Zurück von der Alpenüberquerung Salzburg-Triest 2014: Statistiken, Etappenübersicht und Vorschau

Salzburg-Triest 2014 - Foto: Nanni, Johann, Ritschi, Bettina, Mario und die Hohen Tauern.

Mission erfüllt: Minimalistisch, nachhaltig und vegan über die Alpen

Seit drei Tagen bin ich zurück in Franken. Mit Stolz und Freude kann ich verkünden, dass ich mein Vorhaben, minimalistisch, nachhaltig und vegan über die Alpen zu wandern, in die Tat umgesetzt habe. Ich war mit wenig Gepäck unterwegs, bin jeden Meter gelaufen, habe in Berghütten und einfachen Pensionen geschlafen und habe ausschließlich Pflanzen gegessen.

Dass es nicht so schwierig ist, sich auf einer Fernwanderung im Gebirge vegan zu ernähren, habe ich in meinen Tagesberichten beschrieben. Sie wurden jeweils 1.000 bis 1.500 Mal gelesen und sind im Facebook-Album Alpenüberquerung Salzburg-Triest 2014 gesammelt. Manche Leser haben sich gewundert, dass es mittags oft Couscoussalat gab. Das ist schnell erklärt. Das Getreide quillt auch mit kaltem Wasser (ich nehme auf meinen Touren keinen Kocher mit), der Salat kann in immer neuen Varianten zubereitet werden und schmeckt einfach lecker. Ich werde den Couscoussalat wohl in meine Rezepte aufnehmen müssen. Zum Thema „Vegane Ernährung in den Alpen“ wird es ebenfalls einen extra Blogartikel geben.

Salzburg-Triest 2014 - Foto: Zum Picknick gab es oft Couscoussalat, da man ihn in den unterschiedlichsten Varianten zubereiten kann und das Couscous auch mit kaltem Wasser quillt.

Die Statistiken

Wie schon nach der letztjährigen Alpenüberquerung mit Stephi und meiner Tour im Frühjahr auf dem Fränkischen Gebirgsweg werfe ich mit Zahlen um mich. Sie sind gerade für jene interessant, die die Route nachgehen möchten. Im Schnitt müssen täglich 19 Kilometer, 930 Höhenmeter im Aufstieg und 950 Höhenmeter im Abstieg bewältigt werden und zwar vier Wochen lang, auf oft schwierigen Wegen und beladen mit einem hoffentlich nicht zu schweren Rucksack.

1 Blase
4 Länder
16 Mitwanderer
19 Kilometer pro Etappe
27 Etappen
28 Tage
33 Kilometer auf der längsten Etappe
35 Liter Rucksackvolumen
506 Kilometer
932 Höhenmeter im Aufstieg pro Etappe
948 Höhenmeter im Abstieg pro Etappe
1.001 schöne Momente und Begegnungen
1.817 Fotos
1.990 Höhenmeter im Aufstieg auf der bergigsten Etappe
25.166 Höhenmeter im Aufstieg
25.588 Höhenmeter im Abstieg
920.000 Schritte

Alpenüberquerung Salzburg-Triest 2014 - Foto: Das Sieben-Seen-Tal in den Julischen Alpen begeistert mit seiner alpinen Tier- und Pflanzenwelt.

Die Etappen

Im Folgenden führe ich die Etappen meiner Alpenüberquerung Salzburg-Triest 2014 auf. Sie unterscheiden sich doch ziemlich von der letztjährigen Route. Die neuen Abschnitte in den Berchtesgadener Alpen, in den Hohen Tauern und in den Julischen Alpen haben mich begeistert. Zwar ist hier und da noch eine Überarbeitung nötig, aber ich denke, dass die Route zu 95 % steht.

Berchtesgadener Alpen (Österreich & Deutschland)
1 Salzburg (424 m) – Toni-Lenz-Hütte (1450 m), 18 km, ↑ 1300 m, ↓ 270 m
2 Toni-Lenz-Hütte (1450 m) – Berchtesgaden (610 m), 17 km, ↑ 710 m, ↓ 1650 m
3 Berchtesgaden (610 m) – Gotzenalm (1685 m), 19 km, ↑ 1400 m, ↓ 325 m
4 Gotzenalm (1685 m) – Kärlingerhaus (1638 m), 21 km, ↑ 1150 m, ↓ 1197 m
5 Kärlingerhaus (1638 m) – Maria Alm (802 m), 17 km, ↑ 620 m, ↓ 1456 m

Salzburger Schieferalpen (Österreich)
6 Maria Alm (802 m) – Rieser Aste (1420 m), 17 km, ↑ 1250 m, ↓ 632 m
7 Rieser Aste (1420 m) – Bucheben (1100 m), 28 km, ↑ 600 m, ↓ 920 m

Goldberggruppe (Hohe Tauern, Österreich)
8 Bucheben (1100 m) – Duisburger Hütte (2572 m), 19 km, ↑ 1990 m, ↓ 518 m
9 Duisburger Hütte (2572 m) – Fraganter Schutzhaus (1810 m), 13 km, ↑ 600 m, ↓ 1362 m
10 Fraganter Schutzhaus (1810 m) – Rangersdorf (860 m), 23 km, ↑ 1050 m, ↓ 2000 m

Kreuzeckgruppe (Hohe Tauern, Österreich)
11 Rangersdorf (860 m) – Hugo-Gerbers-Hütte (2347 m), 13 km, ↑ 1757 m, ↓ 270 m
12 Hugo-Gerbers-Hütte (2347 m) – Feldnerhütte (2182 m), 11 km, ↑ 800 m, ↓ 965 m
13 Feldnerhütte (2182 m) – Weißbriach (822 m), 33 km, ↑ 1100 m, ↓ 2460 m

