Gelesen im April: Die Kunst vegan zu backen, Alpencross Ostalpen, Rheuma. Jakobsweg – Muy bien!

Gelesen im April: Die Kunst vegan zu backen, Alpencross Ostalpen, Rheuma. Jakobsweg – Muy bien! …Vegan und gesund backen, mit dem Mountainbike über die Alpen pedalieren, mit Rheuma auf dem Jakobsweg wandern und dabei ein kleines Wunder erleben sowie die Auswirkung der Physiognomie auf den Charakter des Menschen – im April habe ich wieder einige interessante Bücher zu ganz unterschiedlichen Themen gelesen. Vielleicht ist etwas für Dich dabei!

Fach- und Sachliteratur

  1. Die Kunst vegan zu backen von Axel Meyer (Erscheinungsjahr: 2014, meine Bewertung: 4 von 5 Sternen)
    Axel Meyer gilt als Pionier der Naturkostbewegung. Vor 30 Jahren veröffentlichte er sein erstes „Backbuch“, das damals schon weitgehend pflanzlich war und und wegging wie geschnitten Vollkornbrot. In seinem neuen Buch präsentiert Meyer über 80 vegane Rezepte für herzhafte und süße Backwaren. Besonders interessant finde ich den kleinen Kurs, in dem man lernt, wie man Teig richtig knetet. Einen Stern Abzug gibt es, da für meinen Geschmack zu viel mit Industrieprodukten wie (ungehärteter) Margarine, Sojasahne und Pflanzenmilch gekocht wird.
  2. Alpencross Ostalpen von Achim Zahn (2013, 4,5 Sterne)
    Stephi hat mir in den letzten Jahren einen Floh ins Ohr gesetzt: Mit dem Mountainbike über die Alpen fahren. Das Buch dazu haben wir bereits. In „Alpencross Ostalpen“ beantwortet Achim Zahn aber auch wirklich alle Fragen und stellt die schönsten Routen sowohl für Anfänger als auch für Profis vor. Fehlt eigentlich nur noch das Mountainbike, etwas Ausrüstung, ein paar Trainingsrunden, zwei Wochen Zeit …
  3. Der Körper als Spiegel der Seele von Ruediger Dahlke (2007, 4 von 5 Sternen)
    In diesem Buch erklärt Vielschreiber Ruediger Dahlke aus seiner ganzheitlichen Sicht, welche Bedeutung die Physiognomie, also die äußere Erscheinung eines Menschen, für dessen Charakter hat. Die Nase symbolisiert etwa Orientierung und Durchsetzung, der Rücken steht für Anstrengung und Aufrichtigkeit. Dahlke stellt dabei nicht nur das angesagte Figurideal und Trends wie Schönheitsoperationen in Frage, sondern macht dem Leser Mut, sich mit seinem Aussehen zu beschäftigen und es letztendlich anzunehmen.

Belletristik

  1. Rheuma. Jakobsweg – Muy bien! von Burkhard Wittek (2014, 4,5 Sterne)
    Der Reiseautor Burkhard Wittek wird heuer die Alpenüberquerung Salzburg-Triest machen und danach ein Buch über seine Erlebnisse unterwegs schreiben. Es soll im Frühjahr 2016 auf den Markt kommen, also ungefähr zeitgleich mit meinem Rother-Wanderführer. Witteks aktuelles Buch „Rheuma. Jakobsweg – Muy bien!“ beschreibt ausführlich die „therapeutischen Spaziergänge“, die er und seine seit Jahrzehnten an Rheuma erkrankte Lebensgefährtin auf dem Camino Francés unternommen haben. Die beiden starteten mit viel Skepsis. Als Rheumaschübe überraschend ausblieben, fassten sie den Plan, die letzten 100 Kilometer bis Santiago de Compostella komplett zu gehen, um die begehrte Urkunde La Compostela zu bekommen. Ein Buch das Mut macht – nicht nur Rheumatikern! 

Comics

  1. Jenseits der Zeit von Olivier Pont und Georges Abolin (1995, 2,5 Sterne)
    Ansprechend gezeichnete Graphic Novel, die im frühen 20. Jahrhundert in Italien und Costa Rica spielt. „Ergreifend, fesselnd, tragisch, komisch“ soll die Geschichte zwischen Traum und Wirklichkeit laut Klappentext sein. Doch so richtig gepackt hat sie mich auf keiner der 200 Seiten. 

Und nun Du! Was liest Du gerade? Welches Buch empfiehlst Du mir, meinen Leserinnen und meinen Lesern?

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{ 15 Kommentare }

  • Robert 30. April 2015

    Servus Christoph!

    Alpencross würd mich auch reizen.

    Ich habe gerade Quintessenzen von Sven Böttcher gelesen und kann ich empfehlen. Oder hab ich den Tip hier von dir bekommen?

    Lg Robert

    Antworten
    • Christof Herrmann 30. April 2015

      Servus Robert,

      „Quintessenzen“ kann ich auch nur empfehlen! Danke für Deinen Vorschlag. Gut möglich, dass der Tipp von mir kam ;-)

      Viele Grüße

      ChristoF

      Antworten
  • Lea 1. Mai 2015

    Lieber Christof,

    das spannendste an deinen „Gelesen-Posts“ finde ich ja eigentlich, dass du herrlich querbeet liest und vor allem immer ganz ganz andere Sachen als ich. Das finde ich so schön inspirierend!

    Herzliche Grüße und einen schönen 1. Mai wünsche ich!

