Die 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen – und warum Minimalisten diese Fehler nicht machen

„Wer will, soll glücklich sein, denn morgen ist uns nichts gewiss.“ (Lorenzo de‘ Medici)

Die Australierin Bronnie Ware arbeitete jahrelang als Palliativpflegerin. Sie begleitete todkranke Menschen in den letzten Wochen ihres Lebens. Immer wenn Ware die Patientinnen und Patienten fragte, was sie in ihrem Leben bereuten oder lieber anders gemacht hätten, kamen meist die gleichen Themen zur Sprache.

Die Erkenntnisse hielt Bronnie Ware zunächst auf ihrem Blog und 2012 in dem Sachbuch „The top five regrets of the dying“ fest. Das Buch wurde ein internationaler Bestseller. Die deutsche Übersetzung erschien unter dem Titel „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“.

Ich kenne das Buch nicht. Eine Aufzählung der fünf Dinge habe ich aber des Öfteren gelesen, zuletzt in dem Ratgeber „The One Thing“. Dabei kam mir jedesmal in den Sinn, dass eine minimalistische Lebensweise dazu beitragen kann, diese Fehler zu vermeiden.

1. „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mir selbst treu zu bleiben, statt so zu leben, wie andere es von mir erwarteten.“

Nichts bereuten die Sterbenden häufiger und mehr, als dass sie nicht das Leben geführt haben, das sie eigentlich hätten führen wollen. Die meisten konnte nicht mal die Hälfte ihrer Träume verwirklichen.

Wer die Freiheit liebt und seinen eigenen Weg gehen möchte, sollte sich von äußeren Besitztümern unabhängig machen. Diesen Rat gibt auch der Benediktinerpater Anselm Grün: „Nur wer sein Herz an nichts Geschaffenes hängt, wer loslassen kann, wo andere hängen, der ist wirklich frei.“ Ich kann davon ein Loblied singen. Ohne die minimalistische Lebensweise hätte ich nie anderthalb Jahre um die Welt radeln können, wäre ich nicht 2900 km auf dem Jakobsweg gepilgert und gäbe es die Alpenüberquerung Salzburg – Triest nicht. Wahrscheinlich hätte ich auch nicht den Mut und die Möglichkeit gefunden, mich als Autor selbstständig zu machen.

2. „Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.“

Das kam ausnahmslos von jedem Mann, den Bronnie Ware pflegte. Auch einige Frauen äußerten dieses Bedauern. Die Angst, nicht genug Geld zu verdienen, oder der Druck, Karriere machen zu müssen, sind in unserer kapitalistischen Welt so weit verbreitet wie nie zuvor.

Minimalisten legen weniger wert auf Besitz und Statussymbole. Meist kennen sie keine Geldsorgen. Es fällt ihnen leicht, aus dem Hamsterrad auszusteigen. Denn wer wenig ausgibt bzw. viel spart, hält ein paar Trümpfe in der Hand. Er kann die Arbeitszeit verkürzen (eine viertel Stunde pro Tag entspricht bereits acht freie Arbeitstage pro Jahr), ein Sabbatical beantragen, einen Arbeitgeberwechsel riskieren oder früher in Rente gehen.

3. „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.“

In den Gesprächen erfuhr Ware, dass viele Menschen jahrzehntelang ihre Gefühle aus Angst oder um des lieben Friedens willen unterdrückten. Sie trugen immer mehr Verbitterung und Groll mit sich herum, bis sie krank wurden.

Minimalisten sind entschlossen, sich vom Ballast zu trennen – nicht nur von materiellen Dingen, sondern auch von negativen Gedanken und zwischenmenschlichen Spannungen. Das gelingt ihnen, indem sie ihren Gefühlen Ausdruck verleihen. Selbst wenn zunächst ablehnende Reaktionen kommen, kann man durch Ehrlichkeit und Offenheit am Ende nur gewinnen. Eine Beziehung erreicht entweder ein neues gesünderes Level oder verliert an Bedeutung.

4. „Ich wünschte, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden gehalten.“

Viele der Patientinnen und Patienten bereuten, das sie ihren Freunden zu wenig Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt haben. Job und Karriere, Haus und Kram, Geschäftigkeit und Geschwätzigkeit waren oft wichtiger.

