Meine Empfehlungen: Fairphone 3 + Geldspar-Tipps + Die Erdzerstörer + Fränkischer Gebirgsweg …

Meine Empfehlungen: Fairphone 3 + Geldspar-Tipps + Die Erdzerstörer + Fränkischer Gebirgsweg …

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich wünsche Dir viel Vergnügen mit meinen Empfehlungen des dritten Quartals 2019.

Aufgeräumt – Am 9. September um 16:40 Uhr läuft auf Arte die Xenius-Sendung „Aufräumen – Wie Ordnung unser Leben verbessern kann“. Darin zeigt auch Minimalistin Gabi Raeggel ihre Wohnung. Die Sendung kann nach Ausstrahlung knapp drei Monate lang in der Mediathek angeschaut werden.

Bewandert – Die Geschichte des Wanderns beginnt im 18. Jahrhundert – als Freizeitvergnügen des Bildungsbürgertums. Nach dem Zweiten Weltkrieg galt es lange als spießig. Nun erlebt es einen neuen Boom. Warum aber treibt es die Menschen hinaus in die Natur? In Georg Grubers 30-minütigen Hörfunk-Sendung „Gesünder leben, klarer denken, mehr sehen“ auf Deutschlandfunk Kultur geht es um die Kraft des Wanderns.

Fairliebt – Das Fairphone 3 ist ab sofort erhältlich. Utopia hat es getestet und kommt zu diesem Fazit: „Ja, wir wollen ein Smartphone, das im Alltag funktioniert und gute Bilder macht. Aber das bietet das Fairphone 3 doch auch. Zugleich wollen eben immer mehr Menschen auch ein Smartphone, für das nicht Kinder in unterirdischen Minen schuften mussten und das man auch reparieren kann, statt es wegschmeißen zu müssen, wenn der Akku streikt (oder der Akkuwechsel das Handy ruiniert hat). Und eben dies liefert das Fairphone 3 als drittes Smartphone einer Reihe von Produkten, die ingesamt das Vorhaben wagen, die Elektronikindustrie als Ganzes zu verändern. Es zeigt, was möglich ist – und es gibt Kunden eine nachhaltigere Kaufalternative. Wer das unterstützen will und auf 5G und Gesichtserkennung verzichten kann, der liegt beim Fairphone 3 goldrichtig.“

Gemeinschaftlich – Was können wir gegen den Klimakollaps & Co. tun? Eine Menge, täglich, zigmal! Die Tageszeitung Neue Westfälische nennt 22 Dinge, die jeder von uns gegen den Klimawandel tun kann. Ich füge noch hinzu: 23. Konsumieren Sie mit Bedacht. 24. Nutzen Sie Dinge so lange wie möglich. 25. Verkaufen Sie das Auto. 26. Gehen Sie möglichst oft zu Fuß. 27. Leben Sie auf kleinem Wohnraum. 28. Go vegan. 29.Legen Sie Wert auf eine gute Nachbarschaft. 30. Unterstützen Sie Klimaschutz-Initiativen (oder engagieren Sie sich dort).

Glücklich – Im Naturama Aargau in Aarau in der Schweiz ist bis 1. März 2020 die Ausstellung „Global Happiness – Was brauchen wir zum Glücklichsein?“ zu sehen (danach in Vaduz in Liechtenstein). Die Ausstellung geht auf Spurensuche nach dem Glück – in der Schweiz und auf der ganzen Welt. Wie könnte „nachhaltiges Glück“ aussehen? Glück, das zu persönlichem, gemeinschaftlichem und globalem Wohlbefinden beiträgt und nicht die Umwelt, andere Menschen oder kommende Generationen schädigt? Und was ist es, das die Welt, uns, mich und Dich glücklich macht? Ich habe einen kleinen Beitrag zu der Ausstellung geleistet, der in Form einer „Kleiderbügel-Geschichte“ in einem Pavillon hängt.

