Besser essen auf der Arbeit mit Hilfe einer Kochgruppe

“Probiere neue Rezepte aus. Lerne von deinen Fehlern. Sei furchtlos. Und vor allem: Hab Spaß.” (Julia Child, US-amerikanische Köchin und Kochbuchautorin, 1912 – 2004)

“Gründe doch mit Arbeitskollegen eine Kochgruppe.”

Vor Weihnachten habe ich mit Michael von Minimalismus leben telefoniert. Im Laufe des Gesprächs verriet mir Michael, dass er im neuen Jahr bewusster und gesünder zu Mittag essen möchte. Bisher gab es meist Fast Food oder Weißmehlprodukte. “Gründe doch mit Arbeitskollegen eine Kochgruppe.”, lautete mein Rat.

Während meiner letzten Anstellung als Programmierer 2011 und 2012 hatte ich mit drei Kollegen solch eine Kochgruppe. Unsere Motive waren unterschiedlich: Antonio wollte seine Kochkünste verbessern, Eugen wollte abnehmen, David wollte Geld sparen und ich wollte etwas Gesundes und Schmackhaftes essen.

Als ich Michael am Telefon davon erzählte, war er Feuer und Flamme. Er hat nun bereits seit mehreren Wochen seine eigene Kochgruppe. Statt Currywurst mit Pommes vom Imbiss gibt es eine Gemüsepfanne, statt Süßem vom Bäcker Vollkornnudeln mit Pesto.

In diesem Artikel gebe ich Tipps, wie die Gründung einer Kochgruppe zum Kinderspiel wird.

“Einer kocht, alle essen” und 4 weitere Grundsätze

Zu viele Regeln verderben den Spaß. Auf ein paar grundlegende Dinge sollten sich die Teilnehmer aber einigen, damit alles reibungslos abläuft. Schließlich ist die Mittagspause zeitlich begrenzt. Die folgenden fünf Grundsätze haben sich bewährt.

  1. Ideal ist eine Teilnehmerzahl von vier Personen.
  2. Einer kocht, alle essen. Jeder ist also nur an einem Tag der Woche dafür verantwortlich, dass etwas Gesundes auf den Tisch kommt.
  3. Die Köche sollten sich absprechen, was sie unter “Gesundes” verstehen. Meine Kochgruppe hatte sich auf Vegetarisches spezialisiert. Heute würde ich natürlich auf vegan und auf möglichst vollwertig bestehen.
  4. Freitag ist frei, da die meisten gerne früh ins Wochenende gehen. Bevor der erste Feierabend macht, wird die Koch-Reihenfolge der nächsten Woche festgelegt.
  5. Bei mehr als vier Teilnehmern kommt jeder entsprechend seltener dran oder können Zweiergruppen gebildet werden.

Als Extra-Anreiz empfehle ich, jedes Rezept in einem Aktenordner oder Online-Speicher abzulegen. So kann jeder Teilnehmer Bewertungen oder Kommentare zu den Gerichten machen, Rezepte ausdrucken und sich neue Kochideen holen. Nur vor langen Fingern eifersüchtiger Kollegen, die nicht mitmachen, sollte man die Rezeptsammlung schützen ;-)

Kurze Mittagspause, keine Küche – alles kein Hindernis

Es gibt fast immer Gründe, etwas nicht zu machen. Aber genauso gibt es fast immer Wege, Hindernisse zu überwinden. Mit Flexibilität und Kreativität klappt es mit der Kochgruppe.

  • Zu kurze Mittagspause? Es gibt unzählige Gerichte, die nach zehn bis 30 Minuten auf dem Tisch stehen. Ist die Mittagspause trotzdem zu knapp, kann man das Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen. Dieser sollte gegen eine Verlängerung nichts haben, da ja jeweils nur einer kocht und die anderen zum Essen dazustoßen.
  • Schlecht ausgestattete Küche? Für einfache Rezepte benötigt man i. d. R. wenige Küchengeräte. Notfalls bringt man Fehlendes von Zuhause mit. Ich kann mich noch gut an die überraschten Blicke erinnern, als ich mit meinem Reiskocher ins Büro kam.
  • Kein Herd? Seit wann benötigt man für Salate, Rohköstliches, Aufstriche wie Hummus, Sandwiches oder kalte Suppen wie Gazpacho einen Herd? Alternativ könnte eine mobile (Doppel-)Kochplatte für 20 Euro eine gute Investition sein.
  • Keine Küche? Dann kochen die Teilnehmer eben am Vorabend daheim und bringen das Essen anderntags in passenden Behältnissen mit auf die Arbeit.
  • Heimarbeit? Wäre das nicht auch ein sinnvolles Nachbarschaftsprojekt? Falls mittags nicht genügend Nachbarn zuhause sind, verlegt man die Kochgruppe auf den Abend.

