Was ich als Minimalist nicht besitze und was ich stattdessen habe (Foto: Janine Simanek, 2016)

„Bevor man etwas brennend begehrt, sollte man das Glück dessen prüfen, der es bereits besitzt.“ (François de La Rochefoucauld)

„Das würde ich mir nicht trauen.“

Seit ich online und offline verkünde, dass ich diesen Sommer vier Monate auf dem Jakobsweg gehen werde, höre ich immer wieder ähnliche Fragen und Bemerkungen: „Wie kannst du dir das nur leisten?“, „Das ist auch ein Traum von mir. Aber […]“, „Warum fliegst du nicht nach Spanien?“, „Ich hätte keine Lust, mir einem schweren Rucksack durch die Gegend zu laufen“, „Warum kannst du dir einfach vier Monate freinehmen?“, „Das würde ich mir nicht trauen.“

Meine Antwort war stets die gleiche: Ich versuche, als Minimalist zu leben. Für mich heißt das, möglichst auf Ballast zu verzichten. Unter Ballast verstehe ich nicht nur unnötige Dinge, sondern auch vermeintliche Verpflichtungen, negative Gedanken und zwischenmenschliche Beziehungen, die einem nicht gut tun.

Bei einem dieser Gespräche kam mir die Idee, all das niederzuschreiben, was ich als Minimalist nicht besitze und was ich stattdessen habe.

Was ich als Minimalist nicht (mehr) besitze

Keinen Beruf … stattdessen meine Berufung als Blogger und Autor.

Keinen vollen Terminkalender … stattdessen wenige Termine, auf die ich mich meist freue.

Keine ewig langen To-do-Listen … stattdessen zwei oder drei To-dos pro Tag.

Kein ständiges Multitasking … stattdessen Achtsamkeit und Fokus.

Kein Chaos im E-Mail-Postfach … stattdessen eine minimalistische E-Mail-Routine.

Keine Überstunden am Schreibtisch … stattdessen Stunden in der Natur.

Kein Auto … stattdessen eine Bahncard, ein Bike und zwei Beine.

Keine 4.000 CDs und LPs mehr … stattdessen Streaming in CD-Qualität.

Keine Regale voller Bücher … stattdessen zwei oder drei Bücher aus der Bücherei.

Kein Mineralwasser aus Plastik- oder Glasflaschen … stattdessen Leitungswasser.

Keinen Fast Food … stattdessen Slow Food, das ich am liebsten selber koche.

Keine Vereinsmitgliedschaften … stattdessen meine vegane Wandergruppe.

Keinen riesigen Freundes- und Bekanntenkreis … stattdessen ein paar gute Freunde.

Keinen Fernseher … stattdessen Zeit, um mit Freunden ins Kino, auf Konzerte oder in eine Kneipe zu gehen.

Keine Fernreisen mit dem Flugzeug … stattdessen wochenlange Fernwanderungen.

Keinen schweren und großen Rucksack auf diesen Fernwanderungen … stattdessen einen 8 Kilogramm leichten und 32 Liter kleinen Rucksack.

Keine Angst vor Verlust und Scheitern … stattdessen Mut, etwas Neues auszuprobieren.

Entdecke den Minimalisten in Dir

Auch Du kannst von einer minimalistischeren Lebensweise profitieren. Du musst nicht gleich Deinen gesamten Hausstand verkaufen und den Job kündigen. Schon kleine Veränderungen können für mehr Klarheit, Freiheit, Zeit und Zufriedenheit sorgen. Auf meiner Minimalismus-Themenseite findest Du Anregungen, wie Du einfach einfacher leben kannst.

Auch die täglichen Berichte und Fotos von meiner minimalistischen, nachhaltigen und veganen Wanderung nach Santiago de Compostela können Dir Inspiration sein, den Minimalisten oder die Minimalistin in Dir zu entdecken.

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Die Etappe zur Pogačnikov dom in den Julischen Alpen ist nicht ganz einfach, aber einfach großartig.

Die Etappe zur Pogačnikov dom in den Julischen Alpen ist nicht ganz einfach, aber einfach großartig.

