat zum Wandern und fand diesen sehr ansprechend: “Gut geht, wer ohne Spuren geht.” (Laozi, chinesischer Philosoph, lebte im 6. Jahrhundert v. Chr.)
    Dann weitergeklickt zu diesem post über „Minimalismus“ – beschäftigt mich auch.
    Und ich denke der Laotse-Spruch hängt auch damit zusammen…
    Wir machen uns ja oft vor mit Dingen glücklich werden zu können, wenn wir sie dann „besitzen“. Gut ist mal ein Resumee zu ziehen – beim „Ausmisten“ und ohne Reue festzustellen, dass diese Dinge dann doch nachher eher eine Last waren…So stelle ich das immer wieder fest.
    „Ausmisten“ heisst ja nicht, dass es nix Wert ist – nur dass es dann für mich keinen Wert mehr hat. Glücklicherweise freut sich unsere öffentliche Bücherei über Buchspenden und ich kaufe dort auch gelegentlich Buchspenden von anderen und gebe es nach dem Lesen wieder weiter. Es geht vielleicht auch darum im „Kreislauf“ zu bleiben…
    Grüße, Kay

    .

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  • Anne 19. Januar 2016

    Hallo Christof,
    deinen Blog habe ich vor einer Stunde entdeckt und bin darauf hängen geblieben. Er scheint mir sicher noch das ein oder andere Mal unter meine Augen kommen. Schön das es doch viel mehr Gleichgesinnte gibt als vermutet.

    Ich habe durch Empfehlung einer Freundin vor knapp zwei Jahren das Buch „Magic Cleaning“ gelesen. Ach was ich habe es in zwei Tagen verschlungen um danach sofort mit dem ausmisten loszulegen :D Die Vorher-Nachher-Fotos zeigen immer noch den Wahnsinn der sich über mindestens 15Jahren Jugend und Erwachsen werden angesammelt hatten. Die wenigen Dinge die ich mittlerweile besitze werden mehr geachtet. Und da wird noch einiges mehr die Wohnung verlassen müssen in den kommenden Monaten.

    Zum jetzigen Zeitpunkt bin ich 30 Jahre jung. Der Alltag wird immer leichter und auch mit meinem Mini-Job bin ich momentan vollstens zufrieden. Mein Mann ist im Job nicht ganz freiwillig kürzer getreten, will es aber auch nicht mehr missen. Mehr Freizeit macht uns glücklicher.

    Fazit – auch wenn es hier nicht zum Post-Thema passt… Um unsere Freiheit zu genießen haben wir uns letzten Sommer einen Wunsch erfüllt. 2 geliebte Dinge gegen 1.000 wertlose Dinge – finde ich ein super Ergebnis! Jetzt machen wir gerne Ausflüge per Star und Schwalbe. Schöne Grüße ausm tiefsten Osten ;D

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  • Christof Herrmann 20. Januar 2016

    Hallo Kay, hallo Anne,

    schön, dass Ihr mich und die anderen Gleichgesinnten hier gefunden habt und auch auf dem Weg seid, immer mehr loszulassen. Nach meiner Erfahrung geht das Loslassen auch weiter, wenn man sich von dem zu viel an Gegenständen getrennt hat. Gedanken, Beziehungen, Tätigkeiten, Gewohnheiten und anderes mehr kann auch Belastendes sein.

    Einfach bewusste Grüße

    Christof

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  • Rainer Rau 19. Februar 2016

    Der Beitrag mit 55 l – Rucksack in Irland hat mich motiviert, mal was zu schreiben. Ich bin mit 66 Jahren noch dabei, dazu zu lernen, habe aber auch schon Fortschritte gemacht. Für zwei Monate Herumreisen in China haben 28 l gereicht, war noch zu viel. Ich benutze mein kleines Pensionsgewerbe dazu, junge Leute gegen unüberlegten Konsum zu bewegen – es klappt erstaunlich gut. ich glaube, Vorleben und positive Beispiele sind unverzichtbar, Moralpredigten richten eher Unheil an.

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    • Christof Herrmann 19. Februar 2016

      Da fällt mir folgendes Zitat ein (weiß aber nicht von wem es ist): „Leben muss man ein Leben lang lernen“

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