Rosenkohl-Kartoffel-Pfanne mit rotem Ahornsirup

Rosenkohl-Kartoffel-Pfanne mit rotem Ahornsirup

Vegan, vollwertig, glutenfrei, nachhaltig – Zeit: 40 Min. – Schwierigkeit: leicht

Rosenkohl liefert in der kalten Jahreszeit wichtige Nährstoffe. Die blassgrünen Röschen zählen zu den ballaststoff- und eiweißreichsten Gemüsesorten und sind besonders reich an Vitamin C, Vitamin K, Eisen, Folsäure, Kalium und Zink.

Blöd nur, dass kaum ein Gemüse so unbeliebt wie Rosenkohl ist. Das liegt an dem herben, leicht bitteren Geschmack und daran, dass in den meisten Rezepten zu lange Garzeiten angegeben sind.

Ich habe mehrere Herbst und Winter experimentiert. Nun wagen ich mich mit meiner Rosenkohl-Kartoffel-Pfanne in die Öffentlichkeit. Der Clou ist der rote Ahornsirup, der dem Gericht eine fruchtig-karamellige Note verleiht und den deftigen Kohlgeschmack mildert.

Für 4 Portionen:
1 kg festkochende Kartoffeln
500 g Rosenkohl
3 EL Olivenöl
1 Zwiebel
8 getrocknete Tomaten
2 EL Kürbiskerne
1 ½ EL Tomatenmark
3 EL Ahornsirup
Salz
Pfeffer
1 Handvoll Basilikumblätter

Rosenkohl-Kartoffel-Pfanne mit rotem Ahornsirup

  1. Die Kartoffeln am besten schon am Vortrag in Salzwasser knapp gar kochen, schälen und in Scheiben schneiden.
  2. Die Rosenkohl-Röschen waschen und von unansehnlichen Blättern befreien. Den Strunk jeweils kreuzweise einschneiden, damit dieser gleichmäßig mitgart. Große Röschen halbieren. Dann den Rosenkohl in Salzwasser 7  bis 8 Minuten kochen. In ein Sieb geben und gut abtropfen lassen.
  3. Die getrockneten Tomaten 20 Minuten in heißem Wasser einweichen (dieser Schritt entfällt, wenn sie in Öl eingelegt sind), in ein Sieb geben und in Streifen schneiden.
  4. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Kartoffelscheiben anbraten.
  5. Die Zwiebel schälen, fein hacken und dazugeben.
  6. Die Tomatenstreifen, Rosenkohl-Röschen und Kürbiskerne ebenfalls hinzufügen. Alles noch ein paar Minuten anbraten.
  7. Das Tomatenmark mit dem Ahornsirup verrühren, über die Rosenkohl-Kartoffel-Pfanne träufeln und vorsichtig unterheben.
  8. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  9. Die Basilikumblätter waschen und in Streifen geschnitten auf das Gericht geben.

Tipp:

  • Ahornsirup hat einen karamelligen, leicht nussigen Geschmack. Bereite die Rosenkohl-Kartoffel-Pfanne doch mal mit einem anderen Sirup zu. Notfalls kann man das Tomatenmark-Ahornsirup-Gemisch auch mit Ketchup ersetzen.

Guten Appetit!

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Weniger ist mehr - Was Minimalisten darunter verstehen

Weniger Angst, mehr Mumm.
Weniger Beruf, mehr Berufung.
Weniger Chaos, mehr Ordnung.
Weniger drinnen, mehr draußen.
Weniger einkaufen, mehr Zeit haben.
Weniger Fast Food, mehr Slow Food.
Weniger Geldsorgen, mehr Unabhängigkeit.
Weniger Haben, mehr Sein.
Weniger in die Ferne fliegen, mehr fernwandern.
Weniger jammern, mehr anpacken.
Weniger Konsumpf, mehr Nachhaltigkeit.
Weniger laut, mehr leise.
Weniger Multitasking, mehr Achtsamkeit.
Weniger Neuware, mehr selber machen.
Weniger online, mehr offline.
Weniger Perfektionismus, mehr Mut zur Lücke.
Weniger quasseln, mehr zuhören.
Weniger rumfahren, mehr gehen.
Weniger surfen, mehr lesen.
Weniger Tierleid, mehr Pflanzenkost.
Weniger Unzufriedenheit, mehr Ausgeglichenheit.
Weniger verstauen, mehr verschenken.
Weniger Werbung, mehr Selbstfürsorge.
Weniger Xanthippe, mehr Liebling.
Weniger Yacht, mehr Paddelboot.
Weniger Zucker, mehr Obst.

