Auf vier Pfoten über die Alpen bis ans Meer. (Foto: Ina Führlein, 2019)

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag der Husky-Mischlingshündin Lina. Sie ist im letzten Jahr mit ihrer „Lieblingsfrau“ Ina von Salzburg nach Triest gewandert. Der Artikel ist ursprünglich in etwas anderer Form in der Vereinszeitung des Tierheims Feucht erschienen.

Letzten Sommer bin ich über die Alpen gewandert. In 4 Wochen ging es fast 500 km weit von Salzburg bis nach Triest. Über alle Berge bis ans Meer. Das war so cool – 4 Wochen lang von früh bis spät spazieren gehen, über Stock und Stein. Das beste daran war: ich durfte rund um die Uhr mit meiner Lieblingsfrau zusammen sein. Die Familie daheim ist schon ok, aber eigentlich bin ich ein richtiger Ein-Frau-Hund. Wenn SIE da ist, bin ich zufrieden. Eine Frau, ein Hund, eine weite Strecke und gaaanz viel Zeit – es war fast sowas wie das Hundeparadies für mich. Und deshalb will ich Euch davon berichten.

Mit der Lieblingsfrau – und dem 1. FCN – ins Trainingslager

Alles fing damit an, dass die Lieblingsfrau im Frühjahr plötzlich unsere Morgenrunde veränderte. Anstatt einmal um die Häuser in unserem Viertel ging es plötzlich auf den Wolfstein, unseren Neumarkter Hausberg. Einmal rauf und wieder runter. Jeden Morgen. Dann änderten sich auch unsere Wochenenden. Anstatt auszuschlafen und gemütlich spazieren zu gehen, fuhren wir schon im Morgengrauen in die Fränkische und Hersbrucker Schweiz. Es gibt da ein paar extra vermessene Strecken, z. B. in Pommelsbrunn und in Streitberg, mit mindestens 20 Kilometern und mehr als 1000 Höhenmetern. Für Menschen, die sich auf die Berge vorbereiten wollen.

Nachdem klar war, dass die Lieblingsfrau das schafft, ging es ins Trainingslager nach Maria Alm. Gleichzeitig mit dem 1. FCN waren wir dort, und das – übrigens sehr hundefreundliche – Jugendgästehaus, in dem wir wohnten, war voller Club-Fans. Nur: bei uns ging es nicht um Bälle, sondern um Berge. Und die waren schon deutlich höher und steiler als in Franken. Einmal hab ich mein Veto eingelegt. Durch die Felswand zum Riemannhaus rauf wollte ich nicht klettern – erst recht nicht mit dem extra für mich angeschafften Klettergurt. Keinen Schritt bin ich in dem Ding gegangen. Das war anscheinend ein Problem, denn diese Passage wäre auf unserer geplanten Tour eine Schlüsselstelle im Abstieg vom Steinernen Meer gewesen. Aber die Lieblingsfrau hatte ein Einsehen und hat nach einer schlaflosen Nacht eine gute Ausweichroute für uns gefunden, ganz ohne Kraxelei.

Lina auf der Anreise nach Salzburg. (Foto: Ina Führlein, 2019)
Lina auf der Anreise nach Salzburg.

Durch Bayern, Österreich, Italien und Slowenien und wieder nach Italien

Und dann gings los. Mit dem Zug starteten wir bei 32 °C Richtung Salzburg. Wir mussten dreimal umsteigen, und je heißer es wurde, umso weniger funktionierte die Klimaanlage in unserem Waggon. Am Ende musste ich zu allem Übel auch noch einen Maulkorb tragen, so ist das in Österreich.

Durch Bayern, Österreich, Italien und Slowenien und schließlich wieder nach Italien sind wir gewandert. Erst mal sind wir von Salzburg über den Untersberg, dann durch den Nationalpark Berchtesgaden, über die Hohen Tauern und schließlich durch den Triglav Nationalpark in den Julischen Alpen. Über unzählige Gebirgspässe – die Fraganter Scharte in der Goldberggruppe war mit 2.754 Metern nicht nur die Grenze zwischen Salzburg und Kärnten, sondern auch der höchste Punkt unserer Tour, genau auf dem Alpenhauptkamm. Als wir den Punkt erreicht hatten, war die Lieblingsfrau mächtig stolz.

Als einziger Transalp-Hund bewundert und verwöhnt

Wir haben 4 Wochen lang jede Nacht woanders geschlafen, in Hütten, Pensionen und Hotels- in Rauris sogar in einem richtigen Hundehotel. Weil ich dort der einzige Hund auf Transalp-Tour war, haben mich alle entsprechend bewundert und verwöhnt. Das war auch der einzige Ort, an dem ich ein eigenes, wirklich bequemes Bett hatte. In allen anderen Nächten musste ich mit der Isomatte Vorlieb nehmen, die die Lieblingsfrau außen an ihrem Rucksack angebunden hatte. Sie selbst fand übrigens die Übernachtung auf einem italienischen Weingut am schönsten. Daran war die Weinprobe nach dem Abendessen sicher nicht ganz unschuldig. Ein wenig schwierig war es auf den slowenischen Alpenvereinshütten – da dürfen Hunde nämlich weder in die Schlafräume, noch in die Gaststube. Wir haben also auf dem Fußboden im Hütteneingang übernachtet, und ich hab die Lieblingsfrau die ganze Nacht über gut bewacht. Dafür waren die Slowenen aber alle sehr nett zu mir, und ich wurde unterwegs über die Maßen bewundert. „Cane lupo“ haben sie mich genannt – Wolfshund.

