Mein Jahr 2016 in Bildern

„Wenn ein Jahr nicht leer verlaufen soll, muss man beizeiten anfangen.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

Der Krieg in Syrien, der islamistische Terrorismus, das Erstarken der Rechten, die Wahl in den USA, der Tod von Prince, Bowie und Cohen – 2016 gab es zahlreiche dramatische Ereignisse, die die Menschen weltweit bewegten und auch zum Verzweifeln brachten. Die Jahresrückblicke in Presse, Funk und Fernsehen fielen entsprechend düster und negativ aus.

Wir sollten aber nicht vergessen, dass es den meisten von uns in Deutschland sehr gut geht. Eine positive Grundstimmung im Land halte ich für wichtig, um zum einen die persönliche Zufriedenheit zu bewahren und zum anderen gemeinsam die globale Situation der Menschen, der Nutztiere und der Umwelt zu verbessern.

Ich konzentriere mich in meinem Rückblick auf die beruflichen wie privaten Erfolge.

Viel Spaß mit meinem Jahr 2016 in Bildern.

Die vegane Wandergruppe auf der Tour am Roten Main (Foto: Christof Herrmann, 2016)

Anfang des Jahres habe ich eine vegane Wandergruppe gegründet. Am 14. Februar trafen sich 13 Wanderer in Allersberg bei Roth zur ersten Wanderung. Sieben weitere Tagestouren durch die schönen Mittelgebirge Frankens folgten.

Schnelle Kartoffelsuppe (Foto: Christof Herrmann, 2016)

2016 war mein drittes Jahr als Pflanzenfresser. Ich koche möglichst einfach, vollwertig und mit saisonalen Produkten aus der Region. Meine besten Rezepte veröffentliche ich auf Einfach bewusst. 2016 waren das die folgenden: Schnelle Kartoffelsuppe, Tomaten-Pistazien-Aufstrich, einfacher Brotsalat, Ratatouille, Kartoffeln und Gemüse aus dem Ofen, Dessert aus Avocado, Himbeeren und Orangensaft.

Ende Februar am Bodensee (Foto: Christof Herrmann, 2016)

Ende Februar begab ich mich eine Woche lange auf Reisen. Zunächst besuchte ich eine Freundin in Stuttgart, dann meinen alten Kumpel Olli am Bodensee. Es gab viel zu reden, denn Olli hat sich ebenfalls als Autor selbstständig gemacht. Er schreibt vor allem über Hochsensibilität.

Warum ich seit 20 Jahren keinen Fernseher besitze

Im Frühjahr war es 20 Jahre her, dass ich keinen Fernseher mehr besitze. Was mir das gebracht hat? Mehr Achtsamkeit, Bewegung, Fokus, Freiheit, Freundschaften, Geld, Gespräche, Gesundheit, Kreativität, Leben, Platz, Schlafqualität, Sex, Werbefreiheit, Zeit, Zufriedenheit …

Wanderführer "Alpenüberquerung Salzburg - Triest" von Christof Herrmann

Im Mai ist mein Buch „Alpenüberquerung Salzburg – Triest“ im Bergverlag Rother erschienen. Es ist mein bisher ambitioniertester Wanderführer, für den ich 2012 bis 2015 drei Mal über das Hochgebirge bis ans Mittelmeer gewandert bin. In der Ausgabe Mai/Juni des trekking-Magazins habe ich den vierseitigen Artikel „12 Gründe, warum Du die Alpenüberquerung Salzburg – Triest machen solltest“ veröffentlicht.

Auf der Via Podiensis in Frankreich. (Foto: Christof Herrmann, 2016)

Am 25. Juni bin ich von meiner Haustüre in Nürnberg aus gestartet, um auf dem Jakobsweg  nach Santiago de Compostela und weiter zum Atlantik zu gehen. Jeden Abend schrieb ich einen Bericht und lud diesen mit ein paar Fotos auf Google Drive hoch (das gesamte Jakobsweg-Paket gibt es nun zum Sonderpreis). Rund 400 Leser und Leserinnen begleiteten mich zunächst zum Bodensee und durch die Schweiz, danach durch Frankreich und schließlich auf dem berühmten Camino Frances durch Spanien.