„Die Menschen, die einen großen Wert auf Gärten, Gebäude, Kleider, Schmuck oder irgendein Besitztum legen, sind weniger gesellig und gefällig; sie verlieren die Menschen aus den Augen, welche zu erfreuen und zu versammeln nur sehr wenigen glückt“, warnte uns schon Goethe. Damals besaß ein Deutscher aber im Schnitt keine 200 Gegenstände. Heute sind es laut Statistischem Bundesamt 10.000. Was für eine Bürde. All diese Gegenstände müssen recherchiert, ausgewählt, gekauft, heimgebracht, benutzt oder geduldet, organisiert, gepflegt, repariert, entsorgt und wieder ersetzt werden. Nicht wir besitzen den Kram, sondern der Kram besitzt uns.

Ein minimalistisches Leben hilft, Kopf und Wohnung frei zu bekommen. Wer den Kram weglässt, gewinnt viel Zeit. Plötzlich kann man seinen Passionen nachgehen, sich um die Familie kümmern und eben Freundschaften pflegen.

5. „Ich wünschte, ich hätte mir mehr Freude gegönnt.“

Nach Bronnie Wares Erfahrung erkennen viele Menschen erst am Sterbebett, dass jeder selbst entscheidet, glücklich oder unzufrieden zu sein. Man kann neugierig und mit einem Lächeln durchs Leben schreiten oder man kann an alten Mustern festhalten und an allem etwas auszusetzen haben.

Minimalisten entscheiden sch fürs Lächeln. Adieu Ballast, willkommen Freiheit, Freude, Lebenslust. Der tibetische Meditationsmeister Sogyal Rinpoche beschrieb dieses Lebensgefühl so: „Der Schlüssel zu einer glücklichen Ausgewogenheit im modernen Leben ist Einfachheit.“

Mein Fazit

Das Leben ist kurz. Finde heraus, was (für Dich) wichtig ist im Leben. Dann kannst Du Dich Tag für Tag darauf konzentrieren. Und am Ende Deiner Tage wirst Du nichts bereuen.

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32 Dinge, die ich beim Fernwandern gelernt habe

32 Dinge, die ich beim Fernwandern gelernt habe

„Viel wandern macht bewandert.“ (Otto Kimmig, deutscher Philologe, 1858 – 1913)

9 Fernwanderungen zwischen 1 und 15 Wochen

Ich habe mir vor ein paar Tagen die Mühe gemacht, alle Fernwanderungen zu notieren, die ich unternommen habe, seit mich vor gut fünf Jahren diese Leidenschaft gepackt hat. Es sind über 50 Wochen zusammengekommen. Neun der Touren hatten eine Länge von mindestens einer Woche:

In den letzten fünf Jahren habe ich also reichlich Fernwander-Erfahrung gesammelt.

Heute blicke ich auf diese Touren zurück, indem ich deren Essenz und meine Erkenntnisse daraus präsentiere.

32 (meistenteils) ernstgemeinte Erkenntnisse, die ich beim Fernwandern gewonnen habe