Mit dem Erscheinen meines Wanderführers vor zwei Wochen ist die Alpenüberquerung Salzburg – Triest offiziell eingeweiht.

Heute beantworte ich die Frequently Asked Questions (FAQ), also die häufig gestellten Fragen zu dieser neuen Route. Am Ende dieses Artikels wirst Du dem Traum einer Alpenüberquerung ein großes Stück näher gekommen sein.

  1. Welche Route nimmt die Alpenüberquerung Salzburg – Triest?
  2. Wie lange bin ich unterwegs?
  3. Welche Anforderungen muss ich erfüllen?
  4. Gibt es einen Wanderführer und GPS-Tracks?
  5. Stimmt es, dass man 2016 auf der Toni-Lenz-Hütte nicht übernachten kann?
  6. Wann ist die beste Zeit für die Fernwanderung?
  7. Kann ich mich anderen Wanderern anschließen?
  8. Wer ist bei der Alpenüberquerung 2016 dabei?
  9. Wie erkenne ich unterwegs andere Salzburg-Triest-Wanderer?
  10. Wo finde ich weitere Informationen?
  11. Gehst Du 2016 auch wieder nach Triest?
  12. Schreibst Du auf Deiner 4-monatigen Tour auf dem Jakobsweg wieder Berichte?

1. Welche Route nimmt die Alpenüberquerung Salzburg – Triest?

Die Alpenüberquerung Salzburg – Triest ist eine neue, sehr reizvolle Fernwanderung über die gesamten Ostalpen. Sie führt durch Österreich, Deutschland, Slowenien und Italien. Es werden in Nord-Südrichtung sieben Gebirgsgruppen überquert – die Berchtesgadener Alpen, die Salzburger Schieferalpen, die Goldberggruppe und die Kreuzeckgruppe in den Hohen Tauern, die Gailtaler Alpen, der Karnische Hauptkamm und die Julischen Alpen. Nachdem man in Tolmin das Hochgebirge hinter sich gelassen hat, geht es in Friaul-Julisch Venetien auf ruhigen Pfaden durch bewaldete Hügellandschaften, durch das bekannte Weinbaugebiet Collio und durch den Karst bis ans Mittelmeer.

2. Wie lange bin ich unterwegs?

Für die gesamte Tour musst Du mit vier Wochen rechnen. Es sind immerhin rund 500 Kilometer, über 25.000 Höhenmeter im Aufstieg und über 25.000 Höhenmeter im Abstieg zu bewältigen. Bist Du sehr fit und motiviert, kannst Du auch ein paar Tage früher ins Mittelmeer springen. Wem es genügt, die Alpen zu überqueren, nimmt sich gut drei Wochen frei und tritt in Tolmin die Rückreise an. Auch zuvor gibt es in den Tälern zwischen den Gebirgsgruppen Bus- und Bahnanschluss, so dass man die Fernwanderung gut auf mehrere Urlaube aufteilen kann.

3. Welche Anforderungen muss ich erfüllen?

Die Alpenüberquerung Salzburg – Triest stellt durchaus beachtliche Anforderungen an die Fitness, die Kondition und die Einstellung des Wanderers. Auch wenn Du die Etappen individuell planen kannst, wirst Du an vielen Tagen sechs bis acht Stunden gehen und über 1.000 Höhenmeter auf- und wieder absteigen. Da es immer wieder durch hochalpines Terrain geht, solltest Du zudem schwindelfrei und trittsicher sein. Klettersteigpassagen sind jedoch nicht dabei. Die anspruchsvollsten Etappen sind die 13. und 14. Etappe (Hugo-Gerbers-Hütte – Feldnerhütte und Feldnerhütte – Greifenburg) sowie die 19. und 20.Etappe (Rifugio Zacchi – Poštarski dom na Vršiču und Poštarski dom na Vršiču – Pogačnikov dom). Es ist möglich, diese Etappen auf einfacheren Varianten zu umgehen.