Mit Kristine am Atlantik bei Finisterre (Foto: Christof Herrmann, 2016)

Nach 4 bis 5 Millionen Schritten, 51.550 Aufstiegshöhenmetern, 2904 Kilometern, 108 Tagen, 4 Ländern und 2 Jakobswegaffären bin ich in Finisterre am Atlantik angekommen. Es war die wohl längste Wanderung meines Lebens.

2016 war das erste Jahr, in dem ich vom Schreiben leben konnte.

2016 war das erste Jahr, in dem ich vom Schreiben leben konnte. In den drei Jahren der Selbstständigkeit zuvor musste ich stets etwas von meinen Ersparnissen verwenden. Dass ich nun als freier Autor über die Runde komme, liegt auch daran, dass ich sparsam und minimalistisch lebe.

Zuschauer beim Konzert von Ryley Walker in Erlangen (Foto: Christof Herrmann, 2016)

Ich habe meine Leidenschaft für Konzerte und Festivals wiederentdeckt. Genau 50 Bands und Solokünstler habe ich 2016 live gesehen. Besonders gut in Erinnerung geblieben sind mir The Paper Kites, TV Smith, Grandbrothers, Die Nerven, Faber, Isolation Berlin, Throw That Beat In The Garbagecan, Locas In Love, Holly Golightly, The Burning Hell, The Robocop Kraus, The Great Park, Ryley Walker und The Wave Pictures.

Mein Jahr 2016 in Bildern: Einfach bewusst - Minimalistisch, nachhaltig und vegan leben

Mein Blog Einfach bewusst ist in den letzten 12 Monaten weiter gewachsen. 700.000 Besucher haben 1,4 Millionen Seiten aufgerufen. Meinen Newsletter bekommen 10.000 Abonnenten. Auf Facebook habe ich 10.000 Follower, auf Twitter 2.700 und auf Google+ 500. Den RSS-Feed nutzen 900 Abonnenten.

Im Naturschutzgebiet Grainberg-Kalbenstein und Saupurzel bei Karlstadt (Foto: Monika Prestel, 2016)

Zum Jahresabschluss traf ich mich mit einer Freundin zu einer Wanderung bei Karlstadt. Bei grandiosem Winterwetter streiften wir durch das hoch über dem Main gelegene Naturschutzgebiet Grainberg-Kalbenstein und Saupurzel.

Vielen Dank, dass Du zum Erfolg von Einfach bewusst beiträgst und mein Leben bereicherst. Ohne meine Leser gäbe es meinen Blog nicht. Ich freue mich auch in Zukunft über jeden Seitenaufruf, jeden Kommentar, jede E-Mail und jedes „Gefällt mir“ auf Facebook & Co.

Für 2017 wünsche ich Dir alles Gute, viel Glück, Erfolg und vor allem Gesundheit!

{ 22 Kommentare }

Digital Detox - Warum Abschalten ein guter Vorsatz fürs neue Jahr ist

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Dr. phil. Daniela Otto. Sie ist Literaturwissenschaftlerin und beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Vernetzung. 2016 hat sie den Ratgeber Digital Detox – Wie Sie entspannt mit Handy & Co. leben veröffentlicht. Sie lehrt an der Ludwig-Maximilians-Universität München und an der Universität Augsburg und freut sich über Studenten, die während der Vorlesung nicht aufs Handy schauen.

Weihnachten ist vorbei. Normalerweise sollten ja zu dieser Zeit nur die Glocken süß klingen – doch wetten, dass auch Dein Handy fleißig gebimmelt hat! Wenn Du wie so viele andere gestresst ins neue Jahr startest, ist das ein guter Anlass, etwas zu ändern. Doch wie soll das gehen? Mit Digital Detox, einem Lebensstil, der wieder Ruhe in Deinen Alltag bringt.

