„Zu viele Leute geben Geld aus, das sie nicht verdient haben, um Dinge zu kaufen, die sie nicht wollen, um Leute zu beeindrucken, die sie nicht mögen.“ (Will Rogers, US-amerikanischer Humorist, 1879 – 1935)

Minimalismus bedeutet, ohne Ballast zu leben. Dieser Ballast können materieller Überfluss, vermeintliche Verpflichtungen und negative Beziehungen sein.

Sobald man sich von dem Ballast löst, passiert Erstaunliches. Man findet Zeit und Muße, sich dem zu widmen, was einem wichtig ist. Eine Reihe persönlicher Probleme lösen sich in Luft auf oder werden zumindest angegangen. Eines dieser Probleme sind Geldsorgen.

In diesem Artikel nenne ich sieben Gründe, warum Minimalisten keine Geldsorgen haben und mit etwas Geduld sogar finanzielle Unabhängigkeit erlangen.

1. Minimalisten konsumieren wenig

„Sparsamkeit ist eine gute Einnahme“, erkannte schon der römische Politiker und Philosoph Cicero vor über 2000 Jahren. Wer wenig Geld ausgibt, spart viel. Minimalisten tun sich damit leicht. Materielles steht nicht in ihrem Lebensmittelpunkt. Anstelle Sachen zu kaufen, machen sie Sachen (was natürlich auch etwas kosten kann): Mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen, ein Ehrenamt bekleiden, künstlerisch oder kreativ tätig werden, durch die Natur streifen, Träume verwirklichen …

2. Minimalisten zahlen weniger Instandhaltungs- und Folgekosten

Dinge beanspruchen nicht nur unsere Zeit und Aufmerksamkeit, sondern verursachen oft weitere Kosten, deren Höhe man beim Kauf meist unterschätzt. Ein Auto muss angetrieben, versichert, verschönert, gewartet, repariert und irgendwann ersetzt werden. Jedes noch so kleine elektrische Gerät verbraucht Strom. Auch viele nicht-elektrische Dinge ziehen Kosten für die Instandhaltung und die Entsorgung nach sich. Auf lange Sicht summiert sich das zu einem stolzen Betrag.

3. Minimalisten verkaufen Dinge, die sie nicht benötigen

Der Verkauf von CDs, Büchern, abgetragenen Klamotten und Kleinkram lohnt sich oft nicht, da der Aufwand in keinem Verhältnis zum Ertrag steht. Ich empfehle, solche Dinge zu verschenken oder zu spenden, es sei denn Du bist knapp bei Kasse oder verschuldet. Alles, was voraussichtlich einen guten Preis erzielt (meine Grenze liegt bei 10 Euro), kann verkauft werden. Wer hier etwas Zeit in die Auswahl der Verkaufsform (Secondhandladen, eBay, Kleinanzeigen, Flohmarkt etc.) steckt und die Ware geschickt präsentiert, freut sich bald über einen beruhigenden Kontostand. Als ich mich vor drei Jahren von meinem Kleinstwagen trennen wollte, musste ich nur ein paar Stunden investieren, um 4700 Euro zu erzielen.

4. Minimalisten leben auf kleiner Wohnfläche

Wer entrümpelt und nicht der Gefahr des erneuten Zurümpelns erliegt, wird sich mit der Zeit auch von Möbeln wie Regalen und Schränken trennen. Das sorgt für viel Platz. Du musst nicht gleich ein Tiny House bauen oder Digitaler Nomade werden. Aber ein Umzug in eine Wohnung mit kleinerer Fläche kann Sinn machen, schließlich sind die Wohnkosten der größte Posten unserer Lebenshaltungskosten. Minimalistische Häuslebauer pfeifen auf Quadratmeter und Schnickschnack und damit auf eine Menge Arbeit, Stress und Schulden.

5. Minimalisten sind schuldenfrei

Schuldenfrei zu werden und zu bleiben, funktioniert auf lange Sicht nur, wenn man weniger ausgibt als man einnimmt. Minimalisten mögen keine Schulden. Zinsen für Darlehen, Dispo und andere Kredite sind ihnen ein Gräuel, weil sie Druck und Abhängigkeit verursachen.

