25 neue Minimalismus-Tipps, die Dich freier, reicher und glücklicher machen

25 neue Minimalismus-Tipps, die Dich freier, reicher und glücklicher machen

„Einfachheit hält Glück bereit.“ (Andreas Tenzer)

Als ich im Sommer in Frankreich diese strahlende Sonnenblume fotografiert habe, war ich mir sicher, dass ich das Foto nach meiner Rückkehr vom Jakobsweg für einen meiner Blogartikel verwenden würde. Dass es so schnell passt, hätte ich nicht gedacht.

Nach meiner Erfahrung als minimalistischer Pilger ist es nun an der Zeit, den vierten Teil meiner Artikelserie mit den Minimalismus-Tipps zu veröffentlichen. Die ersten drei aus den Jahren 2014 und 2015 zählen zu den meist gelesenen, kommentierten und geteilten Texten auf Einfach bewusst. Die Links zu den ersten 75 Vorschlägen findest Du am Ende dieses Artikels.

Auch die neuen Minimalismus-Tipps können mal mehr, mal weniger leicht umgesetzt werden. Als Belohnung winken mehr Zeit, mehr Freiheit, mehr Zufriedenheit und mehr finanzielle Unabhängigkeit.

Viel Spaß beim Stöbern und Erfolg beim Umsetzen!