Es ist lange her, dass die besinnliche Zeit noch besinnlich war. Wenn ich zurückdenke, war es bei mir persönlich das letzte Mal in der Grundschule so. Ich erinnere mich daran, wie wir im Klassenzimmer Kerzen angezündet, Plätzchen gegessen und der Lehrerin beim Vorlesen einer Weihnachtsgeschichte zugehört haben. Es lag etwas in der Luft, die Vorfreude auf ein in unserer Kultur tief verankertes religiöses Fest, aber noch etwas anderes, das ich heute, aus der erwachsenen Reflexion heraus, klar als Ruhe ausmachen kann.

Diese Ruhe oder auch Stille ist den meisten von uns abhanden gekommen. Das ist kein Wunder, denn wenn wir einmal dabei sind runterzukommen, wartet bestimmt schon der nächste Anruf, die nächste E-Mail, die nächste SMS oder die nächste WhatsApp-Nachricht auf uns. Der digitale Lärm, bestehend aus ständigem Klingeln, Vibrieren und Plingen, ist unüberhörbar geworden und schreckt uns immer wieder auf.

Wie wichtig jedoch das innere Abschalten innerhalb unserer zum Burnout neigenden Gesellschaft geworden ist, kann nicht genug betont werden. Es ist nicht nur wichtig, sondern unabdingbar für jeden, der gesund, glücklich und ausgeglichen durchs Leben gehen möchte.

Doch wie soll das Abschalten funktionieren? Viele wollen es, aber wissen nicht genau, wie sie es schaffen sollen, wenn sie für den Chef genauso permanent erreichbar sein müssen wie für Freunde, Partner und Familie. Die Lösung: Digital Detox.

Digital Detox ist ein Lifestyle, der langsam aus der USA zu uns nach Deutschland kommt. Die Idee dahinter ist so simpel wie grandios: Wer öfter und gezielt seine digitalen Medien abschaltet, gewinnt dauerhaft an Lebensqualität. Dabei geht es nicht nur darum, einfach den Off-Schalter zu drücken, sondern ganz bewusst sein eigenes Mediennutzungsverhalten zu beobachten und digitale Stressquellen zu minimieren.

Wie das konkret geht? Zunächst ist Reduzieren das Motto: Nicht jeder Newsletter ist sinnvoll, nicht jede Eilmeldung wichtig, nicht jeder Klingelton ein Muss. Wer ordentlich ausmistet und die Einstellungen entsprechend anpasst, unnütze Apps löscht und seine Kontakte aussortiert, hat schon viel dafür getan, dass er nicht permanent in seiner Ruhe gestört wird.

Doch Digital Detox ist vor allem eine Haltung: Es geht darum, sich mental gegen den digitalen Stress zu wappnen und sich nicht unter Druck setzen zu lassen, wenn z. B. noch fünfzig E-Mails und WhatsApp-Nachrichten unbeantwortet sind. Hier ist Disziplin erforderlich. Wir sind inzwischen so darauf konditioniert sofort aufzuschrecken, wenn das Handy klingelt, dass wir kaum mehr gelassen damit umgehen können. Für eine Life-Media-Balance ist aber genau das unerlässlich. Wer eine neue Distanz zum üblichen Kommunikationsstress gewonnen hat und sich darauf besinnt, dass er antworten kann, wann er will, und nicht ständig erreichbar oder gar verfügbar sein muss, wird wesentlich glücklicher durchs Leben gehen. Die zurückgewonnene Autonomie befreit spürbar.

Wer effektiv digital abnehmen möchte, sucht sich am besten eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Loslegen kann man jederzeit. Schon kleine Veränderungen helfen – etwa offline in den Tag zu starten oder das Handy beim Spaziergang daheim zu lassen. Wer besonders effektiv digital entgiften will, bleibt für mindestens 24 Stunden virtuell abstinent.

Das lohnt sich übrigens tatsächlich. In Studien wurde nachgewiesen, dass eine solche Auszeit von Smartphone & Co. die Körperhaltung verbessert (man schaut nicht mehr ständig aufs Display, sondern wieder mit offenen Augen und erhobenen Hauptes die Welt an), die Empathiefähigkeit steigert (wer nicht nebenbei liest und schreibt, hört anderen besser zu), guten Schlaf fördert (das helle Licht der Displays unterdrückt das Schlafhormon), die Kreativität verbessert (wer nicht googelt, nutzt sein Hirn) und wieder Lust auf das richtige Leben macht (denn das findet nicht im Internet statt).

