"Faszination Alpenüberquerung - Die 6 schönsten Routen": Kostenloser PDF-Download des 19-seitigen Artikels im Bergsteiger 2/2017 (inkl. Salzburg - Triest)

Viele Menschen, die die Berge lieben, träumen davon, einmal im Leben über die Alpen zu wandern. Ich konnte mir diesen Traum bereits vier Mal erfüllen.

Die Autorin Nina Hölmer hat sich auf Spuren- und Motivsuche begeben. Sie stellt in der Ausgabe 2/2017 des Magazins Bergsteiger die sechs schönsten Transalps vor.

Ich freue mich und fühle mich geehrt, dass meine Alpenüberquerung Salzburg – Triest als „Die Ungewöhnliche“ dabei ist und hoch gelobt wird: „Die Strecke stellt eine echte Alternative für Langstreckenwanderer zur berühmten München-Venedig-Tour dar. Doch auch hier gilt: Vier Wochen Zeit benötigt, wer den Weg in einem Rutsch wandern möchte. Als Belohnung gibt’s dafür das Gefühl größtmöglicher Freiheit in einer Natur, die auf diesem Weg viele Gesichter zeigt.“

Die zweite Alpenüberquerung in dem 19 Seiten langen Text ist der Traumpfad München – Venedig („Der Klassiker“).

Desweiteren werden vier Touren beschrieben, auf denen die Alpen nicht komplett überquert werden: Oberstdorf – Meran („Die Beliebteste“), Tegernsee – Sterzing („Die Einfache“), Berchtesgaden – Lienz („Die Kompakte“) und der Alpe-Adria-Trail („Die Lange“).

Die Herausgeber des Bergsteigers stellen nun mir und meinen Lesern den kompletten Artikel kostenlos zur Verfügung. Das Dokument ist 13 MB groß und kann direkt im Browser gelesen werden. Klicke mit der linken Maustaste auf das Bild oben oder auf den folgenden Link:

Kostenloses PDF: „Faszination Alpenüberquerung – Die 6 schönsten Routen“

Du kannst das PDF auch herunterladen und im Adobe Reader lesen. Dazu mit der rechten Maustaste auf das Bild oder den Link klicken und dann die Option „Ziel/Link speichern unter“ wählen. Selbstverständlich darf der Artikel auch weitergegeben werden.

Alle Beiträge und Informationen zu meiner Traumroute über die Alpen findest Du auf der Themenseite Salzburg-Triest.

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Gebratener Reis mit Tofu und Gemüse

Gebratener Reis mit Tofu und Gemüse (Foto: Christof Herrmann, 2017)Vegan, One-Pot-Gericht – Zeit: 25 Min. – Schwierigkeit: leicht

Heute verrate ich Dir ein Rezept für ein Gericht, das ich seit fast zehn Jahren zubereite.

Auf meiner Radweltreise 2006/2007 bin ich die letzten Monate durch Südostasien und die chinesische Provinz Yunnan gefahren. Eines meiner Lieblingsgerichte in den Garküchen am Straßenrand war Gebratener Reis. Oft war die Kochstelle offen, so dass ich bei der Zubereitung zuschauen konnte.

Zurück in Deutschland habe ich den Gebratenen Reis in mein Kochrepertoire aufgenommen. Mein Grundrezept hat sich über die Jahre etwas verändert. Anstelle der in Asien oft hinzugefügten Omelett-Streifen verwende ich entweder Tofu oder zusätzliches Gemüse wie Champignons.

Gebratener Reis ist schnell auf dem Tisch, kann mit vielen Gemüsesorten, frischen Kräutern wie auch Toppings variiert werden und schmeckt einfach vorzüglich.

Für 2 Portionen:

  • 100 g Spitzkohl oder andere Kohlsorte wie Chinakohl und Brokkoli
  • 1-2 Karotten
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 cm Ingwer
  • 1 kleine rote Chilischote
  • 150 g Tofu
  • 2 EL Sesamöl oder anderes hoch erhitzbares Pflanzenöl wie Erdnussöl
  • 400 g gekochter Reis vom Vortrag (das sind etwa 150 g roher Reis, z. B. Basmati oder Naturreis)
  • 2 EL Sojasoße

Gebratener Reis mit Tofu und Gemüse - Foto: Offene Garküche in China (Christof Herrmann, 2007)

  1. Die äußeren Blätter und den Strunk des Spitzkohls entfernen. In feine Scheiben schneiden und in kaltem Wasser waschen.
  2. Karotten waschen, ggf. schälen und in Würfel oder Stifte schneiden.
  3. Frühlingszwiebeln waschen und in Ringe schneiden
  4. Knoblauchzehen und den Ingwer schälen und fein hacken.
  5. Die Chilischote waschen und in feine Ringe oder Stücke schneiden.
  6. Den Tofu würfeln.
  7. Öl im Wok oder einer großen Pfanne auf höchster Stufe erhitzen.
  8. Spitzkohl und Karotten darin 3 bis 4 Minuten unter Rühren anbraten.
  9. Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Ingwer, Chilischote und Tofu dazugeben und 3 bis 4 Minuten unter Rühren mitbraten.
  10. Den Reis hinzufügen und weitere 2 bis 3 Minuten unter Rühren garen.
  11. Mit Sojasoße abschmecken.

