Meine Empfehlungen: Minimalismus-Bücher, Niko Paech, Erdmöbel, Wasser trinken, Alpenüberquerer-Fotos …

Meine Empfehlungen: Minimalismus-Bücher, Niko Paech, Erdmöbel, Wasser trinken, Alpenüberquerer-Fotos …

Liebe Leserin, lieber Leser,

seit August bin ich wieder über ein Sammelsurium an Webseiten, Texten und Produkten gestolpert, die ich Dir nicht vorenthalten möchte. Lass mich doch wissen, was Dich in dem bunten Haufen interessiert oder inspiriert hat.

Zwei Autorinnen haben mir ihre Minimalismus-Ratgeber geschickt. Ich kann beide Veröffentlichungen mit Einschränkungen empfehlen. „Einfach leben“ von Lina Jachmann enthält zahlreiche Homestorys sowie praktische Tipps. Etwas störend fand ich das Product-Placement und dass die Wohnungen der Kreativen ausschauen, als stammen sie aus dem Minimalismus-Bilderbuch. „Familie Ordentlich“ von Nicole Weiß wendet sich vornehmlich an Mamas, die das Chaos des Familienalltags in den Griff bekommen wollen. Enttäuscht bin ich von den 30 Kochrezepten. Die Gerichte benötigen fast alle Weißmehl, Zucker und/oder Tierliches wie Eier, Butter und Fleisch.

Apropos ordentlich. Bei der Haushaltsfee gibt es zwei Online-Kurse, die die Teilnehmer beim Ausmisten unterstützen. Vor allem nach dem 50-tägigen Kurs lockt ein Leben mit weniger Ballast und mehr Zufriedenheit.

Brauchst Du noch mehr Lesefutter für die kalte Jahreszeit? Dann melde Dich doch in der Bücherei Deines Wohnorts an oder plündere den nächsten Öffentlichen Bücherschrank.

Abgefülltes Wasser ist einer der größten Marketing-Tricks der Menschheit. Leitungswasser wird in Deutschland strenger kontrolliert als Wasser in Flaschen. In Blindtests bevorzugt die Mehrheit das 250 mal günstigere Leitungswasser. Außerdem ist vor allem Wasser in Plastikflaschen ökologischer Irrsinn. Diese augenöffnende Grafik veranschaulicht die Zusammenhänge.

Wir wissen, dass Fliegen schlecht fürs Klima ist, tun es aber trotzdem. Ein Widerspruch, der sich durch sämtliche Konsumentscheidungen zieht. Der Wachstumskritiker Niko Paech hat schon 2015 meine Fragen beantwortet. Nun sagt er im transform Magazin: „Es existiert kein Menschenrecht auf ökologische Zerstörung, nur weil Reichere sich das leisten können.“

Die Saison der Alpenüberquerung Salzburg – Triest ist seit ein paar Wochen beendet. Auf der offiziellen Facebook-Seite gibt es ein Album mit Fotos von Alpenüberquerern. Falls Du auch unterwegs warst, kannst Du mir gerne Deine Impressionen mailen.

Nach meiner diesjährigen Alpenüberquerung bin ich noch ein paar Tage auf der Parenzana durch Istrien gewandert. Was es mit der Parenzana auf sich hat und wie es mir gefallen hat, erfährst Du in diesem Reisebericht auf dem re:BLOG.

Zum Abschluss gibts was auf die Ohren und zwar von Erdmöbel. Aber ich warne Dich, „Weihnachten im Weltall“ und die anderen Weihnachtslieder der vier Kölner sind gemeine Ohrwürmer.

Vielen Dank für Deine Aufmerksamkeit!

Einfach bewusste Grüße

Christof

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{ 25 Kommentare }

  • Tim 12. November 2017

    Schönes Sammelsurium! Am meisten interessieren mich alles über Minimalismus und Kochrezepte. Mach weiter so Christof!