    Lea

    Antworten
    • Christof Herrmann 1. Mai 2015

      Hallo liebe Lea,

      mich interessiert einfach so viel bzw. ich bekomme so unterschiedliche Lektüre zwischen die Finger ;-)

      Christof

      Antworten
  • Sandra 1. Mai 2015

    Hallo Christoph, ich kenne zwar das Buch zum Alpencross nicht, bin aber selber schon von Füssen zum Gardasee gefahren und kann Dir das auch nur bestens empfehlen. Abseits der Straßen kann man noch fast unberührte alpine Landschaften genießen. Ein tolles Erlebnis! Beste Grüße, Sandra

    Antworten
    • Christof Herrmann 1. Mai 2015

      Halle Sandra,

      von Füssen bzw. Garmisch an den Gardasee werden in dem Buch auch zwei Touren vorgestellt, wobei man die Via Claudia Augusta auch mit dem Tourenrad machen kann.

      Einfach bewusste Grüße

      ChristoF

      Antworten
  • Sarah 1. Mai 2015

    Hoi Christof

    Schade wegen den Industrieprodukten im veganen Backbuch. Ich habe mich sehr dafür interessiert, jedoch würde ich solche Produkte halt nicht verwenden. Danke für das Resumé welches mir den Kauf erspart hat ;)

    Liebe Grüsse
    Sarah

    Antworten
    • Christof Herrmann 2. Mai 2015

      Ahoi Sarah,

      zu komplizierte Rezepte, zu viel Industrieprodukte und zu wenig regionale/saisonale Zutaten sind die drei Gründe, warum es bis jetzt nur ganz wenige veganes Kochbücher in unser Regal geschafft haben.

      Viele liebe Grüße

      Christof

      Antworten
  • Anja 5. Mai 2015

    Hallo Christof,
    das Buch von Rüdiger Dahlke klingt echt interessant, ich glaube das wandert gleich auf meine Wunschliste. :)
    LG

    Antworten
  • Ludwig Wilhelm 10. Mai 2015

    Hallo,

    ich lese „Der Biophilia Effekt“ – Heilung aus dem Wald von Clemens G. Arvay. Arvay ist ein Wissenschaftler und Biologe und erläutert in seinem Buch von dieser Seite aus warum wir uns denn im Wald so wohl fühlen und es uns danach so gut geht. Dachte erst das ist so wissenschaftlich dass ich es als Nicht-Biologe nicht verstehe – aber weit gefehlt!

    Seitdem ist der Wald für mich ein anderer geworden und habe gleich mal 4 Tage Urlaub im tiefsten Bayrischen Wald gemacht. Herrlich. Also Vorsicht – nach dem lesen ändert sich womöglich die Einstellung und die Wahrnehmung der Natur grundlegend;-)

    Alles Gute, Ludwig

    Antworten
    • Christof Herrmann 11. Mai 2015

      Hallo Ludwig,

      besten Dank für den Tipp, der nicht nur für mich interessant sein dürfte, da sich hier ja viele Outdoorbegeisterte tummeln. Es zieht mich selbst immer wieder in den Wald (im Bayerischen Wald war ich übrigens auch schon mehrmals), wegen der Ruhe, der Luft, dem Grün, der Ausstrahlung der Bäume …

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Åsta 12. Mai 2015

    Buchempfehlung aus Skandinavien:
    In Norwegen, Bergen, gibt es einen Autor, der immer zu Fuss oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, und der einen schönen Roman über seine Wanderungen – und über die Wanderungen von einigen wichtigen europäischen Denkern – geshrieben hat.

    Das Buch gibt es auch auf Deutsch:

    „Gehen: oder die Kunst, ein wildes und poetisches Leben zu führen“ von Tomas Espedal, aus dem Norwegischen von Paul Berf, Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2011, ISBN 978-3-88221-551-9

    Vielleicht wäre dieses Buch auch etwas für die LeserInnen dieses Blogs?

    Antworten
  • Ede 16. Mai 2015

    Hallo Christof,

    kurz zu dem Alpencross Buch von Achim Zahn:
    Achim Zahn ist zweifelsfrei einer der Alpencross Pioniere. Nicht umsonst wurde auch eine Route (die „Joe-Route“) nach ihm benannt.

    Wenn Du Dir die Seiten der alteingesessenen MTB-Reiseveranstalter anschaust, hat sich hier die Welt weitergedreht. Touren mit über 10.000 Hm/Woche muss man schon suchen gehen.

    Natürlich haben die Zahn Routen noch die Aura des Abenteuers. Z.b. die Joe Route mit 9 Pässen > 2000 Hm und von Gesamthöhenmetern von > 14000 Hm. Allein schon der Tourcharakter trennt hier die Spreu vom Weizen.

    Das muss jeder selbst entscheiden, ob er sich den Stress antun möchte….das Erlebnis kann auch mit weniger Hm unvergessen sein.

    Grüße
    Ede

    Antworten
    • Christof Herrmann 16. Mai 2015

      Hallo Ede,

      in dem Buch (2. Auflage 2013) sind schon auch leichteren Routen mit wenigeren Höhenmetern beschrieben:

      1. über den Reschenpass, 6300 Höhenmeter
      2. Via Claudia Augusta, 5500 Höhenmeter
      3. über das Timmelsjoch, 7100 Höhenmeter

      Die Höhenmeter gelten jeweils für die komplette Überquerung, also zwischen 350 und 400 km.

      Dass diese Routen nicht ganz so beeindruckend und landschaftlich weniger reizvoll sind, müsste klar sein. Die Via Claudia Augusta etwa kann man auch mit dem Tourenrad machen.

      Ich bin nicht im Bilde, was die MTB-Reiseveranstalter so anbieten. Sind es denn andere Routen, als die drei obigen?

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten

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