12 Ideen, wie Du im neuen Jahr einfacher und bewusster leben kannst

12 Ideen, im neuen Jahr einfacher und bewusster zu leben

Neues Jahr, altes Leid?

Zu wenig Zeit, zu viel zu tun? Sehnsucht nach Freiheit und Selbstständigkeit, aber auch nach Verbundenheit und Gemeinwohl? Träume und Wünsche, die sich dann doch nicht erfüllen? Sorge, etwas zu verpassen, und zugleich Sorge um die eigene Gesundheit und die der Welt?

Das muss nicht sein!

Dieses Jahr wird Dein Jahr!

Es gibt viele Wege, die zu mehr Minimalismus, Achtsamkeit und Nachhaltigkeit führen.

Ich stelle Dir zwölf Ideen vor, wie Du einfacher und bewusster leben kannst. Sie liegen mir am Herzen, weil ich von ihrer Wirksamkeit überzeugt bin. Die Wege sind von mir erprobt, die meisten gehe ich schon seit Jahren. Interessiert Dich einer der Vorschläge besonders, findest Du weitere Informationen unter den verlinkten Artikeln und Büchern. Du kannst mir auch Fragen in den Kommentaren oder in einer E-Mail stellen.

1. Trenne Dich vom Ballast und lasse die Leichtigkeit Einzug halten

Der einfachste Weg, einfacher und bewusster zu leben, ist auszumisten. Deine Wohnung ist ein Spiegel Deiner Selbst. Chaotisch oder aufgeräumt, überquellend oder übersichtlich, voller Altlasten oder nichts außer Lieblingsstücke. Sich vom Ballast zu trennen, ist für die meisten der Einstieg in die minimalistische Lebensweise. Probiere es selbst aus. Reduziere Deinen Besitz. behalte nur die Dinge, die auch wirklich (ge)brauchst. Ich verspreche Dir, dass Du schon nach der ersten aussortierten Kiste einen Hauch von Freiheit, Leichtigkeit und Zufriedenheit spüren wirst.

Es gibt zahlreiche Methoden auzumisten. Finde heraus, mit welcher Du am besten zurechtkommst. Hier fünf Vorschläge: 1. Wenn es gründlich sein soll und nicht schnell gehen muss, empfehle ich meine Tabula-rasa-Methode, die schon von vielen erfolgreich angewendet wurde. 2. Johanna Wagner beschreibt in ihrem Buch „Verlauf’ dich nicht“, wie man nach der Japanerin Marie Kondo entrümpelt (der Text ist leicht abgewandelt auch auf myMONK zu finden). Die wichtigste Regel lautet: „Behalte nur Dinge, die Dich glücklich machen.“ 3. Du kannst aber auch klein anfangen und immer zwischendurch 15 Minuten ausmisten, zum Beispiel wenn Du auf Besuch wartest oder etwas im Backofen hast. 4. Trenne Dich einen Monat lang jeden Tag von zehn Dingen. 5. Veranstalte mit Freunden eine Entrümpel-Challenge. Einigt Euch auf eine Vorgabe wie „1 Jahr täglich 1 Gegenstand“, „1 Monat täglich 15 Minuten“ oder „am 1. Tag 1 Gegenstand, am 2. Tag 2 Gegenstände, am 3. Tag 3 Gegenstände usw.“ Treff Dich regelmäßig mit Deinen Freunden, um über den Fortschritt zu sprechen. Den Verkaufserlös der entrümpelten Gegenstände könnt ihr nach der Challenge spenden oder für eine gemeinsame Unternehmung verwenden.

2. Konsumiere weniger und lebe mehr

Damit Du nach dem Entrümpeln nicht gleich wieder mit dem Zurümpeln beginnst, solltest Du es Dir zu Gewohnheit machen, bei jedem Kaufwunsch kurz innezuhalten. Stelle Dir die folgenden Fragen, bevor Du das Objekt Deiner Begierde in einem Geschäft zur Kasse trägst oder online in den Warenkorb klickst: Brauche und gebrauche ich den Gegenstand wirklich? Erleichtert oder bereichert er mein Leben? Wie viele Stunden muss ich arbeiten, um mir den Gegenstand leisten zu können? Oft macht ein Neukauf bei genauerer Betrachtung wenig Sinn. Wir kaufen um des Kaufens willen. Wir kaufen aus Frust. Wir kaufen, um uns zu belohnen. Wir kaufen aus sozialem Druck. Schlafe ein paar Nächte drüber, wenn Du Dir nicht sicher bist, ob der Gegenstand nicht nur eine kurze Liebschaft ist. Oft wirst Du ihn schnell vergessen haben. Der vermeintliche Verzicht entpuppt sich als Gewinn – für Dich, für Deine Mitmenschen und für die Umwelt. Denn je weniger Du konsumierst, desto mehr Zeit hast Du. In all den Stunden, die Du mit dem Geldverdienen, Kaufen, Instandhalten, Pflegen, Verwenden, Entsorgen und wieder Ersetzen verbringen würdest, kannst Du einfach leben.

Und selbst wenn Du den Gegenstand wirklich (ge)brauchst, solltest Du Dir überlegen, ob es nicht eine originelle Alternative zu dem ordinären Neukauf gibt. Oft ist leihen, tauschen, selbst herstellen, kostenlos besorgen oder Second Hand kaufen die besser Lösung.

3. Lebe unter Deinen Verhältnissen und investiere in Dein zukünftiges Ich

Schulden und Geldprobleme zählen zu den Hauptgründen, warum wir das beibehalten, was wir nicht mögen, und nicht das tut, von dem wir träumen. Wir glauben, dass wir nur dann dazu gehören, wenn wir viel ausgeben und viel besitzen. Es ist heutzutage ganz einfach, von Monatsgehalt zu Monatsgehalt oder gleich auf Pump zu leben. Kreditkartenzahlungen werden erst nach Wochen abgebucht, das Girokonto hat einen Dispo, manche Produkte werden mit einer 0-Prozent-Finanzierung angeboten und einen Kredit gibt es längst ohne Schufa-Auskunft. Solch ein Lifestyle kann Gefühle wie Stress, Angst, Frust und Hilflosigkeit auslösen. Ist man denen auf Dauer ausgesetzt, hat das wahrscheinlich negativen Einfluss auf die körperliche und seelische Gesundheit.