6. Minimalisten lieben Second Hand, Repair Cafes & Co.

Minimalismus bedeutet nicht, gar keine Dinge mehr zu besitzen oder zu verwenden, sondern nur es in Maßen zu tun. Oftmals kannst Du auf einen wenig nachhaltigen Neukauf verzichten und auf günstigere oder kostenlose Alternativen zurückgreifen. Darunter fallen zum Beispiel Second Hand, Repair Cafés, Couchsurfing, Urban Farming, Foodsharing, Carsharing, Bibliotheken und Öffentliche Bücherschränke.

7. Minimalisten leben gesünder

Lebt man freiwillig und mit Überzeugung minimalistisch, bedeutet das keinen Verzicht, sondern einen Gewinn an Zeit, Geld, Freiheit und Möglichkeiten. Meiner Erfahrung nach führt das eher früher als später zu mehr Zufriedenheit und Gelassenheit, was die Grundlage für einen gesunden Körper und Geist ist. Darüberhinaus fällt es Minimalisten leicht, sich viel zu bewegen und fit zu bleiben. Welch Sparpotential in all dem steckt, weiß jeder, der einmal richtig krank war.

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Bärlauchpesto (zu Kartoffeln, Nudeln oder Brot)

Vegan, vollwertig, rohköstlich, nachhaltig – Zeit: 10 Min. – Schwierigkeit: leicht

Schon in den letzten Jahren habe ich in der Bärlauchsaison von März bis Mai immer wieder Bärlauchpesto zubereitet. Heuer wollte ich eine nachhaltige Variante mit Zutaten aus regionalem und saisonalem Anbau kreieren. Das Ergebnis liegt nun in Form dieses Rezepts vor. Ich verwende ein kaltgepresstes Bio-Sonnenblumenöl einer kleinen Ölmühle aus Bayern. Die Qualität schmeckt man einfach. Sonnenblumenkerne gibt es ebenfalls aus Deutschland, Bärlauch und Basilikum sowieso.

Wer Bärlauch selbst im Wald pflückt, sollte wissen, was er tut! Die Bärlauchblätter können mit den Blättern von Maiglöckchen, Herbstzeitlosen und Gefleckter Aronstab verwechselt werden. Diese sind äußerst giftig und es kommt immer wieder zu teils tödlichen Vergiftungen. Im Online-Lexikon Hortipendium wird ausführlich auf die Gefahren beim Bärlauchverzehr hingewiesen.

Ich mag das Bärlauchpesto besonders gerne zu Kartoffeln. Es passt auch sehr gut aufs Brot, zu Nudeln und zum Verfeinern von Pizza, Salaten und Aufläufen.

Für 300 g Bärlauchpesto:
100 g frischer Bärlauch
30 g frisches Basilikum
100 ml kaltgepresstes Sonnenblumenöl
80 g Sonnenblumenkerne
1 TL Salz

  1. Den Bärlauch waschen und trocken tupfen oder trocken schleudern.
  2. Evtl. auch die Basilikumblätter waschen und trocken tupfen oder schleudern.
  3. Bärlauch und Basilikum grob zerkleinern und in einen Mixer geben.
  4. Sonnenblumenöl, Sonnenblumenkerne und Salz hinzufügen.
  5. Bis zur gewünschten Konsistenz pürieren.

Tipps:
– Du kannst das Pesto natürlich auch mit anderen Ölen, Kernen und Nüssen variieren.
– Das Basilikum verleiht dem ganzen eine frische Note. Wenn Du es deftiger haben möchtest, kannst Du das Basilikum auch durch zusätzliche Bärlauchblätter ersetzen.

Guten Appetit!

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Im Nationalpark Hohe Tauern geht es auf Pfaden des ehemaligen Goldbergbaus hinauf zum Alpenhauptkamm.

Die Tage sind schon recht lang, die Temperaturen steigen, der Schnee in den Hochlagen der Alpen schmilzt, die Natur grünt – höchste Zeit, Wanderpläne für den Sommer zu machen.