    Antworten
  • Heike 12. November 2017

    Das mit dem Ausmisten und Ballastabwerfen klappt bei mir ganz gut. Der schwierigste Teil dabei ist, das den Mitmenschen zu erklären und natürlich nicht wieder neues unnötiges Zeug zu kaufen.
    Wasser gibt es bei mir schon lange nur aus dem Hahn. Ab und an mal ein Kasten Heilwasser in Glasflaschen.
    Dieses Jahr waren es definitiv viel zu viele Flugreisen, daher der feste Vorsatz in den nächsten Jahren möglichst gar nicht zu fliegen.
    Liebe Grüße
    Heike

    Antworten
    • Christof Herrmann 12. November 2017

      Im Sommerhalbjahr finde ich es nicht schwierig, aufs Fliegen zu verzichten. Bei uns in Europa kann man so viel tolle Sachen machen. Schwierig fällt es mir als Frostbeule in der kalten Jahreszeit. Da würde ich schon gerne zwei, drei Wochen gen Kanarische Inseln o. ä. fliegen.

      Zum Thema „unnötiges Zeug kaufen“ könnte vielleicht das interessant sein: Wie Du nach dem Entrümpeln nicht wieder mit dem Zurümpeln anfängst

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
      • Heike 13. November 2017

        Danke dir für den Lesetipp. Aktuell hilft es mir auch an die Kisten voll Dingen zu denken, die ich verkauft/ verschenkt habe. Dann frage ich mich ob ich das „Wunschobjekt“ tatsächlich brauche. Die „Abarten-Taktik“ hilft mir schon seit einigen Jahren. Spontankäufe tätige ich eigentlich nie.

        Antworten
  • Maria Widerstand 12. November 2017

    Hallo Christof!

    Spannend finde ich die Sache mit dem Test von Wasser. Wasser in Flaschen ist in meinen Augen wirklich der größte Unfug. Ich habe den Geschmack von Plastikflaschen noch nie leiden können, lange bevor ich von den damit verbundenen Problemen wusste.

    Schön, dass Du das Thema aufgreifst!

    lg
    Maria

    Antworten
    • Christof Herrmann 13. November 2017

      Hallo Maria,

      unsinniger sind wohl nur die Nespresso-Kapseln. Der Kunde zahlt umgerechnet für ein Kilo Kaffee 80 Euro. Rund ein Fünftel der knapp 40 Cent teuren Kapsel entfällt auf das Marketing, über ein Viertel streicht der Lebensmittelkonzern Nestlé als Gewinn ein.

      Übrigens habe ich die beiden genialen Flaschenkleider, die Du mir für meine Soulbottle gehäkelt hast, nicht mehr. Freunde fanden die so toll, dass ich mich erweichen ließ, die Schutzhüllen abzugeben :-/

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
      • Gaby Macias 19. November 2017

        ich übersetze mal für Maria: „ich, Christof, würde mich extrem freuen, wenn ich von dir nochmals zwei Kleider gehäkelt bekäme“… ;-)

        Antworten
      • Christof Herrmann 20. November 2017

        :-)

        Antworten
  • Katherine Taylor 14. November 2017

    „Abgefülltes Wasser ist einer der größten Marketing-Tricks der Menschheit“ – Du sagst es! Danke fürs Aufgreifen,
    mit gleichgesinnten Grüßen :)

    Antworten
  • Dieter Brehm 15. November 2017

    Servus Christof,
    den Paech-Artikel habe ich auch gelesen und er wirkt immer noch sehr kräftig in mir nach. Er ist in seiner Art sehr extrem und schiebt mich echt aus meiner Komfortzone. Ist aber gut so – so denke ich neu nach und bewege mich wieder mal ein bisschen konsequenter durchs Leben. Wichtig wäre, dass Bewegung in die breite Mitte der Gesellschaft käme. Ich hoffe, das Paech mit seinem leuchtenden Vorbild etwas in die Gänge bringt. Vor allem, was das Fliegen und den Fleischkonsum betrifft.
    Herzliche Grüße, Dieter

    Antworten
    • Christof Herrmann 15. November 2017

      Servus Dieter,

      ich fürchte, Niko Paech ist zu sehr Wissenschaftler, als dass er die Mitte der Gesellschaft erreicht. Es bräuchte einen „Attila Hildmann der Nachhaltigkeit“, damit wir alle kapieren, dass es bereits drei vor zwölf ist.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Ralf 16. November 2017