Bonus: 13 verflixt schnelle Rezepte für die Kochgruppe

Kochrezepte gibt es wie Körner im Salzstreuer. Nach einfachen und schnellen, die gelingen, muss man etwas suchen. Die folgenden 13 veganen Gerichte sind in zehn bis 30 Minuten fertig. Vier stammen von mir, die restlichen von unterschiedlichen Blogs, die ich selbst sehr gerne lese.

Wie gefällt Dir die Idee, mit Arbeitskollegen eine Kochgruppe zu gründen? Falls Du schon eine hast, kannst Du hier von Deinen Erfahrungen berichten.

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8 Probleme, die ein einfaches Leben lösen kann

Am Indischen Ozean in Western Australia. (Foto: Christof Herrmann, 2006)

“Zukunft wird nur dann möglich sein, wenn wir lernen, auf Dinge, die machbar wären, zu verzichten, weil wir sie nicht brauchen.” (Günter Grass, deutscher Schriftsteller, *1927)

Auf meiner kürzlich veröffentlichten Themenseite Minimalismus erkläre ich den Begriff so: “Minimalismus bedeutet für mich, ohne Ballast zu leben. Jeder Mensch definiert diesen Ballast unterschiedlich. Meist hat es mit materiellem Überfluss, unnötigen Aufgaben und negativen Beziehungen zu tun.”

Ein solches minimalistisches, einfaches Leben bringt zahlreiche Vorteile mit sich und kann Probleme lösen. Dazu ist tatsächlich nicht viel mehr nötig, als sich vom Ballast zu befreien und weniger zu konsumieren. Ich habe das in den letzten Jahren selbst erfahren. Oft war ich überrascht, wie schnell sich ein Problem in Luft aufgelöst hat.

Ich habe acht Probleme ausfindig gemacht, die ein einfaches Leben lösen kann.

Geldsorgen

Der beste Rat bei Geldsorgen und Schulden ist, weniger auszugeben als man einnimmt. Minimalisten fällt das leicht. Sie leben unter ihren Verhältnissen und konsumieren mit Bedacht. Früher oder später führt die erhöhte Sparquote zu einer gewissen finanziellen Unabhängigkeit.

Hohe Arbeitsbelastung

Viele Menschen empfinden ihre Arbeit als enorme Anstrengung. In gefühlt immer kürzerer Zeit immer mehr leisten zu müssen, also ständig am Limit zu malochen, hinterlässt Spuren an Körper und Seele. Ein einfaches Leben kann der Ausweg aus dem Hamsterrad sein. Die geringeren Ausgaben und die erhöhte Sparquote machen es oft möglich, die Arbeitszeit zu verkürzen. Eine Reduzierung von täglich einer viertel Stunde entspricht bereits acht volle Arbeitstage pro Jahr. Ein Sabbatical, früher in Rente gehen und ein Arbeitgeberwechsel sind weitere Trümpfe, die Minimalisten in der Hand haben.

Zeitmangel

Vor hundert Jahren besaß der Durchschnittsdeutsche 1.000 Gegenstände. Heute sind es zehnmal so viele. Kein Wunder, dass wir das Gefühl haben, immer weniger Zeit zu haben. All die Gegenstände müssen schließlich recherchiert, ausgewählt, gekauft (mit Geld, das auch noch verdient werden muss), heimgebracht, benutzt, organisiert, gepflegt, repariert, entsorgt und ersetzt werden. Verzichtet man auf Sachen, gewinnt man wertvolle Zeit, um Sachen zu machen. Familie und Freunde, Nachbarschaftshilfe und ehrenamtliche Tätigkeiten sowie die eigenen Passionen treten in den Vordergrund.