Überlegst Du, Dich in diesem Jahr auf die Alpenüberquerung Salzburg – Triest zu begeben? Dann beantworte ich im Folgenden die Frequently Asked Questions (FAQ), also die häufig gestellten Fragen zu diesem unvergesslichen Erlebnis.

Wenn Du aufmerksam liest, kannst Du sogar etwas gewinnen.

  1. Welche Route nimmt die Alpenüberquerung Salzburg – Triest?
  2. Wie lange bin ich unterwegs?
  3. Welche Anforderungen muss ich erfüllen?
  4. Gibt es einen Wanderführer und GPS-Tracks?
  5. Ist der Wanderführer auch als E-Book oder App erschienen?
  6. Stimmt es, dass man in der Toni-Lenz-Hütte nicht mehr übernachten kann?
  7. Wann ist die beste Zeit für die Fernwanderung?
  8. Kann ich mich anderen Wanderern anschließen?
  9. Wer ist bei der Alpenüberquerung 2017 dabei?
  10. Wie erkenne ich unterwegs andere Salzburg-Triest-Wanderer?
  11. Gehst Du 2017 auch wieder nach Triest?
  12. Wo finde ich weitere Informationen?

1. Welche Route nimmt die Alpenüberquerung Salzburg – Triest?

Die Alpenüberquerung Salzburg – Triest ist eine sehr reizvolle Fernwanderung über die gesamten Ostalpen. Sie führt durch Österreich, Deutschland, Slowenien und Italien. Es werden in Nord-Südrichtung sieben Gebirgsgruppen überquert – die Berchtesgadener Alpen, die Salzburger Schieferalpen, die Goldberggruppe und die Kreuzeckgruppe in den Hohen Tauern, die Gailtaler Alpen, der Karnische Hauptkamm und die Julischen Alpen. Nachdem man in Tolmin das Hochgebirge hinter sich gelassen hat, geht es in Friaul-Julisch Venetien auf ruhigen Pfaden durch bewaldete Hügellandschaften, durch das Weinbaugebiet Collio und durch den Karst bis ans Mittelmeer.

2. Wie lange bin ich unterwegs?

Für die gesamte Tour musst Du mit vier Wochen rechnen. Es sind immerhin rund 500 Kilometer, über 25.000 Höhenmeter im Aufstieg und über 25.000 Höhenmeter im Abstieg zu bewältigen. Bist Du sehr fit und motiviert, kannst Du auch ein paar Tage früher ins Mittelmeer springen. Wem es genügt, die Alpen zu überqueren, nimmt sich gut drei Wochen frei und tritt in Tolmin die Rückreise an. Auch zuvor gibt es in den Tälern zwischen den Gebirgsgruppen Bus- und Bahnanschluss, so dass man die Fernwanderung gut auf mehrere Urlaube aufteilen kann.

Eine Alpenüberquerung kann einen schon mal an die Grenzen bringen.

3. Welche Anforderungen muss ich erfüllen?

Die Alpenüberquerung Salzburg – Triest stellt durchaus beachtliche Anforderungen an die Fitness, die Kondition und die Einstellung des Wanderers. Auch wenn Du die Etappen individuell planen kannst, wirst Du an vielen Tagen sechs bis acht Stunden gehen und über 1.000 Höhenmeter auf- und wieder absteigen. Da es immer wieder durch hochalpines Terrain geht, solltest Du schwindelfrei und trittsicher sein. Klettersteigpassagen sind jedoch keine dabei. Die anspruchsvollsten Etappen sind die 13. und 14. Etappe (Hugo-Gerbers-Hütte – Feldnerhütte und Feldnerhütte – Greifenburg) sowie die 19. und 20.Etappe (Rifugio Zacchi – Poštarski dom na Vršiču und Poštarski dom na Vršiču – Pogačnikov dom). Es ist möglich, diese Etappen auf einfacheren Varianten zu umgehen.

4. Gibt es einen Wanderführer und GPS-Tracks?

Mein Wanderführer „Alpenüberquerung Salzburg – Triest“ ist im Mai 2016 im Bergverlag Rother erschienen und kostet 14,90 EUR. Zur Veröffentlichung habe ich das Buch in einem Blogartikel ausführlich vorgestellt. Bezugsquellen und Pressestimmen findest Du hier. Für jeden Käufer des Wanderführers steht auf der Internetseite des Verlags die komplette Route als GPS-Track zum kostenlosen Download bereit.