Wer abschalten und ankommen will, sollte also vor allem eines tun: Möglichst oft ausschalten.

Um keine Artikel zu verpassen, kannst Du Dich hier mit mir verbinden: Newsletter, RSS-Feed, Facebook, Twitter, Google+, Pinterest

Ich freue mich auch, wenn Du den Artikel mit Deinen Freunden teilst oder einen Kommentar hinterlässt.

{ 19 Kommentare }

Warum ich eine vegane Wandergruppe gegründet habe und wie Du auch eine gründest - Foto: Im Steigerwald wandert es sich angenehm. (Christof Herrmann, 2016)

„Wandern ist die vollkommenste Art der Fortbewegung, wenn man das wahre Leben entdecken will. Es ist der Weg in die Freiheit.“ (Elizabeth von Arnim)

Wie alles begann: Allein unter Fleischessern

Von 2014 bis 2015 nahm ich an der Wandergruppe eines Freundes aus Fürth teil. Die Tagestouren führten durch Mittel- und Oberfranken. Eingekehrt wurde in Landgasthöfen mit fränkisch-deftiger Küche. Während die anderen Schäufele und Schweinebraten aßen, musste ich mich mit faden Beilagen begnügen. Mehr störte mich, dass ich als einziger Veganer einen Sonderstatus hatte und auf jeder Wanderung die Beweggründe für meine Ernährung darlegen musste.

4 Gründe, eine vegane Wandergruppe zu gründen

Im Herbst 2015 trennte ich mich von meiner Freundin und zog nach Nürnberg. Ich nutzte den Neuanfang, mich mehr mit Menschen zu umgeben, die eine ähnliche Einstellung und Lebensweise wie ich haben. Aus der „Fleischesser“-Wandergruppe trat ich aus. Ich fasste den Entschluss, eine vegane Wandergruppe zu gründen. Grundsätzlich spricht vieles für so einen Vereinigung:

  • Gleichgesinnte zusammenzubringen. Meine Wandergruppe ist auch offen für Vegetarier und Fleischesser, die gerade dabei sind oder vorhaben, auf die pflanzliche Ernährung umzustellen. Auf den Touren wird selbstverständlich nur vegan gegessen und getrunken.
  • Lokale auf dem Land zu fördern, die bereits Veganes auf der Speisekarte haben oder auf Anfrage zubereiten. Nur wenn die Gastronomen mitbekommen, dass die Nachfrage da ist und Veganer für Umsatz sorgen, wird man in Zukunft auch außerhalb der großen Städte schmackhafte Pflanzenkost bekommen.
  • Die schönen Wandergebiete der Region zu erkunden. Von Nürnberg aus sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in maximal eineinviertel Stunden die Fränkische Schweiz, das Fichtelgebirge, die Hersbrucker Schweiz, der Oberpfälzer Wald, das Bayerische Jura, das Fränkische Seenland, der Steigerwald, das Obermainische Hügelland und die Haßberge zu erreichen.
  • Sich in der frischen Luft zu bewegen. Das ist gut für Körper und Geist – vor allem wenn man wie ich in der Großstadt lebt.
Warum ich eine vegane Wandergruppe gegründet habe und wie Du auch eine gründest - Foto: Einkehr im rein veganen Restaurant AVeganTisch in Speikern (Christof Herrmann, 2016)

Einkehr im rein veganen Restaurant AVeganTisch in Speikern im Landkreis Nürnberger Land.

8 Wanderungen in 12 Monaten (inkl. GPS-Tracks)

In den Wochen nach meinem Umzug nach Nürnberg suchte ich in meinem Freundeskreis und im Internet nach Interessenten für die vegane Wandergruppe. Schnell hatte ich über 20 zusammen. Wen ich noch nicht persönlich kannte, traf ich mindestens einmal.

Am 14. Februar 2016 war es soweit. 13 Wanderer – 7 Veganer, 3 Vegetarier und 3 Omnivore – trafen sich im mittelfränkischen Allersberg. Auch wenn die Wanderung landschaftlich weniger reizvoll war als die sieben danach, hatten alle ihren Spaß. Die Premiere war ein voller Erfolg.