4. Gibt es einen Wanderführer und GPS-Tracks?

Mein Wanderführer „Alpenüberquerung Salzburg – Triest“ ist Anfang Mai 2016 im Bergverlag Rother. Zur Veröffentlichung habe ich das Buch in einem Blogartikel ausführlich vorgestellt. Bezugsquellen und Pressestimmen findest Du hier. Für jeden Käufer des Wanderführers steht auf der Internetseite des Verlags die komplette Route als GPS-Daten zum kostenlosen Download bereit.

Mein Wanderführer "Alpenüberquerung Salzburg - Triest" bringt Dich sicher ans Ziel.

Mein Wanderführer „Alpenüberquerung Salzburg – Triest“ bringt Dich sicher ans Ziel.

5. Stimmt es, dass man 2016 auf der Toni-Lenz-Hütte nicht übernachten kann?

Ja, auf der Toni-Lenz-Hütte auf der 1. Etappe ist 2016 wegen Umbau und Baby voraussichtlich keine Übernachtung möglich. Dies war zur Drucklegung des Wanderführers nicht bekannt und ist demnach dort nicht aufgeführt. Als Alternativen kommen das Zeppezauerhaus (siehe Varianten der 1. Etappe im Wanderführer) und das Stöhrhaus (siehe 2. Etappe) in Frage. Änderungen zum Buch sind unter Update und Leserzuschriften auf der entsprechenden Rother-Seite aufgeführt.

6. Wann ist die beste Zeit für die Fernwanderung?

Der gesamte Weg ist in der Regel von Anfang Juli bis Mitte September gut begehbar. Während dieser Zeit sind alle Berghütten auf der Route geöffnet und ist Schneefall auch in den Hochlagen über 2.000 m eher selten. Wer die gesamte Alpenüberquerung plant, sollte spätestens Anfang September aufbrechen, um nicht vor verschlossenen Türen zu stehen. Manche Abschnitte können bereits ab Mai und bis in den Oktober hinein gemacht werden. Genau Angaben hierzu findest Du in meinem Wanderführer.

7. Kann ich mich anderen Wanderern anschließen?

An jedem Tag zwischen Anfang Juli und Anfang September treffen sich die Salzburg-Triest-Wanderer um 10 Uhr im Kurpark in Salzburg, um ganz unverbindlich gemeinsam zu starten. Es spielt keine Rolle, ob Du nur ein paar Etappen gehst oder bis ans Mittelmeer möchtest. Natürlich kann ich nicht versprechen, dass an jedem Tag jemand startet bzw. dass sich eine Wandergruppe auf Dauer bildet. Du solltest also auf jeden Fall selbstständig sein, den Wanderführer sowie Karten oder den GPS-Track dabei haben.

8. Wer ist bei der Alpenüberquerung 2016 dabei?

Nachdem mit der Veröffentlichung meines Wanderführers die Alpenüberquerung Salzburg – Triest sozusagen offiziell eingeweiht ist, gehe ich davon aus, dass in diesem Jahr bereits deutlich über 100 Fernwanderer Abschnitte oder den gesamten Weg machen werden. 2013 waren es 2 (meine damalige Partnerin Stephi und ich), 2014 rund 25 und im letzten Sommer etwa 60. Teile mir einfach Deine Pläne per E-Mail oder unten in den Kommentaren mit und ich trage Dich unverbindlich in die folgende Liste (Stand 14.5) ein. Ich brauche Deinen Namen, Dein Startdatum, Deinen Start- und Zielort sowie die Anzahl der Tage, die Du voraussichtlich unterwegs sein wirst. Bitte bedenke, dass viele sich hier nicht eintragen, da sie meinen Blog gar nicht kennen, aber den Wanderführer gekauft haben. Wer unter der Woche in Salzburg startet, kann mögliche Engpässe auf den Berghütten etwas vermeiden.

