Jakobsweg live: Seit heute minimalistisch, nachhaltig und vegan nach Santiago de Compostela

„Sage nicht, wenn ich Zeit dazu habe, vielleicht hast du nie Zeit dazu. Wenn nicht jetzt, wann dann?“ (aus dem Talmud)

Tagesbericht #1 für jedermann online

Die ersten 26 von rund 3000 Kilometern auf dem Jakobsweg sind geschafft. Ich bin heute morgen von meiner Haustüre in Nürnberg aus gestartet und habe vor zwei Stunden die Wohnung meines Bruders und meiner Schwägerin in Schwabach erreicht. Wie es mir auf der ersten Etappe ergangen ist, kannst Du in meinem ersten Tagesbericht nachlesen, den ich mit einer Handvoll Fotos freigegeben habe. Buche einfach mein Jakobsweg-Paket, wenn Du meine Pilgerabenteuer in Wort und Bild verfolgen möchtest. Tipp: Newsletter-Abonnenten bekommen einen Rabatt von 10 %.

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Einfach bewusst gen Süden

Wie schon bei meinen Touren auf der Alpenüberquerung Salzburg – Triest bin ich wieder minimalistsch, nachhaltig und vegan unterwegs.

Alles, was ich in den nächsten Wochen benötige, passt in einen 32-Liter-Rucksack und wiegt weniger als 8 kg. Was das genau ist, steht in meiner Packliste. „Wie viele Dinge es doch gibt, die ich nicht brauche“, sagte der griechische Philosoph Sokrates vor bald 2500 Jahren. Dieses Zitat könnte das Motto meiner Fernwanderung sein. Ich trage nur das Nötigste mit mir herum und konzentriere mich auf wenige Tätigkeiten: Gehen und andere Pilger treffen, Fotografieren und Tagesberichte schreiben, Essen und Trinken, Wäsche waschen und meinen Körper pflegen, Schlafen und Regenerieren.

Auch habe ich mir vorgenommen, jeden der vier bis fünf Millionen Schritte selbst zu machen. Den Bodensee, den Vierwaldstättersee und andere Hindernisse werde ich also nicht mit Fähren oder Bussen überwinden, sondern umgehen, auch wenn ich dann von der offizielle Route abweichen und zusätzliche Tage investieren muss. Nachhaltiger kann man wohl nicht nach Spanien reisen. Die Rückfahrt werde ich nicht im Flugzeug, sondern mit Bus und Bahn antreten. Mich innerhalb von zwei oder drei Stunden nach Hause zu beamen, wäre ökologisch unlogisch. Darüber hinaus käme mir das Fliegen absurd vor, wo ich mich doch zuvor wochenlang im Schneckentempo dem Pilgerziel genähert haben werde.

Wenn ich den Geschichten und den Allesessern Glauben schenke, wartet für mich als Veganer eine kulinarische Hölle. Ich werde Beilagen essen (Deutschland), 25 Euro für eine Pizza ohne Käse zahlen (Schweiz), nur Baguette und Oliven bekommen (Frankreich) und ausgemergelt dann doch zu Manchego-Käse und Churros greifen (Spanien). Warten wir es ab. Vielleicht mache ich auch jeden Mittag Couscoussalat und koche abends in den Pilgerherbergen, wo es oft gut ausgestattete Küchen geben soll.

Warum? Weil ich es kann!

„Warum tust Du Dir das an?“, wollte ein Freund kürzlich von mir wissen. Ich antwortete: „Warum leckt der Hund seine Eier? Weil er es kann!“ Etwas Besseres fiel mir auf die Schnelle nicht ein. Es gibt nicht den einen Grund, warum ich mich auf den Jakobsweg mache. Es sind vielmehr eine ganze Reihe Motive, die mich dazu bewegen. Ich werde sie in einem meiner nächsten Tagesbericht in Worte fassen.

Während ich pilgere, wird es auf meinem Blog ruhiger, wenn auch nicht still werden. Etwa alle zwei Wochen soll es hier etwas zu lesen geben und zwar nicht nur zum Thema Jakobsweg. Genieße ansonsten einfach bewusst den Sommer, das Draußensein und die Offlinezeit. Und falls Du meine Pilgerabenteuer virtuell verfolgst, sage ich Buen camino und Ultreya!

