10 Tipps, wie Du auf der Arbeit gesund essen kannst

10 Tipps, wie Du auf der Arbeit gesund essen kannst (Foto: Ella Olsson von Pexels)

Zu viel, zu schnell, zu fett, zu tierlich, zu denaturiert, zu weißmehlig, zu zuckerhaltig. Sich ungesund zu ernähren, ist kinderleicht und gesellschaftlich akzeptiert. Politik, Wirtschaft und Medien zeigen wenig Interesse, daran etwas zu ändern. Sie verdienen an unseren hanebüchenen Ess- und Trinkgewohnheiten und den Folgen daraus viel Geld.

Gerade während der Arbeit, wo der Stress groß und die Zeit knapp ist, greifen wir gerne zu Schokoriegel, Salamipizza, Döner & Co. Was das auf Dauer für die Gesundheit bedeutet, sollte bekannt sein. Koronare Herzkrankheiten, Hirngefäßerkrankungen, Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, Rheuma, Osteoporose, diverse Krebsarten und viele weitere Krankheiten stehen direkt oder mittelbar mit unseren Ernährungsgewohnheiten in Zusammenhang.

Eine gesunde Ernährung wirkt prophylaktisch, kann diese Krankheiten auch lindern, zum Teil sogar heilen.

Die folgenden Tipps sollen Dir helfen, auf der Arbeit besser zu essen.

1. Gute Planung ist die halbe Gesundheit

Mach Dir rechtzeitig Gedanken, wann und was Du auf der Arbeit essen möchtest. Dann kommst Du nicht in die Verlegenheit, plötzlich aufkommenden Hunger im Fastfood-Laden um die Ecke oder mit Süßem aus dem Automaten zu stillen.

2. Koche am Vorabend die doppelte Menge

Manche Abendessen kannst Du problemlos in größeren Mengen zubereiten, so dass sie für den nächsten Mittag reichen. An kalten Gerichten empfehle ich Brot mit selbstgemachten Aufstrichen oder Hummus, Nizza-Salat und Couscoussalat. Steht Dir auf der Arbeit eine Herdplatte zur Verfügung, bietet es sich an, Reste vom Vorabend aufzuwärmen, z. B. Pasta mit veganer Bolognese oder Oliven-Mandel-Pesto, Kartoffelsuppe und Linsen-Wirsing-Eintopf.

Türkische Linsensuppe mit Bulgur (Foto: Christof Herrmann, 2014)

3. Overnight Oats am Mittag

Du kannst dieses gesunde Frühstück genauso gut tagsüber essen. Weiche in einer Tupperdose oder besser in einem Schraubglas Haferflocken oder andere Flocken in Soja-, Reis-, Hafer-, Mandelmilch, Wasser oder einer anderen Flüssigkeit ein. Die Stunden vom Aufstehen bis zum Mittag reichen dafür aus. Vor dem Essen werden die Overnight Oats nach Geschmack ergänzt. Blaubeeren, Erdbeeren, eine zerdrückte Banane, Apfelscheiben, Birnenstücke, Walnüsse, Haselnüsse, Cashews, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Kokosflocken, Ahornsirup, Reissirup, Kakao, Vanille, Zimt … Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Rezepte für köstliche Overnight Oats gibt es z. B. bei Eat this, Eat vegan und beVegt.

4. Gründe mit Kollegen eine Kochgruppe

Die Devise einer solchen Kochgruppe lautet: „Einer kocht, alle essen.“ Bei fünf Mitgliedern ist also jeder nur an einem Tag der Woche dafür verantwortlich, dass etwas Gesundes auf den Tisch kommt. Warum selbst eine kurze Mittagspause oder eine fehlende Küche keine Hindernisse sind, erkläre ich in diesem Blogartikel.

