Geldfreier leben

Geldfreier leben - Was würdest Du tun, wenn Geld keine Rolle spielt?

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Tobi Rosswog. Als Aktivist, Mitweltpädagoge und Campaigner ist er mit all seiner Energie und Zeit beim Projekt- und Aktionsnetzwerk living utopia aktiv. Mit living utopia gestaltet er nach den begleitenden Motiven geldfrei, vegan, ökologisch und solidarisch Mitmachräume für den gesellschaftlichen Wandel.

Wer träumt nicht davon, ein Leben frei von Geld zu führen? Einfach ist das in der heutigen Gesellschaft natürlich nicht. Aber Du kannst auf jeden Fall geldfreier werden.

Was assoziierst Du mit Geld?

Nimm Dir kurz Zeit, um inne zu halten und Dir Gedanken zu machen, was Du mit Geld assoziierst.

In über 100 Workshops mit unserem Projekt- und Aktionsnetzwerk living utopia haben wir zu diesem Begriff gebrainstormt. Das Ergebnis lautete: Macht, Arbeit, Sklaverei, Ausbeutung und Kapitalismus auf der einen Seite, Energieausgleich, Möglichkeit, Unabhängigkeit und Freiheit auf der anderen Seiten. Klar war jedes Mal, dass die zuerst genannte Seite überwog. Geld scheint ein negativ konnotierter Begriff zu sein. Aber warum? Ist Geld wirklich böse?

Ist Geld böse?

Das wäre zu einfach. Es gibt viele Gründe, warum Geld vielleicht nicht das idealste aller Mittel ist, per se schlecht ist es jedoch nicht. Ein eher versteckter, aber umso wichtiger Grund ist beispielsweise, dass mit Geld immer das Prinzip von Leistung und Gegenleistung einhergeht. Das bedeutet, dass Du es haben musst, damit Du Deine Grundbedürfnisse decken kannst. Du musst etwas leisten, damit Du es bekommst. Oft ist diese Tätigkeit fremdbestimmt und bringt Dir weder Freude noch ergibt es für Dich Sinn. Du bist von Geld abhängig! Wer möchte nicht unabhängig davon sein oder zumindest geldfreier leben?

Was würdest Du tun, wenn Geld keine Rolle spielt?

Ich glaube, dass jeder Mensch sich frei entfalten möchte, um seine Talente mit der Gemeinschaft zu teilen. Die Frage ist also: Was würdest Du tun, wenn Geld keine Rolle spielt? Mit living utopia haben wir zu dieser Frage eine Internetkamapagne gestartet und die 250 Antworten in Form einer Wortwolke ausgewertet. Du findest die Wortwolke am Anfang dieses Artikels und kannst sie mit einem Mausklick vergrößern. Ist es nicht interessant, dass die meisten Teilnehmer „mehr leben“ würden?

Geld ist der Mittelpunkt unseres Lebens

Schon Kinderlieder weisen eindringlich darauf hin: „Geld, Geld, Geld, wie bezahlt die Welt? Wenn mir was gefällt, brauch ich etwas Geld!“

Die Fokussierung aufs Geld im Alltag zieht sehr viel Energie. Jegliche soziale Interaktion scheint dadurch bestimmt zu sein. Wir begegnen uns immer häufiger in den klassischen Rollen von Verkäufer/innen und Konsument/innen, in der Geld das Maß aller Dinge ist. So lange dies so ist, wird keine gerechte Gesellschaft bestehen. Dieser Gedanke findet sich auch in Thomas Morus berühmtem Werk „Utopia“.

Die Ökonomisierung und damit maßgeblich das Prinzip von Leistung und Gegenleistung betrifft auch immer mehr die familiären und freundschaftlichen Beziehungen.

Warum sollten wir geldfreier werden?