Jakobsweg_gestartet_Berichte

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Packliste für den Jakobsweg - 32 Liter, 8 kg, 4 Monate

„Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug.“ (Epikur, griechischer Philosoph)

In zehn Tagen startet mein Abenteuer Jakobsweg. Ich möchte von meinem Wohnort Nürnberg aus die rund 3000 km lange Strecke bis zur Kathedrale von Santiago de Compostela zurücklegen.

Meinen Rucksack habe ich bereits gepackt. Ohne Proviant und Wasser komme ich auf 6 kg, mit Verpflegung auf 8 kg. Das ist weniger, als manch einer auf einer Wochenendtour dabei hat.

Damit ich nicht alle Pilger- und Sprachführer den gesamten Jakobsweg mitschleppen muss, werde ich Pakete zu Freunden am Bodensee und in Genf schicken. Vielleicht sende ich noch eines postlagernd an die französisch-spanische Grenze.

Meine Packliste für den Jakobsweg ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss. Ultraleicht-Fernwanderer kommen mit weniger aus. Auf manches will oder kann ich nicht verzichten – etwa auf das Rasierset oder meinen veganen Notproviant. Außerdem ersetze ich aus Gründen der Nachhaltigkeit einen Ausrüstungsgegenstand erst dann mit einem leichteren, kompakteren und ggf. veganen, wenn der alte Gegenstand nicht mehr zu gebrauchen ist.

Übrigens kannst Du auf das Foto oben klicken, um es zu vergrößern.

Rucksack & Tragen

Anzahl Produkt Detail Gewicht
1 Rucksack Deuter ACT Trail 32, mit integrierter Regenhülle 1.300
1 Jakobsmuschel-Pin 10
6 Pack-/Kompessions-/Zipbeutel 80
1 Paar Trekkingstöcke Leki Carbon Titanium 440
1.830

Kleidung

Anzahl Produkt Detail Gewicht
1 Wanderschuhe Lowa Innox GTX 1.200
1 Barfußschuhe Sole Runner T1 Allrounder 295
2 Paar Wandersocken 140
1 Paar Söckchen für Barfußschuhe 20
3 Slips Kaikkialla Slip, 2 zum Wandern, 1 für abends/nachts 140
1 Wanderhose Salomon Wayfarer 300
1 Wandershorts 160
1 Freizeithose 280
1 Freizeithemd/-shirt 190
1 Langarmshirt 170
1 T-Shirt 140
1 Fleece Mammut Pacific Crest 280
1 Windjacke Schöffel Windbreaker 170
1 Regenhose Berghaus Paclite Gore-Tex 240
1 Regenjacke Vaude Men’s Fjordan Jacket 360
4.085

Schlafen

Anzahl Produkt Detail Gewicht
1 Schlafsack Yeti Passion One 350
2 Paar Ohropax 2
352

Sonnenschutz

Anzahl Produkt Detail Gewicht
1 Sonnenhut Vaude Escape 65
1 Sonnenbrille 25
1 Brillenetui 35
1 Sonnencreme Daylong ultra face, mit Lichtschutzfaktor 30 40
1 Lippenpflegestift mit Lichtschutzfaktor 30 10
175

Hygiene & Apotheke

Anzahl Produkt Detail Gewicht
1 Handtuch Meru, 84 cm x 38 cm 70
1 Naturseife Dr. Bronner’s Magic Soaps Lavendel, für Haare, Körper und Klamotten 75
1 Zahnbürste 15
1 Zahncreme Konzentrat 50
1 Rasieröl 100 % Arganöl 200
1 Rasierhobel Mühle 65
5 Rasierklingen 3
1 Nagelschere 15
1 Kamm 15
1 Deo Reise-Größe 40
Toillettenpapier 50
Taschentücher 30
1 Erste-Hilfe-Set inkl. Medikamente für Fieber, Schmerzen und Durchfall sowie Mini-Nähset 150
Blasenpflaster Compeed medium 20
798