    Hallo Christof,
    Leitungswasser trinke ich schon ewig – zur Nachhaltigkeit kommt ja noch der „Nicht schleppen müssen“ Faktor :)
    Da zeigt sich wieder, dass man nur die Anreize schaffen muss – oder, betonen muss.
    Da ich z.B. nur auf öffentliche Verkehrsmittel setze – ist es mehr als selbstverständlich, dass ich die hervorragende Qualität des hiesigen Leitungswassers nutze – kommt frei Haus.
    Und: Fliegen ist bei mir seit etwa mehr als zehn Jahren tabu…
    Warum unserem Klima entfliehen? Wir sind hier hinein geboren – klar – heute gilt das nix.
    Die Möglichkeiten eröffnen Einem Alles.
    Ich fand es schon immer „komisch“, mitten in „unserem“ Winter plötzlich „Sommer“ zu genießen.
    So gerne ich auch immer Sommer hätte – ich hasse wahrlich Herbst und Winter…
    Aber – irgendwie bin ich dennoch darauf „geeicht“.
    Kerosin verheizen, um mich in eine – für mich im Moment unnatürliche – Umwelt zu versetzen – ich weiß nicht…

    Antworten
    • Christof Herrmann 17. November 2017

      Hallo Ralf,

      erstaunlich in wie vielen Dingen wir uns einig sind.

      Wenn man sich in die Wärme beamen könnte, würde ich es aber schon tun. Für mich ist der kalte Jahreszeit einfach zu lang. Fliegen kommt aber auch nicht in Frage. Habe mal überlegt, ob ich mit Bahn und Fähre auf die Kanaren fahren soll und nach ein paar Wochen wieder zurück. Vermutlich ist das aber auch nicht viel nachhaltiger.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
      • Franziska 20. November 2017

        Hallo Christof,

        ich sehe das so: nur mir vier Jahreszeiten im Wechsel und dieser Sehnsucht nach Sommer, die man im Winter verspürt, kann man dann auch die warme Jahreszeit richtig schätzen. Ich glaube, wenn ich in einem Land mit ständig warmem Wetter leben würde, dann wüsste ich dieses irgendwann nicht mehr zu schätzen.

        Klar ist der Winter bei uns recht lang, aber ich geniesse jede Jahreszeit, da sie alle ihre schönen Seiten haben. Goldene Blätter und dieser herrlich erdige Geruch im Herbst, schneebedeckte Landschaften und gemütliche Abende auf der Couch mit Kerzenschein im Winter…

        Ich bin zwar eh kein Weltenbummler, weshalb mir das Nichtfliegen so gar nicht schwer fällt, aber auch wenn ich mehr Reisefieber hätte, wäre für mich im Winter ein Land mit 40 Grad im Schatten auch irgendwie nicht passend.

        Also tröste Dich doch über den Winter mit den Erinnerungen an den letzten Sommer, mit bewusstem Wahrnehmen und Geniessen der gemütlichen und auch schönen Seiten des Winters und mit der Vorfreude auf den nächsten Frühling ;-)

        Winterliche Grüße,
        Franziska

        Antworten
      • Christof Herrmann 20. November 2017

        Weise Worte, Franziska. Du hast nur nicht bedacht, dass ich eine männliche Frostbeule bin und der mein Winter von Oktober bis April geht. Spaß beiseite, ich versuche geduldig zu bleiben. In einem Monat werde die Tage ja schon wieder länger :)

        Antworten
        • Franziska 20. November 2017

          Geht mir ja auch so, ich wohne in Klein Sibirien ;-) Also abwarten und Tee trinken bis es wieder „nauswärds gehd“, wie wir Franken so schön sagen!