  1. Anstelle viel zu arbeiten, um viel zu konsumieren und viel zu träumen, kann man auch weniger arbeiten und weniger konsumieren, um seine Träume zu verwirklichen.
  2. Verlasse Dein Zuhause hin und wieder ohne Geldbeutel.
  3. Kennst Du schon das 5-Minuten-Entrümpeln? Dabei gehst Du mit einer Kiste durch Deine Wohnung und gibst alles, was Du nicht mehr benötigst, in die Kiste. Nach den fünf Minuten entscheidest Du, was Du verschenkst, spendest, verkaufst und entsorgst. Das 5-Minuten-Entrümpeln kann täglich wiederholt werden, bis die Kiste leer bleibt.
  4. Lass Dich von Tieren inspirieren. Sie können das, was uns oft schwer fällt: Nur das zum Überleben nötige tun, sich und die Umwelt schonen, dösen und herumtollen.
  5. Drück Dich kurz und klar aus. Der österreichisch-britische Philosoph Karl Popper empfahl einmal: „Wer’s nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er’s klar sagen kann.“
  6. Warum fällt es uns oft so schwer, nach dem Entrümpeln die neu gewonnene Einfachheit und Aufgeräumtheit beizubehalten? Es liegt an einem Phänomen, das fast unmittelbar nach dem Entrümpeln folgt und ich als das schleichende Zurümpeln bezeichne. Wenn Dir dieses Phänomen bewusst ist, kannst Du es in Zukunft vermeiden.
  7. Minimalistisch zu leben, bedeutet auch sich vom Gedankenballast zu lösen. Wir trauen uns oft nicht, unsere Träume zu verwirklichen, weil wir von den schlimmsten Konsequenzen ausgehen.“Ich bin ein alter Mann und ich habe viel Schreckliches erlebt, doch das meiste davon ist nie eingetreten“, schrieb schon Mark Twain. Oft stehen wir uns also selbst im Weg. Wenn Du Deine Ängste definierst, verlieren sie an Wucht. Stelle Dir die folgenden Fragen: Was könnte Negatives passieren? Wie könnte ich den Schaden beheben? Was wird wahrscheinlich eintreten? Worauf warte ich? Dann stelle Dich Deinen Ängsten und verwirkliche Deine Träume.
  8. Reich ist nicht der, der nach immer mehr strebt, sondern der, der mit dem zufrieden ist, was er gerade hat.
  9. Lerne die einfachen Dinge mehr wertzuschätzen. Achtsamkeitsübungen wie die Dankbarkeitsübung helfen dabei. Dafür steckst Du Dir morgens eine Handvoll Bohnen in die links Hosentasche und gibst bei jedem positiven Erlebnis im Laufe des Tages eine Bohne von der linken in die rechte Hosentasche. Dies erhöht die Achtsamkeit auf die guten Dinge, die Dir widerfahren. Weitere Achtsamkeitsübungen findest Du in dem Gastartikel meiner Schwester.
  10. Um Deine persönlichen digitalen Zeitfresser zu identifizieren und zu reduzieren, kannst Du über einen längeren Zeitraum Deinen digitalen Konsum notieren. Dabei ordnest Du die jeweilige Minutenanzahl sinnvollen Kategorien wie E-Mail, Internetrecherche, Nachrichten, Newsletter, Online-Spiele, RSS-Feeds, Streaming und WhatsApp zu.
  11. Lebe geldfreier und damit nachhaltiger, sozialer und minimalistischer als zuvor.
  12. Trenne Dich von allen Gegenständen in der Küche, die Du seit einem Jahr nicht verwendet hast. Du kannst das gleiche mit den anderen Räumen Deiner Wohnung tun.
  13. Hole Dir Anregungen von Julia Susann Helbigs Masterarbeit „Minimalismus zwischen Downshifting und Konsumverzicht“, die Du komplett auf meinem Blog lesen oder herunterladen kannst.
  14. Kläre Missverständnisse, die Dich beschäftigen und blockieren. Meist reicht ein kurzes Telefonat oder persönliches Gespräch. Es geht nicht darum, gleicher Meinung zu sein. Man muss noch nicht mal Verständnis haben. Es geht darum, den Gegenüber zu verstehen, also zu akzeptieren, dass jemand andere Erfahrungen gemacht hat und ein anderes Wertesystem besitzt.
  15. Entdecke das Fernwandern für Dich. Es kommt dem Ideal eines minimalistischen Lebens sehr nahe. Alles, was Du in den Wochen unterwegs benötigst, passt in einen 32-Liter-Rucksack. Alles, was Du in dieser Zeit zu tun hast, ist Dich fortzubewegen, Dich zu (ver)pflegen, eine Bleibe für die Nacht zu finden und Dich hin und wieder bei Deinen Lieben zu melden. Meine bisher längsten Fernwanderungen waren der Jakobsweg, der Fränkische Gebirgsweg, die Alpenüberquerung Salzburg – Triest und der Traumpfad München – Venedig.
  16. Koche nicht immer starr nach Rezept. Sei kreativ. Verwende wenige hochwertige Zutaten – in erster Linie Deine Vorräte sowie Saisonales und Regionales.
  17. Nicht jedes technische Gerät muss vernetzt oder über das Internet erreichbar sein. Der Mehrwert dieses Internet der Dinge ist für den Nutzer oft gering. Die anfallenden Daten hingegen werden von den beteiligten Unternehmen gerne weiterverarbeitet. Mike Kuketz beschreibt in seinem Blogartikel über den digitalen Minimalismus folgendes nicht mehr abwegiges Szenario: „Die ans Netz angeschlossene Kaffeemaschine hat der Krankenkasse meinen Kaffeekonsum übermittelt – die in Aussicht gestellten Boni im Mach-dich-fit Tarif wurden daraufhin gestrichen. Zu allem Überfluss wurde am Wochenende dann noch eingebrochen, weil die Security-Kameras vom Haus ungeschützt von außen erreichbar waren. Aufgrund dieser Nachlässigkeit weigert sich die Hausratversicherung nun vehement für den entstandenen Schaden aufzukommen. Dank meines connected cars weiß meine Frau nun auch, dass ich mich am Wochenende gerne im Rotlichtviertel am Bahnhof herumtreibe.“
  18. Verabrede Dich mit Dir selbst. Gehe allein spazieren, besuche eine Ausstellung oder mache etwas anderes, was Dir Freude bereitet.
  19. Nimm an einem zehntägigen Vipassanakurs teil. Dort lernst Du das Meditieren, darfst aber kein Wort sprechen. Der großartige Reiseautor Andreas Altmann hat in seinem Buch Triffst du Buddha, töte ihn! Ein Selbstversuch solch einen Vipassanakurs beschrieben und kam zu folgender Erkenntnis: „Vipassana als Kundenschutz. Es hellt auf, macht wachsam, vor jedem Kauf soll es mich ermahnen, für Sekunden die Augen zu schließen. Damit ich mir zuhöre. Und dann entscheide, ob ICH das Ding will oder die Werbeabteilung von Sony will, dass ich es will.“
  20. Geburtstag, Namenstag, Ostern, Halloween, Nikolaus, Weihnachten, Hochzeit, Geburt, Taufe … – es gibt ständig einen Grund, etwas zu verschenken. Überlege Dir, ob die Geste wichtig ist oder es für alle angenehmer wäre, darauf zu verzichten. Eine minimalistische und nachhaltige Variante ist, Zeit statt Geld zu verschenken.
  21. Versuche ein Gefühl für Kommerz zu entwickeln. Mache Dir das eigentliche Ziel der Werbestrategen und Lobbyisten bewusst. Viele Großereignisse sind dazu da, Werbebotschaften an die Zuschauer zu bringen. Produkte sollen mit möglichst hohem Gewinn verkauft werden.
  22. Faste ein paar Tage. Indem Du auf das Essen verzichtest und nur Wasser, Tee und Gemüsebrühe trinkst, wirfst Du nicht nur körperlichen, sondern auch seelischen Ballast ab. Du lernst dabei, das Essen wieder bewusster wahrzunehmen und mehr zu genießen. Nach dem Fasten schmecken ein paar Kartoffeln mit Salz und Öl besser als zuvor ein opulentes Dreigängemenü.
  23. Veranstalte mit Freunden eine Entrümpel-Challenge. Drei Ideen: 1 Jahr lang täglich 1 Gegenstand, 1 Monat lang täglich 15 Minuten oder am 1. Tag 1 Gegenstand, am 2. Tag 2 Gegenstände, am 3. Tag 3 Gegenstände usw. Treff Dich regelmäßig mit Deinen Freunden, um über den Fortschritt zu sprechen. Den Verkaufserlös der entrümpelten Gegenstände könnt ihr nach der Challenge spenden oder für eine gemeinsame Unternehmung verwenden.
  24. Mache einen virtuellen Rundgang durch die Wohnungen von Minimalisten (oft ist es nur ein Zimmer): AnneFrancis, Gabi, JoachimJoshua, Marie, Nicol und Tammy.
  25. Verbinde Dich mit Gleichgesinnten. Du findest sie bei den Minimalimus-Stammtischen, auf der jährlichen Minimalismus-Konferenz, im Minimalismus-Forum und auf den Minimalismus-Blogs.