Gailtaler Alpen (Österreich)
14 Weißbriach (822 m) – Hermagor (603 m), 13 km, ↑ 50 m, ↓ 269 m

Karnischer Hauptkamm (Österreich & Italien)
15 Hermagor (603 m) – Feistritzer Alm (1722 m), 20 km, ↑ 1700 m, ↓ 581 m
16 Feistritzer Alm (1722 m) – Rifugio Zacchi (1380 m), 25 km, ↑ 950 m, ↓ 1292 m

Julische Alpen (Slowenien)
17 Rifugio Zacchi (1380 m)- Dom v Tamarju (1108 m), 11 km, ↑ 900 m, ↓ 1172 m
18 Dom v Tamarju (1108 m) – Poštarski dom (1688 m), 7 km, ↑ 930 m, ↓ 350 m
19 Poštarski dom (1688 m) – Pogačnikov dom (2050 m), 11 km, ↑ 1050 m, ↓ 688 m
20 Pogačnikov dom (2050 m) – Triglavskih jezerih (1685 m), 22 km, ↑ 1500 m, ↓ 1865 m
21 Triglavskih jezerih (1685 m) – Tolmin (225 m), 32 km, ↑ 1000 m, ↓ 2460 m

Friaul-Julisch Venetien (Italien)
22 Tolmin (225 m) – Tribil di Sopra (624 m), 20 km, ↑ 1100 m, ↓ 701 m
23 Ruhetag in Tribil di Sopra
24 Tribil di Sopra (624 m) – Castelmonte (618 m), 15 km, ↑ 520 m, ↓ 526 m
25 Castelmonte (618 m) – Cormòns (56 m), 24 km, ↑ 250 m, ↓ 812 m
26 Cormòns (56 m) – Doberdò del Lago (134 m), 20 km, ↑ 250 m, ↓ 172 m
27 Doberdò del Lago (134 m) – Aurisina (153 m), 22 km, ↑ 419 m, ↓ 400 m
28 Aurisina (153 m) – Triest (2 m), 15 km, ↑ 220 m, ↓ 371 m

Salzburg-Triest 2014 - Foto: Marcus, Andrea, Johann und Nanni am Treffpunkt der Alpenüberquerer im Kurpark in Salzburg.

Wer ist 2015 dabei?

Prinzipiell war ich als Solowanderer unterwegs. Da aber diesen Sommer bereits 30 andere meiner Route gefolgt sind, hatte ich auf den meisten Etappen Begleitung. Rund die Hälfte der Zeit bin ich mit Marcus, Sebastian (die beiden sind meines Wissens die ersten, die die Alpenüberquerung Salzburg-Triest komplett und ohne Hilfe von öffentlichen Verkehrsmitteln absolviert haben) und Peter gewandert. Mehrere Tage haben sich uns Bettina, Mario und Ritschi sowie Nanni und Johann angeschlossen. Einmal waren wir sogar eine Gruppe von neun Personen.

Ich gehe davon aus, dass ich vom Verlag einen Zusage für den Wanderführer bekomme. Dann würde ich nächstes Jahr ein weiteres Mal in Salzburg starten und das Buch 2016 auf den Markt bringen.

So oder so kann jeder, der es sich zutraut, den Weg 2015 in Angriff nehmen. Erste Anlaufstelle ist die Themenseite der Alpenüberquerung Salzburg-Triest. Die genaue Route sowie alle wichtigen Informationen jeder Etappe habe ich in einem PDF zusammengestellt, das ich allen Interessierten gerne schicke. Hinterlasse dafür einfach einen Kommentar oder schreibe mir eine E-Mail.

Auch für alle, die keinen Wanderpartner haben und nicht alleine starten möchten, habe ich gute Nachrichten. An jedem Sonntag im Juli und August 2015 ist um 10 Uhr im Kurpark in Salzburg Treff- und Startpunkt der Alpenüberquerer. Dabei spielt es keine Rolle, ob Du nur die erste Etappe gehst oder bis ans Mittelmeer möchtest. Natürlich sollte jeder selbstständig sein und eigenes Kartenmaterial haben. Schließlich ist es nicht sicher, ob sich Wandergruppen auf Dauer bilden. Nähere Infos dazu gibt es in den nächsten Monaten. Schau einfach ab und zu auf Einfach bewusst vorbei oder trage Dich in meinen Newsletter ein, um nichts zu verpassen.

Das obige Foto zeigt übrigens Marcus, Andrea, Johann und Nanni beim diesjährigen Start im Kurpark. Die roten Bänder an unseren Rucksäcken sind das Erkennungszeichen der Alpenüberquerer. Rot ist die gemeinsame Farbe der Flaggen von Österreich, Deutschland, Slowenien und Italien. Vielleicht ziert solch ein Band demnächst auch Deinen Rucksack …

Salzburg-Triest 2014 - Foto: Die Fernwanderung endet auf der eindrucksvollen Piazza dell'Unità, die jeden Abend festlich beleuchtet wird.

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{ 44 Kommentare }

  • Karo Kafka 10. September 2014

    Willkommen zurück, Christof! Und Glückwunsch zu dem wunderbaren Erfolg. Das ist eine verdammt beeindruckende Leistung. Bei den ganzen Zahlen und Kilometern und Höhenmetern fällt mir ja gerade die Kinnlade herunter. Mein Respekt! So weit bin ich noch lange nicht. :D

    Antworten
    • Christof Herrmann 10. September 2014

      Danke, Karo! Du bist doch noch jung. Da würde die Fitness beim Laufen kommen. Probiere es doch mal auf einem Teilstück der Alpenüberquerung aus. Ich Oldie muss schon einigermaßen fit starten ;-)

      Antworten
  • Klaus 10. September 2014

    Absolut tolle Fotos! Gerne mehr davon! Cool wäre auch wenn Du dazuschreiben könntest wo das Foto aufgenommen wurde.