Platzmangel

In Deutschland hält der Trend zu größeren Wohnflächen an. Standen 1998 jedem Bürger noch durchschnittlich 39 m² zur Verfügung, so ist die Pro-Kopf-Wohnfläche mittlerweile auf 45 m² angestiegen. 2030 wird sie den Prognosen nach bei 54 m² liegen. Das hat zum einen mit der Zunahme der Ein- und Zweipersonenhaushalte, zum anderen mit unserer Vorliebe fürs Konsumieren und Horten zu tun. Viele Haushalte platzen längst aus allen Nähten. In einem einfachen Leben hat Platzmangel keinen Platz. Meist wird eine aufgeräumte Wohnung mit reduziertem Besitz als befreiend empfunden. Manchmal ist es sogar möglich, in eine kleinere Wohnung zu ziehen, was abermals Geld und Lebenszeit spart.

Umweltprobleme

Unser westlicher Lifestyle mit seinem gigantischen Ausmaß an Konsum, Energieverbrauch, Verzehr tierischer Produkte, Mobilität, Globalisierung und Müll hat dazu geführt, dass die Erde in einem desaströsen Zustand ist. Der ökologische Fußabdruck eines Deutschen liegt bei 11 Tonnen CO₂-Äquivalenten. Der für Klima und Erde noch verträgliche Wert liegt jedoch bei 2,5 Tonnen CO₂-Äquivalenten. Wir haben den Abgrund vor Augen und bleiben trotzdem stur auf dem Gaspedal. Ein einfaches Leben ist die Notbremse und der Ausweg aus dem Konsumpf. Wie von Zauberhand verbessert es unseren ökologischen Fußabdruck in den Bereichen Wohnen, Konsum, Ernährung, Mobilität und Reisen.

Schnelllebigkeit und Reizüberflutung

Weniger statt mehr, langsam statt schnell, leise statt laut, offline statt online, Single-Tasking statt Multitasking, Fahrradweg statt Autobahn, Land statt Stadt, Slow Food statt Fast Food, Verwirklichung statt Bespaßung: Die Anhänger des einfachen Lebens zelebrieren den Gegenentwurf zu Schnelllebigkeit und Reizüberflutung. Wie zukunftsfähig das ist, zeigt die zunehmende Zahl an Menschen, die an Konzentrationsschwierigkeiten, Schlaflosigkeit, Tinnitus, Chronischem Erschöpfungssyndrom, Burnout oder Depressionen leiden.

Fremdbestimmung

Sind wir eigentlich noch frei? Oder sind wir wie Lemminge fremdbestimmt und abhängig von Beruf, Besitz und Banken? “Wenn du etwas loslässt, bist du etwas glücklicher. Wenn du viel loslässt, bist du viel glücklicher. Wenn du ganz loslässt, bist du frei.”, sagte der theravada-buddhistische Mönch Ajahn Chah. Dieses Zitat könnte als ein Grundsatz des Minimalismus durchgehen. Der von Werbung und Mitmenschen vorgelebte Materialismus wird als leeres Versprechen entlarvt. Wer die Freiheit liebt und seinen eigenen Weg gehen möchte, sollte sich von äußeren Besitztümern unabhängig machen.

Unzufriedenheit

Löst man eines oder mehrere der oben aufgeführten Probleme, wird dadurch meist auch Problem Nummer acht, die Unzufriedenheit, angegangen. Konsumismus ist oft Ausdruck innerer Leere. Ein einfaches Leben hingegen kann zu mehr Glück und Zufriedenheit führen, weil darin Wichtigeres als Materielles im Mittelpunkt steht: Die Menschen, die Umwelt, die eigene Gesundheit und Leidenschaften.

Welches dieser acht Probleme konntest Du mit einer minimalistischen Lebensweise lösen bzw. welches möchtest Du in Zukunft lösen?

Das Schöne am einfachen Leben ist, dass man damit sofort starten kann. Auf diesem Blog findest Du zahlreiche Anregungen dazu. Meine 25 Tipps, wie Du minimalistischer leben kannst sowie meine 25 weiteren Tipps, wie Du minimalistischer leben kannst wurden zusammen 60.000 Mal gelesen. Ansonsten empfehle ich, die nächste Reise von der Haustüre aus zu starten, ein paar Dinge auszumisten und zu verschenken oder darüber nachzudenken, das Auto zu verkaufen.

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Oliven-Mandel-Pesto (als Aufstrich oder zu Pasta)

Oliven-Mandel-PestoVegan, vollwertig, Rohkost – Zeit: 5 Min. – Schwierigkeit: leicht

Vor Weihnachten hatten Stephi und ich Besuch von unserer Nachbarsfamilie. Wir grübelten lange, was wir den vier passionierten Fleischessern Veganes servieren sollten. Als Vorspeise gab es schließlich geröstetes Baguette mit einem selbstgemachten Oliven-Mandel-Pesto und einem Lupinen-Aufstrich aus dem Biosupermarkt. Der Lupinen-Aufstrich wurde kurz probiert. Das Oliven-Mandel-Pesto wurde ratzfatz verputzt. Allgemeiner Tenor: Suchtgefahr!

