Bärlauchpesto (zu Kartoffeln, Nudeln oder Brot)

Vegan, vollwertig, rohköstlich, nachhaltig – Zeit: 10 Min. – Schwierigkeit: leicht

Schon in den letzten Jahren habe ich in der Bärlauchsaison von März bis Mai immer wieder Bärlauchpesto zubereitet. Heuer wollte ich eine nachhaltige Variante mit Zutaten aus regionalem und saisonalem Anbau kreieren. Das Ergebnis liegt nun in Form dieses Rezepts vor. Ich verwende ein kaltgepresstes Bio-Sonnenblumenöl einer kleinen Ölmühle aus Bayern. Die Qualität schmeckt man einfach. Sonnenblumenkerne gibt es ebenfalls aus Deutschland, Bärlauch und Basilikum sowieso.

Wer Bärlauch selbst im Wald pflückt, sollte wissen, was er tut! Die Bärlauchblätter können mit den Blättern von Maiglöckchen, Herbstzeitlosen und Gefleckter Aronstab verwechselt werden. Diese sind äußerst giftig und es kommt immer wieder zu teils tödlichen Vergiftungen. Im Online-Lexikon Hortipendium wird ausführlich auf die Gefahren beim Bärlauchverzehr hingewiesen.

Ich mag das Bärlauchpesto besonders gerne zu Kartoffeln. Es passt auch sehr gut aufs Brot, zu Nudeln und zum Verfeinern von Pizza, Salaten und Aufläufen.

Für 300 g Bärlauchpesto:
100 g frischer Bärlauch
30 g frisches Basilikum
100 ml kaltgepresstes Sonnenblumenöl
80 g Sonnenblumenkerne
1 TL Salz

  1. Den Bärlauch waschen und trocken tupfen oder trocken schleudern.
  2. Evtl. auch die Basilikumblätter waschen und trocken tupfen oder schleudern.
  3. Bärlauch und Basilikum grob zerkleinern und in einen Mixer geben.
  4. Sonnenblumenöl, Sonnenblumenkerne und Salz hinzufügen.
  5. Bis zur gewünschten Konsistenz pürieren.

Tipps:
– Du kannst das Pesto natürlich auch mit anderen Ölen, Kernen und Nüssen variieren.
– Das Basilikum verleiht dem ganzen eine frische Note. Wenn Du es deftiger haben möchtest, kannst Du das Basilikum auch durch zusätzliche Bärlauchblätter ersetzen.

Guten Appetit!

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Im Nationalpark Hohe Tauern geht es auf Pfaden des ehemaligen Goldbergbaus hinauf zum Alpenhauptkamm.

Die Tage sind schon recht lang, die Temperaturen steigen, der Schnee in den Hochlagen der Alpen schmilzt, die Natur grünt – höchste Zeit, Wanderpläne für den Sommer zu machen.

Überlegst Du, Dich in diesem Jahr auf die Alpenüberquerung Salzburg – Triest zu begeben? Dann beantworte ich im Folgenden die Frequently Asked Questions (FAQ), also die häufig gestellten Fragen zu diesem unvergesslichen Erlebnis.

Wenn Du aufmerksam liest, kannst Du sogar etwas gewinnen.

  1. Welche Route nimmt die Alpenüberquerung Salzburg – Triest?
  2. Wie lange bin ich unterwegs?
  3. Welche Anforderungen muss ich erfüllen?
  4. Gibt es einen Wanderführer und GPS-Tracks?
  5. Ist der Wanderführer auch als E-Book oder App erschienen?
  6. Stimmt es, dass man in der Toni-Lenz-Hütte nicht mehr übernachten kann?
  7. Wann ist die beste Zeit für die Fernwanderung?
  8. Kann ich mich anderen Wanderern anschließen?
  9. Wer ist bei der Alpenüberquerung 2017 dabei?
  10. Wie erkenne ich unterwegs andere Salzburg-Triest-Wanderer?
  11. Gehst Du 2017 auch wieder nach Triest?
  12. Wo finde ich weitere Informationen?

