8 einfache Wege, wie Du morgens Zeit sparst und weniger gestresst in den Tag startest (Foto: Free-Photos von Pixabay)

„Es ist wirklich klar, dass die kostbarste Ressource, die wir alle haben, die Zeit ist.“

Steve Jobs

Zeit ist kostbar. Zeit ist ein knappes Gut. Zeit vergeht kontinuierlich und unwiderruflich. Auch wenn jeder Mensch 24 Stunden am Tag zur Verfügung hat, scheinen viele nie genügend Zeit, manche aber alle Zeit der Welt zu haben.

Die minimalistische Lebensweise ermöglicht, wieder Herr oder Frau über die Zeit zu werden. Minimalisten verzichten bewusst, überall dabei zu sein und alles haben und machen zu wollen. Sie konzentrieren sich lieber auf wenige Dinge, die dann möglichst Freude bereiten und Sinn stiften.

In der Zeit nach dem Aufstehen kannst Du Dich in der minimalistischen Lebensweise üben. Wenn es Dir gelingt, die Morgenstunden ohne Hektik zu absolvieren, bist Du viel eher gewappnet für den Tag, besonders wenn es ein Arbeitstag ist.

Die folgenden Wege sollen Dir helfen, am Morgen Zeit zu sparen. Du kannst dann alles gemächlicher und achtsamer angehen. Es ist sogar denkbar, dass Du eine extra Portion Wohlbefinden in Deine Morgenroutine einbaust, z. B. die Lektüre eines Buchs oder ein paar Yoga-Übungen.

1. Stehe früher auf

Der vielleicht einfachste Weg, am Morgen mehr Zeit und weniger Stress zu haben, ist zeitig aufzustehen (und am Vorabend entsprechend früher ins Bett zu gehen). Du gewöhnst Dich wahrscheinlich leichter daran, wenn Du schrittweise herantastest. Stelle Deinen Wecker Tag für Tag nur eine Minute vor. So stehst Du nach einem Monat eine halbe Stunde eher auf, nach zwei Monaten eine ganze Stunde.

2. Meide die Schlummer-Funktion Deines Weckers

Ich empfehle Dir, den Wecker ein paar Meter von Deinem Bett entfernt aufzustellen. So kommst Du nicht in Versuchung, die Snooze- oder Schlummer-Taste zu drücken. Wenn Du nämlich noch mal kurz in einen unruhigen Halbschlaf fällst, kommt Deine innere Uhr durcheinander und wirst Du eher groggy als ausgeschlafen in den Tag starten. Gehe lieber zeitig ins Bett und sorge für eine für Dich optimalen Schlafumgebung.

3. Vereinfache Deine Garderobe

Wusstest Du, dass wir 80 % der Zeit nur eine Auswahl von 20 % unserer Garderobe tragen? Du kannst Stress und Zeitdruck vermeiden, wenn Du den Inhalt Deines Kleiderschranks übersichtlich hältst. Ich empfehle, nach der Tabulua-Rasa-Methode auszumisten. Behalte nur die Klamotten, die Du auch trägst – und zwar gerne! So kommen mehr Klarheit und Freude in Dein Leben. Es hat sich zudem bewährt, auf zeitlose Modestücke zu setzen, die gut miteinander kombiniert werden können. Es gibt Minimalisten, die noch einen Schritt weitergehen. Sie haben jeden Tag das gleiche an (natürlich nicht das selbe, denn sie besitzen mehrere Garnituren davon).

4. Bereite am Vorabend möglichst viel vor

Mache es Dir zur Gewohnheit, vor dem Schlafengehen so viel wie möglich für den nächsten Morgen zu erledigen. Du kannst zum Beispiel Deinen Kalender und den Wetterbericht prüfen, Deine ToDo-Liste oder Deine NotToDo-Liste erstellen, Handtuch und Duschgel griffbereit haben, das Outfit planen, das Frühstück vorbereiten und Deine Tasche packen. Derart organisiert, wirst Du auch besser (ein)schlafen.

5. Finde Deine Morgenroutine

Die ersten ein oder zwei Stunden nach dem Aufwachen beeinflussen den weiteren Verlauf des Tages maßgeblich. Gestalte Deinen Morgen selbst und bewusst. Sei selbstbewusst und eliminiere Unnötiges. Wenn Du den Ablauf Tag für Tag wiederholst, wird er bald zur Gewohnheit bzw. zu Deiner Morgenroutine. Versuche etwas zu integrieren, was Dir wichtig ist und Freude bereitet. Das kann alles von Atemmeditation bis Zeitunglesen und von Kuscheln bis Wechselduschen sein. Deine Morgenroutine schafft die Grundlage, Dich im Anschluss gelassen und konzentriert den Tagesaufgaben zu widmen.