Outdoor-Küche & Verpflegung

Anzahl Produkt Detail Gewicht
1 Frischhaltedose mit Deckel, 900 ml 150
1 Löffel 15
1 Taschenmesser Victorinox Sportsman 50
1 Schwämmchen 5
1 Trinksystem Source Widepac, 2 l 170
3 Mülltüten 10
4 Gummis & Clips 10
Proviant Nüsse, Trockenfrüchte, Couscous, Erdnussbutter, Olivenöl, Tomatenmark, Gewürze, Salz etc. 1.000
Wasser 1.000
2.410

Orientierung & Kommunikation

Anzahl Produkt Detail Gewicht
1 Pilgerführer Bergverlag Rother oder Conrad Stein Verlag 200
1 Stift 4
1 kleiner Block 20
1 Smartphone Samsung Galaxy S4 mini 120
1 Ladegerät RAVPower iSmart, mit 2 USB-Anschlüssen, auch für die Digitalkamera 100
444

Fotoausrüstung

Anzahl Produkt Detail Gewicht
1 Digitalkamera Sony DSC-RX100 Cyber-shot 240
1 SD-Speicherkarte Transcend, 64 GB 1
1 Fototasche 65
1 Ladekabel 15
321

Geld & Dokumente

Anzahl Produkt Detail Gewicht
1 Geldbeutel Vaude Stoxx 65
Bargeld 40
1 Personalausweis 4
1 Pilgerausweis 20
1 EC-Karte 4
1 Kreditkarte 4
1 Krankenversicherungskarte 5
142

 

Gewicht Rucksack ohne Wasser und Proviant: 5.900
Gewicht Rucksack mit 1 l Wasser und 1 kg Proviant: 7.900

 

Wie sich meine Packliste auf dem Jakobsweg bewährt, erfährst Du, wenn Du meine täglichen Berichte und Fotos buchst.

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Tomaten-Pistazien-AufstrichVegan, ideal auch zum Mitnehmen – Zeit: 15 Min. – Schwierigkeit: leicht

Anfang des Jahres habe ich eine vegane Wandergruppe gegründet, die ich auf den Namen Vandergruppe getauft habe. Seitdem treffen wir uns einmal im Monat, um in einem der Mittelgebirge Frankens zu wandern und mittags vegan einzukehren. Auf einer der bisher fünf Touren haben wir im Grünen gepicknickt. Janines Beitrag zum Potluck war ein Tomaten-Pistazien-Aufstrich, der mir sehr gut gemundet hat. Ich habe keine Ahnung, woher Janine das Rezept hat, aber ich habe das schnelle Gericht zuhause mehrmals nachgemacht und es noch etwas abgeändert.

Der Tomaten-Pistazien-Aufstrich schmeckt zu Baguette oder Vollkornbrot, als Pesto zu Nudeln sowie zum Verfeinern eines Auflaufs.

Für 4 Portionen:
50 g getrocknete Tomaten (möglichst nicht in Öl)
2 EL Couscous
3 EL heißes Wasser
50 g ungesalzene Pistazien
20 g Pinienkerne
8 EL Olivenöl
Chiliflocken nach Geschmack

Zubereitung:

  1. Die getrockneten Tomaten 10 Minuten in heißem Wasser einweichen.
  2. Den Couscous mit dem 3 EL heißem Wasser 5 Minuten quellen lassen.
  3. Die getrockneten Tomaten in ein Sieb geben und abtropfen lassen.
  4. Die Stiele der Tomaten ggf. entfernen und die Tomaten in Stücke schneiden.
  5. Alle Zutaten mit einem Pürierstab oder einer Küchenmaschine zu einem gleichmäßigen, aber nicht zu feinem Aufstrich verarbeiten.

Tipps:
– Da die getrockneten Tomaten meist recht salzig sind, muss man in den meisten Fällen kein Salz hinzugeben.
– Der Tomaten-Pistazien-Aufstrich kann gut variiert werden. In Janines Originalrezept werden nur Pistazien und keine Pinienkerne verwendet. Eine Handvoll Basilikum (anstelle der Chiliflocken) sorgt für eine angenehme Frische.

Guten Appetit!