Im Laufe der Touren wurden wir ein eingeschworener Haufen. Den Kern bilden 10 Personen, die mindestens 4-mal mitwanderten. Weitere 17 waren 1- bis 3-mal dabei.

Die folgende Liste führt unsere 8 Tageswanderungen im Jahr 2016 auf. Ich habe jeweils die Einkehr und den GPS-Track verlinkt, um ein Nachwandern zu ermöglichen. Alle Touren findest Du auch im Streckenordner bei GPSies.

  1. Durch den mittelfränkischen Landkreis Roth: Von Allersberg nach Büchenbach, vegane Einkehr im Bio-Landgasthof Zur Linde in Furth, 18 km, 160 hm Anstieg, 220 m Abstieg.
  2. Über die Hügel der westlichen Hersbrucker Alb: Von Hersbruck nach Schnaittach, vegane Einkehr im Hotel Zum Alten Schloss in Kleedorf, 17 km, 520 hm Anstieg, 520 hm Abstieg, siehe auch Tour 4 im Buch „Biergartenwanderungen Franken“.
  3. Am Roten Main zur Eremitage: Von Creußen nach Bayreuth, vegane Einkehr im Forsthaus Kamerun, 17 km, 280 hm Anstieg, 360 hm Abtieg, siehe auch Etappe 13 im Buch „Fränkischer Gebirgsweg“.
  4. Aufs Walberla und ums Walberla herum: Von und nach Wiesenthau, veganes Picknick am Moritzbach, 18 km, 600 hm Anstieg, 600 hm Abstieg, siehe auch Tour 1 im Buch „Biergartenwanderungen Fränkische Schweiz“.
  5. Auf der südlichen Hälfte des 1000-Höhenmeter-Rundwegs: Von und nach Pommelsbrunn, vegane Einkehr im Eine Welt Café Jai-Ma (existiert nicht mehr) in Pommelsbrunn, 17 km, 520 hm Anstieg, 520 hm Abstieg, siehe auch Tour 5 im Buch „Biergartenwanderungen Franken“ und www.1000hmr.de.
  6. Am Rande des Steigerwalds: Von Abtswind nach Iphofen, veganes Picknick unter der alten Linde bei Castell, 21 km, 530 hm Anstieg, 560 hm Abstieg.
  7. Aufi zum Glatzenstein und zu den Hansgörgls: Von und nach Reichenschwand, vegane Einkehr im Restaurant AVeganTisch in Speikern, 17 km, 450 hm Anstieg, 450 hm Abstieg.
  8. Würzburg und Umgebung, Von und nach Würzburg, vegane Einkehr auf dem Weihnachtsmarkt Weihnachten mal anders, 16 km, 340 hm im Aufstieg, 340 hm im Abstieg
Warum ich eine vegane Wandergruppe gegründet habe und wie Du auch eine gründest - Foto: Bei gutem Wetter bietet sich auch ein veganes Picknick an. (Christof Herrmann, 2016)

Bei gutem Wetter bietet sich auch ein veganes Picknick an.

Wie Du ganz einfach Deine eigene vegane Wandergruppe gründest (inkl. Beispiel-E-Mails)

Es ist kein Hexenwerk, eine vegane Wandergruppe auf die Beine zu stellen. Da nicht jeder Facebook, WhatsApp und Doodle nutzt, empfehle ich das ganze mit E-Mails zu organisieren. Die folgenden Schritte haben sich bewährt:

