Hi-Fi fürs Wi-Fi: Sonos anstelle 4.000 Tonträger

Sonos anstelle 4.000 Tonträger - Foto: Teil meiner ehemaligen Sammlung

„Dem Unersättlichen in jeglichem Genuss, wird selbst das Glück zum Überfluss“ (Ludwig Bechstein, Der Fuhrmann)

Eine Sammlung wächst und wächst

Seit meiner Jugend in den achtziger Jahren bin ich Musikliebhaber. Monat für Monat trug ich mein Taschengeld und später einen Teil meines Gehalts in Plattenläden, um die angesagten Alben oder Klassiker der Rock-und Popgeschichte zu kaufen.

Im Laufe der Zeit kamen über 4.000 CDs und Schallplatten zusammen. Vor allem an den LPs hing ich. Der analoge Sound, die großen Plattencover, die mehr Kunst als Schutzhüllen sind, und das Ritual das Vinyl auf den Teller zu legen und die Nadel zu platzieren, sind Relikte aus der prädigitalen Zeit. Mir bereitete dieser Fetisch so viel Freude, dass ich mich zwei Jahre lang mit einem Webshop für Secondhand-Schallplatten selbstständig machte.

Weniger ist mehr

In den letzten Jahren empfand ich die große Sammlung jedoch zunehmend als belastend. Sie beanspruchte viel Platz und raubte meine Zeit, denn solch ein Musikarchiv will vervollständigt, archiviert und gepflegt werden. Jeder Umzug war ein Kraftakt. Alleine für die CDs und LPs brauchte ich 100 Umzugskartons. Auch musste ich mir eingestehen, dass ich nur ein paar Hundert der Alben regelmäßig hörte.

Als ich schließlich erkannte, dass für mich weniger besitzen mehr leben bedeutet, begann ich mit dem Reduzieren. Nach und nach verkaufte ich alle Schallplatten und einen großen Teil der CDs. Nur meine 400 Lieblings-CDs behielt ich. Diese in MP3 umzuwandeln und dann auf einem iPod und Aktivlautsprechern abzuspielen, kam nicht in Frage. Auf den guten Klang meiner HiFi-Anlage wollte ich nicht verzichten.

Hi-Fi fürs Wi-Fi

Doch dann las ich von einem System, das zu gut klang, um wahr zu sein: CDs können verlustfrei in das Apple Lossless Format komprimiert und dann über das WLAN auf die Stereoanlage übertragen werden. Dazu benötigte man lediglich einen Sonos Connect, der den WLAN-Router mit dem Verstärker der Anlage verbindet.

Ich war skeptisch. Bestimmt würde entweder die drahtlose Übertragung nicht zuverlässig funktionieren oder die Qualität der gestreamten Musik nicht an die von CDs heranreichen. Doch ich ließ es auf einen Versuch ankommen. 400 CDs, das Regal und den CD-Player abzugeben und Freiraum zu gewinnen, klang einfach zu verlockend. Ich kaufte mir einen 350 Euro teuren Sonos Connect.

Sonos anstelle 4.000 Tonträger - Foto: Teil meiner ehemaligen Sammlung

Oh Sonos mio

Ich verwende das Sonos-System nun seit einem Monat. Was soll ich sagen, ich bin überrascht, ich bin begeistert, ich bin ganz aus dem Häuschen!

Die Einrichtung war kinderleicht in einer Stunde erledigt. Obwohl mein Rechner in einem anderen Raum steht, gab es bisher fast keine Probleme bei der Übertragung. Nur einmal konnte ich eine halbe Stunde lang keine Musik hören, da das WLAN-Netz zu schwach war. Die Steuerung erfolgt sehr komfortabel mit dem Sonos Controller auf PC, Mac, iPad, iPhone, iPod oder Android-Geräten.

Die Qualität der Streams ist makellos. Ich nahm tatsächlich keinen Unterschied zur CD wahr. Erst im Blindtest (mehrfacher schneller Wechsel innerhalb des gleichen Songs zwischen CD und Apple Lossless) hörte ich minimale Unterschiede, konnte mich aber nicht festlegen, was besser klingt. Meine Freundin Stephi, die als Musikerin geschulte Ohren hat, bevorzugte sogar das Sonos-System.

Alle Musik der Welt

Es kommt noch besser. Mit Sonos können mehr als 100.000 kostenlose Radiosender und Podcasts abgespielt werden. Zudem ist es möglich Musikdienste wie Spotify und Simfy einzubinden, so dass man für fünf bis zehn Euro im Monat eine Bibliothek mit zig Millionen Songs besitzt. Ich habe sowohl Radiosender als auch Musikdienste getestet. Die Qualität dieser Streams ist unterschiedlich und kommt natürlich nicht an die der eigenen Bibliothek heran. Bei Rockmusik fällt das weniger auf. Klassische Musik hingegen klingt oft etwas flach.

Für größere Haushalte und Familien könnte interessant sein, dass man vom Controller aus unterschiedliche Musik in verschiedene Räume senden kann. Papa hört also Pink Floyd im Wohnzimmer, Mama Bach in der Wanne im Bad und Sohnemann Slayer im Kinderzimmer (hoffen wir, dass Sohnemann kein Böser ist und seine Musik mit der im Bad tauscht). Dafür müssen natürlich in allen drei Räumen Player bereitstehen. Im Wohnzimmer bietet sich wie in meinem Fall ein Sonos Connect an. Der kleine All-in-one-Player Play:3 findet seinen Platz im Bad. Und im Kinderzimmer agiert ein Connect:AMP, in dem ein digitaler Verstärker integriert ist, um sich direkt mit einem Lautsprecherpaar zu verbinden. Falls ein Player nicht in der Nähe des Routers steht, kann er über eine Bridge drahtlos verbunden werden.

Mein Fazit

Nach einem Monat intensiver Nutzung frage ich mich, wie ich bisher ohne Sonos ausgekommen bin (nein, die Firma aus Kalifornien hat mich für diesen Artikel nicht bezahlt). Das System ist prä­de­s­ti­niert für Minimalisten. Es ist einfach zu installieren, funktioniert einwandfrei und macht die CD-Sammlung überflüssig. Wer die hohe Klangqualität seiner Stereoanlage nutzen möchte, dem empfehle ich Sonos Connect. Wer es noch reduzierter mag, könnte mit einem der All-in-one-Player glücklich werden.

Besitzt Du noch Tonträger? Wie hörst Du zuhause Musik? Könnte Sonos für Dich interessant sein?

