Meine Empfehlungen: Fairphone 3 + Geldspar-Tipps + Die Erdzerstörer + Fränkischer Gebirgsweg …

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich wünsche Dir viel Vergnügen mit meinen Empfehlungen des dritten Quartals 2019.

Aufgeräumt – Am 9. September um 16:40 Uhr läuft auf Arte die Xenius-Sendung „Aufräumen – Wie Ordnung unser Leben verbessern kann“. Darin zeigt auch Minimalistin Gabi Raeggel ihre Wohnung. Die Sendung kann nach Ausstrahlung knapp drei Monate lang in der Mediathek angeschaut werden.

Bewandert – Die Geschichte des Wanderns beginnt im 18. Jahrhundert – als Freizeitvergnügen des Bildungsbürgertums. Nach dem Zweiten Weltkrieg galt es lange als spießig. Nun erlebt es einen neuen Boom. Warum aber treibt es die Menschen hinaus in die Natur? In Georg Grubers 30-minütigen Hörfunk-Sendung „Gesünder leben, klarer denken, mehr sehen“ auf Deutschlandfunk Kultur geht es um die Kraft des Wanderns.

Fairliebt – Das Fairphone 3 ist ab sofort erhältlich. Utopia hat es getestet und kommt zu diesem Fazit: „Ja, wir wollen ein Smartphone, das im Alltag funktioniert und gute Bilder macht. Aber das bietet das Fairphone 3 doch auch. Zugleich wollen eben immer mehr Menschen auch ein Smartphone, für das nicht Kinder in unterirdischen Minen schuften mussten und das man auch reparieren kann, statt es wegschmeißen zu müssen, wenn der Akku streikt (oder der Akkuwechsel das Handy ruiniert hat). Und eben dies liefert das Fairphone 3 als drittes Smartphone einer Reihe von Produkten, die ingesamt das Vorhaben wagen, die Elektronikindustrie als Ganzes zu verändern. Es zeigt, was möglich ist – und es gibt Kunden eine nachhaltigere Kaufalternative. Wer das unterstützen will und auf 5G und Gesichtserkennung verzichten kann, der liegt beim Fairphone 3 goldrichtig.“

Gemeinschaftlich – Was können wir gegen den Klimakollaps & Co. tun? Eine Menge, täglich, zigmal! Die Tageszeitung Neue Westfälische nennt 22 Dinge, die jeder von uns gegen den Klimawandel tun kann. Ich füge noch hinzu: 23. Konsumieren Sie mit Bedacht. 24. Nutzen Sie Dinge so lange wie möglich. 25. Verkaufen Sie das Auto. 26. Gehen Sie möglichst oft zu Fuß. 27. Leben Sie auf kleinem Wohnraum. 28. Go vegan. 29.Legen Sie Wert auf eine gute Nachbarschaft. 30. Unterstützen Sie Klimaschutz-Initiativen (oder engagieren Sie sich dort).

Glücklich – Im Naturama Aargau in Aarau in der Schweiz ist bis 1. März 2020 die Ausstellung „Global Happiness – Was brauchen wir zum Glücklichsein?“ zu sehen (danach in Vaduz in Liechtenstein). Die Ausstellung geht auf Spurensuche nach dem Glück – in der Schweiz und auf der ganzen Welt. Wie könnte „nachhaltiges Glück“ aussehen? Glück, das zu persönlichem, gemeinschaftlichem und globalem Wohlbefinden beiträgt und nicht die Umwelt, andere Menschen oder kommende Generationen schädigt? Und was ist es, das die Welt, uns, mich und Dich glücklich macht? Ich habe einen kleinen Beitrag zu der Ausstellung geleistet, der in Form einer „Kleiderbügel-Geschichte“ in einem Pavillon hängt.

Mittelgebirgig – Ich war in den letzten 10 Jahren auf mindestens 50 Fernwanderwegen in Deutschland unterwegs. Der Fränkischer Gebirgsweg zählt für mich zu den schönsten. Die HappyHiker Stefan und Susi haben sich im goldenen Herbst 2018 ebenfalls auf den Fränkischen Gebirgsweg gemacht. Ihr Resümee: „Wir haben jeden Meter davon richtig genossen!“ In sechs lesenswerten Reiseberichten mit zahlreichen Fotos und nützlichen Infos stellen sie die rund dreiwöchige Tour vor.