Qǐng xiǎngyòng! Guten Appetit!

Tipp: Die Garzeiten variieren je nach Pfanne, Herd und Zutaten. In den Garküchen Asiens wird im Wok auf einer Gasflamme gekocht und ist der Gebratene Reis ruckzuck fertig.

Gebratene Nudeln als Variante: Für Gebratene Nudeln verwendest Du statt Reis einfach asiatische Nudeln aus Weizen- oder Reismehl, die vorab nach Packungsanweisung gegart werden.

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4 Jahre Einfach bewusst: 14 Blogger verraten, wie sie einfach und bewusst leben

Mein Blog Einfach bewusst feiert heute seinen vierten Geburtstag. In den letzten vier Jahren habe ich zahlreiche Artikel über Minimalismus und Nachhaltigkeit geschrieben, den beiden Säulen eines einfach bewussten Lebens.

Zum Anlass des Geburtstags habe ich ein paar meiner Lieblingsblogger gefragt, was sie unter dem einfach bewussten Leben verstehen bzw. wie sie es umsetzen. Es sind ganz unterschiedliche Gedanken und Anregungen zusammengekommen. Ich bedanke mich bei allen fürs Mitmachen.

Gilbert von Geist und Gegenwart

„Reich ist, wer viel von dem hat, was ihm wichtig ist. Ich weiß nicht, wann und wo ich das aufgeschnappt habe, aber dieser Satz begleitet mich nun schon länger, denn er trifft nach meinem Verständnis den Nagel auf den Kopf. Dabei dreht es sich nicht nur um Materielles, sondern um alles, was einem wichtig sein kann: viele Freunde, viel Zeit, viele Bücher, viel Platz, viel Natur, viel Bewegung und ja, auch viel Geld, wem das wichtig ist. Ich will das gar nicht werten, aber ich will damit sagen, dass man verstehen muss, was einem wichtig ist. Ansonsten kann man kein Leben in Zufriedenheit führen. Diese Erkenntnis ermöglicht es mir, mich zu konzentrieren und Abstand zu nehmen von einem Verlangen, immer gleich alles zu haben oder zu verwirklichen. Die Reduktion auf das, was einem wichtig ist, macht einem am Ende reich.“

Gilbert Dietrich gibt das Online-Magazin Geist und Gegenwart heraus. Dort geht es um angewandte Philosophie, die eine ganz praktische Interpretations- und Lebenshilfe bietet, ohne sich den typischen Selbsthilfe-Mantras oder gar der Esoterik hinzugeben.

Johanna von Marieposamedien

„Minimalismus heißt für mich, mein hochkomplexes, durchgetaktetes Leben zu vereinfachen, die unendlichen Möglichkeiten willentlich zu begrenzen und eine Zeit lang nur für die Unerreichbarkeit erreichbar zu sein. Das gelingt mir, indem ich erst gar nicht viel konsumiere und regelmäßig ausmiste, das Handy ausschalte und auch mal Nein sage. Man denkt immer, das geht nicht. Aber es geht! Man muss es nur tun. Sich raus aus dem Strom bewegen und ans Ufer setzen. Schau doch mal von dort aus zu, wie alle um ihr Leben schwimmen, obwohl das ruhige Ufer so unglaublich nahe ist. Minimalismus ist das nackte Leben, ein Geschenk an uns. Wir überlegen viel zu viel, wie wir das Leben schmücken und füllen sollen, anstatt einfach zu genießen, dass es ist. Und dass wir sind. Wir sind! Meistens ziemlich gesund, meistens ziemlich in Frieden. Und dass wir eigentlich alles mitbekommen haben, was wir im Leben so brauchen. Und sowieso nichts anderes mitnehmen können, als unsere Erfahrungen und die Liebe, die wir gegeben haben und bekommen durften. All das Gerümpel bleibt eines Tages hier. Also können wir schon jetzt reduzieren, uns auf das Wesentliche konzentrieren und unsere Leben aufräumen. Die Wohnungen, die Schränke, die Köpfe und die Gedanken. Und vielleicht noch den Kalender, damit mal wieder Zeit bleibt – für uns, oder den Nächsten oder zum Nichtstun.“

Johanna Wagners Leidenschaften sind die ganzheitliche Gesundheit, die Fotografie und das Schreiben. Sie ist fasziniert von fremden Kulturen, fernen Ländern und anderen Sprachen. Doch mittlerweile geht es ihr weniger ums Reisen, sondern ums Ankommen. Und darum, das eigene Leben im hochkomplexen, überschleunigten, stets erreichbaren Deutschland einfach zu halten. Auf Einfach bewusst hat Johanna Auszüge aus ihren Büchern Zwischen den Zeilen reisen und Schlaflos in der Regenzeit als Gastbeiträge veröffentlicht.