  • Samstag, 25.6: Benjamin, Simon, Jan & Jan (Salzburg bis Taxenbach, 9 Tage)
  • Sonntag, 26.6: Bettina G. (Salzburg bis Triest, 4 Wochen)
  • Montag, 27.6: Jana H. (Berchtesgaden bis Rauris, 1 Woche)
  • Dienstag, 5.7: Susi (Maria Alm bis Hermagor, 10 Tage)
  • 2. Juliwoche: Christiane + 1 Freund (Salzburg bis Tolmin, 3 Wochen)
  • Montag, 11.7: Wilma (Salzburg bis Tolmin, 23 Tage)
  • Samstag, 16.7: Janine und Flo (Salzburg bis Berchtesgaden, 2 Tage)
  • Samstag, 16.7: Kristina H. (Bad Reichenhall / Berchtesgaden bis Triest, 25 Tage)
  • Samstag, 16.7 oder Sonntag, 17.7: Burkhard (Salzburg bis Triest, 4 bis 5 Wochen)
  • Samstag, 23.7: Josef B. und Erwin S. (Salzburg bis Hermagor, 15 Tage)
  • Sonntag, 24.7: Rainer (Salzburg bis Triest, 4 Wochen)
  • Montag, 25.7: Eva P. (Salzburg bis Triest, 4 Wochen)
  • Samstag, 30.7: Marcus (Salzburg bis Triest, 4 Wochen)
  • Montag, 1.8: Doro und Micha (Salzburg bis Triest, 4 Wochen)
  • Anfang August: Barbara A. (Salzburg bis Triest, 4 Wochen)
  • Montag, 8.8: Sabine P. (Salzburg bis Triest, 26 Tage)
  • Donnerstag, 18.8: Anja M. (ab Salzburg, soweit die Füße Tragen, 3 oder 4 Wochen)
  • Freitag, 2.9: Werner (ab Berchtesgaden, mindestens bis Tolmin, evtl. bis Triest, 3 bis 4 Wochen)
  • Termin noch offen: Raimund (Salzburg bis Triest, 4 Wochen)
  • Termin noch offen: Alexander (Rauris bis Tarvisio, 10 Tage)
  • Termin noch offen: Artemy + 4 Freunde (Start und Ziel noch unklar, 11 Tage)
An jedem Tag zwischen Anfang Juli und Anfang September starten Alpenüberquerer um 10 Uhr im Salzburger Kurpark.

An jedem Tag zwischen Anfang Juli und Anfang September starten Alpenüberquerer um 10 Uhr im Salzburger Kurpark – viele mit einem roten Schleifchen am Rucksack als Erkennungszeichen.

9. Wie erkenne ich unterwegs andere Salzburg-Triest-Wanderer?

Das Erkennungszeichen der Alpenüberquerer auf dieser neuen Route ist ein rotes Band oder Schleifchen. Bringe es einfach hinten an Deinem Rucksack an. Rot ist die gemeinsame Farbe der Flaggen von Österreich, Deutschland, Slowenien und Italien. Natürlich kannst Du auch nach meinem roten Rother-Wanderführer Ausschau halten, z. B. abends auf der Berghütte.

10. Wo finde ich weitere Informationen?

Auf der Themenseite zur Alpenüberquerung Salzburg – Triest gibt es Fotoimpressionen und Tagesberichte meiner drei Touren, einen 6-seitigen Artikel im trekking-Magazin sowie Tipps, wie Du in sechs Wochen fit für Deine Alpenüberquerung 2016 wirst.

11. Gehst Du 2016 auch wieder nach Triest?

Nein. Nachdem ich in den letzten drei Sommern von Salzburg nach Triest gegangen bin, um für Dich die beste Route zu finden und alles für meinen Wanderführer zu recherchieren, brauche ich 2016 Abwechslung. Ich werde von meiner Haustüre in Nürnberg aus vier Monate lang bis nach Santiago de Compostela pilgern. 2017 wird man mich dann wieder zwischen Salzburg und Triest sichten.

12. Schreibst Du auf Deiner 4-monatigen Tour auf dem Jakobsweg wieder Berichte?

Ja. Du kannst „mitwandern“ oder „mitpilgern“, indem du meinen täglichen Bericht vom Jakobsweg liest. Auch Fotos werde ich regelmäßig veröffentlichen. Ende Juni oder Anfang Juli soll es losgehen.