Wer geldfreier und damit lohnarbeitsunabhängiger lebt, kann sich freier entfalten und seine Talente entdecken. Es ist eine Freude, die eigenen Fähigkeiten mit der Gemeinschaft zu teilen. Natürlich können wir nicht unsere gesamte Gesellschaft und Wirtschaft von heute auf morgen geldfrei strukturieren. Das Ganze ist ein längerer Prozess. Durch die Mitmachräume möchten wir Menschen motivieren, freier von Geld und Lohnarbeit zu werden.

3 Schritte in ein geldfreieres Leben

Wir haben mit living utopia die Internetkamapagne geldfreier leben initiiert.

Es geht nicht darum, Dir einen Survival Guide in die Hand zu geben, mit dem Du in fünf Tagen lernst, wie Du geldfrei leben kannst. Vielmehr möchten wir unsere Erfahrungen in den Bereichen Philosophie, Praxis und Perspektivwechsel teilen:

  1. Was brauche ich wirklich?
    Wir Deutsche besitzen im Schnitt 10.000 Dinge. Das ist zu viel und eine unglaubliche Überforderung. Vermutlich hatte ich weniger Dinge. Dennoch: Als ich mich so weit reduzierte, dass mein gesamter Besitz in einen Rucksack passte, war das eine große Befreiung. So radikal musst Du natürlich nicht sein. Ein bisschen zu entschlacken, tut jedoch sicherlich gut – und bestimmt gibt es Personen, die Deine aussortierten Dinge genau jetzt benötigen. Und da kommen wir zum nächsten Punkt.
  2. Vorhandenes sinnvoll nutzen!
    Ein paar Zahlen, um einen Eindruck des unglaublichen Überflusses in Deutschland zu bekommen:
    • 50 % aller Lebensmittel werden weggeworfen.
    • Durchschnittlich konsumiert jeder von uns 55 Kleidungsstücke im Jahr.
    • Es gibt viel ungenutzten Wohnraum – allein 1,8 Millionen Wohnungen stehen leer.
    • Jedes der 52 Millionen Autos bewegt sich mit 1,3 Personen darin eine Stunde am Tag.
  3. Werde kreativ und vernetze Dich!
    Die Projekte, die versuchen die vorhandenen Ressourcen zu teilen, werden immer mehr und bekannter. Auch hier möchte ich nur ein paar Initiativen nennen, um deren Potential aufzuzeigen:
    foodsharing: Lebensmittel teilen, anstatt sie wegzuwerfen.
    • Kleiderschenkpartys, Umsonstläden und online Gruppen wie „free you stuff“.
    • Gib und nimm Häuser: Wenn Du ungenutzte Räume hast oder deine Räume mit anderen Menschen teilen möchtest.
    • Die gemeinschaftliche Nutzung von Autos durch Carsharing oder trampen.

Wenn Du an weiteren Infos und einen Perspektivwechsel interessiert bist, kann Du Dich gerne in den 20-Tage-„geldfreier leben“-Newsletter eintragen. Mehr dazu und zu unserer Kampagne findest Du unter geldfreier leben.

Bis dahin: Not just talking about utopia, but living utopia!

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{ 28 Kommentare }

  • Linda 15. November 2015

    Hallo und vielen Dank für die motivierenden Worte. Ich frage mich nur, wer für unsere Schulen, unsere Pflegeheime unsere Straßen bezahlen sollen, wenn wir geldfrei leben und kein oder kaum Steuern zahlen?

    Antworten
    • Tobi Rosswog 16. November 2015

      Liebe Linda,
      danke Dir sehr für Deine Frage.
      Wenn wir ganz radikal weiter denken und in einer ganz geldfreien Welt leben, ist die Motivation der Menschen einfach nicht mehr aufgrund des Geldes etwas zu tun.
      Im Grunde steht hinter Deiner Frage – wenn ich sie richtig verstehe – die Menschenbildfrage.
      Ich glaube, dass Menschen aus innerer Motivation etwas schaffen möchten.
      Ein sehr spannender Artikel von Dr.in Friederike Habermann, der sehr leicht zu diesem Thema geschrieben ist, findest Du hier.