  • Alexandra 20. November 2017

    Guten Morgen und vielen Dank für die bunten Inspirationen! Augenzwinkernd muss ich dir rückmelden, dass nicht nur unglückliche Menschen gut für’s Geschäft sind, sondern auch Unaufgeräumte und Ideenlose. Sonst könnte man nicht von einem Geschäftmodell wie dem Online Ausmistkurs leben * augenroll*
    Viele Grüße mit den besten Wünschen für ein wahrhaft einfaches Leben
    Alexandra 😊

    Antworten
    • Christof Herrmann 20. November 2017

      Haha, ja, das ist gut möglich, obwohl ich keine Ahnung habe, ob die Haushaltsfee von dem Ausmistkurs lebt, zumal der eine ja kostenfrei ist.

      Antworten
  • Karin 20. November 2017

    Vielen Dank für die Lesetipps, ich bin immer auf der
    Suche nach interessanten Büchern wie Ratgebern und
    vegane Ernährung. Viele Grüße…Karin

    Antworten
  • Sol 21. November 2017

    Hallo Christof,
    auch ich bin auf nem guten Weg: vegane Ernährung / zu 99% Rad +Öffis, viel laufen / kein Convenience-Food mehr, und vieles mehr.
    Allem voran aber trinke ich viel WASSER, kalt, warm heiß, zu jeder Jahreszeit, natürlich nur noch aus dem Wasserhahn. Dennoch liebäugelte ich mit ner Osmoseanlage für bessere Wasserqualität.
    Aber da war der Satz: „Das Wasser in Deutschland ist hervorragend“, den ich sehr gern glauben wollte.
    Gestern aber, nach der Info vor längerer Zeit durch Wasserverunreinigung durch die konventionelle Landwirtschaft (Gülle), ein erneuter Schock, der mich extrem aufrüttelt! Und dies bezieht sich nicht nur auf Berlin:
    https://dgk.org/pressemitteilungen/2017-herztage/2017-ht-wisspm/auswirkungen-der-verordnungspraxis-von-antihypertonika-auf-die-trinkwasserqualitaet-in-deutschland-am-beispiel-berlins/
    Nun frage ich mich, wieso es nicht bereits eine Petition gab / gibt, sowohl die Landwirtschaft, als auch die Pharmaindustrie dazu aufzufordern, sich an der Wasserreinigung zu beteiligen.
    Ferner beschäftigt mich, ob es LeserInnen gibt, die mir Erfahrungswerte bzgl. Ausfilterung von Medikamenten durch Wasseraufbereitungsanlagen (kein britta-filter, oder so etwas simples) geben kann.
    Mittlerweile ekelt es mich fast Wasser aus dem Hahn zu trinken…
    Ratlose Grüße
    Sol

    Antworten
    • Christof Herrmann 21. November 2017

      Hallo Sol,

      vielen Dank für den Hinweis. Bin gespannt, ob jemand näheres dazu weiß. Ich würde mal nicht in Panik verfallen.

      Entspannte Grüße

      Christof

      Antworten
  • Bettina 9. Dezember 2017

    Ja, sowohl aus Pet- als auch aus Wasserflaschen (krönenderweise noch über die Alpen gekarrt) seinen Wasserbedarf zu decken, das geht eigentlich gar nicht.
    Zum einen wird gesagt, dass das Leitungswasser in Deutschland in der Regel sauber sei (vorausgesetzt, die Zuleitungen deines Hauses sind in Ordnung), andererseits, dass uns Rückstände wie z.B. von Nitraten, Schwermetallen, Hormonen und Medikamenten im Leitungswasser – mit zweifelhafter Obergrenze der Wassertests – vergiften.
    Der Wasserfilter als Lösung? Verkeimungsgefahr bzw. chemische Mittel dagegen, teuer/Geschäftemacherei, schädliche Reinigungsmethoden (ein namhafter Wasserfilter-Hersteller soll mit Silber reinigen), ein Gerät zusätzlich.
    Ich bin verunsichert, informiere mich weiter.
    Wer weiß guten Rat?

    Antworten
  • Bettina 9. Dezember 2017

    … noch mal „Hallo“ an Christof und alle!
    Gerade erst lese ich, dass Sol auch Probleme mit dem Trinken des Leitungswassers und den Wasserfilter hat, sogar den namhaften Hersteller beim Namen nennt, den ich meine ;)
    Grüße, Bettina

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