Robin Pratap von ASANAYOGA

“Ich möchte mich auf das Wesentliche konzentrieren. Also ein gesundes, glückliches und bewusstes Leben führen”, nahm sich Robin Pratap nach nur drei Jahren Konzern-Job vor. Um diesen Wunsch zu verwirklichen, gründete er mit Pascal Klein im Herbst 2013 ASANAYOGA.DE. Die Erfolge können sich sehen lassen: Der Webshop läuft gut, der Blog hat über 70.000 Leser im Monat und hinzu kommt die größte und aktivste deutschsprachige Yoga-Facebook-Community.

Christof Herrmann: Robin, Du sagst, dass Du Dich auf das Wesentliche konzentrieren möchtest. Was ist das Wesentliche am Yoga?

Robin Pratap: Ich habe noch keine andere Möglichkeit entdeckt, die in dem Maße positiv auf Körper, Geist und Nerven wirkt wie Yoga. Es hilft dir dabei, dich von der Arbeit zu erholen und den stressigen Alltag zu entschleunigen. Jeder, der eine Weile Yoga macht, merkt bald, wie gut die Praxis der Gesundheit tut – sowohl der körperlichen als auch der psychischen. Du verbesserst dein Körperbewusstsein und kannst loslassen von den alltäglichen Aufgaben und Sorgen. Du erdest dich und verbindest dich mit dem “Ursprünglichen” in deinem Inneren, dem Wesentlichen eben. Dabei meine ich nicht nur die Asanas, also die klassischen Yogaübungen, sondern das ganzheitliche Yoga, welches Meditation, Atemtechniken und vielleicht sogar das Rezitieren von Mantras mit einbezieht.

Christof Herrmann: Wie kam es, dass innerhalb von 50 Jahren aus dem traditionellen indischen Yoga mit seinen Gurus und Doktrinen ein moderner westlicher Yoga entstand, den in Deutschland etwa rund drei Millionen Menschen praktizieren?

Robin Pratap: Es gab eine Reihe von westlichen Menschen, also aus den USA und Europa, die nach Indien gereist sind, dort die uralte Praxis des Yoga bei namhaften Yogis lernten und diese dann in unsere Kultur brachten. Viele Stile sind entstanden, indem Yoga an die Bedürfnisse und Fähigkeiten in unseren Kreisen angepasst wurde. Auch gab es schon relativ früh eine Menge prominente Leute, die auf Yoga schwören und durch Bilder und Gespräche unter ihre Fans trugen, die das dann ausprobiert und wieder weitergetragen haben. Ich denke, ein wesentlicher Aspekt für die Erfolgsgeschichte von Yoga ist die Gesundheit, die immer mehr im Mittelpunkt unserer westlichen Gesellschaft steht. Die sich zunehmend schneller werdende Welt weckt bei vielen den tiefen Wunsch nach Entschleunigung und der Konzentration auf sich selbst. Yoga ist der perfekte Weg, um innerlich und äußerlich wieder fit und robust zu werden.

Christof Herrmann: Wäre ich Single, würde ich mich ratzfatz in einem Yogakurs anmelden. 80 Prozent derer, die Yoga machen, sind Frauen!

Robin Pratap: Einige Statistiken gehen sogar von einem Anteil von 90 Prozent aus! Aber Tatsache ist, dass der Männeranteil stetig steigt. Laut einer Umfrage des Berufsverbands der Yogalehrenden in Deutschland vom vergangenen Jahr können sich 8 Prozent der Männer vorstellen, demnächst mit Yoga zu starten. Eigentlich ist es seltsam, dass der Männeranteil so gering ist, denn ursprünglich war Yoga ja eine Männerdomäne. Und sehr viele berühmte Yogalehrer sind männlich. Ich denke, das wird sich auch noch ändern. Denn auch Männer werden durch Yoga ausgeglichener und entspannter, gleichzeitig strafft und stählt sich der Körper, macht alle Muskeln geschmeidiger und flexibel. Und im Yogastudio ist ein Mann natürlich der Star – die Frauen dort wissen genau, welche Effekte die Praxis auf den Körper und die Beweglichkeit hat. Übrigens gibt es auch eine Menge interessante Asanas für Paare.

Christof Herrmann: Woran liegt es, dass Yoga eher Frauen anspricht?

Robin Pratap: Frauen setzen sich prinzipiell eher mit ihrer Gesundheit auseinander, achten mehr auf ihr Inneres und haben ein höheres Bewusstsein, was die Werte im Yoga betrifft, sie sind emotionaler und sensibler. Viele Männer haben auch etwas Angst vor der Praxis: Du musst deinen Körper dehnen, ihn auf der Matte an deine Grenzen bringen – und einige befürchten vielleicht, das nicht zu erreichen. Was natürlich Quatsch ist. Zudem gehört Yoga in unserer Kultur einfach noch nicht in die Riege der typischen Männerbeschäftigungen. Beste Motivation: Liebe Männer, schaut euch mal männliche Yogis an. Traumkörper, sensationell entspannt, in sich ruhend und selbstbewusst.

Christof Herrmann: Die traditionelle yogische Ernährung ist vegetarisch. Müsste sie nicht eigentlich sogar vegan sein?

