12 Wandervorschläge für Wandermuffel - Foto: Auf dem Camino Frances. (Christof Herrmann, 2016)

Wandern hat viele Seiten und Gesichter: Einfachheit und Freiheit, Entschleunigung und Meditation, Arzt und Therapeut, Sport und Herausforderung, Ideengeber und Ermunterer, Verbundenheit und Gemeinschaft …

Schriftsteller, Wissenschaftler und Prominente haben sich Gedanken gemacht, was Wandern bedeutet. Drei Zitate, die ich so unterschreiben kann (weitere findest Du in dieser Sammlung): 1. „Wandern ist die vollkommenste Art der Fortbewegung, wenn man das wahre Leben entdecken will. Es ist der Weg in die Freiheit.“ (Elizabeth von Arnim) 2. „Der Vorgang des Wanderns trägt zu einem Gefühl psychischen und geistigen Wohlbefindens bei.“ (Bruce Chatwin) 3. „Wandern als Kompensation für die Zumutungen der Gesellschaft, als gesunder Eskapismus. Doch neben das Motiv der Abkehr und Erholung tritt das des Aufbruchs, zu einer Unmittelbarkeit der Welterfahrung, wie sie im Alltag nicht möglich scheint.“ (Christian Jostmann)

Laut dem Deutschen Wanderverband hat der Trend zu mehr Freizeitaktivitäten im Freien dazu geführt, dass das Wandern in den letzten Jahren beliebter geworden ist. Auch der Deutsche Alpenverein verzeichnet seit Langem einen starken Zulauf. Gleichzeitig hat sich das Image verändert. Der Wanderer von heute ist nicht mehr mit Kniebundhose und Wanderkarte, sondern mit Multifunktionskleidung und GPS unterwegs.

Trotzdem hat manch einer Sonntagnachmittag-Touren auf schnurgeraden Forststraßen durch monotone Nadelwälder vor Augen, wenn er ans Wandern denkt. Das liegt wohl zum einen daran, dass viele in ihrer Kindheit zu solchen Spaziergängen genötigt wurden, zum anderen daran, dass wir gerne an Klischees festhalten, um im Kopf Ordnung zu bewahren.

Nach meiner Erfahrung kann man Wandermuffel am besten mit etwas Besonderem oder gar Spektakulärem gewinnen. Die folgenden Vorschläge sind natürlich auch für alle geeignet, die bereits gerne gehen. Abwechslung und Inspiration tun jedem (Wander-)Leben gut.

1. Ohne Smartphone, Karte und GPS losziehen

Starte von Deiner Haustüre aus oder fahre ein Stück mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Grüne. Dann geh einfach los. Der Weg ist das Ziel. Karte, Smartphone und GPS-Gerät liegen daheim (oder im Rucksack, wenn Du Angst hast, verloren zu gehen). Lass Dich überraschen, wohin Dich Deine Füße tragen. Spüre die Freiheit. Genieße die Ruhe, den Duft der Wälder und Wiesen. Sonne, Wind oder Regen – nimm das Wetter so, wie es kommt. Sei offen für Begegnungen. Erlebe diese Wanderung mit allen Sinnen. Am Abend wirst Du zufrieden nach Hause zurückkehren, vielleicht sogar etwas verändert.

2. Barfußgehen

Barfuß zu gehen ist die natürliche Form der menschlichen Fortbewegung. Schon Sebastian Kneipp hat es zur Gesundheitsvorsorge empfohlen. Auch heute betonen Physiotherapeuten und Ärzte die gesundheitsfördernde Wirkung des Barfußgehens. Vor allem bei Kindern kräftigt es die Fußmuskulatur und sorgt für eine korrekte Zehenstellung. Erwachsene profitieren ebenfalls davon. In Deutschland gibt es kürzere Fußfühlpfade mit unterschiedlichen Bodenmaterialien und kilometerlange Barfußwanderwege. Du kannst aber genauso auf einem Weg im Wald oder durch Wiesengelände Deine Schuhe und Socken ausziehen und ein Stück barfuß wandern. Auch hier gilt: Übung macht den Meister.

12 Wandervorschläge für Wandermuffel - Foto: Barfußgehen in der Hersbrucker Schweiz. (Christof Herrmann, 2016)

3. Waldbaden

Seit ein paar Jahren ist eine neue Disziplin in der wunderbaren Welt des Wanderns in aller Mund. Beim Waldbaden steht nicht die Fortbewegung im Vordergrund. Meist werden nur wenige Kilometer zurückgelegt. Es geht vielmehr darum, in die angenehme Atmosphäre des Waldes einzutauchen und diese mit den fünf Sinnen Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten zu erleben. In Japan gilt Shinri Yoku, das Waldbaden, als Medizin. Mehrere Studien haben gezeigt, dass das Waldbaden Stress und Krankheiten vermeiden und lindern kann. Ich finde diese achtsamste Art des Wanderns sehr interessant. 2017 habe ich auf Usedom Europas ersten ausgewiesenen Kur- und Heilwald besucht. Den Ratgeber „IM-WALD-SEIN – Die natürliche Antwort auf Psychostress und Zivilisationskrankheiten“ habe ich hier kurz vorgestellt und zähle ich zu meinen Lieblinsgbüchern 2018.

4. Nachtwandern

Nachtwanderungen sind bei Kinder- und Jugendgruppen auf Klassenfahrten oder bei Ferienaufenthalten aufgrund des Gruseleffekts beliebt. Aber auch erwachsene Kinder finden daran Gefallen. Nachts schaut alles anders aus, hört man andere (Tier-)Geräusche als tagsüber und gibt es oft den Sternenhimmel gratis dazu. Ich empfehle, nicht erst bei Dunkelheit zu starten, sondern den Sonnenuntergang mitzunehmen. Scheint der Mond hell, ist im offenen Gelände kein Licht nötig. Ansonsten haben sich Stirnlampen oder auch Fackeln bewährt.