Hier geht es zu den vier Teilen meiner Artikelserie:
25 Tipps, wie Du minimalistischer leben kannst (innerhalb einer Stunde)
25 weitere Tipps, wie Du minimalistischer leben kannst
Noch mal 25 Tipps, wie Du einfacher leben kannst
25 neue Minimalismus-Tipps, die Dich freier, reicher und glücklicher machen

Welche der 25 Tipps setzt Du bereits um? Was möchtest Du in Zukunft angehen? Hast Du Vorschläge, wie man minimalistischer leben kann, die noch nicht in der Artikelserie genannt wurden?

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{ 35 Kommentare }

  • Jan 8. November 2016

    Großartig! Ich kenbe die ersten 3 Teile schon und habe einiges davon verwirklicht….
    Meinst Du mit reicher mehr Geld?
    Weiter so jedenfalls!

    Antworten
    • Christof Herrmann 8. November 2016

      Danke! Mit reicher meine ich zum einen tatsächlich finanziell unabhängig zu sein, zum anderen aber auch reicher an Möglichkeiten, Zeit, Lebensqualität, Zufriedenheit usw. zu sein.

      Antworten
  • Janos 8. November 2016

    Sehr inspirierende Aufstellung zum Thema, die hilft eigene Handlungen zu hinterfragen.

    Antworten
  • Frank 8. November 2016

    Sehr schöne Ergänzung. Vieles davon setze ich schon lange um, hatte nie das Gefühl dass mir waas fehlt.
    Um der Versuchung zu widerstehen, dann doch ständig auf dem Handy mails etc zu checken, hab ich mich jetzt selber „eingeschränkt“ und den Mobilfunkvertrag bzw das Datenvolumen entsprechend minimiert. Gar nicht mal nur wegen der Kosten, obwohl natürlich netter Nebeneffekt. Klar, man kann „mal eben“ immer ein neues Datenpaket dazukaufen – die Hürde dazu ist aber höher als bisher eben das zu benutzen was der bisherige Vertrag an Datenvolumen inklusive geboten hat.
    Erreichbar bin ich ja trotzdem, aber man muss nicht dauernd auuf dem Handy die Zeit vertreiben, und bisher hab ich noch keinen Kunden verloren, weil ich Mails erst drei Stunden später beantwortet habe.

    Man muss sich da selbst erziehen, die Gewohnheiten schleifen sich so ein….