  1. Das Gehen ist die ursprünglichste und natürlichste Fortbewegungsart des Homo sapiens. Rennen, Radeln, Zugfahren, Autofahren und Fliegen sind gescheiterte Versuche, etwas Perfektes zu verbessern. Wandern ist Gehen in der Landschaft zum Zwecke der Erholung. Fernwandern ist mehrtägiges Wandern, wobei man i. d. R. sein Gepäck selbst trägt und am Abend nicht da übernachtet, wo man am Morgen aufgebrochen ist.
  2. Es gibt unglaublich viele Fernwanderwege weltweit. Auf den meisten trifft man keine anderen Fernwanderer, obwohl sie (die Fernwanderwege, aber auch die Fernwanderer) es verdient hätten.
  3. Die meisten Fernwanderer tummeln sich auf einigen wenigen Routen, die nicht die schönsten sein müssen.
  4. Die entspannteste Art eine Fernwanderung zu starten, ist vor der eigenen Haustüre den ersten Schritt zu machen.
  5. Das schwierigste an einer Fernwanderung ist überhaupt loszukommen, weil man vermeintliche Sicherheiten zurücklassen und sich dem Unbekannten stellen muss. Da hilft mir mein Lebensmotto: „Mach’s einfach! Im doppelten Sinne.“
  6. Unterwegs wendet sich fast immer alles zum Guten.
  7. Zwei sind auf den ersten Etappen fast immer dabei: CashewDattel und KokosNuss, meine selbstgemachten Energieriegel.
  8. Das Gehen mit Rucksack tut anfangs weh. Recht bald gewöhnen sich Körper und Geist an das tägliche Pensum. Nach zwei Wochen bin ich in der Regel so fit, dass ich richtig lange Etappen machen kann. Meinen Rekord habe ich mit 53 Kilometern im letzten Jahr auf dem Jakobsweg in Frankreich aufgestellt. Auf der Alpenüberquerung Salzburg – Triest kamen mehrmals über 30 Kilometer und zwischen 3000 und 4000 Höhenmeter an einem Tag zusammen (An- und Abstieg zusammengezählt).
  9. Eine Fernwanderung im Hochgebirge sollte nicht ohne Vorbereitung gestartet werden.
  10. Auf langen Touren können Trekkingstöcke über Gelingen oder Scheitern entscheiden.
  11. Es lohnt sich, etwas mehr Geld für hochwertige Ausrüstung auszugeben. Auf der anderen Seite ist teure Ausrüstung nicht immer die beste.
  12. Das Fernwandern zählt zu den Freizeit- und Urlaubsaktivitäten, die für die Umwelt am verträglichsten sind. Wer mit dem Flugzeug an- und abreist, kehrt die Ökobilanz ins Negative um.
  13. Die Alpen werden gerne als majestätisch bezeichnet. Zurecht! Sie müssen sich vor keinem Hochgebirge der Welt verstecken.
  14. Der Mensch macht bei seiner systematischen Zerstörung der Erde auch vor den Alpen nicht halt. Es war ernüchternd an Orte zurückzukehren, an denen ich in den 1980er Jahren mit meinen Eltern und Geschwistern Urlaub gemacht habe.
  15. Der Jakobsweg ist nicht das, was die meisten Bücher und Filme und die, die schon dort waren, versprechen. Der Weg ist landschaftlich selten reizvoll. In Deutschland und der Schweiz trifft man kaum Pilger, in Frankreich fast nur Franzosen. Auf dem Camino Frances in Spanien ist plötzlich die halbe Welt unterwegs. Echte Pilger? Fehlanzeige. Warum ich auf der vermutlich längsten Wanderung meines Lebens trotzdem Spaß hatte, steht in „Einfach bewusst auf dem Jakobsweg – 2904 km, 108 Tage, 4 Länder“.
  16. Mit der Alpenüberquerung Salzburg – Triest habe ich vermutlich etwas für die Nachwelt geschaffen.
  17. Das Reisen per pedes ist günstig. Im Schnitt gebe ich nicht mal 50 Euro pro Tag für Übernachtung und Verpflegung aus. Wer seltener Essen geht und öfter in Schlafsälen (oder gar im Zelt) nächtigt als ich, kommt mit weniger aus. Eine dreiwöchige Fernwanderung in Europa ist inkl. An- und Abreise mit Bus oder Bahn für unter 1000 Euro möglich. Das zahlt manch einer alleine für die Flüge ans Ende der Welt.