1. Welche Route nimmt die Alpenüberquerung Salzburg – Triest?

Die Alpenüberquerung Salzburg – Triest ist eine sehr reizvolle Fernwanderung über die gesamten Ostalpen. Sie führt durch Österreich, Deutschland, Slowenien und Italien. Es werden in Nord-Südrichtung sieben Gebirgsgruppen überquert – die Berchtesgadener Alpen, die Salzburger Schieferalpen, die Goldberggruppe und die Kreuzeckgruppe in den Hohen Tauern, die Gailtaler Alpen, der Karnische Hauptkamm und die Julischen Alpen. Nachdem man in Tolmin das Hochgebirge hinter sich gelassen hat, geht es in Friaul-Julisch Venetien auf ruhigen Pfaden durch bewaldete Hügellandschaften, durch das Weinbaugebiet Collio und durch den Karst bis ans Mittelmeer.

2. Wie lange bin ich unterwegs?

Für die gesamte Tour musst Du mit vier Wochen rechnen. Es sind immerhin rund 500 Kilometer, über 25.000 Höhenmeter im Aufstieg und über 25.000 Höhenmeter im Abstieg zu bewältigen. Bist Du sehr fit und motiviert, kannst Du auch ein paar Tage früher ins Mittelmeer springen. Wem es genügt, die Alpen zu überqueren, nimmt sich gut drei Wochen frei und tritt in Tolmin die Rückreise an. Auch zuvor gibt es in den Tälern zwischen den Gebirgsgruppen Bus- und Bahnanschluss, so dass man die Fernwanderung gut auf mehrere Urlaube aufteilen kann.

Eine Alpenüberquerung kann einen schon mal an die Grenzen bringen.

3. Welche Anforderungen muss ich erfüllen?

Die Alpenüberquerung Salzburg – Triest stellt durchaus beachtliche Anforderungen an die Fitness, die Kondition und die Einstellung des Wanderers. Auch wenn Du die Etappen individuell planen kannst, wirst Du an vielen Tagen sechs bis acht Stunden gehen und über 1.000 Höhenmeter auf- und wieder absteigen. Da es immer wieder durch hochalpines Terrain geht, solltest Du schwindelfrei und trittsicher sein. Klettersteigpassagen sind jedoch keine dabei. Die anspruchsvollsten Etappen sind die 13. und 14. Etappe (Hugo-Gerbers-Hütte – Feldnerhütte und Feldnerhütte – Greifenburg) sowie die 19. und 20.Etappe (Rifugio Zacchi – Poštarski dom na Vršiču und Poštarski dom na Vršiču – Pogačnikov dom). Es ist möglich, diese Etappen auf einfacheren Varianten zu umgehen.

4. Gibt es einen Wanderführer und GPS-Tracks?

Mein Wanderführer „Alpenüberquerung Salzburg – Triest“ ist im Mai 2016 im Bergverlag Rother erschienen und kostet 14,90 EUR. Zur Veröffentlichung habe ich das Buch in einem Blogartikel ausführlich vorgestellt. Bezugsquellen und Pressestimmen findest Du hier. Für jeden Käufer des Wanderführers steht auf der Internetseite des Verlags die komplette Route als GPS-Track zum kostenlosen Download bereit.

Mein Wanderführer „Alpenüberquerung Salzburg – Triest“ bringt Dich sicher ans Ziel.

5. Ist der Wanderführer auch als E-Book oder App erschienen?

Meinen Wanderführer gibt es auch als Guide für die RotherTourenApp. Die App gibt es für Android- und iOS-basierte mobile Endgeräte, kann kostenlos von Google Play oder iTunes heruntergeladen werden und enthält eine Liste aller verfügbaren Guides. Der Guide „Alpenüberquerung Salzburg – Triest“ kann dann für 9,99 EUR entweder über einen InApp-Kauf oder – nur für Android-basierte mobile Endgeräte – in diesem Shop erworben werden.

Verlosung: Ich verlose 3 Guides „Alpenüberquerung Salzburg – Triest“ (nur für Android) im Wert von je 9,99 EUR. Schreibe einfach bis Sonntag, den 9. April 2017 um 22 Uhr in den Kommentaren, dass Du gewinnen möchtest.

Gewonnen haben Clara, Daniela und Volker.  Die Gewinner wurden mit Hilfe eines Zufallszahlengenerators ermittelt und sind von mir bereits per E-Mail informiert worden.

