Nudeln mit Pilz-Cashewsahne-Sauce

Nudeln mit Pilz-Cashewsahne-Sauce,Vegan, raffiniert – Zeit: 45 Min. – Schwierigkeit: mittel

Vor rund zwei Jahren habe ich auf die rein pflanzliche Ernährung umgestellt. Ich habe es nie bereut. Mir fehlt es an nichts. Im Gegenteil! Es gibt so viel zu entdecken und kombinieren: Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreide, Kräuter, Gewürze, Nüsse, Kerne, Samen, Öle, Obst …

Ersatzprodukte wie Sojaschnitzel, Vurst oder veganer Käse kaufe ich fast nie und halte ich für entbehrlich – nicht weil sie den tierlichen Geschmack imitieren, sondern weil sie meist hoch verarbeitete Industrielebensmittel sind.

Selbst auf Sojasahne, die oft in der Gastronomie und in Kochbüchern für vegane Gerichte verwendet wird, verzichtet ich. Schließlich kann man aus Cashewkernen und Wasser in nur einer Minute köstliche Cashewsahne herstellen. Einweichen ist nicht nötig. Zudem ist die Pflanzensahne nach dem Pürieren direkt gebrauchsfertig, da sie nicht durch ein Sieb oder Netz gestrichen werden muss.

Mit Cashewsahne kann man wunderbare Dinge anstellen. Ich mache damit Suppen, Aufläufe, Nudelsaucen, Kakao, Smoothies etc. Die in diesem Rezept vorgestellte Pilz-Cashewsahne-Sauce habe ich nach und nach entwickelt. Sie hat auch Familie und Freunde begeistert, die sich nicht vegan ernähren.

Für 4 Portionen:
15 getrocknete Tomaten (möglichst keine in Öl)
500 g Nudeln nach Wahl
1-2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
3 EL Olivenöl
400 g Champignons (oder andere Pilze)
100 g Cashewkerne
300 ml Wasser
Salz
Pfeffer
1-2 Handvoll Basilikumblätter

Cashewsahne ist im Handumdrehen hergestellt.

  1. Die getrockneten Tomaten 30 Minuten in Wasser einweichen und dann in Streifen oder Würfel schneiden.
  2. Nudeln in reichlich Salzwasser „al dente“ kochen.
  3. Währenddessen Schalotten schälen und in kleine Würfel schneiden.
  4. Die Knoblauchzehe fein hacken.
  5. Schalotten in einer Pfanne mit Olivenöl andünsten.
  6. Knoblauch und Tomaten zugeben.
  7. Champignons putzen, in dünne Scheiben schneiden und mitdünsten.
  8. Cashewkerne und 300 ml Wasser mit einem Stand- oder Stabmixer pürieren.
  9. Die Cashewsahne mit in die Pfanne geben und kurz erhitzen.
  10. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  11. Die Basilikumblätter in Streifen schneiden
  12. Die Nudeln in der Pfanne mit der Pilz-Cashewsahne-Sauce mischen und mit dem Basilikum in Tellern servieren.

Tipps:
– Die Cashewsahne dickt schnell ein, sobald Du sie in die heiße Pfanne gibst. Deswegen sollten die Nudeln fertig und der Tisch gedeckt sein.
– Die Pilz-Cashewsahne-Sauce schmeckt sogar ohne Schalotten, Knoblauch und Basilikum.
– Werde selbst kreativ und variiere nach Deinem Geschmack. Ich kann zum Beispiel empfehlen, anstelle der getrockneten Tomaten Oliven oder frische Tomaten zu verwenden.

Guten Appetit!

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{ 39 Kommentare }

  • Birgit 7. November 2015

    Hmmm…
    das sieht ja mal richtig lecker aus. Werde ich nächste Woche nachkochen.
    Ich selber esse so selten Fleisch, dass ich eigentlich schon Teilzeitvegetarier bin,
    aber die Familie will halt die Abwechslung und auf Fleisch und Fisch nicht
    verzichten. Tja und ich traue mich nicht so richtig an eine totale Umstellung ran.
    Ehrlich gesagt auch aus Faulheit, da ich denke mir viel neues Wissen über
    eine vollwertige für den Körper richtige Ernährung aneignen zu müssen.
    Mein Sohn ist Leistungssportler, der würde mir samt Trainer aufs Dach steigen.
    Babyschritte… ;)

    Antworten
    • Christof Herrmann 7. November 2015

      Bin gespannt, wie es Dir oder Euch schmeckt.