Mein Wanderführer „Alpenüberquerung Salzburg – Triest“ bringt Dich sicher ans Ziel.

5. Ist der Wanderführer auch als E-Book oder App erschienen?

Meinen Wanderführer gibt es auch als Guide für die RotherTourenApp. Die App gibt es für Android- und iOS-basierte mobile Endgeräte, kann kostenlos von Google Play oder iTunes heruntergeladen werden und enthält eine Liste aller verfügbaren Guides. Der Guide „Alpenüberquerung Salzburg – Triest“ kann dann für 9,99 EUR entweder über einen InApp-Kauf oder – nur für Android-basierte mobile Endgeräte – in diesem Shop erworben werden.

Verlosung: Ich verlose 3 Guides „Alpenüberquerung Salzburg – Triest“ (nur für Android) im Wert von je 9,99 EUR. Schreibe einfach bis Sonntag, den 9. April 2017 um 22 Uhr in den Kommentaren, dass Du gewinnen möchtest.

Gewonnen haben Clara, Daniela und Volker.  Die Gewinner wurden mit Hilfe eines Zufallszahlengenerators ermittelt und sind von mir bereits per E-Mail informiert worden.

6. Stimmt es, dass man in der Toni-Lenz-Hütte nicht mehr übernachten kann?

Ja, in der Toni-Lenz-Hütte auf der 1. Etappe ist seit 2016 keine Übernachtung möglich. Dies war zur Drucklegung des Wanderführers nicht bekannt und ist demnach dort nicht aufgeführt. Als Alternativen kommen das Zeppezauerhaus (siehe Varianten der 1. Etappe im Wanderführer) und das Stöhrhaus (siehe 2. Etappe) in Frage. Änderungen zum Buch sind unter Leserzuschriften auf der entsprechenden Rother-Seite genannt.

Das Stöhrhaus und der Berchtesgadener Hochthron.

7. Wann ist die beste Zeit für die Fernwanderung?

Der gesamte Weg ist in der Regel von Anfang Juli bis Mitte September gut begehbar. Während dieser Zeit sind alle Berghütten auf der Route geöffnet und ist Schneefall auch in den Hochlagen über 2.000 m eher selten. Wer die gesamte Alpenüberquerung plant, sollte spätestens Anfang September aufbrechen, um nicht vor verschlossenen Türen zu stehen. Manche Abschnitte können bereits ab Mai und bis in den Oktober hinein gemacht werden. Genau Angaben hierzu findest Du in meinem Wanderführer.

8. Kann ich mich anderen Wanderern anschließen?

An jedem Tag zwischen Ende Juni und Anfang September treffen sich die Salzburg-Triest-Wanderer um 10 Uhr im Kurpark in Salzburg, um ganz unverbindlich gemeinsam zu starten. Es spielt keine Rolle, ob Du nur ein paar Etappen gehst oder bis ans Mittelmeer möchtest. Natürlich kann ich nicht versprechen, dass an jedem Tag jemand startet bzw. sich eine Wandergruppe auf Dauer bildet. Du solltest also auf jeden Fall selbstständig sein, den Wanderführer sowie Karten oder den GPS-Track dabei haben.

Mit etwas Glück, lernt man unterwegs nette Begleitung kennen.

9. Wer ist bei der Alpenüberquerung 2017 dabei?

Teile mir einfach Deine Pläne per E-Mail oder unten in den Kommentar mit. Ich trage Dich dann unverbindlich in die folgende Liste ein. Ich brauche Deinen Namen, Dein Startdatum, Deinen Start- und Zielort sowie die Anzahl der Tage, die Du voraussichtlich unterwegs sein wirst. Bitte bedenke, dass viele hier nicht auftauchen, da sie meinen Blog nicht kennen, aber den Wanderführer gekauft haben. Wer unter der Woche in Salzburg startet, kann mögliche Engpässe auf den Berghütten etwas vermeiden.

