Kartoffel-Spitzkohl-Auflauf

Kartoffel-Spitzkohl-AuflaufVegan, nachhaltig, raffiniert – Zeit: 70 Min. – Schwierigkeit: mittel

Als ich mich noch omnivor ernährte, zählte ein Kartoffel-Spitzkohl-Auflauf zu meinen Lieblingsgerichten. Ich bereitete den Auflauf manchmal mit Lachs, manchmal ohne Lachs, aber stets mit Butter und Sahne zu.

Nachdem ich seit Anfang des Jahres nur noch Pflanzliches esse, musste eine vegane Version des Kartoffel-Spitzkohl-Auflaufs her! Ich experimentierte einige Male herum, bis das folgende Rezept entstand. Mir schmeckt mein neuer Kartoffel-Spitzkohl-Auflauf so gut, dass ich der tierlichen Version nicht nachtrauere. Das Nussige der Cashewkerne, die Schärfe des Senfs und die Süße des Dills harmonieren perfekt mit dem Gemüse. Eine feine Kruste aus Sonnenblumenkernen und Semmelbröseln verleitet dem Gericht eine besondere Note.

Notfalls kann man die Cashew-Senf-Sahne mit einem Pürierstab herstellen. Das beste Ergebnis erzielt man mit einem Mixer, den es etwa bei www.perfektegesundheit.de gibt.

Der Kartoffel-Spitzkohl-Auflauf enthält überwiegend basenbildende Nahrungsmittel. Eine basische Ernährung kann zu einer gesunden Lebensweise beitragen. Wer mehr über diese Ernährungsform erfahren möchte, dem empfehle ich den Säure-Basen-Ratgeber.

Für 4 Portionen:
900 g Kartoffeln
800 g Spitzkohl
3 EL Rapsöl
125 g Cashewkerne
325 ml Wasser
2-3 EL mittelscharfer Senf
½ Bund Dill
Salz
4 EL Sonnenblumenkerne
4 EL Vollkorn-Semmelbrösel

Die Hauptzutaten für den Kartoffel-Spitzkohl-Auflauf.

  1. Kartoffeln kochen, abgießen, kurz abkühlen lassen, pellen und in Scheiben schneiden.
  2. Die äußeren Blätter und den Strunk des Spitzkohls entfernen. In feine Scheiben schneiden und in kaltem Wasser waschen.
  3. 2 EL Rapsöl in einer großen Pfanne oder einem Topf erhitzen.
  4. Die Spitzkohlstreifen darin gardünsten.
  5. Eine große flache Auflaufform mit 1 EL Rapsöl auspinseln.
  6. Cashewkerne mit Wasser und Senf im Mixer pürieren.
  7. Die Cashew-Senf-Sahne und die Kartoffeln zu den Spitzkohlstreifen geben.
  8. Dillspitzen von den Stilen zupfen, hacken und unter die Kartoffel-Spitzkohl-Masse heben.
  9. Mit Salz abschmecken und in die Auflaufform geben.
  10. Mit den Sonnenblumenkernen und Vollkorn-Semmelbröseln bestreuen.
  11. Auflauf im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad 30 Minuten garen.

Tipp:
– Bekommt man keinen frischen Dill, kann man auch getrocknete Dillspitzen verwenden.

Guten Appetit!

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Fotos: Alpenüberquerung Salzburg-Triest 2014

Seit zwei Monaten bin ich zurück von meiner diesjährigen Wanderung von Salzburg nach Triest. Es ist also an der Zeit, die Fotos der Alpenüberquerung zu veröffentlichen.

Nachdem 2013 nur Stephi und ich die Tour gemacht haben, waren heuer bereits über 25 auf der neuen Route unterwegs. Fünf von ihnen sind sogar die gesamten 506 Kilometer bis ans Mittelmeer gelaufen.

Wie auf den Fotos zu sehen ist, hatte ich unterschiedliche Begleiter. Die meiste Zeit verbrachte ich mit Peter, Marcus und Sebastian. Mehrere Tage waren auch Nanni und Johann (die beiden einzigen, die ich vorher persönlich kannte) und das Veganer-Trio Bettina, Ritschi und Mario dabei. Annette und Alexander sowie Andrea und Olli haben diesmal nur reingeschnuppert. Egal welche Zusammensetzung unsere Gruppe gerade hatte, wir waren ein fröhlicher und eingeschworener Haufen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie die Berge und das gemeinsame Ziel zusammenschweißen.