      Darin beschreibt sie auch kurz und knapp den Gummibärchen-Effekt. Kennst Du den bereits?
      Er zeigt was passiert, wenn Deine intrinsische Motivation durch extrinsische Motivation ersetzt wird und auf einmal dann nach einiger Zeit die extrinsische Motivation wegfällt… Unglaublich spannend!

      Die Frage, die wir uns allgemein dann weiter stellen dürften, wäre:
      Was brauchen wir wirklich in einer zukunftsfähigen Gesellschaft von morgen und wie organisieren wir das?
      Ich habe große Hoffnung und festes Vertrauen, dass wir in einem Prozess dahin Wege des Miteinanders finden werden.
      Um beim Thema Straßen radikal zu hinterfragen: Wieviel Straßen brauchen wir wirklich? Was für Auswirkungen hat dieser Luxus für die gesamte Mitwelt? Wieviel Energie – vor allem auch an „Arbeitskraft“ – könnten wir freisetzen, wenn weniger Straßen geplant, gebaut und repariert werden müssten?
      Das sind spannende Fragen auf dem Weg dahin.

      Dabei geht es nicht um Patentrezepte, sondern das Experimentieren, um Herausforderungen unserer Zeit zu lösen.
      Ein wichtiger Gedanke dabei ist: Wir sollten nicht stagnieren und nichts tun, weil wir denken, dass wir nichts ändern könnten oder es evtl. gar nicht möglich ist. Denn Realitiät ist nicht starr, sie ist veränderbar! Und nur weil wir momentan einiges nicht zu denken im Stande sind, bedeutet das nicht, dass es unmöglich ist. Es ist eben einfach nur jetzt noch nicht denkbar ;)

      Antworten
  • Feli 16. November 2015

    Hallo!
    Ohne Geld zu leben ist sicher utopisch auch wenn es ein paar wie die Heidemarie Schwermer tun.
    Geldfreier zu leben geht aber und macht Sinn wie dieser schöne Beitrag zeigt.
    Danke!
    Feli

    Antworten
    • Tobi Rosswog 16. November 2015

      Danke Dir sehr für Dein Feedback.
      Gerade mag uns eine Welt ganz ohne Geld vollkommen undenkbar erscheinen, aber nur weil etwas undenkbar ist, ist es nicht unmöglich ;)
      Wie Friederike in ihrem Artikel, den ich im letzten Kommentar verlinkt habe schreibt:
      „Wir brauchen neue Erfahrungen, in denen wir uns verändern und so neue Erkenntnisse erlangen können. Insofern ist nicht nur realistisch, was im Augenblick durchführbar erscheint: Die Welt formt uns, und wir formen die Welt.“

      Antworten
  • Maria 16. November 2015

    Hallo!

    Das Thema „ohne Geld leben“ beschäftigt mich bereits seit über 2 Jahren und ich habe einiges dazu gelesen.

    Für mich möchte ich es so beantworten – leben ohne Abhängigkeit von Geld.

    Das habe ich in den letzten Jahren auch gut umsetzen können und Möglichkeiten geschaffen, mit weniger als der Hälfte Einkommen mein Auskommen zu haben.

    Interessanterweise bin ich heute zufriedener und fühle mich glücklicher als zuvor.

    lg
    Maria

    Antworten
    • Tobi Rosswog 17. November 2015

      Genau liebe Maria,
      darum geht es. Die Fokussierung aufs und Abhängigkeit vom Geld überwinden.
      Darum auch geldfrei – also frei davon werden ;)
      Geld und Glück hängt eben nicht unbedingt zusammen. Das beleuchten wir auch kurz in unserem geldfreier leben Newsletter.
      Stichwort: Easterlin Paradox für alle, die nicht länger warten können.
      Alles Liebe,
      tobi