6. Stimmt es, dass man in der Toni-Lenz-Hütte nicht mehr übernachten kann?

Ja, in der Toni-Lenz-Hütte auf der 1. Etappe ist seit 2016 keine Übernachtung möglich. Dies war zur Drucklegung des Wanderführers nicht bekannt und ist demnach dort nicht aufgeführt. Als Alternativen kommen das Zeppezauerhaus (siehe Varianten der 1. Etappe im Wanderführer) und das Stöhrhaus (siehe 2. Etappe) in Frage. Änderungen zum Buch sind unter Leserzuschriften auf der entsprechenden Rother-Seite genannt.

Das Stöhrhaus und der Berchtesgadener Hochthron.

7. Wann ist die beste Zeit für die Fernwanderung?

Der gesamte Weg ist in der Regel von Anfang Juli bis Mitte September gut begehbar. Während dieser Zeit sind alle Berghütten auf der Route geöffnet und ist Schneefall auch in den Hochlagen über 2.000 m eher selten. Wer die gesamte Alpenüberquerung plant, sollte spätestens Anfang September aufbrechen, um nicht vor verschlossenen Türen zu stehen. Manche Abschnitte können bereits ab Mai und bis in den Oktober hinein gemacht werden. Genau Angaben hierzu findest Du in meinem Wanderführer.

8. Kann ich mich anderen Wanderern anschließen?

An jedem Tag zwischen Ende Juni und Anfang September treffen sich die Salzburg-Triest-Wanderer um 10 Uhr im Kurpark in Salzburg, um ganz unverbindlich gemeinsam zu starten. Es spielt keine Rolle, ob Du nur ein paar Etappen gehst oder bis ans Mittelmeer möchtest. Natürlich kann ich nicht versprechen, dass an jedem Tag jemand startet bzw. sich eine Wandergruppe auf Dauer bildet. Du solltest also auf jeden Fall selbstständig sein, den Wanderführer sowie Karten oder den GPS-Track dabei haben.

Mit etwas Glück, lernt man unterwegs nette Begleitung kennen.

9. Wer ist bei der Alpenüberquerung 2017 dabei?

Teile mir einfach Deine Pläne per E-Mail oder unten in den Kommentar mit. Ich trage Dich dann unverbindlich in die folgende Liste ein. Ich brauche Deinen Namen, Dein Startdatum, Deinen Start- und Zielort sowie die Anzahl der Tage, die Du voraussichtlich unterwegs sein wirst. Bitte bedenke, dass viele hier nicht auftauchen, da sie meinen Blog nicht kennen, aber den Wanderführer gekauft haben. Wer unter der Woche in Salzburg startet, kann mögliche Engpässe auf den Berghütten etwas vermeiden.