  18. Zeit in der Natur zu verbringen, macht genügsam. Der US-amerikanische Philosoph und Schriftsteller Ralph Waldo Emerson brachte das im 19. Jahrhundert so zum Ausdruck: „Abends ging ich hinaus in die Dunkelheit, da sah ich einen schimmernden Stern und hörte einen Frosch quaken. Die Natur schien zu sagen: Nun? Ist das nicht genug?“
  19. Eine Fernwanderung ist die perfekte Möglichkeit, die Vorteile des einfachen Lebens kennenzulernen. Alles, was man benötigt, trägt man auf dem Rücken (mir reicht mittlerweile ein 32-Liter-Rucksack – Tendenz sinkend). Alles, was man Tag für Tag erledigen muss, ist, ein paar Kilometer voranzukommen, sich und seine Ausrüstung in Schuss zu halten sowie zu regenerieren.
  20. Entscheidet man sich für ein einfaches Leben, kann man es auf einer Fernwanderung zelebrieren: Weniger statt mehr, langsam statt schnell, leise statt laut, Single-Tasking statt Multitasking, Wanderweg statt Autobahn, Land statt Stadt, Slow Food statt Fast Food, Verwirklichung statt Bespaßung. Wie zukunftsfähig das ist, zeigt die zunehmende Zahl an Menschen, die an Konzentrationsschwierigkeiten, Schlaflosigkeit, Chronischem Erschöpfungssyndrom, Burnout oder Depressionen leiden.
  21. Ein paar Stunden oder gar Tage offline zu sein, überlebt man unbeschadet. Es ist gar ein Segen, mal nicht rund um die Uhr von Facebook, WhatsApp, E-Mails, Weltnachrichten & Co. bombardiert zu werden.
  22. Oft höre oder lese ich von Veganern, die auf Reisen plötzlich wieder Vegetarier sind, weil es zu schwierig sei, etwas rein Pflanzliches zu bekommen. Ich habe andere Erfahrungen gemacht. Selbst auf den Berghütten gibt es immer öfter Veganes wie Gemüsesuppe oder Nudeln mit Tomatensauce, kann man sich ein paar Beilagen wie Salat, Gemüse und Pommes zusammenstellen oder ist das Küchenpersonal so flexibel, dass es eine Extravurst für den hungrigen Pflanzenfresser zubereitet. Für den Fall, dass ich doch nichts bekomme, habe ich etwas im Rucksack. Mit etwas Erfahrung und Kreativität kann man mit wenigen Zutaten etwas Schmackhaftes zubereiten. Um zum Beispiel Brotsalat, Kartoffelbrei aus der Tüte oder Couscous zu machen, braucht man noch nicht mal heißes Wasser.
  23. Ich bin gerne alleine unterwegs. Noch lieber habe ich liebe Begleitung. In Albert Schweitzers Worten: „Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.“
  24. Ist man mit mehreren unterwegs, bestimmt der Langsamste das Tempo und der Ängstlichste die Route.
  25. Morgens ohne Reservierung für die nächste Nacht aufzubrechen, bereitet mir keine Sorgen mehr, sondern ist Ausdruck von Freiheit und Flexibilität.
  26. Bruce Chatwin hatte recht: „Der Vorgang des Wanderns trägt zu einem Gefühl psychischen und geistigen Wohlbefindens bei.“
  27. Fernwandern macht selbstbewusst – im doppelten Sinne des Wortes.
  28. Vielleicht ist das der Grund, warum Fernwandern sexy macht. Auf langen Touren habe ich schon mehrmals eindeutig zweideutige Angebote bekommen.
  29. Beim Wandern ist man der Fauna, Flora, den Landschaften und dem Wetter so nah wie nur möglich – zuweilen gar zu nah.
  30. Wandern ist mobile Meditation. Ich empfinde dies besonders im anspruchsvollen Gelände, etwa wenn ich einen Berg erklimme und mich dabei auf meine Schritte und Atmung konzentriere. Stehe ich schließlich auf dem Gipfel, ist mein Kopf frei und mein Herz offen. Ein derartiges Glücksgefühl bekommt man unten im Tal respektive im Alltag nicht so schnell.
  31. Der Einstieg in die wunderbare Welt des Fernwanderns gelingt am besten an einem verlängerten Wochenende in der Heimat. In Nordbayern kann ich einen Abschnitt auf dem Fränkischen Gebirgsweg, dem Steigerwald Panoramaweg, dem Jurasteig oder dem Goldsteig empfehlen. Ansonsten hilft die Liste von Wanderwegen auf Wikipedia sowie das Portal Wanderbares Deutschland weiter.
  32. Nach der Fernwanderung ist vor der Fernwanderung.