Saisonal – Welches Obst und Gemüse im September bei uns Saison hat, erfährst Du auf Sabrinas Blog Vegtastisch. Dort stehen auch die Saisonkalenderblätter der anderen Monate zum Download bereit.

Sparsam – Ein nachhaltiger Lebensstil ist nicht nur gut fürs Klima und für die Umwelt, sondern auch für Deinen Geldbeutel. Christoph von CareElite nennt die Gründe dafür und gibt Geldspar-Tipps für Umweltbewusste.

Zerstörerisch – Mit der Erfindung der Dampfmaschine fing es an. Mit revolutionärer Rasanz machte sich der Mensch die Erde Untertan. Eine Erfindung jagte die nächste, eine Technologie toppte die andere. Für mehr Komfort, mehr Konsum, mehr Wohlstand. Und die Erde? Wie lange hält sie den Menschen noch aus? Der Dokumentarfilm „Die Erdzerstörer“ ist ein kompromissloser Blick auf 200 Jahre Industriekapitalismus und kann bis 30. September 2019 kostenlos auf Arte gestreamt werden.

Zukünftig – Auf der interaktiven Karte von morgen werden Dir Orte in Deiner Umgebung angezeigt, die sich schon heute für eine Welt von morgen einsetzen. Orte, die inspirieren und vorausdenken. Orte, an denen Nachhaltigkeit keine leere Floskel ist, sondern tatsächlich gelebt wird.

Final – Der US-amerikanische Sänger, Musiker und Dichter David Berman war vor allem als Kopf der Indie-Rock- und Alt-Country-Band Silver Jews bekannt, die zwischen 1989 und 2009 eine Reihe hochgelobter Alben veröffentlicht haben (zum Einstieg empfehle ich „American Water“ von 1998). Nach einer zehnjährigen Auszeit kehrte Berman im Juli mit dem Bandprojekt Purple Mountains zurück. Es sollte sein letztes Album sein. David Berman starb am 7. August.

Vielen Dank für Deine Aufmerksamkeit!

Ich freue mich, wenn Du auch meine Empfehlungen der letzten zweieinhalb Jahre anschaust.

Einfach bewusste Grüße

Christof

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Warum Selbstliebe nicht Egoismus ist - und was das mit Minimalismus zu tun hat

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Corinna Sonja Stenzel. Sie arbeitet als Coach für Persönlichkeitsentwicklung, professionelles Auftreten und bewusste Sprache – sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich.

Viele Menschen haben ein ungutes Gefühl, wenn sie das Wort „Selbstliebe“ lesen. Sie verbinden es mit Egoismus oder Arroganz. Sie haben vielleicht das Bild von einem eingebildeten, egoistischen oder sogar narzisstischen Menschen im Kopf. Kommt dir bei dem Wort „Selbstliebe“ auch so ein negatives Bild in den Sinn? Falls ja, dann lass mich dir sagen: Selbstliebe hat mit all dem nichts zu tun. Selbstliebe ist das Gegenteil von Egoismus oder den anderen negativen Assoziationen.

Des Rätsels Lösung: Wenn wir bei dem Wort „Selbstliebe“ ein unangenehmes Gefühl haben, dann liegt das meistens daran, dass wir es mit Selbstverliebtheit verwechseln. Um den Unterschied zwischen Selbstverliebtheit und Selbstliebe zu verstehen, schlage ich einen einfachen Trick vor. Lassen wir die Vorsilbe „Selbst“ weg und betrachten wir die Verliebtheit und die Liebe.

Wenn wir verliebt sind, sind wir oft nur in eine Fantasie verliebt. Wir projizieren unsere perfekte Fantasie des anderen auf ihn hinauf. Wir idealisieren ihn. Wir stellen ihn auf ein Podest und schauen zu ihm hoch wie zu einer Staue, die wir verehren. Wir beleuchten das Objekt unserer Begierde mit bunten Scheinwerfern und streuen vielleicht noch ein bisschen Glitzer obendrauf. Wir betrachten es wie bei dem Bildbearbeitungsprogramm auf dem Handy durch einen Filter, der alle Makel ausblendet. Wir sind verliebt in eine Illusion.