5. Nacktwandern

Richtig gelesen. Naturisten und FKKler suchen auf Nacktwanderungen Körpergefühl, Freiheit und Naturverbundenheit. In Deutschland ist das erlaubt – zumindest da, wo sich niemand gestört fühlt. Um Ärger zu vermeiden, sollten also wenig frequentierte Wege gewählt werden. Es gibt zwei offiziell ausgeschilderte Nacktwanderwege: Den Harzer Naturistenstieg und den Naturistenweg Undeloh in der Lüneburger Heide. Ebenfalls in der Lüneburger Heide befindet sich das Wandergebiet Süsing, in dem seit über 80 Jahren Nackerte herumlaufen.

12 Wandervorschläge für Wandermuffel - Foto: Potluck mit meiner Vandergruppe. (Christof Herrmann, 2019)

6. Potluck im Grünen

Ein kleine Wanderung mit Freunden kann man wunderbar mit einem Mitbringbrunch oder Potluck kombinieren. Jeder Teilnehmer steuert ein Gericht bei, sodass ohne großen Aufwand ein vielfältiges Buffets zusammenkommt. Wie wäre es z. B. mit einem Nizza-Salat, einer Gemüse-Hirse-Pfanne, Hummus, Aufstrichen oder Energieriegeln.

7. Winterwandern und Schneeschuhwandern

In den meisten Urlaubsregionen der Alpen und in den deutschen Mittelgebirgen gibt es bei Schneelage ausgewiesene Winterwanderwege. Durch die weiße Landschaft zu marschieren, ist nicht nur bei Sonnenschein ein besonderes Erlebnis. Noch abenteuerlicher ist eine Tour mit Schneeschuhen abseits der Wege. Bergführer, Alpenvereinssektionen und Reiseveranstalter haben sich auf diesen Trend eingestellt. Sie bieten geführte Schneesschuhwanderungen an und beraten in Ausrüstungsfragen.

8. Einen Marathon wandern

Wenn Dich Herausforderungen reizen, kannst Du an einem Tag 42 km gehen. Am besten trommelst Du ein paar Freunden zusammen. Geteiltes Leid ist halbes Leid, geteilte Freude ist doppelte Freude. Eine geeignete Strecke ist mit Hilfe eines Routenplaners wie GPSies schnell erstellt. Im Ziel kannst Du vorschlagen, noch 8 km dranzuhängen, um die magische Grenze von 50 km zu erreichen. Machbar ist das alles. Auf meiner Deutschlanddurchquerung bin ich zweimal über 42 km gewandert, auf der Via Podiensis in Frankreich einmal 53 km.

9. An einer 24-Stunden-Wanderung teilnehmen

Sind Dir 42 oder 50 km zu wenig? Dann kannst Du Dich zu einer der 24-Stunden-Wanderungen anmelden. Beliebte Events sind z. B. der Mammutmarsch (verschiedene Austragungsorte), das 24 Stunden-Wanderabenteuer Edersee, die 24 Stunden von Rheinland-Pfalz, der Frankenwald Wandermarathon, die 24h Trophy (verschiedene Austragungsorte) und die 24-Stunden-Wanderung mit Hans Kammerlander.

12 Wandervorschläge für Wandermuffel - Foto: Auf dem Hochrhöner.

10. Fernwandern in deutschen Mittelgebirgen

Als Fern- oder Weitwandern bezeichnet man eine Wanderung, die über größere Strecken und mehrere Tage führt. Viele Veranstalter bieten solche Touren mit und ohne Gepäcktransport an. Du kannst aber auch alles selbst organisieren. Am Morgen zu starten, ohne zu wissen, wo man die Nacht verbringt, ist ein kleines Abenteuer in unserer modernen geregelten Welt. Die deutschen Mittelgebirge mit ihren Wäldern und Wiesen, den schönen Fernsichten und gut markierten Wegen sind prädestiniert für Fernwanderungen. Mir hat es besonders gut auf dem Fränkischen Gebirgsweg, dem Hochrhöner, dem Nurtschweg, dem Steigerwald Panoramaweg und dem Albsteig gefallen. Informationen über viele weitere Fernwanderwege findest Du auf dem Portal Wanderbares Deutschland und in dieser Wikipedia-Liste. Zu den bekannten längeren Fernwanderwegen gibt es Wanderführer – zum Beispiel vom Bergverlag Rother, vom Bruckmann Verlag oder vom Conrad Stein Verlag. Solch ein Buch, die Markierungen und etwas Orientierungsvermögen sollten im Mittelgebirge ausreichen, um ans Ziel zu gelangen. Zur Sicherheit kannst Du Dir eine App wie Locus Map, kostenlose OSM-Karten und den GPS-Track des Wegs auf das Smartphone laden. Wanderkarten oder ein GPS-Gerät sind nicht unbedingt nötig.