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{ 54 Kommentare }

  • Daniel 16. Februar 2013

    Ich sehe das etwas anders.
    Mir geht es um die Musik und nicht unbedingt um den Klang. Es mag zwar sein, dass der Klang zum Musikgenuss beiträgt, aber die primäre Aufgabe von Musik sehe ich in der Vermittlung von Stimmungen. Dazu ist es jedoch egal, ob diese durch einwandfreien Klang oder durch handelübliche Kopfhörer erzeugt wird.
    Minimalismus bedeutet für mich in diesem Punkt, keine teure Anlage oder viele Gerätschaften zu besitzen, sondern mit einfachen Mitteln (Streamingdienste, Handy, Kopfhörer, vielleicht noch ein paar kleine Boxen) die Musik zu hören, die für mich in dem Moment passend erscheint bzw. die ich hören möchte. Die Klangqualität ist mir da vollkommen egal.
    Deutlicher wird das Ganze beim Thema Video. Ein Film in Full-HD, auf einem guten Fernseher sieht schon toll aus. Aber mir reicht die im Vergleich unscharfe DVD, die ich mir in der Bücherei ausgeliehen habe, vollkommen aus. Der Inhalt bleibt der gleiche, auch wenn das Bild nicht soo schön aussieht.

    Antworten
  • Christof Herrmann 17. Februar 2013

    Hi Daniel,

    die Geschmäcker sind halt unterschiedlich. Finde ich aber schön, dass Du auch in diesem Punkt mit so wenig auskommst. Dir ist die Klangqualität halt „vollkommen egal“.

    Ich persönlich verzichte dann lieber auf Musik und genieße die Stille. Minimalismus bedeutet für mich, nicht auf alles zu verzichten, sondern Dinge zu machen und auch zu besitzen, die mir wichtig sind und mir Freude bereiten.

    Beim Filme schauen bin ich bei Dir. Habe und brauche keinen Fernseher. DVDs leihe ich von Freunden und Familie oder wie Du aus der Bücherei. Die schaue ich dann auf meinem Laptop. Den Sound gibt es aus handelsüblichen Kopfhörern. Lieber gehe ich allerdings ins Kino, was ich im Winterhalbjahr alle ein bis zwei Wochen machen.

    Viele Grüße,

    Christof

    Antworten
  • Kim 17. Februar 2013

    Seitdem ich letztens deine Rundmail zum Blogstart erhalten habe, will ich dir herzlich zum Einstand gratulieren… dies sei hiermit getan: Viel Spaß! :-)

    Ich kenne deinen Kampf ganz gut, auch wenn bei mir glaube ich eine Null weniger in der Sammlungsgröße war. Derzeit höre ich Musik hauptsächlich über Kopfhörer, um meinen netten Nachbarn nicht zu oft zu stören (Mietwohnung…), aber wenn ich doch mal in besser isolierte vier Wände komme, werde ich mich mit deiner Lösung nochmal beschäftigen, danke für den Tipp!

    Übrigens habe ich früher auch in Apple Lossless archiviert, bin dann auf das ebenfalls verlustfreie allgemeine AAC Format umgestiegen, um nicht in die „einmal Apple, immer Apple“ Schleife zu geraten und flexibler bei der Wahl der Abspielgeräte zu sein.

    Antworten
  • joachim 17. Februar 2013

    Für mich sind Platten aus Vinyl und CD’s einfach nicht wegzudenken.So halte ich es auch mit Büchern.Eine gut sortierte Bibliothek haben einfach etwas.deshalb kommen Kindle und Co nicht in Frage.

    Antworten
  • Christof Herrmann 17. Februar 2013

    @Kim
    Danke! Spaß habe ich, besonders wenn ich nette Zeilen wie Deine lese!

    Das von Dir genannte AAC Format ist aber verlustbehaftet. Dürfte in Deinem Falle egal sein, wenn Du über Kopfhörer und MP3-Player o. ä. hörst.

    Es gibt natürlich noch andere komprimierte verlustfreie Formate wie FLACC. Welche Unterschiede oder Vorteile es zu Apple Lossless kann ich aber nicht sagen. Vielleicht kann mich/uns jemand aufklären.

    Sonos unterstützt übrigens folgende Formate: MP3 (komprimiert), WMA (komprimiert), AAC+, iTunes, Ogg, VorbisAudible (format 4), Apple LosslessFlac (lossless), WAV (nicht komprimiert) und AIFF (nicht komprimiert).

    @Joachim
    Dann wünsche ich Dir viel Spaß mit Deiner Sammlung! Vor wenigen Jahren hätte ich mir das auch nicht vorstellen können. Vinyl ist einfach liebenswertes Produkt („Der analoge Sound, die großen Plattencover, die mehr Kunst als Schutzhüllen sind, und das Ritual das Vinyl auf den Teller zu legen und die Nadel zu platzieren, sind Relikte aus der prädigitalen Zeit.“). CDs hingegen sind meiner Meinung nach völlig „unerotisch“. Da sehe ich meine minimalistische Lösung klar im Vorteil, wo doch der Klang auch der gleiche ist.

    Antworten
    • Klaus 28. April 2014

      Hallo!

      Muss Sie berichtigen – Apple’s Produkt heißt ALAC (Apple Lossless Audio Codec), FLAC ist hingegen ein freier Audio Codec (Free Lossless Audio Codec, seit 2000 entwickelt). Erst seit 2011 ist auch ALAC frei (unterliegt der Apache-Lizenz).

      Unterschiede bestehen in der Art und Weise der Kodierung und Dekodierung, vom klanglichen bzw. der Dateigröße sind beide Codec’s imho gleich gut – hier geht es eher um die Glaubensfrage ;-).

      Antworten
  • Jessica 17. Februar 2013

    Hallo Christof,
    da ich den Unterschied zwischen verschiedenen Anlagen sowieso nicht raushören würde, würde ich dafür wohl kein Geld ausgeben, mir reichen ein paar Kopfhörer aus.

    Ich finde es ist trotzdem toll was Du machst:
    Dir geht es mehr um das Erlebnis der Musik, als um das Besitzen einer Sammlung.
    Du hast Deine Sammelleidenschaft hinterfragt und eine tolle Lösung dafür gefunden wie Du weiterhin Deine Leidenschaft ausüben kannst, ohne mit Dingen vollbeladen zu sein.
    Ich finde Minimalismus ist nicht striktes Abschaffen von Dingen oder ein Konsumverbot. Wenn Dir eine solche Anlage das Geld wert ist, einfach weil es Dein Hobby ist, und Dir wichtig ist, warum sollte es nicht minimalistisch sein so etwas zu kaufen?