Wahre Liebe hat mit Illusion oder Fantasie nichts zu tun. Wahre Liebe ist Realität. Sie sieht den anderen so, wie er ist. Sie nimmt ihn an, so wie er ist. Sie sagt: „Ich sehe deine Makel, ich sehe deine Schwächen, ich sehe deinen dicken Bauch, ich weiß um deine Macken, du nervst mich oft … und ich liebe dich.“ Wenn wir jemanden wahrhaftig lieben, lieben wir ihn nicht, weil er perfekt ist, sondern trotz oder gerade wegen seiner Unperfektheit. Bei der wahren Liebe steht niemand auf einem Sockel und niemand unter einem Podest. Wir begegnen uns auf Augenhöhe und auf dem realistischen Boden der Tatsachen.

Und genau so ist es auch mit der Selbstverliebtheit und der Selbstliebe. Wenn Menschen in sich selbstverliebt sind, stellen sie sich selbst auf dieses Podest. Sie blicken von ihm aus auf andere herunter. Selbstverliebte Menschen machen andere klein, um sich selbst größer zu fühlen. Wer in sich selbstverliebt ist, sieht sich selbst durch den rosaroten Filter. Er blendet seine Fehler und Schwächen aus und denkt: „Ich bin der Tollste. Ich bin die Schönste. Ich habe keine Schwächen. Ich bin besser als du. Ich stehe über dir.“

Und das ist der Unterschied zur Selbstliebe. Wer sich selbst liebt, der nimmt sich an, so wie er ist. Mit allem, was er an sich mag, und auch mit allem, was er nicht so gern an sich hat. Er nimmt auch seine Fehler, Schwächen und Ängste liebevoll an. Er schließt Frieden mit sich. Er sagt vollständig Ja zu sich.

Und wenn ein Mensch sich selbst liebevoll mit allen Fehlern und Schwächen annehmen kann, dann kann er auch andere Menschen mit deren Fehlern und Schwächen liebevoller annehmen. Wenn ich im Frieden mit mir selbst bin, dann kann ich auch im Frieden mit dir sein. Wenn ich mich selbst liebe, dann kann ich auch dich lieben. Wer sich selbst liebt, hat alles, was er braucht, und verwechselt Brauchen nicht mit Lieben. Wer sich selbst liebt, teilt gerne. Wer sich selbst liebt, wer in sich ruht, wer sich gefunden hat, wer vor Freude strahlt, wer in echter Herzenswärme lebt und wer er selbst ist, der macht nicht nur sich, sondern auch allen anderen Menschen das größte und schönste Geschenk. Es ist also absolut okay, sich selbst zu lieben! Es ist sogar sehr wichtig. Ich möchte fast sagen, dass es unsere größte Aufgabe im Leben ist.

Und was hat das alles mit Minimalismus zu tun? Ein minimalistisches Leben bedeutet für mich in erster Linie ein bewusstes Leben. Es bedeutet für mich, mich jeden Tag zu fragen, wie ich in bester Liebe zu meinem Leben und zu mir selbst leben kann. Wenn wir uns jedoch nicht selbst lieben, ist eine Leere in uns. Oft versuchen wir, diese mit Dingen zu stopfen, die wir kaufen oder konsumieren. Und weil wir nach dem kurzen Glücksrausch über das neue Auto oder den zehnten Lippenstift merken, dass das eigentlich nicht das war, wonach wir tief im Inneren gesucht haben, und wir uns noch immer leer fühlen, kaufen wir weiter und weiter und weiter, immer auf der Suche nach Erfüllung, die wir so nie finden.

Deshalb möchte ich dich von ganzem Herzen ermutigen und einladen, nach Hause zu kommen. Mach dich auf die Heimreise zu dir selbst. Es lohnt sich. Ich lade dich ein, dich selbst kennen und lieben zu lernen und herauszufinden, was deine Seele nährt. Die folgenden Fragen können dir dabei helfen.

Was bringt deine Augen zum Leuchten?
Was bringt dein Herz schneller zum Schlagen?
Wonach ruft deine Seele?
Was ist deine tiefste Sehnsucht?
Wie kannst du wirklich du selbst sein?
Woran möchtest du dich als alter Mensch mit einem Lächeln auf den Lippen zurück erinnern?
Wofür lohnt es sich zu leben?

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8 einfache Wege, wie Du morgens Zeit sparst und weniger gestresst in den Tag startest (Foto: Free-Photos von Pixabay)

„Es ist wirklich klar, dass die kostbarste Ressource, die wir alle haben, die Zeit ist.“

Steve Jobs

Zeit ist kostbar. Zeit ist ein knappes Gut. Zeit vergeht kontinuierlich und unwiderruflich. Auch wenn jeder Mensch 24 Stunden am Tag zur Verfügung hat, scheinen viele nie genügend Zeit, manche aber alle Zeit der Welt zu haben.