Es existiert ein Ausweg aus diesem Teufelskreis. Dieser Weg ist meiner Erfahrung nach der beste Finanztipp, den man bekommen kann: Lebe unter Deinen Verhältnissen! Das bedeutet, weniger Geld auszugeben als einzunehmen. Dafür stehen zwei Stellschrauben zur Verfügung. Entweder Du verdienst mehr oder Du gibst weniger aus. Ich empfehle, weniger zu konsumieren. Ein höheres Gehalt bedeutet meist mehr Arbeit und Stress. Außerdem führt es nur mit Disziplin zu einer höheren Sparquote. Wenn Du unter Deinen Verhältnissen lebst, profitierst Du auf mehreren Ebenen. Du wirst Dich selbstbewusster, ausgeglichener und zufriedener fühlen. Es werden Dir mehr Möglichkeiten offen stehen. Du wirst finanzielle und persönliche Freiheit erlangen. Selbst wenn Du nur 50 Euro pro Monat zurücklegst, bist Du über kurz oder lang schuldenfrei und baust Du Dir ein finanzielles Polster auf. Betrachte den monatlichen Betrag nicht als Sparen, sondern als Investition in Dein zukünftiges Ich.

4. Finde Dein Ikigai und gehe Deiner Leidenschaft nach

Wenn Dir bewusst ist, was Dich antreibt und Deine Leidenschaft ist, wird es Dir leichter fallen, Dein Leben zu vereinfachen, um Dich mehr dieser Leidenschaft zu widmen. „Die Reduktion auf das, was einem wichtig ist, macht einen am Ende reich“, antwortete Gilbert vom Blog Geist und Gegenwart auf meine Frage, wie er einfach und bewusst lebt. Wer seine Leidenschaft nicht nachgeht, der wird am Ende seiner Tage zu einer bitteren Erkenntnis kommen. Nichts bereuten die Sterbenden häufiger und mehr, als dass sie nicht das Leben geführt haben, das sie eigentlich hätten führen wollen.

In der japanischen Kultur ist tief verankert, dass jeder sein Ikigai sucht, findet und lebt. Ikigai heißt frei übersetzt „das, wofür es sich zu leben lohnt“. Mittlerweile gibt es zahlreiche Artikel und Bücher auf Deutsch und Englisch, die helfen, Dein persönliches Ikigai zu finden (meins ist das Schreiben und Wandern). Für einen ersten Überblick empfehle ich den Utopia-Artikel „Ikigai: Das steckt hinter der japanischen Philosophie“. In dem Ratgeber „The Little Book of Ikigai“ (den es auch in einer deutschen Übersetzung gibt) stellt Ken Mogi mehrere Menschen vor, die ihr Ikigai und damit Sinn und Freude im Leben gefunden haben – egal, ob in der Karriere, in akribisch gepflegten Hobbys oder in den Beziehungen zu Freunden und der Familie. Ken Mogi stellt auch ausführlich auf die fünf Säulen des Ikigai vor: 1. Klein anfangen. 2. Loslassen lernen. 3. Harmonie und Nachhaltigkeit leben. 4. Die Freude an kleinen Dingen entdecken. 5. Im Hier und Jetzt leben.

5. Vergiss Multitasking und konzentriere Dich auf eine Aufgabe

Wir sind in der Lage, zwei Dinge zur gleichen Zeit zu tun, solange eines davon im Hintergrund passiert. Atmen und schlafen, Popcorn essen und einen Film schauen, bügeln und Musik hören, gehen und reden. Doch längst versuchen wir auf der Arbeit und in der Freizeit zwei oder mehrere komplexe Aufgaben auf einmal zu erledigen. Schließlich verlangt alles und jeder nach unserer Aufmerksamkeit: Smartphones, Telefone, Computer, Fernseher, Kollegen, Meetings, Konferenzen, Freunde, Verabredungen und die mehrere tausend Gegenstände, die jeder von uns besitzt. Dieser „way of life“ ist nicht der einzige Grund, warum wir das tun und uns das antun. Wir glauben, dass wir mit Multitasking effizienter und effektiver leben.

Multitasking ist aber nicht nur unser „way of life“, sondern auch ein „way of lie“. Es ist weder effizient noch effektiv. Was wir für echtes Multitasking halten, ist nur ein Wechsel zwischen den verschiedenen Aufgaben. Unser Hirn ist nicht darauf ausgelegt, sich gleichzeitig auf mehrere Sachen zu konzentrieren. Unsere Aufmerksamkeit wird geteilt oder auf eine der Aufgaben verlagert. Je komplexer zwei Aufgaben sind, desto schwieriger ist es, zwischen diesen hin und her zu springen. Wir verlieren nicht nur Zeit beim Wechseln, sondern auch weil wir uns jedesmal neu reindenken müssen. Laut Studien sind das bis zu 25 % mehr Zeit bei einfachen und bis zu über 100 % bei komplexen Aufgaben. „Wenn jeder Mensch in Deutschland eine Stunde am Tag ohne Unterbrechung durcharbeiten würde, bekämen wir den größten Innovationsschub aller Zeiten“, sagt der deutsche Psychologe Ernst Pöppel.

In meinen Blogartikel „Multitasking ade: Mehr Zeit und Gelassenheit“ gebe ich Tipps, wie Du Dir das Multitasking abgewöhnen kannst.

6. Starre weniger auf Bildschirme und schaue mehr in Augen

Sie haben sich klammheimlich in unser Leben geschlichen. Geräte mit Bildschirmen. PCs und Laptops, Fernseher, Smartphones und Tablets, E-Reader, Navigationssysteme, GPS-Geräte und Fotoapparate … Drinnen und draußen, Zuhause, an der Haltestelle, in den Öffis, im Auto, in der Schule und auf der Arbeit, beim Lesen, Lernen, Schreiben, Wandern, Laufen, Essen und Unterhalten … Online und offline, Text, Videos und Sounds, in 2D, 3D und VR, sozial, interaktiv, maßgeschneidert und vor allem omnipräsent. Wir sind Menschen, die auf Bildschirme starren. Möchte man wissen, wieviele Stunden man am Tag vor einem Bildschirm klebt, könnte die Berechnung schneller gehen, wenn man die Stunden zählt, in denen kein Bildschirm in Sichtweite ist.

Natürlich möchte ich nicht alles schlecht reden. Die Digitalisierung und das Internet können unseren Alltag vereinfachen. Es macht Freude, mit Freunden und der Welt in Kontakt zu bleiben. Gemeinnützige Projekte wie Wikipedia und Foodsharing wären ohne Vernetzung, PCs und Smartphones nie zustande gekommen. Auch meinen Blog und diesen Artikel gäbe es dann nicht.