Daniel von beVegt

„Seit einigen Jahren halten Katrin und ich uns an ein Motto, das unser Leben einfacher und bewusster gemacht hat. Das Motto lautet: Kreativität statt Konsum. Es bedeutet, dass wir möglichst viel Zeit damit verbringen wollen, kreativ zu sein und etwas zu erschaffen – sei es ein Text, ein Video oder ein Podcast für unseren Blog, oder auch einfach ein schönes Erlebnis wie eine Wanderung hier bei uns im Taunus. Wenn wir diese Dinge tun, sind wir meistens glücklicher und zufriedener, als wenn wir nur passiv konsumieren, was andere erschaffen haben. Das Motto Kreativität statt Konsum macht unser Leben einfacher, weil es uns vor Augen führt, was wichtig und was weniger wichtig ist. Und es macht unser Leben bewusster, weil Kreativität im Gegensatz zu Konsum immer unsere ganze Aufmerksamkeit erfordert.“

Daniel und Katrin zeigen auf beVegt, wie eine stressfreie vegane Ernährung funktioniert und wie man mit dem richtigen Training fit und gesund durchs Leben läuft. Auf Einfach bewusst hat Daniel den Gastbeitrag Warum vegane Ernährung nicht kompliziert ist veröffentlicht.

Florian von Nachhaltig sein

„Weniger ist mehr. Ich kann diesen Satz nicht mehr hören! Von was weniger und was ist dann mehr? Für mich sind die besten Dinge im Leben nicht Dinge, die wir kaufen können. Und genau von diesen besten Dingen will ich mehr, um (mehr) glücklich zu sein: Mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen, mehr Tiere in der Natur beobachten, mehr Sport machen, mehr Bücher lesen und mehr schöne Tage erleben. Für die Umwelt ist weniger zu wenig, um (mehr) nachhaltig zu sein. Der Umwelt ist anstatt ‚weniger‘ viel lieber ‚besser nichts‘. Und wenn nichts mal nicht geht, dann sollten wir uns diese Frage stellen: Wenn alle so leben würden wie ich, wäre die Welt dann nachhaltig?“

Florian Schreckenbach ist Co-Gründer von nachhaltig-sein.info. Flo & Co. wollen nicht nach Gründen suchen, etwas nicht zu machen, sondern es einfach tun. Sie wollen zeigen, dass Nachhaltigkeit umsetzbar ist. Sie glauben, dass bewusster Konsum und eine angemessene Lebensweise etwas bewirken kann und darüberhinaus glücklich macht. Das Online-Magazin ist auch Basis für das Buch Dein Weg zur Nachhaltigkeit – 350 praktische Tipps für den Alltag.

Christin von Simple Winke

„Minimalismus umfasst für mich nicht nur die Einstellung zu materiellem Besitz, sondern vielmehr das Ankommen in kleinen Momenten des Glücks und des bewussten Daseins. Als die wahren Größen des Lebens wirken sie viel umfassender und tiefer als die großen Events im Leben. Diese unscheinbar wirkenden Augenblicke schreien nicht nach Aufmerksamkeit, weshalb ich mit allen Sinnen nach ihnen suche. Wenn ich offen für sie bin, gibt es für jeden Sinn eine unendliche Liste von wundervollen Momenten der Freude in meinem Alltag. Natürlich ist es ein besonderes Fest, wenn mehrere oder alle Sinne angesprochen werden. Aber auch wenn nur ein Sinn mit mir spricht und ich ihm zuhöre, kann ich etwas Wertvolles in meinem Alltag entdecken. Bewusstes Hören ist zunehmend schwierig geworden. Radio, Musik, Fernseher, Verkehrs, Geräusche der Stadt und ihrer Bewohnern … Und wenn es doch mal leiser um uns herum wird, ist es uns häufig ein Bedürfnis geworden, die Stille zu füllen. Vielleicht auch deshalb, weil gerade unsere Gedanken sehr laut in uns sein können und es nicht immer angenehm ist, sie zu hören. Dabei kann komplette Stille wie ein Geschenk sein. Vielleicht warst Du schon in einer einsamen Gegend, in einer Wüste oder abseits von Tourismus in den Bergen und weißt, was ich meine. Richtige Stille kannst Du hören. Sie ist so umfassend und tief wirkend, dass sie sich tatsächlich wie ein Geräusch in uns ausbreitet und uns ganz erfüllt. Das ist ein Genuss und ein Streicheln der Seele. Nun haben wir selten die Möglichkeit in einer Wüste zu stehen. Aber es ist durchaus möglich, loszulassen und anstrengende Gedanken loszulassen – nämlich immer, wenn wir bewusst hören. Auch wenn das Gehörte nur Straßenlärm ist, denn wenn Du Dich diesem ganz bewusst hingibst, die betreffenden Geräusche zuordnest oder Dir eine Erklärung für das Geräusch ausdenkst, gibt Dir das ein Stück Entspannung und Leben im Jetzt. Wer genau hinhört, tut nichts anderes nebenbei. Eine kleine Oase der Entspannung, die überall möglich ist und Dir erlaubt Deinem Gedankenkarussell zu entfliehen. Selbst die hartnäckigsten Gedanken kommen nicht durch, wenn Du Deine Konzentration immer wieder auf das Hören Deiner Umgebung lenkst. Diese Momente gehören ganz Dir, funktionieren immer und ganz ohne Meditationskissen, Yogamatte oder App. Und vielleicht nimmst Du dabei nicht nur kleine, selten wahrgenommene Schönheiten in der Welt um Dich herum wahr, sondern auch in Dir.“

Christin Marit steht auf alles was das Leben unkomplizierter, glücklicher und gesünder macht. Dabei möchte sie sich nicht verbiegen oder Dinge aufgeben, die sie liebt. Persönliches Wachstum und die Balance von Geben und Nehmen sind ihr wichtig. Ihre Fähigkeiten und Talente nutzt sie, um Lösungen für ihre Kunden zu finden, Ideen mit ihren Lesern zu teilen, ihr nahestehende Menschen zu unterstützen und auch einfach um ihren kreativen Leidenschaften nachzugehen. Besonders zufrieden ist sie, wenn sie das alles draußen tun kann.

