Jakobsweg live: Seit heute minimalistisch, nachhaltig und vegan nach Santiago de Compostela

25. Juni 2016 - von Christof Herrmann - 66 Kommentare

Jakobsweg live: Seit heute minimalistisch, nachhaltig und vegan nach Santiago de Compostela

„Sage nicht, wenn ich Zeit dazu habe, vielleicht hast du nie Zeit dazu. Wenn nicht jetzt, wann dann?“ (aus dem Talmud)

Tagesbericht #1 für jedermann online

Die ersten 26 von rund 3000 Kilometern auf dem Jakobsweg sind geschafft. Ich bin heute morgen von meiner Haustüre in Nürnberg aus gestartet und habe vor zwei Stunden die Wohnung meines Bruders und meiner Schwägerin in Schwabach erreicht. Wie es mir auf der ersten Etappe ergangen ist, kannst Du in meinem ersten Tagesbericht nachlesen, den ich mit einer Handvoll Fotos freigegeben habe. Buche einfach mein Jakobsweg-Paket, wenn Du meine Pilgerabenteuer in Wort und Bild verfolgen möchtest. Tipp: Newsletter-Abonnenten bekommen einen Rabatt von 10 %.

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Einfach bewusst gen Süden

Wie schon bei meinen Touren auf der Alpenüberquerung Salzburg – Triest bin ich wieder minimalistsch, nachhaltig und vegan unterwegs.

Alles, was ich in den nächsten Wochen benötige, passt in einen 32-Liter-Rucksack und wiegt weniger als 8 kg. Was das genau ist, steht in meiner Packliste. „Wie viele Dinge es doch gibt, die ich nicht brauche“, sagte der griechische Philosoph Sokrates vor bald 2500 Jahren. Dieses Zitat könnte das Motto meiner Fernwanderung sein. Ich trage nur das Nötigste mit mir herum und konzentriere mich auf wenige Tätigkeiten: Gehen und andere Pilger treffen, Fotografieren und Tagesberichte schreiben, Essen und Trinken, Wäsche waschen und meinen Körper pflegen, Schlafen und Regenerieren.

Auch habe ich mir vorgenommen, jeden der vier bis fünf Millionen Schritte selbst zu machen. Den Bodensee, den Vierwaldstättersee und andere Hindernisse werde ich also nicht mit Fähren oder Bussen überwinden, sondern umgehen, auch wenn ich dann von der offizielle Route abweichen und zusätzliche Tage investieren muss. Nachhaltiger kann man wohl nicht nach Spanien reisen. Die Rückfahrt werde ich nicht im Flugzeug, sondern mit Bus und Bahn antreten. Mich innerhalb von zwei oder drei Stunden nach Hause zu beamen, wäre ökologisch unlogisch. Darüber hinaus käme mir das Fliegen absurd vor, wo ich mich doch zuvor wochenlang im Schneckentempo dem Pilgerziel genähert haben werde.

Wenn ich den Geschichten und den Allesessern Glauben schenke, wartet für mich als Veganer eine kulinarische Hölle. Ich werde Beilagen essen (Deutschland), 25 Euro für eine Pizza ohne Käse zahlen (Schweiz), nur Baguette und Oliven bekommen (Frankreich) und ausgemergelt dann doch zu Manchego-Käse und Churros greifen (Spanien). Warten wir es ab. Vielleicht mache ich auch jeden Mittag Couscoussalat und koche abends in den Pilgerherbergen, wo es oft gut ausgestattete Küchen geben soll.

Warum? Weil ich es kann!

„Warum tust Du Dir das an?“, wollte ein Freund kürzlich von mir wissen. Ich antwortete: „Warum leckt der Hund seine Eier? Weil er es kann!“ Etwas Besseres fiel mir auf die Schnelle nicht ein. Es gibt nicht den einen Grund, warum ich mich auf den Jakobsweg mache. Es sind vielmehr eine ganze Reihe Motive, die mich dazu bewegen. Ich werde sie in einem meiner nächsten Tagesbericht in Worte fassen.