11. Nach Santiago de Compostela pilgern

Wer noch länger Zeit hat, kann von der Haustüre aus auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela und weiter nach Finisterre am Atlantik gehen. Ich war dafür 108 Tage und 2875 km unterwegs. Zunächst bin ich von Nürnberg an den Bodensee und durch die Schweiz, dann durch Frankreich und schließlich auf dem berühmten Camino Frances durch Spanien gewandert. Die Route ist einfach, die Markierung zuverlässig, die Infrastruktur aus Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten sehr gut. Landschaftlich war ich von der Strecke enttäuscht. Zu oft geht es durch dicht besiedeltes oder landwirtschaftlich genutztes Gebiet. Wer aber vor allem unkompliziert Menschen kennenlernen möchte, ist auf dem Jakobsweg richtig. Ab Frankreich trifft man im Sommerhalbjahr zahlreiche (ab Spanien unzählige) Pilger und Pilgerinnen.

12. Die Alpen überqueren

Eine Alpenüberquerung ist der Traum vieler Bergwanderer und so etwas wie die Königsdisziplin des Fernwanderns. Um die Alpen in Nord-Süd-Richtung komplett zu überqueren, benötigt man mindestens drei Wochen Zeit. Genügend Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unabdingbar. Die bekanntesten Routen führen von München nach Venedig und von Oberstdorf nach Verona. Genauso beeindruckend, aber weniger überlaufen ist die Alpenüberquerung Salzburg – Triest, die ich in den letzten Jahren ausgearbeitet und in einem Wanderführer beschrieben habe. Auf den Blogs BergReif und TrekkingTrails werden die wichtigsten Alpenüberquerungen (und Touren, die sich nur so nennen) vorgestellt.

12 Wandervorschläge für Wandermuffel - Foto: Im Steinernen Meer auf der Alpenüberquerung Salzburg - Triest. (Christof Herrmann, 2017)

Was davon hast Du schon ausprobiert oder möchtest Du ausprobieren? Hast Du weitere Wandervorschläge für Wandermuffel?

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Caprese mit selbstgemachtem veganen Mozzarella

Caprese mit veganem Mozzarella. (Foto: Christof Herrmann, 2019)

Vegan, glutenfrei, rohköstlich, raffiniert – Zeit: 20 Min. (plus 5 Std. fürs Einweichen und Festwerden) – Schwierigkeit: leicht

Als ich vor ein paar Wochen bei Freunden eingeladen war, überraschten sie mich mit Caprese, einem meiner Lieblings-Antipasti vergangener Tage, die ich in den letzten fünf Jahren als Pflanzenfresser nicht mehr gegessen habe. Das Rezept für den veganen Mozzarella stammte von Smarticular.

Ich war von dem Ergebnis so begeistert, dass ich selbst mit dem Experimentieren begann. Veganen Mozzarella kann man einfach selbst herstellen – mit wenigen Zutaten und ohne Hexerei. Ich ersetze die Cashewkerne zur Hälfte mit Mandeln und nehme einen zusätzlichen Esslöffel Zitronensaft. Die in den Flohsamenschalen enthaltenen Polysaccharide binden mehr als das 50-fache an Wasser und wirken so als Geliermittel. Wenn ich mich richtig erinnere, ähnelt die pflanzliche Variante in Textur und Konsistenz dem Büffelmozzarella. Sie ist schmackhaft, vitaminreich, ballaststoffreich und sehr gut für die Darmgesundheit.

Du kannst den veganen Mozzarella mit Brot oder geschmolzen auf der Pizza essen. Mir schmeckt er besonders als Caprese, also in Kombination mit frischen aromatischen Tomaten, Basilikum und gutem Olivenöl. Caprese ist eine der bekanntesten und beliebtesten italienischen Vorspeisen. Ihre drei Hauptzutaten entsprechen den Farben der Tricolore.

Veganer Mozzarella (ca. 300 g):

2 EL Flohsamenschalen
200 ml Wasser
50 g Cashewkerne und 50 g blanchierte Mandeln (oder 100 g Cashewkerne)
3 EL Zitronensaft
1 TL Salz

  1. Die Flohsamenschalen in 200 ml Wasser geben und mit dem Schneebesen verquirlen. Zwei Stunden stehen lassen, bis sich eine gelartige Masse gebildet hat.
  2. In der gleichen Zeit die Cashewkerne und die blanchierten Mandeln in Wasser einweichen. Das Einweichwasser anschließend wegschütten.
  3. Die Flohsamenschalenmasse, die Cashewkerne, die Mandeln, den Zitronensaft und das Salz in einem Mixer fein pürieren.
  4. In zwei oder drei Schälchen füllen und mindestens drei Stunden in den Kühlschrank stellen.
Selbstgemachter veganer Mozzarella. (Foto: Christof Herrmann, 2019)

Caprese für 4 Portionen:

600 g Tomaten
300 g veganer Mozzarella
2 Handvoll Basilikumblätter
Olivenöl
Salz
Pfeffer

  1. Die Tomaten waschen und in Scheiben schneiden.
  2. Den veganen Mozzarella in Scheiben schneiden.
  3. Die Basilikumbätter waschen und trockenschütteln.
  4. Die Tomatenscheiben, die Mozzarellascheiben und die Basilikumblätter auf einem Teller schön anrichten, z. B. wie im Foto ganz oben.
  5. Mit hochwertigem Olivenöl beträufeln.
  6. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.

Tipps:

  • Caprese schmeckt pur oder zu frisch aufgebackenem Ciabatta.
  • Der Mozzarella ist im Kühlschrank bis zu drei Tage haltbar.
  • Du kannst den Mozzarella auch zum Überbacken verwenden.

Buon appetito!