Robin Pratap: Für viele Inder gehört es zu ihrer Kultur, kein Fleisch zu essen. Yoga und die damit verbundene Philosophie fördern vor allem eine bewusste Lebensweise, was das Essen natürlich mit einschließt. Dazu zählt eine gesunde, vielfältige und leichte Ernährung, die uns Energie gibt. Der Geist wird klarer, dein Körper fühlt sich rein und harmonisch an. Und natürlich spielen auch Aspekte wie Massentierhaltung, Klimawandel und Waldrodungen gewichtige Rollen. Yogisch zu leben heißt, sich gegen Gewalt zu entscheiden. Vegan lebende Menschen leben diese Einstellung konsequent weiter und vermeiden auf diese Weise eine Menge Leid.

Christof Herrmann: Wie ernährst Du Dich?

Robin Pratap: Ich selbst bin seit 15 Jahren Vegetarier. Vieles auf meiner alltäglichen Speisekarte ist ayurverdisch geprägt. Das hat vor allem mit meinem Elternhaus zu tun. Ich setze mich zudem immer mehr mit einem veganen Nahrungsstil auseinander. Mir ist vor allem wichtig, langsam, nachhaltig, bewusst und bunt zu essen.

Robin Pratap von ASANAYOGA: "Yogisch zu leben heißt, sich gegen Gewalt zu entscheiden. Vegan lebende Menschen leben diese Einstellung konsequent weiter."

Christof Herrmann: Pratap ist kein Künstlername und Du hast offensichtlich indische Wurzeln.

Robin Pratap: Ja, das stimmt. Mein Vater, dessen Nachnamen ich trage, stammt aus Indien, meine Mutter ist Deutsche. In Deutschland bin ich aufgewachsen. Ich habe die indische Kultur, die ich lebe, also nicht sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen, sondern meine Schwester und ich haben sie von meinem Vater vorgelebt bekommen. Dennoch bin ich sehr deutsch geblieben. Nach Indien reise ich hin und wieder. Ich liebe den Kontrast aus diesen zwei Welten. In Indien kann ich viel über Ayurveda und die hinduistische Spiritualität lernen, die sich auch immer wieder in der Yogapraxis findet.

Christof Herrmann: Yoga und Meditation bestimmen also schon lange Deinen Alltag, auch wenn Du erst vor anderthalb Jahren mit 28 Jahren ASANAYOGA gegründet hast?

Robin Pratap: Ich habe einige Stationen hinter mir, die aber alle zusammen zu meinem jetzigen Ziel geführt haben. Zunächst habe ich in Köln Werbung studiert und mit dem Bachelor abgeschlossen. Danach ging ich nach London und studierte “Nachhaltigkeit und Umwelt” bis zum Master. Es folgten ein längeres Praktikum in Indien in einer Werbeagentur, zwei Jahre Konzernerfahrungen im IT und dann erste Start-up-Tätigkeiten in den Bereichen IT und Marketing. Die Gründung von ASANAYOGA ist mein neuestes Projekt, das gleichzeitig meine Berufung ist. Ich denke aber, meine vergangenen Tätigkeiten haben mir gute und wichtige Erfahrungen gebracht, von denen ich jetzt profitiere.

Christof Herrmann: Yoga hilft sicher, eine Stunde lang den Alltag zu vergessen und wieder zu sich zu kommen. Doch dafür kann ich auch eine Stunde lang lesen oder joggen gehen. Fast interessanter finde ich also den Aspekt, das Lebensgefühl Yoga in den Alltag zu integrieren. Wie schafft man das?

Robin Pratap: Yoga ist ja nicht wie joggen, das man ein oder zweimal die Woche nach Feierabend macht. Wenn du Yoga praktizierst, ist das in der Regel weitaus ganzheitlicher. Du solltest Yoga nach einer Weile wie das tägliche Zähneputzen in deinen Alltag integrieren. Es ist das tägliche “Date” mit dir selbst, das Zurückziehen auf das Wertvolle in und an dir. Oft haben Yogis sogar einen festen “Yogaplatz” in ihrer Wohnung. Dort liegt die Yogamatte immer bereit, sodass sie morgens nach dem Aufstehen sowie nach Feierabend ein paar Minuten ihre Übungen machen können. Zwei- bis dreimal pro Woche im Yogastudio sind perfekt. Das muss aber jeder für sich herausfinden. Das Schöne am Yoga ist, dass du sehr schnell Fortschritte machst und die positiven Effekte spürst. Das motiviert natürlich sehr, weiterzumachen. Du siehst, Yoga wird schneller fast automatisch zum Teil des Alltags, als man denkt.

Christof Herrmann: Ich mache oft eine Achtsamkeitsübung, bei der ich versuche, Alltägliches wie Abwaschen als das in dem Moment Wichtigste und gar Einzige in meinem Leben anzunehmen. Darauf gebracht hat mich der buddhistischer Mönch und Schriftsteller Thích Nhất Hạnh, der einmal sagte “Ihr solltet Meditation üben beim Gehen, Stehen, Liegen, Sitzen und Arbeiten, beim Händewaschen, Abspülen, Kehren und Teetrinken, im Gespräch mit Freunden und bei allem, was ihr tut. Wenn ihr abwascht, denkt ihr vielleicht an den Tee danach und versucht, es so schnell wie möglich hinter euch zu bringen, damit ihr euch setzen und Tee trinken könnt. Das bedeutet aber, dass ihr in der Zeit, wo ihr abwascht, nicht lebt. Wenn ihr abwascht, muss der Abwasch das Wichtigste in eurem Leben sein. Und wenn ihr Tee trinkt, dann muss das Teetrinken das Wichtigste auf der Welt sein.”