5. Gesund essen gehen

Wer will schon eine Spaßbremse sein? Gehen die Kollegen in die Kantine oder auswärts essen, kannst Du Dich ruhig mal anschließen. Mit etwas Cleverness und Nachfragen bekommst Du fast überall etwas Gesundes auf den Teller. Beim Italiener eine Pizza Verdura ohne Käse, die Du mit etwas Knoblauch-Chili-Öl beträufelst. Beim Asiaten gedünstetes Gemüse mit Tofu. In der Dönerbude einen Falafelteller mit Hummus und Reis. Und in der Kantine Salat vom Buffet – möglichst ohne Fertigdressing, sondern mit Essig und Öl. Lokale mit gesunder Küche in Deiner Nähe findest Du bei vanilla bean und HappyCow.

Mittagessen im Golden Temple Teehaus in Hamburg (Foto: Christof Herrmann, 2018)

6. Alles bio, oder was? 

Glücklich schätzt sich, wer einen Bioladen in der Nähe der Arbeit hat. Sie sind ein Eldorado für Genuss- und Gesundheitsbewusste. Bio-Lebensmittel weisen meist weniger Rückstände von Pflanzenschutzmitteln auf, haben oft einen höheren Nährstoffgehalt und dürfen keine künstlichen Zusatzstoffe enthalten. Gesundes wie belegte Vollkornbrötchen, hausgemachte Antipasti und frische Smoothies findet man dort eher als in konventionellen Supermärkten. Beliebt ist auch der Mittagstisch, der in vielen Bioläden zu einem fairen Preis angeboten wird.

7. Iss langsam und ohne Ablenkung

Selbst wenn es schwer fällt, da die Mittagspause kurz und die To-Do-Liste lang ist, solltest Du Dich vom Arbeitsplatz wegbegeben, um ohne Ablenkung so langsam wie möglich zu essen. Das ist gesünder und verhindert Verdauungsbeschwerden. Außerdem kannst Du so das Essen genießen und Stress abbauen, was gerade auf der Arbeit wichtig ist.

Heißer Gewürztee. (Foto: Christin Marit)

8. Verwechsle Durst nicht mit Hunger

Wenn Du das Gefühl hast, dass Du Appetit bekommst, trinke erst einmal ein Glas Wasser. Ist Dir Wasser pur zu langweilig, kannst Du es mit einem Schuss Zitronensaft oder Apfelessig, Saft mit 100 % Fruchtgehalt, ein paar Ingwer-Scheiben oder frischer Minze aufpeppen. Auch Kräuter- und Früchtetees sind nicht nur in der kalten Jahreszeit zu empfehlen. Solche Tees kann man ganz einfach selbst herstellen und tagsüber immer wieder mit heißem Wasser auffüllen.

9. Habe gesunde Snacks griffbereit

Kommt doch ein Leistungstief oder der Heißhunger, kannst Du Dich aus einem in weiser Voraussicht angelegten Depot mit gesunden Snacks bedienen. Ich mag Nüsse, Kerne, getrocknete Tomaten, Oliven, getrocknete Früchte, frisches Obst wie Beeren, Äpfel und Birnen sowie Brot oder Knäckebrot aus Vollkornmehl. Schoko-Aficionados greifen zu Schokolade mit hohem Kakaoanteil. Den bitteren Geschmack kann man übrigens mildern, indem man ein paar Mandeln oder Stück Obst dazu isst.