    Antworten
    • Christof Herrmann 10. September 2014

      Denke es wird wie letztes Jahr wieder Fotoimpressionen geben, dann auch mit Bildunterschriften. Wenn Du in diesem Artikel mit der Maus auf ein Foto gehst, erscheint auch ein Tool-Tipp mit der Info, wo es aufgenommen wurde (klappt eigentlich mit allen Bildern in allen Artikeln).

      Antworten
  • Birgit Eder 10. September 2014

    Wow… ich bin begeistert. Respekt!
    Traumhafte Fotos und toller Bericht.

    Antworten
  • Afschin 10. September 2014

    Hallo Christof,

    Also Hut ab mein Freund und schön, dass du wieder Heil zurück bist. Ich habe deine Berichte mit Begeisterung verfolgt. Einmal habe ich so Lust auf Berge bekommen, dass ich 4 Tage in den Alpen gegangen bin, eine kleine Hüttenwanderung unternommen habe.

    Ich habe für das nächste Jahr ein Radtrip in Frankreich vor, aber ich überlege gerade ernsthaft, ob ich meine Alpenüberquerung von 2016 auf 2015 vorverlege und mit dir mitgehe. Vorausgesetzt du würdest mich mitnehmen :-) aber dazu schreibe ich dir eine E-Mail.

    Nochmal vielen Dank für deine Mühe und das Teilen deiner Erfahrungen.

    Herzliche Grüße
    Afschin

    Antworten
    • Christof Herrmann 10. September 2014

      Hallo Afschin,

      schön, dass ich Dir mit meinen Tagesberichten Freude bereitet habe.

      Eine Radtour in Frankreich ist aber auch eine feine Sache, da es dort viele Sträßchen gibt, auf denen wenig Verkehr ist. Bin mal von Aachen nach Nizza ans Mittelmeer geradelt.

      Natürlich würde ich mich freuen, wenn Du nächstes Jahr die Alpenüberquerung machst. Kannst mir gerne dazu mailen. Vielleicht könnten wir sogar gemeinsam starten. Allerdings „mitnehmen“ tue ich niemanden ;-) Jeder muss für sich selbst verantwortlich sein, Karten haben etc. Zudem würde ich ja unterwegs viel recherchieren und Wegbeschreibungen notieren müssen. Da muss ich mein eigenes Tempo gehen und auch mal alleine sein. Da ich jedoch schon sehr viele Anfragen habe, gehe ich davon aus, dass 2015 noch mehr als dieses Jahr unterwegs sein werden. Das kommt dann Alleinwanderern entgegen.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Stefan Märkle 10. September 2014

    Hallo Christof,

    Herzlichen Dank für Deine ganze Vorbereitungs-Arbeit. Du hat uns vier spektakuläre Wanderwochen beschert und auch wir haben Deine Tagesberichte mit Spannung verfolgt.

    Die Routenführung ist super gut gelungen, bis auf einige Kilometer bei Cormons fand ich die Strecke 26 Tage lang äusserst abwechslungsreich.

    Gruss
    Mäcki

    Antworten
    • Christof Herrmann 11. September 2014

      Hallo Mäcki,

      das freut mich zu lesen. Ihr seid ja bis auf zwei Ausnahmen auch den ganzen Weg gegangen. Schade, dass ich Euch nicht eingeholt habe. Habe unterwegs, wenn möglich Euren Blog gelesen. Aber ihr ward einfach zu schnell ;-)

      Von Cormons naturnah an die Isonzo zu gelangen, ist gar nicht so einfach, da es dort kaum Wege gibt. Sind zum Glück nur paar Kilometer, die man auf der Straße gehen muss. Vielleicht finde ich ja noch eine bessere Alternative.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Sebastian Klaußner 10. September 2014

    Hallo Christof,

    ziehe mir auch jetzt nach der Tour täglich deine Berichte rein :) es sind viele Erinnerungen die bleiben und besonders das schlechte Wetter, dem wir getrotzt haben, macht einen noch viel mehr stolz. Meine Gedanken sind auch bei den Alpenüberquerern, die aktuell noch unterwegs sind, denn es ist wieder mal ekliges Wetter für die nächsten Tag angekündigt mit Schnee bis auf 2400m…

    Wünsche allen, die die Mission Alpenüberquerung nächstes Jahr angreifen viel Spass und Durchhaltevermögen…ihr werdet es brauchen :)

    LG Sebastian

    Antworten
    • Christof Herrmann 11. September 2014

      Hallo Sebastian,

      viel Spaß beim Nachlesen der Berichte. Dein Name fällt ja auch das eine oder andere Mal ;-)

      Das Wetter war v. a. in den Berchtesgadener Alpen schlecht. Teilweise haben wir keine 50 Meter sehen können. Zum Glück wurde es danach ja Tag für Tag besser. In den Hohen Tauern und in den Julischen Alpen hatten wir dann ja viel Sonne.

      Von den beiden, die im Moment noch unterwegs sind, höre ich von Monika regelmäßig etwas. Sie ist bereits in Hermagor (in Maria Alm gestartet, den Abschnitt in der Berchtesgadener Alpen hat sie vor paar Wochen gemacht) und hatte durchgehend stabiles Wetter. Nun kommt aber der große Regen.

