Gelesen im Dezember & meine Lieblingsbücher 2014

Gelesen im Dezember: Dachdecker wollte ich eh nicht werden, Sten Nadolny, Top-Rankings bei Google und Co. …

Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Zuerst die schlechte Nachricht: 2015 werde ich keine monatlichen Gelesen-Artikel mehr veröffentlichen. Die gute Nachricht: Stattdessen möchte ich alle zwei Monate ein Buch zu meinen Themen Minimalismus, Nachhaltigkeit, vegane Ernährung oder Wandern ausführlicher vorstellen.

Mein Buch des Monats Dezember ist „Netzkarte“ von Sten Nadolny. Der Roman ist auch weiter unten auf der Liste meiner Lieblingsbücher 2014 zu finden.

Fach- und Sachliteratur

  1. Top-Rankings bei Google und Co. von Kim Weinand (Erscheinungsjahr: 2014, meine Bewertung: 4 von 5 Sternen)
    Mein Blog steht bei einigen Suchbegriffen bereits auf den so wichtigen ersten Positionen bei Google. Um das Google-Ranking von Einfach bewusst weiter zu verbessern, habe ich Kim Weinands über 400 Seiten dickes Buch durchgearbeitet. Auch wenn es eher für Unternehmenswebseiten und Webshops geschrieben ist, finden darin auch Blogger eine Vielzahl an Tipps und Tricks.

Belletristik

  1. Netzkarte von Sten Nadolny (1981, 4,5 Sterne)
    In diesem literarischen Roadmovie auf Schienen fährt Ole Reuter durch die BRD der 1970er Jahre, ständig auf der Suche nach amourösen Abenteuern und dem Sinn seines Lebens. Vor 20 Jahren war dieser Roman für mich einer der Gründe, auf InterRail-Tour zu gehen. Heute überrascht mich Nadolny mit einem Feuerwerk an geistreichen Pointen.
  2. Dachdecker wollte ich eh nicht werden: Das Leben aus der Rollstuhlperspektive von Raúl Aguayo-Krauthausen (2014, 4,5 Sterne)
    Raúl Krauthausen hat Glasknochen und sitzt im Rollstuhl. In „Dachdecker wollte ich eh nicht werden“ erzählt er seine ganz persönliche Coming-Of-Age-Geschichte. Besonders beeindruckend fand ich, wie selbstkritisch Krauthausen sein bisheriges Leben seziert. Unterhaltsam und lehrreich zugleich.
  3. Der letzte Bruder von Nathacha Appanah (2009, 4 Sterne)
    Dieses Kapitel der Weltgeschichte dürften nur die wenigsten kennen: Im Zweiten Weltkrieg wurde in Palästina während des britischen Mandats 1.700 jüdischen Flüchtlingen die Einreise verweigert, da sie keine vorschriftsmäßigen Papiere besaßen. Stattdessen deportierte man die Juden auf die Insel Mauritius im Indischen Ozean. 127 von ihnen starben in den vier Jahren hinter Gefängnismauern. Der Roman „Der letzte Bruder“ erzählt die fiktive Geschichte der Freundschaft zwischen dem zehnjährigen Mauritier Raj und dem gleichaltrigen Juden David, der in dem Gefängnis eingesperrt ist. Durch einen Zufall gelingt ihnen die gemeinsame Flucht. 

12 aus 55: Meine Lieblingsbücher 2014

12 aus 55: Meine Lieblingsbücher 2014Es geht „bergab“. Nach 57 Büchern 2012 und 56 Büchern im letzten Jahr habe ich heuer 55 Bücher gelesen. Daraus meine Lieblingsbücher 2014 zu küren, war ein undankbares Unterfangen. Ich hätte gut und gerne 20 auswählen können, habe mich aber schließlich für ein Dutzend entschieden.

An Fach- und Sachliteratur empfehle ich:

Aus der Rubrik Belletristik lege ich Dir die folgenden ans Herz:

Auch zwei Graphic Novels haben es auf meine Liste der Lieblingsbücher 2014 geschafft:

Und welche sind Deine Lieblingsbücher 2014?