  • Montag, 22.5: Franziska & Freundin (Tolmin bis Triest, 6 Tage)
  • Sonntag, 28.5: Lena & Karsten (Salzburg bis Maria Alm, 6 Tage)
  • Freitag, 16.6:  Maria, Marc, Olli, Christian & Niko (Salzburg bis Triest, 30 Tage)
  • Sonntag, 18.6: Christof (Salzburg bis Triest, 4 Wochen, Start: 29.5 in Nürnberg, Ende: ca. 25.7 in Poreč oder Premantura/Kroatien)
  • Montag, 19.6: Peter (Salzburg bis Triest, mind. 4 Wochen)
  • Freitag, 23.6: Janette & Tilo (Salzburg bis Triest, 4 Wochen)
  • Samstag, 24.6: Stefan (Berchtesgaden bis Rauris, 6 Tage)
  • Samstag, 24.6: Janine (Berchtesgaden bis Maria Alm, 4 Tage)
  • Samstag, 24.6: Daniel (Schönau am Königssee bis Maria Alm, 4 Tage)
  • Samstag, 1.7: Elke & Joachim (Salzburg bis Triest, 4 Wochen)
  • Samstag, 1.7: Heinrich (Salzburg bis Triest, 4 Wochen)
  • Dienstag, 11.7: Carolin & Cécile (Salzburg bis Triest, 4 Wochen)
  • Samstag, 15.7: Micha (ab Rauris, 10 Tage)
  • Sonntag, 16.7: Katrin (Salzburg bis Triest, 4 Wochen)
  • Freitag, 21.7: Volker (Salzburg bis Tolmin, 29 Tage)
  • Freitag, 21.7: Markus (Salzburg bis Triest, 20 Tage)
  • Montag, 24.7: Hannes & Julia (Salzburg bis Triest, 4 Wochen)
  • Dienstag, 25.7: Sabine (Salzburg bis Triest, 4 Wochen)
  • Freitag, 28.7: Lena (Schönau am Königssee bis Triest, 26 Tage)
  • Samstag, 29.7: Lisa (Salzburg bis Triest, 4 Wochen)
  • Samstag, 5.8: Alex (Salzburg bis Triest, 5 Wochen)
  • Samstag, 5.8: Detlef (Salzburg bis Triest, 4 Wochen)
  • Samstag, 5.8: Britta & Brigitte (Maria Alm bis Triest, 4 Wochen)
  • Sonntag, 6.8: Annika (& evtl. Freund) (ab Salzburg, soweit die Füße tragen)
  • Sonntag, 6.8: Martin (Salzburg bis Carl-von-Stahl-Haus, 3 Tage)
  • Montag, 7.8: Thomas & Gattin (ab Salzburg, 20 Tage)
  • Sonntag, 13.8: Anita & Freund (Salzburg bis Triest, 4 Wochen)
  • Dienstag, 29.8: Hildegard (Salzburg bis Rauris, 9 Tage)
  • Mitte August: Detlef (Salzburg bis Triest, 4 Wochen)
  • im August: Jelena & Anne (ca. 22 Etappen)
  • im August: Iskender (ab Rauris, 1 Woche)
  • im September: Heidrun & Freundin (Berchtesgaden bis Rauris, 1 Woche)
  • Termin noch offen: Anne und Marc (Dolinza Alm bis Rauris, in Gegenrichtung, 8 Tage)
  • Termin noch offen: Raimund (Maria Alm bis Stall, 5 Tage)
  • Termin & Abschnitt noch offen: Alex & Johannes (1 Woche)
  • Termin & Abschnitt noch offen: Claudi („wieder paar Etappen“)

10. Wie erkenne ich unterwegs andere Salzburg-Triest-Wanderer?

Das Erkennungszeichen der Alpenüberquerer auf dieser Route ist ein rotes Band oder Schleifchen. Bringe es einfach hinten an Deinem Rucksack an. Rot ist die gemeinsame Farbe der Flaggen von Österreich, Deutschland, Slowenien und Italien. Natürlich kannst Du auch nach meinem roten Rother-Wanderführer Ausschau halten, z. B. abends auf der Berghütte.

Ein rotes Schleifchen ist das Erkennungszeichen der Salzburg-Triest-Wanderer.

11. Gehst Du 2017 auch wieder nach Triest?

Ja. Nachdem ich im letzten Sommer über 2900 km auf dem Jakobsweg gepilgert bin, möchte ich heuer von meiner Haustüre in Nürnberg bis nach Poreč oder Premantura in Istrien gehen und dabei auch wieder auf der Alpenüberquerung Salzburg – Triest unterwegs sein.

12. Wo finde ich weitere Informationen?

Auf der Themenseite zur Alpenüberquerung Salzburg – Triest gibt es Fotoimpressionen und Tagesberichte meiner drei bisherigen Touren, zwei mehrseitige Artikel im trekking-Magazin, Tipps, wie Du in sechs Wochen fit für Deine Alpenüberquerung 2017 wirst, und anderes mehr.

Die 28. Etappe führt mit herrlichen Ausblicken auf das Mittelmeer nach Triest.

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„Einfach sein“ von Willy Astor

Der bayerische Liedermacher und Kabarettist Willy Astor hat einen Song veröffentlicht, der wunderbar zu meinem Blog Einfach bewusst passt. „Einfach sein“ ist die erste Single aus Astors aktuellem Album „Chance Songs“. Mehr Worte möchte ich gar nicht verlieren, denn Text und Musik stehen für sich.