Ilona von Für eine bessere Welt

„Eigentlich würde man auf Anhieb denken, dass Dankbarkeit die Folge von Glück ist: Je mehr man hat und erreicht, desto glücklicher ist man. Und je glücklicher man ist, desto dankbarer fühlt man sich. Doch das ist nicht der Fall. Dankbarkeit entsteht unabhängig von der Menge an Erfolg oder materiellem Wohlstand. Dankbarkeit kann man üben – und damit seine Zufriedenheit steigern, sein Glück mehren und sich unabhängiger von materiellem Wohlstand machen. Dankbarkeit fördert auch Deine Großzügigkeit und damit Deine sozialen Beziehungen zu anderen Menschen – einem der wichtigsten Bausteine für ein glückliches Leben. Wie du Dankbarkeit genau üben kannst, dazu haben wir ein paar Ideen für Übungen, Experimente und Aktionen auf der Website unserer Initiative Und jetzt retten WIR die Welt! zusammengestellt.“

Ilona Koglin und Marek Rohde berichten auf Für eine bessere Welt, wie wir unseren Planeten lebenswerter machen können. In Beiträgen, Workshops und Konferenzen decken Ilona und Marek Handlungsspielräume auf, ermutigen durch Vorbilder sowie Vorreiter, und unterstützen konkret bei der Umsetzung von Projekten. Auf Einfach bewusst hat Ilona den Gastbeitrag Mut für eine bessere Welt veröffentlicht.

Angelika von Freiraumfrau

„Lebenskunst ist die Kunst des richtigen Weglassens. Dieses Zitat stammt von Coco Chanel. Ich mag diesen Satz, weil ich ihn auf alles anwenden kann. Auf Rezepte genauso wie auf Innenarchitektur, auf Zeichnungen wie auf materiellen Besitz. Was brauche ich wirklich, um in meinem Leben glücklich zu sein. Seit ich mit meinem Freiraumbus unterwegs bin, merke ich, mit wie wenig Dingen ich auskomme. Ich reduziere Rezepte auf schlichten Geschmack mit wenigen Zutaten, weil ich keine Lust auf unnötige Spülberge habe. Habe nur noch Kleidungsstücke, die ich wirklich mag und trage. Umgebe mich mit Dingen, die ich brauche und schaue mir auch Beziehungen konsequenter an. All das und noch vieles mehr hat deutlich mehr Freiraum in mein Leben gebracht.“

Angelika Bungert-Stüttgen ist die Freiraumfrau. Sie bringt die Herzensthemen ihrer Kunden zeichnerisch auf den Punkt. Seit fast 3 Jahren erkundet sie ihren eigenen Freiraum per Wohnmobil. Und sie hat einen Kochblog, bei dem sie ihre Leidenschaften Zeichnen und Kochen verbindet.

Nicole von Familie ordentlich

„Weniger ist mehr. Diese schlichte Erkenntnis hat mein Leben und das meiner gesamten Familie definitiv einfacher gemacht. Der Familienalltag ist schon trubelig genug. Da brauche ich nicht noch haufenweise Zeugs um mich herum. Ob wir uns Minimalisten nennen können? Ich würde sagen, wir streben einen minimalistischen Lebensstil an und befinden uns auf einem guten Weg. Minimalismus ist ein Lebensstil, der Menschen hilft, sich zu fragen, welche Dinge in ihrem Leben wertvoll sind. Indem wir das Gerümpel von unserem Lebensweg räumen, können wir Platz schaffen für die wichtigen Bereiche in unserem Leben: Gesundheit, Beziehungen, persönliches Wachstum und Mitwirkung in der Gesellschaft. Es gibt nicht den einen Minimalismus für alle. Was für den einen wichtig ist, ist für den nächsten überflüssig. Ein Single kann mit Sicherheit anders minimalistisch leben als wir, eine bald fünfköpfige Familie. Jeder muss seinen eigenen Weg finden. Es geht nicht darum, mit so gut wie gar nichts zu leben. Es geht auch nicht um die Anzahl der Gegenstände, die man besitzt. Für uns als Familie geht es darum herauszufinden, was wichtig und was notwendig ist, warum wir Dinge besitzen und Dinge tun. Es ist für uns ein Streben nach Klarheit und bringt uns als Familie viele Vorteile: mehr Platz, mehr Geld, mehr Ordnung, mehr Zeit, mehr Gelassenheit, mehr Zufriedenheit.“

Nicole Weiß lebt mit ihrer Familie in der Nähe des Bodensees. Auf Familie ordentlich unterstützt sie Eltern, ihren Alltag zu organisieren und zu vereinfachen, um mehr Zeit zu gewinnen für das, was wirklich zählt – ihre Familie.