Das berühmte Antipasto Caprese schmeckt mit veganem Mozzarella mindestens genauso gut. (Foto: Christof Herrmann, 2019)

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Weniger tun, mehr erreichen - von der Kunst, das Richtige zu tun (Foto: Johanna Wagner)

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Johanna Wagner. Ihr drittes Buch „Verlauf dich nicht“ ist ein „Wegweiser für ein einfaches und bewusstes Leben“. Im Dezember wird Johanna die Seminar- und Wanderwoche „Abschalten und Auftanken auf Sylt“ anbieten. Darin geht es um den achtsamen Umgang mit digitalen Medien, Stress und Gedanken und um die Ausrichtung für das kommende Jahr. LeserInnen von Einfach bewusst erhalten mit dem Stichwort „einfachbewusst“ 15 Prozent Nachlass auf den Seminarpreis.

Manchmal tue und mache ich den ganzen Tag und kann am Abend kein Ergebnis erkennen. Kann nichts von meiner To-Do-Liste streichen, muss sie dafür um Punkte ergänzen. Müde vom Tun, unruhig im Wissen um das noch zu Erledigende und unzufrieden wegen der Ergebnislosigkeit greift meine Hand abends beiläufig zu Smartphone oder Fernbedienung. Doch eigentlich möchte ich nichts anschalten, sondern den Kopf abschalten und zur Ruhe kommen. Wenn das nicht mal nach Feierabend möglich ist, wann dann?

Ich versacke, bin endlich zeitlos und kopflos – zumindest gedankenlos gedankenleer – und finde deshalb den Absprung nicht. Das Bett sieht mich viel zu spät und der smarte Wecker reißt mich am nächsten Morgen aus der Tiefschlafphase, während ich die Snooze-Taste für die beste Erfindung halte. Doch hänge ich von nun an den ganzen Tag um jene Minuten hinterher. Ich bin nicht in meiner Mitte. Dafür ständig hektisch und zu spät, überall und nirgendwo, mittendrin und doch nicht dabei. Und obwohl mein Tag schon wieder den Titel Aktionismus trägt, komme ich am Abend nach Hause und habe das Gefühl, den ganzen Tag an der Zielscheibe vorbei geworfen zu haben. Ich lag daneben. Ich stand neben mir, habe die Mitte nicht getroffen. Und während der Tag in der begrenzten Ewigkeit zerbröckelt, beschließe ich, dass es diese Tage in meinem Leben nicht mehr geben soll.

Ich erkenne, wie weit ich von meiner Mitte entfernt bin, manchmal sogar aus meiner Silhouette falle, und dass mir alles über den Kopf zu wachsen scheint, obwohl nichts wächst. Nicht, weil ich nichts tue, sondern weil ich nicht das Richtige tue. Nicht, weil ich zu wenig Zeit habe, sondern weil ich nicht die richtigen Prioritäten setze. Nicht, weil ich keine Energie habe, sondern weil sie verpufft wie die eines im Kreis fahrenden Autos.

Wer weiß, wo er hinwill, kann ankommen

Planlos sein ist anstrengend und kräfteraubend und lässt uns mit einem Gefühl von Unzufriedenheit und Leere zurück. Es ist ein massiver Stressor, Auslöser von Stress, da wir uns unentwegt abmühen, ohne dass sich ein Gefühl von Ankommen einstellt. Für einen Richtungslosen ist jede Entscheidung entweder schwierig oder banal. Es ist wie Segeln ohne Kompass, wie ein ewiges Unterwegssein ohne Landkarte, manchmal sogar noch mehr: Es ist das Hinterfragen, warum man unterwegs ist und wofür man all die Schritte geht.

Wenn wir keinen Plan haben und uns nicht für etwas auf den Weg machen, für das wir brennen, geht uns der Brennstoff schnell aus. Ohne Ziel und ohne Freude verpufft die Energie, weil in uns kein Gefühl von Sinnhaftigkeit entsteht. Weil wir zwar in Bewegung waren, aber unsere Schritte nicht in die richtige Richtung geführt haben.

Wir sollten also wissen, wo wir am Tages-, Jahres- oder Lebensende ankommen wollen. Was unsere Werte sind, was für uns von Bedeutung ist und was ohne Belang. Uns dann von der Opfer- in die Schöpferrolle bewegen und unser Leben aufräumen. Es an die Hand nehmen und in die Hand nehmen: Klarheit schaffen, die Sicht und den Weg freiräumen, losgehen und für uns einstehen. Denn nur, wenn wir ein Ziel in unser Navigationsgerät eingeben, können wir es erreichen. Dann können wir einen Plan verfolgen und ankommen. Nicht erst am großen endgültigen Ziel, sondern auf der Etappe eines jeden Tagesziels.

Warum die kleinen Ziele die Bausteine für das große Ziel sind

Ein Ziel zu verfolgen und einen Plan zu haben, bringen Klarheit, Ordnung und Struktur. Im Großen wie im Kleinen, vom einzelnen Tag bis zur großen Vision. Denn jeder Tag bildet einen Baustein für das große Ganze. Das heißt nicht, dass der Weg anstrengungslos oder irrtumsfrei sein wird, aber er wird erkennbarer und sinnhafter. Wenn wir wissen, wohin wir wollen, können wir unseren Fokus bestimmen, Kräfte gezielt einsetzen und Zufriedenheit erfahren. Wir sind die Architekten unseres Lebens und ohne Plan planlos. Dabei wohnt in uns allen die Kraft, unseren persönlichen Schatz im Außen zu verwirklichen.

Vier Ideen für mehr Struktur

1. Wer weiß, wo er hinwill, kann Prioritäten setzen

Wenn Du weißt, wo Du hinwillst, weißt Du, was Du brauchst, um dort anzukommen. Welche Dinge, Termine, Kontakte, Eigenschaften und Tätigkeiten wichtig sind. Und auch, welche in diesem Augenblick keine Relevanz haben.