Beim nächsten Mal ohne Hundeschuhe und Pfotensalbe

Die Strecke war, ganz nach meinem Geschmack, äußerst abwechslungsreich. Wir sind viel durch Wälder gewandert, aber auch tagelang durch die Mondlandschaft der Julischen Alpen. Während der meisten Etappen hatte ich in Gebirgsbächen, Flüssen und Seen genug zu trinken, z. B. durfte ich Quellwasser direkt aus der Soca trinken. Und zur Not hatte die Lieblingsfrau immer eine große Flasche Wasser für mich im Rucksack. Auch Essen hatten wir mit. Als ich noch jünger war, musste ich meinen Rucksack ja immer selber tragen. Diesmal hat das die Lieblingsfrau übernommen. Wir hatten mein Futter vor der Tour sogar schon an mehreren Stellen deponiert, so dass sie immer nur mein Essen für die nächste Woche tragen musste. Ich glaube, ihr Rucksack war auch so schwer genug – jedenfalls hat sie an den steilen Stellen ganz schön geschnauft. Naja, zusätzlich zu ihrem eigenen Gepäck hatte sie auch nicht nur mein Wasser und Futter, meinen Napf, die Matte und ein Erste-Hilfe-Kit, sondern auch noch den doofen Klettergurt und total alberne Hundeschuhe, die wir vorher stundenlang anprobiert hatten, für mich dabei. „Für den Notfall“, hat sie gesagt. Zum Glück ist der nicht eingetreten. Damit ich keine rissigen Ballen kriege, hab ich mir auch immer brav die Füße einschmieren lassen. Übrigens: meine Pfotensalbe war viel teurer als die Salbe für Menschenfüße – und erst unterwegs haben wir gemerkt, dass genau derselbe Wirkstoff drin ist. Nächstes mal bekomm ich auch Menschensalbe, und „unser“ Rucksack ist gleich 100 g leichter.

Wilde Tiere gab es eine Menge: Bären (die hab ich aber nur auf Fotos in den Hütten gesehen), Gämsen, Steinböcke, Murmeltiere und – sehr unheimlich – Kühe. In großen Herden sind die in den Bergen unterwegs. Und dauernd mussten wir ihre Weiden kreuzen. Meistens haben wir versucht, die Herden zu umgehen. Wenn es gar nicht ging, und die Kühe nicht nur dumm gekuckt haben, sondern auch noch auf uns zugekommen sind, durfte ich von der Leine und mir meinen eigenen Weg suchen. Das hat die Situation gleich total entspannt. Ich bin dann in großem Bogen um die Kühe rumgelaufen und hab hinter der Herde auf die Lieblingsfrau gewartet. Dafür hat sie mich auch immer überschwänglich gelobt – als ob sie nicht wüsste, dass es mir eh am liebsten ist, einen großen Bogen um das Viehzeug zu machen. Eine andere Art von tierischer Bedrohung, auch wenn ich es ungern zugebe, waren meine Kollegen. Je weiter wir nach Süden kamen, umso mehr Höfe wurden von Hunden bewacht, die frei in der Gegend rumliefen und nicht sehr vertrauenserweckend aussahen. Für die haben wir lange Umwege in Kauf genommen. Ein paar mal musste die Lieblingsfrau trotzdem ziemlich laut werden, und sogar ihre Wanderstöcke benutzen, um die Hunde auf Abstand zu halten (ich bin da leider ne ziemliche Memme, hab nur den Schwanz eingeklemmt, bin einen großen Bogen gelaufen und hab so getan, als ob ich nicht dazugehören würde).

Lina in der Mondlandschaft der Julischen Alpen. (Foto: Ina Führlein, 2019)
Lina in der Mondlandschaft der Julischen Alpen.

Meer in Sicht: Lieblingsfrau heult

Nach gut 3 Wochen hatten wir den letzten Alpenpass geschafft – von da an gings auf nicht mehr so schwierigen, dafür aber oft mehr als 30 km langen Etappen durch Voralpen, Weinberge und Küstenwege bis an die Adria. Das war übrigens der rührseligste Moment unserer ganzen Tour – so emotional ist die Lieblingsfrau sonst gar nicht. Aber als am vorletzten Tag das Meer in Sichtweite kam, da hat sie glatt angefangen zu heulen. Verstanden hab ich es nicht, aber ich war natürlich trotzdem an ihrer Seite.

An dem Abend hatten wir zur Feier des Tages ein Traumquartier, mit eigenem Pool und einem sehr schneidigen jungen Rüden, Dylan, der mir von seiner Vergangenheit als Straßenhund berichtet hat.

Die letzte Etappe führte uns von Duino über einen Ort mit dem schönen Namen Prosecco bis nach Triest.

Wenn Ihr auch so gerne wandert wie ich, kann ich Euch nur raten, Eure Menschen mal in die Berge zu begleiten. Es schweißt zusammen und hält fit. Und es müssen auch gar nicht immer die Alpen sein. Für dieses Jahr haben wir uns vorgenommen, in heimischen Gefilden zu wandern. Den Jurasteig, der 240 km durch das Oberpfälzer Jura führt, haben wir schon geschafft, jetzt ist der Altmühltal-Panoramaweg dran. Mein Rudel wandert jedes Wochenende ein bis zwei Etappen – und ich bin natürlich immer dabei.

Ein herzliches Wuff wuff

Eure Lina

Anmerkung der „Lieblingsfrau“: Lina ist eine liebe Husky-Mischlingshündin, die wir vor 12 Jahren aus dem Tierheim Feucht zu uns geholt haben. Sie war schon immer ein ausgesprochener Laufhund. Früher ist sie viel am Fahrrad gelaufen und hat mich im Winter auf Skitouren und beim Langlaufen begleitet. Heute ist sie mit unseren Wanderungen vollauf zufrieden. Dass ich sie mit auf meine Alpenüberquerung nehmen würde, war von Anfang an klar. Als Grundlage diente mir der Rother Wanderführer „Alpenüberquerung Salzburg-Triest“. Schwere Etappen, seilversicherte Kletterpassagen und andere heikle Stellen haben wir ausgelassen und bereits vorher mögliche Alternativrouten gesucht. Die Übernachtungen, v. a. auf den Hütten, habe ich jeweils ein paar Tage vorher telefonisch reserviert. In Alpenvereinshütten dürfen Hunde aus hygienischen Gründen nicht ins Matratzenlager. Manche Hütten bieten extra Hundezimmer an oder lassen die Hunde mit im Einzel-/Doppelzimmer schlafen. Oft ist auch eine Übernachtung im Nebengebäude, Winterraum oder in der Gaststube möglich. Es empfiehlt sich immer, vorher mit dem Hüttenwirt zu sprechen. In den Talorten war das Übernachten mit Hund nie ein Problem.