  • Freitag, 16.6:  Maria, Marc, Olli, Christian & Niko (Salzburg bis Triest, 30 Tage)
  • Donnerstag, 22.6: Christof (Salzburg bis Triest, 4 Wochen, Start: 29.5 in Nürnberg, Ende: ca. 25.7 in Poreč oder Premantura/Kroatien)
  • Freitag, 23.6: Janette & Tilo (Salzburg bis Triest, 4 Wochen)
  • Samstag, 24.6: Janine (Berchtesgaden bis Maria Alm, 4 Tage)
  • Samstag, 24.6: Stefan (Berchtesgaden bis Rauris, 6 Tage)
  • Samstag, 1.7: Elke & Joachim (Salzburg bis Triest, 4 Wochen)
  • Dienstag, 11.7: Carolin & Cécile (Salzburg bis Triest, 4 Wochen)
  • Samstag, 15.7: Micha (ab Rauris, 10 Tage)
  • Freitag, 21.7: Volker (Salzburg bis Tolmin, 29 Tage)
  • Montag, 24.7: Hannes & Julia (Salzburg bis Triest, 4 Wochen)
  • Samstag, 29.7: Lisa (Salzburg bis Triest, 4 Wochen)
  • Samstag, 5.8: Britta & Brigitte (Maria Alm bis Triest, 4 Wochen)
  • Sonntag, 6.8: Annika (& evtl. Freund) (ab Salzburg, soweit die Füße tragen)
  • Montag, 7.8: Thomas & Gattin (ab Salzburg, 20 Tage)
  • Mitte August: Detlef (Salzburg bis Triest, 4 Wochen)
  • im August: Iskender (ab Rauris, 1 Woche)
  • im September: Heidrun & Freundin (Berchtesgaden bis Rauris, 1 Woche)
  • Termin noch offen: Raimund (Maria Alm bis Stall, 5 Tage)
  • Termin & Abschnitt noch offen: Alex & Johannes (1 Woche)
  • Termin & Abschnitt noch offen: Claudi („wieder paar Etappen“)

10. Wie erkenne ich unterwegs andere Salzburg-Triest-Wanderer?

Das Erkennungszeichen der Alpenüberquerer auf dieser Route ist ein rotes Band oder Schleifchen. Bringe es einfach hinten an Deinem Rucksack an. Rot ist die gemeinsame Farbe der Flaggen von Österreich, Deutschland, Slowenien und Italien. Natürlich kannst Du auch nach meinem roten Rother-Wanderführer Ausschau halten, z. B. abends auf der Berghütte.

Ein rotes Schleifchen ist das Erkennungszeichen der Salzburg-Triest-Wanderer.

11. Gehst Du 2017 auch wieder nach Triest?

Ja. Nachdem ich im letzten Sommer über 2900 km auf dem Jakobsweg gepilgert bin, möchte ich heuer von meiner Haustüre in Nürnberg bis nach Poreč oder Premantura in Istrien gehen und dabei auch wieder auf der Alpenüberquerung Salzburg – Triest unterwegs sein.

12. Wo finde ich weitere Informationen?

Auf der Themenseite zur Alpenüberquerung Salzburg – Triest gibt es Fotoimpressionen und Tagesberichte meiner drei bisherigen Touren, zwei mehrseitige Artikel im trekking-Magazin, Tipps, wie Du in sechs Wochen fit für Deine Alpenüberquerung 2017 wirst, und anderes mehr.

Die 28. Etappe führt mit herrlichen Ausblicken auf das Mittelmeer nach Triest.

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„Einfach sein“ von Willy Astor

Der bayerische Liedermacher und Kabarettist Willy Astor hat einen Song veröffentlicht, der wunderbar zu meinem Blog Einfach bewusst passt. „Einfach sein“ ist die erste Single aus Astors aktuellem Album „Chance Songs“. Mehr Worte möchte ich gar nicht verlieren, denn Text und Musik stehen für sich.