Es geht nicht darum, Dein ganzes Leben zu optimieren oder zu systematisieren. Es geht darum, den Herzensangelegenheiten mehr Herz und mehr Gelegenheiten zu schenken, und die wichtigen, dringlichen oder manchmal unabdinglichen Dinge effizienter erledigen zu können. Für mehr Zufriedenheit und Selbstbestimmung.

Notiere dafür an jedem Abend sechs Tätigkeiten, die Du am folgenden Tag erledigen möchtest. Bringe diese am Morgen in eine Reihenfolge und beginne mit der ersten. Bleibe mit Deinem Fokus bei Deiner gewählten Priorität, bis Du sie beendet hast. Beginne erst dann mit der zweiten Aufgabe. Am Abend zerfällt die Liste dieses Tages und Du schreibst sechs neue Punkte für den kommenden Tag auf.

Diese Punkte sind das Gerüst für Dein Tageswerk, der Wegweiser für die Schritte an diesem einen Tag. Wenn Du von nun an an jedem Tag „nur“ die erste Aufgabe beendest, wirst Du mit diesem Werkzeug sehr wahrscheinlich viel mehr Schritte in die richtige Richtung auf Deinem Lebensweg zurücklegen als mit ungeordneten Ideen im Kopf.

2. Wer Prioritäten setzt, kann Nein sagen

Wer weiß, was er an diesem Tag erleben, erledigen oder voranbringen möchte, kann bei auftauchenden Ablenkungen und Möglichkeiten achtsam entscheiden, ob er sie wahrnehmen möchte oder nicht. Man hängt in jedem Fall nicht in der Luft und zappelt hektisch von einem zum nächsten, nur, um nichts zu verpassen, um sich zu betäuben oder beschäftigt zu sein, weil man statt einem Plan ein Gefühl von Mangel hat. Dein Fahrplan zeigt Dir Deinen aktuellen Standort und Dein Ziel. So kannst Du selbstbestimmt entscheiden, welche Angebote Du annimmst, später wahrnimmst oder absagst. Ein Nein ist plötzlich keine unangenehme Zurückweisung mehr, sondern ein bewusstes Ja zu etwas.

3. Wer Nein sagen kann, kann auch Ja sagen

Das Leben fordert täglich unzählige Entscheidungen von uns. In der Wahl unserer Entscheidungen liegt unsere Schaffenskraft. Wenn Du weißt, wo Du hinwillst, kannst Du an die Möglichkeiten des Tages Deinen inneren Kompass anlegen und bewusst entscheiden. Das gleicht dem Gefühl von hoher Geschwindigkeit auf einer freien Autobahn: Es ist wie den Turbo zu zünden und die bis dato als Last empfundene Schnelligkeit und Reizüberflutung unserer Zeit plötzlich beherrschen und kontrollieren zu können. Du musst nun nicht mehr ständig nach links oder rechts schauen, überall abbiegen, um keine Ausfahrt zu verpassen, Dich selbst ausbremsen oder Dein Tempo an andere Fahrzeuge anpassen. Wenn Du weißt, wo Du hinwillst, spürst Du, wozu Du Ja und wozu Du Nein sagen solltest. Nimm das Steuerrad in beide Hände, gib Vollgas und genieße das Unterwegssein, die Pausen und das Ankommen.

4. Wer sich entschieden hat, braucht Zeit und Fokus und Fokuszeit

Wir brauchen Zeit, um lästige Dinge im Alltag abzuhaken, neue Ideen umzusetzen und unsere größten Träume zum Leben zu erwecken. Prioritäten und bewusste Entscheidungen räumen Dir Zeit ein und schalten Zeiträuber aus. Oft kommen wir uns jedoch selbst in die Quere, denn die größten Ablenkungen stecken in unserem Kopf: Unsere Gedanken, die alles hinterfragen; unsere Muster, die uns in den alten Bahnen halten wollen; unsere Selbstdisziplin, die so gerne die Bequemlichkeit herausfordert.

Verbanne Zeit- und Energieräuber und überliste die magnetisierende Kraft der Komfortzone. Komm ins Handeln und beschenke Dich mit Fokuszeit, Ritualen und Struktur: Schalte Dein Smartphone öfter aus, bereite am Abend den nächsten Morgen vor, gehe früher zu Bett und stehe morgens früher auf. Entwickle eine Morgenroutine, die Dich in Deine Mitte bringt. Widme Dich Deinem Herzensprojekt an jedem Tag für dreißig Minuten oder räume nur zehn Minuten lang auf. Ordne Dein Leben. Tue es regelmäßig. Tue es, ohne zu hinterfragen. Tue es für Dich. So kommst Du raus aus dem Hamsterrad und rein in Deinen Lebens-Flow.

Sobald wir die Aufmerksamkeit nach innen lenken, beginnt die Kunst, das Richtige zu tun

Weil die moderne Welt voller verlockender Angebote, faszinierender Möglichkeiten und nie endender Verpflichtungen ist, passiert es leicht, von unseren Vorhaben und unserem Weg abzukommen. Überall blinkt es, überall winkt es, und während tausende Ablenkungen uns einladen, wissen wir vielleicht nicht mehr, wo wir aufladen. Nach außen orientiert und vom Aktionismus regiert, können wir uns schnell im Tun und Machen verlieren. Sich in diesem Überangebot nicht zu verlaufen, sondern auf sich selbst zu achten und den Weg nach innen zu finden, ist eine Kunst.