Mittelgebirgig – Ich war in den letzten 10 Jahren auf mindestens 50 Fernwanderwegen in Deutschland unterwegs. Der Fränkischer Gebirgsweg zählt für mich zu den schönsten. Die HappyHiker Stefan und Susi haben sich im goldenen Herbst 2018 ebenfalls auf den Fränkischen Gebirgsweg gemacht. Ihr Resümee: „Wir haben jeden Meter davon richtig genossen!“ In sechs lesenswerten Reiseberichten mit zahlreichen Fotos und nützlichen Infos stellen sie die rund dreiwöchige Tour vor.

Naturhäuschen – Hier findest Du zahlreiche Ferienhäuser in Deutschland, die grün und ruhig, teilweise sogar „mitten im Nirgendwo“ gelegen sind. Urlaub im eigenen Land zu machen, ist nachhaltig. Auch dem Anbieter ist unsere Umwelt wichtig. Für jede gebuchte Übernachtung wird ein Baum gepflanzt. Bis 2021 sollen eine Million Bäume zusammenkommen.

Saisonal – Welches Obst und Gemüse im September bei uns Saison hat, erfährst Du auf Sabrinas Blog Vegtastisch. Dort stehen auch die Saisonkalenderblätter der anderen Monate zum Download bereit.

Sparsam – Ein nachhaltiger Lebensstil ist nicht nur gut fürs Klima und für die Umwelt, sondern auch für Deinen Geldbeutel. Christoph von CareElite nennt die Gründe dafür und gibt Geldspar-Tipps für Umweltbewusste.

Zerstörerisch – Mit der Erfindung der Dampfmaschine fing es an. Mit revolutionärer Rasanz machte sich der Mensch die Erde Untertan. Eine Erfindung jagte die nächste, eine Technologie toppte die andere. Für mehr Komfort, mehr Konsum, mehr Wohlstand. Und die Erde? Wie lange hält sie den Menschen noch aus? Der Dokumentarfilm „Die Erdzerstörer“ ist ein kompromissloser Blick auf 200 Jahre Industriekapitalismus und kann bis 30. September 2019 kostenlos auf Arte gestreamt werden.

Zukünftig – Auf der interaktiven Karte von morgen werden Dir Orte in Deiner Umgebung angezeigt, die sich schon heute für eine Welt von morgen einsetzen. Orte, die inspirieren und vorausdenken. Orte, an denen Nachhaltigkeit keine leere Floskel ist, sondern tatsächlich gelebt wird.

Final – Der US-amerikanische Sänger, Musiker und Dichter David Berman war vor allem als Kopf der Indie-Rock- und Alt-Country-Band Silver Jews bekannt, die zwischen 1989 und 2009 eine Reihe hochgelobter Alben veröffentlicht haben (zum Einstieg empfehle ich „American Water“ von 1998). Nach einer zehnjährigen Auszeit kehrte Berman im Juli mit dem Bandprojekt Purple Mountains zurück. Es sollte sein letztes Album sein. David Berman starb am 7. August.

Vielen Dank für Deine Aufmerksamkeit!

Ich freue mich, wenn Du auch meine Empfehlungen der letzten zweieinhalb Jahre anschaust.

Einfach bewusste Grüße

Christof

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{ 12 Kommentare }

  • Valerie 3. September 2019

    Ich bin bisher eine stille Beobachterin und Leserin gewesen. Heute ist es an der Zeit danke zu sagen, für diese Empfehlungen, für all die Artikel, Ideen, Wachrüttler, Fotos! Ich will eigentlich weniger online sein, digital detoxen sozusagen, aber du schaffst es immer wieder, dass ich am Notebook hocke. Diesmal hat es mir die Deutschlandfunk-Sendung über das Wandern, die Saisonkalender (will ich ausdrucken und in die Küche hängen), die Geldspar-Tipps für Umweltbewusste und der schöne und zugleich traurige Song am Ende angetan. Mach weiter so, viele Grüße von Valerie

    Antworten
    • Christof Herrmann 3. September 2019

      So viel Lob auf einmal, herzlichen Dank! Dann fasse ich mich kurz, damit Du bald digital detoxen kannst, und wünsche Dir viel Vergnügen mit Deinen Favoriten.