Die minimalistische Lebensweise ermöglicht, wieder Herr oder Frau über die Zeit zu werden. Minimalisten verzichten bewusst, überall dabei zu sein und alles haben und machen zu wollen. Sie konzentrieren sich lieber auf wenige Dinge, die dann möglichst Freude bereiten und Sinn stiften.

In der Zeit nach dem Aufstehen kannst Du Dich in der minimalistischen Lebensweise üben. Wenn es Dir gelingt, die Morgenstunden ohne Hektik zu absolvieren, bist Du viel eher gewappnet für den Tag, besonders wenn es ein Arbeitstag ist.

Die folgenden Wege sollen Dir helfen, am Morgen Zeit zu sparen. Du kannst dann alles gemächlicher und achtsamer angehen. Es ist sogar denkbar, dass Du eine extra Portion Wohlbefinden in Deine Morgenroutine einbaust, z. B. die Lektüre eines Buchs oder ein paar Yoga-Übungen.

1. Stehe früher auf

Der vielleicht einfachste Weg, am Morgen mehr Zeit und weniger Stress zu haben, ist zeitig aufzustehen (und am Vorabend entsprechend früher ins Bett zu gehen). Du gewöhnst Dich wahrscheinlich leichter daran, wenn Du schrittweise herantastest. Stelle Deinen Wecker Tag für Tag nur eine Minute vor. So stehst Du nach einem Monat eine halbe Stunde eher auf, nach zwei Monaten eine ganze Stunde.

2. Meide die Schlummer-Funktion Deines Weckers

Ich empfehle Dir, den Wecker ein paar Meter von Deinem Bett entfernt aufzustellen. So kommst Du nicht in Versuchung, die Snooze- oder Schlummer-Taste zu drücken. Wenn Du nämlich noch mal kurz in einen unruhigen Halbschlaf fällst, kommt Deine innere Uhr durcheinander und wirst Du eher groggy als ausgeschlafen in den Tag starten. Gehe lieber zeitig ins Bett und sorge für eine für Dich optimalen Schlafumgebung.

3. Vereinfache Deine Garderobe

Wusstest Du, dass wir 80 % der Zeit nur eine Auswahl von 20 % unserer Garderobe tragen? Du kannst Stress und Zeitdruck vermeiden, wenn Du den Inhalt Deines Kleiderschranks übersichtlich hältst. Ich empfehle, nach der Tabulua-Rasa-Methode auszumisten. Behalte nur die Klamotten, die Du auch trägst – und zwar gerne! So kommen mehr Klarheit und Freude in Dein Leben. Es hat sich zudem bewährt, auf zeitlose Modestücke zu setzen, die gut miteinander kombiniert werden können. Es gibt Minimalisten, die noch einen Schritt weitergehen. Sie haben jeden Tag das gleiche an (natürlich nicht das selbe, denn sie besitzen mehrere Garnituren davon).

4. Bereite am Vorabend möglichst viel vor

Mache es Dir zur Gewohnheit, vor dem Schlafengehen so viel wie möglich für den nächsten Morgen zu erledigen. Du kannst zum Beispiel Deinen Kalender und den Wetterbericht prüfen, Deine ToDo-Liste oder Deine NotToDo-Liste erstellen, Handtuch und Duschgel griffbereit haben, das Outfit planen, das Frühstück vorbereiten und Deine Tasche packen. Derart organisiert, wirst Du auch besser (ein)schlafen.

5. Finde Deine Morgenroutine

Die ersten ein oder zwei Stunden nach dem Aufwachen beeinflussen den weiteren Verlauf des Tages maßgeblich. Gestalte Deinen Morgen selbst und bewusst. Sei selbstbewusst und eliminiere Unnötiges. Wenn Du den Ablauf Tag für Tag wiederholst, wird er bald zur Gewohnheit bzw. zu Deiner Morgenroutine. Versuche etwas zu integrieren, was Dir wichtig ist und Freude bereitet. Das kann alles von Atemmeditation bis Zeitunglesen und von Kuscheln bis Wechselduschen sein. Deine Morgenroutine schafft die Grundlage, Dich im Anschluss gelassen und konzentriert den Tagesaufgaben zu widmen.