Wenn wir aber uns unserer Selbst bewusst werden, können wir mit weniger Tun mehr erreichen. Dann wissen wir, was wir wollen, können nach unseren Werten, nach unserer Wichtigkeit und Dringlichkeit priorisieren, entsprechende Entscheidungen treffen und uns fokussieren. Dann zerteilen wir uns nicht mehr in alle Richtungen und werden vom Überangebot nicht länger überrollt. Wir kommen raus aus dem ermüdenden Machen von allerlei Sachen und endlich bei uns selber an.

Johanna Wagner hat auf Einfach bewusst auch die Gastartikel Minimalismus im Kopf, Wir sind doch nie zufrieden und Zurück zu den Wurzeln und mit den Händen mal wieder die Erde berühren veröffentlicht.

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69 Zitate für mehr Mut und Motivation

69 Zitate für mehr Mut und Motivation (Foto: Jonny Lindner von Pixabay)

Einfach bewusst zu leben, bedeutet nicht, nichts mehr zu besitzen und zu machen. Es geht vielmehr darum, dass Du Dich vom inneren und äußeren Ballast löst, um Sachen zu besitzen und Sachen zu machen, die Dich erfüllen. Du tanzt freiwillig nicht mehr auf allen Hochzeiten. Dieser Fokus erleichtert es Dir, Deine wahren Träume und Ziele zu erkennen und dann auch anzugehen. Mut und Motivation sind die Antriebsmittel dafür. Ohne die wirst Du entweder erst gar nicht in die Puschen kommen oder die Puschen bald enttäuscht an den Nagel hängen.

Die folgenden 69 Zitate für mehr Mut und Motivation stammen aus den letzten 2500 Jahren.

„Wer sein Ziel kennt, findet den Weg.“ (Laozi, chinesischer Philosoph, lebte im 6. Jahrhundert v. Chr.)

„Auch der längste Marsch beginnt mit dem ersten Schritt.“ (Laozi, chinesischer Philosoph, lebte im 6. Jahrhundert v. Chr.)

„Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen.“ (Konfuzius, chinesischer Philosoph, vermutlich 551 v. Chr. – 479 v. Chr.)

„Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit, das Geheimnis der Freiheit aber ist der Mut.“ (Thukydides, griechischer Historiker, um 460 v. Chr. – um 396 v. Chr.)

„Wenn wir unser Leben mit Leidenschaft leben, kämpfen wir mit unserem Herzen: Wir wagen zu hoffen und zu träumen ohne ein Scheitern zu befürchten. Ein hohes Ziel beflügelt uns, um eine Welt grenzenloser Möglichkeiten zu umarmen. Versteckte Talente und Fähigkeiten erwachen im Angesicht der Herausforderung und Begeisterung. Und wir erkennen uns selbst als Menschen größer und stärker als wir uns jemals erträumt hätten zu sein.“ (Patanjali, indischer Gelehrter und Verfasser des Yogasutra, 5. Jahrhundert v. Chr. – 4. Jahrhundert v. Chr.

„Aus kleinem Anfang entspringen alle Dinge.“ (Cicero, römischer Politiker und Philosoph, 106 v. Chr. – 43 v. Chr.)

„Carpe diem“ (Horaz, römischer Dichter, 65 v. Chr. – 8 v. Chr.)

„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“ (Seneca, römischer Dichter und Philosoph, etwa 1 – 65)

„Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern dass man nie beginnen wird, zu leben.“ (Marc Aurel, römischer Kaiser und Philosoph, 121 – 180)

„Sage nicht, wenn ich Zeit dazu habe, vielleicht hast du nie Zeit dazu. Wenn nicht jetzt, wann dann?“ (aus dem Talmud, einem der wichtigsten Schriftwerke des Judentums)

„Wer zu sehr die Folgen bedenkt, kann nicht mutig sein.“ (ʿAlī ibn Abī Tālib, Schwiegersohn des Propheten Mohammed und eine zentrale Figur des Islam, um 600 – 661)

„Vergiss Sicherheit. Lebe, wo du fürchtest zu leben. Zerstöre deinen Ruf. Sei berüchtigt.“ (Rūmī, persischer Mystiker, 1207 – 1273)

„Zünde Dein Leben an, und suche die, die Deine Flammen nähren.“ (Rūmī, persischer Mystiker, 1207 – 1273)

„Der Mann hat freien Mut, // Der gern tut, was er tut.“ (Thomasîn von Zerclaere, italienischer Dichter in mittelhochdeutscher Sprache, um 1186 – um 1238)

„Derjenige, der Wohlstand verliert, verliert viel; derjenige, der einen Freund verliert, verliert mehr; doch derjenige, der seinen Mut verliert, verliert alles.“ (Miguel de Cervantes, spanischer Schriftsteller, 1547 – 1616)

„Unsere Zweifel sind Verräter und häufig die Ursache für den Verlust von Dingen, die wir gewinnen könnten, scheuten wir nicht den Versuch.“ (William Shakespeare, englischer Dramatiker und Lyriker, 1564 – 1616)

„Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“ (Immanuel Kant, deutscher Philosoph, 1724 – 1804)

„Ich kann, weil ich will, was ich muss.“ (Immanuel Kant, deutscher Philosoph, 1724 – 1804)

„Der Worte sind genug gewechselt, Laßt mich auch endlich Taten sehn! Indes ihr Komplimente drechselt, Kann etwas Nützliches geschehn.“ (Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter, 1749 – 1832)

„Frisch also! Mutig an’s Werk!“ (Friedrich Schiller, deutscher Dichter, 1759 – 1805)

„Wenn ein Mensch keinen Grund hat, etwas zu tun, so hat er einen Grund, es nicht zu tun.“ (Walter Scott, schottischer Dichter und Schriftsteller, 1771 – 1832)