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Fotoimpressionen: Entschleunigen auf Usedom

Wer meinen Blog schon länger liest, weiß, dass ich am liebsten beim Wandern und Fernwandern entschleunige. In dem Artikel „32 Dinge, die ich beim Fernwandern gelernt habe“ bezeichne ich das Wandern als „mobile Mediation“. So kommt es nicht von ungefähr, dass meine 20 bisher veröffentlichten Fotoimpressionen auf Tages- und Mehrtagestouren entstanden.

Mitte September war ich ein paar Tage auf Usedom. Die zweitgrößte Insel Deutschlands ist kein Wanderparadies. Diesmal musste ich also auf andere Art entschleunigen. Und das ging so: Beim Lesen im Strandkorb, beim Einatmen der Ostseeluft, auf kurzen Spaziergängen am Strand und beim Kochen in der Ferienwohnung.

Ich habe Dir ein paar Fotos mitgebracht. Sie sollen einen Eindruck vermitteln, wie man in der Nachsaison an den Stränden Usedoms entspannt und entschleunigt.

Entschleunigen auf Usedom: Ostsee in Sicht.

Ostsee in Sicht.

Entschleunigen auf Usedom: Barfuß oder beschuht, das ist hier die Frage.

Barfuß oder beschuht, das ist hier die Frage.

Entschleunigen auf Usedom: Wer barfuß geht, dem kann man nichts in die Schuhe schieben.

Wer barfuß geht, dem kann man nichts in die Schuhe schieben.

Entschleunigen auf Usedom: Am Strand von Koserow.

Am Strand von Koserow.

Entschleunigen auf Usedom: Strandgut, alles gut.

Strandgut, alles gut.

Entschleunigen auf Usedom: Das historische (und innen etwas müffelnde) Restaurant verdeckt die berühmte Seebrücke von Ahlbeck.

Das historische (und innen etwas müffelnde) Restaurant verdeckt die berühmte Seebrücke von Ahlbeck.

Entschleunigen auf Usedom: Von einer, die auszog …

Von einer, die auszog …

Entschleunigen auf Usedom: … im Strandkorb zu entschleunigen

… im Strandkorb zu entschleunigen.

Entschleunigen auf Usedom: Im Spätsommer gehen die Badegäste und kommen die Strandspaziergänger.

Im Spätsommer gehen die Badegäste und kommen die Strandspaziergänger.

Entschleunigen auf Usedom: Fundgrube Ostseeküste.

Fundgrube Ostseeküste.

Entschleunigen auf Usedom: Die Seebrücke Heringsdorf ist mit 508 m die längste Seebrücke Deutschlands.

Die Seebrücke Heringsdorf ist mit 508 m die längste Seebrücke Deutschlands.

Entschleunigen auf Usedom: Gute Nacht, Usedom.

Gute Nacht, Usedom.

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Veganer Nizza-Salat

Veganer Nizza-Salat (Foto: Christof Herrmann, 2017)

Vegan, vollwertig, nachhaltig – Zeit: 30 Min. – Schwierigkeit: leicht

Im Paris des ausgehenden 19. Jahrhunderts hatte man solche Sehnsucht nach dem Sommer an der Mittelmeerküste, dass jemand auf die Idee kam, den Geschmack des Südens auf die Teller der Hauptstadt zu bringen. Der Salade niçoise wurde erfunden. Heute ist der Nizza-Salat der wohl bekannteste Salat der provenzalischen Küche.

In meiner Familie heißt er Seiser-Alm-Salat, seit wir ihn vor 35 Jahren bei einer Familienfeier auf der Seiser Alm zubereitet haben (zu der Zeit trat auch Reinhold Messner in mein Leben). Die Sardellen wurden schon damals in Südtirol aus dem Rezept gestrichen, weil wir Kinder sie nicht mochten.

Seit ein paar Jahren mag ich auch keinen Thunfisch und keine Eier mehr. Stattdessen sorgen nun ein paar Kapern und hauchdünne Zwiebelringe für Pepp. Den veganen Nizza-Salat bereite ich nur in den Monaten August bis Oktober zu. Dann gibt es die drei Hauptzutaten Kartoffeln, grüne Bohnen und Tomaten aus der Region und Saison. Das schmeckt man und ist zudem nachhaltig.