„Einfach leben – gar nicht so leicht.
Einfach ist tief und nicht seicht und vielleicht
ist es am schwersten es wieder zu sein.
Einfach: Einfach sein.
Mach den Versuch wieder einfach zu sein.
Ein Tisch, ein Stuhl, ein Kerzenschein,
ein Blatt Papier, zwei Herzen, ein Reim
Einfach: Einfach sein.
Einfach sein, auch wenns schwierig is.
Auch, wenn die Gier noch so gierig is.
Das zu entdecken hinter dem Dunst,
einfach sein – ist die Kunst.
Wie das Programm ist der Fernseher flach,
warum ist am Waldrand mein WLAN so schwach.
Und jeden Tag wird er trüber mein Blick.
Ich geh wieder auf Los zurück.
Augen zu haben fürs Abendrot,
und gute Freunde in der Not.
Ja das klingt einfach, ist aber wahr,
einfach unbezahlbar.
Der Keller, die Wohnung – alles voll Zeugs
Ich steh davor und beäugs.
Ist das der Wohlstand, den ich unbedingt brauch?
Fragst du dich sowas auch?
Wir fliegen zum Mars so, als ob sich das lohnt.
Und leben ein Leben hinterm Mond,
sägen mit Eifer am eigenen Ast
und eigentlich sind wir nur zu Gast.
Wann sind wir einfach mal nur zufrieden
und hören endlich auf uns zu bekriegen?
Denn, wenn ein Frieden für immer hält,
um wieviel schöner wäre sie, diese Welt?
Unser Planet hier bietet uns an,
dass man nach dem aus- auch noch einatmen kann.
Ganz einfach, ganz simpel zum Leben gemacht,
für jeden ein Platz Tag und Nacht.
Leg deine Maske in einen Fluss,
gib einer wildfremden Oma n’Kuss.
Lache mal laut in den Spiegel hinein,
beschließ einfach glücklich zu sein.“

Text und Musik: Willy Astor

Ich bedanke mich bei Willy Astor, Blankomusik und Backstage Promotion für den netten Kontakt, den Songtext, das Pressefoto und das Video.

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{ 22 Kommentare }

Liebe Leserin, lieber Leser,

Stillstand muss nicht unbedingt Rückschritt bedeuten. Aber hin und wieder etwas Neues auszuprobieren, tut gut und kann einen persönlich und andere voranbringen. Deswegen starte ich heute eine neue Artikelserie. Einmal im Quartal stelle ich Artikel, Bücher und Produkte vor, die in meinen eigenen Texten keinen Platz finden, ich aber empfehlen möchte. Ich würde mich freuen, in den Kommentaren zu lesen, was Du von der Idee hältst.

Hier kommen meine Empfehlungen:

In dem bisher nur auf Englisch erschienenen Buch „The One Thing“ erklären Gary Keller und Jay Papasan, wie man außergewöhnliche Resultate erzielt (und dabei noch Zeit und Nerven spart), indem man sich auf eine Sache konzentriert. Besonders interessant finde ich, dass dies in allen Lebensbereichen funktioniert – auf der Arbeit, in der Freizeit, mit der Familie und beim persönlichen Wachstum. „The One Thing“ hat mich dazu inspiriert, über den Mythos Multitasking zu schreiben.

Sag mal, auf wievielen Quadratmetern lebst Du eigentlich? Ich auf 39. Alisha und Josh aus den USA sind vor Kurzem in ein 30 Quadratmeter großes Tiny House gezogen. Sie haben es für $15.000 aus überwiegend gebrauchtem Material selbst gebaut. Auf ihrem Blog kannst Du Dir das mobile Häuschen anschauen.

Sebastian Copien hat sich mit „Die vegane Kochschule“ einen Platz in meiner nur noch einen Meter breiten Büchersammlung ergattert und liegt regelmäßig auf meinem Küchentisch. Es enthält nicht nur 50 schnelle Grundrezepte und 150 nach Jahreszeiten eingeteilte, etwas aufwendigere Rezepte, sondern auch eine umfassende Warenkunde, Grundlagen der Küchenpraxis wie das Herstellen veganer Milch und das Haltbarmachen von Lebensmitteln sowie Tricks, wie man aus einem Gericht geschmacklich mehr herausholt. Den Clou habe ich erst nach ein paar Tagen entdeckt: Der Buchumschlag entpuppt sich auseinandergefaltet als Saisonkalender.