    Antworten
  • Kim 17. Februar 2013

    @Christof: You’re welcome!

    Du hast mich mit deiner Antwort ja kurz erschreckt. Und dann hab ich in die letzten Überreste meiner Sammlung geguckt und gesehen, dass ich Depp die doch im .aif gespeichert hab. War extra von AAC auf AIF umgestiegen, um eben verlustfrei zu sein (vielleicht kommt man ja mal in den Genuss eines hochwertigen Soundsystems…). Hatte aber offensichtlich noch die falsche Abkürzung im Kopf. Mea culpa.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Du hast natürlich Recht!

    Antworten
  • Christof Herrmann 17. Februar 2013

    Man kann bei den vielen Abkürzungen und Formaten aber auch schnell durcheinander kommen.

    Falls jemand von Euch zufällig mal in Franken ist oder um die Ecke wohnt, führe ich die Sonos-Anlage gerne vor. Denke nämlich schon, dass man einen Klangunterschied hört. Habe selbst zwar große, aber eher schlechte Ohren ;) und bin doch vom Sound und den unglaublichen Möglichkeiten der Sonos-Welt begeistert.

    Antworten
  • Patrick 18. Februar 2013

    habe mir eben einen play:5 bestellt. ist wohl genau was ich gesucht habe, um simfy und radio nicht nur über kopfhörer am pc hören zu können. das gerät kann auch in verschiedene räume getragen und benutzt werden. danke für den hilfreichen bericht, christof. ciao pat

    Antworten
  • Christof Herrmann 20. Februar 2013

    Gerne, Patrick. Ich bin mir sicher, dass Du viel Spaß mit dem Play:5 haben wirst! Wenn Du magst, kannst Du an dieser Stelle berichten, ob es das versprochen hat, was Du Dir vorgestellt hast.

    Antworten
  • Inga 20. Februar 2013

    Ich höre nur sehr selten Musik, da ich die absolute Stille liebe. Die wenige Musik, die ich besitze, habe ich auf dem Rechner. CDs habe ich keine mehr, hatte ich aber auch früher nur wenige.

    Antworten
  • Christof Herrmann 20. Februar 2013

    Quiet is the new loud ;)

    Antworten
  • Inga 20. Februar 2013

    So ist es. ;) Die Geräusche der Natur brauche ich allerdings. Ohne Vögelgezwitscher oder Wind? Undenkbar. :)

    Antworten
  • Christof Herrmann 24. Februar 2013

    Kein Witz, Inga, ich höre gerade Vogelgezwitscher auf meiner Sonos-Anlage! Gibt nämlich paar Alben mit Vogelstimmen auf Spotify. Mit Sonos ist also wirklich alles möglich, was nicht heißt, dass Gezwitscher in der Natur schöner ist ;)

    Antworten
  • Lina Luna 25. Februar 2013

    Hui, von dem Gerät hab ich noch nie gehört.
    Bin selbst gerade am Überlegen, was ich mit meinen vielen schönen CDs mache. Bei meinen Eltern steht auch noch ein Kiste mit alten LPs, von denen ich mich nicht trennen mochte…
    Aber ich habe gar keine tolle Stereo-Anlage (obwohl ich Musikerin bin… als Musiker hat man für sowas leider kein Geld.) Habe schon vor ein paar Jahren die meisten CDs als mp3s auf meiner Festplatte gespeichert… aber irgendwie habe ich immer noch Hemmungen, die tollen Lieblings-CDs einfach wegzugeben.
    Genauso geht es mir mit Büchern. Man, was hätte ich für Platz in der Bude, wenn…

    Oh, schade, ein „Nachfolgende-Kommentare-Abo“ gibt es bei Dir nicht, oder?

    Antworten
  • Christof Herrmann 25. Februar 2013

    @Lina Luna
    Die armen Musiker wieder ;) Play:3 oder Play:5 könnte für Dich interessant sein. Den CDs bin ich ziemlich emotionslos gegenüber, wo ich die ganze Musik doch verlustfrei streamen kann.

    Evtl. richte ich das “Nachfolgende-Kommentare-Abo” noch ein. Gute Idee!

    Antworten
  • Björn 12. März 2013

    Es ist doch immer wieder schön, zu erleben, dass andere Menschen die gleichen Erfahrungen mit Sonos machen, wie man selber. Zunächst war es bei mir allerdings einfach die Notwendigkeit, Musik in die Küche zu bekommen, da das alte Küchenradio ausgefallen war. Im Wohnzimer dudelte eine Bose mit ipod und auf dem Handy befanden sich die übrigen gesammelten Lieder und Alben. Radio lief über die alte Stereoanlage mit Antennenempfang. Kurz: ein kunterbunter Mix diverser Techniküberbleibsel und Tonquellen.

    Die Entscheidung, eine Sonos zu kaufen, lag dann nahe, als wir Spotify angemeldet haben. Da jetzt auch die jeweils verbundenen Telefone (früher hat man mit denen übrigens wirklich nur telefoniert) direkt streamen können, liegt uns die Welt der Musik wieder zu Füßen (beziehungsweise steht sie auf einem Schrank in der Küche).

    Besonders zu schätzen ist es, in verschiedenen Räumen zeitgleich dieselbe Musik, bzw. denselben Radiosender spielen zu können. Wer schon mal in den gleichen Sender über 2 verschiedene Quellen gehört hat, weiß wie schrecklich es klingt, wenn dieselben Lieder wenige Sekündchen unterschiedlich abgespielt werden.

    Leider kann die sonos nur die vorinstallierte Dienste/Sender wiedergeben. Es wäre noch toll, wenn z.B. auch andere Dienste, wie 90elf o.ä. „eingepflegt“ werden könnten. Aber das kommt ja vielleicht noch.

    Ich freue mich über jede neue Box, die wir aufstellen. Auf das das ganze Haus erklinge…..und zwar synchron. Viele Grüße

    Antworten
  • Henning 28. April 2013

    Einpflegen von weiteren Musiksendern wie 90 elf geht doch über die Pc App. ?? (Verwalten –> Radiosender hinzufügen)

    Antworten
  • Christof Herrmann 28. April 2013

    Ja, danke für den Tipp. Die meisten Sender werden ja normal über die Suche gefunden, manche aber doch nicht. Dazu gibt man einfach über Verwalten -> Radiosender hinzufügen die entsprechende Streaming URL ein. Klappt super. Werde Björn mal eine Nachricht senden.