6. Verzichte aufs Frühstück

Ich ernähre mich seit eineinhalb Jahren an den meisten Tagen nach der 16/8-Methode. Bei dieser bekanntesten Form des Intervallfastens fastet man 16 Stunden und bleiben 8 Stunde als Essensfenster übrig. Ich lasse einfach das Frühstück weg. Zu meiner Überraschung bin ich den Vormittag über wacher und produktiver als früher. Gegen 12 Uhr bin ich dann angenehm hungrig, bereite ich eine gesunde Mahlzeit zu und esse sie mit viel Genuss. Nachmittags gibt es manchmal etwas Obst und ein paar Nüsse oder Kerne. Ich versuche, nicht später als 19 Uhr zu Abend zu essen. Das Intervallfasten, auch intermittierendes Fasten genannt, kann zu Gesundheit und Wohlbefinden beitragen, das Gewicht regulieren, die Zellen erneuern und den Alterungsprozess verlangsamen. Probiere es doch selbst aus. Starte ohne Frühstück in den Tag, trinke lediglich etwas Wasser und einen Kräutertee. Gebe Deinem Körper aber ein bis zwei Wochen Zeit, sich umzustellen. Im Netz, im Buchhandel und in der Bücherei findest Du weitere Informationen über das Intervallfasten.

7. Schalte das Smartphone erst an, wenn Du das Haus verlässt

Schnell mal E-Mails checken, ein paar Messages auf WhatsApp oder Threema schreiben, die Weltnachrichten lesen, durch den Instagram-Feed scrollen und schon sind 20 Minuten vergangen und die Zeit am Morgen knapp. Internet und Smartphones sind ein Geschenk – solange sie den Alltag vereinfachen und bereichern. Rauben sie hingegen Deine kostbare Zeit und bestimmen sie immer mehr Dein Leben, solltest Du das Display abschalten, um mal wieder abzuschalten und anzukommen. Ich empfehle, den Morgen ganz ohne Smartphone zu verbringen. Daniela Otto schreibt in ihrem Gastartikel über Digital Detox: „In Studien wurde nachgewiesen, dass eine solche Auszeit von Smartphone & Co. die Körperhaltung verbessert (man schaut nicht mehr ständig aufs Display, sondern wieder mit offenen Augen und erhobenen Hauptes die Welt an), die Empathiefähigkeit steigert (wer nicht nebenbei liest und schreibt, hört anderen besser zu), guten Schlaf fördert (das helle Licht der Displays unterdrückt das Schlafhormon), die Kreativität verbessert (wer nicht googelt, nutzt sein Hirn) und wieder Lust auf das richtige Leben macht (denn das findet nicht im Internet statt).“

8. Ziehe da hin, wo Du arbeitest, oder suche Dir eine Arbeit, wo Du wohnst

Dieser letzte Tipp ist nicht ganz so einfach umzusetzen. Es besteht aber kein Zweifel, dass Du viel Lebensqualität gewinnst, wenn Du nicht so lange pendeln musst bzw. in der Nähe Deines Arbeitsplatzes lebst. Ein Freund von mir aus Nürnberg ist früher nach Erlangen gependelt. Nachdem er Anfang des Jahres Vater geworden ist, hat er sich eine Stelle in Nürnberg gesucht. Er spart so eineinhalb Stunden Fahrtzeit (bei 220 Arbeitstagen sind das 330 Stunden, also fast 14 volle Tage im Jahr), die er nun mit seiner Tochter und Partnerin verbringt. Ich selbst verzichte als freier Autor komplett auf das Pendeln. Ich schreibe zuhause oder beim Wandern. Für mich bedeutet das ein großer Gewinn an Lebenszeit und Lebensfreude.

8 einfache Wege, wie Du morgens Zeit sparst und weniger gestresst in den Tag startest (Foto: Andrian Valeanu von Pixabay)

Welche der acht vorgestellten Wege gehst Du bereits oder möchtest Du ausprobieren? Hast Du weitere Ideen, wie man morgens Zeit und Stress sparen kann?

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Ich bin heuer in 25 Tagen von Salzburg nach Triest gewandert.

Es war nach 2013, 2014, 2015 und 2017 das fünfte Mal, dass ich diese Alpenüberquerung absolviert habe. Langeweile kam trotzdem nie auf. Die Landschaften schauen jedesmal etwas anders aus, das Wetter wechselt in den Alpen häufig und die Begegnungen auf der Strecke, in den Hütten und im Tal sind unvorhersehbar. Hin und wieder bin ich mir noch unbekannte Wege gegangen, um die Route weiter zu verbessern bzw. sinnvolle Varianten-Etappen für die nächste Auflage meines Wanderführers ausfindig zu machen.

Die meisten Tage begleitete mich Sören, ein Freund aus Nürnberg. In den ersten beiden Wochen haben wir andere Salzburg-Triest-Wanderer kennengelernt, darunter Ina und Rene, Theresa, Tommy und Martin. In der zweiten Hälfte mussten Sören und ich das Tempo anziehen, um Ärger mit Sörens Arbeitgeber zu vermeiden.