      EBG

      Christof

      Antworten
  • Hildegard 11. September 2014

    Hallo Christof
    Bin derzeit auf dem AAT und habe auf deine Empfehlung hin, im Gasthof Rosa de Venti uebernachtet ,vielen dank für den Tip
    Mache eine solo Tour,und Folge nich immer den angegebenen Wegen.
    Dir weiterhin alles gute
    Und ich freu mich über jeden neuen Artikel
    Hildegard

    Antworten
    • Christof Herrmann 11. September 2014

      Hallo Hildegard,

      die Unterkunft in Tribil di Sopra ist schon außergewöhnlich. Wurdest Du auch von Elisabetta in der Wohnküche bekocht?

      Viel Spaß weiterhin auf dem AAT. Habe ja ein paar getroffen, die diesen Weg gehen. Und alle sind wie Du immer mal wieder von der angegebenen Route abgewichen.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
    • Wilta Roth 18. September 2014

      Hallo, hier finde ich Hildegard wieder! Bin den ganzen AAT zu Ende gegangen. Hatte anfangs, bis Velden, Begleitung von Margarete, die du auch im Bus zum Großglockner kennen gelernt hast. War dann meist allein, an Christofs letztem Tag wanderte ich mit ihm von Aurisina zum Obelisk von Triest. Ich hatte viel Regen und Nebel. Am Vrsic und weiter z.B. sah ich von den Julischen Alpen nichts. Erst wieder ab Tolmin.
      Wo bist du jetzt? Ich wünsche dir gute Wanderung und gutes, angenehmes Wetter.
      Viele Grüße von Wilta

      Antworten
    • Christof Herrmann 18. September 2014

      Hallo Wilta,

      schön hier von Dir zu lesen :-) Ich habe über unsere Begegnung übrigens auch in meinen Tagesberichten geschrieben, die Du im ober verlinkten Facebook-Album findest.

      Da ich nicht weiß, ob Hildegard das Häkchen bei „Benachrichtige mich über nachfolgende Kommentare via E-Mail.“ gesetzt hat, schicke ich ihr Deine E-Mail-Adresse.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Reinhard 11. September 2014

    Hallo Christof,

    du hast es mal wieder geschafft! Herzlichen Glückwunsch!!! Das war ganz großes Kino! Deinen Blog habe ich förmlich inhaliert.

    Liebe Grüße

    Reinhard

    Antworten
    • Christof Herrmann 11. September 2014

      Hallo Reinhard,

      Dein Lob freut mich besonders, wo Du ja selbst so tolle Reiseberichte auf Deinen Fernwanderungen schreibst. Schon Pläne für die nächste Tour?

      Als ich diesen Sommer mit Nanni und Johann unterwegs war, musste ich oft an die Zeit mit Euch auf dem Traumpfad München-Venedig denken. Mehrmals haben wir von „der Familie“ gesprochen ;-) „Das Prächen“ möchte nächstes Jahr wieder einen Abschnitt (Kreuzeckgruppe und Julische Alpen) der Alpenüberquerung Salzburg-Triest machen.

      Liebe Grüße

      Christof

      Antworten
  • Tanja Heller 11. September 2014

    Hallo Christof,

    ich war so erstaunt, wie einfach und lecker du dich ernährt hast. Dazu vegan. Und so viele Leute mit dem Essen angesteckt hast. Also: Ich bin gespannt auf die Rezepte mit Couscous. Die Geschichten sind auch immer so lustig. Die Rentnerin am Schluss kannte ich noch vom letzten Jahr. :) Das klingt so locker. Ich würde nach 3 Tagen nur jammern und fragen, ob wir bald da sind. :)

    Liebe Grüße
    Tanja

    Antworten
    • Christof Herrmann 12. September 2014

      Hallo Tanja,

      manche Rentnerinnen sind Renntnerinnen ;-)

      Rezept kommt, wahrscheinlich bald und in drei Varianten.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Marcus 12. September 2014

    Servus Christof,

    Ich schaue auch hin und wieder mal hier vorbei – ein wirklich schöner Bericht.
    Vor knapp 5 Wochen ging es los und ich wusste nicht bis wie weit ich in den 4 Wochen Urlaub kommen würde, da ich bis dato so etwas noch nie gemacht hatte. Auch hatte ich noch nie einen so schweren Rucksack aufm Buckel und nur eine Probetour am Wochende zuvor damit gemacht. Vorsichtig schrieb ich dir noch ich würde erstmal nur bis Tarvisio gehen.
    Das wäre die Fehlentscheidung des Jahres geworden. Der meiste Sonnenschein und die schönsten Panoramen sollten noch folgen. Klar weiß man nie, ob der Körper mitspielt, aber nachdem die Knieschmerzen verschwanden (erst nur links aua, dann nur rechts, dann weg) und wir ein paar Etappen aufholten war mir schnell klar, dass ich alles gehen will und schaffen kann. Es hat sich gelohnt.
    Es war ein unvergesslicher Urlaub mit einer mir sehr sympathischen kleinen Truppe – sicher nicht meine letzte Fernwanderung :)

    LG Marcus

    PS: Ich wünsche es keinem, aber packt weniger Sonnencreme ein (kann man nachkaufen) und dafür einen Regenschirm – meiner war Gold wert! Bin heute übrigens mit einem 1kg Rucksack bei starkem Regen 5km zur Arbeit (Erlangen) spaziert – zur Entwöhnung, haha ;)

    Antworten
    • Christof Herrmann 13. September 2014

      Servus Alpenüberquerer Marcus,

      schöner Kurzbericht Deiner Tour gen Mittelmeer! Dass Du es als „unvergesslichen Urlaub“ bezeichnest, freut mich natürlich. Auf den ersten Etappen, hatte ich den Eindruck, dass Du noch etwas unsicher warst, jeden Schritt mit Bedacht gesetzt hast. Nach und nach wurde Dir aber klar, dass Du es bis nach Triest schaffen kannst. Dann hast Du die Tour in vollen Zügen genossen.