„Sei nicht schüchtern oder überempfindlich was deine Aktionen angeht. Das ganze Leben ist ein Experiment. Je mehr Experimente du machst, umso besser.“ (Ralph Waldo Emerson, US-amerikanischer Philosoph und Schriftsteller, 1803 – 1882)

„Wessen wir am meisten im Leben bedürfen ist jemand, der uns dazu bringt, das zu tun, wozu wir fähig sind.“ (Ralph Waldo Emerson, US-amerikanischer Philosoph und Schriftsteller, 1803 – 1882)

„Halte dir jeden Tag dreißig Minuten für deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen.“ (Abraham Lincoln, 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, 1809 – 1865)

„Auch eine schwere Tür hat nur einen kleinen Schlüssel nötig.“ (Charles Dickens, englischer Schriftsteller, 1812 – 1870)

„Es ist eine alte Verkehrtheit, die Motive unserer Handlungen im Kopfe, statt im Herzen zu suchen.“ (August Wilhelm Grube, deutscher Pädagoge und Schriftsteller, 1816 – 1884)

„Sei wie eine Briefmarke. Bleib an einer Sache dran, bis du am Ziel bist.“ (Josh Billings, US-amerikanischer Schriftsteller, 1818 – 1885)

„Großzügig zu sein ohne Verschwendung, leicht zu leben ohne Leichtsinn, heiter zu sein ohne Ausgelassenheit, Mut zu haben ohne Übermut.“ (Theodor Fontane, deutscher Schriftsteller, 1819 – 1898)

„Wer aufhört Fehler zu machen, lernt nichts mehr dazu.“ (Theodor Fontane, deutscher Schriftsteller, 1819 – 1898)

„Halte dich fern von denjenigen, die versuchen, deinen Ehrgeiz herabzusetzen. Kleingeister tun das immer, aber die wirklich Großen geben dir das Gefühl, dass auch du selbst groß werden kannst.“ (Mark Twain, US-amerikanischer Schriftsteller, 1835 – 1910)

„In 20 Jahren wirst du mehr enttäuscht sein über die Dinge, die du nicht getan hast, als über die Dinge, die du getan hast. Also löse die Knoten, laufe aus aus dem sicheren Hafen. Erfasse die Passatwinde mit deinen Segeln. Erforsche. Träume.“ (Mark Twain, US-amerikanischer Schriftsteller, 1835 – 1910)

„Das Dasein ist köstlich, man muss nur den Mut haben, sein eigenes Leben zu führen.“ (Peter Rosegger, österreichischer Schriftsteller, 1843 – 1918)

„Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.“ (Henry Ford, US-amerikanischer Unternehmer, 1863 – 1947)

„Es entspricht einem Lebensgesetz: Wenn sich eine Tür vor uns schließt, öffnet sich eine andere. Die Tragik ist jedoch, dass man auf die geschlossene Tür blickt und die geöffnete nicht beachtet.“ (André Gide, französischer Schriftsteller, 1869 – 1951)

„Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.“ (Winston Churchill, britischer Staatsmann, 1874 – 1965)

„Erfolg ist die Fähigkeit, von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren.“ (Winston Churchill, britischer Staatsmann, 1874 – 1965)

„Du bist mutiger als du glaubst, stärker als du scheinst und intelligenter als du denkst.“ (A. A. Milne, englischer Schriftsteller, 1882 – 1956)

„Warte nicht. Der Zeitpunkt wird niemals ‚genau richtig‘ sein.“ (Napoleon Hill, US-amerikanischer Schriftsteller, 1883 – 1970)

„Zuerst ignorieren sie dich. Dann machen sie dich lächerlich. Dann greifen sie dich an und wollen dich verbrennen. Und dann errichten sie dir Denkmäler.“ (Nicholas Klein, US-amerikanischer Rechtsanwalt und Gewerkschafter, 1884 – 1951)

„Nur wer riskiert, zu weit zu gehen, kann überhaupt herausfinden, wie weit er gehen kann.“ (T. S. Eliot, englischsprachiger Lyriker und Dramatiker, 1888 – 1965)

„Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.“ (Bertold Brecht, deutscher Dramatiker und Lyriker, 1898 – 1956)

„Du bist nie zu alt, um dir ein neues Ziel zu setzen oder einen neuen Traum zu träumen.“ (C. S. Lewis, irischer Schriftsteller, 1898 – 1963)

„Niemand weiß, was in ihm drinsteckt, solange er nicht versucht, es herauszuholen.“ (Ernest Hemingway, US-amerikanischen Schriftsteller, 1899 – 1961)

„Ein Ziel ohne Plan ist nur ein Wunsch.“ (Antoine de Saint-Exupéry, französischer Schriftsteller, 1900 – 1944)

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“ (Antoine de Saint-Exupéry, französischer Schriftsteller, 1900 – 1944)

„Und es kam der Tag, da das Risiko, in der Knospe zu verharren, schmerzlicher wurde als das Risiko, zu blühen.“ (Anaïs Nin, US-amerikanische Schriftstellerin, 1903 – 1977)

„Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better.“ (Samuel Beckett, irischer Schriftsteller, 1906 – 1989)

„Krisen sind Angebote des Lebens, sich zu wandeln. Man braucht noch gar nicht zu wissen, was neu werden soll. Man muss nur bereit und zuversichtlich sein.“ (Luise Rinser, deutsche Schriftstellerin, 1911 – 2002)

„Von den Chinesen können wir einiges lernen. Man hat mir gesagt, sie hätten ein und dasselbe Schriftzeichen für die Krise und für die Chance.“ (Richard von Weizsäcker, deutscher Politiker, 1920 – 2015)

„Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.“ (Fernando Sabino, brasilianischer Schriftsteller, 1923 – 2004)

„Ich will nicht Geld machen. Ich will wundervoll sein.“ (Marilyn Monroe, US-amerikanische Filmschauspielerin und Sängerin, 1926 – 1962)

„Du musst nicht großartig sein, um anzufangen. Aber du musst anfangen, um großartig zu werden.“ (Zig Ziglar, US-amerikanischer Autor, 1926 – 2012)

„Probleme sind keine Stop-Schilder, sondern Wegweiser.“ (Robert Schuller, US-amerikanischer Fernsehprediger, 1926 – 2015)

„Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche.“ (Che Guevara, marxistischer Revolutionär, 1928 – 1967)

„Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist.“ (Dalai Lama / Tendzin Gyatsho, buddhistischer Mönch und Oberhaupt der Tibeter, *1935)

„Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen.“ (Dalai Lama / Tendzin Gyatsho, buddhistischer Mönch und Oberhaupt der Tibeter, *1935)

„Führung heißt die Richtung bestimmen; Motivation heißt das Tempo beschleunigen.“ (Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger, deutscher Chemiker und Aphoristiker, *1939)

„Wer weiß, wie er sein Leben gestalten muss, um glücklich zu sein, muss nur noch den Mut finden, es auch zu leben.“ (John Irving, US-amerikanischer Schriftsteller, *1942)

„Alles, was Du willst, liegt jenseits Deiner Ängste.“ (Jack Canfield, US-amerikanischer Autor und Motivationstrainer, *1944)

„Das Leben ist zum Mitmachen da, nicht zum Zuschauen.“ (Kathrine Switzer, US-amerikanische Marathonläuferin und Autorin, *1947)

„Motivation ist wie der Rückenwind beim Fahrradfahren.“ (Hermann Lahm, deutscher Autor, *1948)

„Wir brauchen etwas, was uns antreibt, manchmal reicht bereits eine Tasse Kaffee.“ (Helmut Glaßl, deutscher Ingenieur und Aphoristiker, *1950)

„Deine Zeit ist begrenzt, darum verschwende sie nicht damit, das Leben anderer zu leben. Lass dich nicht von alten Glaubenssätzen gefangen halten – denn das bedeutet nach den Denkweisen und Ideen anderer zu leben. Lass deine innere Stimme nicht vom Krach den die Anderen machen ersticken. Und am aller wichtigsten: Hab den Mut, deinem Herzen und deiner Intuition zu folgen. Die wissen genau, was wirklich richtig für dich ist. Alles andere ist zweitrangig.“ (Steve Jobs, US-amerikanischer Unternehmer, 1955 – 2011)

„Mach’s einfach! Im doppelten Sinne.“ (Axel Haitzer, deutscher Marketingexperte und Autor, *1959)

„Ich kann Scheitern akzeptieren, jeder scheitert irgendwann. Aber was ich nicht akzeptieren kann ist, es nicht versucht zu haben.“ (Michael Jordan, US-amerikanischer Basketballspieler, *1963)

„Schränke dich nicht selbst ein, verfolge deine Träume, habe keine Angst, die Grenzen zu verschieben. Und lache viel – das ist gut für dich!“ (Paula Radcliffe, britische Langstreckenläuferin, *1973)

„Geh nur Wege mit Herz.“ (Yogi-Tee-Spruch)

„Schau vorwärts, nicht zurück – neuer Mut ist Lebensglück.“ (Spruch)

„Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe!“ (Pippi Langstrumpf)

Du kannst auch meine anderen zehn Zitatensammlungen aufrufen.

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Auf dem Jakobsweg: PDF-Download meines 8-seitigen Artikels im trekking-Magazin

Im Sommer 2016 bin ich von meiner Haustüre aus in 105 Tagen bis Santiago de Compostela gepilgert. Zum Abschluss bin ich noch 3 Tage bis Finisterre am Atlantik gegangen, das im Altertum als das Ende der Welt galt.

Der Jakobsweg hat es mir nie leicht gemacht. Zunächst sah ich wochenlang keine Pilger, in Spanien waren es dann so viele, dass es nicht mehr angenehm war. Blasen an den Füßen ließen mich bereits am Bodensee fast aufgeben. Oft musste ich große Städte durchqueren und auch außerhalb dieser stundenlange Asphaltschlachten ertragen. Vom Naturerlebnis war ich zuweilen so enttäuscht, dass mir der Gedanke kam, mich auf dem vielleicht hässlichsten Fernwanderweg der Welt zu befinden. Natürlich gab es auch schöne Etappen und lernte ich liebe Menschen aus aller Herren Länder kennen, so dass mein Fazit in Finisterre positiv ausfiel.

In meinem E-Book „Einfach bewusst auf dem Jakobsweg – 2904 km, 108 Tage, 4 Länder“ räume ich auf 400 Seiten und 500 Fotos mit dem Mythos des meist in den Himmel gelobten Jakobswegs auf.

Auch in meinem 8-seitigen Artikel in der Ausgabe 4/2019 des trekking-Magazins spreche ich nicht nur die erfreulichen Seiten der berühmten Pilgerroute an.

Das trekking-Magazins stellt nun mir, meinen Leserinnen und meinen Lesern den Artikel zur Verfügung. Das Dokument ist 5 MB groß und kann direkt im Browser gelesen werden. Klicke mit der linken Maustaste auf den folgenden Link:

Kostenloses PDF: „Auf dem Jakobsweg – In 108 Tage nach Santiago de Compostela und zum Ende der Welt“

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