Warum ich seit 20 Jahren keinen Fernseher besitze

Warum ich seit 20 Jahren keinen Fernseher besitze

„Fernsehen bildet. Immer, wenn der Fernseher an ist, gehe ich in ein anderes Zimmer und lese.“ (Groucho Marx)

Fußball, Fahrrad, Fernsehen

Wenn meine schulischen Leistungen auf dem Gymnasium mal wieder zu wünschen übrig ließen, monierten meine Eltern gerne, dass ich mich nur für die drei „Fs“ interessiere: Fußball, Fahrrad, Fernsehen. Sie hatten recht. Gefühlt machte ich nach dem Unterricht jahrelang nichts außer auf dem Bolzplatz zu stehen, Basketball zu spielen, mit dem Rad von Sportstätte zu Sportstätte zu fahren und fernzuschauen.

Während mir das Körbewerfen immerhin die Bekanntschaft von Dirk Nowitzki und ein Angebot aus der 2. Bundesliga einbrachte, blieb vom TV-Konsum wenig übrig. Ich erinnere mich an Boris Beckers Sieg in Wimbledon 1985, kenne noch heute jede Szene aus dem Vorspann von „Ein Colt für alle Fälle“ (besonders die, in der Heather Thomas im Bikini durch die Schwingtür schreitet), war live dabei, als im November 1989 die Mauer fiel, sah Frank Rijkaard bei der WM 1990 in Rudi Völlers Locken spucken und kann mich an Helga Beimers Gesicht besser erinnern als an das meiner Lateinlehrerin. Wo ist all der Rest geblieben? Durch welches Sieb im Hirn sind zum Beispiel die 10.000 Tore gerieselt, die ich in einer Dekade Sportschau gesehen haben muss?

Glotze an, Verstand aus

Fernsehen ist Berieselung, Fernsehen ist die passivste Aktivität überhaupt. Dass das auf Dauer weder gesund sein kann noch schlau macht, ahnten wir bereits als Kinder. „Glotze an, Verstand aus“, war ein von meinem Bruder und mir oft verwendeter Spruch.

Zahlreiche Studien und Experten (z. B. hier, hierhier und hier) weisen darauf hin, dass hoher Fernsehkonsum mit Übergewicht, Bewegungsmangel, ungesunder Ernährung, Rauchen und den entsprechenden Folgeerkrankungen sowie mit niedrigem Bildungsstand, mangelnder Empathie und Aggressivität in Beziehung steht. Da ist es schon fast alarmierend, dass die durchschnittliche tägliche Fernsehdauer in Deutschland 221 Minuten beträgt. Erika und Max Mustermann versauern also 56 Tage pro Jahr und fast 12 Jahre ihres Lebens vor der Kiste. Ich möchte gar nicht wissen, wie lange die Kleinen in vielen Haushalten auf diese Weise ruhig gestellt werden.

Ohne Fernseher zu mehr Klarheit, Zufriedenheit und Positivem

Mit Anfang 20 zog ich zum Studieren nach Würzburg. Ich machte zunächst mit dem Fernsehkonsum weiter wie zuvor. Nach und nach wurde mir bewusst, dass dieser einer der größten Zeit- und Kreativitätskiller meiner Generation ist. Nachdem mein Versuch, weniger fernzuschauen, gescheitert war, zog ich die Notbremse. Ich warf den Fernseher von heute auf morgen aus meiner Studentenbude. Wie befreiend war das denn bitte? Plötzlich hatte ich unglaublich viel Zeit. Diese Zeit konnte ich für mich und mit anderen sinnvoll nutzen. Ich las wieder mehr, begann mit dem Schreiben, kam mit meinem Studium zu Potte, knüpfte neue Freundschaften, hatte Beziehungen, bewegte mich viel, reiste durch Europa und später um die Welt, entdeckte meine Liebe zur Natur – kurzum ich wurde aktiver und kreativer.

Keinen Fernseher zu besitzen, sorgt seit 20 Jahren für mehr Klarheit, Zufriedenheit und Positives in meinem Leben. Ich halte das Fernsehen für ein Medium der Extreme. Ein Leben, wie es die meisten von uns führen, hat dort wenig Platz. Gezeigt werden lieber Gewalt oder Kitsch, Vergewaltigung oder perfekter Sex, Kriege oder putzige Tierbabys, Zonk oder 1-Million-Euro-Gewinn, Bauer sucht Frau oder Deutschland sucht den Superstar. „Die Medien haben ja eine Tendenz zu Skandal, Übertreibung, Negativität und Alarmismus. Das kann uns in eine ständige Alarmbereitschaft versetzen. Wir werden angesteckt von Gefühlen, wissen aber nicht, was genau davon unsere eigenen sind.“, sagte meine Schwester kürzlich im Interview zum Thema Achtsamkeit.

Wenn mich die Fernsehlust mal wieder packt

Ich möchte das Fernsehen nicht ganz verteufeln. Es kann unterhaltsam sein, es kann informativ sein und es kann helfen, für kurze Zeit abzuschalten. Hin und wieder packt auch mich die Fernsehlust. Dann streame ich einen Spielfilm oder eine Doku auf Arte oder schaue mit Freunden Champions League in einer Kneipe.

Ein TV-Gerät kommt mir freilich nicht mehr in die Wohnung. Ich weiß, dass ich mich schnell wieder regelmäßig berieseln lassen würde. Meine Fußball-Fahrrad-Fernsehen-Phase ist also passé. Zum Glück gibt es noch andere schöne „Fs“ – Fernwandern zum Beispiel.

Bonus: Weniger Fernsehen (oder die Kiste ganz verkaufen) bedeutet …

… mehr Achtsamkeit.
… mehr Bewegung.
… mehr Fokus.
… mehr Freiheit.
… mehr Freundschaften.
… mehr Geld.
… mehr Gespräche.
… mehr Gesundheit.
… mehr Kreativität.
… mehr Leben.
… mehr Platz.
… mehr Schlafqualität.
… mehr Sex.
… mehr Werbefreiheit.
… mehr Zeit.
… mehr Zufriedenheit.

Hast Du auch keinen Fernseher, besitzt Du noch einen oder schaust Du wie Erika und Max Mustermann 221 Minuten pro Tag fern?

Um keine Artikel zu verpassen, kannst Du Dich hier mit mir verbinden: Newsletter, RSS-Feed, Facebook, Twitter, Google+

{ 80 Kommentare }

  • Daniela S. 5. April 2016

    Von der Dauerberieselung vorm Fernsehen halte ich auch nicht viel. Wir besitzer zwar noch einen Fernseher (mein Freund will sich nicht davon trennen), doch wir haben ihn ausgestöpselt und empfangen somit kein TV-Programm mehr. Dadurch benutzen wir ihn nur noch als großen Bildschirm um gestreamte Film ansehen zu können.

    Allerdings halte ich auch die Berieselung durch fb und co für bedenklich.

    Liebe Grüße, Daniela

    Antworten
    • Christof Herrmann 5. April 2016

      Sehe das mit Facebook & Co ähnlich. Weniger ist auch da mehr. Habe mich hier aufs Fernsehen beschränken wollen. Zumindest ist man im Internet aktiv, muss lesen, schreiben und denken.

      Viele liebe Grüße

      Christof

      Antworten
  • Lizzy 5. April 2016

    Hallöchen, very amusing und interessanter Einblick in deine Jugend :) Habe noch einen Fernseher, versuche auch weniger zu schauen. Immer diese doofe Serien mit Suchtgefahr. Verpassen tut man wenig, wenn man sie verpasst ;)!

    Antworten
    • Christof Herrmann 5. April 2016

      Danke. Dieser Satz von Dir ist aber auch very amusing: „Verpassen tut man wenig, wenn man sie verpasst“

      Antworten
      • Renate 5. April 2016

        Hallo Christof
        ich finde deine Einstellung super und auch sehr mutig, weil du doch anders bist als der Durchschnitt. Ich habe mich vor zwei Jahren ganz spontan vom Fernsehempfang und von Facebook getrennt, weil mir meine Zeit einfach zu wertvoll ist, um mit diesen Unsinn zu vergeuden. Fernseher hab ich schon noch, weil ich mir bewusst vom Internet was hole.
        Man kann zwar nicht mehr mitreden, weil man nicht mehr am Laufenden ist, dafür bin ich wieder ich selber geworden und bin nicht manipulierbar. Ich habe nun mehr Zeit gewonnen für Sinnvolleres, und es macht irgendwie freier.

        Antworten
  • Valerie 6. April 2016

    Ich stimme dir voll und ganz zu. Unser Fernseher ging damals kaputt, als ich 12 Jahre alt war – und wir haben ihn einfach nicht ersetzt. Zum Glück, denn ich habe bis zu meinem 12. Lebensjahr viel zu viel Zeit davor verbracht.
    Allerdings schließe ich mich Daniela an: Wenn man stattdessen täglich acht Stunden vorm Laptop verbringt (wie ich in meiner Jugend), ist das nur wenig besser. Völlig egal, ob man Online Spiele spielt, auf Social Media Plattformen unterwegs ist, Serien streamt, liest oder auf Youtube Bingewatching betreibt: Die Berieselung und der Suchtfaktor ist derselbe, auch wenn man einigermaßen aktiv über das ‚Programm‘ entscheidet. Glücklich macht einen das genauso wenig wie das Fernsehen, und Zeit und Energie frisst es ebenfalls. Die Ablenkung ist ebenfalls groß, man hat zwanzig Tabs geöffnet und springt zwischen verschiedenen Seiten hin und her, ähnlich wie beim zappen durch die Fernsehprogramme.

    Zeit vor Bildschirmen zu verbringen macht uns nicht glücklich, völlig egal zu welchem Gerät sie gehören.