Heuer verwende ich sogar eine Zutat aus persönlichem Direktimport. Als ich im Juli nach dem Ende meiner Fernwanderung auf der Parenzana an den Golf von Triest zurückkehrte, kaufte ich eine größere Menge in Meersalz eingelegte Kapern. Die sind den in Essiglake eingelegten Kapern geschmacklich überlegen und bringen eine Extraportion „Sommer an der Mittelmeerküste“ auf den Teller.

Für 4 Portionen:
6 große Kartoffeln, festkochend
350 g grüne Bohnen
6 reife Tomaten
½ Gemüsezwiebel
2 EL Kapern
1-2 Handvoll schwarze Oliven
2 EL Weißweinessig oder weißer Balsamico-Essig
6 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
1 Handvoll Basilikumblätter

  1. Die Kartoffeln in Salzwasser kochen, schälen und in dicke Scheiben schneiden.
  2. Die Bohnen in Salzwasser bissfest kochen und mit kaltem Wasser abschrecken. Die Enden abschneiden (die feinen Spitzen lass ich dran).
  3. Die Tomaten waschen, entstielen und vierteln oder achteln.
  4. Die Gemüsezwiebel schälen und in feine Ringe schneiden.
  5. Die Kapern mit Wasser abspülen.
  6. Ggf. die Oliven entkernen.
  7. Die Kartoffelscheiben, grünen Bohnen, Tomatenstücke, Zwiebelringe, Kapern und Oliven auf vier Tellern anrichten.
  8. Für das Dressing Essig mit Salz und Pfeffer verrühren, bis sich das Salz aufgelöst hat. Dann nach und nach das Olivenöl zugeben und zu einer Emulsion verschlagen.
  9. Das Dressing über den Salat geben.
  10. Die Basilikumblätter waschen und entweder im Ganzen oder in Streifen hinzugeben.

Tipps:

  • Der vegane Nizza-Salat schmeckt sowohl mit noch warmen Kartoffeln als auch kalt aus dem Kühlschrank.
  • Variieren ist wie immer erlaubt. Ich füge z. B. manchmal noch Artischockenherzen und angeröstete Kerne oder Nüsse hinzu.

Bon appétit!

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Wie das Pareto-Prinzip hilft, minimalistischer zu leben

„Done is better than perfect.“ (Sheryl Sandberg)

Wie viel ist zu viel?

Was ist mir wichtig? Bereichert mich etwas noch oder belastet es mich schon? Wie viel ist zu viel? Genügt es, eine Aufgabe zu erledigen, oder muss sie perfekt erledigt werden? Mit solchen Fragen setzt sich wohl jeder auseinander, der einfacher leben möchte.

Das Pareto-Prinzip kann helfen, Antworten auf diese Fragen zu finden und Minimalismus auf der Arbeit wie auch in der Freizeit umzusetzen.

Als Pareto-Prinzip wird das Phänomen beschrieben, dass 80 % der Ergebnisse mit 20 % des Gesamtaufwandes erreicht werden. Es ist deswegen auch als 80-zu-20-Regel bekannt.

Ein Erbsenzähler namens Vilfredo Pareto

Der italienische Ökonom und Soziologe Vilfredo Pareto (1848 – 1923) beobachtete Ende des 19. Jahrhunderts, dass in seinem Garten 80 % der Erbsenernte von 20 % der Pflanzen stammten. Dadurch aufmerksam geworden, untersuchte er die Verteilung des Bodenbesitzes in Italien und fand heraus, dass 20 % der Bevölkerung 80 % des Bodens besaßen.

Im 20. Jahrhundert zeigte sich, dass das Pareto-Prinzip in vielen Bereichen der Wirtschaft und des Alltags gilt. Ein paar Beispiele: 20 % der Weltbevölkerung besitzt 80 % des gesamten Vermögens. 20 % der Mitarbeiter schließen 80 % der Verkäufe eines Unternehmens ab. 80 % des Umsatzes werden mit 20 % der Produkte erzielt. 20 % der Kunden sorgen für 80 % des Umsatzes. 80 % der Anrufe führt man mit 20 % seiner gespeicherten Kontakte. 80 % der Anwender einer Software benutzen nur 20 % der Funktionen. Natürlich sind diese Zahlen nur Richtwerte und nicht in Stein gemeißelt. Die Verteilung des Weltvermögens etwa wird immer ungleicher.