      War jedenfalls wirklich eine „sympathische kleine Truppe“, die sich im Laufe der vier Wochen immer wieder geändert hat, im Kern aber stabil blieb. Wahrscheinlich wäre der eine oder andere alleine nie so weit gekommen.

      Gutes Einleben im Alltag. Bin gespannt wo Dich Deine nächste Fernwanderung hinführt!

      Christof

      Antworten
  • Wilta Roth 18. September 2014

    Hallo Christof,
    In der Natur habe ich eine kleine Anzeige von dir gesehen und das war auch der Grund, dir zu schreiben. Dabei habe ich auch Hildegard gefunden, mit der ich angereist war.(Bin mit dir von Aurisina zum Obelisken von Triest gelaufen).
    Zu Hause gut angekommen, werkle ich in meinem Garten, friere Spinat und Bohnen ein, mache Apfelmus und wühle nach Kartoffeln, morgen hole ich Nüsse. Muss für den Winter vorsorgen.
    Habe mir einen neuen (kleineren) Rucksack gekauft und habe große Lust, vielleicht noch im Herbst irgendwo zu wandern. Möglich den Nurtschweg. Hast du da Unterlagen?
    Viele Grüße von Wilta

    Antworten
    • Christof Herrmann 19. September 2014

      Hallo Wilta,

      schön, dass Du auch wieder gesund und offensichtlich munter nach Hause gekommen bist!

      Wie bist Du denn auf den Nurtschweg gekommen? Habe ich Dir unterwegs davon berichtet oder hast Du hier meine Fotoimpressionen vom Nurtschweg entdeckt?

      In der aktuellen Ausgabe des trekking-Magazins findest Du meinen 4-seitigen Artikel über diesen tollen Fernwanderweg. Die ersten beiden Seiten habe ich hier hochgeladen.

      Einfach bewusste Grüße

      Christof

      Antworten
  • Monika 23. September 2014

    Hallo Christof,

    ich bin wieder zurück von meiner Alpenüberquerung ;-) Die Route war gut von dir durchdacht. Die verschiedenen Gebirgszüge waren sehr unterschiedlich und deshalb besonders reizvoll. Ich bin die ersten Etappen von Salzburg nach Maria Alm zum Training in zwei Teilen vorneweg gegangen. Am 2. September bin ich dann wieder in Maria Alm gestartet und hab weitere 16 Etappen bis nach Tolmin gemacht, wo ich am 17. September abends angekommen bin. Ich war allein unterwegs und hätte mir oft Gesellschaft gewünscht. Die Sonnencreme hätte ich wie Marcus zuhause lassen können und meinen Regenschirm konnte ich auch gut brauchen. Zusätzlich hatte ich mehrmals mit Neuschnee zu kämpfen. Ich hab besonders in den letzten 16 Etappen mehr Tiere als Menschen getroffen aber die wenigen Begegnungen die ich hatte waren alle sehr positiv. Auf den Hütten bekam ich so gut wie immer ein Matratzenlager für mich allein ;-) Ich war mit durchschnittlich 13kg im Rucksack unterwegs und nach den ersten 3 Tagen hab ich es kaum noch gespürt. Umso mehr meine Füße, die jeden Tag im Durchschnitt 10 Stunden arbeiten mussten. Auch die Stirnlampe konnte ich gut gebrauchen als ich einmal gezwungen war wegen zuviel Neuschnee und absolut schlechter Sicht 2 Stunden vor dem Ziel umzukehren um 4 Stunden zurück zur Hütte zu gehen von der ich nachmittags gestartet war. Alles in allem war es eine ganz besondere Erfahrung, die ich nicht missen möchte.
    Danke auch für die Unterstützung unterwegs. Es war sehr angenehm mit dir und Bettina Kontakt per Messenger zu haben wenn ich gerade mal WLAN hatte.
    Ich wünsch dir viel Erfolg mit deinem Buch und noch viele schöne Alpenüberuerungen

    herzliche Grüße von der Bergziege Monika

    Antworten
    • Christof Herrmann 25. September 2014

      Hallo Monika,

      vielen Dank für Deinen Kurzbericht und Glückwunsch zur Alpenüberquerung! Finde es bewundernswert, dass Du ganz allein von Maria Alm nach Tolmin gewandert bist und dann noch so spät im Jahr und innerhalb von 16 Etappen. Die Eindrücke, die Du unterwegs Tag für Tag, ja Kilometer für Kilometer gesammelt hast, nimmt Dir keiner mehr.

      Dass Dir die Route so gut gefallen hat – obwohl das Wetter ja nicht immer mitgespielt hat – freut mich natürlich besonders. Mittlerweile habe ich so viel positives bis euphorisches Feedback bekommen, dass ich mir sicher bin, dass sich die Alpenüberquerung Salzburg-Triest etablieren wird. Ich habe ein paar Verbesserungsvorschläge bekommen, die ich in den nächsten Wochen in die Route 2015 einbauen werde. Vielleicht magst mir ja auch Deine Tipps und Korrekturen mailen.