    Schönen Sonntag,

    Christof

    Antworten
  • Masse 20. September 2013

    Hallo Christof,

    eine Frage: ich arbeite oft zuhause (iMac) und will die Klangqualität verbessern und zur gleichen Zeit kabellose Lautsprecher. Der Raum ist ca. 25qm groß. Ich tendiere Richtung Play:5. Ich glaube es der richtige Kompromiss. Ich hab kein iphone, ipad, ipod. Nur iMac und ein macbook air. Sollte alles klappen mit der Einrichtung, richtig? Ich hatte ein Phlipps Fidelio gekauft und sofort zurückgeschickt, weil die Installation einfach nicht klappen wollte.

    Vielen Dank!

    Antworten
  • Christof Herrmann 21. September 2013

    Hallo Masse,

    ich kenne Sonos Play:5 nicht, gehe aber davon aus, dass die Einrichtung so kinderleicht ist wie bei meinem Sonos Connect.

    Habe gelesen, dass die Klangqualität vom Play:5 gut ist. Allerdings sollte man keinen Sound wie von einer Hifi-Anlage erwarten. Ggf. im Fachhandel vorführen lassen.

    Wenn Dir die Klangqualität nicht ausreicht, kannst Du das Sonos System auch an andere Aktivlautsprecher (also welche im Hifi-Bereich) anschließen. Wird dann natürlich deutlich teuer. Dafür brauchst Du ein Sonos Connect: Amp, die dann mit den Aktivboxen verbunden werden.

    Ach ja, bedenke auch, dass Du den Play:5 an Deinen Router anschließen musst. Falls das nicht möglich ist, brauchst Du noch eine Bridge.

    Viele Grüße,

    Christof

    Antworten
  • DocDocDoc 1. November 2013

    Ja, aber! Ich habe keinen Sonos aber auch überhaupt nichts gegen körperlos aufbewahrte Musik auf Datenträgern. Es ist ja auch super praktisch. Mittlerweile gehe ich vom OGG/Vorbis Datenformat mehr und mehr zum verlustfreien FLAC über. Nur: Ist das jetzt minimalistisch? Klar, wenn man die ursprünglichen Datenträger loswird, hat man mehr Platz in der Hütte – aber nicht mehr Platz im Kopf. Ich brauche für jedes neue Album meine Zeit, ich möchte es kennen lernen. Das Album steckt dann irgendwie auch in meinem Kopf. Und es werden immer mehr. Aber die Musiksammlung ist der Bereich in meinem Leben, in dem ich keinen Minimalismus betreiben will.

    Antworten
  • Patricia 1. November 2013

    Hallo!

    Ich bin letztens über WiMP gestolpert. Angeblich ein guter Streaming-Dienst für das Sonos und Co., welcher auch verlustfreies Material anbietet.

    Ich selbst nutzte zur Zeit aufgrund guter Konditionen meines Mobilfunkanbieters hauptsächlich Spotify. Meine CD-Sammlung habe ich deutlich verkleinert und besitze auch nur noch rund 150 Alben. Die meisten Alben fänden sich aber auch bei Spotify, so dass ich die Sammlung wohl noch weiter entschlacken werde.

    Streaming finde ich super. Große Auswahl, tolle Entdeckungsmöglichkeiten und auf meinen Geräten plötzlich Unmengen freien Speicherplatz. Und vielleicht kommt ja Schwung in den Markt und es folgen mehr Angebote für verlustfreies Streaming.

    Liebe Grüße

    Antworten
  • Christof Herrmann 4. November 2013

    @DocDocDoc
    Für mich bedeutet Minimalismus, sich von möglichst allem (auch – wie von Dir angesprochen – Dingen im Kopf) zu trennen, was einen belastet und vom eigenen Fokus ablenkt. Wenn jemand seinen Fokus auf Musik legt, kann er meiner Meinung nach durchaus eine große Sammlung (Vinyl/CDs oder digitaler Form) besitzen und minimalistisch leben. Minimalismus bedeutet nicht, aus zwei Koffern zu leben.

    @Patricia
    Vielen Dank für den Tipp mit WiMP. Ich habe zwar schon mehrere Streaming-Dienste über Sonos monatsweise getestet (Spotify, Simfy, Napster etc. – bringen alle überraschend gute Klangqualität auf Sonos), aber WiMP kannte ich bisher noch nicht. Da tun sich ja ganz neue Welten auf: Der erste Anbieter, der seinen gesamten Musikkatalog in verlustfreier Soundqualität (CD-Qualität) streamt (im „WiMP HiFi“-Paket für 19,99 EUR pro Monat). Ich teste das gerade und bin begeistert. Obwohl ich nicht die schnellste Internetverbindung habe, konnte ich bisher jedes Album ohne einen einzigen Aussetzer abspielen.

    Antworten
  • Patricia 5. November 2013

    @Christof
    Es freut mich, wenn es ein guter Tipp war!

    Ich überlege zur Zeit auch, in welche Richtung ich mich mit Audioequipment bewegen soll und habe mich die letzten Tage verstärkt über Sonos informiert. Und das stimmige Konzept mit seinen vielen Möglichkeiten gefällt mir gut.
    Mir gefällt z.B. auch der Punkt gut, dass man die Play:-Systeme einzeln oder zu zweit als Stereo-Kette nutzen kann und so die Freiheit hat, bei Bedarf ein vermeintliches Stereo-System in ein Multiroom-System umzuwandeln. Müsste nur mal eine Hörprobe machen, um zu sehen, ob ich langfristig nicht doch besser mit Aktivmonitoren und einem Connect bedient bin. Jedenfalls gibt es viele interessante Optionen und ich werde sicher für mich fündig. Daher möchte ich auch Dir für Deinen Tipp danken!

    Liebe Grüße

    Antworten
  • Christof Herrmann 6. November 2013

    Die Möglichkeiten mit den verschiedenen Sonos-Komponenten sind tatsächlich vielfältig. Ob einem ein oder zwei Sonos Play:-Systeme ausreichen, dürfte am Anspruch an die Klangqualität liegen. Ohne es getestet zu haben, behaupte ich einfach mal, dass gerade in größeren Räumen die Kombination aus Sonos Connect mit zwei Aktivlautsprechern bzw. Sonos Connect mit einem Verstärker und zwei Lautsprechern (so höre ich Musik, siehe oben) besser klingt. Auf der anderen Seite sind diese beiden Lösungen etwas teurer und weniger minimalistisch ;-) Im Zweifelsfall beim Händler vorführen lassen. Meine Anlage kann ich gerne vorführen, falls jemand in der Nähe wohnt und Interesse hat.