„Einfach leben – gar nicht so leicht.
Einfach ist tief und nicht seicht und vielleicht
ist es am schwersten es wieder zu sein.
Einfach: Einfach sein.
Mach den Versuch wieder einfach zu sein.
Ein Tisch, ein Stuhl, ein Kerzenschein,
ein Blatt Papier, zwei Herzen, ein Reim
Einfach: Einfach sein.
Einfach sein, auch wenns schwierig is.
Auch, wenn die Gier noch so gierig is.
Das zu entdecken hinter dem Dunst,
einfach sein – ist die Kunst.
Wie das Programm ist der Fernseher flach,
warum ist am Waldrand mein WLAN so schwach.
Und jeden Tag wird er trüber mein Blick.
Ich geh wieder auf Los zurück.
Augen zu haben fürs Abendrot,
und gute Freunde in der Not.
Ja das klingt einfach, ist aber wahr,
einfach unbezahlbar.
Der Keller, die Wohnung – alles voll Zeugs
Ich steh davor und beäugs.
Ist das der Wohlstand, den ich unbedingt brauch?
Fragst du dich sowas auch?
Wir fliegen zum Mars so, als ob sich das lohnt.
Und leben ein Leben hinterm Mond,
sägen mit Eifer am eigenen Ast
und eigentlich sind wir nur zu Gast.
Wann sind wir einfach mal nur zufrieden
und hören endlich auf uns zu bekriegen?
Denn, wenn ein Frieden für immer hält,
um wieviel schöner wäre sie, diese Welt?
Unser Planet hier bietet uns an,
dass man nach dem aus- auch noch einatmen kann.
Ganz einfach, ganz simpel zum Leben gemacht,
für jeden ein Platz Tag und Nacht.
Leg deine Maske in einen Fluss,
gib einer wildfremden Oma n’Kuss.
Lache mal laut in den Spiegel hinein,
beschließ einfach glücklich zu sein.“

Text und Musik: Willy Astor

Ich bedanke mich bei Willy Astor, Blankomusik und Backstage Promotion für den netten Kontakt, den Songtext, das Pressefoto und das Video.

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Liebe Leserin, lieber Leser,

Stillstand muss nicht unbedingt Rückschritt bedeuten. Aber hin und wieder etwas Neues auszuprobieren, tut gut und kann einen persönlich und andere voranbringen. Deswegen starte ich heute eine neue Artikelserie. Einmal im Quartal stelle ich Artikel, Bücher und Produkte vor, die in meinen eigenen Texten keinen Platz finden, ich aber empfehlen möchte. Ich würde mich freuen, in den Kommentaren zu lesen, was Du von der Idee hältst.

Hier kommen meine Empfehlungen:

In dem bisher nur auf Englisch erschienenen Buch „The One Thing“ erklären Gary Keller und Jay Papasan, wie man außergewöhnliche Resultate erzielt (und dabei noch Zeit und Nerven spart), indem man sich auf eine Sache konzentriert. Besonders interessant finde ich, dass dies in allen Lebensbereichen funktioniert – auf der Arbeit, in der Freizeit, mit der Familie und beim persönlichen Wachstum. „The One Thing“ hat mich dazu inspiriert, über den Mythos Multitasking zu schreiben.

Sag mal, auf wievielen Quadratmetern lebst Du eigentlich? Ich auf 39. Alisha und Josh aus den USA sind vor Kurzem in ein 30 Quadratmeter großes Tiny House gezogen. Sie haben es für $15.000 aus überwiegend gebrauchtem Material selbst gebaut. Auf ihrem Blog kannst Du Dir das mobile Häuschen anschauen.

Sebastian Copien hat sich mit „Die vegane Kochschule“ einen Platz in meiner nur noch einen Meter breiten Büchersammlung ergattert und liegt regelmäßig auf meinem Küchentisch. Es enthält nicht nur 50 schnelle Grundrezepte und 150 nach Jahreszeiten eingeteilte, etwas aufwendigere Rezepte, sondern auch eine umfassende Warenkunde, Grundlagen der Küchenpraxis wie das Herstellen veganer Milch und das Haltbarmachen von Lebensmitteln sowie Tricks, wie man aus einem Gericht geschmacklich mehr herausholt. Den Clou habe ich erst nach ein paar Tagen entdeckt: Der Buchumschlag entpuppt sich auseinandergefaltet als Saisonkalender.

