Hummus auf 2 Arten: Klassisch & schnell für unterwegs

Hummus auf 2 Arten: Klassisch & schnell für unterwegs (Fotos: Christof Herrmann, 2018)

Hummus wird im gesamten arabischen Sprachraum und in Israel serviert – und bei uns in vielen Orient-Imbissen, Szene-Lokalen sowie auf jedem veganen Brunch oder Picknick.

Das Mayo des Ostens liefert viele Ballaststoffe, pflanzliches Eiweiß und komplexe Kohlenhydrate, die den Körper mit Energie versorgen und zugleich sättigen. Es kommt meist mit etwas (geröstetem) Fladenbrot auf den Tisch. Das Kichererbsenmus schmeckt aber auch auf dem Burger oder in der Falafeltasche, zu Gemüse aus der Pfanne oder dem Ofen, in der Pastasauce, als Dip zu rohen Gemüsesticks oder einfach pur!

Die Zubereitung eines klassischen Hummus ist einfach. Ich nehme meist fertig gegarte Kichererbsen aus dem Glas oder der Dose. Das Einweichen und Kochen ist mir zu umständlich und ich schmecke sowieso kaum einen Unterschied. Ich achte aber darauf, hochwertiges Tahin zu verwenden, das man bei uns am ehesten in arabischen Supermärkten findet. Oft nehme ich etwas mehr von dem Sesammus und lasse ich den Kreuzkümmel und den Knoblauch weg, um einen puristischen Geschmack zu erzielen. Damit das Hummus schön fluffig wird, kommt etwas Wasser in den Mixer und wird das Olivenöl nicht mitpüriert, sondern auf das fertige Kichererbsenmus geträufelt.

Das schnelle Tomaten-Hummus habe ich erst vor ein paar Tagen auf meiner “Deutschland der Länge nach”-Tour zum Picknick zubereitet. Das Rezept entstand letztes Jahr durch einen Zufall. Ich hatte im Tal eingekauft und wollte mir am Berg einen Couscoussalat mit Kichererbsen zubereiten. Allerdings hatte ich vergessen Couscous einzukaufen. So kam es, dass ich Tomatenmark, Olivenöl, Wasser, Salz und Chili (diese Grundzutaten habe ich fast immer auf Fernwanderwerungen im Rucksack) und die Kichererbsen zu einem Aufstrich zerdrückte und mit Brotresten verspeiste. Es war ein überraschendes, simples und köstliches Geschmackserlebnis. Ich habe es seitdem mehrmals zubereitet und möchte es Dir nicht vorenthalten.

Klassisches Hummus

Vegan, orientalisch, proteinreich – Zeit: 15 Min. – Schwierigkeit: leicht

1 Glas oder Dose Kichererbsen (250 g Abtropfgewicht)
4 EL Zitronensaft
4 EL Wasser
4 EL Tahin (Sesammus)
evtl. ½ TL Kreuzkümmel
evtl. 1 Knoblauchzehe
Salz
Pfeffer
4 EL Olivenöl
evtl. Oliven, gegarte Kichererbsen, Petersilie oder Koriander,und Chili- oder Paprikapulver zum Garneren

  1. Die Kichererbsen in ein Sieb geben und mit frischem Wasser abspülen.
  2. Kichererbsen mit dem Zitronensaft und dem Wasser in einem Mixer oder mit einem Stabmixer in einem hohen Gefäß pürieren.
  3. Das Tahin zugeben und noch mal pürieren, bis eine cremiges Mus entstanden ist.
  4. Mit Salz, Peffer und evtl. Kreuzkümmel und einer fein gehackten Knoblauchzehe abschmecken.
  5. Das Hummus in eine breite Schüssel oder auf Tellern geben, glatt streichen, mit einem Löffel Mulden in die Creme ziehen und dort das Olivenöl hineinträufeln.
  6. Nach Wunsch mit Oliven, frischen Kräutern und Chili- oder Paprikapulver garnieren.

Klassisches Hummus (Foto: Christof Herrmann, 2018

Schnelles Tomaten-Hummus für unterwegs

Vegan, orientalisch, proteinreich, puristisch – Zeit: 10 Min. – Schwierigkeit: leicht

2 EL Tomatenmark
5 EL Wasser
3 EL Olivenöl
1 Glas oder Dose Kichererbsen (250 g Abtropfgewicht)
Salz
Chilipulver
Baguette oder Brot

  1. Tomatenmark, Wasser und Olivenöl mit einer Gabel oder einem Löffel verquirlen.
  2. Das Glas oder die Dose öffnen, das Einweichwasser wegschütten und die Kichererbsen zur Tomaten-Olivenöl-Sauce geben.
  3. Alles mit einer Gabel, einem Löffel oder z. B. der Unterseite des Glases zerdrücken, bis ein Mus entsteht.
  4. Mit Salz und Chilipulver abschmecken.
  5. Brot oder Baguette in Scheiben schneiden und mit dem Tomaten-Hummus bestreichen.

Tomaten-Hummus für unterwegs (Foto: Christof Herrmann, 2018

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{ 10 Kommentare }

  • dani 13. August 2018

    Nun weiß ich, warum mein Hummus immer fest und zäh wird. Ich verwende zu wenig Flüssigkeit (Wasser, Zitronensaft). Das zweite Rezept klingt genial. Schmeckt es denn auch?

    Antworten
    • Christof Herrmann 13. August 2018

      Ja, so wirds fluffig bis cremig.

      Mir schmeckt die schnelle Variante sehr, sonst hätte ich sie nicht veröffentlicht ;-)

      Antworten
  • Steffi 14. August 2018

    Wenn man das ganze zu Hause zubereitet, kann man das Wasser aus dem Kichererbsenglas gleich weiterverwenden. Z.b. Als Eiweißersatz im Schokomousse (einfach schaumig schlagen und unterrühren) :).
    Die Rezepte hören sich super an, eine ähnliche Variante mit Tomatenmark und getrockneten Tomaten habe ich schon mal ausprobiert und für gut empfunden! Werde dein Rezept aber demnächst auch austesten ;)

    Antworten
    • Christof Herrmann 14. August 2018

      Und ich werde demnächst ausprobiert mit dem Kichererbseneinweichwasser zu kochen ;) Bissl eklig finde ich das ja schon …

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  • Steffi 15. August 2018

    Nennt sich Aquafaba. War anfangs auch richtig skeptisch, aber es funktioniert und schmeckt super! :)

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  • Thessy 18. August 2018

    Hallo Christof,

    und abracadabra gibt es wieder 2 leckere Rezepte zum baldigen ausprobieren
    LG Thessy 😂

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  • susanne 23. August 2018

    Lieber Christof!
    Kichererbsen über Nacht einweichen und selbst kochen ( z.b. im Druckkochtopf) erfordert nur ein bißchen Vorplanung. Man kann dann gleich mehr kochen und den Rest für Eintopf verwenden oder verschiedene Hummus-Varianten mixen,z.b. mit gekochter roter Rübe (rote Bete), mit Koriander, mit Kurkuma, mit Paprika etc. Die Umwelt freut sich über weniger Verpackungsmaterial.
    Liebe Grüße aus Wien, Susanne

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    • Christof Herrmann 24. August 2018

      Hallo Susanne,

      guter Hinweis. Müsste man recherchieren, ob die getrockneten Kichererbsen in der Plastikverpackung ökologischer sind als fertige Kichererbsen in der Dose oder im Glas. Wichtig ist auch, dass sie bio sind und der Anbau nicht zu weit weg erfolgt, um lange Transportwege zu vermeiden.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten

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