Während ich pilgere, wird es auf meinem Blog ruhiger, wenn auch nicht still werden. Etwa alle zwei Wochen soll es hier etwas zu lesen geben und zwar nicht nur zum Thema Jakobsweg. Genieße ansonsten einfach bewusst den Sommer, das Draußensein und die Offlinezeit. Und falls Du meine Pilgerabenteuer virtuell verfolgst, sage ich Buen camino und Ultreya!

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66 Kommentare für “Jakobsweg live: Seit heute minimalistisch, nachhaltig und vegan nach Santiago de Compostela”

  1. Lieber Christof,
    ich wünsche Dir viele schöne Begegnungen auf Deiner Reise, mit anderen, mit Dir selbst und der Natur.
    Neugierig und auch etwas neidisch werde ich Deine Berichte hier erwarten.
    Lange habe ich überlegt, ob ich Dich virtuell begleiten möchte und habe mich letztendlich dagegen entschieden, weil es meinem eigenen Bedürfnis nach online-Minimalismus widerstrebt und ich auch hier das Langsame mag :-)
    Bon viaje,
    Nina

  2. >> „Warum tust Du Dir das an?“, wollte ein Freund kürzlich von mir wissen. Ich antwortete: „Warum leckt der Hund seine Eier? Weil er es kann!“ Etwas Besseres fiel mir auf die Schnelle nicht ein. <<

    An dieser Stelle, Christof, möchte ich Dir eine Variante des von mir selbst praktiziertem "sozialen Minimalismus" vorstellen: einfach nicht antworten.

    Die Antwort von Dir ist geschmacklos, völlig unter Deinem Niveau. Und Lichtjahre vom Niveau Deines Projekt entfernt. Der Hund leckt … nein, völlig daneben.

    Man muss nicht immer antworten und schon gar nicht auf die Schnelle. Kommt oft nichts Sinnvolles dabei raus.

    Ich finde es klasse, was Du machst und dass Du uns daran teilhaben lässt.

    Michael

  3. Moin !

    Die Antwort „rauszuhauen“ ist ok, denke ich.
    Passt halt zur Situation und zum Gesprächspatner.

    Im Internet soll es dann aber halt schon „politisch korrekt“ sein….
    Wer das KORREKTE mag … sich hier halt aufregen…

    Ich wünsche DIR und ALLEN EINE GUTE REISE

    1. Noch ein Michael, der sich über meinen Hundespruch pikiert ist ;-) Wird das hier zu meinem Doggate? Wenn es sogar in Die Zeit steht, ist es doch auch für Einfach bewusst „politisch korrekt“ genug, oder.

      Viele Grüße

      Christof

  4. Also ich hab herrlich über die Eier des Hundes gelacht! Muss ja nicht immer alles sinnvoll und korrekt sein. Buen camino und liebe Grüße Eure Lucia

  5. Hallo lieber Christof,

    Deine Antwort für Michael gefällt mir,
    wobei ich auch den Eintrag von Michael interessant finde. :-)

    „Warum tust Du dir das an?“

    Das ist in der Tat die Frage,
    die sich vielleicht jeder Mensch für sein eigenes Leben stellen kann.

    Wenn wir genau das tun, was wir möchten, was unseren Idealen entspricht,
    tun wir uns Gutes an. Das ist doch fantastisch:-)

    Wenn wir tun, was wir können, weil wir es können, treffen wir oft auf Unverständnis.
    Ich freue mich für Dich, dass du es tun kannst
    und ich mag die Art, wie Du Deinen Weg gestaltest.

  6. Lieber Christof ich finde dein Doggate auch nur einfach lustig. Es ist viel schöner wenn man nicht alles toternst nimmt. Ich lebe vielleicht 80% vegan wenn mich jemand fragt warum ich mir das antu antworte ich meistens mit: Weil ich das so will oder weil es mir wichtig ist. Viele schöne Stunden unterwegs und liebe Grüße aus der Steiermark.