Aber dass Geräte mit Bildschirmen in fast allen Lebenslagen überhand nehmen und wir uns dadurch weniger bewegen, schlechter ernähren, kränker werden, zu kommunizieren verlernen und Werte wie Empathie und Besonnenheit darunter leiden, halte ich für äußerst besorgniserregend. Der technische Fortschritt ist ein Geschenk – wenn man damit umzugehen weiß. Es steht Dir frei, öfter offline und „offdisplay“ zu gehen, um mal wieder durchzuatmen und Deine kostbare Zeit mit Deinen Lieben und Leidenschaften zu verbringen.

7. Sei dankbar und schätze auch Kleinigkeit wert

Der köstliche Kaffee am Morgen. Die Umarmung eines Freundes. Das bereichernde Gespräch mit dem Kollegen. Das Vogelgezwitscher im Garten. Der Duft der Bäume im Park. Das Lachen der Kinder. Das warme Abendessen. Die intakte Gesundheit. Die Zuverlässigkeit des Partners … Auch im Alltag und selbst an Tagen, an denen alles schief zu gehen scheint, gibt es großartige Kleinigkeiten, für die Du dankbar sein solltest. Sie bereichern Dein Leben und tragen zur Zufriedenheit bei. Du musst sie nur erkennen und festhalten.

Meine Schwester Sabine ist Achtsamkeitstrainerin und empfiehlt eine Dankbarkeitsübung, die ich schon lange absolviere: „Vor dem Schlafen gehst Du den Tag durch, lässt aufsteigen, was Dich bewegt hat. Der Schwerpunkt liegt auf den schönen Erlebnissen, also auf Dinge, Menschen und Situationen, für die Du Dankbarkeit spürst. Damit es noch besser verankert wird, ist es sinnvoll, eine Art Tagebuch anzulegen und die drei Dinge zu notieren, für die Du an diesem Tag am meisten dankbar warst. Wichtig ist, sich mit diesem Gefühl zu verbinden. Erst wenn es mindestens 20 Sekunden in der Wahrnehmung bleibt, hat es eine positive Auswirkung, die auch im Hirn messbar ist.“

8. Habe Mut zur Lücke und lasse öfter den Stift fallen

Kennst Du das Paretoprinzip? Es besagt, dass 80 % der Ergebnisse in 20 % der Zeit erreicht werden. Die restlichen 20 % der Ergebnisse benötigen 80 % der Zeit. Immer, wenn etwas nicht perfekt sein muss (was oft der Fall ist), kann man also viel Zeit und Arbeit sparen.

Der italienische Mathematiker, Ingenieur und Soziologe Vilfredo Pareto beobachtete Ende des 19. Jahrhunderts, dass in seinem Garten die meisten Erbsen an nur wenigen Pflanzen wuchsen. Er rechnete nach und stellte fest, dass 80 % seiner Erbsenernte von nur 20 % seiner Pflanzen stammte. Dadurch neugierig geworden, untersuchte er, wie sich andere Dinge in der Welt verteilten. Er stellte zum Beispiel fest, dass ungefähr 80 % des italienischen Bodens von 20 % der Bevölkerung besessen wurde. Im 20. Jahrhundert kam heraus, dass das Pareto-Prinzip in vielen Bereichen der Wirtschaft und des Alltags gilt.

Paretos Weg zu gehen, bedeutet, Mut zur Lücke zu haben und sich zu trauen, den Stift fallen zu lassen, wenn nichts mehr zu tun ist. Wir werden von klein an auf Arbeit, Multitasking und Perfektionismus getrimmt. Neben einem hohen Selbstanspruch haben viele Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes. Die Sorge ist meist unbegründet. Man wird nicht dafür bezahlt, alle E-Mails zu beantworten oder eine ausgefeilte Dokumentation zu erstellen, die sowieso niemand liest, sondern für das zuverlässige Erledigen der Hauptaufgaben oder den erfolgreichen Abschluss eines Projekts. Nicht nur auf der Arbeit, sondern auch in der Freizeit kann das Paretoprinzip Dir helfen, Aufgaben fokussierter und schneller zu erledigen. Du wirst mehr Zeit und weniger Stress haben. Und Du wirst wie von Zauberhand minimalistischer und nachhaltiger leben – weil Du erkennst, was zu Deinem Erfolg und Glück nötig ist und wie viel Du doch weglassen kannst.

9. Gehe wandern und bade im Wald

Wer hin und wieder auf Einfach bewusst vorbeischaut, wird mitbekommen haben, wie viel mir am Wandern liegt. Schon vor 200 Jahren schrieb der Schriftsteller und Weitwanderer Johann Gottfried Seume: „Ich bin der Meinung, dass alles besser gehen würde, wenn man mehr ginge.“ Wandern kann jeder und das fast überall. Wandern ist minimalistisch und nachhaltig und lehrt uns zugleich, auch nach der Wanderung einfacher und bewusster zu leben. Wandern ist gesund und sorgt für Entspannung und Abenteuer. Wandern ist gut und günstig. Und Wandern kann so vielfältig sein, dass sogar Wandermuffel ohne Murren die Wanderstiefel schnüren.

Seit ein paar Jahren ist eine neue Disziplin in der wunderbaren Welt des Wanderns in aller Mund. Beim Waldbaden steht nicht die Fortbewegung im Vordergrund. Meist werden nur wenige Kilometer zurückgelegt. Es geht vielmehr darum, in die angenehme Atmosphäre des Waldes einzutauchen und diese mit den fünf Sinnen Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten zu erleben. In Japan gilt Shinri Yoku, das Waldbaden, als Medizin. Mehrere Studien haben gezeigt, dass das Waldbaden Stress und Krankheiten vermeiden und lindern kann.

Ich finde diese achtsamste Art des Wanderns sehr interessant. 2017 habe ich auf Usedom Europas ersten ausgewiesenen Kur- und Heilwald besucht. Den Ratgeber „IM-WALD-SEIN – Die natürliche Antwort auf Psychostress und Zivilisationskrankheiten“ habe ich hier kurz vorgestellt und zähle ich zu meinen Lieblinsgbüchern 2018.

10. Mache Urlaub in unseren Breitengraden oder gleich auf Balkonien

Anstelle mit dem Auto in den Stau und dann in den Süden zu fahren oder einfach unbewusst in die Ferne zu jetten, lege ich Dir ans Herz, Deine Ferien in unseren Breitengraden zu verbringen. Du könntest auf dem Rad von der Haustüre aus durch Dein Bundesland fahren, über die Alpen wandern oder mit dem InterRail-Ticket die Nachbarländer bereisen.

