Vom Spinner zum Winner – Interview mit SONNENTOR-Gründer Johannes Gutmann

SONNENTOR-Gründer Johannes Gutmann

Bereits 2010 war SONNENTOR mit einem Marktanteil von rund 50 % österreichischer Marktführer im Bereich des Biofachhandels mit Kräutern, Tee und Gewürzen und stand in Deutschland an dritter Stelle. Nicht mal Johannes Gutmann selbst hätte 1988 gedacht, dass aus seiner belächelten Ein-Mann-Firma ein Unternehmen mit heute über 320 Mitarbeitern und 900 Produkten werden würde. Doch um Wachstum ging es dem Mann mit der roten Brille und der uralten Lederhose nie. Im Interview erzählt er, dass es ihm vielmehr um die Heilkraft der Tees und Gewürze, um die Biobauern, um seine Heimat, dem Waldviertel in Niederösterreich, um Nachhaltigkeit und um das Etablieren einer Gemeinwohl-Ökonomie ging und geht.

Christof Herrmann: Im nächsten Jahr wird Sonnentor 30 Jahre alt. Wie fing denn 1988 alles an?

Johannes Gutmann: Ich bin im Waldviertel in Niederösterreich auf einem kleine Bauernhof aufgewachsen und liebe meine Heimat. Doch ich war von März bis Juli 1988 ohne Job und wusste nicht, wie es nun weiter gehen sollte. Den Hof meiner Eltern wollte ich nicht übernehmen und in die Stadt hat es mich auch nicht gezogen. So musste eine zündende Idee her. Ich sah die Chancen unserer Region, die sie dank der Kraft der Natur, der Ruhe und der Menschen hatte. Doch die Bauern am Land hatten einen beschränkten Absatz, obwohl sie so viel zu bieten haben. Tja und ich, ich hatte keine Arbeit, konnte aber ganz gut verkaufen und so packte ich es an. Am Anfang waren es drei Bio-Bauern, die mir vertrauten und deren Schätze ich auf den Bauernmärkten präsentierte. Dann nahm die Geschichte ihren Lauf …

Christof Herrmann: Dass Du einmal über 300 Mitarbeiter beschäftigen würdest, war zu Beginn kaum absehbar.

Johannes Gutmann: Meine Idee, vom Verkauf von Bio-Kräutern leben zu wollen, wurde am Anfang belächelt. Viele hielten mich für einen „Spinner“, als ich als Einmann-Unternehmen mit meinen Kräutern von Bauernmarkt zu Bauernmarkt zog. Ich lies mich aber nicht beirren. Mich freuten die interessierten Fragen und Nachkäufe der ersten Kunden, die bald Fans wurden und mich aufgrund meiner alten Lederhose wieder erkannten. Viele können das nicht glauben aber die Vision, so groß zu werden, gab es nie! Es waren vielmehr viele kleine Schritte. Manchmal auch einer zurück und dann wieder zwei vorwärts. Ich wollte zwar schon immer, dass die ganze Region von meiner Idee profitiert. Dass daraus rund 320 Arbeitsplätze und noch mehr werden, in einer strukturschwachen Region wie dem Waldviertel, und über 200 Bio-Bauern zur SONNENTOR-Familie gehören – damit konnte nun wirklich niemand rechnen. Mein Ziel, von meiner Arbeit leben zu können, habe ich im ersten Jahr erreicht. Ich wollte leben und leben lassen, Wertschöpfung mit Wertschätzung verbinden, Freude und Gleichgewicht in meinem Leben und das steht von Anfang an in unserem Leitbild.

Christof Herrmann: In ersten Jahren standst Du mit Deinen Kräutern auf den Märkten des Waldviertels und warst nah dran an den Kunden. Wie macht Ihr heutzutage die Ernährungstrends ausfindig und wie könnt Ihr so schnell mit einem neuen Produkt reagieren? Ich denke da z. B. an die Kurkuma-Tees und die Wieder gut!-Gewürze.