    Viele Grüße

    Christof

    Antworten
  • André 3. Dezember 2013

    Hallo Patricia, hallo Christof,

    ich habe den Artikel voller Interesse gelesen und freue mich, durch Zufall auf diese Seite gestoßen zu sein.

    Nun hatte ich letzte Woche aber ein Erlebnis, dass ich Euch Beiden gerne mitteilen möchte:
    Ich habe mich vor Ort bei Saturn über Sonos informiert, auch, um mir den Sound mal anzuhören. Ich war mir nicht sicher, ob mir der Detailreichtum reichen würde.
    Ich wurde von einem sehr netten Mitarbeiter beraten, der mir aus Gründen des Strumverbrauchs dringend von Sonos abriet: Die Geräte würden das 700-fache (!!!) an Strom allein im Standby verbrauchen – verglichen mit einer durchschnittlichen Komponenten-Anlage (Receiver + Decks). Er habe das zusammen mit Kollegen mal gemessen und auf’s Jahr hochgerechnet. Ich glaube ihm, denn er hätte mit den Sonos-Preisen sehr viel mehr Geschäft mit mir machen können, als mit den Geräten, die er mir danach empfahl.

    Ich will Sonos nicht schlecht machen, denn ich kann es selber nicht überprüfen (zu wenig Ahnung von der Materie). Man kann ja auch die Geräte tagsüber einfach vom Strom nehmen, dann gleicht sich bestimmt einiges wieder aus.
    Finde ich sehr schade, da mich die Geräte und das ganze Konzept schon sehr ansprechen. So bleibe ich bei großen „Audio-Klötzen“ und weiß zumindest, dass ich vermeindlich auch die bessere Soundqualität habe ;-)

    Nur für Euch Beiden zur Info!

    Grüße!

    PS: Vielen Dank für den Hinweis auf WiMP – die scheinen die Künstler fairer zu bezahlen, als Spotify, und der Hifi-Tarif ist tatsächlich sehr interessant!

    Antworten
  • Christof Herrmann 3. Dezember 2013

    Hallo André,

    ich meide Saturn & Co schon seit Jahren. Die Beratung, die man dort bekommt, ist teilweise hanebüchen. Die Aussage, dass die Sonos-Komponenten „das 700-fache an Strom allein im Standby verbrauchen – verglichen mit einer durchschnittlichen Komponenten-Anlage“ fällt für mich in diese Kategorie. Lieber ins Fachgeschäft, wo man kundige und differenzierte Aussagen bekommt.

    Mein Artikel oben geht zunächst mal nur über Sonos Connect (gibt ja noch diverse andere Sonos Systeme). Dieses kleine Gerät ersetzt meinen CD-Player. Verstärker und Lautsprecher habe ich beibehalten. Die Klangqualität ist mit Sonos gleich geblieben oder sogar besser geworden (siehe Blogbeitrag oben).

    Im Betrieb verbraucht meine Anlage nun sogar etwas weniger Strom als vorher. Habe es nach dem Kauf im Februar gemessen. Nach meiner Erinnerung lag der Verbrauch des CD-Spielers bei um die 10 Watt. Meine Sonos Connect hingegen verbraucht weniger als 10 Watt. Lasse ich mein Laptop laufen, ausschließlich um Musik auf die Sonos Connect zu streamen, müssten man den Stromverbrauch des Laptops noch dazuzählen. Somit kann der Stromverbrauch schon mal etwas höher ausfallen als mit meiner vorherigen Anlage mit CD-Player. Bleibt aber im Rahmen bzw. kann vernachlässigt werden, wenn man nicht rund um die Uhr „Musik abspielt“, sondern gezielt „Musik hört“.

    Im Standby-Betrieb soll Sonos Connect. ca. 4 Watt verbrauchen (habe das aber nicht gemessen). Dass das Gerät keinen Netzschalter hat, also immer auf Standby steht, ist ärgerlich. Da kommen im Jahr schnell ein paar Euro zusammen. Das Probem kennt man ja von anderen Haushaltsgeräten. 4 Watt sind ein bisschen hoch, aber sicher nicht das 700-fache einer „durchschnittlichen Komponenten-Anlage“. Abhilfe kann man ja leicht schaffen, indem man etwa einen Stecker mit Schalter (so etwas kostet 5 EUR) dazwischen schaltet und Sonos Connect nur dann an den Strom nimmt, wenn man Musik hört.

    Viele Grüße

    Christof

    Antworten
  • André 3. Dezember 2013

    Hallo Christof,

    ja, das sehe ich ähnlich. Aber immer wieder treffe ich auch kompetente Leute im Saturn oder Media-Markt, auch wenn es schon stimmen wird, dass der Durchschnitt dort eher „unterdurchschnittlich“ ist ;-)

    Das mit der Steckdosenleiste sehe ich genauso, habe ich ohnehin fast im ganze Haus so umgesetzt.
    Wie gesagt, es lag mir fern, irgendwem den Spaß an Sonos zu verderben – im Gegenteil macht mir Dein Post jetzt sogar Mut, mich nochmals mit Sonos zu beschäftigen.

    Viele Grüße und einen schönen Abend,
    André

    Antworten
  • Christof Herrmann 4. Dezember 2013

    Falls Du mal in Franken bist, kann ich Dir übrigens gerne meine Sonos-Anlage vorführen …

    Antworten
  • Joachim Weiß 7. Januar 2014

    Hi Christof,
    noch eine Frage zum Sonos-Setup: musst du zwangsläufig die Musik von deinem Rechner aus streamen oder geht das auch von einem Smartphone aus (bzw. mehreren – in unserer Familie hat schließlich jeder sein eigenes :))?

    Viele Grüße,
    Joachim

    Antworten
  • Christof Herrmann 7. Januar 2014

    Hallo Joachim,

    ich habe das zwar noch nicht ausprobiert, aber gelesen, dass das geht. Das Procedere sollte recht einfach sein. Auf dem PC oder Laptop wird das Smartphone (oder auch mehrere) in der Sonos-Installation als Player aufgenommen. Anschließend kann man in der Sonos-App auf dem Handy unter dem Eintrag „Dieses Mobilgerät“ die Musik auf dem Handy durchsuchen und über Sonos abspielen. Zu Klangqualität und Zuverlässigkeit kann ich nichts sagen. Ich streame bisher ausschließlich über mein Laptop und bin auch nach einem Jahr begeistert.