Das waren die wichtigsten Dinge, die ich beim Fernwandern gelernt habe.

Und nun Du! Welche Erkenntnisse hast Du dabei gewonnen?

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Die letzten fünf Tage meiner Fernwanderung von Nürnberg nach Kroatien folgte ich der Parenzana.

Auf dieser 123 Kilometer langen Strecke zwischen Triest und Poreč transportierte von 1902 bis 1935 eine Schmalspurbahn Passagiere und Güter wie Salz, Olivenöl, Wein, Obst und Gemüse, Steine und Hölzer.

Die ehemalige Bahntrasse durch Italien, Slowenien und Kroatien wird heute als Rad- und Wanderweg genutzt. Vor allem die rund 65 Kilometer vom slowenischen Küstenstädtchen Piran durch das bewaldete Hinterland bis Vižinada in Kroatien fand ich sehr reizvoll. Auf diesem Abschnitt vergingen oft ein oder zwei Stunden, ehe ich wieder Radler zu Gesicht bekam. Andere Fernwanderer traf ich auf der Parenzana überhaupt nicht.

Von Triest nach Muggia nehme ich die Fähre, da die Parenzana auf diesen 11 Kilometern auf stark befahrenen Straßen verläuft.

Von Triest nach Muggia nehme ich die Fähre, da die Parenzana auf diesen 11 Kilometern auf stark befahrenen Straßen verläuft.

Das italienische Küstenstädtchen Muggia ist zwar ein touristisches Ausflugsziel, hat aber seinen Charme bewahrt.

Das italienische Küstenstädtchen Muggia ist zwar ein touristisches Ausflugsziel, hat aber seinen Charme bewahrt.

An der Küste Sloweniens kann man gut fahren und flanieren …

An der Küste Sloweniens kann man gut fahren und flanieren …

… und sich präsentieren.

… und sich präsentieren.

Der "Weg der Gesundheit und Freundschaft" führt durch mehrere ehemalige Eisenbahntunnel.

Der „Weg der Gesundheit und Freundschaft“ führt durch mehrere ehemalige Eisenbahntunnel.

Piran ist fraglos das schönste Städtchen der slowenischen Küste.

Piran ist fraglos das schönste Städtchen der slowenischen Küste.

Blick zurück auf Piran, Portorož und die Salinen von Sečovlje.

Blick zurück auf Piran, Portorož und die Salinen von Sečovlje.

Ab der slowenisch-kroatischen Grenze ist die Parenzana für rund 70 Kilometer ungeteert.

Ab der slowenisch-kroatischen Grenze ist die Parenzana für rund 70 Kilometer ungeteert.

Grožnjan liegt auf einem Hügel und ist umgeben von Olivenhainen, Weingärten und Wäldern.

Grožnjan liegt auf einem Hügel und ist umgeben von Olivenhainen, Weingärten und Wäldern.

Das Überleben und den Status als Künstlerdorf verdankt Grožnjan dem Bildhauer Aleksandar Rukavina, der 1965 durchsetzte, dass die verlassenen und dem Verfall geweihten Gebäude unentgeltlich von rund 30 Künstlern bewohnt werden durften.

Das Überleben und den Status als Künstlerdorf verdankt Grožnjan dem Bildhauer Aleksandar Rukavina, der 1965 durchsetzte, dass die verlassenen und dem Verfall geweihten Gebäude unentgeltlich von rund 30 Künstlern bewohnt werden durften.

Heute kann man in über 60 Ateliers und Galerien Kunstwerke unterschiedlichster Art erwerben.

Heute kann man in über 60 Ateliers und Galerien Kunstwerke unterschiedlichster Art erwerben.

Unterm Kastanienbaum.

Unterm Kastanienbaum.

Unvergessen bleibt mir der Sonnenuntergang und die blaue Stunde auf den Plätzen und in den Gassen von Grožnjan.

Unvergessen bleibt mir der Sonnenuntergang und die blaue Stunde auf den Plätzen und in den Gassen von Grožnjan.

Die Wälder und Olivenhaine des kroatischen Hinterlands habe ich meist ganz für mich allein.

Die Wälder und Olivenhaine des kroatischen Hinterlands habe ich meist ganz für mich allein.

Trüffel aus Istrien werden von Kennern zu den besten der Welt gezählt.