      Viele Grüße

      Christof

      PS: Podcasts und Hörfunksendungen wie die über das Wandern kann man auch gut mit Kopfhörer auf dem Smartphone in den Öffis oder abends im Bett hören.

      Antworten
  • Elli 4. September 2019

    Wieder mal ein wunderbarer Beitrag, Christof. Danke dafür.

    Allerdings kann ich beim Link zur „Neuen Westfälischen: 22 Dinge, die jeder von uns gegen den Klimawandel tun kann“ nur die Überschrift lesen. Kann es sein, dass dieser Artikel nur für Abonnenten lesbar ist?

    Viele Grüße
    Elli

    Antworten
    • Christof Herrmann 4. September 2019

      Vielen Dank für den Hinweis. Ich kann den Artikel ohne Abo komplett und problemlos lesen. Vielleicht magst es mal mit einem andere Browser probieren.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Anja 19. September 2019

    Hallo Christof,

    ich stöbere gerne auf deiner Seite und folge den links.
    Immer wieder gerne mag ich auch die Aufzählungen, die ich dann nach und nach anschaue und für mich „verwerte“.
    Heute also die 22 Klimatips der Neuen Westfälischen, die du ergänzt hast.
    Was meinst du mit Punkt 29: „Legen Sie Wert auf eine gute Nachbarschaft“ in
    diesem Zusammenhang?
    Ich wohne nicht anonym, kenne also viele Nachbarn. Trotzdem sind natürlich nicht alles Freunde und umerziehen mag ich sie auch nicht.
    Viele Grüße Anja

    Antworten
    • Christof Herrmann 19. September 2019

      Hallo Anja,

      schön, dass Du hier so gerne stöberst!

      Nachhaltigkeit setzt sich nicht nur aus ökologischen und ökonomischen Aspekten, sondern auch aus sozialen Aspekten zusammen. Ich bin überzeugt, dass eine gute Nachbarschaft zu einem nachhaltigen Leben beiträgt. Man kann sich gegenseitig helfen, Dinge aus- oder verleihen oder einfach füreinander da sein. Das kostet nichts, spart Zeit und vermeidet unnötigen Konsum, Online-Recherchen, Fahrten mit dem Auto oder Öffis und sonstigen Ressourcenverbrauch. Wie kann es sein, dass wir (Online-)Freunde auf der ganzen Welt habe, in die Ferne fliegen und im Zug zur Großdemo in Berlin fahren, aber oftmals nicht die Namen unserer Nachbarn kennen?

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
      • Anja 19. September 2019

        Hallo Christof,

        aha, danke, ja da kann ich dir folgen.
        Sich kennenzulernen, wenigstens zu grüßen, wo es passt zu treffen und sich auszutauschen.
        Tatsächlich benutze ich den Begriff Nachbarschaft eher im Sinne von Gegend
        und nicht nur auf Personen bezogen, daran hat meine Vorstellung etwas gehakt.
        Ja, ich habe eine gute Nachbarschaft, das das auch gut für das Klima ist, passt.
        Viele Grüße Anja

        Antworten
        • Christof Herrmann 19. September 2019

          Ja, wobei auch die Nachbarschaft im Sinne der eigenen Wohngegend zu einem nachhaltigen Leben beiträgt, weil die Wege kürzer sind, die Produkte und Dienstleistungen vor Ort hergestellt werden.

          Antworten
  • Patrick 7. Oktober 2019

    Beim Fairphone wäre ich weniger Euphorisch, dass erste wird schon lange nicht mehr Unterstütz (auch keine Ersatzteile mehr) und auch beim zweiten ist die Software schon lange nicht mehr Aktuell und damit nicht mehr Sicher! Wenn ich lange, sicher und gut ein Smartphone benutzen will muss ich wohl oder übel zu einem iOS Gerät oder schlichtem „Stock“ Android greifen, wobei ersteres tatsächlich die bessere Wahl ist. 5 Jahre gibt es Updates und Ersatzteile noch um einiges länger, da Populärer, nur kostet diese Mehr :-(

    Ideal ist wohl nichts.