10. Lass das Essen auf der Arbeit ausfallen

Das Intervallfasten, auch intermittierendes Fasten genannt, ist eine in letzter Zeit populär gewordene Ernährungsform. Dabei wird in einem bestimmten Rhythmus zwischen einer normalen Nahrungsaufnahme und dem Fasten gewechselt. Viele Menschen verspüren nach einer kurzen Eingewöhnungszeit beim Intervallfasten keinen Hunger. Vorteile können Zeitgewinn, Gewichtsregulierung, höhere Produktivität, Zellerneuerung und eine Verbesserung der Gesundheit sein. Die gängigste Form des Intervallfasten ist die 16/8-Methode, bei der man 16 Stunden am Tag fastet und 8 Stunde als Essensfenster übrig bleiben. Diese Methode wende ich selbst seit einem Jahr an den meisten Tagen an. Ich lasse einfach das Frühstück ausfallen, essen gegen 12 Uhr zu Mittag und gegen 19 Uhr zu Abend. Mir beschert das einen Energiegewinn am Vormittag, den ich früher so nicht kannte. Eine weitere Form des Intervallfastens ist die 12/12-Methode. Sie ermöglicht Dir das Mittagessen auf der Arbeit ausfallen zu lassen. Du frühstückst also z. B. um 7 Uhr, fastest tagsüber und isst um 19 Uhr zu Abend. Probiere es aus, um zu sehen, wie Du Dich dabei fühlst. Gebe Deinem Körper aber ein bis zwei Wochen Zeit, sich umzustellen. Es gibt mehrere Bücher zum Thema Intervallfasten. Ich habe alle relevanten Informationen auf der Webseite iamfasting gefunden.

Welche der 10 Tipps möchtest Du in Zukunft beherzigen? Was machst Du sonst noch, um auf der Arbeit gesund zu essen?

PS: In diesem Zusammenhang könnten Dich auch die 7 Elemente und 7 Vorteile der minimalistischen Ernährung interessieren.

Foto: Burst von Stock Snap

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{ 24 Kommentare }

  • Margarita H. 27. März 2019

    Das Thema tagsüber essen beschäftigt mich gerade sehr. Ich ernähre mich sehr schlecht, erste gesundheitliche Probleme habe ich dadurch schon bekommen. Liegt daran, dass ich zu viel und zu lang arbeite. ich will das ändern, was aber noch nicht möglich ist. Ich werde versuche ein paar deiner Tips ab sofort zu beherzigen, v.a. 2., 3,. 5. und 9.. Abends habe ich Zeit in Ruhe zu kochen. Werde versuchen heute etwas mehr zu kochen, um die Reste morgen Mittag zu essen. Einfach in einer Tupperware mitnehmen? Mit dem Intervallfasten muss ich mich auch mal beschäftigen, was mir bisher nicht bekannt. Danke für den Artikel, motiviert mich mit dem gesunden Essen anzufangen!

    Antworten
    • Christof Herrmann 27. März 2019

      Es würde mich freuen, wenn Dir die Tipps helfen, Dich gesünder zu ernähen. Vielleicht magst Du in paar Tagen oder Wochen hier berichten, welche Fortschritte Du gemacht hast oder wo es noch hapert. Und ja, Du kannst das vorbereitete Essen in einer Tupperware mitnehmen, oder auch in einem Topf mit Deckel oder einer Keramikschüssel (je nachdem was es ist und wie Du zur Arbeit gelangst).

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  • Ingrid 27. März 2019

    Ich habe vor knapp vier Jahren meine Ernährung umgestellt (auf vorwiegend Obst, Gemüse, Vollkornprodukte etc, insgesamt am ehesten in die Richtung Clean Eating) und in dem Zusammenhang auch das 16/8-Intervallfasten für mich entdeckt – witzigerweise noch bevor ich diesen Begriff zum ersten Mal im Netz gelesen habe. Und ich kann bestätigen, dass das wirklich guttut. (Hat mir auch – zusammen mit der gesünderen Ernährung und entschieden mehr Bewegung als früher – definitv beim Abnehmen geholfen; über 45 Kilo sind dahin!)
    Also wenn jemand noch zweifelt, ob das Intervallfasten wirklich was nützt – ich kann’s empfehlen. :)

    Antworten
    • Christof Herrmann 27. März 2019

      Schöne Geschichte aus Deinem Leben. 45 kg sind beachtlich. Intervallfasten hat aber auch oft bei Menschen mit Normalgewicbt Vorteile. Einfach ausprobieren.