Das minimalistischste, nachhaltigste, günstigste und stressfreiste Urlaubsziel ist Balkonien. Dafür muss man nicht unbedingt einen Balkon, eine Terrasse oder einen Garten besitzen. Du verbringst die Ferien zu Hause, unternimmst Ausflüge in der Umgebung und schläfst im eigenen Bett. In meinem Artikel „Urlaub zu Hause“ für den re:BLOG gebe ich Tipps, wie Du die Annehmlichkeiten Deiner eigenen vier Wände mit der freudigen Aufgeregtheit einer Reise kombinieren kannst. Hat man den Dreh raus, eröffnet das eine interessante Möglichkeit: Balkonien ist so leicht zu erreichen, dass man sich dorthin jederzeit über ein Wochenende oder über die Feiertage zurückziehen kann – und zwar nicht nur im Sommer, sondern zu allen Jahreszeiten.

11. Koche einfach und esse achtsam

Selbst kochen oder essen gehen? Rein pflanzlich, vegetarisch oder omnivor? Exquisites Drei-Gänge-Menü, schnelles One-Pot-Gericht oder Tiefkühlpizza? Genauso wenig wie es den einen Minimalismus und die eine Ernährung gibt, gibt es auch nicht die eine minimalistische Ernährung. Du musst selbst herausfinden, welchen Aufwand Du betreiben möchtest, was Dir schmeckt, was Deinen Körper (und auch andere) nicht belastet und wie Du alles in Deinen Alltag integrieren kannst. Ich koche seit 30 Jahren mit Leidenschaft und beschäftige mich seit 10 Jahren mit der einfachen Lebensweise. Diese sieben Elemente machen für mich eine minimalistische Ernährung aus: 1. Weniger essen. 2. Mit wenigen Zutaten kochen. 3. „Gute“ Lebensmittel verwenden. 4. Simple Zubereitung bevorzugen. 5. Langsam essen. 6. Achtsam essen. 7. Auch auswärts einfach essen.

Auf meinem Blog finden sich zahlreiche Rezepte für köstliche Gerichte, die schnell gehen und nur wenige Zutaten benötigen. Wärst Du bei mir zu Besuch, würde ich als Vorspeise Tomatensuppe, Brot mit Oliven-Mandel-Pesto oder Couscoussalat, als Hauptgang Spinat-Kichererbsen-Curry, Rosenkohl-Kartoffel-Pfanne oder Pasta mit Volognese und als Dessert etwas Obst servieren.

12. Meditiere zwei, drei oder beliebig viele Sekunden

Der bekannte tibetisch-buddhistische Meditationsmeister Yongey Mingyur Rinpoche erklärt in diesem Video, dass man überall, jederzeit und auch nur für zwei oder drei Sekunden meditieren kann. In einem einfachen Meditationstraining muss man lediglich auf seinen Atem achten. Einatmen. Ausatmen. Einmal oder mehrmals. Das ist alles.

Meine Schwester Sabine beschreibt eine fortgeschrittenere Atemmeditation: „Plane für diese Übung 10 bis 20 Minuten Zeit ein. Sitze aufrecht und entspannt, die Augen wahlweise offen oder geschlossen. Richte die Aufmerksamkeit mit freundlicher Grundhaltung auf Deinen Atem. Werde Dir Deines Atems bewusst, ohne den Atem irgendwie zu kontrollieren oder zu manipulieren. Lass den Atem nur kommen und gehen. Entdecke dann die verschiedenen Aspekte der Atmung. Finde heraus, wo der Atem am deutlichsten zu spüren ist. Achte auf Deinen Brustkorb, wie er sich hebt und senkt. Spüre, wie sich Dein Bauch ausdehnt und zusammenzieht. Merke, wie die Luft an den Nasenlöchern eintritt. Folge aufmerksam dem Atem und verweile an der jeweiligen Stelle. Du kannst auch einen ganzen Atemzug verfolgen – vom Naseneingang, die Kehle hinunter bis in die Lungen und wieder zurück. Der Atem wird sich im Verlauf verändern. Er wird mal länger, mal kürzer sein. Spüre diesen Wechsel. Sobald Du bemerkst, dass die Gedanken vom Atem abschweifen, lasse die Gedanken ziehen und kehre liebevoll und freundlich zur Beobachtung des Atems zurück. Das wird und darf geschehen. Wenn du diese Übung beendest, ist es wichtig, das Gefühl der Achtsamkeit nicht sofort abzulegen, sondern es noch etwas zu halten. So kannst Du es mit in den Tag hineinnehmen.“

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{ 51 Kommentare }

  • AnJa 1. Januar 2019

    Hallo Christoph, schöne Vorschläge! Da triffst Du gleich mehrere meiner Baustellen. Will sie 2019 angehen. Danke! AnJa …

    Antworten
    • Christof Herrmann 1. Januar 2019

      Hallo AnJa,

      ich wünsche Dir viel Spaß und Erfolg beim Angehen Deiner Baustellen.

      Viele Grüße

      ChristoF

      Antworten
  • Ninette 1. Januar 2019

    Danke Christof, für die Vielen tollen Anregungen, werde gleich heute starten. Dir ein gutes 2019. LG Ninette

    Antworten
  • Dorothea 1. Januar 2019

    Danke für diese tollen Tipps, lieber Christof. Sie sprechen mir aus dem Herzen!

    Zu Punkt 10 möchte ich Folgendes teilen:

    Ich habe früher bei einer Fluggesellschaft gearbeitet und konnte für wenig Geld in der Welt herumfliegen. Das ökologische Bewusstsein fehlte mir damals. Heute fliege ich so gut wie gar nicht mehr. Es ist kein Verzicht, sondern hat sich einfach so ergeben – mich zieht es nicht mehr so viel weg, weil mein sogenannter Alltag so schön ist (viel Muße, Einfachheit, Freude). Außerdem finde ich Bahnfahren so viel schöner, als die Reisezeit auf seelenlosen Flughäfen und eingequetscht in Flugzeugen zu verbringen. Bester Vorteil für mich: Es reicht, fünf Minuten vorher am Bahnhof zu sein, die Reisegeschwindigkeit ist langsamer/angenehmer, und man kann unterwegs die Landschaft betrachten, was zu jeder Jahreszeit interessant ist.