Robin Pratap: Mir geht es ähnlich. Meine Achtsamkeitsübung ist die “Meditation der zwei Herzen”. Dabei geht es in erster Linie um eine bewusste und konzentrierte Atmung entsprechend fester Techniken. So schöpfe ich neue Energie, bin anschließend tief entspannt und fühle mich gekräftigt. Hilft übrigens auch bei Schlaflosigkeit.

Christof Herrmann: Meditation ist also immer und überall möglich. Und um Yoga zu machen, braucht man doch eigentlich nur bequeme Klamotten und eine ruhige Ecke. Euer Webshop ist trotzdem ein Erfolg. Was kaufen denn die Leute bei Euch so?

Robin Pratap: Für Yogaübungen ist eine Yogamatte unverzichtbar. Sie bietet dir eine weiche Unterlage, die deine Gelenke und Knochen schont, deine Bewegungen abfedert und dich gleichzeitig stützt. Als Hilfsmittel haben sich Yogablöcke aus Kork oder Schaumstoff sowie Yogagurte als sehr unterstützend bei vielen Asanas erwiesen – gerade am Anfang oder wenn du deine Haltungen vertiefen möchtest. Und da Yoga für die meisten ja zu einem Lebensgefühl gehört, sind die passenden Yogaklamotten inzwischen super beliebt geworden. Yoga ist ein Lifestyle, den Yogis gerne zeigen. Nicht nur sind sie an ihrer Yogamatte unterm Arm und dem Smoothie erkennbar, sondern auch an den Klamotten, die gut aussehen, gleichzeitig funktional sind und eine top Figur machen. Der Verkauf von hochwertigen Yogamatten und stylischen Yogakleidung aus unserem Shop ist daher besonders erfolgreich. Beliebt sind aber auch Schmuckstücke wie die MantraBands, die inspirierende Sprüche eingraviert haben. Das erinnert die Leute jeden Tag daran, was ihnen im Leben wichtig ist. Ich denke aber auch, dass unser Shop so erfolgreich ist, weil wir großen Wert auf eine faire, ökologisch und gesundheitlich unbedenkliche Herstellung der Sachen legen. Unser Plan ist, langfristig auch Ayurveda-Produkte, Super-Food und Wohnassecoires anzubieten.

Christof Herrmann: Kannst Du an dem, was die Leute bei Euch so kaufen und was sie in Eurem Blog und auf Facebook posten, Trends erkennen?

Robin Pratap: Yogis sind eine sehr anspruchsvolle Personengruppe. Yogakleidung soll nicht nur bequem und funktional sein, sondern auch sexy und trendy. Yogamatten sollen nicht nur funktional sein, sondern auch mit schönen Farben und Styles versehen sein. Ich finde das eine sehr positive Entwicklung, die sich meiner Ansicht nach gerade etabliert. Qualität vor Quantität, bewusstes Einkaufen statt Shopping rein nach Rabatten. Die Yogaszene wächst täglich, was sich etwa auch bei den zahlreichen Posts auf Facebook oder Instagram zeigt. Bei vielen Einsteigern stelle ich jedoch fest, dass die Yoga-Philosophie nicht so sehr im Mittelpunkt steht. Im Yogastudio werden, neben der klassischen Yogamusik, auch Technobeats eingespielt. Oft steht der Fitness-Aspekt im Vordergrund. Eine große Anhängerschaft haben Yogastile wie Power Yoga und Bikram Yoga – weil man hier gut und effektiv abnehmen kann.

Christof Herrmann: Welche Bücher, Filme und Blogs zum Thema (Meditation und) Yoga kannst Du mir und meinen Lesern empfehlen?

Robin Pratap: Wir haben in unserem Blog ein Special für Anfänger eingerichtet, in dem wir verschiedene Übungen vorstellen und erklären, auf was Einsteiger achten sollten und was sie von der Yogapraxis überhaupt haben. Eine Sammlung der beliebtesten und vielseitigsten Asanas ist unser E-Book “Yoga Übungen” mit Step-by-Step-Anleitungen, Zusatztipps und Erweiterungen. Empfehlen kann ich für alle Yogis zudem die Blogs Kaerlighed und Happy Mind Magazine und die großen Magazine Yoga Journal und YOGA Deutschland. Der Film “Kumaré” ist ziemlich interessant und handelt von einem falschen Propheten. Im Frühling 2015 erscheint zudem ein neuer Film namens “An den Ufern der heiligen Flüsse”, der sehenswert sein soll. Unser Traum ist bald eine eigene Doku zum Thema “Yoga around the world” zu starten! Also stay tuned, liebe Yogis!

Christof Herrmann: Vielen Dank für das Gespräch und Dir und ASANAYOGA alles Gute.

ASANAYOGA - Der Yoga Shop

Um keine Artikel zu verpassen, kannst Du Dich hier mit mir verbinden: Newsletter, RSS-Feed, Facebook, Twitter, Google+

Ich freue mich auch, wenn Du den Artikel mit Deinen Freunden teilst oder einen Kommentar hinterlässt.

{ 4 Kommentare }

Im letzten Jahr lag auf dem Alpenhauptkamm auch im August noch Schnee.

2014 lag auf dem Alpenhauptkamm auch im August noch viel Schnee.