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{ 25 Kommentare }

  • Basti 29. Dezember 2014

    Servus Christof! Respekt, ich komme nicht mal auf 5 Bücher im Jahr. Kann jetzt auch keines direkt empfehlen. Habe mir nun aber Netzkarte und eines der veganen Kochbücher bestellt.

    Antworten
    • Christof Herrmann 29. Dezember 2014

      Servus Basti, bin neugierig: Welches der Kochbücher denn?

      Antworten
      • Basti 29. Dezember 2014

        No meat athlete. Die Mischung aus Kochbuch und Laufbuch war ausschlaggebend!

        Antworten
  • Matthias 29. Dezember 2014

    Hallo,
    eins meiner Lieblingsbücher 2014 war „Darm mit Charme: Alles über ein unterschätztes Organ“ von Giulia Enders.
    Die Autorin schafft es sehr gut komplexe Zusammenhänge verständlich und dazu auch noch unterhaltsam zu erklären. Manche Abhängigkeiten sind mir nach der Lektüre erst so richtig klar geworden – ich mag diese Art Bücher, welche es schaffen wissenschaftliche Hintergründe charmant und zugleich informativ rüber zu bringen.
    Kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich über das unterschätzte Organ und das davon abhängige Befinden, informieren möchte.
    Gruß aus Unterfranken
    Matthias

    Antworten
    • Christof Herrmann 29. Dezember 2014

      Danke für Deinen Tipp. Habe das Buch nicht gelesen, aber mitbekommen, dass es sich zurecht wie geschnitten Brot verkauft.

      Viele Grüße

      Christof

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  • trix 29. Dezember 2014

    Hallo Christof! Danke für Deine Buchanregungen in 2014. Ich habe einiges davon „mitgelesen“. :) Meine Lieblinge in 2014? Schwer … was mich mitgenommen hat auf die Reise, war z.B. „Das Lavendelzimmer“ von Nina George. Und das Buch über Anni und Alois hat mich ebenfalls sehr angeregt. :) Wenn ich drüber nachdenke, gibt es sicher noch mehr!

    Dir wünsche ich ein bewegendes und gutes neues Jahr! Ich freue mich jetzt schon auf viele neue Eindrücke und Erlebnisse und Impulse!!! Lg trix

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    • Christof Herrmann 30. Dezember 2014

      Hallo trix,

      wusste gar nicht, dass Du gleich mehrere „meiner“ Bücher „mitgelesen“ hast :-)

      Das Cover von „Das Lavendelzimmer“ lässt ja eher eine Rosamunde-Pilcher-Schmonzette vermuten, aber es soll um „Bücher als Medizin“ gehen, was es für Bücherwürmer wie mich interessant macht :)

      Dir auch alles Gute und viel Lesevergnügen für 2015

      Christof

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      • trix 30. Dezember 2014

        Ja, das tut es. Ist es aber nicht. :D Irgendwie ist der Titel und das Cover tatsächlich etwas irreführend! ;) Sei mutig und lies es!!! Lg

        Antworten
  • Marion Hoppen 30. Dezember 2014

    Über meine absoluten Lieblingsbücher 2014 muß ich noch nachdenken – aktuell habe ich einen Tipp zu einer wunderbaren Fabel, die zum Jahresende passt: „Monti und das Land Uhr“.
    Zu finden auf unserem Blog in 11 Teilen – heute ist es Teil 9 – Ihr solltet also bei Teil 1 beginnen.