    Wie Gabi als Kommentar im verlinkten re:BLOG-Artikel schreibt: Das Wie ist wichtiger als das Wo. Finde ich auch! Und: Das Jahr hat 365 Tage – es wäre doch schade, wenn davon nur die Wochenenden und Urlaube lebenswert wären …

    Zwei ergänzende Tipps für die Balkonien-Auszeit:
    1) Ich habe schon ein paar Mal in der eigenen Stadt oder der näheren Umgebung ein paar Nächte in einem schönen Hotel oder einer Wohnung verbracht. Erholung und Tapetenwechsel-Feeling garantiert! Das kostet zwar im Vergleich zum eigenen Bett Geld, aber Anreisezeit, eventueller Reisestress und Emissionen werden auch hierbei vermieden.
    2) Ins Kino gehen und Dokus oder Spielfilme über Reisen/Abenteuer/Selbstfindung anschauen (alternativ im TV bzw. auf dem Laptop). Die Erlebnisse virtuell genießen und sich hinterher freuen, dass es zuhause genauso schön ist :) (und die Innenschau ist im Grunde überall möglich). Spontan fallen mir diese Filme ein: Weit (Weltreise per Anhalter), Wild – Der große Trip (Pacific Crest Trail), Spuren (Australiens Wüste), Anderswo – Allein in Afrika.

    Ein frohes neues Jahr & ein schönes Leben allseits! :)

    Antworten
    • Christof Herrmann 1. Januar 2019

      Danke für die tollen Ergänzungen!

      Was Du über das Fliegen und Bahnfahren schreibst, empfinde ich genauso. Das Fliegen ist nicht nur extrem unökologisch, es ist mir zu auch viel zu schnell geworden. Wenn ich von meinen langen Wanderungen nachhause fahre, macht die Bahn am meisten Sinn (notfalls der Bus, wobei man da meist auf den Autobahnen fährt, was ich nicht so schön finde). Der Zug hat eine Geschwindigkeit, die man noch erfassen kann. Außerdem fahre ich dann oft durch Landschaften und Städte, die ich in den Wochen zuvor durchwandert habe. So kann ich die Tour nochmal Revue passieren lassen.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
    • Elli Radinger 2. Januar 2019

      Liebe Dorothea.
      Als Ex-LH-Stewardess und Reiseleiterin kann ich dir voll und ganz zustimmen. Ich mag heute auch nicht mehr fliegen. Und wenn mich dann doch mal die Lust packt, dann fahr ich mit dem Zug zum Flughafen Frankfurt und setze mich eine Stunde mit einem Cappuccino in die Abflughalle. Das war’s dann, und ich fahre glücklich und sehr dankbar wieder nach Hause zurück.
      Dir, Christoph und euch allen wünsche ich ein entspanntes und gelassenes neues Jahr.
      Elli

      Antworten
  • Gabi Schneider 1. Januar 2019

    Hallo Christof,
    im eigenen Leben für sich zu sorgen und aufzuräumen ist eine Sache, aber wie geht man mit den ganzen globalen Krisen um, die einen belasten, oder wie kann man resilienter werden, wenn du z.B. aus dem Urlaub kommst und der schöne Baum vor deinem Fenster wurde gefällt, weil dein Nachbar es heller haben wollte ? Ich bin da immer auf der Suche nach mehr Abstand, aber es fällt mir echt schwer. Aber ich möchte mich gern nicht immer von Dingen beeinträchtigen lassen, die ich sowieso nicht ändern kann…

    Antworten
    • Christof Herrmann 1. Januar 2019

      Hallo Gabi,

      das wäre mal ein extra Artikel wert. Eine mögliche Antwort ist zwischen den Zeilen dieses Artikels zu lesen. Bei sich selbst anfangen, also einfacher, nachhaltiger und achtsamer leben. Das wirkt auf andere – unmittelbar, aber auch auf lange Sicht, denn das Umfeld erkennt durchaus die Vorteile dieser Lebensweise (mehr Zeit, mehr Möglichkeiten, mehr finanzielle Freiheit, mehr Zufriedenheit) und übernimmt das eine oder andere. Mehr kann man nicht erwarten, von sich selbst und anderen. Diese Erkenntnis und die Zufriedenheit und Gelassenheit aus dieser Lebensweise heraus habeen mich resilienter werden lassen, natürlich ohne dass ich gleichgültig geworden bin.

      Viele Grüße

      Christof.

      Antworten
  • Dagmar 1. Januar 2019

    Lieber Christoph, ich liebe Deine Artikel … und lerne immer etwas Neues dazu. Vielen Dank dafür! Ich wünsche Dir vom ganzen Herzen ein gutes, glückliches Jahr 2019 und sende Dir ganz herzliche Grüße aus Wien.

    Antworten
    • Christof Herrmann 1. Januar 2019

      Hallo Dagmar,

      Dir auch alles Gute und viel Glück fürs neue Jahr!

      Einfach bewusste Grüße

      ChristoF

      Antworten
  • Kerstin Schmeling 1. Januar 2019

    Vielen Dank für deine schönen Anregungen lieber Christof! Ich verfolge deinen Blog jetzt schon seit längerer Zeit und deine Texte regen mich immer wieder an, meine Lebensweise zu überdenken. Ja, ich bin auf dem Weg zu einem einfachen Leben. Das Leben ist EINFACH SCHÖN! Da braucht es nicht die großen, spektakulären Dinge, immer schneller, immer höher immer weiter. Das macht uns Menschen auf Dauer krank.
    Zu meinem einfachen Leben gehört für mich eine einfache Ernährung aus wertvollen Zutaten regional und saisonal, wandern und die Natur als Kraftort zu erfahren und mit offenen Sinnen zu genießen.
    Ein frohes neues Jahr, ich freue mich auf viele weitere Anregungen für ein achtsames Leben
    Viele Grüße Kerstin

    Antworten
    • Christof Herrmann 1. Januar 2019

      „Mit offenen Sinnen zu genießen“ ist sicher ein Schlüssel zum Glück! Und das geht nicht nur in Bahrain, Neuseeland und Napoli, sondern auch daheim, nebenan und in der Natur :-)

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Marita 1. Januar 2019

    Lieber Christof,
    Dankeschön für den tollen Blog.
    Es tut immer wieder gut, zu lesen, mich an meine Nase zu fassen, nachzudenken und versuchen zu ändern, vereinfachen und verbessern.
    Ich wünsche dir ein gutes Jahr 2019 und freue mich auf Neuigkeiten oder Altbewährtes von Dir.
    Herzliche Grüße
    Marita

    Antworten
    • Christof Herrmann 1. Januar 2019

      Danke, liebe Marita! Für 2019 habe ich wieder paar Überraschungen und Ideen in petto …

      Antworten
  • Kathrin 1. Januar 2019

    Hallo Christof,

    zu allererst wünsche ich dir ein tolles und gesundes 2019. Deine Tipps sind wie immer fantastisch, vor allem der Kur- und Heilwald klingt für mich sehr interessant. Vielleicht werde ich ihn dieses Jahr besuchen. Auch eine Ausmistung ist mal wieder dringend nötig. Ich fühle mich oft so eingeengt.