Ich habe 25 Fotos zusammengestellt, die für mich besondere, oft gar magische Augenblicke festhalten.

1. Tag, 19. Juni: Salzburg (AT, 429 m) → Glanegg (AT, 446 m) – 12 km, ↑ 187 hm, ↓ 170 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Der Blick vom Mönchsberg auf die Salzach, die Salzburger Altstadt und die Festung Hohensalzburg bleibt für mich auch beim fünften Start der perfekte Auftakt."
Der Blick vom Mönchsberg auf die Salzach, die Salzburger Altstadt und die Festung Hohensalzburg bleibt für mich auch beim fünften Start der perfekte Auftakt der Alpenüberquerung Salzburg – Triest.

2. Tag, 20. Juni: Glanegg (AT, 446 m) → Zeppezauerhaus (AT, 1663 m) – 6 km, ↑ 1297 hm, ↓ 80 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Magisch und malerisch: Der Sonnenuntergang, vom Zeppezauerhaus aus gesehen."
Magisch und malerisch: Sonnenuntergang, vom Zeppezauerhaus aus gesehen.

3. Tag, 21. Juni: Zeppezauerhaus (AT, 1663 m) → Berchtesgaden (DE, 610 m) – 17 km, ↑ 550 hm, ↓ 1603 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Am nächsten Tag sind Sören und ich zum Sonnenaufgang schon wieder unterwegs."
Am nächsten Tag sind Sören und ich zum Sonnenaufgang schon wieder unterwegs.

4. Tag, 22. Juni: Berchtesgaden (DE, 610 m) → Carl-von-Stahl-Haus (AT, 1736 m) – 17 km, ↑ 1303 hm, ↓ 177 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Wie viele Millionen Male wurde der berühmte Blick vom Malerwinkel auf den Königssee wohl schon auf Gemälden und Fotografien abgebildet?"
Wie viele Millionen Male wurde der berühmte Blick vom Malerwinkel auf den Königssee wohl schon auf Gemälden und Fotografien abgebildet?

5. Tag, 23. Juni: Carl-von-Stahl-Haus (AT, 1736 m) → Wasseralm (DE, 1423 m) – 19 km, ↑ 970 hm, ↓ 1283 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Ein Enzian für Ina, ein Enzian für Rene, ein Enzian für Sören, ein Enzian für Tommy, ein Enzian für Martin und ein Enzian für mich."
Ein Enzian für Ina, ein Enzian für Rene, ein Enzian für Sören, ein Enzian für Tommy, ein Enzian für Martin und ein Enzian für mich.

6. Tag, 24. Juni: Wasseralm (DE, 1423 m) → Riemannhaus (AT, 2177 m) – 15 km, ↑ 1212 hm, ↓ 458 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Im Steinernen Meer liegt noch so viel Schnee, dass die Orientierung streckenweise nur mit GPS möglich ist."
Im Steinernen Meer liegt noch so viel Schnee, dass die Orientierung streckenweise nur mit GPS möglich ist.

7. Tag, 25. Juni: Riemannhaus (AT, 2177 m) → Maria Alm (AT, 802 m) – 10 km, ↑ 55 hm, ↓ 1430 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Vom Riemannhaus aus blickt man zwischen Sommerstein (links, 2308 m) und Breithorn (rechts, 2504 m) hindurch ins Saalfelder Becken und auf den Alpenhauptkamm am Horizont."
Vom Riemannhaus aus blickt man zwischen Sommerstein (links, 2308 m) und Breithorn (rechts, 2504 m) hindurch ins Saalfelder Becken und auf den Alpenhauptkamm am Horizont.

8. Tag, 26. Juni: Maria Alm (AT, 802 m) → Statzerhaus (AT, 2117 m) – 15 km, ↑ 1588 hm, ↓ 273 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Auf der Etappe zum Statzerhaus blühen heuer Ende Juni noch die Alpenrosen."
Auf der Etappe zum Statzerhaus blühen heuer Ende Juni noch die Alpenrosen.

9. Tag, 27. Juni: Statzerhaus (AT, 2117 m) → Rauris (AT, 948 m) – 22 km, ↑ 428 hm, ↓ 1597 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Martin genießt den Sonnenaufgang und den Blick auf den Hochkönig (2941 m)."
Martin genießt den Sonnenaufgang und den Blick auf den Hochkönig (2941 m).

10. Tag, 28. Juni: Rauris (AT, 948 m) → Bucheben (AT, 1070 m) – 11 km, ↑ 281 hm, ↓ 159 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Das Raurisertal wird immer ruhiger und idyllischer, je weiter man es hinaufwandert."
Das Raurisertal wird immer ruhiger und idyllischer, je weiter man es hinaufwandert.

11. Tag, 29. Juni: Bucheben (AT, 1070 m) → Schutzhaus Neubau (AT, 2176 m) – 18 km, ↑ 1255 hm, ↓ 149 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Tommy hat Schnee unter den Füßen und den Hohen Sonnblick (3106 m) im Visier."
Tommy hat Schnee unter den Füßen und den Hohen Sonnblick (3106 m) im Visier.