Kristin von Eat Train Love

„Eine der besten Methoden, um ein glückliches und bewusstes Leben zu gestalten, ist für mich das tägliche Morgenritual. Meine beiden Lebensregeln ‚Du bist, was du isst‘ und ‚Du wirst, was du von dir denkst‘ sorgen für den besten Start in den Tag, den ich mir vorstellen kann. Ich stehe rund 40 Minuten eher auf als früher und richte mich mit meinen Gedanken, Gefühlen und kleinen Handlungen auf einen wundervollen Tag ein. Ich meditiere, praktiziere Yoga, schreibe mein Dankbarkeitstagebuch und gönne mir mein Grüntee-Ritual. Dies tue ich nun bereits zwei Jahre lang und in der Zeit hat sich so viel in meinem Leben zum Positiven verändert. Wer sich auf Gutes ausrichtet, zieht letztendlich auch Gutes in sein Leben. Nicht mehr und nicht weniger besagt das Gesetz der Resonanz und dies nutze ich ganz gezielt für mein Leben.“

Kristin Woltmann-Pahl schreibt auf Eat Train Love über ihren Weg zu einem gesunden Lebensstil für Körper, Geist und Seele.

Alex von BergReif

„Minimalismus habe ich durch das Wandern erfahren. Speziell durch das Fernwandern. Denn wenn man mehrere Wochen nur mit einem Rucksack auf dem Rücken unterwegs ist, ist das bewusste Reduzieren des eigenen Gepäcks essentiell. Nur so ist es möglich, viele Stunden unbeschwert die Natur und seine Umwelt zu genießen. Jedes Mal aufs Neue bin ich erstaunt, mit wie wenig Dingen ich wochenlang vollkommen zufrieden durch die Alpen wandern kann. Ohne jegliches Gefühl von Mangel. Meine glücklichsten Momente habe ich somit losgelöst von den materiellen Besitztümern verbracht. Nur mit dem Nötigsten ausgerüstet, gewannen Natur, Berge und zwischenmenschliche Beziehungen stark an Bedeutung. Gleichzeitig verloren Fernseher, Auto, überquellende Schränke und materielle Statussymbole ihre Wichtigkeit. Mein Glück ist von diesen Dingen nicht mehr abhängig.“

Alex Düren bloggt auf BergReif über das Wandern und Trekking mit ultraleichter und minimalistischer Ausrüstung. Eine Alpenüberquerung und viele Fernwanderungen später, sind Entschleunigung und Minimalismus auch in sein alltägliches Leben übergegangen. Da ihn die Ruhe und Erhabenheit der Bergwelt nicht mehr loslässt, hat er 2017 eine Durchquerung der Alpen von Ost nach West geplant.

Oliver von Simply feel it

„Wie man bewusster leben kann? Sei bereit, alles in Dir zu fühlen, was aufsteigt und sich zeigen möchte. Bleib ganz und gar im Feuer stehen, auch wenn es noch so schmerzvoll ist. Erst dann ändert und löst es sich in Dir – und lösen sich oftmals auch verfahrene Situationen und zwischenmenschliche Probleme in Deinem Leben.“

Oliver Domröse ist Blogger, Autor und Querdenker. Nach einer beruflichen Auszeit weiß er heute, wie er leben möchte: Frei und selbstbestimmt. Oliver schreibt auf seinem Blog über Hochsensibilität, Beziehungen, Mann-Sein, Minimalismus und Persönlichkeitsentwicklung. In seinem Buch Der sanfte Krieger interpretiert er die Themen Hochsensibilität und Mann-Sein für unsere heutige Zeit.

Maria von Widerstand ist zweckmäßig

„Alles, was wir brauchen, gibt es schon auf dieser Welt. Dieser Satz, den ich vor vier Jahren aufgeschnappt habe, hat mein ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Seitdem habe ich aufgehört im konventionellen Sinn zu konsumieren. Ich nutze das, was ich bereits besitze und was andere Menschen nicht mehr haben wollen oder gar für den Müll bestimmt ist. Gemeinsam mit anderen habe ich einen Kostnixladen gegründet, in dem auch andere Menschen die Möglichkeit haben, Dinge, die sie nicht mehr brauchen, zu verschenken und das zu finden, was sie suchen. Da ich durch diese Veränderungen nicht mehr so viel Geld benötige, konnte ich meine Arbeitszeit auf 15 Stunden pro Woche reduzieren und haben nun viel mehr Zeit für das, was mir wirklich wichtig ist in meinem Leben.“

Maria bloggt über Müllvermeidung, Plastikreduktion, DIY, Minimalismus und Achtsamkeit. Sie ist Mitbegründerin eines Kostnixladens in Österreich.