      Antworten
  • Karl 17. November 2015

    Hi Tobi,
    super Artikel bin voll auf Deiner Seite. Schon Aristoteles sagte: Was es alles gibt, was ich nicht brauche!“ Leider sind die alten Herren in unserer Gesellschaft etwas in Vergessenheit geraten. Lg Karl

    Antworten
    • Tobi Rosswog 17. November 2015

      Lieber Karl,
      danke Dir für das Zitat, was ich bisher nur von Sokrates kannte, aber sicherlich schon viele so gesagt haben.
      Wichtig ist vor allem, dass wir nicht beim Schnacken bleiben, sondern ins Handeln kommen!
      Herzlichste Grüße,
      tobi

      Antworten
  • Christiane 17. November 2015

    Ein guter Artikel mit sehr interessanten Gedanken!
    Wir haben ja tatsächlich genug von allem – von vielem sogar zuviel … – und leben in einem unglaublichen Überfluss. Seit ich angefangen habe, mit vermeintlich unnützen Dingen, die sonst im Müll landen, zu experimentieren und daraus Neues und Nützliches herzustellen, beobachte ich an mir selbst eine immer größere Unabhängigkeit: weniger Konsum und weniger Geld-Brauchen durch sinnvolle Nutzung von (kostenlos!) Vorhandenem.
    Ach, und ganz nebenbei macht Selbermachen ja auch noch glücklich.
    :)
    Ganz liebe Grüße
    Christiane

    Antworten
    • Tobi Rosswog 17. November 2015

      Danke Dir liebe Christiane fürs Teilen Deiner Erfahrungen.
      Habe gestehen, dass bikelovin aus Osnabrück kommt. Warst Du gestern auch bei meinem Vortrag in der AStA Villa?
      Liebe Grüße zurück,
      tobi

      Antworten
      • Christiane 17. November 2015

        Oh, da war ich nicht. Schade.
        Liebe Grüße nochmal
        Christiane

        Antworten
        • Tobi Rosswog 17. November 2015

          Dann vielleicht das nächste Mal. Komme bestimmt wieder nach Osna. Ist sehr sehr schön hier :)
          Ansonsten bin ich die nächsten Tage noch fast in der Nähe und zwar in Bocholt, Gronau und Breedevoort (NL).
          Alle aktuellen Termine findest Du hier: http://livingutopia.org/
          Ansonsten informieren wir immer in unserem Newsletter über aktuelle Termine und Aktivitäten.
          http://www.livingutopia.org/newsletteintragung/

  • Sonja 17. November 2015

    Hallöchen,
    interessante Gedanken! Du bist in Bocholt? Ich wohne hier…was machst du hier?
    Liebe Grüße,
    Sonja

    Antworten
    • Tobi Rosswog 17. November 2015

      Liebe Sonja,
      das ist ja witzig.
      Am Mittwoch Abend gebe ich dort in der Familienbildungsstätte einen Vortrag genau zum Thema „geldfreier leben“.
      Vielleicht sehen wir uns ja?
      Alles Liebe Dir,
      tobi

      Antworten
      • Sonja 17. November 2015

        Ach schade, da hab ich Yoga – aber da freu ich mich auch schon drauf! Wünsch dir viel Erfolg und eine schöne Zeit hier! Liebe Grüße, Sonja

        Antworten
  • Kiki 17. November 2015

    Hallo Tobi,

    du bringst mich wirklich zum Nachdenken.
    Wie angenehm wäre es, doch etwas unabhängiger in dieser Hinsicht zu sein. Dagegen steht aber leider für mich auch der gesellschaftliche Druck, der klar nach Besitz und Geld definiert, von dem ich mich schon länger zu distanzieren bemühe. Deine drei Schritte erscheinen mir machbar. Ein guter Ansatz, der hoffentlich mehr Nachahmer findet.
    Viele Grüsse, Kiki

    Antworten
    • Tobi Rosswog 17. November 2015

      Danke Dir für Deine Rückmeldung.
      Es geht darum im Grunde alle Gewohnheiten und Konventionen radikal zu hinterfragen.
      Mit dem 20 Tage Newsletter oder auch dem eBook auf geldfreierleben.de versuchen wir ein paar Impulse in die Richtung zu geben.
      Bin gespannt über Dein Feedback, ob es Dir weiterhilft, um weitere Schritte zu gehen.