      Schönen Gruß an Deinen Sohn: Auch oder gerade für Leistungssportler ist eine vegane Ernährung zu empfehlen, u. a. aufgrund der schnelleren Regeneration (die ich selbst auf meinen Alpenüberquerungen erlebt habe). Immer mehr Leistungssportler ernähren sich ja schon.rein pflanzlich – Patrik Baboumian („Stärkster Mann Deutschlands“), Venus Williams, Serena Williams, Carl Lewis (auch schon während seiner Laufbahn), Mike Tyson u. a.

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  • Vitus 7. November 2015

    Das sieht und klingt schmackhaft aus, wird ausprobiert. Danke für das Rezept. Auch in anderen Sportarten gibt es zahlreiche Profi-Sportler, die sich vegan ernähren. Eishockey, Läufer, sogar Fußball.

    Antworten
  • Heike 7. November 2015

    Ich nutze auch gerne Cashewkerne für eine cremige Sauce.
    Wichtig ist, darauf zu achten, woher die Cashews kommen. Ich kaufe meine immer von Alnatura.
    Ich lebe nun auch seit über zwei Jahren vegan und fühle mich besser als je zuvor und der Spaß am Kochen hat um ein Vielfaches zugenommen. Und ich kann auch bestätigen, dass vegane Ernährung gerade für Sportler sehr gut ist.

    Viele Grüße
    Heike

    Antworten
    • Christof Herrmann 7. November 2015

      Danke für den Hinweis. Ich verwende Cashewkerne aus dem Bioladen. Kann ich da sicher sein, dass sie fair hergestellt wurden?

      Antworten
      • Heike 9. November 2015

        Wirklich sicher kannst du dir nur bei den Firmen auf der „Weißen Liste“ sein.
        Ich hab zu Cashews irgendwie ein gespaltenes Verhältnis. Auf der einen Seite sind sie lecker, gesund und vielfältig verwendbar. Auf der anderen Seite hab ich schon gelesen, dass die eigentlich Frucht nach Entfernen der „Nuss“ Abfall ist. Dazu kommt dann die Sache mit der Ausbeutung der Arbeiter und zusätzlich dass sie von weit her importiert werden müssen und meinen Bemühungen regional einzukaufen damit absolut nicht entsprechen. Ich versuche daher sie nicht allzu häufig zu verwenden. Den Tipp mit den Walnüssen werde ich sicher auch mal probieren.

        Antworten
        • Christof Herrmann 10. November 2015

          Dann werde ich in Zukunft drauf achten, nur Cashews von der „Weißen Liste“ zu kaufen. Ich gebe Dir aber recht, dass man möglichst regional und saisonal einkaufen sollte. Bei Obst, Gemüse und Kräuter ist das nicht so schwierig. Ganz auf Produkten aus Übersee wird keiner verzichten können. Kaffee, Kakao, Tee und Schokolade kaufe ich fast ausschließlich in Bioqualität und mit dem fairtrade-Siegel. Das der Cashewapfel nach Entfernen des Cashewkerns weggeworfen wird, stimmt meines Wissens nicht. Er ist nur leicht verderblich und kommt deswegen nicht bei uns in den Handel. Meist wird aus dem Cashewapfel Saft und Marmelade hergestellt, was überwiegend in den Herstellerländern verkauft wird.

        • Olli 11. November 2015

          Fairtrade scheint hinterfragungswürdig zu sein. Vom Ansatz ist es gut und fair, wenn die Menschen vor Ort gute Preise für gutes Geld bekommen. In dem Buch von Raphael Fellmer (Glücklich ohne Geld) beschrieb er aber, wie er auf einer Reise nach Mexico Menschen von Farmen gesprochen hat, deren Besitzer ein Fairtrade Siegel erworben hatten, die Arbeiter aber rein gar nichts davon hatten. Der Besitzer der Farm, der also ohnehin schon „gut“ da stand, wurde noch reicher – aber die Arbeiter nicht. Ist es das, was man sich unter Fairtrade vorstellt? Meine Vorstellung war jedenfalls immer, dass die Menschen, die mein Produkt herstellen, etwas davon haben.
          Nun bin ich immer skeptisch, wenn einer etwas vermeintlich Gutes in Frage stellt, aber Fellmer ist nicht nur bekennender Veganer, sondern glaubt an das Gute in der Welt und hätte eigentlich ein Interesse, Fairtrade zu puschen. Tut er aber nach seiner eigenen Erfahrung nicht. Er spricht sich daher für Selbstversorgung aus (was bei Cashew natürlich schlecht geht). Ich (für mich ganz alleine) stelle mir also die Frage, kann das Siegel wirklich das gewährleisten, was ich mir darunter vorstelle oder ist es nur ein Siegel, welches einigen wenigen nützt.
          Fairtrade hin oder her – ich freue mich jedenfalls schon drauf, Dein Rezept nachzukochen, danke dafür. :-)