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  • Sabine 27. März 2019

    Hallo Christof,

    ein sehr schöner Artikel! Vieles davon habe ich auch den Teilnehmern meines Kurses „Mit Freude und Genuss zu einem dauerhaft gesunden Lebensstil“ empfohlen.
    Time restricted feeding praktiziere ich auch soweit möglich, allerdings funktioniert bei mir 16/8 nicht so gut, da ich es kaum schaffe, in nur 8 Stunden soviel zu essen, dass es mir reicht.
    Mein ultimativer Tipp, um auf der Arbeit gesund zu essen: weniger arbeiten! Dank meines einfachen Lebensstils gehe ich nur an zwei Vormittagen in der Woche ins Büro und kann daher zu Hause essen, wo es nicht nur gesünderes Essen gibt, sondern dieses vor allem auch besser schmeckt :-)

    VG Sabine

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    • Christof Herrmann 27. März 2019

      Hallo Sabine,

      vielen Dank für Dein Lob!

      Deine Ergänzung „Weniger arbeiten“ hatte ich in der ersten Rohversion des Artikels auch drin. Passt super zu einem minimalistischen Leben. Hab den Punkt dann aber gestrichen, da viele ja nicht mal eben die Arbeitszeit reduzieren können und der Artikel nicht zu „radikal“ rüber kommen sollte. Ich möchte möglichst viele Menschen damit erreichen, denn das Thema liegt mir am Herzen. Eine gesunde Ernährung trägt mehr zu unserem Wohlbefinden bei, wie wir denken.

      EBG

      Christof

      Antworten
  • Carl Krause 28. März 2019

    Hallo, das mit dem Intervallfasten ist toll. Ein richtiger Hype.
    Es gibt Bevölkerungsgruppen, die nennen dies Fastenzeit, andere Ramadan.
    Da gibt es zwar keine festen Zeiten, aber jeder Tag des Fastenmonats geht von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang (und kann so mal 8/16 oder (ein paar Jahre später) auch mal 16/8 sein, vereinfacht gesagt) Und da man dafür auch keiner Religion angehören muss, können alle vom „Intervallen“ profitieren.
    Da finde ich das mit der Kochgruppe in einem industriellen Fertigungsbereich schon nicht ganz so einfach zu realisieren.
    Die Punkte 2,8 und 9 sind toll.
    Überhaupt finde ich die ganze Webseite toll und freue mich immer auf neue Artikel! (Musste ich jetzt Mal sagen, bin ja sonst eher ein stiller Mitleser)
    Weiter so! Carl

    Antworten
    • Christof Herrmann 28. März 2019

      Hallo Carl,

      schön, dass Du Dich mal zu Wort meldest – und dann noch mit so viel Wohlwollen und Lob :-)

      Warum ist das mit der Kochgruppe auf Deiner Arbeit nicht so einfach zu realisieren? Haben Deine Kollegen keine Lust drauf oder gibts keine richtige Küche? Ich zitiere aus meinem Kochgruppe-Artikel:
      „Kein Herd? Seit wann benötigt man für Salate, Rohköstliches, Aufstriche wie Hummus, Sandwiches oder kalte Suppen wie Gazpacho einen Herd? Alternativ könnte eine mobile (Doppel-)Kochplatte für 20 Euro eine gute Investition sein.
      Keine Küche? Dann kochen die Teilnehmer eben am Vorabend daheim und bringen das Essen anderntags in passenden Behältnissen mit auf die Arbeit.“

      Viele Grüße

      Christof

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  • Dedje 28. März 2019

    Ich mache seit Beginn der Fastenzeit 16/8-Fasten und das Verlangen nach einem 2. Frühstück bei der Arbeit bleibt aus. Stattdessen trinke ich selbstgepressten Sellerie-Saft. Mittags gibts dann die erste richtige Mahlzeit zuhause. In 8 h drei volle Mahlzeiten unterzubringen ist schwierig, aber 2 1/2 reichen auch.