Apropos vegan. Auf meinem Jakobsweg im letzten Sommer habe ich einen jungen US-Amerikaner kennengelernt, der mir von der Alge Spirulina als Nahrungsergänzung vorschwärmte. Er meinte, dass er als Veganer Vitamin B12 aus Spirulina beziehen würde. Ich war mir sicher, dass es sich dabei um das Pseudovitamin B12 handelt. Wieder zuhause habe ich auf INutro nachgelesen, dass die Spirulina-Alge eines der nährstoffreichsten Lebensmittel ist (670 % mehr Protein als Tofu, 3100 % mehr ß-Carotin als Karotten, 5100 % mehr Eisen als Spinat), das enthaltene Vitamin B12 aber tatsächlich von uns Menschen kaum verwertet werden kann. Auf INutro gibt es zahlreiche studienbasierte Texte zum Thema Ernährung, etwa über Vitamin D, Magnesium, Ginseng, Maca Pulver und den Glykämischen Index.

Ich kann es kaum glauben, aber ich werde mich heuer wieder auf den Jakobsweg begeben – zumindest 150 km lang. Ich möchte nämlich ab Ende Mai von meiner Haustüre bis nach Istrien wandern. Die grobe Route steht bereits: Von Nürnberg nach Neunburg vorm Wald, von dort auf dem Goldsteig bis Passau, dann auf dem Jakobsweg Innviertel nach Salzburg, weiter auf der Alpenüberquerung Salzburg – Triest bis zum Mittelmeer und schließlich auf der Parenzana (einem unasphaltierten Radweg auf einer stillgelegten Bahntrasse) bis nach Poreč an der Westküste der Halbinsel Istrien in Kroatien. Für diese 5-Länder-Tour werde ich rund zwei Monate unterwegs sein. Mehr dazu demnächst auf Einfach bewusst.

Nach meiner Fernwanderung möchte ich noch im Spätsommer oder Herbst mit Freunden ein Ferienhaus mieten und von dort Tagestouren zu Fuß oder mit dem Rad unternehmen. Beim Online-Reiseanbieter FerienparkSpecials habe ich zahlreiche Ferienhäusern in Deutschland, Belgien und den Niederlanden entdeckt, die allesamt in der Natur liegen. Diese Feriendörfer sind mit einem Nachhaltigkeitszertifikat ausgezeichnet und für jeden interessant, dem der Klima- und Naturschutz wichtig ist.

Den eigenen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren, darum geht es auch in dem Ratgeber „Dein Weg zur Nachhaltigkeit – 350 praktische Tipps für den Alltag“. Florian Schreckenbach und Leena Volland (die auch den Blog Nachhaltig sein betreiben) nehmen unser hanebüchenes Konsumverhalten unter die Lupe und zeigen, wie wir grüner leben können und dabei sogar noch Spaß haben.

Einer der Tipps im eben erwähnten Buch lautet, möglichst verpackungsfrei einzukaufen. Shia beschäftigt sich auf Wasteland Rebel eingehend mit der Müllvermeidung und pflegt eine überaus nützliche Liste mit allen Unverpackt-Läden sowie zahlreichen Läden mit losen Waren als Zusatzangebot in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Zum Abschluss möchte ich Dir noch einen Schweizer Sänger und Musiker ans Herz legen, den ich vor einem Jahr in einem kleinen Liveclub in Nürnberg gesehen und gehört habe. Faber stammt aus Zürich und ist der Sohn des italienischen Liedermachers Pippo Pollina. Faber würde nach eigener Aussage am liebsten wie Jacques Brel klingen, erinnert mich manchmal an Leonard Cohen, hat aber trotz seiner erst 23 Jahre einen unverkennbaren Sound. Nach zwei EPs erscheint im Juli sein Debütalbum „Sei ein Faber im Wind“. Die gleichnamige Single ist heute erschienen und habe ich hier eingebettet.

Vielen Dank für Deine Aufmerksamkeit!

Einfach bewusste Grüße

Christof

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Seit einer Woche ist mein E-Book „Einfach bewusst auf dem Jakobsweg“ erhältlich, in dem ich in Wort und Bild über meine minimalistische und nachhaltige Pilgerreise nach Santiago de Compostela und an den Atlantik berichte.

Zunächst bin ich von meiner Haustüre bis zum Bodensee und weiter durch die Schweiz gepilgert. Die Fotoimpressionen dieses ersten Abschnitts findest Du hier.

In Frankreich habe ich auf der Via Gebennensis und der Via Podiensis in 42 ½ Tagen 1139 km zurückgelegt.

Die Bildunterschriften sind kurze Auszüge aus dem E-Book.