Gabi von Achtsame Lebenskunst

„Es war 2010. Ich bewegte mich seit Jahren im Dauerstress, befand mich meistens im Multitaskingmodus und war auf dem besten Weg, soziale Arbeit nur noch im Akkord zu erledigen. Dies selbstverständlich mit smarten Zielen, durchgetaktet, qualitätsgemanagt, aber eigentlich ging es ja nur um Geldkürzungen im Sozialbereich. Damit ich mit all diesen Belastungen klar kam, versuchte ich mir in der Freizeit etwas Gutes zutun. Die langen Fahrzeiten überbrückte ich in der Bahn mit digitalen Ablenkungsgeräten. In der Freizeit wollte ich viel Musik genießen und ein bisschen Musik machen, überlegte mir ob ich dies und das dafür kaufe – aber all dies Ablenken, Erleben und unbedingt-Spaß-haben-wollen wurde nur noch mühseliger. Und dann waren sie da, diese 10 Minuten Einfachheit. Nach einer kurzen Einführung in die Atemmeditation ging es darum, 10 Minuten nichts anderes tun, als den eigenen Atem beobachten. Ein Abenteuer der Fülle, die im vermeintlichen Nichts lag: Nichts gab es in diesen 10 Minuten zu planen, keine Ziele zu erreichen, keine Telefonate zu führen, keine Krisen zu bewältigen, keine verspäteten Züge, kein Lärm, nicht einmal Erfolge mussten verbucht werden. 10 Minuten einfach nur dasitzen und atmen. Ich spürte trotz der anfänglichen inneren Anspannung, die Entlastung und Befreiung, die in diesen 10 Minuten des Nichts lagen. Es ist nicht bei diesen 10 Minuten geblieben. Es sind im Laufe der Zeit viele Minuten, Stunden und Tage geworden. Achtsamkeit und Meditation gehören heute zu meinem Lebensalltag. Sie helfen mir zu erkennen, was ich wirklich brauche.“

Gabi Raeggel bloggt über Achtsamkeit und Minimalismus als Lebenskunst. Weniger Ballast und Belastung haben in ihrem Leben zu mehr Lebensqualität geführt.

Petra von Minimalismus21

„Es gibt viele Wege und Zugänge zu einem minimalistischen und entrümpelten Leben. Doch jede Reise beginnt irgendwann mit einem ersten Schritt. Meistens muss man sich zunächst einmal von alten Wertvorstellungen und Verhaltensmustern freimachen. Aber auch von der Erwartungshaltung seiner Umwelt. Denn jeder ist selbst sein eigener Maßstab und kann frei entscheiden, wie wenig ihm genug ist. Minimalismus soll kein Wettbewerb sein, in welchem wir uns um das Richtiger, Weniger oder Nachhaltiger batteln. Man sollte versuchen, aus allen Schichten das herauszuschälen und freizulegen, was das eigene Leben bereichert, was wertvoll ist und was es nicht beschwert. Praktisch bedeutet das: Ausmisten und Loslassen muss man üben. Es ist eine (neue) Verhaltensweise, die sich durch stetige Wiederholung(en) trainieren lässt.“

Petra und Michael geben auf ihrem Blog Tipps rund ums Reduzieren und gehen der Frage nach, warum, wann und wie wir konsumieren.

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Mein Jahr 2016 in Bildern

„Wenn ein Jahr nicht leer verlaufen soll, muss man beizeiten anfangen.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

Der Krieg in Syrien, der islamistische Terrorismus, das Erstarken der Rechten, die Wahl in den USA, der Tod von Prince, Bowie und Cohen – 2016 gab es zahlreiche dramatische Ereignisse, die die Menschen weltweit bewegten und auch zum Verzweifeln brachten. Die Jahresrückblicke in Presse, Funk und Fernsehen fielen entsprechend düster und negativ aus.

Wir sollten aber nicht vergessen, dass es den meisten von uns in Deutschland sehr gut geht. Eine positive Grundstimmung im Land halte ich für wichtig, um zum einen die persönliche Zufriedenheit zu bewahren und zum anderen gemeinsam die globale Situation der Menschen, der Nutztiere und der Umwelt zu verbessern.

Ich konzentriere mich in meinem Rückblick auf die beruflichen wie privaten Erfolge.

Viel Spaß mit meinem Jahr 2016 in Bildern.

Die vegane Wandergruppe auf der Tour am Roten Main (Foto: Christof Herrmann, 2016)

Anfang des Jahres habe ich eine vegane Wandergruppe gegründet. Am 14. Februar trafen sich 13 Wanderer in Allersberg bei Roth zur ersten Wanderung. Sieben weitere Tagestouren durch die schönen Mittelgebirge Frankens folgten.

Schnelle Kartoffelsuppe (Foto: Christof Herrmann, 2016)

2016 war mein drittes Jahr als Pflanzenfresser. Ich koche möglichst einfach, vollwertig und mit saisonalen Produkten aus der Region. Meine besten Rezepte veröffentliche ich auf Einfach bewusst. 2016 waren das die folgenden: Schnelle Kartoffelsuppe, Tomaten-Pistazien-Aufstrich, einfacher Brotsalat, Ratatouille, Kartoffeln und Gemüse aus dem Ofen, Dessert aus Avocado, Himbeeren und Orangensaft.