    Viele Grüße

    Christof

    Antworten
  • Christof Herrmann 7. Januar 2014

    PS: Joachim, ich war jetzt doch neugierig und habe das getestet. Klappt, wie in meinem Kommentar zuvor beschrieben, einwandfrei. Die Einrichtung dauerte keine 5 Minuten. Konnte keinen Unterschied in der Klangqualität hören (habe zum Test eine Lossless-Datei auf mein Smartphone kopiert und die beiden gleichen Musikdateien dann abwechselnd vom Laptop und vom Smartphone abgespielt). Ist ja eigentlich auch logisch, da beide über das W-LAN übertragen werden. Spielt man komprimierte Datei vom Smartphone ab, ist analog zum Abspielen vom Laptop die Klangqualität entsprechend schlechter.

    Antworten
  • Joachim Weiß 7. Januar 2014

    Super, vielen Dank fürs ausprobieren!

    Antworten
  • Mint 21. August 2014

    Was hast Du mit den Schallplatten gemacht? Vorher digitalisiert? Digitale Versionen der Musik erworben/heruntergeladen? Oder ist diese Musik tatsächlich aus Deinem Haushalt verschwunden?

    Es ist nicht minimalistisch oder Ausdruck einer einfacheren Lebensführung, so und so viele physische Tonträger zu entsorgen, sich dafür aber ein Sonos ins Haus zu holen.

    Übrigens habe ich ein Raumfeld (und viele Schallplatten) …

    Antworten
    • Christof Herrmann 8. September 2014

      Ich habe die Schallplatten nicht digitalisiert, sondern verkauft und verschenkt. Von den CDs habe ich meine 400 Lieblings-CDs digitalisiert.

      Vor der Umstellung hatte ich 4.000 CDs und LPs, einen Verstärker, einen Plattenspieler, einen CD-Spieler sowie zwei große Standboxen. Stattdessen habe ich nun das Sonos-Kästchen und zwei Aktivlautsprecher von Nubert. Mehr nicht. Für mich ist das Minimalismus pur. Es macht mein Leben einfach und mich zufriedener.

      Dass Vinyl ein tolles Produkt ist und mit einer passenden Anlage, sehr gut klingt, stelle ich dabei gar nicht in Frage (ich war mal zwei Jahre lang mit einem Webshop für Second Hand Schallplatten selbstständig).

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Jens 19. Januar 2015

    Hallo!

    Der Artikel ist zwar schon ein Weile älter, aber noch einmal zum Thema „Minimalismus im Kopf“ bei der Musik:

    Digitalisieren ist ja fast eine „klassische“ Methode von Minimalisten. Seien es Fotos oder Musik, die physischen Platzräuber sind recht schnell entsorgt. Wenn dann tausende von Fotos oder Tage an Musik auf Festplatten schlummern, können sie trotzdem zu einer Belastung werden. Denn auch eine große digitalisierte Sammlung will gehört, gesehen und organisiert werden.

    Zusammen mit der Digitalisierung meiner Musiksammlung auf dem Rechner habe ich die Sammlung aufgegeben. Alle Alben eines Künstlers? Besondere Pressungen? Das hat keine Bedeutung mehr, denn auf dem Rechner bleibt nur die Musik übrig. Und dort habe ich radikal ausgemistet. Auf CDs gab es immer wieder das eine oder andere Stück, was mir nicht gefiel – einfach gelöscht. Alle Alben eines Künstlers zu haben, damit die Sammlung „voll“ ist? Die Zeiten sind vorbei. Aus meiner großen Sammlung ist mitterweile ein „Best of“ meiner Lieblingssongs geworden. Um die muss ich mich nicht mehr kümmen. Sie schlummern auf meiner Festplatte und können nach Bedarf abgerufen werden.

    Neue Musik zu entdecken reizt mich auch immer wieder, dazu höre ich auch immer wieder in neue Sachen rein. Aber nur die Songs, die mir wirklich gefallen wandern auf den Rechner.

    Noch weiter ginge der Umstieg auf reine Streamen, die bisher mir bekannten Dienste konnten mich persönlich aber bisher nicht überzeugen…

    Grüße
    Jens

    Antworten
    • Christof Herrmann 21. Januar 2015

      Hallo Jens,

      schöne Gedanken zum Thema Minimalismus, denen ich nur beipflichten kann. Auch digitale Sammlungen und digitaler Müll auf den unterschiedlichen Geräten kann belasten und vom Wesentlichen ablenken.

      Kennst Du den Streaming-Dienst WiMP? Die bieten mit WiMP HiFi verlustfreies Streaming an, also in CD-Qualität. Habe es ein paar Monate lang verwendet und kann es empfehlen. Es kostet 19,99 Euro im Monat, kann jederzeit gekündigt werden (für mich macht z. B. im Sommerhalbjahr so ein Abo wenig Sinn, da ich dann nur wenig zuhause bin) und man kann es 7 Tage kostenlos testen.

      Einfach bewusste Grüße

      Christof

      Antworten
  • Andreas 6. Februar 2015

    Hallo,

    seit Erscheinen dieses Artikels hat er sich in meinem Hinterkopf festgesetzt. Nach langen Überlegungen und Vergleichen bin ich dann im November 2014 zur Tat geschritten.
    – CD‘ s digitalisieren (ca. 250)
    – Fernseher raus
    -Stereoanlage samt Boxen raus
    – Receiver raus
    – TV-Rack raus
    – CD Ständer raus
    – die Teile des Wohnzimmerschrankes die jetzt frei von Anlage und CDs waren – auch raus.
    – LED-TV an die Wand montiert (Ich könnte darauf verzichten, meine Meinung zählt hier aber nicht ;-))
    – (vorhandenes) Netbook mit LinuxMint + Clementine (Player) in den Schrank
    – beides an meine neuen Canton_Your angeschlossen – fertig ist das minimalistische System.

    VG
    Andreas

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    • Christof Herrmann 7. Februar 2015

      Hallo Andreas,

      find ich klasse, dass ich Dich zu dieser minimalistischen Anlage motivieren konnte :-)

      Von Sonos gibt es ja ähnliche Lautsprechersysteme wie Dein Canton_Your-System. Ich habe mich dann aber dagegen entschieden, weil mir die Klangqualität (im großen Wohnzimmer) nicht ausgereicht hat. Deswegen haben wir seit Sommer letzten Jahres zwei Aktivlautsprecher von Nubert. Die Musik kommt weiterhin über Sonos Connect.