In vier Monaten möchte ich abermals mit wenig Gepäck und viel Freude von Salzburg ans Mittelmeer wandern. Diesmal muss in meinem 32-Liter-Rucksack noch Platz für ein Tablet sein. Ich werde es jeden Abend mit Fotos, Wegbeschreibungen, Unterkunftsmöglichkeiten und weiteren Informationen füttern. Mein vierter Wanderführer wird die Alpenüberquerung Salzburg-Triest beschreiben.

Du musst nicht bis zur Veröffentlichung des Buchs im Frühjahr 2016 warten. Du kannst Dir den Traum einer Alpenüberquerung schon jetzt erfüllen! Heute beantworte ich die Frequently Asked Questions (FAQ), also die häufig gestellten Fragen zu dieser unvergesslichen Tour.

  1. Welche Route nimmt die Alpenüberquerung Salzburg-Triest?
  2. Wie lange bin ich unterwegs?
  3. Welche Anforderungen muss ich erfüllen?
  4. Gibt es einen Wanderführer, der die Route beschreibt?
  5. Kann ich Salzburg-Triest schon heuer komplett oder abschnittsweise laufen?
  6. Wann ist die beste Zeit für die Fernwanderung?
  7. Kann ich mich anderen Wanderern anschließen?
  8. Wer ist bei der Alpenüberquerung 2015 dabei?
  9. Wie erkenne ich unterwegs andere Salzburg-Triest-Wanderer?
  10. Wo finde ich weitere Informationen?

1. Welche Route nimmt die Alpenüberquerung Salzburg-Triest?

Die Alpenüberquerung Salzburg-Triest ist eine neue, sehr reizvolle Fernwanderung über die gesamten Ostalpen. Sie führt durch Österreich, Deutschland, Slowenien und Italien. Es werden in Nord-Südrichtung sieben Gebirgsgruppen überquert – die Berchtesgadener Alpen, die Salzburger Schieferalpen, die Goldberggruppe und die Kreuzeckgruppe in den Hohen Tauern, die Gailtaler Alpen, der Karnische Hauptkamm und die Julischen Alpen. Nachdem man in Tolmin das Hochgebirge hinter sich gelassen hat, geht es in Friaul-Julisch Venetien durch Mittelgebirgslandschaften, Weinanbaugebiete und Karst bis ans Mittelmeer.

2. Wie lange bin ich unterwegs?

Für die gesamte Tour musst Du mit vier Wochen rechnen. Es sind immerhin 500 Kilometer, über 25.000 Höhenmeter im Aufstieg und über 25.000 Höhenmeter im Abstieg zu bewältigen. Bist Du sehr fit und motiviert, kannst Du auch ein paar Tage früher ins Mittelmeer springen. Wem es genügt, die Alpen zu überqueren, nimmt sich drei Wochen frei und tritt in Tolmin die Rückreise an. Auch zuvor gibt es in den Tälern zwischen den Gebirgsgruppen Bus- und Bahnanschluss, so dass man die Fernwanderung gut auf mehrere Urlaube aufteilen kann. Betti, Mario und Ritschi, Nanni und Johann, Annette und Alexander sowie Peter machen das so. Sie starten heuer da, wo sie im letzten Jahr aufgehört haben.

Auf dem Weg zum Statzerhaus hat man einen unvergesslichen Blick zurück aufs Steinerne Meer.

Auf dem Weg zum Statzerhaus hat man einen unvergesslichen Blick zurück aufs Steinerne Meer.

3. Welche Anforderungen muss ich erfüllen?

Die Alpenüberquerung Salzburg-Triest stellt durchaus beachtliche Anforderungen an die Fitness, die Kondition und die Einstellung des Wanderers. Auch wenn Du die Etappen individuell planen kannst, wirst Du meist sechs bis acht Stunden gehen und über 1.000 Höhenmeter auf- und wieder absteigen. Da es immer wieder durch hochalpines Terrain geht, musst Du zudem schwindelfrei und trittsicher sein. Kurze Abschnitte sind mit Stahlseilen versichert. Klettersteigpassagen sind jedoch nicht dabei. Die anspruchsvollsten Etappen finden sich in der Kreuzeckgruppe (von der Hugo-Gerbers-Hütte zur Feldnerhütte) und in den Julischen Alpen (von der Berghütte Poštarski dom zur Berghütte Pogačnikov dom und von der Pogačnikov dom zur Berghütte Koča na Doliču). Es ist zwar möglich, diese Etappen zu umgehen, allerdings verpasst Du dann unberührte spektakuläre Gebirgslandschaft.

4. Gibt es einen Wanderführer, der die Route beschreibt?

Nein, noch nicht. Mein Wanderführer “Alpenüberquerung Salzburg-Triest” erscheint erst im Frühjahr 2016 im Bergverlag Rother. Für die finalen Recherchen bin ich diesen Sommer ein drittes Mal vom Mirabellgarten bis zur Piazza dell’Unità d’Italia unterwegs.

Auch auf der Alpenüberquerung 2015 werden uns solche Momente beglücken.

Auch auf der Alpenüberquerung 2015 werden uns solche Momente beglücken.

5. Kann ich Salzburg-Triest schon heuer komplett oder abschnittsweise laufen?

Ja. Ich habe ein PDF mit der genauen Route und den wichtigsten Informationen wie die Übernachtungsmöglichkeiten und das benötigte Kartenmaterial erstellt. Hinterlasse einfach eine entsprechenden Kommentar oder schreibe mir eine E-Mail, wenn Du das Dokument bekommen möchtest.