Ich bin gespannt, wer mir 2015 zwischen Salzburg und Triest über den Weg laufen wird. Jetzt wünsche ich Dir aber erst mal viel Spaß mit den Fotos der Alpenüberquerung 2014.

Berchtesgadener Alpen (Österreich & Deutschland, 5 Tage)

Die Alpenüberquerer treffen sich unverbindlich an jedem Sonntag im Juli und August um 10 Uhr im Mirabellgarten. Am 10. August 2014 starteten sechs, von denen Marcus und ich bis nach Triest marschierten.

Die Alpenüberquerer treffen sich unverbindlich an jedem Sonntag im Juli und August um 10 Uhr im Mirabellgarten. Am 10. August 2014 starteten sechs, von denen Marcus und ich bis nach Triest marschierten.

Bereits zwei Stunden nach dem Start stiegen Nanni, Johann, Andrea, Olli, Marcus und ich auf Himmelsleitern (beinah hätte ich Hühnerleitern geschrieben) hinauf in die Berchtesgadener Alpen.

Bereits zwei Stunden nach dem Start stiegen Nanni, Johann, Andrea, Olli, Marcus und ich auf “Himmelsleitern” (beinah hätte ich “Hühnerleitern” geschrieben) hinauf in die Berchtesgadener Alpen.

Auf dem spektakulär in den Fels geschlagenen Thomas-Eder-Steig.

Auf dem spektakulär in den Fels geschlagenen Thomas-Eder-Steig.

Pfadfinder Marcus und Sebastian in fotogenen Regenklamotten.

“Pfadfinder” Marcus und Sebastian in fotogenen Regenklamotten.

Wenn es draußen regnet, ist es in der Gotzenalm besonders gemütlich.

Wenn es draußen regnet, ist es in der Gotzenalm besonders gemütlich.

Die Wasseralm entpuppte sich als Paradies für Veganer: Ich zählte in diesem Gemüseeintopf 20 verschiedene Gemüsesorten und Hülsenfrüchte.

Die Wasseralm entpuppte sich als Paradies für Veganer: Ich zählte in diesem Gemüseeintopf 20 verschiedene Gemüsesorten und Hülsenfrüchte.

Ohropax griffbereit halten: Das Lager im Kärlingerhaus.

Ohropax griffbereit halten: Das Lager im Kärlingerhaus.

Salzburger Schieferalpen (Österreich, 2 Tage)

Im Nebel über die Salzburger Schieferalpen.

Im Nebel über die Salzburger Schieferalpen.

Südlich dieser coolen Kuh wurde das Wetter wieder besser.

Südlich dieser coolen Kuh wurde das Wetter wieder besser.

Goldberggruppe (Hohe Tauern, Österreich, 3 Tage)

Die Hohen Tauern erwarteten uns mit viel Sonne …

Die Hohen Tauern erwarteten uns mit viel Sonne …

… grandiosen Panoramen …

… grandiosen Panoramen …

… und Schneefeldern.

… und Schneefeldern.

Der Sadnig-Höhenweg führt durch unberührte Naturlandschaften …

Der Sadnig-Höhenweg führt durch unberührte Naturlandschaften …

… trotzdem hatten wir ihn ganz für uns alleine.

… trotzdem hatten wir ihn ganz für uns alleine.

Der Aufstieg auf den Kleinen Sadnig ist nicht ganz ungefährlich. Erst später erfuhren wir, dass die Alternativroute über den Großen Sadnig einfach ist.

Der Aufstieg auf den Kleinen Sadnig ist nicht ganz ungefährlich. Erst später erfuhren wir, dass die Alternativroute über den Großen Sadnig einfach ist.

Kreuzeckgruppe (Hohe Tauern, Österreich, 3 Tage)

Ritschi isst Schwarzbeeren und da er Veganer ist, isst er keine Schwarzbären.

Ritschi isst Schwarzbeeren und da er Veganer ist, isst er keine Schwarzbären.

Die Hugo-Gerbers-Hütte liegt wunderschön in der Kreuzeckgruppe.