Olivenpasten sind in unterschiedlichen Varianten im Mittelmeerraum beliebt. Besonders bekannt sind die Tapenades der provenzalischen Küche. Mein minimalistisches Oliven-Mandel-Pesto ist im Handumdrehen fertig. Sein puristischer Geschmack kommt nicht nur auf Brotscheiben zur Geltung. Das Pesto schmeckt auch hervorragend zu Spaghetti, in einer Minestrone oder als Dip zu Kartoffeln.

Für 4 Portionen:
200 g grüne Oliven, entsteint
50 ml Olivenöl
100 g Mandeln, gehäutet

Die Zutaten für das Oliven-Mandel-Pesto: Oliven, Olivenöl und Mandeln

  1. Die Oliven in ein Sieb geben und unter fließendem Wasser abbrausen.
  2. Oliven und das Olivenöl mit einem Pürierstab oder einer Küchenmaschine zu einem gleichmäßigen, aber nicht zu feinem Püree verarbeiten.
  3. Die Mandeln mit dem Pürierstab oder der Küchenmaschine hacken.
  4. Alles gut miteinander vermischen.

Tipps:
– Das Oliven-Mandel-Pesto kann zum Beispiel mit zwei Esslöffeln Kapern, einer Handvoll Petersilie, frisch gemahlenem Pfeffer und/oder einer Knoblauchzehe ergänzt werden. Die Zutaten einfach mit den Oliven und dem Olivenöl zerkleinern.
– Ungeschälte Mandeln lässt man 10 Minuten in heißem Wasser ziehen. Danach spült man sie mit kaltem Wasser ab und kann sie ganz einfach enthäuten.
– Wenn Du eine zweite Vorspeise servieren möchtest, empfehle ich Dir mein Knoblauchbrot mit gehackten Tomaten und Basilikum.

Bon appétit & buon appetito!

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Mein Jahr 2014 in Bildern

Was, schon wieder Neujahr? Je älter ich werde, desto schneller scheint die Zeit zu vergehen. Ob das daran liegt, dass man eine bestimmte Zeitspanne in Relation zum bisherigen Leben setzt? Für einen Sechsjährigen entspricht ein Jahr einem Sechstel seines Lebens, für einen Vierzigjährigen einem Vierzigstel. Manchmal wird das Phänomen auch damit erklärt, dass wir im zunehmenden Alter vieles schon kennen und nicht mehr offen für Neues sind. Doch das greift für mich kaum. Ich habe in den letzten Jahren mein Leben umgekrempelt, vom Job bis zur Mobilität, von der Beziehung bis zur Ernährung, vom Wohnsitz bis zum Besitz.

Bis jetzt habe ich nur eine Lösung gegen die rasende Zeit gefunden: Ab und zu innehalten, nicht nach vorne schauen, sondern den Moment genießen – und dann auf das Erreichte zurückblicken. Genau das möchte ich in diesem Blogartikel tun. Viel Spaß mit meinem Jahr 2014 in Bildern.

Mein Jahr 2014 in Bildern: Schnelle Kürbissuppe. (Foto: Christof Herrmann, 2014)

Gleich der erste Tag im neuen Jahr brachte eine große Veränderung. Ich stieg auf die vegane Ernährung um. Bis heute habe ich es keine Sekunde bereut. Die Umstellung war überraschend einfach und ich fühle mich physisch wie psychisch besser als zuvor mit der vegetarischen bzw. omnivoren Ernährung. Dass viele meiner Leser am rein pflanzlichen Essen interessiert sind, sehe ich an den vielen E-Mails zu diesem Thema und den hohen Zugriffszahlen meiner veganen Rezepte.

Mein Jahr 2014 in Bildern: Stephi auf dem Grat des Großen Rachel. (Foto: Christof Herrmann, 2014)

Anfang März haben Stephi und ich ein paar Tage Urlaub im Östlichen Bayerischen Wald gemacht. Wir hatten ausreichend Sonne, Schnee und Spaß! Zwischen Passau im Süden und dem Nationalpark Bayerischer Wald im Norden gibt es landschaftlich und kulturell unglaublich viel zu entdecken.