Lieblingsfrau Ina und Husky-Mischlingshündin Lina auf der Fraganter Scharte. (Foto: Ina Führlein, 2019)
Lieblingsfrau Ina und Husky-Mischlingshündin Lina auf der Fraganter Scharte.

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Angekommen am Ellenbogen auf Sylt - dem nördlichsten Punkt Deutschlands. (Foto: Christof Herrmann, 2018)

Heute vor zwei Jahren bin ich auf dem Schwäbische-Alb-Oberschwaben-Weg, dem Hauptwanderweg 7 des Schwäbischen Albvereins, 27 km von Markdorf nach Illmensee gewandert. Es war der zehnte Tag seit meinem Start am südlichsten Punkt Deutschlands, dem Haldenwanger Eck in den Allgäuer Alpen. Den nördlichsten Punkt Deutschlands auf Sylt sollte ich neun Wochen später erreichen.

Nach meiner Rückkehr habe ich hier auf Einfach bewusst ein paar Fotos und in der DAV Panorama den Artikel „Deutschlandtour – Von den Alpen bis nach Sylt“ veröffentlicht.

Wer ausführlicher erfahren möchte, was ich erlebt und gesehen habe, kann mein E-Book „Deutschland der Länge nach – 73 Tage und 1735 km von den Allgäuer Alpen bis nach Sylt“ erstehen. Als Extras gibt es die Etappenliste, die GPS-Tracks der gesamten Route sowie eine ausführliche Packliste.

Da aufgrund der Coronakrise viele meiner Leserinnen und Leser heuer in heimischen Gefilden Urlaub machen, habe ich mich entschlossen die komplette Etappenliste meiner Deutschlanddurchquerung zu veröffentlichen. Vielleicht animiert sie die eine oder den anderen, ein paar Abschnitte nachzugehen. In der vorletzten Spalte sind die Unterkünfte aufgeführt, in denen ich geschlafen haben. Die Etappen, die mir besonders gut gefallen haben, sind in der letzten Spalte mit *** gekennzeichnet, die Etappen, die ich weniger empfehlen kann, mit *. Du kannst Dir die nun folgenden Etappendetails auch als PDF herunterladen und ausdrucken.

Bayern – Oberallgäuer Rundwanderweg, Münchner Jakobsweg u. a.

Einödsbach, das südlichste ganzjährig bewohnte Fleckchen Deutschlands, liegt wildromantisch unterhalb des bis zu 2649 m hohen Dreigestirns aus Hochfrottspitze, Mädelgabel und Trettachspitze. (Foto: Christof Herrmann, 2018)
TagStartZielEntfernungÜbernachtungEtappe
WarthHaus Anita
1WarthEinödsbach16 kmBerggasthof Einödsbach***
2EinödsbachBolsterlang22 kmFerienwohnung Ringelblume**
3BolsterlangImmenstadt17 kmFerienwohnung Killensberger**
4ImmenstadtOberstaufen23 kmPrivatzimmer Ilse Rupp***
5OberstaufenDas Bad Rain
6OberstaufenScheidegg24 kmPilgerherberge Scheidegg**
7ScheideggLindau21 kmPilgerherberge Lindau*
8LindauNonnenhorn11 kmHotel Seehalde*

Baden-Württemberg – Bodensee-Rundweg, HW 7 & Albsteig

TagStartZielEntfernungÜbernachtung Etappe
9NonnenhornMarkdorf30 kmBürgerstuben*
10MarkdorfIllmensee27 kmGasthaus Seehof**
11IllmenseeGasthaus Seehof
12IllmenseeBlönried27 kmbei Freunden**
13BlönriedBad Buchau24 kmHotel Moorbadstuben*
14Bad BuchauObermarchtal27 kmKloster Obermarchtal**
15ObermarchtalHeroldstatt43 kmLandhotel Wiesenhof***
16HeroldstattBläsiberg29 kmBauwagen Gasthof Bläsiberg**
17BläsibergSüßen28 kmHotel Restaurant Löwen***
18SüßenHeubach32 kmGästehaus Rosenstein***
19HeubachUnterkochen24 kmGasthof Rössle**
20UnterkochenEspachweiler27 kmSeegasthof Espachweiler**
21EspachweilerFrankenhardt25 kmSchäferwagen Ferienhof Bohn**
22FrankenhardtSatteldorf25 kmGästehaus Krauß*

Bayern – HW 4, Jakobsweg Fulda-Würzburg & Hochrhöner

Der Tag neigt sich in Rothenburg ob der Tauber dem Ende. (Foto: Christof Herrmann, 2018)
TagStartZielEntfernung ÜbernachtungEtappe
23SatteldorfRothenburg / Tauber36 kmGasthof zur Linde**
24Rothenburg / TauberTauberzell13 kmGästezimmer Christel Knorr**
25TauberzellBaldersheim27 kmGasthof zum Lamm**
26BaldersheimOchsenfurt23 kmbei Freunden*
27OchsenfurtZell am Main29 kmbei Freunden*
28Zell am Mainbei Freunden
29Zell am MainBinsbach26 kmPilgerherberge Binsbach**
30BinsbachPoppenhausen29 kmLandgasthof Goldener Stern**
31PoppenhausenBad Kissingen22 kmPilgerherberge**
32Bad KissingenLangenleiten25 kmPension Böhnlein***
33LangenleitenOberweißenbrunn13 kmGasthof Zum Lamm**

Thüringen – Hochrhöner, Lutherweg, Naturparkweg Leine-Werra u. a.

TagStartZielEntfernung ÜbernachtungEtappe
34OberweißenbrunnBirx28 kmPension Hartmann***
35BirxZella24 kmPension Schmidt**
36ZellaBernshausen20 kmZur Grünen Kutte***
37BernshausenBad Salzungen20 kmPension Morgenweck**
38Bad SalzungenPension Morgenweck
39Bad SalzungenEisenach25 kmSägerwiesenhütte**
40EisenachCreuzburg22 kmFerienwohnung Bischof*
41CreuzburgTreffurt20 kmPension Weiherstraße***
42TreffurtLengenfeld unterm Stein22 kmFerienwohnung Scharf***
43Lengenfeld unterm SteinHeilbad Heiligenstadt38 kmHotel Am Jüdenhof**
44Heilbad HeiligenstadtFerienwohnung Adler

Niedersachen – Via Scandinavica, Heidschnuckenweg u. a.