Die Hugo-Gerbers-Hütte liegt wunderschön in der Kreuzeckgruppe.

Marcus wedelte über den Kreuzeck-Höhenweg …

Marcus wedelte über den Kreuzeck-Höhenweg …

… während Peter mehr Mühe zu haben schien.

… während Peter mehr Mühe zu haben schien.

Gailtaler Alpen & Karnischer Hauptkamm (Österreich & Italien, 3 Tage)

Wer bis hierher gekommen ist, hat sich eine Einkehr in der Alpenbar verdient.

Wer bis hierher gekommen ist, hat sich eine Einkehr in der Alpenbar verdient.

Schirm auf, Augen zu und durch.

Schirm auf, Augen zu und durch.

Was schimmert denn da azurblau zwischen den Bäumen? …

Was schimmert denn da azurblau zwischen den Bäumen? …

… Es sind die wunderschönen Weißenfelser Seen. Und den Blick auf die Julischen Alpen gibt es gratis dazu.

… Es sind die wunderschönen Weißenfelser Seen. Und den Blick auf die Julischen Alpen gibt es gratis dazu.

Julische Alpen (Slowenien, 5 Tage)

Im slowenischen Teil der Julischen Alpen beeindrucken die Mala Mojstrovka (2332 m) und der Jalovec (2645 m).

Im slowenischen Teil der Julischen Alpen beeindrucken die Mala Mojstrovka (2332 m) und der Jalovec (2645 m).

Der Sonnenuntergang an der Berghütte Poštarski dom inspirierte mich …

Der Sonnenuntergang an der Berghütte Poštarski dom inspirierte mich …

… am nächsten Tag zu diesem Couscoussalat

… am nächsten Tag zu diesem Couscoussalat.

Die Etappe zur Pogačnikov dom verlangte einiges von uns ab …

Die Etappe zur Pogačnikov dom verlangte einiges von uns ab …

… belohnte uns aber immer wieder …

… belohnte uns aber immer wieder …

… mit unvergesslichen Fernblicken …

… mit unvergesslichen Fernblicken …

… und unzähligen Fotomotiven.

… und unzähligen Fotomotiven.

Auf der nächsten Etappe sahen wir Steinböcke aus der Nähe …

Auf der nächsten Etappe sahen wir Steinböcke aus der Nähe …

… und etwas weiter entfernt den Triglav, den mit 2864 m höchsten Gipfel Sloweniens und der Julischen Alpen.

… und etwas weiter entfernt den Triglav, den mit 2864 m höchsten Gipfel Sloweniens und der Julischen Alpen.

Im Sieben-Seen-Tal gibt es nicht nur glasklare Bergseen …

Im Sieben-Seen-Tal gibt es nicht nur glasklare Bergseen …

… sondern auch eine üppige Pflanzenwelt.

… sondern auch eine üppige Pflanzenwelt.

Friaul-Julisch Venetien (Italien, 6 Tage)

Nach den Alpen wanderten wir durch Laubwälder …

Nach den Alpen wanderten wir durch Laubwälder …

… und Dörfer wie Tribil di Sopra …

… und Dörfer wie Tribil di Sopra …

… in denen es verschlafen zugeht.

… in denen es verschlafen zugeht.

Castelmonte ist einer der ältesten und bedeutendsten Marienwallfahrtsorte Italiens …

Castelmonte ist einer der ältesten und bedeutendsten Marienwallfahrtsorte Italiens …

… trotzdem war ich in dem Kapuzinerkloster der einzige Übernachtungsgast.

… trotzdem war ich in dem Kapuzinerkloster der einzige Übernachtungsgast.

Nach dem berühmten Weinbaugebiet Collio …

Nach dem berühmten Weinbaugebiet Collio …

… kommt man an die Steilküste des Mittelmeers.

… kommt man an die Steilküste des Mittelmeers.

Einen Tag später ist bereits der Hafen von Triest …

Einen Tag später ist bereits der Hafen von Triest …

… und als Finale Grande die abendlich beleuchtete Piazza dell'Unità d'Italia erreicht.

… und als Finale Grande die abendlich beleuchtete Piazza dell’Unità d’Italia erreicht.