Johannes Gutmann: Ich war fünf Jahre auf Märkten unterwegs. Dadurch hatte ich natürlich einen engen Austausch mit den Menschen. Sie erzählten mir von ihren Wünschen – was ihnen gut tut und was weniger. Da habe ich viel gelernt. Dieses Wissen konnte ich direkt in die Produktentwicklung einfließen lassen. Ich glaube, das Geheimnis unserer Tees und Gewürze ist, dass wir diese Nähe zu den Kunden nie verloren haben! Ob in den SONNENTOR-Geschäften, am Telefon, auf Messen oder in den sozialen Medien, wir haben immer ein offenes Ohr. Neue Ideen sind stets gefragt. So ist mittlerweile eine ganze Reihe unserer Produkte von unseren Kunden und Franchise-Partnern inspiriert. Dass wir den „Grünen Kaffee“ in unser Sortiment aufnehmen, war etwa die Idee unseres Vertriebspartners aus Italien und siehe da, ein absolutes Trendgetränk war geboren! Viele unserer Tees und Gewürz-Mischungen sind aber Gemeinschaftsprodukte. Irgendjemand hat eine Idee oder ein altes Rezept und dann beginnen wir in Sprögnitz zu mischen und zu probieren. So war es auch bei der neuen Wieder gut!-Gewürzlinie. Die Rezepturen sind inspiriert vom Kräuterwissen aus längst vergangen Tagen. Wir haben dieses bewahrt und in neue spannende Mischungen verpackt. So ist es uns gelungen, fünf Helferlein zu kreieren, die mit ihrer wohltuenden Wirkung dabei unterstützen, die Herausforderungen des Alltags zu meistern.

Die Kurkuma-Tees von SONNENTOR

Christof Herrmann: Der Geschmack eines jeden Menschen ändert sich im Laufe des Lebens. Wie hat sich denn Deiner und der der Sonnentor-Kunden in den letzten 30 Jahren geändert?

Johannes Gutmann: Zugegeben, mein Geschmack hat sich wenig gewandelt. Ich bin zwar immer offen für neue Rezepte und Geschmacksnoten, doch meine Leibspeis‘ ist bis heute gebratene Steinpilze. Am liebsten einfach auf ein Stück frisches Brot vom Bio-Bäcker, darüber ein Hauch von unserem 12-Kräutersalz – mhhmmmm. Da wächst die Freude auf meinem Gaumen. Bei unseren Kunden merkt man klar, dass der Trend dahin geht, wieder vieles selbst zu machen. So stellen wir laufend neue Ideen auf unsere Homepage, die zeigen, was man mit unseren Schätzen alles zaubern kann. Vor Weihnachten war etwa der Orangen-Kardamon Sirup der Renner.

Christof Herrmann: Was hat es mit dem Namen Sonnentor und dem Logo auf sich?

Johannes Gutmann: Ich war auf der Suche nach einem passenden Symbol für meine Firma und so kam ich auf das Sonnentor. Die Waldviertler Bauern waren lange Leibeigene gewesen. Wer den Schritt in die Freiheit schaffte, brachte eine Sonne mit 24 Strahlen – ein Strahl für jede Stunde des Tages – an seinem Tor an. So lange die Sonne schien, würden dieser Hof und die Freiheit des Bauern bestehen. Johannes, sagte ich mir, nütze die Kraft und die Geschichte der Sonne und packe es an!

Christof Herrmann: Sonnentor handelt gemeinwohl-ökonomisch. In dieser ethischen Alternative zum gegenwärtigen profitgetriebenen Wirtchaftssystem steht das Wohl von Mensch und Umwelt im Mittelpunkt.