  1. Nach Interessenten suchen. Wenn Dein Freundes- und Bekanntenkreis nicht ausreicht, findest Du in der Veggie Community, mit einem Aushang in Deinem Bioladen oder in einem veganen Restaurant und in der VEBU-Regionalgruppe Deiner Stadt sicher ein paar Interessenten. Da nicht jeder immer Zeit und Lust hat mitzuwandern, brauchst Du mindestens doppelt so viele Personen im E-Mail-Verteiler, als durchschnittlich mitkommen sollen.
  2. Die Einkehr der nächsten Wanderung festlegen (4-5 Wochen vorher). Mittlerweile gibt es auch auf dem Land und in kleineren Städten Lokale, in denen Veganes angeboten wird. Eine Auswahl findest Du für ganz Deutschland bei VEBUHappyCow und Vanilla Bean sowie für Mittelfranken im Veganguide. Darüberhinaus sind viele Landgasthöfe mit etwas gehobenerer Küche oder Hotelbetrieb in der Lage, ein rein pflanzliches Menü auf den Tisch zu bekommen. Am besten telefonierst Du kurz mit der Restaurantleitung oder dem Küchenchef. Bei gutem Wetter bietet sich auch ein Picknick an, zu dem jeder Wanderer etwas Veganes beiträgt.
  3. Die Wanderroute planen (4-5 Wochen vorher). Bewährt hat sich im Winterhalbjahr eine Strecke von 15 bis 20 km und im Sommerhalbjahr eine Strecke von 20 bis 25 km (weniger bei langen An- und Abstiegen). Idealerweise legt man das Mittagessen so, dass rund die Hälfte der Tour bereits geschafft ist.
  4. Den Termin für die Wanderung finden (3-4 Wochen vorher, siehe meine Beispiel-E-Mail). Sende eine E-Mail mit Terminvorschlägen an Deine Interessenten. Eine Excel-Tabelle oder eine Tabelle auf Papier hilft Dir, den Überblick zu behalten. Der Tag, an dem die meisten Zeit haben, wird es dann. Wenn Du einen großen E-Mail-Verteiler hast, kannst Du Dir diesen Schritt evtl. sparen und den Termin selbst festlegen.
  5. Den Termin rumschicken (2-3 Wochen vorher, siehe meine Beispiel-E-Mail). Jeder, der mitwandern möchte, sollte nun per E-Mail fest zusagen und sich den Termin vormerken.
  6. Den Tisch reservieren (2-3 Wochen vorher), sobald die Anzahl der Wanderer feststeht.
  7. Die Organisationsdetails rumschicken (1-2 Wochen vorher, siehe meine Beispiel-E-Mail). Darunter fallen Infos zur Anreise (um Umwelt und Geldbeutel zu schonen, fahren wir möglichst mit den öffentlichen Verkehrsmitteln), Route, Einkehr und Rückfahrt.
  8. Am Morgen der Tour sollte jeder per Handy erreichbar sein. Grundsätzlich wird wie geplant gewandert. Schließlich gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Kleidung. Durch Unvorhergesehenes wie Krankheit oder Zugausfall können aber kurzfristige Absprachen nötig sein.
  9. Nach der Wanderung ist vor der Wanderung. Es kann alsbald wieder mit Schritt 2 begonnen werden.
Warum ich eine vegane Wandergruppe gegründet habe und wie Du auch eine gründest - Foto: Im Laufe der Wanderungen entstanden Freundschaften. (Christof Herrmann, 2016)

Im Laufe der Wanderungen entstanden Freundschaften.

Neues Jahr, neue Touren

Mitte Januar trifft sich meine Wandergruppe zu einem veganen Mitbring-Brunch in Erlangen. Ich werde dann Fotos von jeder der acht Touren mit Hilfe eines Beamers an die Wand projizieren.

Im Februar starten wir mit einer Winterwanderung im Fichtelgebirge in die neue Saison. 2017 möchte ich wieder mindestens acht Touren organisieren. Um der Wandergruppe neue Impulse zu geben, sind eine Nachtwanderung sowie eine Zweitagestour angedacht.

Warum ich eine vegane Wandergruppe gegründet habe und wie Du auch eine gründest - Foto: Festung Marienberg in Würzburg (Christof Herrmann, 2016)

Am Ende unserer achten Tour kamen wir in Würzburg an der illuminierten Festung Marienberg vorbei.

Kannst Du Dir vorstellen, selbst eine vegane Wandergruppe zu gründen? Falls Du es angehst, kannst Du gerne in den Kommentaren von Deinen Erfahrungen berichten.