    Antworten
  • Antje 6. April 2016

    Lieber Christof,
    tolles und wichtiges Thema.
    Unser Fernseher ist 20 Jahre alt – ein riesen Ding und im Schrank versteckt. Unser Konsum ist in den letzten Jahren stetig zurückgegangen.
    Warum? Dein Bonus gibt die Antwort.
    Wir haben einfach weniger bis keine Zeit mehr fürs Fernsehen – wir leben mehr!
    Und wenn wir dann doch mal mit den Kindern einen gemütlichen Film schauen wollen, sind wir vom Programm frustriert und gucken DVD oder es werden doch die Karten rausgeholt.Dir einen fröhlichen Tag. LG Antje

    Antworten
  • Birgit Eder 6. April 2016

    ? das ist ja wieder mal a witzig geschriebener Artikel, schön kurzweilig. Finde deine Einstellungen ja immer super. Meine Wellenlänge!
    TV schauen macht mich immer nervös. Hatte als Kind einen u seit ich auszog keinen mehr. Wenn ich jetzt zu Besuch bei meinen Eltern bin, dann wollen sie mit mir ab und zu fernsehen. Dann lassen sie mich entscheiden. Nach 10 Minuten bekomme ich aber immer eine Unruhe, dass ich gehen muss. Wir spielen daher meistens Karten… Viel besser! Also an alle: mehr Freude und Zeit für die schönen Dinge des Lebens ?

    Antworten
    • Felix 22. Mai 2016

      Ich hab diese Seite heute erst entdeckt, bin noch am rumschauen :-) Zu der Fernseh-Diskussion will ich sagen, dass ich als Kind auch sehr viel geschaut habe (damals gab’s aber nur 3 Programme ..), so ab Mitte 20 ist das schlagartig weniger geworden. Ich hab noch einen und mach ihn auch manchmal an, aber ich hab mir erst gestern abend wieder gedacht, wie schön das ist, mit einem Buch (ok, auch E-Books, je nachdem) auf dem Balkon zu sitzen, der Mond scheint und einfach so zu sein. Ich habe auch Schwierigkeiten, beim Fernsehen sitzen zu bleiben, da werd ich unruhig; am ehesten kann ich mir noch Diskussionen oder sowar reinziehen. Ansonsten schau ich mir Filme lieber im Kino an :-) Wie wenig ich auf den Fernseher überhaupt achte, merke ich immer, wenn die Hinterlassenschaften meiner Wellensittiche so langsam eine weißliche Schicht oben bilden ….*peinlich*

      Antworten
  • Karin 6. April 2016

    Hallo Christoph,

    danke für diese unterhaltsame Zusammenfassung :-)
    Wir haben noch einen „schönen“ alten Röhrenfernseher, der läuft im Schnitt 1x pro Woche max. 1 Stunde, meist für Kabarett wie „Die Anstalt“.
    Allerdings verbringen wir auch recht viel Zeit vor dem Laptop, was schon manchmal nervt. Zum Glück gibt es aber auch jede Menge andere Aktivitäten, die uns regelmäßig aus dem Haus locken und deutlich mehr Erlebniswert haben.
    Übrigens gibt es bei unseren Kindern drei berühmte Ps statt drei Fs, und zwar in Bezug auf’s Essen: Pizza, Pommes, Pfannkuchen :-)

    EBG
    Karin

    Antworten
  • Silke 6. April 2016

    Was für ein schöner Artikel!!
    Leider teilt in meiner Familie keiner, außer mir, diese Meinung:-(((
    Wenn ich denn mal alleine zu Hause bin, läuft ständig Radio ( Bremen1) oder CD. Dabei habe ich auch Lust kreativ zu sein. Ich nähe sehr gerne, wenn dabei der Ferseher läuft, kann ich mich nur schwer darauf konzentrieren und bin mehr am auftrennen. Leider ist in unserem Haus kein Zimmer mehr frei. Das wäre dann mein Fernseher freies Reich.
    Viele Grüße

    Antworten
  • Jörg 6. April 2016

    Hallo Christof,

    auch ich habe mein Fernsehkonsum drastisch heruntergefahren aber zu Lasten des Computers. Manchmal ertappe ich mich das ich auch allerlei Unnützes im Internet sehe. Ich bin der Meinung die Quantität und Qualität macht. Wieviel Sinn macht es unsere Kinder vom übermäßigen Fernsehkonsum zu bewahren um sie dann vor`m PC zu parken. Ich glaube wir Eltern sollten einfach unsere Verantwortung stärker wahrnehmen.

    Gruß Jörg

    Antworten
  • Markus 6. April 2016

    Hallo Christoph, schöne Idee mit den Google-Vorschlägen :-) Und sie stimmen leider für den überwiegenden Teil dessen, was in diesem Medium läuft. Ich nutze unseren Ferneseher fast ausschließlich zum streamen von Filmen oder für Sendungen wie „Wunderschön“ und Co., die ohne Werbeunterbrechung Infos zu Ländern, Menschen und Natur liefern. Ansonsten halte ich es gerne wie Peter Lustig: „Abschalten!“ :-)

    Antworten
    • Markus 6. April 2016

      P.S.: Danke übrigens für das Bild von Heather Thomas im Bikini vor meinem geistigen Auge :-)

      Antworten
  • Fruagl Diva 6. April 2016

    Ich habe mir vor kurzem einige Gedanken zum Fernseher gemacht.
    Früher sah ich ziemlich viel fern, doch mittlerweile bleibt der Fernseher bis zum Abend aus.
    Ohne zu leben ist abr von der Gesellschaft nicht so akzeptiert, einige meiner Kolleginnen haben kein Verständnis dafür.
    Ich sehe ihre Kommentare, dass man sich ja mit mir über viele Dinge (Trash-TV) nicht unterhalten kann, mittlerweile als Kompliment.

    Antworten
  • Lisa 6. April 2016

    Hallo Christof,
    danke für diesen Text!
    Ich habe meinen „Glotzkasten“ am 30.April 2015 abgeschafft, nachdem ich schon mehrfach versucht hatte, den TV-Konsum zu reduzieren, was mal mehr, insgesamt aber eher weniger gut geklappt hatte. Da musste ich es einfach mit absoluter Stimuluskontrolle versuchen: kein Gerät. Über die Sommer-/Herbstmonate hat der „Entzug“ extrem gut geklappt: habe mehr gelesen, war natürlich auch abends öfter draußen unterwegs, mehr Verabredungen etc. Zwischendurch „gönnte“ ich mir so ca. einmal in der Woche eine Sendung via WWW (meist Tatort oder politisches Kabarett…) [in den sozialen Medien bin ich schon seit mehreren Jahren nicht mehr angemeldet]. Es gab jedoch eine „Suchtverschiebung“ hin zu PC-WWW-Konsum im Nov./Dez., da habe ich eigentlich wieder jeden Tag irgendwas angeschaut (zu meinem eigenen Entsetzen: alle 72 Folgen der Schwarzwaldklinik….hmpf…). Vor Weihnachten habe ich zum Glück nochmal die Kurve bekommen und wieder weniger YouTube und Mediathek besucht. Und ca. Mitte Januar stellte ich fest, dass offenbar die Lüftung meines Laptops kränkelte, auf jeden Fall konnte ich ihn (bis letzte Woche) nur noch max. 15 Minuten laufen lassen, dann wurde er extrem heiß. Erst dachte ich: Paaaaaanik, du kannst gar nix mehr anschauen. Und dann… ging’s auch ohne. Ich wurde sehr effektiv im ’schnell-das-wichtigste-am-Pc-checken‘ und hab ansonsten anderes getan: lesen, Musik hören, nähen, Briefe schreiben, aufräumen, schlafen…
    Jetzt ist der Laptop wieder repariert – und ich habe noch kein Video o.ä. geschaut – wohl am Sonntagabend mal länger als 15 Minuten meine favorisierten Blogs in Ruhe gelesen. Das fühlte sich echt besonders an und ich habe mich tierisch gefreut!
    LG, Lisa
    PS: Seit April 2015 habe ich immerhin 35 Bücher gelesen. ;-)
    PPS: Es gibt interessante Studien, dass v.a. die Emotionsentwicklung von Kindern/Jugendlichen, die sehr viel TV konsumieren, beeinträchtigt wird, da in den modernen Serien/Filmen viel zu schnell die einzelnen Emotionen dargestellt werden: 37 Sekunden alle auf der Beerdigung – Traurig – Schnitt – 18 Sekunden Geburt des Kindes – Freude – Schnitt – 45 Sekunden neue Liebe und Schmetterlinge im Bauch – Schnitt – Trennung- Schnitt….usw. Die Zeit reicht nicht aus, um die Emotionen auch tatsächlich zu spüren und zu bearbeiten. Und im wahren Leben kann ich halt auch nicht so einfach umschalten, wenn mir meine Traurigkeit oder meine Angst nicht gefällt…

    Antworten
  • Christoph 6. April 2016

    Hallo Christof,

    ich bin mit nur 3 Fernseh-Programmen aufgewachsen und habe erst seit meinem 21. Lebensjahr Zugriff auf Satellitenfernsehen. Das eingeschränkte Portfolio hat mich dadurch zum Intensiv-Leser gemacht. Das sogenannte Hartz-IV-TV wird bei mir nie eingeschaltet und häufig ist es mir lieber ein Buch zu lesen, um die Augen zu entspannen. Ganz abschaffen möchte ich das TV nicht, aber es gibt Wochen, wo die Flimmerkisten nicht ein einziges Mal an ist.