Johannes Gutmann: Weltweite Finanz- und Wirtschaftskrisen, Überstunden und Burnout von Millionen Mitarbeitern – es läuft zweifellos etwas falsch in vielen Unternehmen. Merkwürdig nur, dass scheinbar alles beim Alten bleibt. Nach wie vor zählt in vielen Unternehmen allein der Profit. Doch das kann es nicht sein! Wir brauchen endlich Unternehmen, die erfolgreich sind, weil sie sich für die Belange der Natur sowie der Menschen – der Mitarbeiter, der Verbraucher und der breiten Öffentlichkeit – verantwortlich zeigen. Wir müssen statt egoistischem Wettbewerb ein besseres Miteinander fördern, von dem alle profitieren. Wir müssen in Zukunft Fairness, Transparenz und Nachhaltigkeit statt Konkurrenz belohnen. SONNENTOR ist aus diesem Grund seit 2011 Pionierunternehmen der Gemeinwohl-Ökonomie. Für mich ist die Gemeinwohl-Ökonomie ein Herzenswunsch, den ich durch diese Gemeinschaft künftig weiter wachsen sehe und dank der klar definierten Kriterien noch transparenter weiter tragen kann.

Christof Herrmann: In einem endlichen System mit endlichen Ressourcen kann es kein unendliches Wachstum geben. Ich bin davon überzeugt, dass eine Wachstumsrücknahme kommen wird – freiwillig oder gezwungenermaßen.

Johannes Gutmann: Richtig. Es war nie mein Ziel, unendlich zu wachsen! Der SONNENTOR-Familie soll es gut gehen und sie soll stabil bleiben, das hat oberste Priorität. Wir sind von Anfang an konstant gewachsen. Aber jetzt geht es darum, gesund zu bleiben und weiterhin erfolgreich zu wirtschaften.

Christof Herrmann: 2000 Gemeinwohl-Unternehmen sind ein positives Signal, aber bis jetzt nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Warum tut sich die Postwachstumsökonomie so schwer?

Johannes Gutmann: In unserer Gesellschaft ist das Individuum leider meist von Egoismus getrieben und hat Angst davor, benachteiligt zu werden. Jeder will für sich das Maximum herausholen und dabei ist egal wer oder was dafür draufzahlt. Dieses Denken gilt es, aus den Köpfen zu verbannen. Man muss die Menschen wach rütteln und dazu bewegen, ihre ich-zentrierte Perspektive zu verlassen. Nur dann können sie erkennen, wenn es der Gemeinschaft gut geht, fehlt es auch ihnen an nichts.

Christof Herrmann: Du brennst noch immer für die Bio-Sache und Dein Unternehmen. Was ist Dein Geheimnis?

Johannes Gutmann: Mein Geheimnis ist, dass ich nicht alles selber mache. Ich habe mich weitestgehend aus dem operativen Tagesgeschäft zurückgezogen. Ich vertraue meinem Team, dass jeder einzelne von ihnen sein Bestes gibt. Ich muss nicht jede Entscheidung selber treffen und alles ständig hinterfragen. So bleibt mir mehr Zeit, mich weiter für die „Bio-Sache“ zu engagieren und meine Erfahrungen, beispielsweise bei Vorträgen, mit anderen zu teilen.

Christof Herrmann: Jeder Unternehmer und jedes Unternehmen braucht eine Vision. Wenn ich mir die Grundprinzipien und den Verhaltenskodex von Sonnentor anschaue, habe ich den Eindruck, dass da schon viele Visionen verwirklicht wurden. Sonnentor wird von 200 Biobauern beliefert, handelt gemeinwohl-ökonomisch und wirtschaftet klimaneutral; die Produkte werden von Hand verpackt; das komplette Sortiment ist palmölfrei; es werden kompostierbare Folien anstelle von Plastik verwendet … Welche Visionen möchtest Du noch verwirklichen?