Ende Februar am Bodensee (Foto: Christof Herrmann, 2016)

Ende Februar begab ich mich eine Woche lange auf Reisen. Zunächst besuchte ich eine Freundin in Stuttgart, dann meinen alten Kumpel Olli am Bodensee. Es gab viel zu reden, denn Olli hat sich ebenfalls als Autor selbstständig gemacht. Er schreibt vor allem über Hochsensibilität.

Warum ich seit 20 Jahren keinen Fernseher besitze

Im Frühjahr war es 20 Jahre her, dass ich keinen Fernseher mehr besitze. Was mir das gebracht hat? Mehr Achtsamkeit, Bewegung, Fokus, Freiheit, Freundschaften, Geld, Gespräche, Gesundheit, Kreativität, Leben, Platz, Schlafqualität, Sex, Werbefreiheit, Zeit, Zufriedenheit …

Wanderführer "Alpenüberquerung Salzburg - Triest" von Christof Herrmann

Im Mai ist mein Buch „Alpenüberquerung Salzburg – Triest“ im Bergverlag Rother erschienen. Es ist mein bisher ambitioniertester Wanderführer, für den ich 2012 bis 2015 drei Mal über das Hochgebirge bis ans Mittelmeer gewandert bin. In der Ausgabe Mai/Juni des trekking-Magazins habe ich den vierseitigen Artikel „12 Gründe, warum Du die Alpenüberquerung Salzburg – Triest machen solltest“ veröffentlicht.

Auf der Via Podiensis in Frankreich. (Foto: Christof Herrmann, 2016)

Am 25. Juni bin ich von meiner Haustüre in Nürnberg aus gestartet, um auf dem Jakobsweg  nach Santiago de Compostela und weiter zum Atlantik zu gehen. Jeden Abend schrieb ich einen Bericht und lud diesen mit ein paar Fotos auf Google Drive hoch (das gesamte Jakobsweg-Paket gibt es nun zum Sonderpreis). Rund 400 Leser und Leserinnen begleiteten mich zunächst zum Bodensee und durch die Schweiz, danach durch Frankreich und schließlich auf dem berühmten Camino Frances durch Spanien.

Mit Kristine am Atlantik bei Finisterre (Foto: Christof Herrmann, 2016)

Nach 4 bis 5 Millionen Schritten, 51.550 Aufstiegshöhenmetern, 2904 Kilometern, 108 Tagen, 4 Ländern und 2 Jakobswegaffären bin ich in Finisterre am Atlantik angekommen. Es war die wohl längste Wanderung meines Lebens.

2016 war das erste Jahr, in dem ich vom Schreiben leben konnte.

2016 war das erste Jahr, in dem ich vom Schreiben leben konnte. In den drei Jahren der Selbstständigkeit zuvor musste ich stets etwas von meinen Ersparnissen verwenden. Dass ich nun als freier Autor über die Runde komme, liegt auch daran, dass ich sparsam und minimalistisch lebe.

Zuschauer beim Konzert von Ryley Walker in Erlangen (Foto: Christof Herrmann, 2016)

Ich habe meine Leidenschaft für Konzerte und Festivals wiederentdeckt. Genau 50 Bands und Solokünstler habe ich 2016 live gesehen. Besonders gut in Erinnerung geblieben sind mir The Paper Kites, TV Smith, Grandbrothers, Die Nerven, Faber, Isolation Berlin, Throw That Beat In The Garbagecan, Locas In Love, Holly Golightly, The Burning Hell, The Robocop Kraus, The Great Park, Ryley Walker und The Wave Pictures.

Mein Jahr 2016 in Bildern: Einfach bewusst - Minimalistisch, nachhaltig und vegan leben

Mein Blog Einfach bewusst ist in den letzten 12 Monaten weiter gewachsen. 700.000 Besucher haben 1,4 Millionen Seiten aufgerufen. Meinen Newsletter bekommen 10.000 Abonnenten. Auf Facebook habe ich 10.000 Follower, auf Twitter 2.700 und auf Google+ 500. Den RSS-Feed nutzen 900 Abonnenten.

Im Naturschutzgebiet Grainberg-Kalbenstein und Saupurzel bei Karlstadt (Foto: Monika Prestel, 2016)

Zum Jahresabschluss traf ich mich mit einer Freundin zu einer Wanderung bei Karlstadt. Bei grandiosem Winterwetter streiften wir durch das hoch über dem Main gelegene Naturschutzgebiet Grainberg-Kalbenstein und Saupurzel.

Vielen Dank, dass Du zum Erfolg von Einfach bewusst beiträgst und mein Leben bereicherst. Ohne meine Leser gäbe es meinen Blog nicht. Ich freue mich auch in Zukunft über jeden Seitenaufruf, jeden Kommentar, jede E-Mail und jedes „Gefällt mir“ auf Facebook & Co.

Für 2017 wünsche ich Dir alles Gute, viel Glück, Erfolg und vor allem Gesundheit!

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Digital Detox - Warum Abschalten ein guter Vorsatz fürs neue Jahr ist

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Dr. phil. Daniela Otto. Sie ist Literaturwissenschaftlerin und beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Vernetzung. 2016 hat sie den Ratgeber Digital Detox – Wie Sie entspannt mit Handy & Co. leben veröffentlicht. Sie lehrt an der Ludwig-Maximilians-Universität München und an der Universität Augsburg und freut sich über Studenten, die während der Vorlesung nicht aufs Handy schauen.