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  • Basti 31. März 2019

    Was ich seit einigen Jahren habe, und worauf ich nicht mehr verzichten möchte, ist mein Thermobehälter. Die Beilage in ein extra Gefäß und die heiße Soße am Mittag drüber, gibt eine angenehme Esstemperatur. Suppe und dergleichen bleiben wirklich heiß. Ich nutze den von Thermos mit 0,7 Liter und bin sehr zufrieden (kein Affiliate Link: https://www.globetrotter.de/thermos-thermokanne-king-food-jar-edelstahl-1030055/)

    Antworten
    • Christof Herrmann 1. April 2019

      Sehr gute Ergänzung. Auf einer der letzten Touren mit meiner Vandergruppe hatte jemand Suppe in einem ähnlichen Thermobehälter dabei. So konnte wir uns beim Picknick mit heißer Suppe aufwärmen.

      Antworten
  • Daniel 1. April 2019

    Hallo Christof,
    was ein genialer Artikel! Gefällt mir sehr gut!

    Ich weiß genau, wenn ich ihn meinen Kollegen zeigen würde, wie viele ABER ich zu hören bekäme. Denn es ist ja einfach leichter, wenn man „nichts mehr zu Hause hat“, sich eine 5 Minuten Terine zuzubereiten, anstatt beim Bäcker eine gesunde und nahrhaft belegte Brotzeit zu kaufen. Dies ist meine „Notfall-Lösung“ die echt nahrhaft und wirklich gesund ist.

    Es ist schon spannend zu sehen, wie gern sich über die gesunde Ernährung bei 5 Minuten Terinen und Schokopudding mit einer Flasche Cola, wahlweise Zuckersirup im Wasser unterhalten wird. Dann über die Beschwerden wie Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Unverträglichkeiten und diverse Magen-Darm-Symtome und deren medikamentöse Behandlung Tipps gegeben werden.
    Dazu noch – das ist das prekäre – im Gesundheitswesen zu arbeiten und den Klienten Tipps zu geben, wie einfach es ist gesundes Essen selbst zuzubereiten.

    Denn ja, es ist einfach sich zu fettig, zucker- und glutamathaltig etc. zu „ernähren“. Was täglich in der Mittagspause konsumiert wird, hat nichts mehr mit Lebensmittel zu tun, sondern sind echte Totmittel. Die Verantwortung wird nicht übernommen, sondern gern immer an andere abgegeben.

    Dein Artikel ist wirklich wertvoll und zeugt von einem bewussten Lebensstil, schön zu sehen, das du Verantwortung für dich und deine Gesundheit übernimmst.
    Denn wie man so schön sagt: „Du bist was du isst“!

    Viele Grüße
    Daniel

    Antworten
    • Christof Herrmann 2. April 2019

      Hallo Daniel,

      vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar und das Lob.

      Darf ich fragen, was das für belegte Brötchen sind, die „echt nahrhaft und wirklich gesund“ sind? Meist gibts beim Bäcker ja nur Weißmehlbrötchen mit Tierproteine und kaum Frisches und Vitaminreiches.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
      • Daniel 2. April 2019

        Hallo Christof,
        das sind zwei große Vollkornbrotscheiben mit etwas Frischkäse (keine Remoulade oder Mayo!), darauf frische Paprika, Karottenraspeln, Gurkenstücke, Sprossen, etc. Alles frisch zubereitet.
        Da werde ich von einem solchen Brot schon wirklich gut statt, zwei davon fast zu viel.
        Solche Bäcker gibt es in der Tat, habe aber auch lange suchen müssen.
        Viele Grüße
        Daniel