Auf dem Heidschnuckenweg wandert es sich ganz angenehm. (Foto: Christof Herrmann, 2018)
TagStartZielEntfernungÜbernachtungEtappe
45Heilbad HeiligenstadtDiemarden29 kmDie Insel**
46DiemardenBühle32 kmPension Lindenhof**
47BühleBad Gandersheim37 kmKlosterhof Brunshausen*
48Bad GandersheimAlfeld27 km7 Berge Ferienwohnungen**
49AlfeldHildesheim28 kmBürgermeisterkapelle*
50HildesheimHannover38 kmbei Freunden*
51Hannoverbei Freunden
52HannoverCelle38 kmbei Freunden*
53CelleDehningshof28 kmZur Alten Fuhrmanns-Schänke**
54DehningshofMüden / Örtze23 kmPension Lange**
55Müden / ÖrtzeSoltau30 kmHotel De Greune Eck**
56SoltauBehringen27 kmSchuhmanns Gasthaus*
57BehringenUnderloh22 kmLandhaus Heideschmiefe***
58UnderlohItzenbüttel37 kmLandhaus Grüner Jäger***

Hamburg – Heidschnuckenweg u. a.

Durch den Alten Elbtunnel von 1911 geht es zur Landungsbrücke in St. Pauli.
TagStartZielEntfernungÜbernachtungEtappe
59ItzenbüttelHamburg33 kmPrivatzimmer Margit Zimmer**
60HamburgPrivatzimmer Margit Zimmer
61HamburgPrivatzimmer Margit Zimmer

Schleswig Holstein – Elbweg, geführte Wattwanderungen u. a.

TagStartZielEntfernungUnterkunftEtappe
62HamburgHohenhorst37 kmPrivatzimmer Margit Zimmer***
63HohenhorstGlückstadt30 kmPension Cafe Klingbeil**
64GlückstadtBrunsbüttel28 kmHotel Kleiner Yachthafen**
65BrunsbüttelMeldorf28 kmHotel Zur Linde*
66MeldorfKrempel31 kmFerienwohnung Jensen**
67KrempelHusum30 kmAirbnb Angelika*
68HusumDagebüll44 kmHotel Neuwarft**
69DagebüllNieblum (Föhr)33 kmFriesenhof**
70Nieblum (Föhr)Norddorf (Amrum)23 kmHaus Amanda**
71Norddorf (Amrum)Haus Amanda
72Norddorf (Amrum)Westerland (Sylt)31 kmbei Freunden**
73Westerland (Sylt)Ellenbogen (Sylt)27 kmbei Freunden***
 
E-Book "Deutschland der Länge nach – 73 Tage und 1735 km von den Allgäuer Alpen bis nach Sylt"

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25 Minimalismus-Tipps – der 5. Teil

25 Minimalismus-Tipps – der 5. Teil (Foto: Christof Herrmann, 2020)

Zwischen 2014 und 2016 habe ich vier Blogartikel mit jeweils 25 kurzen Minimalismus-Tipps veröffentlicht (die Links dorthin findest Du ganz unten).

Sie zählen noch immer zu den erfolgreichsten Artikeln auf Einfach bewusst. Wenn das kein Grund ist, die Serie wieder aufleben zu lassen.

Die folgenden 25 neuen Tipps sind ein Potpourri an Ideen und Anregungen, die Dein Leben einfacher, selbstbestimmter und zufriedender machen können.