      Antworten
  • Valeria 17. November 2015

    Geld > Papier > Nichts? Und okay, ich darf darauf malen.
    Und sonst … (vielleicht noch) in diesem „System“ > Alles > Ich darf damit z.B. die Rechnungen bezahlen.

    Antworten
    • Tobi Rosswog 18. November 2015

      Danke DIr für Deinen Impuls.
      Spannend finde ich, dass die deutsche Sprache bei dem Begriff des Geldscheins sehr ehrlich ist. Denn das Geld hat nur den Schein als ob es etwas wert wäre.

      Antworten
  • kim 23. November 2015

    Hi, also ich finde Geld an sich ist ein super Tauschmittel und eine genial praktische Erfindung. Und ich denke es ist wie mit Sprache, Tomatenmessern und Medien auch: Man muss eine gewisse Reife haben um damit gut umgehen zu koennen und keinen Quatsch zu machen oder machen zu lassen. Vielleicht kann man auch einfach an sich arbeiten, statt auf Geld zu verzichten. Also nicht am Symptom rumdoktern sondern an der Ursache eventuellen Missbrauchs bei sich selber. Wie in der Medizin, quasi . . .

    Antworten
    • Tobi Rosswog 23. November 2015

      Heyho,
      danke Dir sehr für Deinen Kommentar.
      Geld mag vielleicht durchaus praktisch sein, doch hat es immer das Prinzip von Leistung und Gegenleistung inne.
      Damit macht es dieses Tauschmittel nicht zum idealsten aller Mittel zur sozialen Interaktion. Denn ich stelle mir eine Gesellschaft vor, die über den Tausch hinaus geht. In eine Welt, in der die Menschen teilen und schenken!
      Das würde nun an der Stelle aber zu weit führen und eher für einen weiteren Artikel passen.

      Und da diese Vorstellungen einer Welt von Morgen nicht heute sofort umgesetzt wird, hast Du unbedingt Recht, dass wir wenigstens mit dem vorhandenen Mitteln der Wahl so verantwortlich wie möglich umgehen sollten.

      Antworten
      • Sylvia 15. Dezember 2017

        Hallo Tobi,
        das Prinzip von Leistung und Gegenleistung ist meiner Meinung nach im Menschen verankert, darum fällt es uns schwer, uns davon zu lösen. Es betrifft ja nicht nur Geld, sondern auch Kommunikation und andere Dinge. Erzählst du mir etwas von dir, erzähl ich dir auch etwas von mir. Freundschaften, Beziehungen und soziale Kontakte beruhen auf Gegenseitigkeit, wenn nur einer nimmt, geht das nicht lange gut. Und das meine ich nicht ausschließlich im materiellen Sinne.
        Von daher sehe ich es so wie Kim, als Tauschmittel wunderbar. Das Problem sehe ich eher in der Gier immer mehr haben zu wollen (als andere), dass so mancher Besitz als Statussymbol gilt und so manches „Shoppen gehen“ aus reiner Langeweile oder Frust heraus geschieht.
        Auch könnte man darüber nachdenken, woran wir den Wert welcher Arbeit / Leistung festmachen. Warum verdient ein Manager mehr als ein Straßenbauer? Oder anders gefragt, verdient er mehr oder bekommt er nur mehr?
        Dennoch finde ich die Ansätze deines Artikels sehr interessant und motivieren, das Leben und den Besitz zu überdenken. Gerade teilen sollte doch auch in einer Gesellschaft möglich sein, die das Geld schätzt. Vielleicht muss Vertrauen wieder wachsen.
        Liebe Grüße Sylvia

        Antworten
  • Dario 1. Dezember 2015

    Hi Tobi,

    solche Artikel bringen mich immer zum Nachdenken.