Um keine Artikel zu verpassen, kannst Du Dich hier mit mir verbinden: Newsletter, RSS-Feed, Facebook, Twitter, Google+

{ 25 Kommentare }

32 Bücher, die ich 2016 gelesen habe

32 Bücher, die ich 2016 gelesen habe

„Fernsehen bildet. Immer, wenn der Fernseher an ist, gehe ich in ein anderes Zimmer und lese.“ (Groucho Marx)

Verglichen mit 2012, 2013, 2014 und 2015 bin ich heuer wenig zum Lesen gekommen. Das lag zum einen daran, dass ich selbst viel geschrieben habe (u. a. meinen Wanderführer Alpenüberquerung Salzburg – Triest, die Tagesberichte vom Jakobsweg, für meinen Blog). Und das lag zum anderen einfach daran, dass ich 108 Tage lang Pilgern war.

Knapp die Hälfte der Bücher, die ich 2016 gelesen habe, bekamen von mir 4,5 oder 5 Sterne und kann ich wärmstens empfehlen.

Fach- und Sachliteratur, die ich 2016 gelesen habe

  1. A Grain, a Green and a Bean – 33 Lieblingsrezepte nach der Formel für das perfekte vegane Gericht von Katrin Schäfer & Daniel Roth (Erscheinungsjahr: 2016, meine Bewertung: 4,5 von 5 Sternen)
  2. Artgerecht ist nur die Freiheit – Eine Ethik für Tiere oder Warum wir umdenken müssen von Hilal Sezgin (2014, 4,5 Sterne)
  3. Clean Eating vegan: Natürlich genießen – bewusst leben von Patrick Bolk (2016, 4,5 Sterne)
  4. Cookin‘ Up A Storm – Abenteuer und vegane Rezepte mit Sea Shepherd von Laura Dakin (2015, 4 Sterne)
  5. Der sanfte Krieger von Oliver Domröse (2016, 4 Sterne)
  6. Die 60er Jahre – Portrait einer Ära von Linda McCartney (1993, 5 Sterne)
  7. Die Macht des Einzelnen – 12 Biographien von Christa Blanke (2016, 4 Sterne)
  8. Französischer Jakobsweg von Bettina Forst (2012, 4 Sterne)
  9. Gaviotas – Ein Dorf erfindet die Nachhaltigkeit von Alan Weisman (2012, 4,5 Sterne)
  10. Jakobswege durch Deutschland und die Schweiz von Martin Schulte-Kellinghaus & Annette Mahro (2010, 4 Sterne)
  11. Jakobsweg vom Oberpfälzer Wald zum Bodensee von Michael Schnelle (2014, 3,5 Sterne)
  12. Lebe einfacher! von Janet Luhrs (1998, 4,5 Sterne)
  13. Loslassen – als Lebenshilfe und Heilung von Elfrida Müller-Kainz & Hedwig Hajdu (2007, 3,5 Sterne)
  14. Mit Freude lernen – ein Leben lang von Gerald Hüther (2016, 4,5 Sterne)
  15. Pilgern auf den Jakobswegen von Raimund Joos (2011, 3 Sterne)
  16. Schweiz: Jakobsweg vom Bodensee zum Genfersee von Hartmut Engel (2015, 3,5 Sterne)
  17. Spanischer Jakobsweg von Cordula Rabe (2016, 3,5 Sterne)
  18. Trekking ultraleicht von Stefan Dapprich (2014, 4 Sterne)
  19. Via Gebennensis von Renate Florl (2016, 3,5 Sterne)

Belletristik, die ich 2016 gelesen habe

  1. Dahamm und Anderswo von Matthias Kröner (2016, 4 Sterne)
  2. Der Zauberberg von Thomas Mann (1924, 4,5 Sterne)
  3. Die Erfindung des Lebens von Hanns-Josef Ortheil (2009, 5 Sterne)
  4. Ein ganzes Leben von Robert Seethaler (2014, 4,5 Sterne)
  5. Heiße Tour – Mit dem Fahrrad von Algier nach Kapstadt von Helmut Hermann (1980, 4,5 Sterne)
  6. Märzchen im November von Peter Coon (2015, 4 Sterne)
  7. Mein Traum von Indien von Andreas Pröve (2004, 4,5 Sterne)
  8. Nacht ist der Tag von Peter Stamm (2013, 3 Sterne)
  9. Wild – A journey from lost to found von Cheryl Strayed (2012, 4 Sterne)
  10. Zwischen den Zeilen reisen von Johanna Wagner (2015, 4,5 Sterne)