    Und es klingt vielleicht doof für einen 27-Jährigen, aber der Regionalsender SWR und die ZDF- bzw. ARD-Kanäle sind mir häufiger lieber als das Privatfernsehen.

    Viele Grüße asu Ba-Wü
    Christoph

    Antworten
  • andrea 6. April 2016

    ich bin seit über 10 jahren fernsehlos und habe mich vor ungefähr 5 jahren auch von radio und tageszeitung verabschiedet. oft werde ich gefragt, wie ich mich denn informieren würde. ich frage dann zurück, wofür? na damit du informiert bist! wofür? na, man musst doch informiert sein! ist der klassiker. aber auch: damit du was tun kannst! ….und genau das mache ich: müllaufsammeln, mich um unsere patenflüchtlingsfamilie kümmern, bewusst konsumieren, mich an aktionen beteiligen, die ich für sinnvoll erachte, entspannungskurse geben, menschen beim begegnen anlächeln…
    was ich aber nicht mehr möchte, mich in diesem ewigen wust aus aktuellen nachrichten verlieren. weder meine stimmung, noch meinen glauben, meine hoffnung. meine ohnehin sehr fragile seelenruhe. ja, ich weiss, dass viel zu vieles im argen liegt und bin oft genug tieftraurig darum. aber dies alles geschieht auch ohne, dass ich darüber informiert bin. mitgefühl habe ich trotzdem oder vielleicht gerade deswegen?

    Antworten
    • Christian 6. April 2016

      in Deinem Beitrag erkenne ich mich auch
      Gruß
      Christian

      Antworten
      • Emmih 8. April 2016

        Ich mich auch!
        Lg. Emmih

        Antworten
    • Nancy 14. April 2016

      Hallo Andrea,

      dieses Gespräch habe ich auch einige Male geführt. Komischerweise kann nie jemand erklären, warum man „informiert“ sein müsste und warum ich was verpasse, wenn ich mir nicht täglich – am besten mehrfach – Berichte darüber reinziehe, wie Menschen sich gegenseitig töten, quälen, betrügen etc. Mir macht das einfach zu viel Angst und ich bekomme auch ohne das genug davon mit, was in der Welt los ist.
      Es wird ja leider auch quasi nie was Positives berichtet, maximal irgendwelche Skandalgeschichten über „Prominente“, die mich sowieso nicht interessieren.
      Ich hatte jedenfalls noch nie das Gefühl, was verpasst zu haben und mir ist auch noch nie was Eklatantes entgangen.

      Antworten
  • Bettina 6. April 2016

    Ich habe mich über diesen Beitrag und die schöne Liste gefreut, was die Vorteile ohne einen Fernseher sind! Ich habe noch nie einen besessen und noch nie vermisst. Einmal eine guten und gewählten Film zu sehen ist etwas anderes, das kann durchaus vorkommen und macht dann auch Freude. Einmal war eine Freundin für ein paar Tage bei mir und war anfänglich voll genervt, dass es keinen Fernseher gab. Als sie später wieder zu Hause war erzählte sie mir, dass sie den positiven Unterschied gemerkt hätte, und dann ihren Fernseher aus ihrer Wohnung geräumt habe. Wie lange es dabei blieb weiß ich allerdings nicht. (-; Nicht zu unterschätzen ist auch die Wirkung auf Kinder, wenn diese bereits im Säuglingsalter berieselt werden usw. es ist wirklich traurig….

    Antworten
  • Torsten 6. April 2016

    Hallo Christof,

    dann oute ich mich mal … Fernseher ist vorhanden und teilweise läuft er auch wirklich 221 Minuten … allerdings meistens als Geräuschkulisse (nicht wirklich wirtschaftlich) … aber beim putzen, bügeln, Wäsche legen, aufräumen quasi zur Gewohnheit geworden …

    warum? um einen Rahmen im Tagesablauf zu haben! bestes Beispiel: 20:00 Uhr Tagesschau: die Nachrichten vom Tag … dafür gibt es tagsüber kein Radio (ist im Büro nicht erlaubt bei uns), keine Handy-App (die dauernd piept), keine Tageszeitung (die sonst eh nur als Altpapier in der Tonne landet)

    warum noch? um bestimmte Sendungen zu sehen, die mich interessieren (ausgewählte Naturdokumentationen) … und zwar dann, wann sie gesendet werden und ich Zeit habe … dafür fast nie Gestreamtes aus Mediatheken etc. … wenn ich keine Zeit habe, dann kommt irgendwann die Wiederholung … eine Zeitlang habe ich versucht mit Recorder und Festplatte diese Sendungen aufzuzeichnen, um dann schauen zu können, wenn ich Zeit habe … aber meist wurden die Aufnahmen ungesehen gelöscht

    Antworten
  • Maria 6. April 2016

    Hallo Christof!

    Nachdem ich vorher bereits jahrelang den Fernseher nicht genutzt habe, wurde er im Jahr 2012 kurzerhand abgeschafft. Mich interessiert das auch alles nicht, was da zu sehen ist und mir ist es schade um meine Zeit.

    Viele fragen mich, ob mir die Nachrichten nicht abgehen. Nein, ganz sicher nicht. Ich habe auch keine Zeitung, die ich lese. Wenn etwas wichtig ist, bekomme ich das auch so mit.

    Interessante Dokus finde ich auf YT, die sehe ich mir ab und zu gerne an. Das aber dann sehr bewusst.

    lg
    Maria

    Antworten
  • Christof Herrmann 6. April 2016

    Hallo Ihr alle,

    vielen lieben Dank für Eure netten Kommentare. Habe sie mit Interesse gelesen. Bin auch erleichtert, dass so viele es ähnlich sehen und die, die noch viel Fernsehschauen, mir den Text nicht böse genommen haben.

    Toll wäre, wenn sich jemand nach diesem Artikel von seinem TV-Gerät trennt und sich dann noch traut, dies hier zuzugeben ;-)

    Einfach bewusste Grüße

    Christof

    Antworten
  • Marion 6. April 2016

    Hallo Christof,

    ach früher ;-) da war doch Fernsehen noch schön ! Mit „Ein Colt…“, „Unsere kleine Farm“, „Daktari“, Irish Moos und der wilden frische nach Limonen und nicht zu vergessen Sunkist oder Caprisonne, die jeden Wandertag erhellte.
    Fernsehen macht mir eigentlich nur noch in der Erinnerung Spaß.
    Im Rahmen meiner Ausmistaktion hat auch mein TV dran glauben müssen und ich habe es bis jetzt noch keine Sekunde vermisst.
    Meine Bücherei ist auch was DVDs betrifft hervorragend sortiert und da leihe ich mir schon des öfteren einen Film aus und auf youtube oder arte sehe ich mir auch die ein oder andere Doku über Archäologie, Ernährung & Gesundheit/Medizin oder Reisen an.
    VG Marion

    Antworten
  • Sabrina 6. April 2016

    Lieber Christof,
    Sehr schöner Artikel! Ich habe auch, seit ich eine eigene Wohnung habe, keinen Fernseher mehr. Das ist jetzt wahrscheinlich so 10 Jahre her. Ich merke, wie krass ich darauf reagiere, wenn ich wo zu Besuch bin und der Fernseher läuft. Dort ist es nur als Hintergrundbeschallung gedacht, aber ich bin sofort absorbiert und kann gar nicht mehr wegschauen.
    Zuhause streame ich auch, wenn ich etwas bestimmtes ansehen will. Das wird aber gerade auch immer weniger – bilde ich mir zumindest ein :) Je glücklicher ich bin, umso weniger brauche ich Fernseher, Facebook und Co.. Von daher sehe ich auch den Umkehrschluss von deiner These :)

    Antworten
  • Michael Holz 6. April 2016

    Lieber Christof,
    Ich stimme zu 150% zu. Auch ich habe den Fernseher vor gut 20, 25 Jahren rausgeschmissen. Ich habe einfach zu viel trash geschaut und war damit nicht glücklich. Da ich mich nicht disziplinieren konnte – tv ist ne droge, tv macht süchtig, sang schon nina hagen- habe ich die glotze auch rausgeschmissen … und siehe da: „Es war sehr gut!“ Habe es noch keine Minute bereut. FUßBALL-schauen macht via public viewing sowieso viel mehr Spaß.

    Antworten
  • Michael 6. April 2016

    Ein sehr wichtiger Artikel von Christof, finde ich. Aber kein einfaches Thema. Fernsehen per se abzulehnen, fällt mir schwer und finde ich einseitig bzw. falsch.

    Wobei ich das etwas genauer erklären möchte: es gibt immer wieder sehr interessante, lehrreiche und schöne „Sendungen“, die ich nie missen möchte. Andererseits wird unheimlich viel „Schrott“ gesendet, der Lebenszeit vernichtet und den niemand braucht. Was also tun?

    Ich denke, im Sinne von „EB“ – also „einfach bewußt“ auch „bewußt“ fernsehen. Dazu 2 Tipps von mir, wobei ich vorab sagen möchte, dass ich generell und aus Überzeugung kein „Privat-Fernsehen“ sehe. Diese hektische Bildführung und ständige Unterbrechungen durch Werbung hatte ich schon immer auf meiner Tabu-Liste. Jetzt die beiden Tipps:

    1.) für das tägliche Programm nutze ich die Software „TV-Browser“. Das ist ein sehr effizienter Schritt, bewußter auszuwählen und bewußter zu gucken. Ein geniales Programm, das auf allen gängigen Plattformen läuft.

    2.) Das Programm „Mediathek-View“ ist auch genial. Es durchsucht die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender nach Stichworten, Sendern, Sendezeit, Dauer, und vieles mehr. Die Ergebnisse der Suche kann man entweder downloaden oder streamen. Ich downloade nur und habe (für mich) inzwischen einen riesigen Fundus an sehenswerten Filmen, Dokumentationen, etc. angehäuft. Ob ich das jemals gucken werde, ist fraglich, aber ich habe nicht (mehr) den Druck, etwas zu versäumen.