      Einfach bewusste Grüße

      Christof

      Antworten
  • Peter 26. September 2014

    Hallo Christof,

    ich bin ja erst ab Maria Alm losgelaufen, kann also nicht alles beurteilen, aber zumindest ab dort fand ich die Strecke gut gelegt (und überlegt). Interessant waren natürlich auch die Leute mit denen ich oder die mit mir gegangen bin – mal mehr und mal weniger viele. Im Nachhinein würde ich sicherlich den Schareck bis zum Gipfel gehen und evtl. über den Gletscher absteigen. Für den geneigten Wanderer sicher eine gute Variante. Auch würde ich zugunsten eines Gurt und Klettersteigsets einige Sachen aus dem Rucksack entfernen, so ließen sich vor allem in den Julischen Alpen einige interessante Wege gehen. Auf jeden Fall ist diese Alpenüberquerungsvariante sehr empfehlenswert, bei Zeitmangel zumindest bis Tolmin.
    Ich wünsche dir viel Glück bei deinem Wanderführer – und lass nur ein paar anspruchsvolle Varianten oder Abstecher drin.
    Vielleicht hole ich ja noch die ersten Etappen nach…

    viele Grüße

    Peter

    Antworten
    • Christof Herrmann 29. September 2014

      Hallo Peter,

      dass Dir die Tour gefallen hat, hast Du mir ja unterwegs schon mehrmals bestätigt. Trotzdem freue ich mich, es hier noch mal zu lesen.

      Dass Du Dir als Kletterer die eine oder andere schwierige Passage wünscht, kann ich mir gut vorstellen. Die Hauptroute wird aber weiterhin ohne Klettersteigset etc. machbar sein. Die Alpenüberquerung soll ja von jedem machbar sein, der fit, trittsicher und schwindelfrei ist. Trotzdem ist sie natürlich möglichst alpin. Im Buch werde ich aber sicher auf die eine oder andere Variante oder Abstecher hinweisen, die dann anspruchsvoller ist.

      Wäre schön, wenn ich Dich 2015 zwischen Salzburg und Maria Alm treffe. Der Abschnitt fehlt Dir ja noch.

      Viele Grüße und bis bald in der Fränkischen Schweiz

      Christof

      Antworten
  • Peter Förstel 13. November 2014

    Hallo Christoph,

    aus deinem letzten Beitrag erkenne ich deine Planung für 2015 den Weg nocheinmal zu gehen. Gibt es schon konkrete Pläne?

    Gruß
    Peter

    Antworten
    • Christof Herrmann 15. November 2014

      Hallo Peter,

      ja, ich werde 2015 wieder von Salzburg nach Triest wandern. Wann es los geht, steht noch nicht fest. Ich werde dann ja voraussichtlich für meinen Wanderführer recherchieren und demnach eher langsam unterwegs sein.

      Wahrscheinlich werden im nächsten Sommer noch mehr als heuer die neue Alpenüberquerung angehen. Habe jedenfalls schon sehr viele Anfragen und auch das PDF mit den Infos zu den Etappen zigmal verschickt. Falls ein ein Update gibt, werde ich Dir bescheid geben.

      Alles weitere werde ich hier im Blog und im Newsletter bekanntgeben, auch ob es mit dem unverbindlichen Treffpunkt in Salzburg an jedem Sonntag im Juli und August klappt (siehe Blogartikel oben).

      Seid ihr wieder dabei? Diesen Sommer habt ihr es ja bis Maria Alm geschafft.

      Viele Grüße

      ChristoF

      Antworten
  • Monika Magg 12. Dezember 2014

    Ich will im Sommer vom Tegernsee über die Via Alpina bis Maria Alm, dann über Rauris und Glockner den Alpe Adria Trail nach Triest. Schau mir aber auch mal Deine Route an.

    Antworten
    • Christof Herrmann 15. Dezember 2014

      Da hast Du Dir aber etwas vorgenommen, toll!

      Alpe Adria Trail und die Alpenüberquerung Salzburg-Triest sind ganz unterschiedliche Routen und verfolgen auch unterschiedliche Ideen. Der Alpe Adria Trail macht viele Schlangenlinien, vermeidet meist das Hochgebirge (führt also eher auf bequemen Wegen durch mittlere Lagen) und führt den Wanderer am Etappenende möglichst in eine schicke Unterkunft. Genusswandern nennt man das wohl. Die Alpenüberquerung Salzburg-Triest ist viel rustikaler, ihre Route ist möglichst direkt, möglichst naturnah und möglichst alpin. Die Etappen sind anstregend und oft gibt es nur eine Berghütte zum Übernachten. Da man jedoch auf einer Alpenüberquerung zwangläufig in Täler kommt, kann man sich alle paar Tage etwas Luxus gönnen, im Hotel übernachten, gut essen gehen und einkaufen.

      EBG

      Christof

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      • Monika Magg 15. Dezember 2014

        Ich wandere erst seit 4 Jahren, Spass und Strecken werden größer. Da ich an einer Seitenschleife des Jurasteig wohne, bevorzugt Oberpfalz, Franken, Renn-, Goldsteig … Bisher habe ich immer übernachtet, in die Alpen will ich aber mit Zelt und nur gelegentlich in eine „schicke“ Unterkunft (Einzelzimmer ohne Oropax, aber mit Dusche, ist dann schon ein Traum von Luxus!). Möglichst alpin muss es nicht sein, 960 km sind in meinem Alter (60) im Alleingang Herausforderung genug. Derzeit pfriemle ich am Gepäck – max. 7 kg mit Zelt, ohne Wasser und Proviant, sollen es werden. Und wenn ich am Ende nicht völlig pleite bin, erlaube ich mir noch einen kleinen Abstecher und fahre mit dem Zug über Venedig heim. ;-)

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  • Martin Strugholz 15. Dezember 2014