    Antworten
    • Christof Herrmann 30. Dezember 2014

      Bin auf Deine Lieblingsbücher 2014 gespannt. Die Fabel auf Eurem Blog lese ich heute Abend. Die Zeichnungen oder Aquarelle schauen ja schon mal vielversprechend aus …

      Antworten
      • marionhoppen 30. Dezember 2014

        Von deinen Büchern 2014 (12) habe ich gelesen: Das Geräusch einer Schnecke beim Essen, als zweites von Stan Nadolny „Netzkarte“ und das hat mich dazu gebracht, nochmal „Die Entdeckung der Langsamkeit“ von ihm zu lesen. Mit diesem Buch im Kofferraum als Spezialdruck für die Deutsche Gesellschaft für soziale Psychiatrie e. V. hatte ich 1990 einen ziemlich beeindruckenden Verkehrsunfall auf der Autobahn…. ich war die Fahrerin und habe die Langsamkeit entdeckt.

        Antworten
      • Christof Herrmann 31. Dezember 2014

        Nadolnys „Die Entdeckung der Langsamkeit“ steht in meinem Bücherregal und möchte ich 2015 lesen.

        Antworten
  • Ava 30. Dezember 2014

    Hallo Christof, haben denn vegane „Buchamateure“ auf deiner Seite eine Chance, ihre fünf Minuten Ruhm zu bekommen? Falls ja, meine email hast du nun.

    Ich schreibe viel zu „still“ und kantig, als dass ich eine Nummer im Mainstream werden könnte, aber falls du mal reinlesen willst, sag einfach Bescheid. ;)

    Ava

    Antworten
    • Christof Herrmann 31. Dezember 2014

      Du schreibst so „still und kantig“, dass ich nicht verstehe, was Du mir oder uns sagen möchtest. Hast Du ein Buch geschrieben?

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
      • Ava 6. Januar 2015

        Hallo Christof, ja, hab ich, wenn auch nicht zum Thema der veganen Ernährung (Scifi). Der Protagonist ist aber „wenigstens“ Vegetarier. ;)

        Zu finden ist mein Buch „Connors Licht – Begegnung der fünften Art“ bei Amazon (die deutsche Fassung).

        Merkwürdig auch, in DE verkaufe ich grad mal ein Buch (ebook) per Monat, wenn überhaupt, dagegen in Übersee täglich, manchmal mehrere. Und das ist schon was, wenn man ein totaler Noname ist, dazu noch ein „Kraut“… ^^

        Viele Grüße!
        Ava

        Antworten
  • Lea 31. Dezember 2014

    Respekt lieber Christof, dass du es schaffst, aus einer solchen Masse deine Lieblingsbücher auszuwählen.
    Niko Paech steht schon seit Beginn des Jahres auf meiner Leseliste, aber leider ist der Gute immer in der Bib ausgeliehen, sodass er da wohl noch ein Weilchen stehen wird. Auf sein Buch bin ich aber sehr gespant! Ansonsten hatte ich tatsächlich auch ein sehr sehr gutes Lesejahr 2014, ich wünsche dir ein noch besseres für 2015 (auch wenn ich es schade finde, dass du diese Rubrik aufgibst).

    Herzliche Grüße
    Lea

    Antworten
    • Christof Herrmann 31. Dezember 2014

      Ja, das (meine Lieblingsbücher aus „einer solchen Masse“ auszuwählen, war nichts anderes als eine Meisterleistung ;-)

      Kannst Du Dir Niko Paechs Buch nicht in der Fernleihe bestellen? Kostet zwar i. d. R. etwas, aber lohnt sich in dem Fall.

      Die Gelesen-Rubrik wird im Vergleich meiner anderen Blogartikel nur wenig gelesen und geteilt. Deswegen probiere ich 2015 etwas Neues und stelle nur noch ab und zu ein Buch vor, dass dann aber ausführlicher.

      EBG

      Christof

      Antworten
  • Nadine 31. Dezember 2014

    Das ist aber sehr, sehr schade.
    Ich habe die Gelesen-Rubrik gern gelesen – sie waren immer eine Inspiration für mich.