    PS: ich klaufe ein „t“ und schenke es Dir zu *14*versTehen

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    • Christof Herrmann 8. November 2016

      Gute Idee, freiwillig den Mobilfunkvertrag zu drosseln, um sich zum Reduzieren zu zwingen. Ich hatte jahrelang nur ein Prepaid-Handy. Nun habe ich einen kleinen Vertrag für 10 Euro im Monat. Damit komm ich hin, solange ich in Nürnberg bin. Nur wenn ich auf meinen Fernwanderungen bin, muss ich drauf zahlen.

      PS: 14. Hab ich korrigiert. Wer noch einen Fehler findet, darf sich etwas aus meiner Entrümpel-Kiste aussuchen ;-)

      Antworten
      • Frank 8. November 2016

        Zum Mobilfunk: Bin viel unterwegs und im sog. Ausland muss ich ja eh draufzahlen. Oder auch wenn mein Geschäft grad gut läuft, das beinhaltet bei mir dann mehr telefonieren und auf jeden Fall mehr Datenvolumen. Aber dann hab ich ja auch die Einnahmen, es „rechnet“ sich also wieder und zahle nicht pauschal und sowieso. Aber wie gesagt, Hauptgrund war für mich nicht die Kostenersparnis, sondern um mir die Angewohnheit auszutreiben, ständig emails usw zu checken.

        Für Deine Buchstabenkiste hab ich Dir ja genug geliefert im vorigen Post ;-) – muss sowas demnächst vor dem Abschicken nochmal lesen….

        Antworten
  • Gabi Raeggel 8. November 2016

    Hallo Christof, danke für die vielen wunderbaren Tipps. Die gelegentliche Verabredung mit sich selbst, finde ich besonders spannend. Manches läuft bei mir in kleinerem Umfang: Fernwanderungen schaffe ich nicht ohne weiteres, aber deine langen Touren haben mich ermutigt, einfach im Alltag vieles mehr zu Fuß zu erledigen und es tut so gut! Bei 10tägigen Vipassana-Retreats war ich zwar noch nicht, aber formale Achtsamkeit und Achtsamkeit im Alltag gehört seit vielen Jahren zu meinem Leben. Minimalismus bekommt dadurch nochmal eine ganz andere Qualität für mich. Nur in einem wird es doch wieder etwas maximaler: Ich ziehe bald um, vom Minimalismus-Zimmer (danke f. Verlinken) in eine 35qm-Wohnung.

    Antworten
  • Michael 8. November 2016

    25 Tipps … das empfinde ich als „viel zuviel“ – wenn Du das auf 5 Tipps reduzieren könntest, wäre es nach meinem Empfinden im Einklang mit dem ursprünglichen Gedanken.

    Antworten
    • Christof Herrmann 8. November 2016

      Dafür ist es nun zu spät. Suche einfach die fünf raus, die für Dich passen, und ignoriere die restlichen ;-)

      Antworten
      • Michael 9. November 2016

        … nein … Du bist der Minimalismus-Meister … ;-)

        Antworten
  • Petra 9. November 2016

    Hallo Christof, ein sehr inspirierender Artikel. Da ist für jeden mindestens eine Anregung dabei das Leben leichter, aber dafür sinnvoller zu gestalten.
    Klasse, danke für die Tipps!

    Beste Grüße,
    Petra

    Antworten
  • Monika Schreiner 9. November 2016

    Kannst du denn auch einen Vipassanakurs in Österreich empfehlen?
    Das würde ich schon mal ausprobieren :)
    Weitwandern versuchen wir jetzt ein mal im Jahr einzubauen, mind. 5-7 Tage, lieber noch länger, aber das ist zeitlich nicht immer drin.
    Alle 1-2 Jahre wird auch entrümpelt und der Kleiderschrank aussortiert. Was gut ist wird verschenkt oder gespendet.
    Danke für die Tipps, da such ich mir bestimmt noch das ein oder andere raus.

    Antworten
    • Christof Herrmann 9. November 2016

      Empfehlen kann ich Dir kein Vipassana-Zentrum. Aber schau mal hier oder frag den Olli von simply feel it.