Apropos vegan. Auf meinem Jakobsweg im letzten Sommer habe ich einen jungen US-Amerikaner kennengelernt, der mir von der Alge Spirulina als Nahrungsergänzung vorschwärmte. Er meinte, dass er als Veganer Vitamin B12 aus Spirulina beziehen würde. Ich war mir sicher, dass es sich dabei um das Pseudovitamin B12 handelt. Wieder zuhause habe ich auf INutro nachgelesen, dass die Spirulina-Alge eines der nährstoffreichsten Lebensmittel ist (670 % mehr Protein als Tofu, 3100 % mehr ß-Carotin als Karotten, 5100 % mehr Eisen als Spinat), das enthaltene Vitamin B12 aber tatsächlich von uns Menschen kaum verwertet werden kann. Auf INutro gibt es zahlreiche studienbasierte Texte zum Thema Ernährung, etwa über Vitamin D, Magnesium, Ginseng, Maca Pulver und den Glykämischen Index.

Ich kann es kaum glauben, aber ich werde mich heuer wieder auf den Jakobsweg begeben – zumindest 150 km lang. Ich möchte nämlich ab Ende Mai von meiner Haustüre bis nach Istrien wandern. Die grobe Route steht bereits: Von Nürnberg nach Neunburg vorm Wald, von dort auf dem Goldsteig bis Passau, dann auf dem Jakobsweg Innviertel nach Salzburg, weiter auf der Alpenüberquerung Salzburg – Triest bis zum Mittelmeer und schließlich auf der Parenzana (einem unasphaltierten Radweg auf einer stillgelegten Bahntrasse) bis nach Poreč an der Westküste der Halbinsel Istrien in Kroatien. Für diese 5-Länder-Tour werde ich rund zwei Monate unterwegs sein. Mehr dazu demnächst auf Einfach bewusst.

Nach meiner Fernwanderung möchte ich noch im Spätsommer oder Herbst mit Freunden ein Ferienhaus mieten und von dort Tagestouren zu Fuß oder mit dem Rad unternehmen. Beim Online-Reiseanbieter FerienparkSpecials habe ich zahlreiche Ferienhäusern in Deutschland, Belgien und den Niederlanden entdeckt, die allesamt in der Natur liegen. Diese Feriendörfer sind mit einem Nachhaltigkeitszertifikat ausgezeichnet und für jeden interessant, dem der Klima- und Naturschutz wichtig ist.

Den eigenen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren, darum geht es auch in dem Ratgeber „Dein Weg zur Nachhaltigkeit – 350 praktische Tipps für den Alltag“. Florian Schreckenbach und Leena Volland (die auch den Blog Nachhaltig sein betreiben) nehmen unser hanebüchenes Konsumverhalten unter die Lupe und zeigen, wie wir grüner leben können und dabei sogar noch Spaß haben.

Einer der Tipps im eben erwähnten Buch lautet, möglichst verpackungsfrei einzukaufen. Shia beschäftigt sich auf Wasteland Rebel eingehend mit der Müllvermeidung und pflegt eine überaus nützliche Liste mit allen Unverpackt-Läden sowie zahlreichen Läden mit losen Waren als Zusatzangebot in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Zum Abschluss möchte ich Dir noch einen Schweizer Sänger und Musiker ans Herz legen, den ich vor einem Jahr in einem kleinen Liveclub in Nürnberg gesehen und gehört habe. Faber stammt aus Zürich und ist der Sohn des italienischen Liedermachers Pippo Pollina. Faber würde nach eigener Aussage am liebsten wie Jacques Brel klingen, erinnert mich manchmal an Leonard Cohen, hat aber trotz seiner erst 23 Jahre einen unverkennbaren Sound. Nach zwei EPs erscheint im Juli sein Debütalbum „Sei ein Faber im Wind“. Die gleichnamige Single ist heute erschienen und habe ich hier eingebettet.

Vielen Dank für Deine Aufmerksamkeit!

Einfach bewusste Grüße

Christof

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