Trüffel aus Istrien werden von Kennern zu den besten der Welt gezählt.

Einige der 35 alten Bahnstationen zwischen Triest und Poreč sind noch erhalten und werden wie die von Motovun als Wohnhaus genutzt.

Einige der 35 alten Bahnstationen zwischen Triest und Poreč sind noch erhalten und werden wie die von Motovun als Wohnhaus genutzt.

Der mittelalterliche Stadtkern von Motovun thront auf einem Hügel abseits der Parenzana.

Der mittelalterliche Stadtkern von Motovun thront auf einem Hügel abseits der Parenzana.

Drei Mauerringe schützten den Ort, die noch heute erhalten sind.

Drei Mauerringe schützten den Ort, die noch heute erhalten sind.

Sehenswert sind auch die zahlreichen Türen.

Sehenswert sind auch die zahlreichen Türen.

Von der im 17. Jahrhundert errichteten Stadtloggia blickt man über das hügelige Umland bis zum Meer.

Von der im 17. Jahrhundert errichteten Stadtloggia blickt man über das hügelige Umland bis zum Meer.

Die siebzehn Viadukte und Brücken der Parenzana waren Anfang des 20. Jahrhunderts spektakuläre Bauwerke und sind heute noch echte Hingucker.

Die siebzehn Viadukte und Brücken der Parenzana waren Anfang des 20. Jahrhunderts spektakuläre Bauwerke und sind heute noch echte Hingucker.

Viele Slowenen frönen noch der Selbstversorgung …

Viele Slowenen frönen der Selbstversorgung …

… so dass man abseits der touristischen Küstenorte statt moderner Supermärkte nur bunte Tante-Emma-Läden findet.

… so dass man abseits der touristischen Küstenorte statt moderner Supermärkte nur bunte Tante-Emma-Läden findet.

Die letzten 25 Kilometer geht es wieder durch stärker besiedeltes und landwirtschaftlich genutztes Gebiet.

Die letzten 25 Kilometer geht es wieder durch stärker besiedeltes und landwirtschaftlich genutztes Gebiet.

Schließlich erreiche ich Poreč, das Ziel der Parenzana wie auch meiner 52-tägigen Wanderung von Nürnberg nach Istrien.

Schließlich erreiche ich Poreč, das Ziel der Parenzana wie auch meiner 52-tägigen Wanderung von Nürnberg nach Istrien.

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Die Alpenüberquerung Salzburg - Triest hat nun eine eigene Facebook-Seite

Am Dienstag bin ich nach 52 Tage und rund 1100 Kilometern in Poreč an der Westküste der Halbinsel Istrien angekommen. Ich konnte also wie geplant von meiner Haustüre bis nach Kroatien wandern. Im Gegensatz zu meinem Jakobsweg im letzten Jahr werde ich diesmal die meisten Erlebnisse und Eindrücke für mich behalten. Fotogalerien vom Goldsteig und von der Parenzana sind aber fest eingeplant.

Zwischen Salzburg und Triest war ich auf meiner Alpenüberquerung unterwegs (mittlerweile das vierte Mal), um für die zweite Auflage des Wanderführers zu recherchieren. Ich war etwas überrascht und sehr erfreut, dass bereits so viele die neue Route über die Ostalpen kennen und sie wohlwollend bis euphorisch aufnehmen. Ich führte Gespräche in Unterkünften, Restaurants und Touristeninformationen, mit Hüttenwirten und Bewohnern an der Strecke sowie mit einigen Alpenüberquerern, die wie ich auf dem Weg zum Mittelmeer waren.

Aufgrund der positiven Resonanz kam ich zu dem Entschluss, dass die Alpenüberquerung Salzburg – Triest eine eigene Facebook-Seite benötigt. Dort wird es regelmäßig Neuigkeiten, aktuelle Hinweise zur Strecke und Anekdoten von unterwegs geben. Die Seite soll auch dem Austausch unter den Alpenüberquerern dienen, etwa um im Vorfeld Mitwanderer zu finden. Darüberhinaus veröffentliche ich gerne Eure Fotos und Stimmen. Schickt mir einfach Eure Eindrücke vom Start in Salzburg, vom Weg und/oder von der Ankunft in Triest.