6. Verzichte aufs Frühstück

Ich ernähre mich seit eineinhalb Jahren an den meisten Tagen nach der 16/8-Methode. Bei dieser bekanntesten Form des Intervallfastens fastet man 16 Stunden und bleiben 8 Stunde als Essensfenster übrig. Ich lasse einfach das Frühstück weg. Zu meiner Überraschung bin ich den Vormittag über wacher und produktiver als früher. Gegen 12 Uhr bin ich dann angenehm hungrig, bereite ich eine gesunde Mahlzeit zu und esse sie mit viel Genuss. Nachmittags gibt es manchmal etwas Obst und ein paar Nüsse oder Kerne. Ich versuche, nicht später als 19 Uhr zu Abend zu essen. Das Intervallfasten, auch intermittierendes Fasten genannt, kann zu Gesundheit und Wohlbefinden beitragen, das Gewicht regulieren, die Zellen erneuern und den Alterungsprozess verlangsamen. Probiere es doch selbst aus. Starte ohne Frühstück in den Tag, trinke lediglich etwas Wasser und einen Kräutertee. Gebe Deinem Körper aber ein bis zwei Wochen Zeit, sich umzustellen. Im Netz, im Buchhandel und in der Bücherei findest Du weitere Informationen über das Intervallfasten.

7. Schalte das Smartphone erst an, wenn Du das Haus verlässt

Schnell mal E-Mails checken, ein paar Messages auf WhatsApp oder Threema schreiben, die Weltnachrichten lesen, durch den Instagram-Feed scrollen und schon sind 20 Minuten vergangen und die Zeit am Morgen knapp. Internet und Smartphones sind ein Geschenk – solange sie den Alltag vereinfachen und bereichern. Rauben sie hingegen Deine kostbare Zeit und bestimmen sie immer mehr Dein Leben, solltest Du das Display abschalten, um mal wieder abzuschalten und anzukommen. Ich empfehle, den Morgen ganz ohne Smartphone zu verbringen. Daniela Otto schreibt in ihrem Gastartikel über Digital Detox: „In Studien wurde nachgewiesen, dass eine solche Auszeit von Smartphone & Co. die Körperhaltung verbessert (man schaut nicht mehr ständig aufs Display, sondern wieder mit offenen Augen und erhobenen Hauptes die Welt an), die Empathiefähigkeit steigert (wer nicht nebenbei liest und schreibt, hört anderen besser zu), guten Schlaf fördert (das helle Licht der Displays unterdrückt das Schlafhormon), die Kreativität verbessert (wer nicht googelt, nutzt sein Hirn) und wieder Lust auf das richtige Leben macht (denn das findet nicht im Internet statt).“

8. Ziehe da hin, wo Du arbeitest, oder suche Dir eine Arbeit, wo Du wohnst

Dieser letzte Tipp ist nicht ganz so einfach umzusetzen. Es besteht aber kein Zweifel, dass Du viel Lebensqualität gewinnst, wenn Du nicht so lange pendeln musst bzw. in der Nähe Deines Arbeitsplatzes lebst. Ein Freund von mir aus Nürnberg ist früher nach Erlangen gependelt. Nachdem er Anfang des Jahres Vater geworden ist, hat er sich eine Stelle in Nürnberg gesucht. Er spart so eineinhalb Stunden Fahrtzeit (bei 220 Arbeitstagen sind das 330 Stunden, also fast 14 volle Tage im Jahr), die er nun mit seiner Tochter und Partnerin verbringt. Ich selbst verzichte als freier Autor komplett auf das Pendeln. Ich schreibe zuhause oder beim Wandern. Für mich bedeutet das ein großer Gewinn an Lebenszeit und Lebensfreude.

8 einfache Wege, wie Du morgens Zeit sparst und weniger gestresst in den Tag startest (Foto: Andrian Valeanu von Pixabay)

Welche der acht vorgestellten Wege gehst Du bereits oder möchtest Du ausprobieren? Hast Du weitere Ideen, wie man morgens Zeit und Stress sparen kann?

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Ich bin heuer in 25 Tagen von Salzburg nach Triest gewandert.

Es war nach 2013, 2014, 2015 und 2017 das fünfte Mal, dass ich diese Alpenüberquerung absolviert habe. Langeweile kam trotzdem nie auf. Die Landschaften schauen jedesmal etwas anders aus, das Wetter wechselt in den Alpen häufig und die Begegnungen auf der Strecke, in den Hütten und im Tal sind unvorhersehbar. Hin und wieder bin ich mir noch unbekannte Wege gegangen, um die Route weiter zu verbessern bzw. sinnvolle Varianten-Etappen für die nächste Auflage meines Wanderführers ausfindig zu machen.