    Endlich schreibe ich meine Eindrücke zu diesem Weg:
    Es ist für mich der zweite Weg über die Alpen in diesem Jahr gewesen. Beide Wege bin ich allein gegangen. Der erste im Juli auf dem L1. Unerfahrene könnten meinen die unterschiedlichen Wege sind gleich, alles Berge…
    Der Weg nach Triest berührt viele schöne, in meiner Zeit wenig begangene, Landschaften und Highlights, das Steinerne Meer, der Blick vom Riemannhaus hinunter nach Maria Alm, die Überschreitung des Hauptkamms, bei mir im Schneetreiben bei -3 Grad, das Kreuzeck, weiter in die Julischen und durch das italienische Alpenvorland an die Adria.
    Mit 10 kg Gepäck, incl. Zelt, Luma, Wolldecke, Wasser und Nahrung, bin ich am 6. Sep. in Berchtesgaden gestartet und am 28. in der Adria geschwommen. Wer am WE zur Gotzenalm kommt, dem rate ich doch lieber der Weg über den Königssee zu nehmen und dann hinauf zum Kärlingerhaus. Die Gotzenalm ist am WE eine Partyalm. Dann durch das sonnendurchflutete steinerne Meer ist ein schönes Erlebnis, auch der Abstieg hinterm Riemannhaus ist eine schöne Sache. Auch entlang der Schwalbenwand zum Hundstein bei schönstem Wetter ist landschaftlich eine Augenweide, und die Hüttenwirtin im Statzerhaus ist auch ein Erlebnis… Dann ein kurzer Wintereinbruch, den einige Wanderinnen und Wanderer abbekommen haben, bin ich im Schneetreiben bei -3 Grad über die Fraganter Scharte, oben der Wegweiser war umgelegt, in südlicher Richtung ins Tal in 30 cm Neuschnee auf vereistem Grund teilweise auf dem Hosenboden hinunter gerutscht. Ein Weg war nicht auszumachen. Sicherer wäre der Weg zurück gewesen, aber umkehren tu ich nicht gern. Dafür musste ich die Fraganter Hütte auslassen und bin direkt hinunter nach Stall.
    Glück habe ich im Kreuzeck gehabt, denn die Hugo Gebers Hütte und die Feldner Hütte hätten schon eine Woche früher schließen wollen, mangels Wanderer, es haben sich den Tag bevor ich eintraf noch welche angemeldet, sonst hätte ich bei Frost draußen schlafen müssen. Vorbuchen als Alleinwanderer braucht man nicht. Im Kreuzeck ging es auf morgendlich vereisten Wegen bei schönem kalten Wetter allein durch die Berge mit tollen Ausblicken auf die verschneiten Tauern. Ich war bis auf die Julischen Alpen ab ausschließlich Kärlingerhaus allein unterwegs und allein auf den Hütten. Greifenburg ist als touristischer Ort nicht der Rede wert, aber der Badesee bringt Abwechslung, auch in den doch immer gleichen Bewegungsablauf! Hermagor ist da schon anders, auch als Übernachtungsort kann ich Kaiser Franz Josef empfehlen, es ist nicht so meine Kategorie, ich habs lieber einfach, aber dafür ein gemütlicher Gegensatz zur Berghütte.
    Gipfel hab ich keine bestiegen, waren Sadnik, Osternig und auch Razor in dichten Wolken. Ich hatte dann ab Hermagor durchweg trockenes bis schönes Wetter. Die Etappe zur Zacchi zur Dom v. Tarmaju kann man gut zusammen fassen, nur hab ich den falschen Übergang über den Ponza erwischt und musste dann ungekennzeichnet meinen Weg über Ziegenpfade suchen. Von dort über den Vrsic zur Pogacnikov Dom hab ich gut und gemütlich an einem Tag bewältigt. An der Koca na Dolicu gab es nichts zu essen, nichts vegetarisches, und am Folgetag wurde die Hütte geschlossen… Zum Triglav bin ich nicht hinauf, obwohl schönstes Wetter war, aber minus drei Grad an der Hütte und der Wind pfiff… Die Julischen sind ein großer Schotterhaufen den der liebe Gott uns auf dem Weg in den warmen Süden in der Weg geschüttet hat, aber dafür eine einmalig, mit ihrer Kargheit und Karstheit, mit ihrer Schroffheit ein fantastisches Stück Natur!! Steinböcke und Gemsen kann man fast aus der Hand füttern, so wenig Scheu, Alpendohlen sind neugierig und kommen bis auf einen Meter zu einem.
    Und dann geht es schon in Richtung Italien. Wer in Tribil di Sopra übernachtet, dann bei Rosa, die ja Elisabeth heißt. Man spricht deutsch und sitzt zum Essen bei ihr in der Küche. Und was haben wir gelacht. Alle Ernährungsrichtungen der Gäste werden erfüllt, aber Veganer gebt acht, sie achtet nun darauf ob ihr Lederschuhe tragt. Ich hab ihr den Floh ins Ohr gesetzt :-) !!
    Der Weg ist fast durchgängig interessant, auch der Weg weiter durchs Collio außerhalb der Berge ist schön gewählt. In Cormons gab es aufgrund des Weinfestes keine Bleibe, Gradisca dÌsonzo ist sehr schön, und dann geht es schon zur Adria.
    Ich bin fünf Tage in Duino geblieben und im Hinterland ein wenig gewandert und dann noch zwei Tage in Triest.
    Wandern, besonders Fernwandern in den Alpen, mit wenig Reizen, damit meine ich nicht landschaftlichen Reize, sondern unsere alltäglichen Reize zu Hause denen wir ausgesetzt sind, ohne Handy(empfang), ohne Rechner, ohne Bücher, kein Fernseher, ohne Sorgen und die Dinge die uns täglich antreiben, nur Gedanken zum Weg, zur nächsten Bleibe, und zur Schönheit der Natur, die Langsamkeit mit der alles erlebt wird, den Strapazen nicht viel Energie beimessend, ist das wandern wie Meditation. Der Kopf wird frei und das Herz öffnet sich ( wieder ) den einfachen Dingen. Auch das auskommen mit dem was man auf dem Rücken trägt, was braucht man im „wahren“ Leben mehr zum leben?
    Es ist auch strapaziös, das wird wenig erwähnt. Unter heißer Sonne stundenlang den Berg hochstapfen ist nicht unbedingt erheiternd, oder genauso mit Knieschmerzen stundenlang bergab, es gibt schönere Erlebnisse… auch untrainiert und unerfahren im Gebirge kann jemanden vor unerwartete Hindernisse stellen. Bei dichtem Nebel in den Julischen kann es heikel mit der Wegfindung werden. Die Pogaknicov hab ich erst erkannt als ich zehn Meter vor ihr stand… Trittsicherheit sind in den Julischen und auch im Kreuzeck sehr gefragt!! Auch das allein wandern ist nicht ungefährlich, ein Fehltritt, ein Sturz mit relativ leichten Verletzungen kann ein Ende bedeuten.
    Aber nichtsdestotrotz, am Ende mit dem Hintern in die Adria zu springen ist ein tolles finish!!! Und Triest ist eine tolle sehenswerte Stadt!