    Beide Programme kann man einfach ergoogeln, bzw. die Links zum Download finden. Ansonsten Christof fragen, der kann gerne bei Individualanfragen meine eMail-Adresse weitergeben.

    Noch etwas anderes: der BR hat, ich glaube vor einem Jahr, eine Serie gestartet, die MORA heißt. Auch einmal googeln. Alle bisher gesendeten 6 Teile sind über den Mediathek-View sehbar, Stream oder per Download. Faszinierendes Fernsehen! Mir würde echt was fehlen, wenn ich z.B. den Dreh im Weinberg oder die Cello-Bauerin nicht erfahren hätte.

    Noch noch etwas zum Thema Fernsehen: 1978 sendete ARD oder ZDF (ich weiß es nicht mehr genau) eine 11-teilige TV-Verfilmung des Romans „Buddenbrooks“. Eine unglaublich gut gemachte Verfilmung der literarischen Vorlage. Ein TV-Programm, das mein Leben beeinflußt hat. Bis heute ist „Buddenbrooks“ etwas, was mich immer begleitet. Natürlich habe ich dann auch das Buch gelesen, war eigens in Lübeck, etc.

    Ansonsten möchte ich nostalgisch an TV-Events erinnern, die die älteren unter uns (ich selbst bin Jahrgang 1960) sicherlich noch angenehm in Erinnerung haben: Seewolf, Schatzinsel, Trenck … Fernsehen kann schon wirklich toll und bereichernd sein.

    Also, von daher fällt es mir sehr schwer, Fernsehen zu verurteilen. Es ist ein klasse Medium, das auch unglaublich bereichern kann. Und das Gegenteil. Aber das muss und kann(!) bislang jeder für sich selbst gestalten. Noch gibt es kein Pflicht-Fernsehen! Wobei ich überzeugt bin, dass es etlichen Geschäftsleuten, Konzernen und Politikern sehr recht wäre. Wie gesagt: RTL & Co. sind bei mir auf der absoluten Verbots-Liste.

    Antworten
  • andrea 7. April 2016

    hallo nochmal,
    noch zur ergänzung, auch wenn wir keinen fernsehen haben, schauen wir doch. aber eben das, was wir wollen bzw. gerade zu brauchen glauben und dann eben auf dvd oder aus den diversen mediatheken. und in ‚anregung‘ von lisa war es gestern die erste folge schwarzwaldklink ;-)

    Antworten
    • Lisa 8. April 2016

      Ohje… das wollte ich nicht! ;-)

      Antworten
      • andrea 13. April 2016

        angefixt :-)

        Antworten
  • Jens 8. April 2016

    Hallo!

    Fernseher nutze ich eigentlich kaum noch, allerdings muss ich eher ein wenig auf meinen Internetkonsum achten. Wobei ich auch da die meiste Zeit mit dem Lesen verbringe, gibt halt so viele interessante Blogs…

    Einzige echte Ausnahme sind bei mir Serien. Interessanterweise erinnere ich mich vom Ein Colt für alle Fälle-Vorspann auch nur an die Szene von Heather Thomas im Bikini ;-) Und wenn Waylon Jennings „Just a good old boy“ anstimmt, sehe ich vor meinem geisigen Auge immer den knallorangen General Lee der Dukes durch die Luft fliegen ;-)
    Zusammen mit Löwenzahn, der Sendung mit der Maus, Pippi Langstrumpf und Michel sind das Kindheits- und Jugenderinnerungen, die ich auch nicht missen möchte.
    Aber man wird ja älter, und aktuell hält sich der Fernsehkonsum in Grenzen. Waren es in der Studentenzeit The Simpsons, Star Trek, Babylon V & Co., schaue ich mir heute eigentlich nur noch Big Bang Theory an.

    Zusätzlich bin ich auch ein Fan von Reisereportagen, die man im ÖR immer wieder findet. Allerdings habe ich keine Lust, meinen Zeit nach dem Fernseher zu planen. Daher nutze ich dafür die Mediatheken der Sender und den PC. Ein nettes Tool dafür ist „Mediathekview“, das einem die gesammelten Mediathekinhalte der verschiedenen Sender zur Verfügung stellt. So kann man sich schnell und effizient Sendungen heraussuchen, für die man sich interessiert.

    Für Dschungelkönige, Magermodels, „Super“stars und vertauschte Frauen ist mir meine Zeit aber definitiv zu schade. Das sehe ich aber auch wahrlich nicht als Bildungslücke an…

    Kann durchaus sein, dass unser Fernseher auch nicht ersetzt wird, wenn er mal den Geist aufgibt. Scheint aber zäh zu sein, die Kiste…

    Grüße
    Jens

    Antworten
  • Jens 8. April 2016

    Ups, habe überesehen, dass Michael bereits auf Mediathekview hingewiesen hat. Kann ich uneingeschränkt untersützen.

    Meist lade ich mir die Sachen herunter, um sie mir in Ruhe ansehen zu können. Vieles wird aber wieder gelöscht, denn ich möchte mir mir zuviel digitalen Ballast auf die Festplatte packen.

    Einige gute Sendungen behalte ich schon. Gerade einiges für die Kinder, denn wenn schon Fernsehen muss es ja nicht gerade Sponge Bob sein…

    Grüße
    Jens

    Antworten
  • Christof Herrmann 8. April 2016

    Freue mich über die vielen interessanten Kommentare.

    MediathekView lade ich gerade herunter und werde ich testen. Wehe wenn ich dann ständig in den Mediatheken abhänge ;-)

    Viele Grüße

    Christof

    Antworten
    • Michael 8. April 2016

      „Wehe wenn ich dann ständig in den Mediatheken abhänge ;-)“

      dieses Restrisiko besteht in der Tat ;-)

      Im Ernst: das Angebot ist gigantisch, nicht wegen der Zahl allein, sondern weil man sehr bequem an Bestände kommt, die einem sonst verborgen geblieben wären.

      Darüber kann man philosophisch und im Sinne des Minimalismus streiten … Und der Wissens-Sucht-Faktor ist enorm: so bin ich eben, ganz zufällig auf folgende Sendung durch MediathekView gestoßen:

      BR: Bier und Macht
      Beschreibung: „BR – Bier und Macht Eine Reise in die Vergangenheit, um zu erfahren, wie es dazu kam, dass Bayern heute weltweit als Zentrum der Bierkultur angesehen wird und welche Rolle dabei die Wittelsbacher spielten.“

      Antworten
    • Michael 8. April 2016

      … noch eine Idee bezüglich MediathekView:

      folgende Sucheinstellungen:

      alle Felder leer lassen, nur „irgendwo“ wählen und „Jakobsweg“ in das Suchfeld schreiben. Die Ergebnis-Liste am besten in der Spalte „Dauer“ sortieren.

      Immerhin! auf den ersten Blick einige interessant klingende Ergebnisse. Keine Ahnung, ob es wirklich stimmt, das muß man sich jetzt erst einmal ansehen.

      Nur – und das will ich damit sagen – ich kenne keine andere Möglichkeit, so bewußt nach Themen im TV-Angebot zu „googeln“. Das will ich mit meinem Beitrag im Sinne dieser Web-Seite sagen.

      Antworten
      • Christof Herrmann 9. April 2016

        Wirklich ganz nett, v. a. für Dokus und Sendungen zu einem bestimmten Thema. Leider kann man nicht wirklich nach Spielfilmen filtern und klappt auch die Suche nach Genres, Schauspielern und Regisseuren nur bedingt..

        Antworten
  • Tanja Heller 9. April 2016

    Ein Tag ohne Internet fällt mir schwerer als die 20 Jahre ohne Fernseher waren. Nennt man wohl Suchtverlagerung. :)

    GLEBG Tanja

    Kann mir mal bitte jemand den Satz „Du hast genug Schuhe“ schreiben?

    Antworten
  • Katrin 9. April 2016

    Hallo Christof,
    ich möchte mein Fernsehgerät weder verteufeln, noch abschaffen. Es gibt neben denen, die du aufzählst, viele gute informative und unterhaltsame Sendungen, Filme, Dokumentationen. Für mich ist es immer der bessere Weg, mit einer ansich guten sinnvollen Sache den richtigen sinnvollen und gesunden Umgang zu lernen und zu üben, anstatt ganz darauf zu verzichten und es schlecht zu machen. Fernsehen macht nicht per se dumm und faul. Es ist die Art des Konsums dieser Sache! Und die kann man ändern. Dann ist Fernsehen eine Sache, die informiert, bildet und anregt und die in fremde Regionen entführt, welche man sonst nie sehen und verstehen würde. Mein Verständnis und Mitgefühl für andere Menschen und Welten werden oft angesprochen, oder ich bin fasziniert vom Reichtum der Natur unseres Planeten – und ja, was spricht dagegen, sich auch einfach mal gemütlich vor die Kiste zu lümmeln, abzuschalten und mitzulachen. Wenn darüber andere Dinge wie Lesen, Hobbys, Freunde usw nicht vernachlässigt werden. Ich schalte meinen Verstand dabei nicht ab. Blöde Sendungen oder Krimis schau ich grundsätzlich nicht.
    Missbraucht werden und dumm machen kann alles – einschließlich PC und Handy, auch Bücher können dazu führen, dass der Schlaf zu kurz kommt, und Sport auch kann süchtig machen. Es kommt darauf an, was und wie man es konsumiert, dass man sich gut beobachtet und rechtzeitig etwas ändert, wenn eine Schieflage entsteht.
    Dass Gefühle in einem geweckt werden, die eventuell nicht mal die eigenen sind, denke ich nicht. Es kann immer nur geweckt werden, was in einem steckt. Das ist mit Musik ähnlich, auch sie spricht Gefühle an, die sich im Verborgenen versteckt halten.
    Gruß
    Katrin
    Katrin