PS: Mit dem Rezept für diesen Tomaten-Pistazien-Aufstrich habe ich nun 20 Rezepte online gestellt.

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50 Jakobsweg-Zitate, die zum Pilgern anregen

50 Jakobsweg-Zitate, die zum Pilgern anregen

Wenn alles nach Plan läuft, starte ich in weniger als vier Wochen die längste Wanderung meines Lebens. Ich möchte von meiner Haustüre aus auf dem Jakobsweg 3000 km bis nach Santiago de Compostela pilgern.

Was liegt da näher, als eine Sammlung mit Zitaten, Sprüchen und Aphorismen aus vier Jahrtausenden zu den Themen Jakobsweg und Pilgern zu veröffentlichen?

Ich wünsche dir viel Vergnügen beim Stöbern. Vielleicht inspirieren Dich die folgenden Zitate dazu, einmal selbst den Jakobsweg unter die Füße zu nehmen.

„All meinen Besitz trage ich bei mir.“ oder „Omnia mea mecum porto.“ (Bias von Priene, einer der Sieben Weisen von Griechenland, um 590 v. Chr. – um 530 v. Chr.)

„Gehen ist des Menschen beste Medizin.“ (Hippokrates von Kos, griechischer Arzt, um 460 v. Chr. – um 370 v. Chr.)

„Aus kleinem Anfang entspringen alle Dinge.“ (Cicero, römischer Politiker und Philosoph, 106 v. Chr. – 43 v. Chr.)

„Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“ (Matthäus, 7,7)

„Sage nicht, wenn ich Zeit dazu habe, vielleicht hast du nie Zeit dazu. Wenn nicht jetzt, wann dann?“ (aus dem Talmud, einem der wichtigsten Schriftwerke des Judentums)

„Suche nicht draußen! Kehre in dich selbst zurück! Im Innern des Menschen wohnt die Wahrheit.“ (Augustinus von Hippo, lateinischen Kirchenlehrer und Philosoph, 354 – 430)

„Raube dem Pilger die Hoffnung, an sein Ziel zu gelangen, und die Kräfte des Wanderers brechen zusammen.“ (Wilhelm von Saint-Thierry, Zisterzienser, Abt und Seliger, um 1075/1080 – 1148)

„Es kommt niemals ein Pilger nach Hause, ohne ein Vorurteil weniger und eine neue Idee mehr zu haben.“ (Thomas Morus, englischer Staatsmann und Humanist, 1478 – 1535)

„Lauf nicht dahin, man weiß nicht, ob Sankt Jakob oder ein toter Hund daliegt.“ (Martin Luther, deutscher Theologe und Reformator, 1483 – 1546)

„Der Weg ist immer besser als die schönste Herberge.“ (Miguel de Cervantes, spanischer Schriftsteller, 1547 – 1616)

„Die nur ganz langsam gehen, aber immer den rechten Weg verfolgen, können viel weiter kommen als die, welche laufen und auf Abwege geraten.“ (René Descartes, französischer Philosoph und Wissenschaftler, 1596 – 1650)

„Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.“ (Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter, 1749 – 1832)

„Ich bin der Meinung, dass alles besser gehen würde, wenn man mehr ginge.“ (Johann Gottfried Seume, deutscher Schriftsteller, 1763 – 1810)

„Sei freundlich beflissen in deinem Hause den Pilger zu laben, weil ohn‘ es zu wissen, schon manche so Engel bewirtet haben.“ (Friedrich Rückert, deutscher Dichter, 1788 – 1866)

„Sei wie eine Briefmarke. Bleib an einer Sache dran, bis du am Ziel bist.“ (Josh Billings, US-amerikanischer Schriftsteller, 1818 – 1885)

„Am Ziele deiner Wünsche wirst du jedenfalls eines vermissen: dein Wandern zum Ziel.“ (Marie von Ebner-Eschenbach, österreichische Schriftstellerin, 1830 – 1916)

„Heute mal wird nur gebetet, // Morgen wird das Fleisch getötet, // Übermorgen beichtet man, // Und dann geht das Pilgern an.“ (Wilhelm Busch, deutscher Dichter und Zeichner, 1832 – 1908)