6. Wann ist die beste Zeit für die Fernwanderung?

Der gesamte Weg ist in der Regel von Anfang Juli bis Mitte September gut begehbar. In dieser Zeit sind alle Hütten auf der Route geöffnet und ist Schneefall auch in den Hochlagen über 2.000 m eher selten. Je nachdem, wieviel Schnee noch oder schon liegt und wann die Hütten aufmachen bzw. schließen, können manche Gebirgsgruppen bereits ab Mai und bis in den Oktober überquert werden. Die Strecke von Tolmin nach Triest kann zu jeder Jahreszeit absolviert werden.

Die Poštarski dom in den Julischen Alpen zählt zu meinen Lieblingshütten.

Die Poštarski dom in den Julischen Alpen zählt zu meinen Lieblingshütten.

7. Kann ich mich anderen Wanderern anschließen?

An jedem Sonntag im Juli und August treffen sich die Salzburg-Triest-Wanderer um 10 Uhr im Mirabellgarten in Salzburg (Eingang Rainerstraße, Höhe Franz-Josef-Straße), um ganz unverbindlichen gemeinsam zu starten. Es spielt keine Rolle, ob Du nur ein paar Etappen gehst oder bis ans Mittelmeer möchtest. Natürlich sollte jeder selbstständig sein und eigene Karten mitnehmen. Denn ob sich eine Wandergruppe auf Dauer bildet, man sich nur abends am Tagesziel sieht oder Du bald alleine gen Süden marschierst, steht in den Sternen.

8. Wer ist bei der Alpenüberquerung 2015 dabei?

Obwohl es bis zum Sommer noch etwas hin ist, haben einige Salzburg-Triest-Wanderer ihren Starttermin schon festgelegt. Ich bin mir sicher, dass wir diesmal mehr sind als 2013 (Stephi und ich) und 2014 (etwa 25, darunter sechs, die die gesamte Tour gemacht haben). Teile mir einfach Deine Pläne mit und ich trage Dich unverbindlich in die folgende Liste (Stand 20.3) ein. Auf Wunsch kann ich E-Mail-Kontakt zwischen den Startern eines bestimmten Tags herstellen.

  • Sonntag, 5.7: Max (ab Salzburg, ca. 2 Wochen)
  • Sonntag, 12.7: Christof (Salzburg bis Triest, ca. 4 Wochen), Katharina (Salzburg bis Tarvisio, ca. 16 Tage), Stephan (ab Salzburg, so weit Geld, Zeit und Kondition reichen)
  • Donnerstag, 16.7: Heidi & Gottfried (ab Bad Reichenhall, ab Maria Alm / 6. Etappe auf Route Salzburg-Triest, ca. 3 Wochen)
  • Sonntag, 19.7: Burkhard (Salzburg bis Triest, ca. 4 Wochen)
  • Sonntag, 26.7: Christoph (ab Salzburg, “so weit die Füße tragen”)
  • Freitag, 31.7: Joachim & 5 Freunde (Salzburg-Triest, 4 Wochen)
  • Sonntag, 2.8: Betti, Mario & Ritschi (ab Salzburg, ca. 10 Tage)
  • Mittwoch, 5.8: Susi & Michael (ab Karnischer Hauptkamm bis Triest, ca. 2 Wochen)
  • Sonntag, 9.8: Peter R. + 1 (Salzburg bis Tolmin oder Triest)
  • Samstag, 15.8: Christian & seine Jungs Jesse (12), Eddie (14), Paul (16) (ab Salzburg, ca. 14 Tage)
  • Sonntag, 16.8: Kaya & Jonas (Salzburg-Triest, 4 bis 5 Wochen), Peter F. (ab Maria Alm / 6. Etappe, ca. 14 Tage)
  • Samstag, 22.8: Monika & Mike (ab Berchtesgaden / 3. Etappe, ca. 12 Tage)
  • Sonntag, 23.8: Anja (Salzburg bis Tolmin oder Triest, 3 bis 4 Wochen)
  • Termin noch unklar: Mario (Salzburg-Triest), Annette & Alexander (ab Rauris / 8. Etappe, ca. 7 Tage), Nanni & Johann (ab Stall / 11. Etappe, ca. 10 Tage) …
Jeden Sonntag im Juli und August starten Alpenüberquerer in Salzburg.

Jeden Sonntag im Juli und August starten Alpenüberquerer in Salzburg.

9. Wie erkenne ich unterwegs andere Salzburg-Triest-Wanderer?

Unser Erkennungszeichen ist ein rotes Band oder Schleifchen, das hinten am Rucksack angebracht wird. Rot ist die gemeinsame Farbe der Flaggen von Österreich, Deutschland, Slowenien und Italien.

10. Wo finde ich weitere Informationen?

Auf der Themenseite zur Alpenüberquerung Salzburg-Triest findest Du alles Wissenswertes, z. B. die Fotoimpressionen und Tagesberichte meiner ersten beiden Touren, eine Packliste, einen 6-seitigen Artikel im trekking-Magazin sowie Tipps, wie Du in sechs Wochen fit für Deine Alpenüberquerung 2015 wirst.

Ein rotes Schleifchen ist das Erkennungszeichen der Salzburg-Triest-Wanderer.

Ein rotes Schleifchen ist das Erkennungszeichen der Salzburg-Triest-Wanderer.

Um keine Artikel zu verpassen, kannst Du Dich hier mit mir verbinden: Newsletter, RSS-Feed, Facebook, Twitter, Google+

Ich freue mich auch, wenn Du den Artikel mit Deinen Freunden teilst oder einen Kommentar hinterlässt.