    Liebe Grüße und eine schöne Zeit
    Kathrin

    Antworten
    • Christof Herrmann 1. Januar 2019

      Hallo Kathrin,

      der Kur- und Heilwald ist ganz nett und interessant, da es eben der in Europas erste ausgewiesene ist. Ein größerer Umweg ist er aber meiner und Monis Meinung nicht wert.

      Einfach bewusste Grüße

      Christof

      Antworten
  • Emil Lang 1. Januar 2019

    Hi Christof,
    danke für diesen super-Artikel & Dir alles Gute für 2019.
    Liebe Grüsse,
    Emil

    Antworten
  • Conny 1. Januar 2019

    Frohes neues Jahr! Und wie immer ein schöner und voll gepackter Artikel. Dankeschön!

    Antworten
  • Sara 1. Januar 2019

    Hi Christof

    Danke für die tollen Tipps. Ich lese deine Artikel sehr gerne, oft treffen sie genau die Themen, an denen ich sowieso rum studiere und helfen mir einen Schritt weiter.
    Zum Thema Wald: Im September hatte ich eine weitere starke Depression. Gottseidank hat mich ein alter Freund gezwungen, mit ihm in den Wald zu kommen. Seither gehen wir jeden Tag 3-4h in den Wald bei uns ums Eck. Wir geniessen die Luft, pflegen Bäume, setzen neue Bäume (wir kennen den Besitzer) etc.
    Seither geht es mir so viel besser, anfangs könnte ich es selbst kaum glauben. Der Wald ist ein echter Kraftort für mich.
    Ausserdem hat mir eine Phytotherapeutin gesagt, dass die Geruchsstoffe, welche die Bäume abgeben, Stressreduzierend und Stimmungsaufhellend wirken. Ist das nicht toll?
    Weshalb verschreiben Ärzte nicht einen Spaziergang im Wald pro Tag statt Antidepressiva?

    Danke nochmals für deinen tollen Blog. Auch die Achtsamkeits-Übungen finde ich toll.

    Antworten
    • Christof Herrmann 2. Januar 2019

      Hallo Sara,

      wunderschön zu lesen, dass das Spazieren oder Baden im Wald Dir so gut tut und Du dadurch Deine Depression in den Griff bekommen hast. Unterschiedliches wirkt sich im Wald positiv auf Geist, Seele und Körper auf, u. a. die Terpene, die Farben, die Ruhe. Ein guter, ganzheitlich denkender Arzt sollte nicht gleich mit Chemie kommen, sondern erst die Gepflogenheiten seines Patienten in Bezug auf Ernährung, Bewegung und Stress abfragen. In fast allen Fällen ist darüber schon eine Linderung oder gar Heilung möglich.

      Alles Gute Dir weiterhin und viel Vergnügen im Wald!

      Christof

      Antworten
  • Chico 1. Januar 2019

    Hallo Christof,

    danke für den tollen Artikel. Er fasst im Prinzip die wichtigste Message für ein bewusstes, gesundes und nachhaltiges Leben zusammen!
    Es ist sehr spannend zu lesen, wie unterschiedlich die Leser damit umgehen und wie unterschiedlich die Erfahrungen sind. Hilfreich sind deine Tipps aber für alle.
    Ich bin gespannt was du dieses Jahr alles erfahren und mit uns teilen wirst.
    Frohes Neues an dich und die anderen Leser!

    Liebe Grüße aus NRW

    Antworten
    • Christof Herrmann 2. Januar 2019

      Hallo Chico,

      dann habe ich ja die Richtigen ausgewählt, hatte nämlich noch ein paar weitere, wollte mich aber auf 12, eine pro Monat sozusagen, beschränken.

      Ich finde auch, dass so ein Blog von den Kommentaren lebt. Oft gibt es interessante Ergänzungen oder kleine Lebensgeschichten meiner LeserInnen.

      Einfach bewusste Grüße aus Franken

      Christof

      Antworten
  • Silke 2. Januar 2019

    Alles Gute für das neue Jahr. Vorallem wünsche ich dir, mir und allen anderen, ganz viel Gesundheit.
    Ein sehr guter Beitrag. Danke dafür. Einige Punkte habe ich auch schon erfolgreich umgesetzt. Seit ca. 14 Monaten esse ich kein Fleisch mehr. Das fällt mir auch überhaupt nicht schwer. Auf Milch verzichte ich schon seit 3 Monaten, wegen meiner Arthrose. Auch das fällt nicht schwer. Aufs Auto verzichte ich sowieso, weil ich keinen Führerschein habe :-))) Im Urlaub reise ich auch nicht um die halbe Welt, da habe ich keinen Spaß dran. Ich mache Urlaub gerne auf meiner Terasse, auch gerne an meiner Nähmaschine.
    Nun habe ich mir zum Ziel gesetzt, meinen Zuckerkonsum zu minimieren. Aber das fällt mir soooo schwer :-(((( Ich hoffe , das die schwierige Zeit bald überstanden ist. Ich arbeite dran.
    Gruß Silke

    Antworten
    • Christof Herrmann 2. Januar 2019

      Die süßeste Sucht ist die Zuckersucht ;-) Viel Erfolg und auch Vergnügen beim Reduzieren. Kannst gerne berichten, wie es Dir ergangen ist.