      Antworten
      • Monika Schreiner 9. November 2016

        Oh klasse Danke, die Seite hab ich bei meiner Kurzrecherche (mittlerweile auf ecosia.org ) nicht gefunden :)

        Antworten
  • Jens 11. November 2016

    Hallo!
    Die Verabredung mit sich selbst mag erstmal merkwürdig klingen, funktioniert aber wirklich gut. Ich habe das bei mir in der Mittagspause eingeführt. Allein raus aus dem Büro, und nach ein paar Meter bin ich in einem kleinen Wäldchen. Unglaublich, was eine tägliche halbe Stunde Spaziergang bringt – körperlich, geistig und seelisch. Das ziehe ich durch, solange es nicht in Strömen regnet. Die Kollegen haben erstmal etwas komisch geschaut, mittlerweile ist das aber allgemein akzeptiert. Selbst der Chef versucht nicht mehr, mich in der Zeit zu erreichen ;-)

    Antworten
    • Christof Herrmann 11. November 2016

      Hallo Jens,

      gute Idee, die Mittagspause für einen Waldspaziergang zu nutzen. Ich empfehle Handy und Knopf im Ohr im Büro zu lassen.

      Da ich zur Zeit an meinem Jakobsweg-E-Book arbeite und viel am Rechner bin, habe ich mir angewohnt, mich täglich mit mir selbst zum Spazierengehen zu verabreden. Ich versuche mindestens 5 km zu gehen. Danach gehts mit neuem Schwung zurück an Den Schreibtisch.

      Viele Grüße

      Chrisstof

      Antworten
      • Jens 11. November 2016

        Hallo Christof,
        das Handy bleibt im Büro, deshalb hat mein Chef wohl auch aufgegeben ;-) Der Termin ist bei mir im Outlook geblockt und anderen Terminen sage ich in der Zeit nur zu, wenn sie wirklich wichtig und dringend sind.
        Mir ist durchaus bewusst, dass das ein Luxus ist, den sich nicht jeder Arbeitnehmer erlauben kann. Leider, denn eigentlich sollte das eine Selbstverständlichkeit sein – Pause sollte auch eine Pause sein.
        Derzeit arbeite ich auch daran, meine Arbeitszeit wieder auf die vertraglich vereinbarte zurückzuführen und so das Hamsterrad etwas zu bremsen – wenn ich schon (noch) nicht aussteigen kann. Das ist noch nicht so erfolgreich wie mit der Pause, aber es gibt Fortschritte…

        Grüße
        Jens

        Antworten
  • Franca 13. November 2016

    Ich fand schon die ersten Teile klasse. Ich habe immer auf eine Fortsetzung gehofft, jetzt ist sie endlich da. Vielen Dank dafür! :)

    Antworten
  • Thomas Müller 14. November 2016

    Ein schöner und erkenntnisreicher Artikel auf den ich hier gestoßen bin. An einige Dinge, die du hier beschreibst, habe ich auch schon gedacht umzusetzen, jedoch habe ich mich nie dazu überwinden können. Zum Beispiel das benutzen der Elektronikgeräte zu reduzieren. Oder meine Wohnung ein wenig auszumisten. Alleine irgendwo hingehen kam mir auch immer komisch vor. Aber vielleicht sollte ich wirklich mal nicht darauf achten, was andere Menschen denken könnten, sondern einfach tun, was mir beliebt.

    Vielleicht fange ich zuerst damit an, am Wochenende bei uns in der Rhön eine ordentliche Wanderung mit mir selbst zu machen :-) ich freue mich jetzt schon!

    Danke für den Blog und liebe Grüße aus der Barockstadt Fulda

    Thomas

    Antworten
    • Christof Herrmann 14. November 2016

      Wünsche ich Dir viel Spaß beim Wandern in der Rhön und beim Reduzieren. Aber Obacht, letzteres könnte Dein Leben auf den Kopf stellen …

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Torsten 15. November 2016

    Wieder eine schöne Auflistung. Manchmal hilft es, wenn man sich längst bekanntes immer mal wieder in das aktuelle Denken zurück holt. Das geht mir zumindest so: ich lese und nach dem Lesen merke ich, da war doch noch etwas.

    Zu Punkt 4: ich glaube nicht, daß den meisten Menschen folgendes bewußt ist: Tiere, wie auch Pflanzen und eigentlich generell die Natur leben nach den Gesetzen der Natur. Partnersuche, Fortpflanzung, Nahrungssuche, Wanderungen – der reinste Streß. Besonders Tiere leben nicht ohne Grenzen. Nur dem obersten Primaten kommt es immer so vor, als ob die Tiere den Himmel auf Erden haben.

    Beste Grüße Torsten

    Antworten
    • Christof Herrmann 15. November 2016

      Ich habe dabei eher an Haustiere gedacht. Du hast sicher recht, dass die Tiere in der Natur mehr geschäftig sind. Ich glaube aber nicht, dass sie den „reinsten Stress“ haben (wobei man den Begriff Stress definieren müsste).