        Antworten
  • Eva 3. April 2019

    Hallo Christof,

    vielen Dank für den wunderbaren Artikel! Eigentlich bin ich auf deiner Homepage immer wieder unterwegs, weil ich diesen Sommer die Alpenüberquerung Salzburg-Triest wagen möchte. Aber auch dein Artikel zur Ernährung am Arbeitsplatz hat mich sehr angesprochen! Ich esse seit ca. 2,5 Jahren fast nur mitgebrachte Lebensmittel am Arbeitsplatz. Ein Teil meiner Freizeit ist daher geprägt von Essensplanung und Vorkochen. Aber es macht mir unglaublich viel Spaß und ich werde immer professioneller, koche z. B. am Wochenende auch mal 10 Portionen und friere das Essen ein, backe frisches Brot und friere dieses schreibenweise ein (…) Nur leider werde ich oft belächelt oder schräg angeschaut, wenn ich mal wieder abends in der Küche stehe und Salat putze, oder aber mit Stapeln von Tupperdosen im Büro erscheine. Artikel wie deine machen ganz viel Mut – vielen Dank!
    Besonders geholfen hat mir dein Tipp mit dem Essen gehen, es ist kein Problem im Lokal den Salat ohne (Fertig)dressing zu bestellen, sondern nur mit Essig/Öl. Vielen Dank und weiter so!
    Viele Grüße
    Eva

    Antworten
    • Christof Herrmann 4. April 2019

      Hallo Eva,

      vielen Dank für Deinen wunderbaren Kommentar.

      Weißt Du schon, wann Du Deine Alpenüberquerung startest?

      Lass die Schrägen doch Dich belächeln oder (be)lächel zurück. Du bist es, die mittags Leckeres verspeist. Würden alle immer alles machen wie alle anderen, würden wir noch in Höhlen hausen und am Aas nagen ;-)

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Monika 4. April 2019

    Hallo Christoph
    Ich lese deine Artikel immer mit grossem Interesse und finde darin oft wertvolle Anregungen. Danke dafür!
    Nun ist bei mir eine Frage zum Intervallfasten (16/8) aufgetaucht. Ich probiere dies seit einer guten Woche aus. Nicht um Gewicht zu verlieren, sondern einfach um zu schauen, wie es mir damit geht. Bisher finde ich es eine gute Sache. Ich wandere aber gerne, oft und lange. Gestern habe ich eine längere Wanderung unternommen und erst nach 3,5 Stunden zügigem Wandern etwas gegessen. Ich fühlte mich wohl dabei. Auch ca 500 Hm Aufstieg waren problemlos. In den Foren sind die Meinungen zu sportlichen Aktivitäten und IF geteilt. Wie gehst du dami um?
    Viele Grüsse
    Monika

    Antworten
    • Christof Herrmann 5. April 2019

      Hallo Monika,

      wenn Du beim Wandern keine Kreislaufprobleme hast, spricht nichts dagegen, dass Du das Intervallfasten beibehältst.

      Auf meiner letztjährigen Deutschlanddurchquerung habe ich an manchen Tagen das Frühstück ausgelassen, also 16/8 beibehalten, an anderen Tagen habe ich gefrühstückt.

      Verbraucht man über einen längeren Zeitraum sehr viele Kalorien, z. B. auf so einer Fernwanderung oder weil man reichlich Sport macht, muss man halt schauen, ob das Intervallfasten Sinn macht. Die vielen Kalorien wollen ja wieder zugeführt werden. Der Zeitraum dafür könnte dann etwas knapp werden.

      Ich denke, dass ich auf meiner Tour von Salzburg nach Triest diesen Sommer frühstücken werde. Habe auch so auf meinen Alpenüberquerungen meist rund 5 kg abgenommen und hatte dann kein Gramm Fett mehr am Körper.

      Viele Grüße

      ChristoF

      Antworten
  • Anja 5. April 2019

    Lieber Christof,
    bisher habe ich mich nie ernsthaft mit Intervallfasten beschäftigt. Ich ernähre mich seit ca. 3 Jahren komplett vegan und treibe viel Sport und habe keine Gewichtsprobleme momentan. Allerdings habe ich in letzter Zeit öfters Verdauungsstörungen und ich überlege, ob es damit zusammenhängen könnte, dass frische und halb verdaute Nahrung ständig zusammentreffen. Deshalb hat mich dieser Vorschlag jetzt doch sehr interessiert.