12. Tag, 30. Juni: Schutzhaus Neubau (AT, 2176 m) → Fraganter Schutzhaus (AT, 1810 m) – 18 km, ↑ 1104 hm, ↓ 1470 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Ich, Ina, Rene und Tommy auf der Fraganter Scharte (2754 m), dem höchsten Punkt der Alpenüberquerung Salzburg - Triest."
Ich, Ina, Rene und Tommy auf der Fraganter Scharte (2754 m), dem höchsten Punkt der Alpenüberquerung Salzburg – Triest.

13. Tag, 1. Juli: Fraganter Schutzhaus (AT, 1810 m) → Stall (AT, 870 m) – 19 km, ↑ 945 hm, ↓ 1885 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Die Variante über den Kleinen Sadnig (2626 m) ist nur etwas für absolut trittsichere und schwindelfreie Berggänger."
Die Variante über den Kleinen Sadnig (2626 m) ist nur etwas für absolut trittsichere und schwindelfreie Berggänger.

14. Tag, 2. Juli: Stall (AT, 870 m) → Feldnerhütte (AT, 2186 m) – 15 km, ↑ 1668 hm, ↓ ‭352‬ hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Tommy und Theresa können bestätigen, dass auch der direkte Aufstieg von Stall in die Kreuzeckgruppe und zur Feldnerhütte empfehlenswert ist."
Tommy und Theresa können bestätigen, dass auch der direkte Aufstieg von Stall in die Kreuzeckgruppe und zur Feldnerhütte empfehlenswert ist.

15. Tag, 3. Juli: Feldnerhütte (AT, 2186 m) → Weißbriach (AT, 820 m) – 30 km, ↑ 645 hm, ↓ ‭2011 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Die Feldnerhütte zählt zu meinen Lieblingshütten auf der Route ans Mittelmeer."
Die Feldnerhütte zählt zu meinen Lieblingshütten auf der Route ans Mittelmeer.

16. Tag, 4. Juli: Weißbriach (AT, 820 m) → Rifugio Nordio-Deffar (IT, 1410 m) – 37 km, ↑ 1645 hm, ↓ 1055 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Die Julischen Alpen scheinen zum Greifen nahe."
Die Julischen Alpen scheinen zum Greifen nahe.

17. Tag, 5. Juli: Rifugio Nordio-Deffar (IT, 1410 m) → Rifugio Zacchi (IT, 1380 m) – 31 km, ↑ 1353 hm, ↓ 1383 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Eule ohne Eile auf dem Rifugio Zacchi."
Eule ohne Eile auf dem Rifugio Zacchi.

18. Tag, 6. Juli: Rifugio Zacchi (IT, 1380 m) → Tičarjev dom na Vršiču (SI, 1620 m) – 12 km, ↑ 1354 hm, ↓ 1114 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Wir stellen weitere Steinmännchen zwischen der italienisch-slowenischen Grenze und der Dom v Tamarju auf, damit die Orientierung in dem fast weglosen Gelände für die kommenden Salzburg-Triest-Wanderer einfacher wird."
Wir stellen weitere Steinmännchen zwischen der italienisch-slowenischen Grenze und der Dom v Tamarju auf, damit die Orientierung in dem fast weglosen Gelände für die kommenden Salzburg-Triest-Wanderer einfacher wird.

19. Tag, 7. Juli: Tičarjev dom na Vršiču (SI, 1620 m) → Zasavska koča na Prehodavcih (SI, 2071 m) – 20 km, ↑ 1537 hm, ↓ 1086 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Naturschauspiel am Tagesziel, der rustikalen Berghütte Zasavska koča na Prehodavcih."
Naturschauspiel am Tagesziel, der rustikalen Berghütte Zasavska koča na Prehodavcih.

20. Tag, 8. Juli: Zasavska koča na Prehodavcih (SI, 2071 m) → Dom na Komni (SI, 1520 m) – 13 km, ↑ 320 hm, ↓ 871 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Der Zeleno jezero oder Grüne See im Sieben-Seen-Tal schimmert diesmal nicht grün."
Der Zeleno jezero oder Grüne See im Sieben-Seen-Tal schimmert diesmal nicht grün.

21. Tag, 9. Juli: Dom na Komni (SI, 1520 m) → Tolmin (SI, 200 m) – 21 km, ↑ 652 hm, ↓ 1972 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Vom Globoko-Pass sieht man an den meisten Tagen das Mittelmeer am Horizont schimmern."
Vom Globoko-Pass sieht man an den meisten Tagen das Mittelmeer am Horizont schimmern.

22. Tag, 10. Juli: Tolmin (SI, 200 m) → Castelmonte (IT, 618 m) – 31 km, ↑ 1684 hm, ↓ 1266 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "In Tolmin sind die Alpen passe und überqueren wir die Soča."
In Tolmin sind die Alpen passe und überqueren wir die Soča.