  7. Hallo Christof,

    Dein Projekt gefällt mir – ich wünsche Dir einen erlebnisreichen Weg! Was ich bisher allerdings nicht verstehe, ist Dein veganer Ansatz. Käse ist Teil der alten und facettenreichen Esskulturen in allen Ländern, durch die Du wanderst. Mein Standpunkt ist: Wenn wir die Welt retten wollen, müssen wir weg von landwirtschaftlichen Monokulturen und Massentierhaltung – hin zu nachhaltig produzierten und bevorzugt regional gehandelten Produkten. Das bedeutet aber nicht automatisch Verzicht auf tierische Lebensmittel. Was wären denn die Schweizer Almen ohne Kärereien? Wären die Berge nicht arm ohne Kühe? Es gibt für mich nachvollziehbare Argumente für Vegetariertum. Aber weshalb vegan? Das erschließt sich mir absolut nicht. Im Gegenteil: vegan heißt ja erst mal überhaupt nicht nachhaltig oder regional oder wertvoll oder fair. Ich sehe deshalb nur einen Gewinner des veganen Trends: Die Lebensmittelindustrie – die Lacht sich schlapp.

    Denk noch mal drüber nach und freue Dich auf die Leckereien der Regionen, die vor Dir liegen ;-)

    Ich bin sicher – Du hast gute Gründe für Deine Entscheidungen und wünsche Dir von Herzen „Bon Camino“!!!

    Gerhard

    1. Hallo Gerhard,

      ich kann von unterwegs nicht ausführlich antworten.

      Bin seit 2,5 Jahren v. a. aus ethischen Gründen vegan und werde sicher nicht noch drüber nachdenken ;-)

      Fleisch- und Milchwirtschaft und andere Tierquälereien (z. B. Stierkampf und Zirkus) mit Tradition zu rechtfertigen, halte ich für ein schwaches Argument.

      Die veganen Fertigprodukte kaufe ich praktisch nicht. Selbst wenn, ist die pflanzliche Ernährung deutlich nachhaltiger als die vegetarische oder omnivore Ernährung.

      Ich hoffe nun ist Dir bisschen klarer, warum ich so esse.

      Viele Grüße

      Christof

  8. Hallo Christof!

    Ich wünsche Dir eine gute Reise, danke für den ersten Bericht.

    Eigentlich wollte ich Dir sehr gerne virtuell folgen, aber ich bin selbst genau zu der Zeit offline und daher kann ich das leider nicht machen.

    Vielleicht gibt es ja ein „nachträgliches Paket“ noch von Deiner Reise.

    Buen camino!

    lg
    Maria

  9. schööööööön deine Berichte *freu*. Und so schöne Bilder!
    Danke dir…
    Wünsche dir eine erholsame und gute Nacht…

    lieben Gruß
    Edith

    *flüstermodus an: wenn du Nachschub an Energieriegel (z.B. in Nördlingen/Wemding/Oettingen oder so) möchtest… nur piepsen – flüstermodus aus*

  10. Hallo Christof,

    auch ich habe – wie wohl einige Deiner blog-fans – überlegt, ob ich Dich virtuell auf Deiner schönen Pilgerreise begleite.. hatte mich fast dazu entschlossen.. habe aber jetzt meine Pläne geändert und werde wie Maria auch in dieser Zeit offline sein.. und es wird mir gut tun. Dir wünsche ich eine gute Reise, geistige/körperl Ausdauer und spannende Entdeckungen…nur Du weißt die wirklich tiefer liegenden Gründe, die Dich zu dieser Reise in dieser Form antreiben.. vielleicht entdecken wir „Daheimgebliebenen“ irgendwann später einen „Nachtrag“ bei Dir, aus denen einige Deiner Beweggründe hervorgeht. bis dahin – buen camino lg Kate P.S. Diesjahr bin ich mit Kleingruppen schon zwei Kurzstrecken hier im Norden gepilgert ( 15 – 20 km ) und bereite mit einer Freundin gerade eine längere Tour vor, die über Nordspanien/camino gehen soll..

  11. Hallo Christof!
    Auch ich habe lange hin und her überlegt, ob ich mich dir via web „anschließe“ und ich werde das die Tage tun. Mein Grund: ich ernähre mich seit 2 1/2 Jahren vegan (und bin unendlich froh, das zu tun) und seit einiger Zeit wächst in mir immer mehr der Wunsch heran, den Camino Frances zu gehen. Zeitlich wäre bei mir nicht mehr drin; selbst das zu organisieren wird schon eine kleine Herausforderung (verheiratet, 3 kleine Kinder, Job…). Trotzdem…ich WILL das machen! Und da ich auch dann natürlich vegan leben werde, ist es spannend zu erleben, wie es Dir ergehen wird. Vielleicht sammelst Du unterwegs wertvolle Tipps…
    Ich wünsche Dir eine wunderbare Zeit voller lieber Menschen und einzigartigen Erfahrungen!
    Buen camino
    Andrea

  12. Kurze Antwort, der Burgherr für eine Nacht frühstückt gerade im Rittersaal.

    @Edith
    Danke für das Angebot ;-)

    @Kate
    Offline ist das neue Online. Viel Spaß.