    Allerdings jogge ich jeden Morgen (05:45) ca. 8 – 9 km und bin auch so gerne zu Fuß unterwegs und dementsprechend hungrig. Im Sommer gehe ich noch ein bis zwei mal schwimmen. Joggen gehe ich nüchtern – danach brauche ich aber dringend mein riesiges Müsli. Spätestens um 10:30 habe ich dann wieder Hunger und esse meistens eine Semmel und Rohkost. Dann Mittagessen um 13:30 und gegen 19:00 Abendessen. Diese Woche habe ich versucht, meine Semmel soweit nach hinten zu verschieben, dass eine größere Pause zwischen den Mahlzeiten entsteht. Fällt mir aber sehr schwer. Mir war mitunter richtig schwindlig vor Hunger.
    Wie handhabst Du das Intervallfasten bei Deinen Bergtouren oder bei sportlichen Aktivitäten? Oder bei Einladungen etc. Außerdem habe ich das Gefühl, ich bringe dann gar nicht genug Obst und Rohkost in meinem Speiseplan unter?! Hält man das Intervallfasten stringent durch oder nur phasenweise?
    Danke übrigens für den schönen und informativen Blog! Ich finde immer wieder Anregungen und Impulse, die mich mein Leben etwas vereinfachen lassen… 😊 Anja

    Antworten
    • Christof Herrmann 5. April 2019

      Hallo Anja,

      zunächst vielen Dank für Dein Lob!

      Lies bitte meine Antwort zu Monikas Kommentar oben durch. Da ging es um ähnliche Fragen.

      Jeder Körper i(s)st anders. Du musst herausfinden, was für Dich funktioniert. Es kann auch eine Zeit dauern, bist Dein Körper sich umgewöhnt hat. Hast Du mal probiert, das Abendessen ausfallen zu lassen oder vorzuverlegen? Wenn Du um 17 Uhr das letzte Mal isst und dann erst nach dem Joggen gegen 7 Uhr wieder, wäre das ein 14/10-Intervallfasten (14 Stunden Pause, 10 Stunden Essen). Würde mich aber nicht zu sehr aufs Intervallfasten fixieren. Wozu quälen? Man kann sich auch mit der herkömmlichen Ernährungsform aus Frühstück, Mittagessen und Abendessen gesund ernähren.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Viktor 13. April 2019

    Hallo Christof!

    Sehr gute Tipps! Danke dafür!

    Bei mir schaut es mittlerweile wie folgt aus und weil ich oft koche und nur vegan, behaupte ich, dass das schon ganz gut sein wird. :)
    – nehme gerne das Essen vom Vortag/Abend mit, wenn etwas übrig bleibt oder ich nach der Arbeit noch einiges zu erledigen habe, also nicht gerne zu lange hungrig bleiben möchte.
    – an manchen Tagen nichts, denn dann habe ich vom Frühstück bis zum Abendessen
    – meistens 1-2 Äpfel, einige Karotten und zur Abwechslung mal Rote Bete, mit hin und wieder Nüssen habe ich über den Arbeitstag hindurch insgesamt leckere aber auch leichte Snacks und der Hunger leidet nicht zu sehr. ;-)

    Früher habe ich noch aufwändig am Vortag etwas für den nächsten Tag vorbereitet, doch mittlerweile übe ich mich in Gelassenheit und meistens vermisse ich nichts.

    Liebe Grüße,
    Viktor

    Antworten
    • Viktor 13. April 2019

      Da habe ich wohl nicht zu Ende gedacht bzw. geschrieben…
      „…vom Frühstück bis zum Abendessen“ eine kurze aber effektive Fastenzeit, die sich immer wieder wiederholt.

      Liebe Grüße,
      Viktor

      Antworten
    • Christof Herrmann 13. April 2019

      Hallo Viktor,

      schön, dass Du die Gelassenheit in Bezug auf das Essen erwähnst. Ich habe mittlerweile so viele einfache Rezepte im Kopf (oder auf dem Blog), dass ich aus den Vorräten schnell etwas Leckeres und Gesundes zaubern kann. Oder ich esse wie Du etwas Rohkost. Manchmal reicht auch ein heißer Tee oder Goldene Milch aus Pflanzenmilch um das Hungergefühl zu vertreiben.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten

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