    Antworten
    • Christof Herrmann 10. April 2016

      Hallo Katrin,

      wo habe ich denn geschrieben, dass „Fernsehen per se dumm und faul“ bzw. wo habe ich es verteufelt? Ich schreibe doch extra: „Ich möchte das Fernsehen nicht ganz verteufeln. Es kann unterhaltsam sein, es kann informativ sein und es kann helfen, für kurze Zeit abzuschalten.“ Aber Du hast natürlich recht, dass dieser Artikel gegen das Fernsehen ist. Mein Blog spiegelt eben meine Erfahrung und meine Meinung wieder. Mit tut das Fernsehen nicht gut. Und ich bin mir sicher, dass es uns allen gut tun würde, wenn wir nicht im Schnitt 221 Minuten pro Tag in diesen Kasten glotzen würden.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
      • Katrin 11. April 2016

        Hallo Christof,
        ja stimmt, das hast du geschrieben. Aber an anderer Stelle schreibst du Sätze, die ich nicht so verallgemeinert stehen lassen wollte, wie „Fernsehen ist Berieselung“, „die passivste Tätigkeit überhaupt“ oder „Fernsehen an, Verstand aus“. Aber ich verstehe, was du sagen willst und denke, wir sind uns einig.
        Am Wochenende habe ich noch weiter über dieses Thema nachgedacht, und ich denke, dass die Kausalität vielleicht auch umgekehrt ist: Menschen, die zur Trägheit neigen, keine weiteren Interessen haben und denen es schwer fällt, sich über Menschen und die Welt Gedanken zu machen, sich für etwas zu begeistern und zu engagieren – das sind wohl vor allem die, die vor der Glotze hängen bleiben und sich stundenlang berieseln lassen mit Sendungen, denen es an Tiefgang fehlt. Die Nachfrage bestimmt dann wie immer das Angebot! Das sind dann wahrscheinlich leider auch diejenigen, die deinen Blog sicher nicht lesen, um ihr Verhalten zu überdenken und zu ändern.

        Gestern ist uns einmal wieder aufgefallen, wie unglaublich still es in den Straßen ist, und wir haben uns gefragt, wo denn die Kinder alle sind? Wir waren als Kinder in jeder freien Minute draußen, auch am Wochenende. Heute sieht und hört man keine Kinder mehr draußen spielen. Das ist schade und sicher nicht gut für die Kinder.

        Antworten
  • Matze 9. April 2016

    Hallo zusammen,
    hier in meiner eigenen Wohnung habe ich keinen Fernseher.
    Früher habe ich daheim relativ wenig (weniger als 221 Minuten täglich) geschaut. Außer ich war zum Übernachten bei meinen Großeltern. Da waren es dann auch sehr oft deutlich mehr als 221 Minuten…
    Daheim hat es sich in Grenzen gehalten. Das waren Sonntags immer wieder Sendung mit der Maus, Donnerstags Alarm für Cobra 11 und ab und zu sowas wie Großstadtrevier & Co.
    Als ich dann einen PC hatte, hab ich auch viele Spiele gespielt. Ein Klassiker bei mir war Siedler IV – ein Strategiespiel. Waren auch etliche Stunden täglich, aber eben „aktiv“ und nicht so passiv wie beim TV.
    PC Spiele sind mittlerweile weggefallen. Jetzt streame ich ab und zu online Filme oder lese meistens für mich interessante Blogs.
    Seit Februar versuche ich, meine private Online-Zeit auf max. 1 Stunde täglich zu beschränken. Im Schnitt klappt das ganz gut.
    Durch meine Arbeit sitze ich gezwungenermaßen deutlich mehr vor’m PC. Das sind dann oft die Tage, wo ich daheim gar nicht mehr online bin, da ich schon in der Arbeit kurz Mails gelesen & beantwortet habe und damit „das Wichtigste“ – eigentlich die Daseinsberechtigung für meine Internetflat – erledigt ist.

    Viele Grüße
    Matze

    Antworten
  • Alex 10. April 2016

    Vielen Dank für den wirklich schönen Beitrag. Ich kann voll und ganz zustimmen allerdings hatte ich nie das Problem wirklich viel Fernsehen mir anzuschauen es war er der Computer der bei mir viel Zeit frisst. Da ich ein sehr digitaler enthusiast bin benutze ich meine Flimmerkiste im Großen und Ganzen da für diverse Geräte anzuschließen und mit Freunden gemeinsam ein Projekt anzuschauen. Beschäftige mich mit dem Minimalismus seit einigen Wochen und habe schon ziemlich viel ausgemistet weiter solche Beiträge :)

    Antworten
  • Tanja Heller 10. April 2016

    Danke, Christof. Zu spät. :)

    Reportagen und Filme mag ich sehr gerne. Letztendlich ist ja alles passiver Konsum: Lesen wie fernsehen, Musik hören wenn nicht selbst gemacht, Blogs lesen. 30 E-Books in 30 Tagen zu lesen, fand ich z. B. nur langweilig. Hat mir nix gebracht. Das war für mich Zeitverschwendung. Ich lese trotzdem weiter. Finde halt keine neuen Gedanken in Büchern.

    Es kommt auf die Art an, wie man Filme schaut. Wenn man ein visueller Mensch ist, wie ich, Dinge verknüpft, detailliert schaut. Die beste Art zu entspannen.

    Versuchs gerade mit Hörspielen. 301. Folge. Also: Durchhaltevermögen hab ich. Preisverdächtiges Format. Da würde ich gerne ein Buch draus machen. Shore, Stein, Papier auf you tube. Leben pur.

    Antworten
  • Alex 11. April 2016

    Hallo Christof,

    danke für den Artikel zum Fernsehen.

    Ich bin kein Fernsehfreund, denn wer er läuft, schlage ich auch gerne ein Buch auf. Aber jeder kann sein Programm selber bestimmen und es gibt genug gutes Bildungsfernsehen da draußen.

    Das Programm macht die Musik und ein guter Film kann sehr inspirierend sein. Du tauchst im Nu in eine andere Welt ein und bist plötzlich Teil einer Geschichte.

    So wie vieles im Leben, ist sinnvolles konsumieren und ein Mittelmaß finden gut. Vor der Glotze hocken bis die Augen tränen, ist extrem und sollte vermieden werden.

    Ein schöner Beitrag.

    Grüße aus Laos
    Alex

    Antworten
  • Victoria 12. April 2016

    Bis vor kurzem habe ich alleine in einer Wohnung gewohnt und hatte einen Ferseher im Wohnzimmer stehen. Als ich da eingezogen bin aus meinem Jugendzimmer raus, wo der Ferseher drin stand war es keine große Umstellung für mich. Irgendwann war ich dann mit meinem Freund zusammen der in seinem „Kinderzimmer“ einen Fernseher hatte, da konnte ich anfangs ganz schlecht einschlafen weil für mich, wenn ich dann mal TV geguckt habe bei mir die Konzentration völlig dadrauf war. Mittlerweile wohne ich in einer WG wo es (momentan noch) keinen Anschluss gibt. Ich vermisse nichts. Mein jetziger Freund zieht demnächst in seine erste eigene Wohnung und ist sich ersthaft am überlegen einen ZWEITEN Fernseher anzuschaffen, damit er extra einen im Wohnzimmer und im Schlafzimmer hat. Ich hoffe, diesen Gedanken kann ich ihm noch etwas ausreden… Für mich gehört ein Fernseher nicht ins Schlafzimmer! Allerhöchstens ins Wohnzimmer, wobei ich das auch nicht mehr brauche :) mir fehlt nix! Alles, was ich gucken will kann ich auch online anschauen, wie den Tatort ;).

    Antworten
  • Frank 12. April 2016

    Hallo.
    Ich besitze noch einen. Allerdings sehe ich derzeit sehr wenig fern. So circa 1-2 x die Woche, in mancher Woche gar nicht. Meine Freundin und ich wandern sehr viel. Und auch sonst lesen wir lieber, als TV. Nur ab und an Dokus oder mal eine geliehene DVD sind eigentlich das, was noch zur Nutzung der Kiste führt. Im Gegensatz zu 90% der Leute habe ich auch noch einen kleine 22″ – TV und will auch nie einen größeren. Nimmt wenig Platz weg, verbraucht wenig Strom und stört nicht groß.
    Viele Grüße
    Frank

    Antworten
  • Paul 12. April 2016

    Hi Christof,
    Ich hab erst vor Kurzem deinen Blog entdeckt. Gefällt mir gut! Finde viele Themen, die mich beschäftigen wieder. Beim Fernsehen halte ich mich an Mediatheken. Ich entscheide, wann und wofür ich mir Filmzeit einrichten will. Das funktioniert für mich besser als im TV-Programm nach Perlen zu suchen ;).

    Antworten
  • Andrea 12. April 2016

    Hallo Christof,
    ich habe noch einen TV aber seit über 3 Monaten nicht mehr angemacht und ich denke, jetzt ist auch der Zeitpunkt gekommen, das Ding abzugeben. Ich vermisse ihn nicht, habe aber ja auch einen PC und da ist es schon schwerer, den mal aus zu lassen. Was mich an Sendungen, Dokus usw. interessiert, schaue ich mir in Mediatheken an, streame auch mal einen Film. Meist lese ich aber am PC diverse Blogs. Das ist im Prinzip der gleiche „Zeitkiller“ wie vorher mit dem TV. Nur eben ausgesuchter und nicht mehr die Berieselung mit dem was eben gerade im Fernseher gezeigt wurde wenn mir langweilig war.