    Alles in allem ein gelungener, schöner, eindrucksvoller Weg über die Alpen.

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    • Christof Herrmann 16. Dezember 2014

      Hallo Martin,

      vielen Dank für diesen tollen Bericht! Ich habe Deine Zeilen gerade auch auf Facebook veröffentlicht. Der späte Start im September hat Dir ein paar Abenteuer beschert, auf die Du wohl unterwegs lieber verzichtet hättest (den Abstieg von der Fraganter Scharte stelle ich mir bei Schnee recht gefährlich vor), die Du im Rückblick aber nicht missen möchtest. Gut, dass Du gesund ins Mittelmeer springen konntest!

      Vielen Dank auch für das viele Lob zu meiner Route. Das motiviert mich, den Weg 2015 ein weiteres Mal zu gehen, und der Route den letzten Feinschliff zu geben! Und sie werden sicher den einen oder anderen dazu animieren, sich ebenfalls auf dem Weg zu machen, entweder ebenfalls nächstes Jahr oder 2016, wenn mein Rother Wanderführer über die „Alpenüberquerung Salzburg-Triest“ auf dem Markt ist.

      Einfach bewusste Grüße

      Christof

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  • Betti 18. Januar 2015

    Hallo :-)
    ich würde dieses Jahr gerne wieder dabei sein.
    Wer hat dieses Jahr vor die Tour zu gehen und in welchem Zeitraum?

    Viele Grüße

    Betti:-)

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    • Christof Herrmann 21. Januar 2015

      Hi Betti,

      schön, dass Du wieder dabei bist. Vielleicht gehen wir wieder paar Etappen zusammen ;-)

      Ich habe für dieses Jahr bereits mehr Anfragen als letztes Jahr. Deswegen gehe ich davon aus, dass wieder einige zwischen Salzburg und Triest unterwegs sein werden. Auch mehrere, die 2014 Teilstücke gegangen sind, wollen wie Du weitergehen.

      Die meisten werden die genauen Urlaubspläne wohl nicht vor dem Frühling machen. Ich schicke dann eine Mail rum oder schreibe einen Blogartikel mit der Info, wer wann wo startet und wie weit geht.

      Grundsätzlich ist an jedem Sonntag im Juli und August 2015 um 10 Uhr im Kurpark in Salzburg unverbindlicher Treffpunkt der Alpenüberquerer, die nicht alleine starten wollen.

      Viele Grüße

      Christof

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  • Betti 21. Januar 2015

    Hallo Christof:-)

    super vielen Dank für die Info! Bin da auch recht spontan dieses Jahr, auch weil nur 10 Tage geplant sind. Mario und Ritschi sind auch wieder dabei.

    Ich freu mich schon auf die wunderschönen Etappen, Erlebnisse, Ruhe und wichtigen Erfahrungen die wir wieder sammeln!

    Bis dann….

    Liebe Grüße
    Betti:-)

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  • Walter Bertl 24. Mai 2015

    Hallo Christof,

    habe mit Interesse deine Ausführungen zur Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest gelesen. Könntest du mir bitte das PDF mit den Details der Tour senden.
    Vielen Dank.

    Mit freundlichen Grüßen
    Walter

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  • Alina 7. August 2015

    Hallo Christof,
    ich bin auf der Suche nach einer für mich geeigneten Tour für September auf Deine Route gestossen. Klingt, als wäre das was für mich.

    Würd‘ mich sehr freuen, wenn Du mir Deine Beschreibung zukommen lassen würdest.

    Herzlichen Dank!
    Alina

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  • Ivo 7. Januar 2016

    Hallo Christof,
    vor allem wuensche ich dir viel Gesundheit im Neuen Jahr damit Du weitermachen kannst :)

    Dein Blog wird auch in Zagreb gelessen und ich wurde mich ueber PDF sehr freuen :)

    Schoene Gruesse aus Kroatien,
    Ivo

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    • Christof Herrmann 7. Januar 2016

      Hallo Ivo,

      habe Dir das Dokument gemailt.

      Schöne Grüße ins schöne Kroatien

      Christof

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