Die meisten Tage begleitete mich Sören, ein Freund aus Nürnberg. In den ersten beiden Wochen haben wir andere Salzburg-Triest-Wanderer kennengelernt, darunter Ina und Rene, Theresa, Tommy und Martin. In der zweiten Hälfte mussten Sören und ich das Tempo anziehen, um Ärger mit Sörens Arbeitgeber zu vermeiden.

Ich habe 25 Fotos zusammengestellt, die für mich besondere, oft gar magische Augenblicke festhalten.

1. Tag, 19. Juni: Salzburg (AT, 429 m) → Glanegg (AT, 446 m) – 12 km, ↑ 187 hm, ↓ 170 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Der Blick vom Mönchsberg auf die Salzach, die Salzburger Altstadt und die Festung Hohensalzburg bleibt für mich auch beim fünften Start der perfekte Auftakt."
Der Blick vom Mönchsberg auf die Salzach, die Salzburger Altstadt und die Festung Hohensalzburg bleibt für mich auch beim fünften Start der perfekte Auftakt der Alpenüberquerung Salzburg – Triest.

2. Tag, 20. Juni: Glanegg (AT, 446 m) → Zeppezauerhaus (AT, 1663 m) – 6 km, ↑ 1297 hm, ↓ 80 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Magisch und malerisch: Der Sonnenuntergang, vom Zeppezauerhaus aus gesehen."
Magisch und malerisch: Sonnenuntergang, vom Zeppezauerhaus aus gesehen.

3. Tag, 21. Juni: Zeppezauerhaus (AT, 1663 m) → Berchtesgaden (DE, 610 m) – 17 km, ↑ 550 hm, ↓ 1603 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Am nächsten Tag sind Sören und ich zum Sonnenaufgang schon wieder unterwegs."
Am nächsten Tag sind Sören und ich zum Sonnenaufgang schon wieder unterwegs.

4. Tag, 22. Juni: Berchtesgaden (DE, 610 m) → Carl-von-Stahl-Haus (AT, 1736 m) – 17 km, ↑ 1303 hm, ↓ 177 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Wie viele Millionen Male wurde der berühmte Blick vom Malerwinkel auf den Königssee wohl schon auf Gemälden und Fotografien abgebildet?"
Wie viele Millionen Male wurde der berühmte Blick vom Malerwinkel auf den Königssee wohl schon auf Gemälden und Fotografien abgebildet?

5. Tag, 23. Juni: Carl-von-Stahl-Haus (AT, 1736 m) → Wasseralm (DE, 1423 m) – 19 km, ↑ 970 hm, ↓ 1283 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Ein Enzian für Ina, ein Enzian für Rene, ein Enzian für Sören, ein Enzian für Tommy, ein Enzian für Martin und ein Enzian für mich."
Ein Enzian für Ina, ein Enzian für Rene, ein Enzian für Sören, ein Enzian für Tommy, ein Enzian für Martin und ein Enzian für mich.

6. Tag, 24. Juni: Wasseralm (DE, 1423 m) → Riemannhaus (AT, 2177 m) – 15 km, ↑ 1212 hm, ↓ 458 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Im Steinernen Meer liegt noch so viel Schnee, dass die Orientierung streckenweise nur mit GPS möglich ist."
Im Steinernen Meer liegt noch so viel Schnee, dass die Orientierung streckenweise nur mit GPS möglich ist.

7. Tag, 25. Juni: Riemannhaus (AT, 2177 m) → Maria Alm (AT, 802 m) – 10 km, ↑ 55 hm, ↓ 1430 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Vom Riemannhaus aus blickt man zwischen Sommerstein (links, 2308 m) und Breithorn (rechts, 2504 m) hindurch ins Saalfelder Becken und auf den Alpenhauptkamm am Horizont."
Vom Riemannhaus aus blickt man zwischen Sommerstein (links, 2308 m) und Breithorn (rechts, 2504 m) hindurch ins Saalfelder Becken und auf den Alpenhauptkamm am Horizont.