      Beste Grüße

      Christof

      Antworten
      • Andi 16. November 2016

        Natürlich haben auch Tiere Stress, kennen also Situationen, in denen sich der Puls beschleunigt etc. Doch den ZEITstress der Menschen, den kennen sie nicht.
        Sie leben im hier und jetzt, grübeln nicht über eventuelle Fehler von gestern nach oder sorgen sich um das, was morgen dann doch nicht (so) eintritt.

        Antworten
  • Maria Widerstand 16. November 2016

    Hallo Christof!

    Schön wieder einmal so viele anregende Tipps von Dir zu lesen!

    Den Tipp mit „nicht nach Rezept kochen“ finde ich super. Das mache ich auch so und wenn man das so macht, braucht man automatisch auch weniger Lebensmittel einkaufen. Viele Lebensmittel kann man gegeneinander austauschen. So wird weniger schlecht.

    lg
    Maria

    Antworten
    • Christof Herrmann 17. November 2016

      Hallo Maria,

      schön, mal wieder von Dir zu lesen!

      Ich habe die gleiche erfahrung gemacht. Wenn ich ohne Rezept oder zumindest mit der Freiheit etwas zu ändern koche, werfe ich weniger bis gar nichts mehr weg und verwende mehr regionale und saisonale Produkte. Fast immer ist der minimalistische Weg auch ein nachhaltiger.

      Viele liebe Grüße

      Christof

      Antworten
  • Philipp Peters 29. November 2016

    Hallo Christoph,
    vielen Dank für deinen Beitrag! Ich bin momentan tierisch genervt von dem ganzen Konsum-Wahnsinn um mich herum und versuche seit einiger Zeit mein Leben zu „vereinfachen“. Dein Beitrag hat mir wieder einige interessante Anregungen mit auf den Weg gegeben!

    Antworten
    • Christof Herrmann 30. November 2016

      Hallo Philipp,

      wenn die „um Dich herum“ merken, wie freier Du ohne den Konsumpf lebst und wie viel mehr Zeit Du hast, kommen sich vielleicht ins Grübeln und passen ihren eigenen Lifestyle peu a peu an.

      Viele Grüße

      ChristoF

      Antworten
  • Alexandra 3. Mai 2017

    Hallo Christoph,
    danke für die Anregungen. Ich merke, dass ich einiges davon schon umsetze, aber es ging natürlich noch mehr. Dinge, die mir einfach gelingen: Alles wegkochen, was wegmuss (also nichts wegschmeißen) – macht auch kreativ. Von vielen Dingen benötigt man nur 1 oder 2 Sets (z. B. 2 Bettwäschen, 1 Geschirrservice, etc.) und nicht ganze Berge davon; Was ich noch mehr schaffen möchte, ist das Online und Social-Media-Fasten. Ich kommuniziere einfach gern, bin neugierig und offen – und da hat man immer das Gefühl, man versäumt was. Aber zumindest gibt’s bei mir kein Handy im Schlafzimmer, nur minimalst im Urlaub, gar nicht bei Tischgesprächen und in Wartesituationen – da greif ich nämlich lieber zum Buch (Paperlover). Last but not least: als ambitionierte Hobbyfotografin mag ich Minimalismus auch in der Fotografie. Reduziert auf das Wesentliche – das wirkt! Beste Grüße!

    Antworten
    • Christof Herrmann 3. Mai 2017

      Hallo Alexandra,

      danke für den Kommentar. Du setzt ja schon viel um. Es muss sowieso jeder selbst herausfinden, was einem gut tut und wo man lieber reduziert.

      In Wartesituationen – etwa beim Arzt oder an der Haltestelle – zum Buch und nicht zum Handy zu greifen, finde ich einen guten Vorschlag.

      Beste Grüße zurück

      ChristoF – ebenfalls „Paperlover“ (und Leseratte)

      Antworten
  • Christina 11. Juli 2017

    Ich bin im (kurzen) Österreich-Urlaub gewandert. Am vorletzten Tag 2 Stunden durchgehend und davor auch schon. Desweiteren habe ich mir auch aus den anderen Blogartikeln Tipps rausgesucht, diese werden nach und nach umgesetzt.

    Viele Grüße
    aus Franken (Coburg)

    Christina

    Antworten

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