  1. Minimalismus ist ein Weg, der seinen Reiz schon auf den ersten Schritten entfaltet. Hinter jeder Kurve gibt es Neues, oft Erstaunliches zu entdecken. Man kommt voran, auch wenn es mal ein paar Schritt zurück geht oder man sich kurz verläuft. Nur ankommen, tut man irgendwie nie. Minimalismus ist nun mal ein lebenslanger Weg. Und das ist gut so, solange das einen nicht stresst.
  2. Zieh da hin, wo Du arbeitest, oder such Dir eine Arbeitstelle, wo Du wohnst. Pendelst Du hin und zurück jeweils nur 15 Minuten statt 1 Stunde, gewinnst Du 15 volle Tage pro Jahr bzw. 1,5 Jahre in Deinem Arbeitsleben.
  3. Apropos, der chinesische Philosoph Konfuzius empfahl schon vor 2500 Jahren: „Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.“ Da ich das selbst so erfahre, seit ich mich als Autor selbstständig gemacht habe, gebe ich in meinem Ratgeber „Das Minimalismus-Projekt – 52 praktische Ideen für weniger Haben und mehr Sein“ im Kapitel „Finde Deine Berufung und lebe sie“ konkrete Tipps zur Umsetzung.
  4. Steh früher auf (und schlafe am Vorabend entsprechend eher). Das ist der einfachste Weg, den Morgen ohne Hektik zu absolvieren. Wenn Dir das gelingt, bist Du besser gewappnet für den Tag, besonders wenn es ein Arbeitstag ist. Du gewöhnst Dich wahrscheinlich leichter daran, wenn Du schrittweise vorgehst. Stell Deinen Wecker Tag für Tag nur eine Minute zurück. So stehst Du nach einem Monat eine halbe Stunde eher auf, nach zwei Monaten eine ganze Stunde.
  5. Verbringe die Ferien zu Hause. Balkonien ist das nächstgelegene, minimalistischste, nachhaltigste und günstigste Urlaubsziel überhaupt. Mit meinen 7 Tricks klappt es mit dem Traumurlaub daheim – und das sogar ohne Balkon oder Terrasse.
  6. Verabschiede Dich von Geldsorgen. Minimalisten konsumieren mit Bedacht, zahlen weniger Instandhaltungs- und Folgekosten, verkaufen Dinge, die sie nicht benötigen, leben auf kleiner Wohnfläche, zahlen keine Kreditzinsen und lieben Second Hand, Repair Cafes & Co.
  7. Starthilfe zum Ausmisten nötig? Das Gewürzregal eignet sich hervorragend zum Üben. Räume das Regal leer und putze es wie auch die Dosen gründlich. Geh dann Gewürz für Gewürz durch. Du kannst alles entsorgen, was nicht mehr angenehm riecht oder schmeckt oder deutlich über dem Mindesthaltbarkeitsdatum liegt. Gewürze, die Du nicht magst, nie verwendest oder von denen Du mehrere Dosen hast, kannst Du an Freunden oder über Foodsharing verschenken. Die Gewürze, die bleiben dürfen, kommen – zum Beispiel nach Länderküchen sortiert – zurück ins Regal. Vielleicht kannst Du bei der Gelegenheit das eine oder andere Gewürz in ein schönes verschließbares Behältnis umfüllen und in Zukunft unverpackt nachkaufen.
  8. Gehe nicht mit der Mode, sondern kleide Dich zeitlos. So sparst Du viel Geld und Lebenszeit. Schon Oscar Wilde sagte mit spitzer Zunge: „Die Mode ist so hässlich, dass man sie alle sechs Monate ändern muss.“ Minimalismus im Kleiderschrank („Capsule Wardrobe“) ist ebenfalls Thema in meinem Minimalismus-Ratgeber, der am 2. September 2020 bei Gräfe und Unzer erscheint und bereits als Buch oder E-Book vorbestellt werden kann.
  9. Vermeide Rolltreppen und Aufzüge. Unter den alltagstauglichen Fitnessübungen ist das Treppensteigen besonders minimalistisch und effektiv. Es kostet nichts, kann fast überall trainiert werden und fördert die Gesundheit und Lebenserwartung. Studien zeigen, dass das Treppensteigen mit einem intensiven Sportprogramm zu vergleichen ist. In einer viertel Stunde verbrennst Du bis zu 225 Kilokalorien. Das ist mehr als beim Joggen.
  10. Trachte nicht ständig nach Neuem, sondern schätze, was da ist.
  11. Lebe Deinen Kindern Minimalismus vor. Starte also bei Dir selbst. Löse Dich vom Ballast. Konsumiere mit Bedacht. Reduziere die Anzahl der Verabredungen. So kriegst Du den Kopf frei und hast mehr Zeit für Deine Kinder. Das ist neben Liebe und Vertrauen das schönste Geschenk, das Du ihnen machen kannst. Außerdem nimmst Du dadurch eine Vorbildfunktion ein. Kinder lernen viel, indem sie ihre Eltern beobachten und nachahmen. Verbringst Du wenig Zeit vor Bildschirmen, wird es Deinen Kindern auch leichter fallen, achtsam mit Medien umzugehen.
  12. Wenn Du gestresst, überfordert, ausgebrannt, genervt, müde oder krank bist, gibt es eine Lösung: Weniger!
  13. Erstelle eine Einkaufsliste und versuche, Dich daran zu halten. Das ist einer der größten Hebel gegen Spontankäufe und das Zumisten, weil Du nur das kaufst, was Du wirklich benötigst. Bei Lebensmitteln kannst Du von dieser Regel abweichen, sofern Du lernst, mit vorhandenen Zutaten ohne Rezept etwas Schmackhaftes zu kochen (ähnlich der längst eingestellten Fernsehsendung „Kochduell“). Dann hältst Du im Bioladen oder auf dem Markt einfach nach Deinen Favoriten aus der Region und Saison Ausschau.
  14. Iss nur bis zu einem Sättigungsgrad von 80 Prozent. Die Bewohner der japanischen Insel Okinawa leben nach diesem Prinzip der Mäßigung, auch „Hara Hachi Bu“ genannt. Der Ernährungsstil ist mitverantwortlich dafür, dass auf Okinawa sowohl die Lebenserwartung als auch der Anteil der (gesunden) Hundertjährigen so hoch ist wie sonst nirgends auf der Welt.
  15. In manchen Haushalten wird das Leergut gehortet, als wäre das voll gut. In meiner Küche stehen zwei Tragetaschen, in denen ich Altglas und Pfandflaschen sammle. Sobald die Taschen voll sind, spaziere ich damit zum Altglascontainer und zur Pfandrückgabe.
  16. Manchmal ist Reden Blech und Schweigen Gold. Wer zu viel quasselt, dem hören andere weniger zu, weil es schwierig ist, aus den vielen Worten, diejenigen von Bedeutung herauszufiltern.
  17. Liebe Dich selbst. Warum das nichts mit Egoismus, aber viel mit Minimalismus zu tun hat, erfährst Du in diesem Gastartikel von Corinna Sonja Stenzel.
  18. Lege für jeden Gegenstand einen festen Platz fest. In den meisten Fällen bietet es sich an, ähnliche Gegenstände zusammen aufzubewahren. Die Schlüssel ans Board neben dem Eingang, die offenen Rechnungen in die Ablage, die bezahlten Rechnungen in den Ordner, die Medikamente ins Schränkchen, die Fernbedienungen auf den Couchtisch … Wenn Du Dir dann noch angewöhnst, etwas nach dem Gebrauch wieder an seinen festen Platz zu bringen, wirst Du nicht mehr danach suchen müssen. Das Aufbewahren am selben Platz hilft auch beim Ausmisten. Du bekommst einen Überblick über Deinen Besitz und kannst Dubletten und nicht mehr Benötigtes weggeben.
  19. Freu Dich über das kostenlose Fitnesstraining zu Hause: Staub saugen, Boden wischen, Fenster putzen, handwerkliche Arbeiten verrichten, Müll rausbringen, Rasen mähen …
  20. Das Schlafzimmer soll Entspannung, Erholung und Intimität fördern. Unruhe und Übermaß sind da fehl am Platz. Wenn Du anhand dieser Gedanken Dein Bett, das Nachtkästchen und den umliegenden Bereich umgestaltest, wird das die Stimmung und Atmosphäre positiv verändern. Das trägt zu einem gesunden und erholsamen Nachtschlaf bei.
  21. Benutze zum Ohrenputzen keine Wattestäbchen. Die meisten Menschen haben das ideale Ohrenputztool immer bei sich (in doppelter Ausführung, falls mal eines defekt ist): den kleine Finger.
  22. Lass Dich von den Minimalismus-ABC inspirieren, die schon von 15 Bloggern veröffentlicht wurden.
  23. Es gibt zahlreiche Songs, die vom einfachen Leben handeln. Hier drei auf Deutsch: „Glücklich mit nichts“ von Max Prosa, „Einfach sein“ von Willy Astor und „Leichtes Gepäck“ von Silbermond.
  24. Dein Leben ist kurz. Es hat sich schon wieder um einen paar Sekunden verkürzt, seit Du diesen Minimalismus-Tipp liest. Finde also heraus, was (für Dich) wichtig ist im Leben. Dann kannst Du Dich Tag für Tag darauf konzentrieren und wirst am Ende Deiner Tage nichts bereuen.
  25. Überlege gut, was Du alles ansammelst – sowohl in Deinen vier Wänden als auch in Deinem Oberstübchen. Denn am Ende gibt es im Sarg keine Regale und wird die Festplatte Gehirn gelöscht.