Haben Dir die Fotos der Alpenüberquerung gefallen? Möchtest Du mehr über diese Route erfahren oder Dich sogar selbst ins Abenteuer stürzen? Dann findest Du auf der Themenseite zur Alpenüberquerung Salzburg-Triest alles Wissenswerte.

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Gelesen im August und September: Quintessenzen, Robert Musil, Regionalwert AG …

Da ich im August viel zum Gehen, aber kaum zum Lesen gekommen bin, gibt es heute eine Doppelausgabe in der Gelesen-Rubrik.

Mein Buch des Monats ist “Quintessenzen – Überlebenskunst für Anfänger” von Sven Böttcher. Darauf aufmerksam gemacht hat mich übrigens Einfach-bewusst-Leserin Elvira in einem Kommentar Anfang des Jahres.

Fach- und Sachliteratur

  1. Quintessenzen – Überlebenskunst für Anfänger von Sven Böttcher (Erscheinungsjahr: 2013, meine Bewertung: 5 von 5 Sternen)
    Der Autor Sven Böttcher erkrankte 2006 an Multipler Sklerose. Die Ärzte prophezeiten ihm, er werde einen weiteren Schub wahrscheinlich nicht überleben. Daraufhin nutzte er die ihm verbleibende Zeit, für seine drei Töchter “alles Hilfreiche für den Überlebensweg” aufzuschreiben, was er ihnen vielleicht nicht mehr selbst sagen können wird. Diese Quintessenzen liegen nun als Buch vor. Die üblichen Ratschläge à la “Sei dir selbst treu” oder “Höre auf deine innere Stimme” fehlen auf den 160 Seiten fast ganz. Stattdessen gibt es tiefgründige und gleichsam klare Betrachtungen über den Kosmos, das Glück, das Ego, die Liebe, die Lebensziele, die Ernährung, die Gesundheit und den Tod. Dass Sven Böttcher dabei trotz des “Totalverlustes an Perspektiven und sämtlichem materiellen Gedöns” seine positive Sicht auf das Leben und seinen Humor nicht verloren hat, macht “Quintessenzen” zu einem Volltreffer.
  2. Regionalwert AG von Christian Hiß (2014, 4 Sternen)
    Der Gärtnermeister und Landwirt Christian Hiß gründete 2006 die Regionalwert AG, eine Bürgeraktiengesellschaft, bei der die Aktionäre in Biohöfe, Bio-Läden, zwei Caterer, eine Gärtnerei, ein Weingut und einen Naturkost-Großhändler in der Region Freiburg investieren. Das u. a. mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnete Zukunftsmodell findet immer mehr Nachahmer in anderen Städten und Regionen. So ist das Buch “Regionalwert AG” ein praktischer Ratgeber zur Gründung, Beteiligung und Umsetzung ähnlicher Projekte.

Belletristik

  1. Die Verwirrungen des Zöglings Törleß von Robert Musil (1906, 4 Sterne)
    Musils erster Roman ist eine scharfsinnige Pubertätsstudie, in der ein Außenseiter Opfer sadistischer Quälereien seiner Mitschüler wird. Oft wird “Die Verwirrungen des Zöglings Törleß” als Bild der Diktatur und der Manipulation des einzelnen durch den Staat gedeutet.
  2. Genagelt von Leonhard F. Seidl (2014, 3 Sterne)
    In diesem Regionalkrimi geht der Vegetarier, Privatdetektiv und Hauptverdächtige Freddie Deichsler im oberbayerischen Isental auf Mörderjagd. Für meinen Geschmack zu derb und langatmig.

Comics

  1. 5 Songs von Gipi (2007, 4,5 Sterne)
    Der italienische Autor und Zeichner Gipi erzählt in seinem Coming-of-Age-Comic “5 Songs” die Geschichte von vier Jugendlichen, die glauben im verdreckten Übungsraum ihrer Indierock-Band vor ihren Problemen im Alltag fliehen zu können.
  2. Metro – Kairo Underground von Magdy El-Shafee (2012, 3,5 Sterne)
    Diese Graphic Novel wurde nach ihrer Veröffentlichung im Jahr 2008 in Ägypten verboten. Sie portraitiert die Metropole Kairo, in der sozialer Ungleichheit, willkürliche Staatsgewalt, Korruption und Frust das Leben der Menschen bestimmen, was schließlich zum Arabischen Frühling Anfang 2011 führte.