  • Johannes 7. November 2015

    Eine super Idee mit der Cashewsahne. das werde ich bald ausprobieren. Danke

    Antworten
  • Uschi Rech 7. November 2015

    Glaubst du mir, wenn ich dir verrate, dass ich gestern exakt dieses Essen gekocht habe? Der einzige Unterschied war, dass ich anstelle des Basilikums kleingeschnittenen Rucola verwendet habe. Dazu gab es einen frischen Feldsalat mit Zwiebeln und halbierten Cocktailtomaten. De Luxe! Ich freue mich schon auf dein Buch zur Alpenüberquerung!

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  • Maria 8. November 2015

    Hallo Christof!

    Hast du schon an Walnüsse gedacht und probiert? Das wäre eine heimische Alternative. Ich mache alles mit Walnüssen und habe zuletzt auch ein Rezept für Walnussmilch veröffentlicht. Die sind auch so weich dass man keinen Hochleistungsmixer braucht.

    Lg
    Maria

    Antworten
    • Christof Herrmann 8. November 2015

      Hallo Maria,

      gute Idee. Habe ich noch nicht ausprobiert. Magst Du nicht das Gericht mit Walnussmilch nachkochen und dann hier berichten, wie es geschmeckt hat ;-) Was mich bisschen abschreckt ist, dass man die Walnüsse stundenlang einweichen muss und dann durch ein feines Sieb oder Netz streichen muss.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
      • Maria 9. November 2015

        Hallo Christof!

        Man muss die Walnüsse nicht einweichen, wenn man das nicht will. Sie werden weicher durch das Einweichen (das hilft beim Mixen wenn man keinen so guten Mixer hat) und das nur ganz wenig Bittere der Schale wird ausgeschwemmt.

        Ich habe es auch schon ganz ohne Einweichen gemacht, war genau so gut und gar kein Problem obwohl mein Mixer gar nicht so gut ist.

        Getrocknete Tomaten liebe ich ja sehr, wenn ich das nächste Mal Champignons bekomme, wird nachgekocht.

        lg
        Maria

        Antworten
  • Susanne 8. November 2015

    Das sieht sehr lecker aus! Werde ich ganz sicher schon bald nachkochen :-)
    Was ich bei Deinem Beitrag zudem gut finde, ist der Hinweis auf die veganen Fleisch- und Wurstalternativen. Ich gönne mir diese Sachen – die zugegebenermaßen auch mal lecker sind – nur sehr selten. Erstens, weil da zum Teil erschreckende Industriezutaten drin sind (Aromen, Geschmacksverstärker, Hefeextrakte …), die mir nicht gut bekommen, und zweitens, weil ich mich möglichst mit ganz frischen Sachen ernähre, die direkt vom Markt kommen. Das ist gesünder und schmeckt auch super.
    Ok, ganz selten mal gibts die vegane Mortadella mit etwas veganer Mayo. Junk-Food muss auch mal sein. Aber seiner Gesundheit tut man damit ebensowenig einen Gefallen wie das die Omnis tun, wenn sie Wurst etc. essen.
    Frisch ist einfach besser :-)

    Antworten
    • Christof Herrmann 9. November 2015

      Nach meiner Erfahrung gewöhnt man sich den Industriegeschmack nach und nach ab. Die meisten Marmeladen aus dem Supermarkt sind mir mittlerweile zu süß, Chips haben oft einen extremen Geschmack, veganen Pizzakäse bekomme ich gar nicht mehr runter …

      Antworten
  • Anke Wolfarth 8. November 2015

    Hallo Christof,
    soeben Dein Rezept nachgekocht und gegessen! Absolut super lecker!!! Ich werde es auf jeden Fall mal mit heimischen Nüssen probieren…. Ich kann auch nur immer wieder sagen, wie toll es ist vegan zu sein. Bei mir sind es jetzt 4 Jahre und es war definitiv die beste Entscheidung meines Lebens. Für die Tiere hätte ich sehr gerne Entbehrungen in Kauf genommen – nur dass die vegane Küche einfach xfach leckerer ist und viel vielseitiger, das hätte ich vorher nicht gedacht. Danke für Deine Seite!