Die Facebook-Seite der Alpenüberquerung Salzburg – Triest ist seit zwei Tagen online:

www.facebook.com/salzburgtriest

PS: Auf der Einfach-bewusst-Facebook-Seite wird es in Zukunft nur die wichtigsten News zur Alpenüberquerung Salzburg – Triest geben. Schwerpunkte sind dort weiterhin Minimalismus, Nachhaltigkeit, vegane Ernährung und Wandern allgemein.

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Ab Sonntag zu Fuß von Nürnberg nach Istrien

„Es gehört wohl zum Schönsten, was es gibt, sich ein Land zu erwandern.“ (Erika Hubatschek, österreichische Fotografin und Volkskundlerin, 1917 – 2010)

2 Monate, 5 Länder, 1250 km, 38.000 Aufstiegshöhenmeter

Ich bin nervös wie ein Astronaut vor dem Raumflug und freue mich gleichzeitig wie ein Kind unter dem Weihnachtsbaum. Übermorgen starte ich meine nächste Fernwanderung. Diesmal soll es von der Haustüre aus bis nach Istrien gehen. Die rund 1250 km lange Strecke durch Deutschland, Österreich, Slowenien, Italien und Kroatien wird mich zwei Monate lang in Atem halten. Außer Atem werde ich vor allem in den Alpen kommen. Dort muss ich rund 25.000 Höhenmeter aufsteigen (von insgesamt 38.000) und wieder absteigen.

Eines ist schon jetzt sicher. Zwischen der Pegnitz und dem Mittelmeer wird es mir landschaftlich besser gefallen als im letzten Jahr auf dem Jakobsweg. Spielt das Wetter einigermaßen mit und habe ich hin und wieder interessante Begleitung, dann steht einer gelungenen Tour nichts im Wege.

Natürlich bin ich wieder vegan und möglichst minimalistisch und nachhaltig unterwegs. Mein Rucksack steht bereits in den Startlöchern. Er fasst 32 Liter und wiegt weniger als 10 kg – inkl. Proviant und 2 Liter Wasser.

Goldsteig, Jakobsweg, Salzburg – Triest und Parenzana

Meine grobe Route steht bereits fest. Ich möchte zunächst fünf Etappen auf dem Fränkischen Jakobsweg (in entgegengesetzte Richtung) bis Schwandorf gehen. Von dort sind es nur 30 km bis nach Neunburg vorm Wald. Die nächsten 12 Tage werde ich auf der Südroute des Goldsteigs den Bayerischen Wald durchqueren. Ab Passau führt der Jakobsweg Innviertel in sechs Etappen nach Salzburg. Danach steht die vier Wochen lange Alpenüberquerung Salzburg – Triest auf dem Programm. Zum Abschluss möchte ich in vier Tagen auf der ehemaligen Bahntrasse Parenzana bis Poreč auf der kroatischen Halbinsel Istrien wandern. Falls ich doch noch nicht genug habe, könnte ich dem Europäischen Fernwanderweg E12 folgen, bis ich nach 85 km das Kap Kamenjak, die südlichste Spitze Istriens, erreiche.

Die folgende Karte zeigt alle Orte, an denen ich laut meines Etappenplans übernachte. Natürlich werde ich mich nicht streng daran halten. Mit einem Mausklick kannst Du die interaktive Karte öffnen.

Schreibpause und Jakobsweg-E-Book zum Sonderpreis

In den letzten viereinhalb Jahren habe ich viel geschrieben: 221 Blogarikel, vier Wanderführer, das E-Book über meinen Jakobsweg (das es für kurze Zeit zum Sonderpreis gibt), tausende Postings auf Facebook, Twitter & Co. sowie zahlreiche Artikel für andere Blogs, Magazine und Zeitungen. Ich spüre seit ein paar Wochen, dass ich eine Auszeit brauche, um Kraft zu tanken und wieder Lust aufs Schreiben zu bekommen. Deswegen werde ich bis zu meiner Rückkehr in rund zwei Monaten nichts veröffentlichen.

Ich wünsche Dir einen grandiose Zeit und sende Dir einfach bewusste Grüße!

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