8. Tag, 26. Juni: Maria Alm (AT, 802 m) → Statzerhaus (AT, 2117 m) – 15 km, ↑ 1588 hm, ↓ 273 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Auf der Etappe zum Statzerhaus blühen heuer Ende Juni noch die Alpenrosen."
Auf der Etappe zum Statzerhaus blühen heuer Ende Juni noch die Alpenrosen.

9. Tag, 27. Juni: Statzerhaus (AT, 2117 m) → Rauris (AT, 948 m) – 22 km, ↑ 428 hm, ↓ 1597 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Martin genießt den Sonnenaufgang und den Blick auf den Hochkönig (2941 m)."
Martin genießt den Sonnenaufgang und den Blick auf den Hochkönig (2941 m).

10. Tag, 28. Juni: Rauris (AT, 948 m) → Bucheben (AT, 1070 m) – 11 km, ↑ 281 hm, ↓ 159 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Das Raurisertal wird immer ruhiger und idyllischer, je weiter man es hinaufwandert."
Das Raurisertal wird immer ruhiger und idyllischer, je weiter man es hinaufwandert.

11. Tag, 29. Juni: Bucheben (AT, 1070 m) → Schutzhaus Neubau (AT, 2176 m) – 18 km, ↑ 1255 hm, ↓ 149 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Tommy hat Schnee unter den Füßen und den Hohen Sonnblick (3106 m) im Visier."
Tommy hat Schnee unter den Füßen und den Hohen Sonnblick (3106 m) im Visier.

12. Tag, 30. Juni: Schutzhaus Neubau (AT, 2176 m) → Fraganter Schutzhaus (AT, 1810 m) – 18 km, ↑ 1104 hm, ↓ 1470 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Ich, Ina, Rene und Tommy auf der Fraganter Scharte (2754 m), dem höchsten Punkt der Alpenüberquerung Salzburg - Triest."
Ich, Ina, Rene und Tommy auf der Fraganter Scharte (2754 m), dem höchsten Punkt der Alpenüberquerung Salzburg – Triest.

13. Tag, 1. Juli: Fraganter Schutzhaus (AT, 1810 m) → Stall (AT, 870 m) – 19 km, ↑ 945 hm, ↓ 1885 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Die Variante über den Kleinen Sadnig (2626 m) ist nur etwas für absolut trittsichere und schwindelfreie Berggänger."
Die Variante über den Kleinen Sadnig (2626 m) ist nur etwas für absolut trittsichere und schwindelfreie Berggänger.

14. Tag, 2. Juli: Stall (AT, 870 m) → Feldnerhütte (AT, 2186 m) – 15 km, ↑ 1668 hm, ↓ ‭352‬ hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Tommy und Theresa können bestätigen, dass auch der direkte Aufstieg von Stall in die Kreuzeckgruppe und zur Feldnerhütte empfehlenswert ist."
Tommy und Theresa können bestätigen, dass auch der direkte Aufstieg von Stall in die Kreuzeckgruppe und zur Feldnerhütte empfehlenswert ist.

15. Tag, 3. Juli: Feldnerhütte (AT, 2186 m) → Weißbriach (AT, 820 m) – 30 km, ↑ 645 hm, ↓ ‭2011 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Die Feldnerhütte zählt zu meinen Lieblingshütten auf der Route ans Mittelmeer."
Die Feldnerhütte zählt zu meinen Lieblingshütten auf der Route ans Mittelmeer.

16. Tag, 4. Juli: Weißbriach (AT, 820 m) → Rifugio Nordio-Deffar (IT, 1410 m) – 37 km, ↑ 1645 hm, ↓ 1055 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Die Julischen Alpen scheinen zum Greifen nahe."
Die Julischen Alpen scheinen zum Greifen nahe.

17. Tag, 5. Juli: Rifugio Nordio-Deffar (IT, 1410 m) → Rifugio Zacchi (IT, 1380 m) – 31 km, ↑ 1353 hm, ↓ 1383 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Eule ohne Eile auf dem Rifugio Zacchi."
Eule ohne Eile auf dem Rifugio Zacchi.

18. Tag, 6. Juli: Rifugio Zacchi (IT, 1380 m) → Tičarjev dom na Vršiču (SI, 1620 m) – 12 km, ↑ 1354 hm, ↓ 1114 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Wir stellen weitere Steinmännchen zwischen der italienisch-slowenischen Grenze und der Dom v Tamarju auf, damit die Orientierung in dem fast weglosen Gelände für die kommenden Salzburg-Triest-Wanderer einfacher wird."
Wir stellen weitere Steinmännchen zwischen der italienisch-slowenischen Grenze und der Dom v Tamarju auf, damit die Orientierung in dem fast weglosen Gelände für die kommenden Salzburg-Triest-Wanderer einfacher wird.