      Gruß zurück

      Christof

      Antworten
    • Sol 4. Januar 2019

      Hallo liebe alle Zucker“süchtige“:
      durch Zufall bin ich dieser vor einigen Jahren vom „Honiglöffel“ gesprungen:
      eine Freundin ist Heilpraktikerin und empfahl mir bzgl. einer Organschwäche
      täglich einen sehr bitteren Tee zu trinken. Ich wählte das am nettesten klingende
      „1000-Gülden-Kraut“, was aber dennoch unerwartet bitter schmeckte.
      Egal, jeden Tag 1 Tasse davon morgens und abends.
      Mir fiel es selber erst gar nicht auf;
      aber dann trafen wir uns und sie fragte mich, ob sich etwas verändert habe,
      da ich so frisch und schmaler aussehe. Sie hatte Kuchen mitgebracht, erst dann wurde es mir bewußt und sagte, was ich noch nie bzgl. leckerem Kuchen etc. sagte, dass ich keinen Appetit auf Süßes habe, und hörte selber meinen Worten hinterher
      Daraufhin erwiderte die Freundin, dass sie damit gerechnet hatte, da Bitterstoffe eben genau dazu führen würden. Ich war platt. Freiwillig hätte ich diesen Verzicht nie nicht geschafft. Selbst jetzt zu den vergangenen Naschtagen, blieb die Naschsucht dank des Tees, in Grenzen. Allerdings trinke ich diesen immer nur 6 Wochen lang, dann muß eine längere Pause folgen (4-6 Wochen), dann kann man wieder „verbittern“ ;-))
      Soviel zum „bitteren Trick“; just try.
      LG Sol

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  • Silvia 2. Januar 2019

    Lieber Christof

    Danke für diese Zeilen, Anregungen und vor allem, dass du mich an meinen eigenen Minimalismus erinnerst. Wirklich ein sehr schöner Artikel!

    Ich wünsche dir weiterhin alles Liebe, weiterhin viel Freude und Inspiration auf deinen Wegen.

    Herzlich, Silvia

    P.S. Die Website werde ich dann beim nächsten Mal einfügen, sobald sie geboren ist… :-)

    Antworten
    • Christof Herrmann 2. Januar 2019

      Vielen Dank für Deine netten Zeilen!

      Bin auf Deine neue Webseite gespannt.

      Dir auch alles Gute und viele liebe Grüße gen Luzern

      Christof

      Antworten
  • Emmih 2. Januar 2019

    Lieber Christof,
    ich habe deinen wunderbaren Artikel tatsächlich dreimal hintereinander gelesen.
    Ich kann nur danke dafür sagen!
    Schon viele deiner Vorschläge habe ich bereits verwirklicht und im Tagebuch festgehalten!
    Heute habe ich zufällig in meiner Spruchsammlung folgenden Satz von Mark Aurel gefunden: „Wenn du am Morgen erwachst, denke daran, was für ein köstlicher Schatz es ist, zu leben, zu atmen und sich freuen zu können.“
    Lieben Gruß!
    Emmih

    Antworten
    • Christof Herrmann 2. Januar 2019

      Diesen langen Text dreimal zu lesen, dürfte Weltrekord sein ;-)

      Vielen Dank für das Zitat von Marc Aurel. Gefällt mir sehr gut und werde ich bei Gelegenheit im Blog oder auf Facebook teilen.

      Viele liebe Grüße

      Christof

      Antworten
  • Charlotte 2. Januar 2019

    Lieber Christof,

    vielen Dank für den Beitrag! Immer wieder tappe ich in die Konsumschiene und u. a. dein Blog hilft mir wieder, in die richtige Spur zu kommen.

    Ein tolles 2019!

    Charlotte

    Antworten
    • Christof Herrmann 2. Januar 2019

      Ich glaube, jeder tappt hin und wieder in die Konsumfalle oder scheitert auf andere Art. Beim nächsten mal kann man es wieder etwas besser machen. Ich hatte mal eine Zeitlang diesen Spruch von Samuel Beckett in meiner Wohnung hängen: „Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better.“

      EBG

      Christof

      Antworten
  • mrs.minimalism 2. Januar 2019

    Vielen lieben Dank für diese wertvollen Tipps,
    die ich auch an meine (erwachsenen) Kinder weiter geleitet haben.

    Mein Ikigai habe ich leider noch nicht gefunden.
    Doch lebe ich nicht von Wochenende zu Wochenende oder von Urlaub zu Urlaub… ächz.
    Ich habe mir meinen Alltag so gestaltet, dass ich jeden Tag „Leben“ spüren kann.
    Durch downshifting (Reduzierung meiner Arbeitszeit auf 24 Stunden/Woche) habe ich meine Priorität gesetzt. Ich arbeite so wenig wie nötig. Diese FREIeZEIT habe ich durch weniger und bewussten Konsum erreicht.
    Ist es schön? Ist es nützlich? — wenn zweimal nein, dann kann es weg :D.

    Allerdings möchte ich mir immer meine Selbständigkeit/Eigentständigkeit bewahren (… deshalb trete ich noch etwas in das Hamsterrad).

    Wünsche dir ein fantastisches 2019.

    Antworten
    • Christof Herrmann 3. Januar 2019

      „Ich arbeite so wenig wie nötig“ – Heißt der Spruch nicht „Ich arbeite so viel wie nötig und so wenig wie möglich“? Egal, ich verstehe Dich – im doppelten Sinne!

      Vielleicht ist Dein Ikigai einfach nur FREIeZEIT für Dich zu haben? Ich glaube, das kann alles sein, was einen begeistert und die Zeit vergessen lässt.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Ulrich 4. Januar 2019

    Hallo, ich lese hier auch schon eine Weile mit.

    Zu 1: Minimalismus ist eine gute Sache; all die Dinge loszuwerden macht allerdings auch einiges an Arbeit, für die man Zeit braucht. (Ich habe allerdings auch inzwischen fast meinen ganzen Besitz inventarisiert.)

    Für mich ist weniger die Entscheidung, was weg soll, das Problem, sondern vielmehr, wie ein Gegenstand, den ich nicht mehr benötige, noch eine sinnvolle Nachnutzung erfährt. Schließlich will ich nicht mit bloßem Aussortieren (= Entsorgen) unsere Wegwerfgesellschaft noch befeuern. Dinge online zu verkaufen kann eine zähe Angelegenheit sein; selbst gut erhaltene Artikel gehen oft erst nach zig Versuchen weg. Viele Kleinigkeiten bin ich gut bei Oxfam losgeworden. Und manch anderer Kleinkram taugt vielleicht zumindest noch als Geocaching-Tauschgegenstand…

    Antworten
    • Christof Herrmann 5. Januar 2019

      Absolut, sorgfältig und nachhaltig auszumisten, braucht seine Zeit. Aber für mich war das immer Qualitätszeit, also keine verlorene Zeit, weil man sich mit sich, seinen alten Gewohnheiten und vor allem seinem neuen Leben beschäftigt und weil die Vorteile unmittelbar zu spüren sind, selbst wenn man nur einen Gegenstand gehen lässt. Ich bin nach und nach dazu übergegangen, den Großteil zu verschenken und zu spenden.