Mein Jahr 2014 in Bildern: Auf der Ruine Hirschstein im Fichtelgebirge. (Foto: Christof Herrmann, 2014)

Im Frühjahr war ich zum Vergnügen und für Buchrecherchen auf dem Fränkischen Gebirgsweg unterwegs. Er führt auf 21 Etappen und 425 Kilometern durch die schönsten Mittelgebirge Frankens. Mein Wanderführer “Fränkischer Gebirgsweg” erscheint im Mai oder Juni im Bergverlag Rother.

Mein Jahr 2014 in Bildern: Es gibt ein Leben nach dem Auto! (Foto: Christof Herrmann, 2014)

Seit Mai bin ich autolos. Auch diesen Schritt zu einem einfach bewussten Leben habe ich nicht bereut. In einem Blogartikel habe ich alle Dinge aufgezählt, die passiert sind, seit ich meinen roten Flitzer verkauft habe.

Mein Jahr 2014 in Bildern: Unser 2-Zimmer-Häuschen in Pinzberg. (Foto: Christof Herrmann, 2014)

Der Autoverkauf hielt mich nicht davon ab, mit Stephi nach Pinzberg aufs Land zu ziehen. Wir leben nun in einem 2-Zimmer-Häuschen, das früher ein Kuhstall war und heute von Katzen und Hühnern umkreist wird.

Mein Jahr 2014 in Bildern: Nanni in den Hohen Tauern. (Foto: Christof Herrmann, 2014)

Wie im Vorjahr verbrachte ich im Sommer vier Wochen auf der Alpenüberquerung Salzburg-Triest. Diesmal waren bereits über 25 Fernwanderer auf der neuen Route über die Ostalpen unterwegs. Fünf von ihnen sind sogar bis ans Mittelmeer gelaufen.

Mein Jahr 2014 in Bildern: Das Mittelmeer - das Ziel der Alpenüberquerung Salzburg-Triest. (Foto: Christof Herrmann, 2014)

Das Mittelmeer und einen Tag später mit über 500 Kilometern in den Beinen Triest zu erreichen, war abermals ein unvergessliches Erlebnis. Mittlerweile habe ich vom Bergverlag Rother das OK für einen Wanderführer über die Alpenüberquerung Salzburg-Triest bekommen. Er soll im Frühjahr 2016 erscheinen. Das bedeutet, dass ich mich im nächsten Sommer ein drittes Mal für Recherchen auf den Weg machen werde. Ich bin schon gespannt, wer sich diesmal anschließen wird.

Mein Jahr 2014 in Bildern: Mit Markus und Peter in der Fränkischen Schweiz. (Foto: Christof Herrmann, 2014)

Abgesehen von den beiden langen Touren auf dem Fränkischen Gebirgsweg und in den Alpen bin ich regelmäßig durch Franken gewandert. Zum Beispiel mit Markus und Peter um Egloffstein herum oder alleine, um für meinen zweiten Wanderführer “Biergartenwanderungen Franken” zu recherchieren, der in den nächsten Tagen in den Regalen stehen wird.

Mein Jahr 2014 in Bildern: Stephi scheint gerne zu radeln. (Foto: Christof Herrmann, 2014)

Im Herbst fuhren Stephi und ich acht Tage mit dem Rad durch Nordbayern. Start und Ziel war direkt vor unserer Haustüre. Es war Stephis erste Radreise überhaupt und meine erste seit über sieben Jahren.

Mein Jahr 2014 in Bildern: Einfach bewusst - Minimalistisch, nachhaltig und vegan leben.

Einfach bewusst hat sich in den letzten 12 Monaten zu einer Erfolgsstory entwickelt. 2013 hatte mein Blog 193.000 Seitenaufrufe, 2014 bereits 820.000. Die Anzahl der Newsletter-Abonnenten versechsfachte sich von 620 auf 3.800. Auch in den Social Media ging die Post ab. Auf Facebook stieg die Anzahl meiner Follower von 1.300 auf 3.900, auf Twitter von 600 auf 1.460 und auf Google+ (+EinfachbewusstDe und +ChristofHerrmann) von 210 auf 740. Nur die Abonnentenzahl meines RSS-Feeds stagniert bei 260, was damit zu tun hat, dass der beliebte Google Reader eingestellt wurde.