Comics, die ich 2016 gelesen habe

  1. 100 Meisterwerke der Weltliteratur als Comic (2009, 3 Sterne)
  2. Der Traum von Olympia – Die Geschichte von Samia Yusuf Omar von Reinhard Kleist (2015, 4,5 Sterne)
  3. Treibsand von Max Mönch, Alexander Lahl & Kitty Kahane (2014, 4,5 Sterne)

Und welche Bücher, die Du 2016 gelesen hast, kannst Du mir und meinen Lesern besonders empfehlen?

Um keine Artikel zu verpassen, kannst Du Dich hier mit mir verbinden: Newsletter, RSS-Feed, Facebook, Twitter, Google+, Pinterest

{ 22 Kommentare }

Kartoffeln und Gemüse aus dem Ofen

Kartoffeln und Gemüse aus dem OfenVegan, vollwertig, nachhaltig – Zeit: 60 Min. – Schwierigkeit: einfach

Am liebsten koche ich Gerichte, die einfach gehen, wenige Zutaten benötigen und ja nach Lust, Vorräten und Saisonkalender variiert werden können.

Die Kartoffeln und Gemüse aus dem Ofen sind genau so ein Gericht. Ich habe es in den letzten Jahren immer wieder zubereitet. Da ich kein starres Rezept habe, schmeckt es zwar jedesmal ein wenig anders, aber immer sehr schmackhaft.

Die meisten Gemüsesorten – auch Kartoffeln, Hokkaido-Kürbis und Rote Bete – können mit Schale verwendet werden. So geht es schneller und ist es noch gesünder, denn meist stecken die wichtigsten Inhaltsstoffe wie Vitamine, Spurenelemente und Ballaststoffe in oder direkt unter der Schale. Ich empfehle allerdings auf wenig behandelte Zutaten aus dem Bioladen, aus dem eigenen Gemüsegarten oder vom Hofladen zurückzugreifen.

Zutaten:

  • Kartoffeln
  • Saisongemüse, z. B. Rosenkohl, Hokkaido-Kürbis, Rote Bete, Champignons, Karotten, Paprika oder Zwiebeln
  • Olivenöl oder anderes Pflanzenöl
  • Salz oder Kräutersalz
  • evtl. Gewürze wie Kräuter der Provence oder Currypulver
  • evtl. frische Kräuter wie Petersilie, Oregano, Salbei oder Koriander

Kartoffeln und Gemüse aus dem Ofen

  1. Kartoffeln unter fließendem Wasser sauber bürsten. Augen und Schadstellen entfernen. Kartoffeln in Spalten schneiden.
  2. Gemüse je nach Sorte waschen, putzen und/oder schälen und dann in Stücke, Spalten oder Ringe schneiden.
  3. Kartoffelspalten und Gemüse mit langer Garzeit (z. B. Rosenkohl oder Rote Bete) in eine Schüssel geben. Mit etwas Öl, wenig Salz und ggf. Gewürzen vermengen. Auf ein Backblech geben und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad ca. 40 bis 50 Minuten backen.
  4. Die restlichen Gemüse ebenfalls mit Öl, Salz und Gewürzen mischen.
  5. Gemüse wie Hokkaido-Kürbis, Karotten, Paprika oder Zwiebeln kommen etwa zur Hälfte der Garzeit dazu.
  6. Gemüse wie Champignons oder Tomaten werden nur die letzten Minuten mitgebacken.
  7. Frische Kräuter erst kurz vor dem Ende der Garzeit oder auf dem Teller darüberstreuen.

Guten Appetit!

Welche Zutaten kombinierst Du für dieses Ofengericht und wie hat es geschmeckt?

Um keine Artikel zu verpassen, kannst Du Dich hier mit mir verbinden: Newsletter, RSS-Feed, Facebook, Twitter, Google+

{ 52 Kommentare }