„Am späten Nachmittag sind wir an der Gîte d’étape Chaumont. Sie liegt sehr schön im letzten Haus des gleichnamigen Bergdorfs. Gîtes d’étapes sind Wanderherbergen, meist preisgünstig, einfach und mit Schlafsaal. Heute sind wir zu fünft, allesamt aus Süddeutschland und auf dem Jakobsweg unterwegs. Annabelle und Andreas, Martina, Dominik und ich. Wir kaufen den Dorfladen leer und kochen Pasta mit scharfer Tomatensauce. Dazu gibts den Rest meines Couscoussalats vom Mittag, zwei Flaschen Weißwein und gute Stimmung. Es scheint so, als wäre ich nach fünf Wochen auf dem Jakobsweg angekommen.“ (36. Tag)

„Ich genieße die viele Natur, die Ruhe und Einsamkeit. Auf einem schattigen Steig geht es über teils ausgewaschene Kalkfelsen bergan. Mehrmals führen kurze Abstecher zur Abbruchkante, von der man hinab ins Rhonetal und auf die Hügellandschaft schaut.“ (39. Tag)

„Immer der Muschel nach.“ (41. Tag)

„Ein langer Tag geht zu Ende.“ (42. Tag)

„Kurz nach sieben bin ich on the road, so früh wie lange nicht mehr. Ich sollte das öfter machen. Die Temperatur ist angenehm, die Luft ist frisch, das Morgenlicht ist ideal zum Fotografieren.“ (45. Tag)

„Impression in Bourg-Argental.“ (45. Tag)

„Sieben Kilometer später bin ich bei Walter. Er kommt ursprünglich aus Italien und vermietet seit Kurzem an Pilger. Ich habe meinen Sonnenhut noch auf, da kommen schon die ersten Nachbarn vorbei, um mich zu begutachten und ein Glas Wein oder Bier zu trinken.“ (45. Tag)

„Ich wandere weiter durch die Auvergne. Die Landschaft wird von den Meygal-Bergen und den zahlreichen grün bewachsenen Vulkanhügeln geprägt. Immer wieder eröffnen sich weite Aussichten.“ (47. Tag)

„Le Puy-en-Velay ist eine quirlige Stadt, in der es einiges zu tun und sehen gibt. Ich fühle mich hier auf Anhieb wohl. Le Puy heißt übersetzt der Gipfel. In der Altstadt geht es tatsächlich in Gassen und auf Stufen viel bergan und bergab. Im Zentrum steht auf einem Hügel die beeindruckende Kathedrale Notre Dame. Die Kapelle Saint-Michel d’Aiguilhe und eine rote Marienstatue thronen auf zwei Basaltfelsen, was der Stadt eine besondere Silhouette verleiht.“ (48. Tag)

„Seit Le Puy-en-Velay sind die Hunde lieb und unterwürfig.“ (50. Tag)

„In der Margeride gibt es kein WLAN, aber Halme, durch die man mit der Hand fahren sollte.“ (51. Tag)

„Das Dorf Aubrac ist mit 1310 m der bisher höchste Punkt meines Jakobswegs.“ (53.Tag)

„Gleich hinter der Altstadt stehe ich plötzlich vor dem Lot. Ich überquere den Fluss auf der alten Pilgerbrücke. Der Blick zurück auf St-Come-d’Olt ist sehr malerisch.“ (53. Tag)

„Die Herberge der Abtei in Conques ist fast ausgebucht.“ (55. Tag)

„Vor Sonnenaufgang wache ich auf. Über dem Tal liegt etwas Nebel. Ich ziehe mir etwas über und schleiche mich nach draußen. So früh habe ich die Klosteranlage und die Gassen von Conques für mich allein. Nur einem der Mönche begegne ich bei meinem Rundgang. Er sperrt gerade die Kathedrale auf. Ich gehe mit hinein. Der riesige Bau ist noch recht dunkel. In einer Ecke brennen Kerzen. Diese Stunde vor dem Frühstück im Kraftort Conques werde ich nimmer vergessen.“ (56. Tag)

„Das Célé-Tal ist ein Naturparadies.“ (59. Tag)