Vielen Dank, dass Du zum Erfolg von Einfach bewusst beigetragen hast. Für 2015 wünsche ich Dir alles Gute! Bleib oder werde gesund und munter. Ich freue mich auch in Zukunft über jeden Seitenaufruf, jeden Kommentar, jede E-Mail und jedes Teilen und “Gefällt mir” auf Facebook & Co.

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Gelesen im Dezember & meine Lieblingsbücher 2014

Gelesen im Dezember: Dachdecker wollte ich eh nicht werden, Sten Nadolny, Top-Rankings bei Google und Co. …

Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Zuerst die schlechte Nachricht: 2015 werde ich keine monatlichen Gelesen-Artikel mehr veröffentlichen. Die gute Nachricht: Stattdessen möchte ich alle zwei Monate ein Buch zu meinen Themen Minimalismus, Nachhaltigkeit, vegane Ernährung oder Wandern ausführlicher vorstellen.

Mein Buch des Monats Dezember ist “Netzkarte” von Sten Nadolny. Der Roman ist auch weiter unten auf der Liste meiner Lieblingsbücher 2014 zu finden.

Fach- und Sachliteratur

  1. Top-Rankings bei Google und Co. von Kim Weinand (Erscheinungsjahr: 2014, meine Bewertung: 4 von 5 Sternen)
    Mein Blog steht bei einigen Suchbegriffen bereits auf den so wichtigen ersten Positionen bei Google. Um das Google-Ranking von Einfach bewusst weiter zu verbessern, habe ich Kim Weinands über 400 Seiten dickes Buch durchgearbeitet. Auch wenn es eher für Unternehmenswebseiten und Webshops geschrieben ist, finden darin auch Blogger eine Vielzahl an Tipps und Tricks.

Belletristik

  1. Netzkarte von Sten Nadolny (1981, 4,5 Sterne)
    In diesem literarischen Roadmovie auf Schienen fährt Ole Reuter durch die BRD der 1970er Jahre, ständig auf der Suche nach amourösen Abenteuern und dem Sinn seines Lebens. Vor 20 Jahren war dieser Roman für mich einer der Gründe, auf InterRail-Tour zu gehen. Heute überrascht mich Nadolny mit einem Feuerwerk an geistreichen Pointen.
  2. Dachdecker wollte ich eh nicht werden: Das Leben aus der Rollstuhlperspektive von Raúl Aguayo-Krauthausen (2014, 4,5 Sterne)
    Raúl Krauthausen hat Glasknochen und sitzt im Rollstuhl. In “Dachdecker wollte ich eh nicht werden” erzählt er seine ganz persönliche Coming-Of-Age-Geschichte. Besonders beeindruckend fand ich, wie selbstkritisch Krauthausen sein bisheriges Leben seziert. Unterhaltsam und lehrreich zugleich.
  3. Der letzte Bruder von Nathacha Appanah (2009, 4 Sterne)
    Dieses Kapitel der Weltgeschichte dürften nur die wenigsten kennen: Im Zweiten Weltkrieg wurde in Palästina während des britischen Mandats 1.700 jüdischen Flüchtlingen die Einreise verweigert, da sie keine vorschriftsmäßigen Papiere besaßen. Stattdessen deportierte man die Juden auf die Insel Mauritius im Indischen Ozean. 127 von ihnen starben in den vier Jahren hinter Gefängnismauern. Der Roman “Der letzte Bruder” erzählt die fiktive Geschichte der Freundschaft zwischen dem zehnjährigen Mauritier Raj und dem gleichaltrigen Juden David, der in dem Gefängnis eingesperrt ist. Durch einen Zufall gelingt ihnen die gemeinsame Flucht. 

12 aus 55: Meine Lieblingsbücher 2014

12 aus 55: Meine Lieblingsbücher 2014Es geht “bergab”. Nach 57 Büchern 2012 und 56 Büchern im letzten Jahr habe ich heuer 55 Bücher gelesen. Daraus meine Lieblingsbücher 2014 zu küren, war ein undankbares Unterfangen. Ich hätte gut und gerne 20 auswählen können, habe mich aber schließlich für ein Dutzend entschieden.

An Fach- und Sachliteratur empfehle ich:

Aus der Rubrik Belletristik lege ich Dir die folgenden ans Herz:

Auch zwei Graphic Novels haben es auf meine Liste der Lieblingsbücher 2014 geschafft:

Und welche sind Deine Lieblingsbücher 2014?

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