„Man kann laufen so weit man will, man sieht überall nur seinen eigenen Horizont.“ (Max von Eyth, deutscher Ingenieur und Schriftsteller, 1836 – 1906)

„Es gibt auf dieser Welt einen einzigen Weg, den nur du allein gehen kannst. Wohin er führt? Frag nicht, geh ihn.“ (Friedrich Nietzsche, deutscher Philosoph und klassischer Philologe, 1844 – 1900)

„Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.“ (Guy de Maupassant, französischer Schriftsteller, 1850 – 1893)

„Man kann sich wohl den Weg wählen, aber nicht die Menschen, denen man begegnet.“ (Arthur Schnitzler, österreichischer Schriftsteller, 1862 – 1931)

„Was nützt es, zu den Heiligtümern des Herrn zu pilgern, wenn das Herz nicht mitgeht?“ (Heinrich Federer, Schweizer Schriftsteller und katholischer Priester, 1866 – 1928)

„Der Mensch braucht Erde unter den Füßen, sonst verdorrt ihm das Herz.“ (Gertrud von le Fort, deutsche Schriftstellerin, 1876 – 1971)

„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“ (Franz Kafka, deutschsprachiger Schriftsteller, 1883 – 1924)

„An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser.“ (Charlie Chaplin, britischer Komiker, Schauspieler und Regisseur, 1889 – 1977)

„Oft liegt das Ziel nicht am Ende des Weges, sondern irgendwo an seinem Rand.“ (Ludwig Strauss, deutscher Schriftsteller, 1892 – 1953)

„Einzig die Richtung hat einen Sinn. Es kommt darauf an, dass du auf etwas zugehst, nicht dass du ankommst.“ (Antoine de Saint-Exupéry, französischer Schriftsteller, 1900 – 1944)

„Wir alle sind Pilger, die auf ganz verschiedenen Wegen einem gemeinsamen Treffpunkt zuwandern.“ (Antoine de Saint-Exupéry, französischer Schriftsteller, 1900 – 1944)

„Die Sklaven von heute werden nicht mit Peitschen, sondern mit Terminkalendern angetrieben.“ (John Steinbeck, US-amerikanischer Autor, 1902 – 1968)

„Der Jakobsweg ist eine Reise der Seele.“ (Shirley MacLaine, US-amerikanische Schauspielerin und Schriftstellerin, *1934)

„Wenn wir den EM-Titel holen, pilgere ich auf dem Jakobsweg.“ (Luis Aragonés, spanischer Fußballspieler und -trainer, 1938 – 2014)

„Es ist gut, etwas Langsames zu tun, bevor man im Leben eine wichtige Entscheidung trifft.“ (Paulo Coelho, brasilianischer Schriftsteller, *1947)

„Der Weg dauert nicht ewig: Es ist ein Segen, ihn eine Zeit lang zu gehen, aber eines Tages wird er enden, also sei jederzeit vorbereitet, dich zu verabschieden. So sehr dich auch manche Landschaften zum Staunen bringen oder dich einige Strecken einschüchtern mögen, die zu gehen viel Mühe kosten, halte nichts fest. Weder die euphorischen Stunden noch die endlosen Tage, in denen alles schwierig erscheint und der Fortschritt langsam ist. Früher oder später wird ein Engel kommen und dein Weg wird zu Ende sein, vergiss das nicht.“ (Paulo Coelho, brasilianischer Schriftsteller, *1947)

„Gut möglich, dass Santiago de Compostela ein ganz besonderer Ort ist, zu dem es sich zu reisen lohnt. Aber was den Wahrheitsgehalt der Legende um den heiligen Jakob angeht, könnte man genauso gut auch zu Schneewittchens Schloss pilgern oder zur Hütte der sieben Zwerge.“ (Georg Koeniger, deutscher Kabarettist und Autor, *1957)

„Mach’s einfach! Im doppelten Sinne.“ (Axel Haitzer, deutscher Marketingexperte und Autor, *1959)

„Ich bin dann mal weg.“ (Hape Kerkeling, deutscher Komiker und Autor, *1964)