    Ich glaube ohne Geld oder andere Tauschmittel geht es nicht, denn der Mensch hat schon immer getauscht.

    Allerdings denke ich, dass es durchaus Sinn macht besitzfreier zu leben. Denn so lernt man die Dinge die man hat wirklich zu schätzen. Sowohl imaterielle als auch materielle Dinge.

    Grüße
    Dario

    Antworten
    • Tobi Rosswog 2. Dezember 2015

      Lieber Dario,
      super, dass der Artikel zum Nachdenken anregt – genau das ist das Ziel ;)

      Das der Mensch schon immer getauscht hat, stimmt so nicht. Beispielsweise die Gemeinschaft der !Kung kam ohne so ein Tauschmittel aus. Und selbst wenn es diese Beispiele nicht gäbe, ist doch die Frage zu stellen: Wieso sollte etwas nicht möglich sein, nur weil es bisher nicht so war?

      Genau: Achtsamkeit, Dankbarkeit und damit auch Wertschätzung gehen mit der Idee des geldfreier Lebens einher!

      Alles Liebe Dir,
      tobi

      Antworten
  • Tobi Rosswog 14. Dezember 2015

    Ihr Lieben,
    heute ist mein neuer Artikel auf Experiment Selbstversorgung online gegangen, der auf drei kritische Fragen zum geldfreien Leben eingeht, die uns immer wieder gestellt wurden und auch hier in den Kommentaren mehr oder weniger angeklungen sind.

    Vielleicht ist es ja spannend für euch? Die Fragen sind:
    1.) Lebst Du nicht auf Kosten anderer und bist von ihnen abhängig?
    2.) Ist das denn gerecht? Du tust ja nichts dafür!
    3.) Aber wenn alle geldfrei leben würden, … !?

    Hier gehts zum Artikel – viel Freude beim Lesen:
    http://experimentselbstversorgung.net/drei-kritische-fragen-zum-geldfreieren-leben/

    Herzlichste Grüße,
    tobi

    Antworten
  • Marina 6. Januar 2016

    Geld ist im Prinzip ein Tauschmittel und sein Wert besteht, bei genauem Hinsehen nur in unserem Kopf.

    Ich bin der gleichen Meinung: Je weniger Geld man benötigt, desto besser. Kritisch wird es für mich nur, wenn das „Seht`her ich benötige kaum Geld!“ ins Schmarotzertum übergeht. Man klopft einfach bei anderen an die Tür oder fährt „kostenfrei“ in deren Auto mit. Einer bezahlt auf jeden Fall…

    Dein Post weißt in die richtige Richtung.

    Antworten
    • Tobi Rosswog 6. Januar 2016

      Danke Dir sehr liebe Marina für Deinen Beitrag.
      Mit Deinem Hinweis hast Du unbedingt Recht.

      Antworten
  • Christian 21. Februar 2016

    Hallo,
    ich finde es wichtig, das diese Themen überhaupt angesprochen werden. Auch ich mache mir oft meine Gedanken über Geld. Und sparen will auch jeder aber dann….
    Wenn man diese Art von Artikeln liesst wird einem doch bewusst wie weit man in die Tretmühlen eingespannt ist. Und ich bin auch der Meinung das kleine Schritte nötig sind um sein Ziel zu erreichen. Fragen nach“was wäre denn wenn und wer würde das dann machen“ zeigen das noch viel Unsicherheit oder Angst die Menschen begleiten. Ich bin der Meinung das uns ein großes Stück miteinander verloren gegangen ist. Und das macht es sehr schwierig.

    Antworten

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