      Antworten
      • Andrea 7. Januar 2019

        Hallo Ulrich,
        neben Oxfam-Läden bieten sich auch „Give-Boxen“ an. Es gibt sowohl öffentliche Bücherschränke als eben auch Gartenhäuschen,Schränke, Telefonzellen etc. für Waren aller Art. Ich habe beim Entrümpeln alle guten Waren dort hingebracht, waren mehrere Autoladungen voll.
        Bücher kannst neben den öffentlichen Bücherschränken auch komplett zu Bücherplattformen schicken, z.B. momox.
        Kleidung kannst du spenden an Friedensdorf International oder Vergessene Kinder e.V.
        Viel Spaß beim Entrümpeln!

        Antworten
  • Pamela Ehrich 5. Januar 2019

    Neues Jahr, neues Glück………….ich habe beschlossen, dem Konsumwahn entgegenzutreten. Ich werde step by step ausmisten, sortieren und versuchen weniger zu kaufe und konsumieren……….das Leben kann so schön einfach und friedlicher sein…..ich bin sowieso seit Smartphone-Zeiten nicht immer erreichbar. Habe mein Handy ständig auf lautlos. Verabschiede mich von nervigen Newsletter und Push up Nachrichten……..möchte mehr bei mir sein, bei meinen KIndern, Familie und…….mehr Natur, lesen (ich hab früher soviel gelesen. Das ist ein wenig flöten gegangen), ehrenamtlich sind wir auch unterwegs und es macht riesigen Spaß und wieder mehr Sport. Komme vom Leistungssport und habe fast gar nichts mehr getan. Auf ein spannendes Jahr 2019

    Antworten
    • Christof Herrmann 5. Januar 2019

      Dieser weise Entschluss wird Dein Leben im doppelten Sinne nachhaltig verändern. Viel Vergnügen mit Deinen Lieben, in der Natur, beim Lesen, beim Sporteln …

      Antworten
  • Dario schrittWeise 5. Januar 2019

    Hallo Christof, danke dir für deinen inspirierenden Beitrag. Deine Ideen ermutigen, den physischen aber auch den gedanklichen Ballast loszuwerden, den wir ständig mit uns tragen.

    Liebe Grüße und ein gesundes, glückliches und entspanntes neues Jahr, Dario 🙂

    Antworten
    • Christof Herrmann 5. Januar 2019

      Danke, lieber Dario. Auch Dir viel Gutes und wenig Ballast! Den loszukriegen geht ja auch (oder vielleicht gar besser) schrittweise ;-)

      Antworten
  • Birgit 6. Januar 2019

    Hallo Christof,

    was für ein schöner Artikel! Das ist genau mein Thema, wobei ich einiges in der Vergangenheit schleifen ließ. Das wird sich aber wieder ändern.
    Ikigai hat mir bis gerade gar nichts gesagt – ich werde aber sofort recherchieren.

    Liebe Grüße

    Birgit

    Antworten
  • Evelyne 8. Januar 2019

    Hallo zusammen!
    Bisher las ich eher in Blogs von digitalen Nomaden, die sich auf Weltreise befinden. Aber das war mir immer zu weitläufig, ich wurde eher zu einer regionalen digitalen Nomadin. Schön zu lesen, dass es einigen hier ähnlich ergeht. Das große Wegwerfen kam bei mir, als meine Mutter im Sterben lag Ende 2016, und ich die gemeinsame Wohnung komplett räumen musste. Zuerst kam alles, was ich nicht verkaufte, verschenkte oder wegwarf, in einen angemieteten Lagerraum, dessen Inhalt ich in den letzten zwei Jahren nochmal um mehr als zwei Drittel reduzieren konnte. Gerade jetzt beziehe ich eine neue Wohnung in der Nähe eines einzigartigen Berggebiets (vorher wohnte ich temporär bei einem Verwandten), wovon ich als „meinen Ort“ träumte. Jetzt geht es darum, meine inneren Räume auf das Wesentliche zu reduzieren, was mir weitaus schwerer fällt. Doch nur so erhalte ich die Entlastung, die mir bereits im äußeren Minimalismus so gut getan hat und jetzt auch meinen Umzug erleichtert. Wahrscheinlich braucht das auch mehr Zeit wie beim äußeren Abbau. Um Konsum geht es bei mir nicht mehr, das konnte ich schon lange loslassen. Ich bin sozusagen ein Wissensmessie, dort liegt mein Problem. Obwohl ich diesbezüglich auch schon vieles losgelassen habe, ist es immer noch zu viel, was ich in mein Leben stopfen will, weil mich so vieles interessiert.
    Liebe Grüße, Evelyne

    Antworten
    • Christof Herrmann 9. Januar 2019

      Hallo Evelyne,

      man sollte sich gut überlegen, was man so ansammelt – in der Wohnung und im Kopf. Denn am Ende gibt es im Sarg keine Regale und wird die Festplatte Hirn formatiert ;-)

      Einfach bewusste Grüße

      Christof

      Antworten
      • Thomas 19. Januar 2019

        Christof,

        gut gesagt! Der Artikel ist super und spornt gleich zu Jahresbeginn an, weiterzumachen mit dem Reduzieren und minimalisieren. Danke!

        Gruß
        Thomas

        Antworten
  • Evelyne 11. Januar 2019

    Hallo Christof
    Ich bin religiös und glaube schon, dass die Seele sich durch das Erdenleben weiterentwickelt und in diesem Sinne doch etwas mitnimmt in einer Weiterexistenz nach dem Tode, aber ich konzentriere mich vor allem auf ergebnisorientierte, nachhaltige Wissensumsetzung zugunsten der nachfolgenden Generationen, vor allem Umweltschutz, um der nächsten Generation eine noch bestehende Naturvielfalt zu gewährleisten. Ich wohne in der kleinen Schweiz, wo doch alles recht eng zugebaut ist und für die noch bestehenden Naturlandschaften gekämpft werden muss, aktuell z. B. im Dorf, wo ich einen Großteil meines Lebens verbrachte. Ein über hundertjähriger Wald soll abgeholzt werden um des schnöden Mammons willen. Was nicht speziell unter Naturschutz gestellt wurde nach hartem Kampf durch die Naturschutzverbände, deren Einsprache-Rechte auch immer wieder politisch ausgehöhlt werden, liegt unter fortwährender Bedrohung. Und viele wissen es nicht, fühlen sich nicht verantwortlich (jeder schaut nur für sich) oder erfahren es erst, wenn es schon beschlossene Sache ist.
    Liebe Grüße
    Evelyne

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