    @Andrea
    Dann habe wir wohl beide am gleichen Tag auf vegan ungestellt. Würde mich freuen, wenn Du auch „mitwandern“ würdest.

  13. Hallo Christof

    ich bin weder Veganer noch Vegitarier und von meinem Standpunkt aus finde ich das
    auch so völlig in Ordnung. Wie so oft im Leben hat jeder seine eigene Überzeugung und das ist auch gut so.

    Ich starte nächstes Jahr von Dortmund meinen Jakobsweg und beim Stöbern im Netz bin ich über Deine Seite gestolpert. Auch wenn ich es kaum erwarten kann mich selbst auf den Weg zu machen, werde ich mich doch an meine Planung halten. Ich freue mich aber schon sehr, Dich auf Deinen Weg zu begleiten.

    Ich bin gespannt auf Deine Berichte, zumal mich Deine Artikel schon dazu gebracht haben über vieles nachzudenken und ich mich schon von vielen Dingen getrennt habe. (War bei genauer Überlegung nicht schwer)

    Buen Camino

    Tobias

    1. Es sind erst vier Tage und ich warte jetzt schon ungeduldig auf den Bericht am Abend. … bin sicher es geht vielen so und irgendwann werde ich den Weg dann auch mal gehen, herzliche Grüße, es wird bestimmt eine großartige Zeit

  14. Hallo Christof, ich wandere virtuell mit und freue mich auf deine Bilder und Geschichten. Toll wäre es, wenn du zu jeder Station einen Kartenausschnitt mit Fähnchen oder ähnliches posten könntest, damit man eine Vorstellung bekommt, wo du dich gerade befindest.

    Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg.

  15. Lieber Christof! Buen Camino! Ich hab so viel an Dich gedacht, als ich gestern selbst ein Stück des Weges Jakobswegs gegangen bin. Komm heil an! Der Weg ist das Ziel. :) lg trix

  16. Huhn!
    Ich nochmal… ich begleite dich nun auch, bzw. würde es gerne. Hab das alles mit der Buchung erledigt, hab mir anschließend die ersten 2 Tagesberichte und die schönen Fotos angeschaut, aber jetzt komm ich nicht mehr auf die Seite…? Immer nur zur Buchungsseite. Ich wusste ja schon immer, dass der PC und ich keine so guten Freunde sind, aber das ist doof. Was habe ich übersehen?
    Danke für Hilfe und Antwort!
    Lieben Gruß, Andrea

  17. Lieber Christof, es geht mir auch so wie Andrea. Habe Dein Jakobswegpaket gebucht und komme leider nicht auf die Seite mit Deinen Tagesberichten. Was muß ich tun, bzw. eingeben?
    Liebe Grüße und alles Gute auf Deinem Weg!
    Brigitte

  18. Hey Christof,

    mich würde mal interessieren, wie du diese Reise finanziell in den Griff bekommst. Wie viel hast du dir vorher beiseite gelegt? Da ich Student bin und nicht so viel Geld zur Verfügung habe, wäre mir eine Antwort gelegen. Sonst ist es auch nicht schlimm.
    Viele neue und schöne Erfahrungen wünsche ich dir!
    Gruß Marcel

  19. Hallo Christof,
    nun bist du ganz in meiner Nähe… hab schon deine Bilder gesehen… durch den Rieskrater bist heute gewandert, ist so schön. und schon von weitem sieht man den Nördlinger Daniel :-).