Und was liest Du gerade? Welches Buch kannst Du mir und meinen Lesern empfehlen?

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Starthilfe für ein minimalistisches Leben

Starthilfe für ein minimalistisches Leben (Foto: Afschin Kamrani)
Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Afschin Kamrani. Er bloggt auf afschin.com über minimalistisches Leben.

Überall wird über Minimalismus gesprochen. Manchmal frage ich mich, ob das eine Modeerscheinung ist und sich bald wieder auflöst.

Die Krisen, Kriege und Unzufriedenheit auf der Welt machen uns nachdenklich. Ist das ständige Streben nach mehr Wachstum und höheren Zielen der Sinn unseres Lebens? Ich spüre bei mir und den Menschen um mich herum einen Sinneswandel.

Die Qual der Wahl

Du kannst dir heute vieles mit Geld kaufen. Doch macht dich das zu einem glücklicheren Menschen? Oder wirst du zum Sklaven deines Besitztums?

Die große Auswahl, die uns die Werbung so schmackhaft machen will, entpuppt sich immer mehr als eine Qual. Und das mit negativen Folgen: Wir werden gleichgültig und verlieren den Fokus auf das Wesentliche. Bei einer Auswahl von drei Obstsorten läuft dir das Wasser im Mund zusammen. Bei 20 Sorten denkst du “Egal, Hauptsache Obst” und nimmst irgendeine davon.

Entdeckungsreise Minimalismus

Vielleicht fragst du jetzt: “Ist ein minimalistisches Leben die ultimative Lösung für all unsere Probleme?” Nein, sicher nicht. Auch ein minimalistisches Leben kann dich unglücklich machen, wenn du nicht Deinen Sinn darin findest. Die Welt braucht keine unglücklichen Minimalisten.

Minimalismus ist ein individueller Prozess, eine Entdeckungsreise. Es ist wichtig, dass du dafür deinen eigenen Ansatz findest. Sonst besteht die Gefahr, dass du mitten in deinem Prozess damit aufhörst.

6 Fragen, die dir helfen, deinen Minimalismus zu finden

Gehe die Sache richtig an. Ein minimalistisches Leben sollte gut geplant und überlegt sein sein. Für mich war sehr wichtig herauszufinden, warum ich diesen Weg überhaupt gehen möchte.

Dein Warum ist der Grundstein für ein neues, freies Leben. Je genauer du das Warum definieren kannst, umso erfolgreicher wirst du damit sein.

Ich verrate dir die sechs Fragen, die mir geholfen haben, meinen Minimalismus zu finden. Lass dich davon inspirieren und passe sie an deine eigene Lebenssituation an.

1. Warum willst du minimalistisch leben?

Nimm dir ein paar Tage Zeit und mache dir Gedanken darüber, warum du minimalistisch leben willst. Schreibe deine Beweggründe auf. Fühle in dich hinein, ob sie zu dir passen. Wäge jeden Ansatz mit deinem Herzen ab. Dein Gefühl wird dir den Weg zeigen.

2. Was, wenn sich der inneren Schweinehund meldet?

Wenn du mit deinem minimalistischen Leben beginnst, verlässt du die kuschelige Komfortzone. Dann meldet sich sehr schnell dein innerer Schweinehund. Er wird versuchen dich von deinem “sinnlosen” Weg abzubringen und dich wieder auf den “richtigen” Weg zu lotsen: Ins Hamsterrad, in die Konsumfalle und in alte Muster.

Es hilft ungemein, wenn du auf einem Zettel eine kleine Selbstverpflichtung (unter)schreibst. Ein paar Zeilen genügen. Minimalismus fängt schon hier an. Die Selbstverpflichtung soll nicht streng formuliert werden. Sie dient einfach zur Erinnerung für schlechte Tage.