      Viel Spaß mit Deiner minimalistischen Anlage

      Christof

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      • André 9. März 2015

        Hallo Christof,

        das ist ja witzig – ich bin auch auf die Idee gekommen, meine Anlage zu verkaufen und auf Aktivboxen von Nubert zu wechseln :-)

        Ich vermute, Du hast auch NuPro’s? Welche sind es? Bist Du zufrieden mit der Klangqualität?

        Ich bin nämlich gerade am Überlegen, ob ich ein Angebot über eine Sonos Playbar + Sub wahrnehmen soll, oder lieber die Nuberts, die klanglich, denke ich, den Sonos-Lautsprechern schon noch überlegen sein werden…

        Grüße,
        André

        Antworten
      • Christof Herrmann 9. März 2015

        Hallo André,

        wir haben zwei nuPro A-300 plus Sonos Connect und sind sehr zufrieden damit. Die Sonos Playbar+Sub kommt da klanglich sicher nicht ran und hat mich auch im Laden nicht überzeugt.

        Viele Grüße

        Christof

        PS: Ich habe eine ungeöffnete Sonos Bridge in Originalverpackung günstig abzugeben. Vielleicht kannst Du sie oder sonstjemand gebrauchen.

        Antworten
        • André 9. März 2015

          Hallo Christof,

          sehr gut, danke für die Bestätigung – ich war im Laden auch nie 100% überzeugt vom Klang der Sonos-Lautsprecher… Dazu kommt noch der Faktor, dass ich keine Musik mehr hören könnte, wenn mein Internet mal ausfallen sollte – geht GAR nich! ;-)

          Ich werde allerdings die A-200 wählen und vermute, dass sie mir genügen werden – ich habe bisher keinen Subwoofer oder dergleichen gebraucht, und soweit ich weiß bieten die 300er vor allem mehr Tieften – die 200er werden auch überall (auch ohne Sub) sehr gelobt.

          Die Bridge wäre tatsächlich sehr interessant für mich – kannst Du mir über diesen Beitrag eine E-Mail schreiben? Meine Mail-Adresse ist ja hinterlegt, oder?

          Viele Grüße,
          André

        • Christof Herrmann 9. März 2015

          Sofern Du einen nicht zu großen Raum hast, sollte die A-200 auch reichen. Im Zweifel einfach bei Nubert anrufen. Deren Support ist vorbildlich.

          Wegen der Sonos Bridge schreibe ich Dir gleich eine Mail.

          Viele Grüße

          Christof

  • Felix 9. März 2015

    Hallo Christof,

    ich überlege auch gerade, wie ich minimalistisch Musik genießen kann. Kannst du mir ggf. ein Programm empfehlen, mit dem man CDs zuverlässig und flott verlustfrei digitalisieren kann?

    Beste Grüße

    Felix

    Antworten
    • Christof Herrmann 9. März 2015

      Hi Felix,

      ich habe iTunes verwendet und meine Lieblings-CDs in Apple Lossless gespeichert. Ist allerdings schon paar Jahre her. Würde mich an Deiner Stelle also noch mal informieren. Gibt auch weitere verlustfreie Formate wie FLAC.

      Beste Grüße zurück

      Christof

      Antworten
      • Felix 11. März 2015

        Hi Christof,

        danke für die schnelle Antwort. Ich habe mich informiert. Für Nicht-Itunes-Nutzer scheint der Königsweg über ein Programm namens ExactAudioCopy und FLAC zu führen. Ich werde mal eine CD probeweise digitalisieren und schauen, wie lange das dauert.

        Gruss

        Felix

        Antworten
  • Matthias Oßwald 24. Juni 2015

    Hallo Christof!

    Ich muss jetzt leider mal deutlich Kritik an deinem werben für Streamingdienste üben!
    Das Nutzen von Streamingdiensten mag minimalistisch sein, nachhaltig ist es jedoch nicht. Es ist eher das klare Gegenteil von Nachhaltigkeit!

    1. Vorhandene, funktionstüchtige Konsumprodukte (Plattenspieler, CD-Spieler) durch neue elektronische Konsumprodukte zu ersetzen kann ja schon vom Prinzip her nicht nachhaltig sein, da das neue Produkt ja erst mal hergestellt werden muss und dafür müssen logischerweise Rohstoffe, Energie und Arbeitskraft aufgewendet werden. Und das Elektrogeräte in der Regel nicht nachhaltig oder gar fair produziert werden ist ja hinreichend bekannt. Das Fairphone stellt hier sicher eine lobenswerte Ausnahme dar.

    2. Für das bereitstellen der Streamingdienste werden Unmengen von Megawattstunden zum betreiben der riesigen Server verbraucht. Deine CDs und Platten waren ja schon produziert und haben durch ihr Rumstehen sicher Platz in deiner Wohnung verbraucht, aber keinen Strom!

    3. Und jetzt der für mich und die meisten anderen Musiker entscheidende Punkt: Streamingdienste sind Ausbeutung pur! Viele kleinere Indielabel haben ihre Kataloge aus gutem Grund bei Spotify und Co wieder abgezogen. Hauptverdiener sind neben den Majorlabels Konzerne, die Du sonst sicher nicht so gerne unterstützen möchtest. Ein kurzer Blick zu Wikipedia reicht schon: Goldman Sachs, Deutsch Bank, Coca Cola, etc. Folgender Artikel zeigt auf wie die generelle Verteilung der Einnahmen bei Streamingdiensten läuft:
    https://musikwirtschaftsforschung.wordpress.com/2015/02/24/wer-profitiert-von-spotify-co/
    Der nächste englischsprachige Artikel erläutert dann noch mal sehr klar wie die mageren 6,8% der Einnahmen für Künstler (die eigentlich Wertschöpfenden) verteilt werden:
    http://kernelmag.dailydot.com/issue-sections/staff-editorials/12136/spotify-royalty-payment-model/

    Aber auch hier muss natürlich jeder selbst wissen was er für sich verantworten kann. Ich kann nur darum bitten, dass Musikliebhaber bitte auch in Zukunft ihre Künstler bezahlen, sei das durch CD-Käufe, Legale MP3-Downloads oder Konzertbesuche. Sonst kommt wirklich irgendwann der Punkt an dem – wie Sven Regener es formuliert hat – „Künstler sein“ nur noch ein exzentrisches Hobby ist, aber keine Tätigkeit mehr von der man leben kann.
    http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/regener_interview100.html

    viele Grüße und nochmals vielen Dank für die Infos zur Alpenüberquerung!