23. Tag, 11. Juli: Castelmonte (IT, 618 m) → Cormòns (IT, 56 m) – 29 km, ↑ 506 hm, ↓ 1068 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Blick zurück auf Castelmonte."
Blick zurück auf Castelmonte.

24. Tag, 12. Juli: Cormòns (IT, 56 m) → Sistiana (IT, 50 m) – 37 km, ↑ 486 hm, ↓ 492 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Am 24. Tag erreichen Sören und ich das Mittelmeer."
Am 24. Tag erreichen Sören und ich das Mittelmeer.

25. Tag, 13. Juli: Sistiana (IT, 50 m) → Triest (IT, 2 m) – 22 km, ↑ 540 hm, ↓ 588 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Geschafft - im doppelten Sinne des Wortes. Wer mag, kann das rote Bändchen, das Erkennungszeichen der Salzburg-Triest-Wanderer, ans Ortsschild binden."
Geschafft – im doppelten Sinne des Wortes. Wer mag, kann das rote Bändchen, das Erkennungszeichen der Salzburg-Triest-Wanderer, ans Ortsschild binden.
Wanderführer "Alpenüberquerung Salzburg - Triest" von Christof Herrmann
Besorge Dir einfach bewusst meinen Wanderführer „Alpenüberquerung Salzburg – Triest“, wenn Du Dich selbst auf den Weg machen möchtest, Du kannst Dich vorab auch auf der Themenseite, in den FAQ, im Newsletter, auf der Facebookseite und in der Threema-Gruppe informieren.

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"Abenteuer Alpencross - Am Ende das Meer": PDF-Download des Artikels in der outdoor 8/2019

Auch Lena Jauerning und Kathrin Gerhard haben sich auf den so weiten wie wunderbaren Weg von Salzburg über die Alpen nach Triest gemacht.

Nach der Rückkehr hat Lena zunächst die mit dem 1. Platz des Digital-Journalismus-Preises ausgezeichnete Webdoku „Faszination Alpenüberquerung“ erstellt und nun den zehnseitigen Artikel „Abenteuer Alpencross – Am Ende das Meer“ im outdoor-Magazin veröffentlicht.

Lenas Resümee lautet: „499 Kilometer, 25000 Höhenmeter – der noch junge Alpencross Salzburg–Triest ist eine echte Herausforderung. Aber eine unvergesslich schöne!“

Du kannst den Artikel hier auf meinem Blog im schönen Magazindesign lesen. Klicke mit der linken Maustaste auf das Bild oben oder auf den folgenden Link:

Kostenloses PDF: „Abenteuer Alpencross – Am Ende das Meer“

Wenn Du das PDF herunterladen möchtest, dann klicke mit der rechten Maustaste auf das Bild oder den Link und wähle die Option „Ziel/Link speichern unter“.

Weitere Artikel und Infos über den Alpencross von Salzburg nach Triest findest Du auf der Themenseite, in den FAQ, im Newsletter, auf der Facebookseite sowie in meinem Wanderführer „Alpenüberquerung Salzburg – Triest“.

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12 Wandervorschläge für Wandermuffel - Foto: Auf dem Camino Frances. (Christof Herrmann, 2016)

Wandern hat viele Seiten und Gesichter: Einfachheit und Freiheit, Entschleunigung und Meditation, Arzt und Therapeut, Sport und Herausforderung, Ideengeber und Ermunterer, Verbundenheit und Gemeinschaft …

Schriftsteller, Wissenschaftler und Prominente haben sich Gedanken gemacht, was Wandern bedeutet. Drei Zitate, die ich so unterschreiben kann (weitere findest Du in dieser Sammlung): 1. „Wandern ist die vollkommenste Art der Fortbewegung, wenn man das wahre Leben entdecken will. Es ist der Weg in die Freiheit.“ (Elizabeth von Arnim) 2. „Der Vorgang des Wanderns trägt zu einem Gefühl psychischen und geistigen Wohlbefindens bei.“ (Bruce Chatwin) 3. „Wandern als Kompensation für die Zumutungen der Gesellschaft, als gesunder Eskapismus. Doch neben das Motiv der Abkehr und Erholung tritt das des Aufbruchs, zu einer Unmittelbarkeit der Welterfahrung, wie sie im Alltag nicht möglich scheint.“ (Christian Jostmann)

Laut dem Deutschen Wanderverband hat der Trend zu mehr Freizeitaktivitäten im Freien dazu geführt, dass das Wandern in den letzten Jahren beliebter geworden ist. Auch der Deutsche Alpenverein verzeichnet seit Langem einen starken Zulauf. Gleichzeitig hat sich das Image verändert. Der Wanderer von heute ist nicht mehr mit Kniebundhose und Wanderkarte, sondern mit Multifunktionskleidung und GPS unterwegs.