Die ersten 100 Minimalismus-Tipps findest Du hier, hier, hier und hier.

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Ist Minimalismus Luxus?

Ist Minimalismus Luxus? - Foto: Taryn Elliott von Pexels

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Dina Beier. Sie schreibt auf ihrem Blog richKind über das minimalistische Leben, unkomplizierte vegane Ernährung und Freiheit. Mit ihren Inhalten möchte Dina Menschen zu mehr Nachhaltigkeit und Selbstbestimmtheit inspirieren.

Minimalismus entsteht im Wohlstand

Kann sich jeder Minimalismus leisten oder ist das minimalistische Leben ein Konzept für Gutverdiener? Klar ist: Minimalismus entsteht im Wohlstand. Weniger besitzen und besessen werden, weniger Stress und weniger Erreichbarkeit sind Wünsche, die in einer Gesellschaft entstehen, die vom Überfluss geprägt ist.

Während meiner Studienzeit hatte ich nur wenig Geld. Viel Zeug hat sich bei mir über die Jahre trotzdem angesammelt. Hier auf Christofs Blog habe ich zum ersten Mal über Minimalismus gelesen. Danach habe ich angefangen, meinen Besitz zu reduzieren. Manches konnte ich verkaufen, einiges habe ich verschenkt. Das Ausmisten empfand ich als Befreiung.

Trotz meiner Geldsorgen habe ich damals freiwillig minimalistisch gelebt. Und auch heute ist es für mich eine freiwillige Entscheidung. Das unterscheidet mich von denjenigen, die einfach zu wenig finanzielle Mittel haben, um sich mehr als das Notwendigste zu leisten. Wer gezwungen ist, mit sehr wenig auszukommen, befindet sich in einer schwierigen Lage und hat wenig Entscheidungsfreiheit. Ein solcher erzwungener Minimalismus ist das Gegenteil einer bewusst gewählten Lebensweise und stellt für die Betroffenen eher eine Notlage dar. Insofern ist absichtlicher Minimalismus durchaus Luxus: Man muss es sich leisten können, bewusst auf bestimmte Dinge zu verzichten.

Verzichten, obwohl man es eigentlich nicht müsste. Verzichten, weil man verzichten will. Menschen, die sich für diese Lebensart entscheiden, haben die unterschiedlichsten Gründe:

  • Konsumverweigerung: sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren, ohne abgelenkt zu werden oder dem Kaufrausch zu verfallen
  • Umweltschutz: nur das kaufen, was man wirklich benötigt, um Müll und eine ökologische Belastung zu vermeiden
  • Ethik: Ausbeutung und Kinderarbeit werden abgelehnt und Empathie denjenigen gegenüber gezeigt, die einfach leben müssen
  • Freiheit und Freizeit: weniger Besitz bedeutet weniger Verpflichtungen und Kosten (für Aufbewahrung, Reparaturen, Reinigung etc.).
  • Selbstexperiment: wie geht es mir damit, wenn ich bewusst auf überflüssigen Konsum verzichte?
  • Persönlicher Geschmack: die einzelnen Gegenstände kommen in einer minimalistischen Wohnung oftmals besser zur Geltung, als in einer vollgestopften Bude

Minimalismus hat zwei Gesichter

Minimalismus ist ein Lebensstil. Minimalismus ist aber auch ein Trend, der seit einiger Zeit Facebook, Instagram & Co. erobert und immer mehr Menschen erreicht. Und das ist super und richtig so! Seit minimalistisch leben zum Trend geworden ist, gibt es allerdings auch Kritik an dieser Lebensweise. Denn so wie viele der spartanisch wirkenden, aber mit wenigen teuren Designerstücken eingerichteten Beispielwohnungen aus diversen Blogs und in den sozialen Medien präsentiert werden, sieht das nicht unbedingt nach einer bescheidenen Lebensweise aus. Es sieht halt nach einem Trend aus.

Dabei ist Minimalismus ein Statement. Er steht für mehr Nachhaltigkeit, Selbstbestimmtheit und Freiheit.

Der Unterschied zum Trend-Minimalismus, der sich auf hochpreisige Einzelstücke bezieht, liegt im bewussten und nachhaltigen Konsum. Indem Du Second Hand kaufst, Dinge ausleihst anstatt sie zu besitzen, Autos sparsam und kollektiv nutzt, ganz einfach weniger konsumierst als der Durchschnittseuropäer und dabei auch noch glücklich und zufrieden bist, zeigst Du: Ein gutes Leben mit weniger Konsum ist möglich und wirkt sogar befreiend. Wie meine eigenen Erfahrungen zeigen, ist Minimalismus kein Konzept für Gutverdiener. Im Gegenteil: Mit bewusstem Konsum und der Entscheidung für weniger kannst Du viel Geld sparen.

Weniger ist mehr – nicht nur für Privilegierte

Für viele beginnt es mit dem Entrümpeln von Gebrauchsgegenständen, Haushaltsgeräten oder Kleidung, die schon lange nicht mehr verwendet werden. Plötzlich erkennt man, dass die verkauften oder verschenkten Gegenstände nicht fehlen, sondern ganz im Gegenteil nach dem Ausmisten ein Gefühl der Entlastung und Befreiung eintritt. Es ist wieder mehr Platz vorhanden, die verbliebenen Dinge lassen sich übersichtlicher verstauen und auch optisch wirkt die Wohnung aufgeräumter und weniger überladen.