    Antworten
  • Birthe Schmidt 2. Januar 2015

    Lieber Christof,

    Aus Deinen 2014er Lieblingsbüchern habe ich bislang nur die ‚Befreiung vom Überfluss‘ von Nico Paech gelesen, den ich auch schon live erleben konnte und sehr schätze. Aktuell lese ich ‚Gut leben – Eine Gesellschaft jenseits des Wachstums‘ von Barbara Muraca und bin mit Rob Hopkins‘ ‚Einfach. Jetzt. Machen. – Wie wir unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen‘ noch nicht ganz durch. Beide sind schon Empfehlungen von mir an Dich und Deine LeserInnen.

    Ein glückliches, liebevolles und gesundes 2015 Dir!
    Birthe

    Antworten
    • Birthe 2. Januar 2015

      Ach, die Greta Taubert mit dem sehr humorvollen und inspirierenden ‚Apokalypse Jetzt – Wie ich mich auf eine neue Gesellschaft vorbereite‘ mag ich nicht unerwähnt lassen. Im aktuellen ‚mobil‘-Magazin der Bahn ist auch ein schöner Artikel von ihr über Nachbarschaft.
      Lieben Gruß, B

      Antworten
    • Christof Herrmann 3. Januar 2015

      Danke für Deine Tipps! Das Buch von Rob „Transition Town“ Hopkins steht nun auf meiner Liste.

      Viele Grüße aus Franken

      Christof

      Antworten
  • Johann Struck 8. Januar 2015

    Hallo Christof,

    erstmal alles Gute für das Jahr 2015!

    Als Neubuchhändler muss ich auch schnell mal meinen Senf dazugeben. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen 50 Bücher zu lesen in diesem Jahr. Ich denke es sind etwas über 30 geworden. Eins meiner Lieblingsbücher war „Ich krieg dich“ von Leo Martin. Er ist ein Ex-Geheimdienstagent und plaudert aus dem Nähkästchen, wie er Kommunikation einsetzte. Ein sehr interessantes und kurzweiliges Buch, das sich immer zu lesen lohnt.

    Mein anderes Lieblingsbuch ist „Ich fliege mit zerrissenen Flügeln“ von Raphael Müller. Raphael ist 14 Jahre alt und beschreibt, wie er als Autist und Schlaganfallpatient sein Leben erlebt. Dieses Buch gibt tiefe Einblicke in den überaus schlauen Kopf, eines Schwerbehinderten, der nicht sprechen und nicht laufen kann.

    Viele Grüße aus dem schönen Rosenheim

    Johann

    Antworten
  • Kim Weinand 9. Januar 2015

    Hallo Christof,

    vielen Dank für die Empfehlung meines Buchs „Top Rankings bei Google und Co.“ Es freut mich, dass Dir mein Buch gefallen hat und Du für Deinen Blog Tipps und Tricks gefunden hast.

    Viele Grüße, Kim

    Antworten
  • Christof Herrmann 9. Januar 2015

    @Johann
    Danke! „Ich fliege mit zerrissenen Flügeln“ klingt interessant. Als Ergänzung fallen mir gleich drei Bücher ein: „Öffne mir das Tor zur Welt – Das Leben der taubblinden Helen Keller und ihrer Lehrerin Anne Sullivan“ von Helen E. Waite, „Als ich unsichtbar war: Die Welt aus der Sicht eines Jungen, der 11 Jahre als hirntot galt“ von Martin Pistorius und „Dachdecker wollte ich eh nicht werden: Das Leben aus der Rollstuhlperspektive“ von Raúl Aguayo-Krauthausen, die ich in den letzten drei Jahren gelesen habe.

    @Kim
    Witzig, dass Du meinen Review entdeckt hast. Bist nicht nur der SEO-Profi, sondern auch der Search-Profi ;-)

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  • Anja Schulze 25. Januar 2015

    Hallo Christof & vielen Dank für deine Bücherliste.
    Ich kann dir das Buch „Wonder“ von R.J. Palacio empfehlen. Nicht wundern, dass ich dir ein Kinderbuch vorschlage, aber dieses Buch ist mit so viel Hingabe geschrieben. Ich bin fest überzeugt, dass es dir gefallen würde.

    Antworten

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