{ 65 Kommentare }

Zeit und Nerven sparen mit Hilfe einer minimalistischen E-Mail-Routine

“Der einfachste Weg Einfachheit zu erreichen, führt über gut durchdachtes Weglassen.” (John Maeda, US-amerikanischer Designer und Informatiker, *1966)

Seit ich vor gut zwei Jahren mit Einfach bewusst an den Start ging, stieg die Bekanntheit meines Blogs stetig an. Mittlerweile habe ich 100.000 Seitenaufrufe pro Monat, 5.000 Newsletter-Abonnenten und 5.000 Facebook-Follower. Im Zuge dessen bekam ich auch stetig mehr E-Mail-Anfragen. Trotzdem beantworte ich jede einzelne davon. Ohne meine minimalistische E-Mail-Routine wäre das kaum möglich.

Aus fünf E-Mail-Accounts werden zwei

Fünf E-Mail-Adressen, ellenlange Antworten, Dutzende Ordner, die übliche Spam-Flut und hunderte Anhänge, die ich irgendwann einmal lesen oder anschauen wollte – vor ein paar Jahren verbrachte ich mehr Zeit mit dem Mailen als heute, obwohl Einfach bewusst erst als vage Idee in meinem Kopf existierte.

In einem ersten Schritt trennte ich mich von drei meiner fünf E-Mail-Adressen. Ich nutze nur noch einen geschäftlichen Account (für den Blog und meine Buchprojekte) und einen privaten Account. Diese Trennung ist mir wichtig.

Mit Thunderbird frei wie ein Vogel

Danach reduzierte ich die Anzahl der Ordner in meinem Open-Source-E-Mail-Programm Mozilla Thunderbird. Heute habe ich lediglich zwei selbst angelegte Ordner. In den Ordner “aufheben” kommen alle Nachrichten, die ich eines Tages wieder brauchen könnte. Der zweite Ordner enthält alle Newsletter, die ich bisher verschickt habe.

Anstelle wie früher ewig in Ordnern und Unterordnern nach einer E-Mail zu kramen, nutze ich die Suche und die wertvolle “Liste filtern”-Funktion, die schnell ans Ziel führen.

Den Kampf gegen die E-Mail-Flut gewonnen

Mit ein paar simplen Maßnahmen konnte ich die tägliche E-Mail-Flut einschränken. Ich habe mich aus allen Newslettern ausgetragen, die ich nicht regelmäßig lese; habe die meisten Benachrichtigungen von meinem Blog, den Social Media und anderen Portalen deaktiviert; nutze den Spam-Filter und lege selbst regelmäßig Filter an, die E-Mails von unerwünschten Absendern und Domains und bestimmten Inhalten automatisch löschen. Papierkorb und Junk-Ordner sind so konfiguriert, dass sie sich beim Verlassen des Programms leeren.

Ich habe mir angewöhnt, meine E-Mails nur dreimal am Tag abzurufen: Morgens nach dem Starten meines Laptops, mittags nach dem Essen sowie spätnachmittags bevor ich den Rechner wieder ausschalte. In der restlichen Zeit ist mein E-Mail-Programm geschlossen, so dass ich fokussiert schreiben bzw. meine Freizeit genießen kann.

Nachdem ich eine E-Mail gelesen habe, bearbeite ich sie umgehend. Ich beantworte sie, falls nötig, und verschiebe sie in den “aufheben”-Ordner oder lösche sie. Das spart Zeit, da ich mich später nicht mehr darum kümmern muss. Meist schaut mein Posteingang so sauber wie im Screenshot zu Beginn dieses Artikels aus und erinnert mich an meinen minimalistischen Desktop.

Mein Smartphone ist so konfiguriert, dass neue E-Mails nicht angezeigt werden. Falls es doch einmal nötig ist, kann ich sie natürlich abrufen. Gleiches gilt für mein Tablet, das ich auf Fernwanderungen, etwa auf dem Fränkischen Gebirgsweg, verwende.

Einfach mal Fresse halten, Christof

Eine E-Mail ist immer noch eine E-Mail und kein Sachbuch oder Roman. Ich habe lange gebraucht, das zu verinnerlichen. Und auch heute muss ich mich immer wieder zwingen, auf den Punkt zu kommen. Manchmal sage ich mir sogar: “Einfach mal Fresse halten, Christof!” Wenn alles gesagt ist, darf eine Nachricht unbeantwortet im Papierkorb verschwinden.

Übrigens hat sich die Anzahl der E-Mails (die meiner Blogleser ausgenommen) allein durch die Tatsache reduziert, dass ich mein Leben vereinfacht habe. Minimalismus verschiebt den Fokus von Werbung, Konsum und Sachen haben (was immer auch E-Mails generiert) auf Sachen machen, von Rückenschmerzen durch langes Sitzen auf Rücken stärken durch lange Wanderungen und von Online-Korrespondenz auf Offline-Gespräche.

In 11 Schritten zur minimalistischen E-Mail-Routine

Auch Du kannst Zeit und Nerven sparen, indem Du eine minimalistische E-Mail-Routine entwickelst. Passe sie an Deine Bedürfnisse an. Die folgenden Tipps helfen Dir dabei.