Trotzdem hat manch einer Sonntagnachmittag-Touren auf schnurgeraden Forststraßen durch monotone Nadelwälder vor Augen, wenn er ans Wandern denkt. Das liegt wohl zum einen daran, dass viele in ihrer Kindheit zu solchen Spaziergängen genötigt wurden, zum anderen daran, dass wir gerne an Klischees festhalten, um im Kopf Ordnung zu bewahren.

Nach meiner Erfahrung kann man Wandermuffel am besten mit etwas Besonderem oder gar Spektakulärem gewinnen. Die folgenden Vorschläge sind natürlich auch für alle geeignet, die bereits gerne gehen. Abwechslung und Inspiration tun jedem (Wander-)Leben gut.

1. Ohne Smartphone, Karte und GPS losziehen

Starte von Deiner Haustüre aus oder fahre ein Stück mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Grüne. Dann geh einfach los. Der Weg ist das Ziel. Karte, Smartphone und GPS-Gerät liegen daheim (oder im Rucksack, wenn Du Angst hast, verloren zu gehen). Lass Dich überraschen, wohin Dich Deine Füße tragen. Spüre die Freiheit. Genieße die Ruhe, den Duft der Wälder und Wiesen. Sonne, Wind oder Regen – nimm das Wetter so, wie es kommt. Sei offen für Begegnungen. Erlebe diese Wanderung mit allen Sinnen. Am Abend wirst Du zufrieden nach Hause zurückkehren, vielleicht sogar etwas verändert.

2. Barfußgehen

Barfuß zu gehen ist die natürliche Form der menschlichen Fortbewegung. Schon Sebastian Kneipp hat es zur Gesundheitsvorsorge empfohlen. Auch heute betonen Physiotherapeuten und Ärzte die gesundheitsfördernde Wirkung des Barfußgehens. Vor allem bei Kindern kräftigt es die Fußmuskulatur und sorgt für eine korrekte Zehenstellung. Erwachsene profitieren ebenfalls davon. In Deutschland gibt es kürzere Fußfühlpfade mit unterschiedlichen Bodenmaterialien und kilometerlange Barfußwanderwege. Du kannst aber genauso auf einem Weg im Wald oder durch Wiesengelände Deine Schuhe und Socken ausziehen und ein Stück barfuß wandern. Auch hier gilt: Übung macht den Meister.

12 Wandervorschläge für Wandermuffel - Foto: Barfußgehen in der Hersbrucker Schweiz. (Christof Herrmann, 2016)

3. Waldbaden

Seit ein paar Jahren ist eine neue Disziplin in der wunderbaren Welt des Wanderns in aller Mund. Beim Waldbaden steht nicht die Fortbewegung im Vordergrund. Meist werden nur wenige Kilometer zurückgelegt. Es geht vielmehr darum, in die angenehme Atmosphäre des Waldes einzutauchen und diese mit den fünf Sinnen Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten zu erleben. In Japan gilt Shinri Yoku, das Waldbaden, als Medizin. Mehrere Studien haben gezeigt, dass das Waldbaden Stress und Krankheiten vermeiden und lindern kann. Ich finde diese achtsamste Art des Wanderns sehr interessant. 2017 habe ich auf Usedom Europas ersten ausgewiesenen Kur- und Heilwald besucht. Den Ratgeber „IM-WALD-SEIN – Die natürliche Antwort auf Psychostress und Zivilisationskrankheiten“ habe ich hier kurz vorgestellt und zähle ich zu meinen Lieblinsgbüchern 2018.

4. Nachtwandern

Nachtwanderungen sind bei Kinder- und Jugendgruppen auf Klassenfahrten oder bei Ferienaufenthalten aufgrund des Gruseleffekts beliebt. Aber auch erwachsene Kinder finden daran Gefallen. Nachts schaut alles anders aus, hört man andere (Tier-)Geräusche als tagsüber und gibt es oft den Sternenhimmel gratis dazu. Ich empfehle, nicht erst bei Dunkelheit zu starten, sondern den Sonnenuntergang mitzunehmen. Scheint der Mond hell, ist im offenen Gelände kein Licht nötig. Ansonsten haben sich Stirnlampen oder auch Fackeln bewährt.

5. Nacktwandern

Richtig gelesen. Naturisten und FKKler suchen auf Nacktwanderungen Körpergefühl, Freiheit und Naturverbundenheit. In Deutschland ist das erlaubt – zumindest da, wo sich niemand gestört fühlt. Um Ärger zu vermeiden, sollten also wenig frequentierte Wege gewählt werden. Es gibt zwei offiziell ausgeschilderte Nacktwanderwege: Den Harzer Naturistenstieg und den Naturistenweg Undeloh in der Lüneburger Heide. Ebenfalls in der Lüneburger Heide befindet sich das Wandergebiet Süsing, in dem seit über 80 Jahren Nackerte herumlaufen.