    Antworten
    • Christof Herrmann 7. Oktober 2019

      Ideal ist wohl nichts – da hast Du sicher recht. Ideal wäre vielleicht gar kein Smartphone zu besitzen ;-) Ich halte die Fairphones trotzdem für deutlich nachhaltiger als iPhone, Samsung & Co., weil die Macher – so weit möglich – ein fair produziertes, umweltschonendes, langlebiges und reparierbares Smartphone auf den Markt bringen. Ich verfolge das Unternehmen seit Jahren und halte deren Intention für glaubwürdig und ehrlich. Dass da noch nicht alles perfekt ist, ist klar. Es ist einfach sehr schwierig, ein grünes Smartphone zu produzieren. Das Fairphone 2 ist seit Mitte des Jahres ausverkauft. Für die Ersatzteilversorgung ist aber weiterhin gesorgt, unterstützt wird Android 9.0, so dass es sehr wohl sicher ist. Meine Hoffnung ist, dass andere Hersteller die Idee aufgreifen und ebenfalls nachhaltiger produzieren. Apple, Samsung & Co. gehts vor allem um Milliardengewinne und Marktanteile, sie scheren sich einen Dreck um Mensch und Umwelt! Selbst reparierbar sind deren Modelle im Gegensatz zu den Fairphones ja nicht (es sei denn man ist ein Tüftler) – und das sogar bewusst!

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
      • Gerhard 6. Dezember 2019

        Moin,
        über die älteren Fairphones kann ich nichts sagen, aber ich besitze das Fairphone 3 und bin sehr zufrieden damit.
        Ein paar Kleinigkeiten sind noch nicht ganz rund, z.B. dass die LED derzeit nur beim Laden verwendet wird und nicht für Notifications, aber das werden sie wohl noch gerade ziehen in den nächsten Wochen. Es ist insgesamt etwas dicker als die sonst heutzutage üblichen Smartphones, was sicherlich daran liegt, dass man es ja in
        Komponenten zerlegen kann. Aber das stört mich gar nicht. Auch schön: Es ist nicht so glatt wie manche anderen Smartphones, die Rückseite ist aus halb-transparentem griffigen Plastik, so dass man sogar das Innenleben sieht. Gefällt mir sehr gut. Performance-technisch gut, spielen wird man damit wahrscheinlich nicht können, aber das hab ich eh nicht vor. Schön ist, dass man tatsächlich 2 SIM-Karten UND eine SD-Karte parallel benutzen kann, nicht so wie bei manchen Smartphones wo man entweder eine zweite SIM-Karte oder SD-Karte verwenden kann. Derzeit gibt es noch kein Google-freies OS, ich gehe aber davon aus, dass das bald kommen wird. Das ist dann sozusagen das Sahnehäubchen.
        Was die Ersatzteile angeht: Mag für manche ein wichtiges Kriterium sein, ich persönlich habe bisher noch kein einziges Smartphone reparieren müssen, für mich also kein entscheidender Punkt.
        Sobald es ein google-freies OS gibt, werde ich alleine schon aus Datenschutzgründen auf das Wechseln. Natürlich ist das auch keine 100% Garantie gegen Datenabfluss, das ist klar, aber wenn ich gerade gestern wieder lese, dass man bei der neuesten Apple-Möhre das GPS in einige Fällen schlicht nicht abschalten kann… absolutes no go für mich.
        Also insgesamt: Ich bin hoch zufrieden und alleine schon der Nachhaltigkeits- und Fairnessgedanke machen es für mich zum ultimativen Smartphone. Fühlt sich einfach rundum gut an.

        Antworten
        • Christof Herrmann 7. Dezember 2019

          Moin Gerhard,

          vielen Dank für Deinen ausführlichen Erfahrungsbericht. Das macht das Fairphone für mich und sicher auch für andere noch etwas interessanter.

          Beste Grüße

          Christof

          Antworten

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