Weihnachten ist vorbei. Normalerweise sollten ja zu dieser Zeit nur die Glocken süß klingen – doch wetten, dass auch Dein Handy fleißig gebimmelt hat! Wenn Du wie so viele andere gestresst ins neue Jahr startest, ist das ein guter Anlass, etwas zu ändern. Doch wie soll das gehen? Mit Digital Detox, einem Lebensstil, der wieder Ruhe in Deinen Alltag bringt.

Es ist lange her, dass die besinnliche Zeit noch besinnlich war. Wenn ich zurückdenke, war es bei mir persönlich das letzte Mal in der Grundschule so. Ich erinnere mich daran, wie wir im Klassenzimmer Kerzen angezündet, Plätzchen gegessen und der Lehrerin beim Vorlesen einer Weihnachtsgeschichte zugehört haben. Es lag etwas in der Luft, die Vorfreude auf ein in unserer Kultur tief verankertes religiöses Fest, aber noch etwas anderes, das ich heute, aus der erwachsenen Reflexion heraus, klar als Ruhe ausmachen kann.

Diese Ruhe oder auch Stille ist den meisten von uns abhanden gekommen. Das ist kein Wunder, denn wenn wir einmal dabei sind runterzukommen, wartet bestimmt schon der nächste Anruf, die nächste E-Mail, die nächste SMS oder die nächste WhatsApp-Nachricht auf uns. Der digitale Lärm, bestehend aus ständigem Klingeln, Vibrieren und Plingen, ist unüberhörbar geworden und schreckt uns immer wieder auf.

Wie wichtig jedoch das innere Abschalten innerhalb unserer zum Burnout neigenden Gesellschaft geworden ist, kann nicht genug betont werden. Es ist nicht nur wichtig, sondern unabdingbar für jeden, der gesund, glücklich und ausgeglichen durchs Leben gehen möchte.

Doch wie soll das Abschalten funktionieren? Viele wollen es, aber wissen nicht genau, wie sie es schaffen sollen, wenn sie für den Chef genauso permanent erreichbar sein müssen wie für Freunde, Partner und Familie. Die Lösung: Digital Detox.

Digital Detox ist ein Lifestyle, der langsam aus der USA zu uns nach Deutschland kommt. Die Idee dahinter ist so simpel wie grandios: Wer öfter und gezielt seine digitalen Medien abschaltet, gewinnt dauerhaft an Lebensqualität. Dabei geht es nicht nur darum, einfach den Off-Schalter zu drücken, sondern ganz bewusst sein eigenes Mediennutzungsverhalten zu beobachten und digitale Stressquellen zu minimieren.

Wie das konkret geht? Zunächst ist Reduzieren das Motto: Nicht jeder Newsletter ist sinnvoll, nicht jede Eilmeldung wichtig, nicht jeder Klingelton ein Muss. Wer ordentlich ausmistet und die Einstellungen entsprechend anpasst, unnütze Apps löscht und seine Kontakte aussortiert, hat schon viel dafür getan, dass er nicht permanent in seiner Ruhe gestört wird.

Doch Digital Detox ist vor allem eine Haltung: Es geht darum, sich mental gegen den digitalen Stress zu wappnen und sich nicht unter Druck setzen zu lassen, wenn z. B. noch fünfzig E-Mails und WhatsApp-Nachrichten unbeantwortet sind. Hier ist Disziplin erforderlich. Wir sind inzwischen so darauf konditioniert sofort aufzuschrecken, wenn das Handy klingelt, dass wir kaum mehr gelassen damit umgehen können. Für eine Life-Media-Balance ist aber genau das unerlässlich. Wer eine neue Distanz zum üblichen Kommunikationsstress gewonnen hat und sich darauf besinnt, dass er antworten kann, wann er will, und nicht ständig erreichbar oder gar verfügbar sein muss, wird wesentlich glücklicher durchs Leben gehen. Die zurückgewonnene Autonomie befreit spürbar.

Wer effektiv digital abnehmen möchte, sucht sich am besten eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Loslegen kann man jederzeit. Schon kleine Veränderungen helfen – etwa offline in den Tag zu starten oder das Handy beim Spaziergang daheim zu lassen. Wer besonders effektiv digital entgiften will, bleibt für mindestens 24 Stunden virtuell abstinent.

Das lohnt sich übrigens tatsächlich. In Studien wurde nachgewiesen, dass eine solche Auszeit von Smartphone & Co. die Körperhaltung verbessert (man schaut nicht mehr ständig aufs Display, sondern wieder mit offenen Augen und erhobenen Hauptes die Welt an), die Empathiefähigkeit steigert (wer nicht nebenbei liest und schreibt, hört anderen besser zu), guten Schlaf fördert (das helle Licht der Displays unterdrückt das Schlafhormon), die Kreativität verbessert (wer nicht googelt, nutzt sein Hirn) und wieder Lust auf das richtige Leben macht (denn das findet nicht im Internet statt).

Wer abschalten und ankommen will, sollte also vor allem eines tun: Möglichst oft ausschalten.

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