Das macht dann oft Lust auf mehr. Man beginnt darüber nachzudenken, was und wie viel man eigentlich wirklich benötigt und worauf man ohne Weiteres verzichten könnte. Fakt ist: Auch mit wenig finanziellen Mitteln kann man zu viel kaufen und zu viel besitzen. Wir neigen dazu, Dinge anzusammeln, die wir kaum oder gar nicht nutzen. Das beginnt schon bei der Bekleidung. Kaum jemand trägt alles, was im Schrank herumhängt.

Wer das entrümpelte Zeug nicht ständig nachkauft, spart außerdem eine Menge Geld – und es soll ja schließlich auch darum gehen, die verfügbaren finanziellen Mittel nicht für „unnötigen Luxus“ auszugeben, sondern für Dinge, die man selbst als sinnvoll empfindet.

Minimalismus: Luxus der besonderen Art

Luxus gibt es nicht nur im Außen, sondern auch im Innen. Luxus bedeutet nicht nur gigantische Villen, teure Autos und jede Menge Designerklamotten, sondern auch, sich wohl zu fühlen und sein Leben in vollen Zügen zu genießen. Luxus kann auch immateriell sein. Ohne Übermaß an Kleidung und anderen Kram, ohne jährliche Flugreisen, ohne Individualverkehr. Aber freiwillig – für mehr Zeit, Platz und innere Ruhe.

Nicht jeder empfindet viel Besitz als Luxus. Für manche ist diese Lebensart erdrückend. Und genau diese Menschen sind es, die zeigen, dass auch ein minimalistisches Leben Luxus ist. Denn sie sind glücklich, leben selbstbestimmt und beweisen, dass der Überfluss, den Luxus verkörpert, nicht immer materiell sein muss.

Minimalistisch zu leben ist Luxus pur! Nur eben eine ganz andere Facette von Luxus, als Du sie häufig aus den Medien gewohnt bist. Ob ein einfacher Lebensstil die passende Seite der Luxus-Medaille für Dich ist, kannst nur Du wissen. Sich dem Thema bescheidenes Leben zu widmen, lohnt sich jedoch. Ganz besonders mit wenig Geld im Portemonnaie. Denn dabei kannst Du viel über Dich und darüber lernen, was wirklich wichtig für Dich ist.

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Eigentlich war es im Mai wegen der Corona-Krise nicht erlaubt, Fernwanderungen oder Reisen zu unternehmen. Ich war trotzdem 20 Tage auf dem Fränkischen Gebirgsweg und habe immer eine Unterkunft gefunden. Und zwar ganz legal, weil ich geschäftlich unterwegs war, um für die zweite Auflage meines Wanderführers „Fränkischer Gebirgsweg“ zu recherchieren, die im nächsten Jahr im Bergverlag Rother erscheinen soll.

Die erste Auflage ist noch erhältlich. Du bekommst sie in jeder Bücherei (per Fernleihe, falls nicht vorrätig), in der Buchhandlung Deines Vertrauens oder online versandkostenfrei zum Beispiel bei Autorenwelt.

Der Deutsche Wanderverband hat den rund 435 Kilometer langen Fränkischen Gebirgsweg mit dem Prädikat Qualitätsweg Wanderbares Deutschland ausgezeichnet. Auch für mich zählt er zu den schönsten Fernwanderwegen Deutschlands.

Mit den folgenden Fotoimpressionen möchte ich Dir einen kleinen Einblick geben. Vielleicht ziehst Du eines Tages los, um den Frankenwald, das Fichtelgebirge, den Steinwald, die Fränkische Schweiz und die Hersbrucker Schweiz per pedes zu erkunden.