12 Wandervorschläge für Wandermuffel - Foto: Potluck mit meiner Vandergruppe. (Christof Herrmann, 2019)

6. Potluck im Grünen

Ein kleine Wanderung mit Freunden kann man wunderbar mit einem Mitbringbrunch oder Potluck kombinieren. Jeder Teilnehmer steuert ein Gericht bei, sodass ohne großen Aufwand ein vielfältiges Buffets zusammenkommt. Wie wäre es z. B. mit einem Nizza-Salat, einer Gemüse-Hirse-Pfanne, Hummus, Aufstrichen oder Energieriegeln.

7. Winterwandern und Schneeschuhwandern

In den meisten Urlaubsregionen der Alpen und in den deutschen Mittelgebirgen gibt es bei Schneelage ausgewiesene Winterwanderwege. Durch die weiße Landschaft zu marschieren, ist nicht nur bei Sonnenschein ein besonderes Erlebnis. Noch abenteuerlicher ist eine Tour mit Schneeschuhen abseits der Wege. Bergführer, Alpenvereinssektionen und Reiseveranstalter haben sich auf diesen Trend eingestellt. Sie bieten geführte Schneesschuhwanderungen an und beraten in Ausrüstungsfragen.

8. Einen Marathon wandern

Wenn Dich Herausforderungen reizen, kannst Du an einem Tag 42 km gehen. Am besten trommelst Du ein paar Freunden zusammen. Geteiltes Leid ist halbes Leid, geteilte Freude ist doppelte Freude. Eine geeignete Strecke ist mit Hilfe eines Routenplaners wie GPSies schnell erstellt. Im Ziel kannst Du vorschlagen, noch 8 km dranzuhängen, um die magische Grenze von 50 km zu erreichen. Machbar ist das alles. Auf meiner Deutschlanddurchquerung bin ich zweimal über 42 km gewandert, auf der Via Podiensis in Frankreich einmal 53 km.

9. An einer 24-Stunden-Wanderung teilnehmen

Sind Dir 42 oder 50 km zu wenig? Dann kannst Du Dich zu einer der 24-Stunden-Wanderungen anmelden. Beliebte Events sind z. B. der Mammutmarsch (verschiedene Austragungsorte), das 24 Stunden-Wanderabenteuer Edersee, die 24 Stunden von Rheinland-Pfalz, der Frankenwald Wandermarathon, die 24h Trophy (verschiedene Austragungsorte) und die 24-Stunden-Wanderung mit Hans Kammerlander.

12 Wandervorschläge für Wandermuffel - Foto: Auf dem Hochrhöner.

10. Fernwandern in deutschen Mittelgebirgen

Als Fern- oder Weitwandern bezeichnet man eine Wanderung, die über größere Strecken und mehrere Tage führt. Viele Veranstalter bieten solche Touren mit und ohne Gepäcktransport an. Du kannst aber auch alles selbst organisieren. Am Morgen zu starten, ohne zu wissen, wo man die Nacht verbringt, ist ein kleines Abenteuer in unserer modernen geregelten Welt. Die deutschen Mittelgebirge mit ihren Wäldern und Wiesen, den schönen Fernsichten und gut markierten Wegen sind prädestiniert für Fernwanderungen. Mir hat es besonders gut auf dem Fränkischen Gebirgsweg, dem Hochrhöner, dem Nurtschweg, dem Steigerwald Panoramaweg und dem Albsteig gefallen. Informationen über viele weitere Fernwanderwege findest Du auf dem Portal Wanderbares Deutschland und in dieser Wikipedia-Liste. Zu den bekannten längeren Fernwanderwegen gibt es Wanderführer – zum Beispiel vom Bergverlag Rother, vom Bruckmann Verlag oder vom Conrad Stein Verlag. Solch ein Buch, die Markierungen und etwas Orientierungsvermögen sollten im Mittelgebirge ausreichen, um ans Ziel zu gelangen. Zur Sicherheit kannst Du Dir eine App wie Locus Map, kostenlose OSM-Karten und den GPS-Track des Wegs auf das Smartphone laden. Wanderkarten oder ein GPS-Gerät sind nicht unbedingt nötig.

11. Nach Santiago de Compostela pilgern

Wer noch länger Zeit hat, kann von der Haustüre aus auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela und weiter nach Finisterre am Atlantik gehen. Ich war dafür 108 Tage und 2875 km unterwegs. Zunächst bin ich von Nürnberg an den Bodensee und durch die Schweiz, dann durch Frankreich und schließlich auf dem berühmten Camino Frances durch Spanien gewandert. Die Route ist einfach, die Markierung zuverlässig, die Infrastruktur aus Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten sehr gut. Landschaftlich war ich von der Strecke enttäuscht. Zu oft geht es durch dicht besiedeltes oder landwirtschaftlich genutztes Gebiet. Wer aber vor allem unkompliziert Menschen kennenlernen möchte, ist auf dem Jakobsweg richtig. Ab Frankreich trifft man im Sommerhalbjahr zahlreiche (ab Spanien unzählige) Pilger und Pilgerinnen.