19. Tag, 7. Juli: Tičarjev dom na Vršiču (SI, 1620 m) → Zasavska koča na Prehodavcih (SI, 2071 m) – 20 km, ↑ 1537 hm, ↓ 1086 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Naturschauspiel am Tagesziel, der rustikalen Berghütte Zasavska koča na Prehodavcih."
Naturschauspiel am Tagesziel, der rustikalen Berghütte Zasavska koča na Prehodavcih.

20. Tag, 8. Juli: Zasavska koča na Prehodavcih (SI, 2071 m) → Dom na Komni (SI, 1520 m) – 13 km, ↑ 320 hm, ↓ 871 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Der Zeleno jezero oder Grüne See im Sieben-Seen-Tal schimmert diesmal nicht grün."
Der Zeleno jezero oder Grüne See im Sieben-Seen-Tal schimmert diesmal nicht grün.

21. Tag, 9. Juli: Dom na Komni (SI, 1520 m) → Tolmin (SI, 200 m) – 21 km, ↑ 652 hm, ↓ 1972 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Vom Globoko-Pass sieht man an den meisten Tagen das Mittelmeer am Horizont schimmern."
Vom Globoko-Pass sieht man an den meisten Tagen das Mittelmeer am Horizont schimmern.

22. Tag, 10. Juli: Tolmin (SI, 200 m) → Castelmonte (IT, 618 m) – 31 km, ↑ 1684 hm, ↓ 1266 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "In Tolmin sind die Alpen passe und überqueren wir die Soča."
In Tolmin sind die Alpen passe und überqueren wir die Soča.

23. Tag, 11. Juli: Castelmonte (IT, 618 m) → Cormòns (IT, 56 m) – 29 km, ↑ 506 hm, ↓ 1068 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Blick zurück auf Castelmonte."
Blick zurück auf Castelmonte.

24. Tag, 12. Juli: Cormòns (IT, 56 m) → Sistiana (IT, 50 m) – 37 km, ↑ 486 hm, ↓ 492 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Am 24. Tag erreichen Sören und ich das Mittelmeer."
Am 24. Tag erreichen Sören und ich das Mittelmeer.

25. Tag, 13. Juli: Sistiana (IT, 50 m) → Triest (IT, 2 m) – 22 km, ↑ 540 hm, ↓ 588 hm

Meine Alpenüberquerung von Salzburg nach Triest 2019: "Geschafft - im doppelten Sinne des Wortes. Wer mag, kann das rote Bändchen, das Erkennungszeichen der Salzburg-Triest-Wanderer, ans Ortsschild binden."
Geschafft – im doppelten Sinne des Wortes. Wer mag, kann das rote Bändchen, das Erkennungszeichen der Salzburg-Triest-Wanderer, ans Ortsschild binden.
Wanderführer "Alpenüberquerung Salzburg - Triest" von Christof Herrmann
Besorge Dir einfach bewusst meinen Wanderführer „Alpenüberquerung Salzburg – Triest“, wenn Du Dich selbst auf den Weg machen möchtest, Du kannst Dich vorab auch auf der Themenseite, in den FAQ, im Newsletter, auf der Facebookseite und in der Threema-Gruppe informieren.

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"Abenteuer Alpencross - Am Ende das Meer": PDF-Download des Artikels in der outdoor 8/2019

Auch Lena Jauerning und Kathrin Gerhard haben sich auf den so weiten wie wunderbaren Weg von Salzburg über die Alpen nach Triest gemacht.

Nach der Rückkehr hat Lena zunächst die mit dem 1. Platz des Digital-Journalismus-Preises ausgezeichnete Webdoku „Faszination Alpenüberquerung“ erstellt und nun den zehnseitigen Artikel „Abenteuer Alpencross – Am Ende das Meer“ im outdoor-Magazin veröffentlicht.

Lenas Resümee lautet: „499 Kilometer, 25000 Höhenmeter – der noch junge Alpencross Salzburg–Triest ist eine echte Herausforderung. Aber eine unvergesslich schöne!“

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Kostenloses PDF: „Abenteuer Alpencross – Am Ende das Meer“

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