    P.S.: hier noch ein sehr schöner, deftiger Artikel des schweizer Musikjournalisten Gegi Sgrist:
    http://www.srf.ch/radio-srf-3/musik/musik-blog/musikstreaming-ekelt-mich-an?ns_source=web&fb_ref=Default
    Er vergleicht hier Streamingdienste mit Flatrate-saufen und all-you-can-eat Freßgelagen. ;-)

    Antworten
    • Christof Herrmann 27. Juni 2015

      Hallo Matthias,

      vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar!

      Ich kann mir gut vorstellen, dass Du als professioneller Musiker und absoluter Musikliebhaber mit dem Streamen nicht viel anfangen kannst. Wie Du vielleicht weißt, war ich einmal zwei Jahre lang mit einem Webshop für Second Hand Vinyl selbstständig und habe mich und meine Kunden mit dem schwarzen Gold glücklich gemacht.

      Trotzdem streame ich mittlerweile aus Überzeugung, da zum einen die Musik nicht mehr die zentrale Bedeutung in meinem Leben hat und ich mit 4.000 CDs und Schallplatten nicht minimalistisch leben kann (und ohne all dem Kram tatsächlich in eine kleinere Wohnung gezogen bin).

      Zu Deinem Einwand unter 1. und 2.: Du behauptest, dass ich nun weniger nachhaltig leben, seitdem ich aufs Streaming umgestellt habe. Quellen oder Beweise lieferst Du aber keine. Ich denke es ist abhängig von der Nutzung und der Art der Anlage (zudem darf man nicht vergessen, dass CDs und Vinyl ein echtes Müllproblem darstellen). Vergleiche ich meine alte Anlage aus Standlautsprechern, Verstärker, CD-Spieler und Plattenspieler (die ich alle Second Hand verkauft bzw. einem Sozialkaufhaus gespendet habe und die demnach weiter in Verwendung sind) mit meiner neuen Anlage aus Aktivlautsprechern und der winzigen Sonos-Box habe ich meinen Stromverbrauch deutlich gesenkt. Ohne es genau nachzurechnen, müsste das mehr als die Hälfte sein. Natürlich muss man noch die Serverleistung der Streamingdienste hinzuzählen, die aber pro Kunde deutlich weniger ausmachen, als das, was ich zuhause an Strom einspare. Summa summarum bin ich mir sicher, dass ich nachhaltiger als vorher Musik höre. Das soll aber nicht bedeuten, dass es wirklich nachhaltig ist. Grundsätzlich ist ja jede Internetanfrage eine ökologische Belastung.

      Zu 3.: Dieses Problem ist mir durchaus bewusst. Da ich aber schon die Jahre vor dem Streamen keine CD und Schallplatten gekauft habe und dies auch jetzt nicht mehr tun würde, bekommen die Künstler durch mein Streaming zumindest ein paar Cent. Würde ich nicht Streamen, würde ich ja nur meine alten CDs und Schallplatten hören. Ich bin aber gerne bereit fürs Streaming einen fairen Preis zu zahlen. Wenn Du einen Anbieter kennst (derzeit verwenden wir Spotify und WiMP), bei dem die Bands und Musiker gerechter behandelt werden, wechsel ich umgehend! Ich bin kein Hellseher, wenn ich sage, dass die CD ist tot ist (spätestens seit man in CD-Qualität und besser streamen kann), ein neues anderes Produkt nicht in Sicht ist und Vinyl wird nur etwas für Musik-Aficionados bleiben wird. Daran werden auch Musikjournalisten wie Gegi Sgrist nichts ändern können. Deswegen sollten wir lieber überlegen, wie wir das Streamen nachhaltig und fair gestalten können.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Miquel Prado 5. Februar 2016

    ich hab auch mal eine Frage. Wie ist es denn, wenn ich mehrere Geräte an den Sonos Connect anschliessen möchte. Ich hab ja noch einen Plattenspieler (mit Cinch Ausgang), einen externen Aktivlautsprecher (den ich als TV-Soundbar nutze), Bluray Player und den Smart-TV. Ich habe keinen Receiver weil ich keinen brauche. Auch habe ich keinen Verstärker (brauche ich auch nicht, denn ich hab ja den Aktivlautsprecher). So, und wie kann ich jetzt all die Geräte an den Connect anschliessen? Ist das machbar über Cinch oder Digital -Splitter bzw. Y-Kabel?

    Antworten
    • Christof Herrmann 6. Februar 2016

      Ich habe an meiner Sonos Connect Aktivlautsprecher angeschlossen. Das klappt natürlich problemlos. Mehr kann ich nicht sagen, da ich noch keine anderen Geräte angeschlossen haben. Nehme doch einfach mit dem Sonos-Kundenservice Kontakt auf (per E-Mail oder kostenlose 0800-Nummer). Ich habe mit diesem gute Erfahrung gemacht.

      Antworten
  • Chris 18. Mai 2016

    Ich habe kürzlich ebenfalls meine CDs verkauft streame jetzt alles über Spotify.

    CDs hatte ich zwar schon vor einiger Zeit digitalisiert, aber da auf Spotify 98% meiner Alben verfügbar sind, spare ich mir ein NAS und sonstige unnötige Technik.

    Derzeit höre ich über einen Google Audio Cast (39 Euro) der an einem klassischen Verstärker hängt. Mehrere dieser Google Dinger können auch zu Multiroom kombiniert werden.

    Ich bin glücklich mit meiner neuen Lösung und freue mich, dass ich endlich wieder meine alten Sachen höre. Denn seit ca. 5 Jahren sind die CDs nur noch verstaubt und es wurde schon lange primär gestreamt und neue Musik habe ich mir auch nicht mehr auf CD gekauft. Hierfür genügt 1 Klick in Spotify.

    Derzeit nutze ich noch diesen Anbieter, bin aber auch bereit zu einem anderen zu wechseln, wenn die Künstler besser entlohnt werden. Natürlich spielt die Klangqualität und die Verfügbarkeit von Musik ebenfalls eine große Rolle.

    Seit ich meine CDs verkauft habe, macht mir Musik hören auch endlich wieder Spaß, denn bis dato verteilte sich meine Sammlung auf CD, Festplatte und Spotify. Jetzt habe ich nur noch eine Quelle, benötige keinen Platz mehr, habe alles an einem Ort und demnach erfolgreich minimalisiert.

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