    Grundsätzlich verteufeln würde ich den Fernseher auch nicht. Aber für mich hat er definitiv „ausgedient“.

    Viele Grüße,
    Andrea

    Antworten
  • Kerstin 12. April 2016

    Hallo Christof,

    ich „musste“ vor ca. 25 Jahren den Fernseher abschaffen. Erstens weil ich meinen Fernsehkonsum selbst nicht unter Kontrolle hatte und zweitens weil ich gesehen habe, wie meine Tochter vom Fernsehen hypnotisiert war – und das kam so:

    Sie war noch ziemlich klein und sah eine Kindersendung. Als die vorbei war, starrte sie weiter auf die Glotze, obwohl etwas völlig Uninteressantes zu sehen war, was sie noch gar nicht verstehen konnte. Dann machte ich den Ton weg, sie starrte weiter. Dann schaltete ich einen Sender mit Störbild ein, sie starrte weiter, ohne sich zu rühren. Das war zu viel! Ich hatte Zukunftsvisionen, in denen ich sah, wie der Fernseher unseren Alltag dominiert, ich täglich Diskussionen führen muss, wann, was und wieviel gesehen werden darf. Ich sah uns streiten und heftige Diskussionen führen. Darauf hatte ich keine Lust!

    Meine Eltern meinten damals, dass ich das nicht durchhalten würde, dass mich meine Tochter deswegen irgendwann terrorisieren würde. Ehrlich gesagt dachte ich das auch. Aber Überraschung: sie hat vielleicht zwei oder drei Mal versucht, mich zu überreden, einen Fernseher anzuschaffen und das ganz ohne Streiterei.

    Sie durfte allerdings bei ihren Großeltern an Wochenenden fernsehen, was sie dann auch ausgiebig getan hat. In der Schule hat sie verheimlicht, dass wir keinen Fernseher besitzen und sich immer geschickt rausgeredet, wenn über Sendungen diskutiert wurde. Dafür hat sie unendlich viele dicke Bücher gelesen und das in Windeseile. Erst deutsche Bücher, dann mit 13/14 Jahren fing sie an englische Bücher zu lesen. Ihre schulischen Leistungen waren immer ausgezeichnet. Ich bin mir sicher, dass uns die Fernsehlosigkeit viel Ärger erspart hat und zu der sehr positiven Entwicklung meiner Tochter beigetragen hat.

    Allerdings frage ich mich, ob ich das heutzutage noch so durchziehen könnte. Einen Internetanschluss hat ja nun fast jeder und etliche Programme kann man jetzt schon übers Internet sehen.

    Viele Grüße und Danke für die vielen, interessanten Anregungen auf Deiner Seite!
    Kerstin

    Antworten
  • karo 13. April 2016

    Hey, hab mir das lange vorgenommen, mit dem nicht Fernsehen und praktiziere es jetzt aktiv seit einem halben jahr!:)
    Und es ist toll…ein neues Lebensgefühl. ..grad das Thema Werbung fällt mir stark auf. Ich werde viel weniger beeinflusst!
    Lustig finde ich immer die Reaktion von anderen….“was,du hast keinen Fernseher! ? Was machst du denn die ganze zeit? !“
    Leute,mir fallen 100 bessere dinge ein…ich kann es nur empfehlen. ..ich lebe mich ohne Fernseher leichter! :D

    Antworten
  • susanne 13. April 2016

    Hallo,
    In meiner Kindheit hatten wir zwar einen Fernseher, durften aber kaum fernsehen.
    Ich selber habe noch nie einen Fernseher mein eigen genannt. Aber meine Partner hatten ein TV oder brachten diesen in die gemeinsame Wohnung mit. So habe ich – ähnlich wie Du – gestreut mitbekommen was so in der TV-Welt passiert. Ich selber schalte mir den Fernseher selten ein , es besteht überhaupt keine Suchtgefahr – eben aus diesen Gründen wie Du oben schreibst. Verteufeln würde ich ihn aber auch nicht. Man kann sich auch was vernünftiges rausziehen. Bei uns steht er im kleinen Gästezimmer und wenn jemand fernsehen möchte – bitte, kann er sich ja zurück ziehen. Videos und „gestreamte“ Filme? oder online-TV – ne. Die Reaktionen „wie Du hast keinen Fernseher“ kenne ich auch. Mir wird nie langweilig – es gibt so viele interessante Dinge auf der Welt die man machen kann, dass mir eher die Zeit zu kurz wird. Mit TV, Zeitschriften, Zeitungen, ……etc. lässt man sich unterhalten, schaltet das Gehirn aus, die Menschen lassen sich beeinflussen, gefährlich lenken und bilden sich nicht mehr ihre eigene Meinung – weil dann müssten sie ja nachdenken.
    Schöne Grüße

    Antworten
  • Katharina 13. April 2016

    Hallo, wir werden aller Voraussicht nach, noch in diesem Jahr umziehen und da wäre es eine gute Gelegenheit unsere Uralt-Kiste (Röhrenfernsehen) zu entsorgen. Mein Mann erklärt von sich, dass er fernsehsüchtig ist und deshalb hatte er auch jahrelang kein Gerät. Da er berufsmäßig noch eine Wohnung in einer anderen Stadt hat, ist er da auch wieder fernsehfrei. Ich meine zwar nicht, dass ich gefährdet bin, aber ich merke doch, dass ich immer dann vor der Glotze abhänge, wenn ich eigentlich abends müde bin, anstatt zu schlafen, einen Spaziergang zu machen oder ähnliches…. Von daher sehe ich die Anregung als Herausforderung und werde beim Umzugswagen keinen Platz mehr für das Riesengerät einplanen. Euch allen eine schöne Woche wünscht Katharina

    Antworten
  • Franziska 13. April 2016

    Hallo Christof,

    ein schöner Artikel, der zum Nachdenken anregt…

    Habe früher schon zweitweise sehr viel fern gesehen, wobei ich während meiner Ausbildung auch einmal ein Jahr lang keinen Fernseher hatte und ihn nicht vermisst hatte. Habe in der Zeit einfach mehr gelesen oder Musik gehört.

    In den letzten Jahren wurde bei uns viel zu viel vor der Glotze gehockt und viel Schrott geguckt, jetzt bin ich wieder Single und sehe automatisch weniger. Normales TV fast überhaupt nicht mehr. Ich nutze eigentlich nur Netflix und sehe mir Serien, Filme oder Dokus an, die mich wirklich interessieren. Und genieße es, dass ich da keine Werbung sehen muss.
    Manchmal gibt es Wochen wo ich jeden Abend eine Serie gucke, dann sind wieder einige Tage am Stück an denen ich nur lese oder viel unterwegs bin. Und dann freue ich mich auch wieder bewusst darauf etwas anzuschauen. Nur so nebenher irgendwas möchte ich nicht mehr sehen. Und ich möchte den Konsum generell noch etwas mehr runterfahren.
    Aber ganz ohne Fernseher kann ich mir (noch) nicht vorstellen. Ohne normales TV-Programm ja, das praktiziere ich ja schon zu 98 %. Aber ab und an einen Film oder eine Serie möchte ich schon gucken.

    Womit ich mehr Probleme habe ist eher Facebook, was mich oft lange und sinnlos ablenkt. Wobei man natürlich auch hier gute Infos erhalten kann. Ich bekomme darüber viele gute Tipps (vegane Ernährung, Veranstaltungen in meiner Stadt usw.). Aber auch hier versuche ich ab und an bewusst abzuschalten, mal einen ganzen Tag ohne soziale Vernetzung zu verbringen. Manchmal klappt es, manchmal eher nicht. Kommt auf meine Stimmung an. Wenn es mir eher schlecht geht, lasse ich mich gerne berieseln und ablenken… da muss ich dann noch einen Weg für mich finden mich zu sinnvoller Beschäftigung zu motivieren.

    Liebe Grüße

    Antworten
  • Christof Herrmann 13. April 2016

    So viele Kommentare, so viele ohne Fernseher oder mit reduziertem Fernsehkonsum. Danke! Alles wird gut :-)

    Ich hätte nicht die Disziplin, wenig oder ausgewählt zu schauen. Dokus, Filme, Basketball irgendetwas „Interessantes“ findet sich immer. Dann lieber ohne TV-Gerät leben. Interessanterweise streame ich recht wenig, vermutlich weil der Bildschirm klein ist, ich nicht einfach zappen kann, die Verbindung manchmal nicht perfekt ist. Da fällt mir das bewusste Schauen alle paar Tage leicht.

    Einfach bewusste Grüße

    Christof

    Antworten
  • Heinrich 13. April 2016

    „Fernsehen macht die Dummen dümmer, die Klugen klüger!“
    So ein Professor während meines Studiums in den 1980er Jahren.
    Ich denke, dass zwischenzeitlich noch ein paar Medien dazu gekommen sind, deren Inhalte die vorzitierte Feststellung unbegrenzt ergänzen.