Alpenüberquerung Salzburg – Triest 2016: Am Golf von Triest. (Foto: Stephanie Spörl, 2013)

Der Golf von Triest ist das Ziel der Alpenüberquerung Salzburg – Triest.

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minimalismus_downshifting_konsumverzicht

„Lieber Christof,

ich habe meine Masterarbeit zum Thema Minimalismus geschrieben – vielleicht interessiert sie dich ja! Du kommst auch darin vor. Deinen Blog finde ich übrigens toll und verfolge über deinen Newsletter immer deine neuesten Einträge (toll sind auch deine einfachen und leckeren Rezepte!). Danke für die Inspiration und weiterhin alles Gute!

Lieben Gruß,
Julia“

Diese nette Nachricht fand ich vor ein paar Wochen in meinem E-Mail-Postfach. Als Anhang hat mir Julia gleich ihre 115 Seiten lange Masterarbeit geschickt.

Julia Susann Helbig hat an der Universität Göttingen Philosophie und Kulturanthropologie studiert, an der Universität Hamburg den Master in Volkskunde gemacht und promoviert nun in Hamburg zu einem verwandten Thema. Sie ist per E-Mail und Telefon zu erreichen.

In der Masterarbeit „Minimalismus zwischen Downshifting und Konsumverzicht“ stellt Julia die Grundzüge minimalistischer Lebensweisen vor. Dabei erhebt die Studie keinen Anspruch auf allgemeine Repräsentativität. Julias Forschung war vielmehr von dem Interesse geleitet, anhand von qualitativen Interviews Einblicke in den Alltag minimalistisch lebender Menschen zu geben und unter Einbeziehung verschiedener Minimalismus-Blogs die Formen, Praktiken und Motivationen dieser Lebensweise herauszuarbeiten.

Zu diesen Minimalismus-Blogs zählt auch Einfach bewusst. Zu meiner Überraschung und Freude werde ich an mehreren Stellen zitiert und verweist Julia auf eine Reihe meiner Artikel zum Thema Minimalismus. Die Ergebnisse der Masterarbeit „Minimalismus zwischen Downshifting und Konsumverzicht“ basieren auf eigens erhobenen empirischen Daten, die in fünf Interviews ermittelt wurden. Die Interviewpartner fand Julia über meinen Blogartikel Was ist Minimalismus?

Julia Susann Helbig stellt mir nun mit Zustimmung ihres Betreuers Prof. Dr. Norbert Fischer die komplette Masterarbeit kostenlos zur Verfügung. Das PDF „Minimalismus zwischen Downshifting und Konsumverzicht“ gibt es im Internet exklusiv nur auf Einfach bewusst. Ich teile es gerne mit meinen Lesern und Leserinnen, weil ich die Vorteile einer minimalistischen Lebensweise täglich am eigenen Leib erfahre und davon überzeugt bin, dass sie uns zu besseren und glücklicheren Menschen macht.

Das Dokument ist etwa 1 MB groß und kann direkt im Browser gelesen werden. Klicke einfach mit der linken Maustaste auf das Bild oben oder auf den folgenden Link:

Kostenloses PDF: „Minimalismus zwischen Downshifting und Konsumverzicht“

Du kannst das PDF auch herunterladen und im Adobe Reader lesen. Klick dazu mit der rechten Maustaste auf das Bild oder den Link und wähle dann die Option „Ziel/Link speichern unter“. Selbstverständlich darf die Masterarbeit auch ausgedruckt oder weitergegeben werden.

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen und bedanke mich bei Julia für die Generosität.

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Wanderführer "Alpenüberquerung Salzburg - Triest" von Christof Herrmann (Bergverlag Rother, 2016)

„Traumhaft schöner Weitwanderweg“ (Hikers Paradise)

Mein vierter Wanderführer „Alpenüberquerung Salzburg – Triest“ ist im Bergverlag Rother erschienen.