3. Worauf kannst du verzichten?

Jetzt geht es ans Eingemachte. Erstelle eine Liste von den überflüssigen Dingen, und damit meine ich nicht nur materielle Dinge. Beginne mit dem wirklich Überflüssigen. Die Ich-kann-verzichten-Liste könnte zum Beispiel so ausschauen:

  • jammern, meckern und lästern
  • Ärger von gestern und Sorgen von morgen
  • Fernsehen
  • ständig aufs Smartphone schauen
  • Fitnessstudio (stattdessen wandern gehen)
  • seit einem Jahr nicht mehr getragene Kleidung
  • überflüssige Möbel und Haushaltsgeräte

4. Was kannst du alles selbst herstellen?

DIY (Do it yourself) ist in aller Munde. Selbst etwas herzustellen macht glücklich. Die Zeit, die du dafür benötigst, nährt deine Seele und entspannt dich.

Vieles lässt sich mit wenig Aufwand selbst machen, z. B. Marmelade. Selbstgemacht schmeckt sie lecker und ist frei von Schadstoffen. Es gibt tolle Blogs und Internetseiten, auf denen Menschen über ihre DIY-Erfahrungen schreiben und Anleitungen veröffentlichen. Christofs vegane Rezepte sind ein Beispiel dafür.

Ich möchte demnächst meinen Kaffee in einer Gußeisenpfanne selbst rösten und werde darüber auf meinem Blog berichten.

5. Was machst du nicht gerne?

Erstelle eine Liste mit Verpflichtungen und Aufgaben, die du eigentlich aus deinem neuen minimalistischen Leben verbannen möchtest.

Suche dann nach kreativen Lösungen, wie du die unerwünschten Verpflichtungen und Aufgaben vermeiden oder ändern kannst. Lerne auch liebevoll Nein zu sagen.

Bei vielen Menschen steht der Job auf dieser Liste. Vielleicht ist es bei dir auch so. Es macht aber meist keinen Sinn, von jetzt auf nachher die Arbeit zu kündigen.

6. Was machst du gerne?

Erstelle eine Liste mit allem, was du gerne machst. Auf diese Liste gehören alle Aktivitäten, die deine Seele nähren und dich beflügeln, aber auch deine Talente, Träume und Leidenschaften.

Finde Möglichkeiten diese Dinge öfter zu tun. Wenn du z. B. gerne wanderst, schaue, wie und wo du dafür Zeit gewinnen kannst.

Mach es einfach und mach es jetzt

Du kannst diese sechs Fragen auf ein oder zwei DIN-A4-Seiten beantworten. Mach also keine Doktorarbeit daraus.

Danach geht es nämlich an die Umsetzung. Fang einfach an. Der erste Schritt ist deine Herzensentscheidung. Zu wissen, warum du das tust, ist der halbe Weg. Bleibe dabei. Dann entwickelt sich eine Dynamik, die dich trägt.

Ich wünsche dir viel Freude und neue Erkenntnisse auf dem Weg in dein minimalistisches Leben!

Afschin

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Couscoussalat in drei Varianten (auch für unterwegs)

Taboulé: Libanesischer Salat aus Couscous oder Bulgur.Vegan, perfekt auch für die Outdoor-Küche – Zeit: 20 Min. – Schwierigkeit: leicht

Es ist bald 20 Jahre her, dass ich in einem kleinen Restaurant in Marokko zum ersten Mal Couscoussalat gegessen habe. Seitdem ist er in meinem Rezepte-Repertoire. Ich mag an dem Gericht, dass es so unkompliziert zuzubereiten ist und fast beliebig variiert werden kann.

Couscous stammt aus der nordafrikanischen Küche und wird aus Hartweizengrieß, zuweilen auch aus Gerste oder Hirse hergestellt. Bei uns wird er als vorgegartes und getrocknetes Instantprodukt verkauft und muss nur noch in heißem Wasser quellen. Das macht ihn für die Outdoor-Küche interessant. Auf meiner Radweltreise 2006 bis 2007 habe ich Couscous unzählige Male auf dem Benzinkocher zubereitet – als Beilage, als Süßspeise oder eben als Salat.

Auf meiner diesjährigen Alpenüberquerung hatte ich zwar keinen Kocher, aber eine Tupperdose, einen Teller, ein Schweizer Taschenmesser, Löffel und Gabel, Gewürze und Olivenöl dabei. Nachdem ich herausgefunden hatte, dass Couscous auch mit kaltem Wasser quillt, gab es fast einmal am Tag Couscoussalat und zwar in immer neuen Variationen. Meist mischte ich die Zutaten bereits am Morgen in der Tupperdose. Diese musste ich dann zum Picknick nur noch öffnen. Mit viel Disziplin gelange es mir, das köstliche Gericht nicht zu gierig herunterzuschlingen.