Das Pareto-Prinzip in der Praxis

Die Idee hinter dem Pareto-Prinzip ist so genial wie nützlich: Lass dass Unwichtige weg und konzentriere Dich auf das, was den meisten Nutzen verspricht. Dann kannst Du 80 % der Ergebnisse in 20 % der Zeit erreichen. Wenn keine perfekte Lösung erforderlich ist, kannst Du getrost darauf verzichten, die verbleibenden 20 % der Ergebnisse zu erzielen, denn sie benötigen mit 80 % die meiste Arbeit.

Es hat sich in der Praxis bewährt, alle Aufgaben aufzulisten und nach Priorität zu sortieren. Dabei bekommen i. d. R. die Aufgaben eine höhere Priorität, die einen schnellen und hohen Ertrag versprechen. Die Tätigkeiten, die nicht effizient sind oder überhaupt nicht zum Erfolg beitragen, werden reduziert oder eliminiert.

Alles giert nach unserer Aufmerksamkeit

Das durchziehen, ist nicht einfach. Jeder und alles giert rund um die Uhr nach unserer Aufmerksamkeit. Ich empfehle Dir, Limits zu setzen und Regeln aufzustellen, die Dich unterstützen, das Unwichtige zu vermeiden. Führe Dir die Limits und Regeln so lange vor Augen, bis sie in Fleisch und Blut übergegangen sind. Welche für Dich relevant sind, musst Du selbst herausfinden. Meine lauten derzeit: 1. Ein Ziel pro Tag. 2. Drei To-dos pro Tag. 3. Kein Multitasking, während ich mit einem To-Do beschäftigt bin. 4. Die minimalistische E-Mail-Routine einhalten. 5. Täglich mindestens 10.000 Schritte machen.

Paretos Weg zu gehen, bedeutet auch, Mut zur Lücke zu haben und sich zu trauen, den Stift fallen zu lassen, wen eigentlich nichts mehr zu tun ist. Wir werden von klein an auf Arbeit, Geschäftigkeit und Perfektionismus getrimmt. Neben einem hohen Selbstanspruch haben viele Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes. Die Sorge ist oft unbegründet. Man wird nicht dafür bezahlt, alle E-Mails zu beantworten oder eine ausgefeilte Dokumentation zu erstellen, die sowieso niemand liest, sondern für das zuverlässige Erledigen der Hauptaufgaben oder den erfolgreichen Abschluss eines Projekts.

Ausmisten mit dem Pareto-Prinzip

Das Pareto-Prinzip ist nicht nur für das Projekt- und Zeitmanagement hilfreich, sondern kann auch im privaten Umfeld angewendet werden. Führe Dir vor Augen, dass Du mindestens 80 % der Zeit nur eine Auswahl von maximal 20 % der Sachen im Kleiderschrank trägst. Das gleiche Verhältnis ist auch beim restlichen Hausrat zu beobachten. Das bedeutet, dass Du mit nur einem Fünftel Deines Besitzes zurechtkommen würdest, ohne etwas wirklich zu vermissen. Wenn Du herausfindest, welche Gegenstände zu welcher Kategorie gehören, fällt es Dir leichter, Dich von dem Ballast zu trennen, der nur Platz, Lebenszeit und Freiheit raubt.

Stell Dir dabei die folgenden Fragen: Habe ich den Gegenstand in den letzten 12 Monaten verwendet? Vereinfacht er mein Leben? Ist er multifunktional? Ist er intakt oder kann er einfach repariert werden? Besitze ich nicht schon Duplikate und Reserven davon? Hat er einen besonderen Erinnerungswert für mich? Ändert sich mein Leben, wenn ich ihn nicht mehr besitze? Kurzum, leistet der Gegenstand einen positiven Beitrag zu meinem Leben?

Fazit

In vielen Situationen kann das Pareto-Prinzip Dir helfen, Dich auf die Dinge zu konzentrieren, die Dir wichtig sind. Du wirst Aufgaben fokussierter und schneller erledigen. Du wirst mehr Zeit und weniger Stress haben. Und Du wirst wie von Zauberhand minimalistischer und nachhaltiger leben – weil Du erkennst, was zu Deinem Erfolg und Glück nötig ist und wie viel Du doch weglassen kannst.

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