Das Buch in den Händen zu halten und in den Regalen zu sehen, fühlt sich für mich großartig an. Ich habe schließlich drei Jahre an der Route und dem Wanderführer gefeilt. In den 184 Seiten stecken also sehr viel Schweiß und Herzblut.

Nachdem das Werk nun in den gängigen Webshops und Buchhandlungen verfügbar ist, möchte ich es genauer vorstellen. Bei Amazon gibt es außerdem eine Vorschau („Blick ins Buch“) von 40 Seiten (!) und auf der Verlagsseite steht eine Etappe als PDF zur Verfügung. Schließlich soll niemand die Katze im Sack kaufen.

Das Inhaltsverzeichnis des Wanderführers "Alpenüberquerung Salzburg - Triest"

Das Inhaltsverzeichnis meines neuen Wanderführers (zum Vergrößern auf das Bild klicken).

Die Alpenüberquerung Salzburg – Triest führt in 28 Etappen zum einen durch drei berühmte Nationalparks – den Nationalpark Berchtesgaden in Deutschland, den Nationalpark Hohe Tauern in Österreich und den Triglav-Nationalpark im slowenischen Teil der Julischen Alpen –, zum anderen durch wenig begangene, aber genauso grandiose Berglandschaften wie die Salzburger Schieferalpen, den Sadnig-Höhenweg und die Kreuzeckgruppe.

Nach 23 Tagen ist auf dem letzten Alpenpass am Horizont das Mittelmeer auszumachen. Wenn das nicht Motivation genug ist, bis zum Ziel durchzuhalten. Es geht durch ein bewaldetes Mittelgebirge, durch das renommierte Weinbaugebiet Collio und durch den Karst bis an die Adria. Von da sind es nach Triest nur noch ein paar Stunden oberhalb der Steilküste. Das Finale Grande der Fernwanderung ist die abends festlich beleuchtete Piazza dell’Unità d’Italia.

Der Wanderführer "Alpenüberquerung Salzburg - Triest" hat eine 41 Seiten lange Einleitung.

In der Einleitung bis Seite 41 erfährt der Leser das Wichtigste über die Anforderungen, Ausrüstung, Verpflegung, Übernachtung und vieles mehr (zum Vergrößern auf das Bild klicken).

Mit dem Wanderführer „Alpenüberquerung Salzburg – Triest“ möchte ich den Leser zum einen bei der Planung der Alpenüberquerung (oder von einzelnen Abschnitten) unterstützen, zum anderen sicher durchs Hochgebirge und bis an die Adriaküste leiten.

In der Einleitung informieren die Etappenübersicht und die Abschnitte über die allgemeinen Anforderungen, die Gefahren und das Wetter, ob die komplette Hauptroute, nur Abschnitte oder die Route mit den einfacheren Varianten für einen in Frage kommen. Für Alleinwanderer dürfte der Infokasten „Gemeinsam starten und rotes Band als Erkennungszeichen“ auf Seite 20 interessant sein. Darüberhinaus habe ich in der Einleitung alles Wissenswerte über die Ausrüstung (inkl. einer Packliste), die Wanderzeit, die Unterkünfte und Verpflegung unterwegs und vieles mehr aufgeführt.

Die ersten beiden Seiten zur 13. Etappe im Wanderführer "Alpenüberquerung Salzburg - Triest".

Zu jeder der 28 Etappen und 4 Varianten-Etappen gibt es ein paar einleitende Worte, eine Kurzinfo, eine Wegbeschreibungen, ein Wanderkärtchen und einen GPS-Track (zum Vergrößern auf das Bild klicken).

Ab Seite 42 finden sich die detaillierten Beschreibungen zu den 28 Etappen und 4 Varianten-Etappen. Bei jeder Etappe sind im Tourenkopf die reine Gehzeit sowie die Höhenmeter im Aufstieg und im Abstieg angegeben. Die Kurzcharakteristik beschreibt die Höhepunkte des Tages. In den anschließenden Kurzinfos habe ich die Entfernung in Kilometern, Hütten und Quartiere, Einkehrmöglichkeiten, Wasserstellen, Supermärkte, Apotheken, Sportgeschäfte und EC-Automaten am Weg, Anforderungen, An- und Abreise und Touristeninformationen aufgelistet.