    Sicher weißt du es schon, das Nördlinger Rieskrater-Museum ist sehr interessant…
    Eine gute Nacht im Herzen des Rieskraters wünscht dir
    mit einem lieben Gruß

    Edith

    1. Das ist schon ok :-)… die 30 km Kraterdurchquerung sind natürlich flach und langweiliger als dann die nächste Etappe nach Christgarten/Neresheim… schön, gell…

  20. Hallo Christof,

    ich würde die verlorene Sonnenbrille nicht aufgeben bzw. gleich was Neues kaufen … vielleicht postet Du hier die Adresse/Name des Italieners in Oettingen, wo Du sie vermutlich liegen gelassen hast. Vielleicht wohnt ja jemand, der hier auch im Blog liest in der der Nähe, fragt nach und fährt/schickt sie Dir vielleicht hinterher?

    Grüße,
    Michael

    1. Hallo Michael,

      würde das normalerweise auch so machen. Aber unterwegs ist mir das zu kompliziert, zumal ich nicht mal sicher weiß, ob ich die Sonnenbrille wirklich dort vergessen habe. Will ja nicht ständig am Handy hängen ;)

      Buen camino

      Christof

      1. kann ich verstehen, Christof, leider wohne ich nicht in der Nähe, sonst hätte ich Dir sie hinterher gefahren …

        aber dieses „Liegenlassen“ von Dingen – geht mir ja auch so(1) – ist eigentlich ein heißes Unterthema von einfach bewußt. Auch das ist unterm Strich „einfach bewußt“. Bewußt Prozesse tun, Dinge an ihren Platz legen. Extrem wichtig für die innere Harmonie.
        Und auch ein wichtiges Thema im Sinne des Blogs „einfach bewußt“.

        (1) ich habe in den letzten Jahren, mit Ausnahmen meiner Sonnenbrille(!!!), nichts verloren. Ich denke zwar oft, ich hätte was verlegt, finde es aber in der Regel gleich wieder. Der Grund ist immer wieder derselbe: ich habe die Dinge nicht dorthin zurückgelegt, wo sie nach meinem Reglement hin gehören. Das darf ja jeder für sich gestalten. Und wenn man die Sonnenbrille, nur ein Beispiel, jeden abend in die Brotkiste tut. Völlig absurdes Beispiel, mit dem ich nur demonstrieren will, worum es mir „bewußt“ geht.

  21. Hallo Christof,
    ich stöbere nun schon eine ganze Zeit auf Deiner Seite, weil ich Dich über das Thema Minimalismus – eines meiner aktuell ganz zentralen Themen – entdeckt habe. Zum Veganer habe ich es noch nicht geschafft, bin aber seit 15 Jahren Vegetarier und sozusagen auf dem veganen Sprung ;-).
    Mit dem Jakobsweg habe ich mich – wie sicher viele – zum ersten Mal nach der Lektüre des Buchs „Ich bin dann mal weg“ näher befasst und ich freue mich schon auf Deine Live-Berichte. Deine Idee, evtl. nach Deiner Rückkehr ein ebook zu schreiben, finde ich sehr gut. Vielleicht laufen wir uns ja in Nürnberg mal über den Weg (ich wohne dort seit 1996, meine Frau arbeitet in Johannis und hat schon gerätselt, in welcher Straße Du das allererste Foto aufgenommen hast).
    Für Deinen Weg wünsche ich Dir alles Gute, viele nette Bekanntschaften und Gespräche und vor allem dass Du gesund bleibst und auch dann den Kopf oben behältst, wenn Wetter, Körper und Stimmung mal nicht so mitspielen.
    Alles Gute von mir und „Buen camino!“.
    Michi

  22. Lieber Christof

    Ich habe am letzten Sonntag (26.6.) € 25 einbezahlt bei Digistore. Wie komme ich nun zu deinen Berichten? Ich bin doch schon ganz neugierig zu erfahren wie es dir wohl geht und wo du bist…

    Herzliche Grüsse
    Daniela

  23. Hallo Christof,
    hast du dir mal überlegt, ob es eine einfache Möglichkkeit gibt, bei jedem Bericht so etwas wie eine „Restkilometerangabe“ oder schon „gelaufene Kilometer“ anzugeben. Letzteres wäre ja einfach wenn die Tageskilometer einfach addiert werden. Ich finde die Fotos und Berichte jedenfalls sehr gut und freue mich mit dir über jeden Tag der dich deinem Ziel näherbringt
    liebe Grüße

  24. @all
    Danke für das viele positive Feedback zu den Berichten und Fotos, auch per Mail.