„Im Dominikanerinnenkloster von Escayrac sind Gabriela, Michael und ich die einzigen Gäste. Jeder bekommt ein eigenes Zimmer. Die beiden Hospitaleras kochen ein Menü, für mich in der veganen Variante. Trotz der üblichen Diskussion („Pourquoi végétalien?“) wird es ein lustiger Abend. Die jüngere Hospitalera öffnet eine Flasche Rotwein und bittet uns, es nicht den Nonnen zu verraten. Die ältere Hospitalera kennt genau ein deutsches Wort und ruft es immer wieder laut aus: Kartoffel!“ (62. Tag)

„Zum Sonnenaufgang breche ich auf. Der Himmel färbt sich von schwarz zu blau-rot. Dann steigt die Sonne als greller Ball langsam am Horizont empor. Ein magischer Start in einen unvergesslichen Tag.“ (63. Tag)

„Fee macht mit ihrer herzlichen Art schnell neue Freunde.“ (63. Tag)

„In Auvillar werden wir euphorisch empfangen.“ (65. Tag)

„Die Gascogne ist ein intensiv landwirtschaftlich genutztes Hügelland. Angebaut werden vor allem Sonnenblumen, Getreide (von dem nur noch die Hirse steht) und Mais.“ (66. Tag)

„Heute gibt es Ratatouille mit Kräutern vom Jakobswegesrand.“ (66. Tag)

„Um halb acht, kurz nach dem Sonnenaufgang marschieren wir los. In diesen ersten Stunden ist die Lichtstimmung herrlich. Wir fotografieren uns die Finger wund.“ (67. Tag)

„Wir passieren die üblichen Verdächtigen (Sonnenblumen-, Mais- und Hirsefelder, Brombeeren) sowie – welch Wunder – ein paar Weinberge.“ (68. Tag)

„Ab sofort bin ich wieder allein unterwegs. Ich habe einen Kloß im Hals, als ich mich von Fee verabschiede. Längst verbindet uns mehr als Sympathie. Fee möchte es ein paar Tage ruhiger angehen lassen. Sie überlegt, mich noch einmal zu begleiten – dann aber ohne Gabriela und Andrea.“ (69.Tag)

„Mittags gibt es leckeres Resteessen.“ (70. Tag)

„In Arthez-de-Béarn scheint mal wieder der Hund begraben zu liegen. Fee liest etwas von einem Chambre d’hôtes mit einem Pool. Ich bin kein Unmensch und kann einer attraktiven Frau solch einen Wunsch nicht ausschlagen. Die recht luxuriöse Unterkunft befindet sich in einer Residenz aus dem 17. Jahrhundert und wird von Mike und Fritz – offensichtlich ein Paar – aus England geführt.“ (72. Tag)

„Ohne Worte.“ (73. Tag)

„Französische Pilger im Garten der Gîte Maison Bellevue.“ (74. Tag)

„Um 15 Uhr erreichen wir die Gîte Maison Bellevue. Die Zimmer, das Bad und die Küche sind recht einfach. Doch was braucht man als Pilger oder als Mensch allgemein, um zufrieden zu sein? Bei 11 Euro kann man sowieso nicht meckern. Wir dürfen uns sogar im Garten bedienen. Reif sind unter anderem Weintrauben, Pfirsiche und Tomaten. Der Clou ist der Fernblick auf das Umland und die Pyrenäen. Nun wird schnell gekocht, damit wir zum Abendessen und Sonnenuntergang zurück im Garten sind.“ (74. Tag)

„Trockene Weiden, kleine Wälder und Bauernhöfe bestimmen das Bild. Von den Anhöhen hat man weite Ausblicke auf die archaisch wirkende Landschaft und auf die näher rückenden Pyrenäen. Diese Etappe zählt für mich zu den schönsten auf meinem Jakobsweg in Frankreich.“ (75. Tag)

„Es müssen tausende sein. Die Pilger kommen aus aller Herren Länder, sprechen spanisch, französisch, englisch, deutsch, niederländisch, japanisch, koreanisch und andere Sprachen. Sie sitzen in den Cafés und Restaurants, schlendern durch die Gassen des hübschen Städtchens oder komplettieren ihre Ausrüstung in einem der Geschäfte. Alle wollen auf dem berühmten Camino Frances nach Santiago de Compostela oder einen Abschnitt davon machen.“ (77. Tag)

Neugierig auf die komplette Pilgerreise geworden? Dann erfährst Du hier alles über mein E-Book (inkl. einer 27-seitigen Vorschau).

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