Nach den Kurzinfos folgt die ausführliche Wegbeschreibung. Dabei sind Wegpunkte in fetter Schrift hervorgehoben und mit einer Nummer versehen. Kästen mit Hintergrundinformationen zu Orten und Sehenswürdigkeiten sind gelb hinterlegt. Bestandteil einer jeden Etappe ist ein Höhenprofil mit Kilometerangaben, Gehzeiten und Wegpunkten sowie ein Wanderkärtchen im Maßstab 1:75.000 mit dem Tourenverlauf zur schnellen Orientierung.

Zu dem Wanderführer „Alpenüberquerung Salzburg – Triest“ steht für jeden Käufer auf der Internetseite des Bergverlag Rother die komplette Route als GPS-Daten zum kostenlosen Download bereit.

Höhenprofile und zahlreiche Fotos dürfen im Wanderführer "Alpenüberquerung Salzburg - Triest" nicht fehlen.

Höhenprofile und zahlreiche Fotos dürfen auch nicht fehlen (zum Vergrößern auf das Bild klicken).

Die wichtigsten Daten zu meinem neuen Wanderführer im Überblick:

Alpenüberquerung Salzburg – Triest
von Christof Herrmann
Bergverlag Rother
1. Auflage 2016
184 Seiten mit 112 Farbfotos
28 Höhenprofile, 28 Wanderkärtchen im Maßstab 1:75.000
inkl. GPS-Tracks zum Download
ISBN 9783763344949
14,90 EUR

Weitere Infos, Bezugsquellen und Pressestimmen findest Du auf meiner Bücherseite. Alle Blogartikel über die Alpenüberquerung Salzburg – Triest, darunter auch Tagesberichte und Fotos meiner drei Touren, gibt es auf der Themenseite.

Insgesamt über 30 Infokästen liefern im Wanderführer "Alpenüberquerung Salzburg - Triest" Hintergrundwissen über Sehenswürdigkeiten, Natur, Kultur und Kurioses am Wegesrand.

Insgesamt über 30 gelb hinterlegte Infokästen liefern Hintergrundwissen über Sehenswürdigkeiten, Natur, Kultur und Kurioses am Wegesrand (zum Vergrößern auf das Bild klicken).

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Gelesen im März & April: Der sanfte Krieger, Andreas Pröve, Pilgern auf den Jakobswegen …

Wer auf meinem Blog schon länger mitliest, weiß, dass ich davon überzeugt bin, dass weniger meist mehr ist bzw. in der Kürze die Würze liegt. Deswegen verzichte ich an dieser Stelle auf lange Vorreden.

Meine Bücher der Monate März und April sind die Reisebeschreibung „Mein Traum von Indien“ sowie die Graphic Novel „Treibsand“.