    Antworten
  • Susana 13. April 2016

    Hallo Christof,
    ich selber habe auch noch nie einen eigenen Fernseher bessessen,seit dem ich bei meinen Eltern ausgezogen bin vor… ca 10 Jahren(?). Dafür würde ohne Internet bei mir wirklich nix gehen. Vielleicht ist das nur ne Verlagerung?
    Obwohl ich seitdem wkw nicht mehr exisitiert auch nicht mehr in öffentlichen Netzwerken zu finden bin. Sicherlich geht viel Zeit bei mir dafür drauf, die man „besser“ aktiver verbringen könnte. Die Frage ist sicher was ist wirklich besser?
    Denn das Internet ermöglicht es mir mit individuell meinen Themen die gerade anliegen in der Intensitivität zu beschäftigen die ich gerade brauche – Buchrecherchen um möglicherweise noch detailliertere Infos zu bekommen.
    Sicher gibt es auch im Internet oder durch DVD Fersehzeit zu haben. Aber diese wähle ich bewusster als damals. Wo einfach der Fernseher angemacht wurde und bis die Eltern einen genervt ins Bett geschickt hatten durchgehend dieser geguckt wurde. Wobei ich schon mal die jenige war, wenn für meinen Geschmack so wirklich gar nichts war ich diesen ab und an auch selbst verließ um ein Buch zu lesen. Unmöglich finde ich es dass man dennoch nicht drum rum kommt GEZ Gebühren zu zahlen. Radio besitze ich auch nicht. Naja ist ein anderes Thema….
    Das Internet ermöglicht es mir MEINE Meinung zu bilden, nix vorgefertigtes zu komsumieren und hinzunehmen. Ich kann recherchieren bis ich zu einem Ergebnis komme, was ich für mich für das beste halte. Somit hat eines zum andren geführt.
    Kein Rauchen. Kein Fernsehen. Vegan. Kein Alkohol. Reisen. Fernreisen. Minimalismus anstrebend…. in jedem Fall Konsum reduzierend. Alternative Heil-/Gesundheitstechniken. Amalgamentfernung und Ausleitung. Derzeit aktuell – was natürliche Geburt ist und Beziehung statt Erziehung ( Kontinuum Konzept, Attachment Parenting), sehr interessant auch freies Lernen. Es kommt immer wieder was anderes bei auch wenn manchmal die Umsetzung super klappt dann wieder nicht so einfach ist. Aber durch das Wissen an Alternativen und Möglichkeiten wird es immer klarer.
    Dir alles Gute!!
    VG Susana

    Antworten
  • Lothar Kittel 13. April 2016

    Hallo Leute,
    ich habe auf jedem Stockwerk vom Keller (Hometrainer) bis zum Dach (Schlafzimmer) einen Fernseher und schaue auch in der Küche oder im Bad mal Fernsehsender über iPad! Und gelte trotzdem nicht als verblödet. Im Gegenteil wundern sich oft Leute wenn ich auf die Frage, woher ich mein ganzes Wissen habe, nicht antworte „aus Büchern“ sondern „vom Fernsehen“. Es gibt – und nicht nur auf Arte – sehr viel gute und kritische Informationen. Und ich gucke eben nicht wahllos, keine Serien, keine mit Werbung überfluteten Bezahlkanäle, weiß weder wie Mutter Beimer aussieht noch Derrick oder oder oder. Ich bin der Überzeugung, dass Fernsehen dumme Leute dümmer macht und kluge Leute klüger machen kann. Die Pauschale Ablehnung ist falsch. Ich höre ja auch nicht auf zu essen nur weil viele Leute zugdick sind oder weil so viel Ungesundes in den Regalen steht. Und das Thema „Einfach Bewusst“ erfordert doch bei allen Teilaspekten, die hier behandelt werden, Dinge oder Situationen zu intensivieren oder zu optimieren. Es geht also immer um Haltungen zu Teilaspekten der Gesellschaft in der wir leben (müssen). Aber nicht um Alles oder Nichts.

    Antworten
    • Frank G. 14. April 2016

      Hallo Lothar, ich denke es geht sicher nicht nur um vorrangige Verblödung durch Fernsehkonsum . Die gewonnene Lebenszeit steht bei mir eindeutig im Vordergrund . Das Ich und damit zu entscheiden wie kreativ ich meine Zeit , auch mit meiner Partnerin nutze, steht bei mir eindeutig an erster Stelle. In dem Sinne, schau mal über den Tellerrand und gehe vor dem Schlafengehen 1 Stunde raus anstatt den Fernseher im Schlafzimmer anzuschalten . Gibt natürlich auch noch mehr Möglichkeiten die sich im Schlafzimmer anbieten?

      Antworten
    • Christof Herrmann 17. April 2016

      Warum sollte ich mich nicht für „Alles oder Nichts“ entscheiden? Habe noch nie verstanden, warum man als extrem gilt, wenn man sich für oder gegen etwas entscheidet. Für mich ist das einfach nur logisch und konsequent. Warum hin und wieder Tierliches essen, wenn mir die vegane Ernährung sinnvoll erscheint, Spaß macht und gut tut? Warum einen Fernseher besitzen, wenn ich dann immer wieder Stunden davor verbringe und mich am nächsten Tag kaum noch daran erinnern kann, was ich geschaut habe? Natürlich muss das jeder für selbst entscheiden. Dieser Artikel ist keine Anleitung für jedermann, sondern meine Meinung und meine Erfahrung mit der Glotze. Wenn sich der eine oder andere davon inspiriert fühlt, freue ich mich natürlich sehr.

      Antworten
  • Uli 14. April 2016

    Hallo Christopf,
    danke für deinen Newsletter. Es ist wie bei allem das richtige Maß und die Sendungen sind sehr wichtig. Das Internet halte ich persönlich für gefahrlicher. Aber auch das ist individuell bei jedem Menschen anders. Gerade diese Vielfalt ist gigantisch. Mehr als sieben Mill Menschen und keiner gleicht dem anderen. In der Tier und Pflanzenwelt ist es auch so. Das soll alles aus Urknall und zufällig entstanden sein. Alles gute für dich und alle wo auf deiner Seite landen. Aber auch allen wo nicht

    grüße

    Uli

    Antworten
  • Janna 14. April 2016

    Hallo an alle,
    es gibt so wunderbare Spielfilme (und ganz selten auch mal eine wunderbare Serie), die man sich im Fernsehen anschauen kann (weil sie zufällig gerade laufen, aufgenommen sind oder ausgeliehene DVDs). Wir genießen sehr den Samstag abend mit unseren Kindern (zwischen 16 und 12) einen Spielfilm anzuschauen, sei es einen neuen, oder einen alten, den wir ihnen liebend gerne zeigen möchten. Ansonsten kein weiteres TV für die Kinder und für uns nur ca. 1x pro Woche zusätzlich zum Bügeln. Hätten wir gar keinen TV, würden unsere Kinder vielleicht das Gefühl entwickeln, etwas zu verpassen, und dann das fernsehen woanders ausleben. Fände ich nicht wirklich gut. Fazit: bei uns bleibt der Fernseher, man muss keine Sucht entwickeln deswegen. Ach, übrigens, niemand von uns muss sich deshalb länger am PC ausleben.

    Antworten
  • Jessica 18. April 2016

    Hallo Christof,
    bin heute ganz spontan auf deinen Blog gestoßen und ich muss sagen in der Rubrik „Neu hier?“ sprichst du uns aus der Seele. Also heute ist Tag 1 meiner Woche oder vielleicht soagr Zeit ohne Fernsehen. :-)
    Viele Grüße
    Jessica

    Antworten
    • Christof Herrmann 18. April 2016

      Hallo Jessica,

      willkommen auf Einfach bewusst.

      Bin gespannt, wie es dir ohne Fernseher ergeht. Ein Problem hast Du nun aber: Was fängst Du mit all der freien Zeit an ;-)

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Michael 21. April 2016

    An die Fernseh-Verweigerer und -Abschaffer ;-)

    gestern abend gab es auf NDR einen wunderschönen Naturfilm:

    Geheimnisvoller Garten – Frühlingserwachen

    Das ist so ein Grund, warum ich mir wirklich schwer tun würde, Fernsehen komplett zu abzuschaffen. Bewußt gucken ja!, aber nicht abschaffen.

    PS: der Film ist über den MediathekViewer abrufbar.

    Antworten
    • Christof Herrmann 21. April 2016

      Aber wozu brauche ich denn dann einen Fernseher, wenn der wunderschöne Naturfilm in der Mediathek abrufbar ist ;-)

      Antworten
      • Michael 22. April 2016

        Wenn ich es richtig verstanden habe, Christof, dann geht es nicht um den „Fernseher“ als physischen Aparat auf den Du verzichtest, sondern um das Sehen von Fernsehsendungen. Es geht thematisch um den überflüssigen, vermeidbaren, was auch immer … Konsum von Fernsehangeboten.

        Es geht also nicht darum, ob man so ein Ding besitzt, sondern ob man es entsprechend nutzt, Zeit verschwendet, sich mich überflüssiger Information zumüllt, etc. So hatte ich dieses Thema verstanden. Und wenn ich mir die Beiträge ansehe, die allermeisten Leser auch.

        Ein Zitat von Dir: „Bin gespannt, wie es dir ohne Fernseher ergeht. Ein Problem hast Du nun aber: Was fängst Du mit all der freien Zeit an ;-)“

        Ganz klar. Es geht nicht um den Fernseher als Gerät, sondern um die „Software“, die damit einhergeht. Software, die unser Denken ablenkt, zumüllt, Zeit wegnimmt, etc. Der Fernseher ist ja nur ein Gegenstand, der die Software (also Filme, Geschichten, Dokus, Nachrichten …) übermittelt. Ein „Medium“ wie man so sagt. Ein Ding, das den Zugang zu geistigen Dingen (=Software) ermöglicht.

        Von daher, kleine Kritik, ist das von Dir gewählte Thema dieses Threads nicht ganz passend, denn zum „Fernseh-Konsum“ zählt natürlich auch der Konsum von Youtube. Nur ein Beispiel. Auch der Konsum von Video-DVDs, Kino, letztlich auch der Konsum von Mediatheken, die ja nichts anderes sind, als konservierte Fernseh-Beiträge.