    @Michi
    Schau mal uns Impressum

    @Daniela
    Wundere mich, dass der eine oder die andere Probleme hat, die Berichte zu finden. Der Link sollte eigentlich nach der Buchung angezeigt ubd zusätzlich per E-Mail zugesendet werden. Ich hab ihn Dir nochmal gemailt.

    @Reinhold
    Gute Idee. Wäre aber unterwegs noch mehr Arbeit. Mal sehen, fürs E-Book hab ich das sicher vorgesehen.

  25. Hi :-)
    aha, hier geht es also weiter, wenn man dir zwischendurch mal was schreiben will.
    Es ist wirklich fast, als würde man selbst mitlaufen – nur, dass mir nicht die Füsse weh tun und keine Mückenstiche jucken. Du hast dir ja täglich ein ganz schönes Pensum auferlegt – alle Achtung ! Ich freue mich immer drauf‘ nach ein paar Tagen mehrere Berichte in Folge zu lesen.
    Buen camino, Marion

      1. Hallo Christof,
        deine Berichte muss man einfach lesen und ich hoffe ebenso, dass noch viele dazukommen werden. Wir alle jedenfalls, die deine Berichte lesen, denken jeden Tag an dich. Nun führe ich für dich deine Tages- und Gesamtkilometer. Am 4.7. waren es 199,4km. Zu meiner Überraschung hat dir Sabine bestimmt dabei geholfen den Tagesdurchschnitt heraufzusetzen. Er liegt, nach 10 Tagen demnach bei 19,94km/d. Für mich bist du ein sehr großes Vorbild und ein ebensolcher Anreiz und ich beginne jetzt auch meine Strecke für das kommende Jahr zu planen, dann möchte ich von Trier aus den ganzen Weg wandern und es zeitlich versuchen so einzurichten, dass ich an meinem 70 Geburtstag, im August, in Santiago de Compostela eintreffe. Mal schaun. Weiterhin viel Freude am Weg, der Landschaft und den Menschen die dir begegnen werden. Nichts ist in den Gedanken, was nicht vorher durch die Sinne aufgenommen wurde.

        1. Danke, lieber Reinhold!

          Ich finde es toll, dass Du Deinen Jakobsweg nun auch planst.

          Mein Tagesschnitt müsste höher liegen, bei 25 km bzw. nach heute 35 km bei knapp 26 km.

          Viele Grüße aus Biberach

          Christof

  26. Lieber Christof,
    ja, dein Schnitt liegt höher. Heute bei 25,909km (285km/11Tage). Ich habe mich nach Google maps gerichtet, weil ich schon den gesamten Verlauf deiner Reise so in meiner Tabelle habe und die Daten sich dann automatisch täglich von Plan auf Ist verändern, wenn dein Bericht kommt. Google geht eine kürzere Strecke, was auch logisch ist, die kehren nicht zu einer Brotzeit irgendwo ein.
    Mein Gedanke, den Jakobsweg zu gehen, ist schon einige Jahre alt. Wenigstens, als ich vor sechs Jahren in den Ruhestand gegangen bin. Jetzt, durch deine Wanderung, bekommt der Gedanke allerdings mehr Klarheit. Danke und weiterhin gute Pilgerreise.
    Gruß

    Reinhold

  27. Lieber Christof

    Im Februar 2014 bin ich auf deine Seite gestossen …zufällig…, wenn es denn Zufälle gäbe und war elektrisiert. Damals habe ich zum ersten Mal den Begriff Minimalismus gelesen, respektive gehört.
    Seither hat sich wahnsinnig viel verändert in meinem Leben.
    Umzug – ich kann jetzt zu Fuss zur Arbeit gehen – und je nach Lust und Laune sind das 20 Minuten durch herrliche Landschaft – oder Stunden ebenfalls durch die herrliche Landschaft hier im Freiamt, Kanton Aargau – Schweiz.
    Ich habe meine Arbeit auf 80% reduziert.
    Ich habe rigoros ausgemistet. Kleider, Bücher, etc. etc. etc., was sich halt so ansammelt über die Jahre.
    Und last but not least lebe ich seither auch (fast) vegan – oder wie ich es lieber nenne pflanzlich-vollwertig, denn all das in Plastik eingeschweisste Zeugs ist nicht so mein Ding.
    Übrigens Veganismus und Minimalismus passen meines Erachtens sehr gut zusammen.