12. Die Alpen überqueren

Eine Alpenüberquerung ist der Traum vieler Bergwanderer und so etwas wie die Königsdisziplin des Fernwanderns. Um die Alpen in Nord-Süd-Richtung komplett zu überqueren, benötigt man mindestens drei Wochen Zeit. Genügend Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unabdingbar. Die bekanntesten Routen führen von München nach Venedig und von Oberstdorf nach Verona. Genauso beeindruckend, aber weniger überlaufen ist die Alpenüberquerung Salzburg – Triest, die ich in den letzten Jahren ausgearbeitet und in einem Wanderführer beschrieben habe. Auf den Blogs BergReif und TrekkingTrails werden die wichtigsten Alpenüberquerungen (und Touren, die sich nur so nennen) vorgestellt.

12 Wandervorschläge für Wandermuffel - Foto: Im Steinernen Meer auf der Alpenüberquerung Salzburg - Triest. (Christof Herrmann, 2017)

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Caprese mit selbstgemachtem veganen Mozzarella

Caprese mit veganem Mozzarella. (Foto: Christof Herrmann, 2019)

Vegan, glutenfrei, rohköstlich, raffiniert – Zeit: 20 Min. (plus 5 Std. fürs Einweichen und Festwerden) – Schwierigkeit: leicht

Als ich vor ein paar Wochen bei Freunden eingeladen war, überraschten sie mich mit Caprese, einem meiner Lieblings-Antipasti vergangener Tage, die ich in den letzten fünf Jahren als Pflanzenfresser nicht mehr gegessen habe. Das Rezept für den veganen Mozzarella stammte von Smarticular.

Ich war von dem Ergebnis so begeistert, dass ich selbst mit dem Experimentieren begann. Veganen Mozzarella kann man einfach selbst herstellen – mit wenigen Zutaten und ohne Hexerei. Ich ersetze die Cashewkerne zur Hälfte mit Mandeln und nehme einen zusätzlichen Esslöffel Zitronensaft. Die in den Flohsamenschalen enthaltenen Polysaccharide binden mehr als das 50-fache an Wasser und wirken so als Geliermittel. Wenn ich mich richtig erinnere, ähnelt die pflanzliche Variante in Textur und Konsistenz dem Büffelmozzarella. Sie ist schmackhaft, vitaminreich, ballaststoffreich und sehr gut für die Darmgesundheit.

Du kannst den veganen Mozzarella mit Brot oder geschmolzen auf der Pizza essen. Mir schmeckt er besonders als Caprese, also in Kombination mit frischen aromatischen Tomaten, Basilikum und gutem Olivenöl. Caprese ist eine der bekanntesten und beliebtesten italienischen Vorspeisen. Ihre drei Hauptzutaten entsprechen den Farben der Tricolore.

Veganer Mozzarella (ca. 300 g):

2 EL Flohsamenschalen
200 ml Wasser
50 g Cashewkerne und 50 g blanchierte Mandeln (oder 100 g Cashewkerne)
3 EL Zitronensaft
1 TL Salz

  1. Die Flohsamenschalen in 200 ml Wasser geben und mit dem Schneebesen verquirlen. Zwei Stunden stehen lassen, bis sich eine gelartige Masse gebildet hat.
  2. In der gleichen Zeit die Cashewkerne und die blanchierten Mandeln in Wasser einweichen. Das Einweichwasser anschließend wegschütten.
  3. Die Flohsamenschalenmasse, die Cashewkerne, die Mandeln, den Zitronensaft und das Salz in einem Mixer fein pürieren.
  4. In zwei oder drei Schälchen füllen und mindestens drei Stunden in den Kühlschrank stellen.
Selbstgemachter veganer Mozzarella. (Foto: Christof Herrmann, 2019)

Caprese für 4 Portionen:

600 g Tomaten
300 g veganer Mozzarella
2 Handvoll Basilikumblätter
Olivenöl
Salz
Pfeffer

  1. Die Tomaten waschen und in Scheiben schneiden.
  2. Den veganen Mozzarella in Scheiben schneiden.
  3. Die Basilikumbätter waschen und trockenschütteln.
  4. Die Tomatenscheiben, die Mozzarellascheiben und die Basilikumblätter auf einem Teller schön anrichten, z. B. wie im Foto ganz oben.
  5. Mit hochwertigem Olivenöl beträufeln.
  6. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.

Tipps:

  • Caprese schmeckt pur oder zu frisch aufgebackenem Ciabatta.
  • Der Mozzarella ist im Kühlschrank bis zu drei Tage haltbar.
  • Du kannst den Mozzarella auch zum Überbacken verwenden.

Buon appetito!

Das berühmte Antipasto Caprese schmeckt mit veganem Mozzarella mindestens genauso gut. (Foto: Christof Herrmann, 2019)

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