  1. Trenne Dich von möglichst vielen E-Mail-Accounts. Meist reicht eine geschäftliche und eine private Adresse aus.
  2. Weniger Ordner bedeuten mehr Übersicht. Eine alte E-Mail findest Du am schnellsten mit Hilfe der Suche oder der Filter-Funktion.
  3. Trage Dich aus allen Newslettern aus, die Du nicht liest. Das gilt auch für meinen. Den Austragen-Link findest Du am Ende des Newsletters.
  4. Lass Dir nur die wirklich wichtigen Benachrichtigungen von den Social Media und anderen Portalen schicken.
  5. Nutze den Junk-Filter und lege eigene Filter an. Unerwünschte E-Mails bekommst Du so gar nicht zu Gesicht, da sie automatisch gelöscht werden.
  6. Rufe Deine E-Mails wenige Male am Tag ab. Auch im Job reicht es in vielen Fällen, früh, mittags und vor dem Feierabend das E-Mail-Programm zu starten. So wirst Du gezielter und mit weniger Stress arbeiten.
  7. Bearbeite eingehende E-Mails möglichst sofort. Das spart Zeit (da Du die Nachricht später nicht nochmal öffnen musst) und Nerven (da Dein Postfach schön aufgeräumt bleibt).
  8. Schreibe so ausführlich wie nötig und so knapp wie möglich. “Wer’s nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er’s klar sagen kann”, riet der österreichisch-britische Philosoph Karl Popper einmal.
  9. Habe keine Angst davor, eine Korrespondenz zu beenden. Öfter als gedacht, ist alles schon gesagt.
  10. Smart ist, wer die minimalistische E-Mail-Routine auch auf dem Smartphone und Tablet anwendet.
  11. Offline ist das neue Online. Vieles kann man besser am Telefon oder in einem persönlichen Gespräch klären.

Und wie schaut Deine (minimalistische) E-Mail-Routine aus? Hast Du weitere Tipps, wie man Zeit und Stress beim Mailen sparen kann?

Um keine Artikel zu verpassen, kannst Du Dich hier mit mir verbinden: Newsletter, RSS-Feed, Facebook, Twitter, Google+

Ich freue mich auch, wenn Du den Artikel mit Deinen Freunden teilst oder einen Kommentar hinterlässt.

{ 27 Kommentare }

Gelesen im Februar: Buddha räumt auf, Andreas Altmann, Immer schon vegan …Welch toller Lesemonat! Bis auf eine Ausnahme haben mir alle Bücher große Freude bereitet.

So soll es zum ersten Mal seit neun Monaten wieder zwei Bücher des Monats geben. In der Kategorie “Fach- und Sachliteratur” ist das der Minimalismus-Ratgeber “Buddha räumt auf – Wie man mit weniger glücklich wird” von Regina Tödter, in der Kategorie “Belletristik” Andreas Altmanns “Im Land der Regenbogenschlange – Unterwegs in Australien”.

Fach- und Sachliteratur

  1. Buddha räumt auf – Wie man mit weniger glücklich wird von Regina Tödter (Erscheinungsjahr: 2015, meine Bewertung: 4,5 von 5 Sternen)
    “Zu viele Leute geben Geld aus, das sie nicht verdient haben, um Dinge zu kaufen, die sie nicht wollen, um Leute zu beeindrucken, die sie nicht mögen”, sagte der US-Komiker Will Rogers einmal. Auch auf der Arbeit, in der Freizeit, auf dem Teller und im Urlaub muten wir uns viel zu viel zu. Ganz zu schweigen davon, dass wir ständig online und erreichbar sind. Die Kultur- und Religionswissenschaftlerin Regina Tödter hatte vor zwei Jahren genug von der Maßlosigkeit. Sie reduzierte ihren Besitz von den üblichen 10.000 Gegenständen auf 300 Gegenstände und fand ihr Glück im Minimalismus, im Urbanen Gartenbau und in Sharing Communities. In ihrem gerade erschienenen Buch gibt sie zahlreiche Ratschläge, wie auch wir unser Leben in allen Bereichen entrümpeln können und “Wie man mit weniger glücklich wird”. Prominente Unterstützung bekommt Regina Tödter dabei von Buddha, der schon vor 2500 Jahren Vorbild für ein einfaches und achtsames Leben war.
  2. Immer schon vegan – Traditionelle Rezepte aus aller Welt von Katharina Seiser (2015, 4 Sterne)
    Schöne Idee: Die österreichische Autorin Katharina Seiser hat über 70 traditionelle vegane Rezepte aus rund 25 Ländern zusammengetragen und in einem sehr liebevoll gestalteten Kochbuch veröffentlicht. Alle Gerichte, die ich nachgekocht habe – darunter Guacamole aus Mexiko, Kürbis-Curry mit Kokos-Roti aus Sri Lanka und Spinat mit Kichererbsen aus Spanien -, sind mir gelungen und haben Stephi und mir geschmeckt. Einziges Manko: Für viele der Rezepte benötigt man Zutaten, die aus fernen Ländern kommen und es nicht in jedem Supermarkt gibt.
  3. No-Budget-Marketing von Alois Gmeiner (2010, 2 Sterne)
    “Die besten Werbemittel für leere Kassen”, “Die weltbeste und die zweitbeste No-Budget-Kampagne”, “Die sechs goldenen Werbetipps!” – Alois Gmeiner verspricht viel und hält wenig. Die für mich und mein “Schreib-Business” neuen Tipps passten auf ein halbes DIN-A4-Blatt.