Irgendwann hatten meine Mitwanderer genug von Salami, Brot und Schokolade bzw. von meinen “Hmm”s, “Ahh”s und “Yummy”s. Sie besorgten sich Tupperware, Löffel, Couscous und weitere Zutaten und begannen ebenfalls mit dem Experimentieren.

Im Folgenden findest Du drei Rezepte für Couscoussalat. Taboulé ist ein libanesischer Salat aus Couscous oder Bulgur und reichlich Petersilie, den ich oft zuhause mache. Die anderen beiden Varianten gab es diesen Sommer auf meinem Weg über die Alpen ans Mittelmeer. Die Mengenangaben reichen als Vorspeise oder Beilage für vier Personen, als Hauptgericht für zwei Personen oder für einen extrem hungrigen Alpenüberquerer.

Taboulé:
250 g Couscous
250 ml Wasser
4 Tomaten
2 Frühlingszwiebeln
1 kleine Salatgurke oder 2 Minigurken
1 Bund glatte Petersilie
1 Handvoll Minzblätter
3 EL Olivenöl
3 EL Zitronensaft
Salz
Pfeffer

  1. Couscous ins Wasser geben und quellen lassen. Mit heißem Wasser ist das Getreide in etwa 10 Minuten gar, mit kaltem Wasser dauert es gut doppelt so lange.
  2. Tomaten waschen, entstielen und würfeln.
  3. Frühlingszwiebeln waschen und in Ringe schneiden.
  4. Die Gurke waschen und würfeln.
  5. Petersilie und Minze waschen, die Blätter von den Stielen zupfen und fein hacken.
  6. Den Couscous mit den Tomaten, den Frühlingszwiebeln, der Gurke und den Kräutern mischen.
  7. Für das Dressing Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer mischen.
  8. Das Dressing über das Taboulé geben und gut durchrühren.

Couscoussalat mit Currypulver, Maronen und Räuchertofu:
250 g Couscous
350 ml Wasser
1 Handvoll Maronen (geschält und gegart)
200 g Räuchertofu
3 EL Tomatenmark
Currypulver
Salz

  1. Couscous ins Wasser geben und quellen lassen. Mit heißem Wasser ist das Getreide in etwa 10 Minuten gar, mit kaltem Wasser dauert es gut doppelt so lange.
  2. Die Maronen, den gewürfelten Räuchertofu und das Tomatenmark zum Couscous geben und mischen.
  3. Mit Currypulver und Salz würzen.

Couscoussalat mit Currypulver, Maronen und Räuchertofu.
Couscoussalat mit Paprika, Oliven und getrockneten Tomaten:
250 g Couscous
350 ml Wasser
1 Paprika
1 Handvoll Oliven
1 Handvoll getrocknete Tomaten
1 Handvoll Haselnüsse
2 EL Olivenöl
Kräuter der Provence
Salz
Pfeffer

  1. Couscous ins Wasser geben und quellen lassen. Mit heißem Wasser ist das Getreide in etwa 10 Minuten gar, mit kaltem Wasser dauert es gut doppelt so lange.
  2. Die Paprika waschen, entkernen und würfeln.
  3. Die Oliven und die getrockneten Tomaten in Scheiben schneiden.
  4. Paprika, Oliven, getrocknete Tomaten, Haselnüsse und Olivenöl zum Couscous geben und vermischen.
  5. Mit Kräuter der Provence, Salz und Pfeffer würzen.

Couscoussalat mit Paprika, Oliven und getrockneten Tomaten.
Tipp:
– Wieviel Wasser man zum Couscous hinzufügen sollte, ist abhängig von den weiteren Zutaten. Tomaten und Gurken enthalten viel Wasser, so dass das Getreide noch “nachquillt”.
– Bereitet man den Couscoussalat zuhause zu, lässt man ihn am besten abgedeckt im Kühlschrank eine Stunde ziehen.

Sakha!

Hast Du eine Idee, welche Zutaten man noch für einen veganen Couscoussalat kombinieren könnte? Dann hinterlasse doch Deine Variante in den Kommentaren.

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