Deutschland der Länge nach: Ich bin dann mal da

9. September 2018 - von Christof Herrmann - 10 Kommentare

So schaut die nördlichste Stelle Deutschlands aus. (Foto: Christof Herrmann, 2018)

Vom Haldenwanger Eck in den Allgäuer Alpen bis zum Ellenbogen auf Sylt

„Dann bin ich plötzlich da, an der nördlichsten Spitze Deutschlands. Es ist ein unspektakuläres, aber stimmungsvolles Plätzchen [siehe Foto oben]. Der Strand ist breiter als die Kilometer zuvor, die Düne etwas niedriger. Nur vier Kilometer weiter nördlich leuchten die Sandstrände der dänischen Insel Rømø. Ich habe den Moment des Ankommens für mich allein. Erst nach ein paar Minuten kommen Spaziergänger vorbei. Ich bin tatsächlich jeden möglichen Meter vom Haldenwanger Eck in den Allgäuer Alpen bis zum Ellenbogen auf Sylt gegangen. 1735 Kilometer in 73 Tagen. Das geschafft zu haben, stimmt mich glücklich und erfüllt mich mit Stolz. Es war ein weiter Weg durch Landschaften und Ortschaften, die mir mal mehr mal weniger gefallen haben. Manchmal habe ich mir gewünscht, andere Fernwanderer zu treffen. Umso mehr habe ich die 30 Tage genossen, in denen mir meine Freundin oder Freunde Gesellschaft geleistet haben. Wie immer am Ende einer langen Tour schwingt etwas Wehmut mit. So frei und belebt wie unterwegs fühle ich mich daheim nicht immer. Das ist nicht schlimm, weiß ich doch, dass nach der Fernwanderung vor der Fernwanderung ist.“ So lauten die letzten Zeilen meines abschließenden Berichts meiner Deutschlanddurchquerung, den ich im ICE nach Hause geschrieben und hochgeladen habe.

In 64 Wandertagen durch 7 Bundesländer

Ich mag Statistiken und weiß, dass die auch viele Leser und Leserinnen interessieren. Deswegen folgt nun meine diesjährige Fernwanderung in nackten Zahlen:

1735 Kilometer
1001 schöne Momente und Begegnungen
241 Mücken- und Bremsenstiche
73 Tage
64 Wandertage
49 Euro pro Tag für Übernachtung und Verpflegung
44 Kilometer auf der längsten Etappe
32 Liter Rucksackvolumen
27 Kilometer pro Wandertag
24 Kilometer pro Tag
9 Ruhetage
7 Bundesländer
3 Blasen
2 Beine
1½ Paar Wanderschuhe

E-Book kommt in wenigen Wochen

Sobald ich mich wieder in Franken eingelebt habe (was gewöhnlich nicht lange dauert, weil es hier so schön ist), werde ich die Berichte und Fotos überarbeiten und als E-Book veröffentlichen. Als Extras soll es eine Übersicht und Bewertung aller Etappen, erweiterte Statistiken, die Packliste sowie GPS-Tracks geben. Wer mag, kann so die schönsten Abschnitte nachwandern. Das E-Book wird es nicht auf Amazon, sondern exklusiv auf Einfach bewusst geben. Du kannst Dich in meinen Newsletter eintragen, um die Veröffentlichung zum Einführungspreis nicht zu verpassen. Wer bereits die Berichte von unterwegs gebucht hat, wird einen zusätzlichen Rabatt bekommen.

Auf dem 30 m hohen Roten Kliff auf Sylt. (Foto: Johanna Wagner, 2018)

Der Newsletter zum #1 Minimalismus-Blog

Möchtest Du auch einfacher und bewusster leben?

Dann trage Dich in meinen kostenlosen Newsletter ein und erhalte einmal im Monat meine neuen Blogartikel sowie exklusive Tipps zu den Themen Minimalismus, Nachhaltigkeit, Pflanzenkost und Wandern.

Mein Blog Einfach bewusst ist mit rund 150.000 Seitenaufrufen pro Monat der meistgelesene deutschsprachige Minimalismus-Blog.

AchtungDu bekommst dann eine E-Mail, in der Du noch auf einen Aktivierungs-Link klicken musstMit dem Absenden des Formulars bestätigst Du, die Datenschutzerklärung gelesen zu haben.

10 Kommentare für “Deutschland der Länge nach: Ich bin dann mal da”

  1. Lieber Christof,
    toll, dass du diese lange Wanderung geschafft hast! Deine Berichte habe ich mit großem Interesse verfolgt und vor allem deine Fotos sind sehr gelungen!
    Bist du wirklich gar keinem Fernwanderer begegnet? Ich bin Anfang Juli 4Tage den Habichtswaldsteig gegangen und bin dort auch keinem Fernwanderer begegnet, auch keinem Tageswanderer. Habe es auf die Hitze geschoben…Ich bin den Weg allein gegangen und hatte interessante Begegnungen, nur eben keine Wanderer :-)
    Das habe ich in deinen Berichten auch ein wenig vermisst: die Begegnungen, Gespräche mit anderen Menschen, die hast du immer nur kurz angerissen. Dabei sind die es ja oft, die so eine Tour ausmachen. Ich freu mich jedenfalls auf weitere „Projekte“ von dir.
    Liebe Grüße, Michaela

    1. Hallo Michaela,

      ich bin tatsächlich kaum Fernwanderern und oft nicht mal Tageswanderern begegnet, was ich in den Texten ja immer wieder betont habe. Ausgerechnet da, wo sich mal welche gezeigt haben (in der Rhön und in der Lüneburger Heide), hatte ich Begleitung. Da kommt es dann meist nicht zu längeren Gesprächen.

      Viele Grüße

      Christof

  2. Moin! Glückwunsch zu dieser Leistung und den rundum gelungenen Berichten. LG MM PS: Ich wohne in Hamburg und hätte dich aufgenommen, wäre ich nicht selbst im Urlaub gewesen wäre. (Tagestouren um Salzburg, Alpenüberquerung trau ich mich noch nicht)

  3. Ich frage mich gerade, wieso mir Dein Vorhaben entgangen ist. Glückwunsch.Ich lese gern von Dir. Wie schreibst Du „nach der Wanderung ist vor der Wanderung?“ Bin gespannt!Übrigens das mit dem Wandern für Veganer hab ich noch nicht geschafft. Es erinnert mich gerade daran.Liebe Grüße!

    1. Deine Frage habe ich nicht verstanden oder war es eine Bestätigung. Was mit „Nach der Fernwanderung ist vor der Fernwanderung“ gemeint ist, müsste klar sein. Woran hapert es bei der Pflanzenkost unterwegs?

      Viele Grüße

      Christof

  4. Lieber Christof,

    ich hab deine Wanderung „live“ mitverfolgt – ganz großartig, dass du das geschafft hast und danke, dass du mir Deutschland so auf eine ganz spezielle Weise nähergebracht hast! Genieß jetzt erst mal das AngekommenSein und schon jetzt viel Vorfreude für deine nächsten Wanderprojekte!
    alles Liebe, Brigitte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.