Belletristik

  1. Im Land der Regenbogenschlange – Unterwegs in Australien von Andreas Altmann (2008, 4,5 Sterne)
    2007 radelte ich ein halbes Jahr durch Australien und lernte ich die grandiose Landschaft und die herzlichen Menschen schätzen. Andreas Altmann war zur gleichen Zeit auch “Im Land der Regenbogenschlange”. Mit der Natur hat der vielleicht beste lebende deutsche Reiseautor nicht viel am Hut. Er ist an den Geschichten der Menschen interessiert, die er unterwegs trifft. Etwa die vom Aborigine Jeffrey, der Milliardär wäre, würde er nur sein Land an die Ölmultis verkaufen; die der Inderin Inne, die mit ihrem niederländischen Mann nach Australien auswanderte, spielsüchtig wurde und Hab, Gut und Gatten verlor; die von Fred und seinen ex-kriminellen Preisboxern oder die von Jacob G. Rosenberg, der als einziger seiner Familie Auschwitz überlebte, in Australien eine neue Heimat fand und preisgekrönter Schriftsteller wurde. 
  2. Herr und Hund – Ein Idyll von Thomas Mann (1919, 4,5 Sterne)
    “Herr und Hund” zählt zu Thomas Manns weniger bekannten und längsten Erzählungen. Er setzte damit nicht nur seinem Hühnerhundmischling Bauschan ein literarisches Denkmal, sondern veröffentlichte auch einen der feinfühligsten Texte über Hunde und deren Besitzer.

Könnte “Buddha räumt auf” oder “Im Land der Regenbogenschlange” etwas für Dich sein? Welches Buch kannst Du mir und meinen Lesern empfehlen?

Um keine Gelesen-Artikel zu verpassen, kannst Du Dich hier mit mir verbinden: Newsletter, RSS-Feed, Facebook, Twitter, Google+

{ 22 Kommentare }

Mein zweites Buch "Biergartenwanderungen Franken": 22 Touren zu 82 Biergärten und Bierkellern

“Für das kommende Frühjahr kann ich diesen Wegweiser zu den schönsten fränkischen Biergärten jedem Wanderer wärmstens empfehlen.” (Die Fränkische Alb, Zeitschrift des Fränkischen Albvereins)

Mein zweiter Wanderführer “Biergartenwanderungen Franken” ist im Heinrichs-Verlag erschienen. Er ist – wie bereits “Biergartenwanderungen Fränkische Schweiz” – in Zusammenarbeit mit meinem Vater entstanden. Genauer gesagt haben wir das Buch für die 7. Auflage 2015 komplett überarbeitet und erweitert.

Auf 196 Seiten und 22 Wanderungen (ver)führen wir zu 82 Biergärten und Bierkellern. Jede Tour wird mit einleitenden Worten, einer Info-Box, einem Kärtchen, einer Wegbeschreibung, Beschreibungen der Biergärten, Bierkeller und Brauereigasthöfe sowie zahlreichen Bildern vorgestellt. Reichlich Inhalt für 10 Euro, oder?

Schwerpunkt des Wanderführers ist Oberfranken. Hier gibt es die größte Brauereidichte der Welt und eine unglaubliche Vielfalt an schönen Einkehrmöglichkeiten. Wir haben aber darauf geachtet, dass es nur wenige Überschneidungen zu Biergartenwanderungen Fränkische Schweiz gibt, damit sich für Vielwanderer beide Bücher lohnen.

Inhaltsverzeichnis von "Biergartenwanderungen Franken"

Inhaltsverzeichnis von “Biergartenwanderungen Franken” (Zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Zur Einstimmung kannst Du Dir auf Einfach bewusst die Fotoimpressionen von zwei Touren aus “Biergartenwanderungen Franken” anschauen: 1000-Höhenmeter-Rundweg um Pommelsbrunn in der Hersbrucker Schweiz und Höhlen und Aussichtsfelsen im Herzen der Fränkischen Schweiz.

Noch ein Hinweis für Vegetarier und Veganer: Franken ist auf dem Land fest in der Hand von Fleisch- und Wurstessern. Für Vegetarier gibt es immerhin Optionen wie Käseplatte oder Ziebeleskäs. Dass Veganer ebenfalls Hunger und Geld haben, ist bei den meisten Wirten noch nicht angekommen. Die dreifache Rettung kommt sogleich: Erstens ist deutsches Bier grundsätzlich vegan. Zweitens sind sieben Bier auch ein Schnitzel. Und drittens hat sich die Tradition, dass der Gast seine Brotzeit in den Biergärten oder auf den Bierkellern selbst mitbringen darf und nur die Getränke bestellt, in Bierfranken bis heute weitgehend erhalten.

Die wichtigsten Daten zu meinem zweiten Wanderführer:
Biergartenwanderungen Franken
von Christof Herrmann und Helmut Herrmann
Heinrichs-Verlag
7. komplett überarbeitete und erweiterte Auflage 2015
ISBN 9783898891653
196 Seiten
10,00 EUR

Weitere Infos und Pressestimmen findest Du auf der Seite Meine Wanderbücher.

"Biergartenwanderungen Franken": Einleitung, Info-Box und Kärtchen zur Wanderung 8

Einleitung, Info-Box und Kärtchen zur Wanderung 8 (Zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Um keine Artikel zu verpassen, kannst Du Dich hier mit mir verbinden: Newsletter, RSS-Feed, Facebook, Twitter, Google+

Ich freue mich auch, wenn Du den Artikel mit Deinen Freunden teilst oder einen Kommentar hinterlässt.

{ 9 Kommentare }