    Und jetzt folge ich dir also im Web auf dem Jakobsweg.
    Solltest du hier in der Schweiz vorbeikommen, dann kann ich dich gerne eine Nacht beherbergen.

    Liebe Grüsse
    Beatrice

    1. Hallo liebe Beatrix,

      das ist ja irre, was Du alles in so kurzer Zeit in Deinem Leben verändert hast. Und ich durfte einen kleinen Anstoß dazu geben :)

      Ich weiß nicht genau, wo das Freiamt genau ist. Ich glaube abet, ich komme da nicht durch. Schreib mir doch eine Mail, falls doch. Danke fürs Angebot.

      Alles Gut für Deinen weiteren Weg. Das minimalistische Leben wird Dir noch viel Freiheit ermöglichen.

      Christof

  28. Lieber Christof,

    jetzt hab ich hier reingeschaut um dir einfach ein Dankeschön zu sagen für deine täglichen Berichte und Bilder… dein Erzählen beinhaltet ja auch Details, die ich dann durchs Lesen auf den diversen Seiten über den Jakobsweg (Nürnberg-Konstanz z.B.) vertiefe…
    Toll und aufregend und auch verschieden intensiv sind diese Tage schon verlaufen und mir tut es leid, dass die Blutsauger dich so mögen… und auch um die Blasen an den Füßen – du hast es aber gut im Griff (verrat uns doch das Zaubergemisch gegen Mücken und Bremsen *zwinker*) – und so wünsche ich dir, dass das bald abheilt… und du weiterhin gute Erlebnisse hast.

    Täglich ergibt es sich, dass ich von dir und deinem Weg erzähle und alle staunen und bewundern das. Ich sehe in den Augen was aufflackern, diese alte Sehnsucht, sich auf den Weg zu machen, so interpretiere ich es jedenfalls… manche sagen es ganz offen…

    Lieber Christof, das Spiel ist vorüber, tja… man kann nicht immer gewinnen. Schade, aber nach dem Spiel ist vor dem Spiel :-).

    Ich wünsche dir nun eine gute, erholsame Nacht. Und einen schönen nächsten Pilgertag.

    Lieben Gruß
    Edith

  29. Lieber Christoph!
    Schöne Bilder, schöne Berichte…eine Freude, diese anzuschauen und zu lesen.
    Ein kleiner Tipp, falls unterwegs die Mückenstiche & co jucken und nix dagegen zur Hand ist: Spitzwegerich pflücken, ganz klein zerkruscheln so dass Saft austritt und den Stich damit einreiben!
    Lieben Gruß
    Andrea

  30. Lieber Christof,
    das lesen ist schon schlimm, mir tut es so leid, dass du diese vielen Blasen hast… ich war erleichtert, als ich las, dass du sie aufgestochen hast… kenne das aus eigner Erfahrung (in einem ganz anderen Zusammenhang, nämlich der Eitelkeit wegen in zu kleine Schuhe zu quetschen).

    Was für eine Fügung, dass du bei dieser Familie untergekommen bist – dazu mit einem so kuscheligem eignen Refugium :-).

    Hoffe, dass du nun wieder schmerzfreier weitergehen kannst… gute Besserung – buen camino

    Edith

  31. Lieber Christof,

    nun ist mir grade siedendheiß eingefallen, ob das überhaupt in deinem Sinne ist, dass man hier öffentlich zu deinen Erzählungen Stellung nimmt? Wenn nicht, bitte löschen!
    Danke…

    lieben Camino-Gruß
    Edith

    1. dann ist es ja gut, Christof…
      Antwort erwarte ich auch keine, denn du gehst deinen Weg – und ich bin dankbar, dass ich daran teilhaben darf.

      Guads Nächtle
      Edith

  32. Hallo Christof,

    Das war meine beste Entscheidung, dich seit Sonntag nun auch online zu begleiten. Ich kann es abends kaum erwarten, Deinen Berichte zu lesen. Und ich bin heilfroh, dass Du seit heute weiterlaufen kannst! ???