„Der Camino bietet eine echte, fast vergessene Möglichkeit, sich zu stellen. Jeder Mensch sucht nach Halt. Dabei liegt der einzige Halt im Loslassen. Dieser Weg ist hart und wundervoll. Er ist eine Herausforderung und eine Einladung. Er macht dich kaputt und leer. Restlos. Und er baut dich wieder auf. Gründlich. Er nimmt dir alle Kraft und gibt sie dir dreifach zurück. Du musst ihn alleine gehen, sonst gibt er seine Geheimnisse nicht preis. Ich muss vor allem an die denken, die diesen Weg nicht gehen können, und ihnen sei versichert: Dieser Weg ist nur eine von unendlichen Möglichkeiten. Der Camino ist nicht einer, sondern tausend Wege, aber jedem stellt er nur eine Frage: Wer bist du?“ (Hape Kerkeling, deutscher Komiker und Autor, *1964)

„Wahrnehmen, was alles nicht fehlt. Ankommen mit dem, was man hat. Erleben, was an Bedeutung verliert. Sich reich und beschenkt fühlen durch ganz andere Dinge. Sobald man die ersten Schritte auf dem uralten Pilgerweg getan hat, geht alles wie von selbst. Man erfährt und sieht Dinge, die man vorher nicht wahrgenommen hat. Man verändert sich und kann ein anderer Mensch werden. Ganz einfach so. Beim Gehen – auf dem Jakobsweg.“ (Renate Florl, deutsche Autorin von Wander- und Reiseführern)

„Pilgern beinhaltet das Unterwegssein und das Herausgehobensein aus dem alltäglichen Leben. Pilgern bedeutet, jeden Tag aufs Neue den Aufbruch ins Ungewisse wagen, das Gehen und Ausruhen, das Ankommen. Es bringt es mit sich, sich auf das Wesentliche zu reduzieren und auskommen mit dem, was man hat – und es wird einem dabei manches geschenkt, wovon man nie zu träumen gewagt hätte.“ (Renate Florl, deutsche Autorin von Wander- und Reiseführern)

„Fragen sortieren sich schon nach einem Tag, wenn man den Stress zuhause lässt und Muße hat, zu spüren, was einem gut tut.“ (Jürgen Rist, Jakobspilger und evangelischer Gemeindediakon im Kirchenbezirk Reutlingen)

„Wer pilgert, spürt eine Sehnsucht, er ist auf der Suche.“ (Michael Kaminski, deutscher Religionspädagoge und Pilgerbegleiter, *1969)

„Du brauchst keine Angst zu haben, du brauchst kein Wissen, du brauchst nur Mut, deinen Weg zu gehen.“ (Anja Nickel, deutsche Jakobspilgerin)

„Die große Herausforderung besteht darin, überhaupt aufzubrechen, vermeintliche Sicherheiten hinter sich zu lassen und stattdessen der Ungewissheit des Weges zu begegnen. Der Weg entsteht dann wie von selbst.“ (Gregor Sieböck, österreichischer Weltenwanderer und Autor, *1976)

„Der Weg beginnt in Ihrem Haus.“ oder „El camino comienza en su casa“ (in Spanien geläufige Antwort auf die Frage, wo der Jakobsweg beginnt)

„Ultreia!“ (alter Pilgergruß, der soviel wie „Vorwärts, geh über dich hinaus“ bedeutet)

„Besser auf neuen Wegen etwas stolpern, als auf alten Pfaden auf der Stelle zu treten.“ (chinesisches Sprichwort)

„Nach Jerusalem wandert man, um Jesus zu finden, nach Rom geht man zum Papst, doch auf dem Pfad nach Santiago de Compostela sucht man sich selbst.“ (spanisches Sprichtwort)

„Lebe leicht, reise mit leichtem Gepäck.“ (Yogi-Tee-Spruch)

„Der Weg gibt dir nicht das, was du willst, sondern das, was du brauchst.“ (Jakobsweg-Weisheit)

„Buen camino!“ (heute gängiger Pilgergruß, der soviel wie „Ich wünsche dir einen glücklichen Weg“ bedeutet)

Welches dieser Jakobsweg-Zitate gefällt Dir am besten? Gerne kannst Du weitere in den Kommentaren hinzufügen.