Der Fränkische Gebirgsweg startet an der Saale an der bayerisch-thüringischen Grenze. (Foto: Christof Herrmann)
Der Fränkische Gebirgsweg startet an der Saale an der bayerisch-thüringischen Grenze.
Die ersten beiden Etappen führen über den südöstlichen Rand des Frankenwalds. (Foto: Christof Herrmann)
Die ersten beiden Etappen führen über den südöstlichen Rand des Frankenwalds.
Wanderbuchautor ist schon ein harter Job. (Foto: Christof Herrmann)
Wanderbuchautor ist schon ein harter Job.
Blick vom ersten Fichtelgebirgsgipfel Großer Waldstein zurück zum Frankenwald. (Foto: Christof Herrmann)
Blick vom ersten Fichtelgebirgsgipfel Großer Waldstein zurück zum Frankenwald.
Von der Ruine Hirschstein hat man eine tolle Fernsicht. (Foto: Christof Herrmann)
Auch von der Ruine Hirschstein hat man eine tolle Fernsicht. Das gleiche Motiv – sechs Jahre zuvor aufgenommen – habe ich in der ersten Auflage des Wanderführers und in diesem Artikel für das trekking-Magazin verwendet.
Im Naturschutzgebiet Egertal. (Foto: Christof Herrmann)
Im Naturschutzgebiet Egertal.
An acht der 20 Tage begleitet mich ein Freund oder einer Freundin.(Foto: Christof Herrmann)
An acht der 20 Tage begleitet mich ein Freund oder einer Freundin.
Rund zwei Etappen ist der Fränkische Gebirgsweg auf Abwegen in der Oberpfalz. Er führt nach Waldsassen (im Bild die Stiftsbasilika zur blauen Stunde), durch das Stiftland und über das Mittelgebirge Steinwald.  (Foto: Christof Herrmann)
Rund zwei Etappen ist der Fränkische Gebirgsweg auf Abwegen in der Oberpfalz. Er führt nach Waldsassen (im Bild die Stiftsbasilika zur blauen Stunde), durch das Stiftland und über das Mittelgebirge Steinwald.
Das Stiftland wird auch als Land der tausend Teiche bezeichnet. (Foto: Christof Herrmann)
Das Stiftland wird auch als Land der tausend Teiche bezeichnet.
Die Platte ist mit 946 Metern der höchste Berg des Steinwalds. Auf dem Gipfel steht der Oberpfalzturm, von dem man zum Fichtelgebirge (im Bild) sowie zum Erzgebirge, zum Oberpfälzer Wald, zum Bayerischen Wald und zur Fränkische Alb schauen kann.(Foto: Christof Herrmann)
Die Platte ist mit 946 Metern der höchste Berg des Steinwalds. Auf dem Gipfel steht der Oberpfalzturm, von dem man zum Fichtelgebirge (im Bild) sowie zum Erzgebirge, zum Oberpfälzer Wald, zum Bayerischen Wald und zur Fränkische Alb schauen kann.
Die Route führt tatsächlich durch diese schmale und niedrige Felsspalte. (Foto: Christof Herrmann)
Die Route führt tatsächlich durch diese schmale und niedrige Felsspalte.
Fast immer ist der Fränkische Gebirgsweg vorbildlich markiert. (Foto: Christof Herrmann)
Fast immer ist der Fränkische Gebirgsweg vorbildlich markiert.
Vatertag stehe ich auf dem Nußhardt. Im Hintergrund zeigt sich der Fernmeldeturm auf dem Schneeberg, dem mit 1051 Metern höchsten Gipfel des Fichtelgebirges und Frankens. (Foto: Christof Herrmann)
Vatertag stehe ich auf dem Nußhardt. Im Hintergrund zeigt sich der Fernmeldeturm auf dem Schneeberg, dem mit 1051 Metern höchsten Gipfel des Fichtelgebirges und Frankens.
Am Fichtelsee ist es fei schee. (Foto: Christof Herrmann)
Am Fichtelsee ist es fei schee.
Silhouetten-Selfie auf dem Weißmainfelsen mit dem Ochsenkopf im Hintergrund. (Foto: Christof Herrmann)
Silhouetten-Selfie auf dem Weißmainfelsen mit dem Ochsenkopf im Hintergrund.
Die Schlehenmühle am Roten Main. (Foto: Christof Herrmann)
Die Schlehenmühle am Roten Main.
Im Forsthaus Kamerun ist noch niemand verhungert - auch Veganer nicht. (Foto: Christof Herrmann)
Im Forsthaus Kamerun ist noch niemand verhungert – auch Veganer nicht.
Mystische Holzskulptur am Wegesrand. (Foto: Christof Herrmann)
Mystische Holzskulptur am Wegesrand.
Moderne Kunst auf dem Tafelberg Neubürg in der nördlichen Fränkischen Schweiz. (Foto: Christof Herrmann)
Moderne Kunst auf dem Tafelberg Neubürg in der nördlichen Fränkischen Schweiz.
In Schönfeld stehen schöne Scheunen. (Foto: Christof Herrmann)
In Schönfeld stehen schöne Scheunen.
Grüner gehts nicht. (Foto: Christof Herrmann)
Grüner gehts nicht.
Das Kaiserbachtal ist ein Kleinod in der Fränkischen Schweiz. (Foto: Janine Simarek)
Das Kaiserbachtal ist ein Kleinod in der Fränkischen Schweiz.
Hollfeld überrascht mit einer hübschen Altstadt, einem Künstlerviertel und Terrassengärten mit mediterranem Charakter. (Foto: Christof Herrmann)
Hollfeld überrascht mit einer hübschen Altstadt, einem Künstlerviertel und Terrassengärten mit mediterranem Charakter.
Dieser Moment, wenn der bierliebende Mitwanderer nach 30 Kilometern vor der verschlossenen Brauereiwirtschaft steht. (Foto: Christof Herrmann)
Dieser Moment, wenn der bierliebende Mitwanderer nach 30 Kilometern vor der verschlossenen Brauereiwirtschaft steht.
Im idyllischen Püttlachtal vergisst man Zeit und Raum. (Foto: Christof Herrmann)
Im idyllischen Püttlachtal vergisst man Zeit und Raum.
Modern oder oldschool - was gefällt Dir besser? (Fotos: Christof Herrmann)
Modern oder oldschool – was gefällt Dir besser?
Der Fränkischer Gebirgsweg führt durch die 37 Meter lange Durchgangshöhle Klauskirche. (Foto: Christof Herrmann)
Der Fernwanderweg führt durch die 37 Meter lange Durchgangshöhle Klauskirche.
In und um Betzenstein gibt es viel zu entdecken. (Foto: Christof Herrmann)
In und um Betzenstein gibt es viel zu entdecken.
Die Fränkische Schweiz ist auch als Klettereldorado bekannt. (Foto: Christof Herrmann)
Die Fränkische Schweiz ist auch als Klettereldorado bekannt.
Blick zurück auf die Burg Hohenstein. (Foto: Christof Herrmann)
Blick zurück auf die Burg Hohenstein.
Weißt Du, warum Marienkäfer Glück bringen sollen? (Foto: Christof Herrmann)
Weißt Du, warum Marienkäfer Glück bringen sollen?
Am 20. Tag und mit Abstechern nach rund 500 Kilometern komme ich in Hersbruck in der Hersbrucker Schweiz an. (Foto: Christof Herrmann)
Am 20. Tag und mit Abstechern nach rund 500 Kilometern komme ich in Hersbruck in der Hersbrucker Schweiz an.
Das "Ankunftsbier" habe ich mir wohl verdient. (Foto: Christof Herrmann)
Das „Ankunftsbier“ habe ich mir wohl verdient.
Die erste Auflage meines Wanderführers "Fränkischer Gebirgsweg" ist noch erhältlich - in jeder Buchhandlung oder online zum Beispiel versandkostenfrei bei Autorenwelt.
Die erste Auflage meines Wanderführers „Fränkischer Gebirgsweg“ ist noch erhältlich – in jeder Buchhandlung oder online zum Beispiel versandkostenfrei bei Autorenwelt.

Noch mehr Fotos von meiner diesjährigen Tour findest Du in diesem Facebook-Album, weitere Infos und Berichte auf meiner Themen-Seite, auf der offiziellen Webseite sowie bei Happyhiker.

Bist Du schon den Fränkischen Gebirgsweg gegangen? Wie hat es Dir gefallen oder welcher Abschnitt würde Dich reizen? Ich freue mich über Deinen Kommentar.

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