    Ich wünsche Dir weiterhin schöne Erlebnisse, endlich mal Mit-Pilger und baldige Genesung, was Füße und Stiche anbelangt. Hoffe, Du kommst gesund und frohen Mutes weiter. Aber mit deinem Humor sollte das zu schaffen sein. ?
    Buen Camino und weiterhin gute Reise!

    Liebe Grüße
    Carmen

  33. Hallo Christof,

    Ob man Dich wohl besser auf Facebook erreicht? Ich wollte Dir nur kurz mitteilen, dass ich mich total für Dich mitfreue, dass Du Pilger getroffen hast. Ab jetzt wird es wohl täglich mehr werden, ganz zu schweigen von Spanien. Bin gespannt, wie „ruhig“ der Küstenweg wird?! ?
    Deine Berichte und Bilder machen sowas von Lust auf eigenes Wandern und Erfahrungen sammeln. Danke, dass Du uns daran teilhaben lässt! ?
    Freue mich weiterhin auf Deine Berichte!
    Sind die neuen Schuhe denn jetzt besser?
    Weiterhin gute Genesung und buen camino! ??
    Beste Grüße
    Carmen

    1. Schön, dass Dir mein Projekt taugt.

      Mach Dich doch auch auf den Weg. Der Jakobsweg beginnt vor Deinem Haus. Paar Tage genügen für den Anfang.

      Welchen Jakobsweg ich in Spanien mache, habe ich noch nicht entschieden.

      Viele Grüße

      Christof

  34. Hallo Christof, hallo zusammen!

    Der Bericht verschafft mir ein wohliges Seufzen und will mich sofort selbst wieder auf den Camino schicken!! :-)
    Ich bin April/Mai (zum ersten mal) Caminos gepilgert: zunächst ab Irun auf dem Camimo DelNorte, dann ab Oviedo auf dem Primitivo bis Santiago und danach Murxia und Finisterre.
    Eine wundervolle Erfahrung!! Und ich kann auch bestätigen, dass das ohne weiteres vegan geht. Ich bin unterwegs drei anderen „eigentlich“ veganen Leuten begegnet, die dies für die Dauer des Camino unterbrochen haben. Zum Einen wegen der Sorge, dass das auf dem Camino zu stressig wird und sicherlich hat auch die hervorragende nordspanische Küche eine Rolle gespielt.
    Verurteile ich null, das kam für mich aber nicht in Frage, die einzige Ausnahme, die ich mir auch ansonsten im Urlaub gebe, ist Wein: mit 5 1/2 Brocken Spanisch Kenne, fange ich nicht an, in verständnislose Gesichter blickend, herauszufinden, ob ich veganen Wein bekommen kann. :-)

    Sehr, sehr hilfreich war aber auf jeden Fall, dass ich oft mit Leuten aus Mexiko, Peru, Spanien und Kolumbien gelaufen bin. Die konnten – teils ob dieser „Obskurität“ entsetzten – Gastwirten klar machen, was vegan bedeutet…ansonsten wollten sie immer auf Teufel komm raus, Thunfisch mit auf den Teller hauen. :-)

    Ansonsten hilft ja auch, mit der spanischen Seite des „Vegan Passport“ zu wedeln….das ist aber doch umständlich und sorgt für noch verwirrtere gegenüber. :-)

    Ich plane jedenfalls für den Mai den nächsten Camino (Madrid => Leon => auf dem Camino San Salvador nach Oviedo => und dann die 2te Hälfte des Del Norte.
    Klar: vegan und…anders als „minimalistisch“ geht der Camino ja eh kaum. :-)

    LG aus Aachen Carsten

    1. Hallo Carsten,

      bei Wein und Fruchtsäften (die ja oft nicht 100 % vegan sind, da zum Klären Tierliches verwendet wird) mache ich unterwegs auch eine Ausnahme.

      Kannst ja nach Deiner Rückkehr berichten, wie es Dir gefallen hat und ob diese Caminos landschaftlich reizvoller sind. Der Camino del Norte (Küstenweg) hat ja mehr Asphalt als der Camino Frances, was ich erstaunlich finde.

      Viele Grüße aus Nürnberg

      Christof, der mal 5 Jahre in Aachen gelebt hat

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