Ich würde mich freuen, wenn Du mich auf meiner 4-monatigen Tour auf dem Jakobsweg virtuell begleitest und dadurch auch das Fortbestehen meines Blogs unterstützt.

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Was ich als Minimalist nicht besitze und was ich stattdessen habe (Foto: Janine Simanek, 2016)

„Bevor man etwas brennend begehrt, sollte man das Glück dessen prüfen, der es bereits besitzt.“ (François de La Rochefoucauld)

„Das würde ich mir nicht trauen.“

Seit ich online und offline verkünde, dass ich diesen Sommer vier Monate auf dem Jakobsweg gehen werde, höre ich immer wieder ähnliche Fragen und Bemerkungen: „Wie kannst du dir das nur leisten?“, „Das ist auch ein Traum von mir. Aber […]“, „Warum fliegst du nicht nach Spanien?“, „Ich hätte keine Lust, mir einem schweren Rucksack durch die Gegend zu laufen“, „Warum kannst du dir einfach vier Monate freinehmen?“, „Das würde ich mir nicht trauen.“

Meine Antwort war stets die gleiche: Ich versuche, als Minimalist zu leben. Für mich heißt das, möglichst auf Ballast zu verzichten. Unter Ballast verstehe ich nicht nur unnötige Dinge, sondern auch vermeintliche Verpflichtungen, negative Gedanken und zwischenmenschliche Beziehungen, die einem nicht gut tun.

Bei einem dieser Gespräche kam mir die Idee, all das niederzuschreiben, was ich als Minimalist nicht besitze und was ich stattdessen habe.

Was ich als Minimalist nicht (mehr) besitze

Keinen Beruf … stattdessen meine Berufung als Blogger und Autor.

Keinen vollen Terminkalender … stattdessen wenige Termine, auf die ich mich meist freue.

Keine ewig langen To-do-Listen … stattdessen zwei oder drei To-dos pro Tag.

Kein ständiges Multitasking … stattdessen Achtsamkeit und Fokus.

Kein Chaos im E-Mail-Postfach … stattdessen eine minimalistische E-Mail-Routine.

Keine Überstunden am Schreibtisch … stattdessen Stunden in der Natur.

Kein Auto … stattdessen eine Bahncard, ein Bike und zwei Beine.

Keine 4.000 CDs und LPs mehr … stattdessen Streaming in CD-Qualität.

Keine Regale voller Bücher … stattdessen zwei oder drei Bücher aus der Bücherei.

Kein Mineralwasser aus Plastik- oder Glasflaschen … stattdessen Leitungswasser.

Keinen Fast Food … stattdessen Slow Food, das ich am liebsten selber koche.

Keine Vereinsmitgliedschaften … stattdessen meine vegane Wandergruppe.

Keinen riesigen Freundes- und Bekanntenkreis … stattdessen ein paar gute Freunde.

Keinen Fernseher … stattdessen Zeit, um mit Freunden ins Kino, auf Konzerte oder in eine Kneipe zu gehen.

Keine Fernreisen mit dem Flugzeug … stattdessen wochenlange Fernwanderungen.

Keinen schweren und großen Rucksack auf diesen Fernwanderungen … stattdessen einen 8 Kilogramm leichten und 32 Liter kleinen Rucksack.

Keine Angst vor Verlust und Scheitern … stattdessen Mut, etwas Neues auszuprobieren.

Entdecke den Minimalisten in Dir

Auch Du kannst von einer minimalistischeren Lebensweise profitieren. Du musst nicht gleich Deinen gesamten Hausstand verkaufen und den Job kündigen. Schon kleine Veränderungen können für mehr Klarheit, Freiheit, Zeit und Zufriedenheit sorgen. Auf meiner Minimalismus-Themenseite findest Du Anregungen, wie Du einfach einfacher leben kannst.

Auch die täglichen Berichte und Fotos von meiner minimalistischen, nachhaltigen und veganen Wanderung nach Santiago de Compostela können Dir Inspiration sein, den Minimalisten oder die Minimalistin in Dir zu entdecken.

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