    Antworten
    • Christof Herrmann 9. November 2015

      Hallo Anke,

      das ging ja flott! Würde mich interessieren, ob es auch mit heimischen Nüssen mundet.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Katja 9. November 2015

    Haben wir soeben verputzt…..ohne Tomaten, dafür mit ganz vielen Pilzen und Rucola und die Cashewsahne mit zusätzlichen Mandeln.
    Perfekt! Vielen Dank!

    Antworten
  • Dominik 10. November 2015

    Hi Christof,

    gestern gekocht (erstmal ohne eigene Kreativität) -> super lecker.
    Alleine die Idee mit der Cashewsahne war uns noch neu und werden wir jetzt öfter ausprobieren.

    Vielen Dank und Grüße!

    Dominik

    Antworten
    • Christof Herrmann 11. November 2015

      Mit Cashewsahne (und anderer selbstgemachter Nussmilch) kann man gut experimentieren. Bin gespannt, was Du oder andere damit noch anstellen …

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Emmih 11. November 2015

    Hallo Christof,
    heute habe ich Dein obiges Rezept ausprobiert.
    Das Kochen hat mir richtig Spaß gemacht.
    Anstelle der getrockneten Tomaten habe ich Oliven genommen (klein gewürfelt) und über die fertigen Champignons einen Spritzer Zitronensaft gegeben. Ich finde, das schmeckt sehr pikant.
    Die Cashewsahne ist mir gut gelungen und rundet das Gericht wunderbar ab und macht total satt!! Den Nachmittagskaffee mit Plätzchen mussten wir ausfallen lassen!!!!
    Ich freue mich schon auf das nächste Rezept.
    Liebe Grüße!
    Emmih

    Antworten
    • Christof Herrmann 12. November 2015

      Hallo Emmih,

      die Idee mit dem Spritzer Zitronensaft finde ich gut. Werde ich ausprobieren.

      Viele liebe Grüße

      Christof

      Antworten
  • Ultike 14. November 2015

    Leute, dieses Pasta-Rezept ist der Hammer! Ich sitze grad vor meinem ersten Teller und kann es kaum glauben, wie lecker das ist! Vielen Dank für diese verboten gute Kochidee! ?????????

    Antworten
  • Walter Jahn 15. November 2015

    Ich habe das heute nachgekocht… es ist ein sehr leckeres Gericht. Toll. Bitte weiter so…

    Gruss
    Walter

    Antworten
  • Jette 19. November 2015

    Hhhhmmm sieht super lecker aus. Werde ich sofort ausprobieren, wenn ich wieder zu Hause in Deutschland und bei einem Mixer bin. Passen dazu auch andere Pilze als Champignons?

    Lg Jette

    Antworten
  • Birgit Dröll 19. Dezember 2015

    Lieber Christof,
    das Rezept ist super,
    Ich habe heute zum ersten Mal Cashewsahne
    zubereitet und bin mit dem Ergebnis wirklich sehr zufrieden,
    das mache ich jetzt öfter!
    Auch deine Bolognese mit Sonnenblumenkernen
    wurde bereits mehrfach von mir gekocht, große Klasse!
    Wer braucht denn da noch Fleisch!!!
    Vegane Grüße
    Birgit

    Antworten
  • Sabina 3. Januar 2016

    Ich habe gerade ein Video über die Produktion von Cashewkernen gesehen. Schade, dass die ArbeiterInnen immer unter Druck stehen. :(

    Antworten
    • Christof Herrmann 3. Januar 2016

      Das Thema wurde schon weiter oben diskutiert. Möglichst Cashews kaufen, die auf der Weißen Liste stehen, z. B. die von Alnatura.

      Antworten
  • Markus B. 8. April 2016

    Cashewkerne sind äusserst gesund: proteinreich, reich an ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, enthalten sie auch Tryptophan, welches vom menschlichen Körper in Glückshormone (Serotonin) umgewandelt wird!

    Antworten

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