        Von daher wäre die Thread-Überschrift, verzichte ich auf diese Medien, passender gewesen. Wobei das eigentlich auch nicht wirklich passen ist. Sondern: verzichte ich auf filmische Informationen im Sinne eines minimalistischen Lebens.

        Kurz noch ein Beispiel, wie ich denke: wenn ich sage, Kino ja, Fernsehen nein – wie verhält es sich dann, wenn ein Kinofilm ein paar Jahre später im Fernsehen gezeigt wird?

        Kurzum, da Thema ist außerordentlich komplex und meines Erachtens nicht mit „ich werf das Ding weg!“ (bzw. ich brauche es nicht) erledigt.

        Antworten
        • Christof Herrmann 23. April 2016

          Ein wirklich komplexes Thema, über das man ewig diskutieren könnte.

          Mir geht es in dem Artikel sowohl um das Gerät selbst (das ja Kosten verursacht, Platz wegnimmt und mehr Arbeit bedeutet) als auch um das Fernsehen an sich (das meiner Meinung nach Zeit, Kreativität, Freiheit und vieles mehr raubt). Den Konsum von Filmen im Kino, DVDs und Sendungen in Mediatheken sehe ich etwas weniger kritisch (v. a. auch für mich persönlich), da ich da gezielter auswähle, konzentrierter bei der Sache bin und nicht vom einen zum nächsten zappe. Die Gefahr, dabei stundenlang abzuhängen, besteht für mich weniger. Im Kino ist der Film nach zwei Stunden aus. Auch DVD und Mediathek haben ein klares Ende. Danach folgt ja nichts mehr. Da ich zudem zuhause auf dem Laptop schaue, habe ich nach ein, zwei Stunden sowieso keine Lust mehr, noch mehr anzuschauen. Dieser Artikel heißt „Warum ich seit 20 Jahren keinen Fernseher besitze“ und beschreibt mein Empfinden. Ich habe ihn bewusst nicht „Warum Du keinen Fernseher besitzen solltest“ genannt, da ich sonst im Fernsehland Deutschland gesteinigt worden wäre ;-)

  • Ellen 9. Mai 2016

    Hallo Christof,

    danke für deinen Artikel. Jetzt weiß ich endlich, dass ich nicht alleine auf dieser Welt bin :-).
    Meinen Feierabend und das Wochenende verbrachte ich immer vor der Glotze, Stunden um Stunden. Total sinnlos, aber irgendwann kam zum Glück die Erleuchtung. Ich habe den Konsum zuerst drastisch reduziert, dann vor einem Jahr endgültig damit abgeschlossen. Es war der 10. April 2015, ich schaute Tatort, die Frankenausgabe. Der Krimi war meiner Meinung nach total schlecht und ich habe mir nur gedacht: Wieso tust du dir das immer wieder an? Jetzt reicht es! Habe die Kiste ausgemacht und seitdem niemals wieder eingeschaltet. Am Anfang war es total komisch, was mache ich jetzt mit soviel „Freizeit“?! Nebenwirkungen: mehr Energie, keine sinnlosen Naschattacken mehr, regelmäßiger Sport, viel in der Natur, neue Talente entdeckt (Nähen, Bücher schreiben) usw. Überhaupt hat mein Leben jetzt mehr Qualität. Wenn ich gefragt werde, ob ich gestern dies und jenes gesehen habe und antworte, dass ich kein Fern schaue, ernte ich meistens geschockte Blicke. Die beste Frage war sowieso: Was, du schaust kein Fern, was machst du denn sonst? Da weiß ich, ich habe alles richtig gemacht.

    Schöne Grüße
    Ellen

    Antworten
    • Christof Herrmann 10. Mai 2016

      Hallo Ellen,

      schön, dass Du es ähnlich erlebt hast.

      „Was machst du denn dann so?“, habe ich auch schon als Reaktion gehört. Auch beliebt: „Das wäre mir zu extrem“, „Dann kannst Du ja nicht mitreden“, „Ich schaue eigentlich nur Tagesschau“ und „Mein(e) Freund(in)/Mann/Frau kann nicht ohne Fernseher“.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
      • Michael 10. Mai 2016

        schon extrem solche Reaktionen – den „Usern“ ist wohl überhaupt nicht bewußt, dass es in 99. 999…% in der Geschichte der Menschheit keinen Fernseher gab. Also, das Nicht-TV-Sehen ist die natürliche Variante.

        Bei solchen Aussagen merkt man auch, dass viele überhaupt keinen Bezug zu Zeit und zur eigenen Evolution haben. Ja, was haben denn die vielen Milliarden Menschen, die über die Jahrstausende gezählt auf der Erde gelebt haben, was haben die bloß gemacht?? Was haben die ohne den Stuss von RTL & Co. den ganzen Tag getan? Und Facebook gab es ja auch nicht und Whatsapp und all diese sinnentleerten Zeitkiller?

        Also, vielleicht eine Hilfe für minimalistisches Leben, sich einfach einmal das Leben vor nur ein paar Hundert Jahren vor Augen zu führen, von Tausenden will ich gar nicht sprechen. Wir sind von der Evolution her, überhaupt nicht für – was ist eigentlich das Gegenteil von Minimalismus? – Maximalismus gemacht.

        Antworten
  • Katrin 28. Juni 2016

    Moin,
    seit ich einen Receiver habe, gucke ich nur noch das was ich wirklich gerne gucke und wenn ich Zeit habe. 1x in der Woche programmiere ich für eine Woche im voraus und kann so auch tagelang nicht gucken. Meine Serien verpass ich nicht. Dadurch guck ich viel weniger und gar nicht mehr das normale Programm in Echtzeit. Das is eh zu über 90 % Schrott. Vielleicht bin ich irgendwann soweit es ganz abzuschalten. ☺
    Liebe Grüße, Katrin ? ?

    Antworten
  • Laura 11. August 2016

    Ich besitze zwar einen Fernseher, aber keinen Anschluss, empfange also kein Programm.
    Ich hab das Teil eigentlich nur, um mir ab und zu Serien, Dokus oder auch mal einen Film bei Netflix anzusehen. Der Unterschied besteht für mich darin, dass ich mich bewusst dafür entscheide, was ich mir ansehe. Früher hab ich die Glotze angeschaltet und mich einfach berieseln lassen von dem was gerade so läuft. Total passiv. Seit ich das nicht mehr mache, hat sich für mich auch unglaublich viel verändert. Ich gehe mehr raus, ich hab wieder angefangen zu schreiben, ich tue freiwillig etwas für meine Bildung & mein persönliches Wachstum etc. Alles in allem nutze ich meine Zeit viel sinnvoller und fühle mich nicht mehr von einem System gefangen. Das ist ein großartiges Gefühl. :)

    Antworten
  • Andreas 1. Januar 2017

    Ich habs geschafft und hab ab Heute auch keinen Fernseher mehr.
    Es ging mir auf die Nerven, immer mehr Zeit davor zu verbringen und die Zeit Nutzlos zu vergeuden. Naja, so ganz nutzlos nicht immer. Denn es gibt da schon sehenswertes…Das werde ich vermissen.

    Auch jetzt am ersten Tag hab ich ein blödes Gefühl. So richtig weiß ich noch nichts anzufangen. Aber das wird :-)

    Gruß

    Andreas

    Antworten
  • Christof Herrmann 2. Januar 2017

    @Katrin @Laura
    Ich dachte bisher, gerade Serien sind Schrott ;-) Kann mir aber kein wirkliches Urteil erlauben, denn seit die Helga und Hans Beimer sich getrennt haben, hab ich keine Serien mehr geschaut.

    @Andreas
    Glückwunsch. Was machst Du nun mit den 221 Minuten Freizeit pro Tag (durchsschnittliche Sehdauer der Deutschen)? Kannst ja mal berichten.

    Antworten
  • Anita 2. Januar 2017

    Hallo Christof,
    ein toller Artikel!
    Ich selbst habe seit ich vor ca. 6 Jahren bei meinen Eltern ausgezogen bin keinen Fernseher mehr und habe ihn keine Sekunde vermisst! Vor 2,5 Jahren bin ich mit meine Freund zusammen gezogen, und ich konnte ihn zum Glück dazu überzeugen. Heute würde er sich auch nie mehr so ein Ding anschaffen :-)
    Die Frage, „was ich denn dann so abends mache“, bekomme ich auch des öfteren gestellt. Da muss ich allerdings fragen, wie andere Leute so viel Zeit für Fernsehen haben? Ich wüsste an den meisten Tagen gar nicht, wo ich 221 min (über DREI Stunden!!!!) für so etwas unterbringen sollte.. ;-) Da gibt es einfach so viel schönere Dinge!
    Und sollte ich einmal so gar nichts mit dem Abend anzufangen wissen (was äußerst selten vorkommt), schadet es auch sicher nicht, einfach mal um neun schlafen zu gehen :-)
    Liebe Grüße,
    Anita

    Antworten
    • Christof Herrmann 3. Januar 2017

      Hallo Anita,

      221 Minuten sind 3 Stunden und 41 Minuten. Die Zeit im Internet kommt noch mal extra dazu. Ein Smartphone ist auch meist griffbereit. Ein Wunder, dass wir noch keine viereckigen Augen haben ;-) Hin und wieder ganz offline zu gehen, tut richtig gut.

      Viele liebe Grüße

      Christof

      Antworten
      • Anita 4. Januar 2017

        Oh ja, da hast Du recht. Allerdings bin ich auch kein Handy-Dauernutzer, ich habe auch erst seit einigen Monaten überhaupt Internet am Handy ;-)

        Antworten

Hinterlasse einen Kommentar