Fach- und Sachliteratur

  1. Der sanfte Krieger von Oliver Domröse (Erscheinungsjahr: 2016, meine Bewertung: 4 von 5 Sternen)
    Hochsensible Männer sind gute Zuhörer und Frauenversteher, werde oft als Softies bezeichnet und gelten als das Gegenteil eines Machos. Männerfreundschaften zu pflegen, fällt ihnen oft schwer. Als Partner kommen sie für viele Frauen auch nicht in Frage. Der Blogger und Autor Oliver Domröse ist selbst eine hochsensible Person (HSP) und plaudert in „Der sanfte Krieger“ ganz offen aus dem Nähkästchen. In erster Linie ist das E-Book ein Ratgeber für hochsensible Männer, die endlich ihr ganzes Potenzial (er)leben möchten. Dazu gehört zum einen die sensible Seite mit all ihren Facetten zu akzeptieren, zum anderen die archaische und im positiven Sinne aggressive Seite zu fördern. Besonders interessant fand ich den letzten Abschnitt, in dem eine ganzheitliche Männlichkeit auf Grundlage der Integralen Theorie von Ken Wilber beschrieben wird. „Der sanfte Krieger“ ist bisher leider nur in elektronischer Form auf Amazon erhältlich.
  2. Pilgern auf den Jakobswegen von Raimund Joos (2011, 3 Sterne)
    Dieses Büchlein aus dem Conrad Stein Verlag dürfte die meisten Pilger mit den wichtigsten Informationen versorgen. Einige meiner Fragen zu meiner diesjährigen Tour auf dem Jakobsweg blieben aber unbeantwortet: Kann ich in Frankreich oder Spanien noch deutschsprachige Pilgerführer kaufen? Wie schaut es mit der veganen Verpflegung unterwegs aus? Wie viele Kilometer halten Wanderschuhe? Auch hätte ich mir gewünscht, dass der Autor mehr auf ökologische und ethische Aspekte eingeht. Ryanair, Plastiktüten, Fleisch und Fisch zu empfehlen, Bus, Bahn, Jutebeutel und Pflanzenkost hingegen stiefmütterlich zu behandeln, geht im 21. Jahrhundert gar nicht.
  3. Cookin‘ Up A Storm – Abenteuer und vegane Rezepte mit Sea Shepherd von Laura Dakin (2015, 4 Sterne)
    Vier Schiffe von Paul Watsons gemeinnütziger Organisation Sea Shepherd sind derzeit auf den Weltmeeren unterwegs, um mit oft riskanten Aktionen das Töten bedrohter Meeresbewohner wie Wale und Robben zu beenden. Auf einem dieser Schiffe arbeitet Laura Dakin als Chefköchin. In ihrem Buch „Cookin‘ Up A Storm“ schreibt sie über die Herausforderung, täglich eine 50-köpfige Mannschaft bei Laune und Kräften zu halten. Dieser Blick hinter die Kulissen ist spannend. Gerne hätte ich mehr darüber erfahren. Der Schwerpunkt des 160-seitigen Buchs liegt jedoch auf einfachen Kochrezepten. Leider werden für meinen Geschmack mal wieder zu viele Fertigprodukte wie vegane Butter, Seidentofu, Pflanzenmilch und vegane Fischsoße verwendet.

Belletristik

  1. Mein Traum von Indien von Andreas Pröve (2004, 4,5 Sterne)
    Andreas Pröve verunglückte als 23-Jähriger mit seinem Motorrad und ist seitdem querschnittsgelähmt. Das Reisen will er sich trotzdem nicht nehmen lassen. In diesem Buch beschreibt er die Zeit nach dem Unfall und vor allem seine Tour mit dem Rollstuhl von Kalkutta bis in den Himalaya. 2700 Kilometer folgte Pröve dem Ganges – auf eigene Faust und mit Hilfe der Menschen am Wegesrand. „Mein Traum von Indien“ ist ein etwas anderer Reisebericht voll Spannung und Witz, der den Leser zwischen den Zeilen dazu aufruft, die eigene Traumreise zu verwirklichen, selbst wenn die Lebensumstände dagegen sprechen.

Comics

  1. Treibsand von Max Mönch, Alexander Lahl & Kitty Kahane (2014, 4,5 Sterne)
    Die Graphic Novel „Treibsand“ handelt von den letzten Tagen der DDR. Die wahren Ereignisse vor über 25 Jahren werden aus der Sicht des fiktiven US-amerikanischen Korrespondenten Tom Sandman erzählt. Dabei werden nicht nur die Gründen des Zusammenbruchs der DDR aufgedeckt, sondern auch die Handlungsunfähigkeit der SED-Führung in den Stunden vor dem Mauerfall gezeigt. Dem Autorenduo Max Mönch und Alexander Lahl und der Zeichnerin Kitty Kahane gelingt es die Zeitgeschichte nachvollziehbar zu machen – und zwar auf äußerst gewiefte, detailverliebte und packende Weise.

Und nun Du! Wirst Du Dir „Mein Traum von Indien“, „Treibsand“, „Der sanfte Krieger“ oder ein anderes der vorgestellten Werke zulegen? Welches Buch empfiehlst Du mir, meinen Leserinnen und Lesern?

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