Johannes Gutmann: Ich habe ständig neue Visionen und ich glaube die gehen mir auch so schnell nicht aus. Im vergangen Sommer haben wir etwa den SONNENTOR-Frei-Hof eröffnet. Das war ein großer Meilenstein für uns. Der Bauernhof wird biologisch bewirtschaftet und unter der Prämisse eines natürlichen Kreislaufs unter permakulturellen Grundsätzen mit verschiedensten Kräutern, Blumen, Obst- und Gemüsesorten kultiviert. Unser Permakultur-Garten soll die Gäste inspirieren, es uns nachzumachen, Kreisläufe zu schließen und den eigenen Garten zu revolutionieren. Von der aufwändigen Planung, über die richtige Pflanzung bis hin zur lohnenden Ernte – bei uns können die Besucherinnen und Besucher am Entstehungsprozess teilhaben. Dieses Projekt spiegelt auch einen großen Wunsch von mir wider. Ich möchte damit altes Wissen erhalten, teilen und vermehren. Zehn oder zwölf Milliarden Menschen können durch kleinstrukturierte vielfältige Landwirtschaft ernährt werden. Die Agrarindustrie auf den Monokulturwüsten mit Gentechnik und Chemie führt dagegen in die Sackgasse der Welternährung.

Bei SONNENTOR wird per Hand verpackt.

Christof Herrmann: Stimmt es, dass Du seit 30 Jahren die gleiche Lederhose trägst und noch immer mit dem Fahrrad zur Arbeit fährst?

Johannes Gutmann: Ja, die Lederhose ist noch immer die gleiche. Die hat einst meinem Vater gehört. Er hatte keine Verwendung mehr dafür, darum schenkte er mir „das alte Trumm“. Mittlerweile trage ich sie aber nur noch zu besonderen Anlässen in der Öffentlichkeit. Privat tut es auch eine bequeme Bio-Jeans. Mit dem Fahrrad zur Arbeit – ja das mache ich schon oft -, im Moment ist es bei uns im Waldviertel aber sehr kalt und tief verschneit. Da gehe ich dann doch lieber zu Fuß. Auch privat verbringe ich gerne Zeit in der Natur und das am liebsten mit meiner Frau und meinen drei kleinen Kindern. Vater sein, ist das größte Abenteuer in meinem Leben. Die Momente mit meiner Familie sind mir das Wertvollste. Besitz und Geld sind nicht der Reichtum nachdem ich strebe. Das ist passiert, deshalb kann ich mich auch leicht davon trennen.

Christof Herrmann: Apropos Lederhose. Im Webshop kann man die Suche nach veganen Produkten einschränken. Wäre es möglich, dies auch auf den Verpackungen anzugeben. Das würde der zunehmenden Zahl an Pflanzenfressern in Deutschland und Österreich die Auswahl im Bio-Laden vereinfachen.

Johannes Gutmann: Bei jenen Produkten, wo es Sinn macht, wie zum Beispiel bei Suppen, tun wir das ja bereits. Aber bei Produkten wo es ganz logisch ist, dass sie vegan sind – wie etwa bei Tees oder den Gewürzmischungen – machen wir das bewusst nicht. Das würde nur zu einem Friedhof an Hinweisen auf den Verpackungen führen.

Christof Herrmann: Du bist Autor des Buchs „Auf der Sonnenseite“. Wovon handelt es?

Johannes Gutmann: Es dreht sich in diesem Buch um das wertvolle Wissen um Kräuter und Gewürze, das ich mit den Lesern teilen möchte. Aber man erfährt auch mehr über meine Anfänge und die Geschichten, die sich um meine Person ranken. So wird zum Beispiel das Geheimnis gelüftet, wie die rote Brille auf meine Nase kam. Natürlich dürfen in diesem, über 200 Seiten langen Einblick in die Welt der Kräuter und Gewürze ein paar wirklich köstliche Rezepte nicht fehlen.

Christof Herrmann: Lass mich raten, Du bist passionierter Teetrinker?

Johannes Gutmann: Ich war schon immer ein Kräuterteefan. Besonders liebe ich unseren Gute Laune Tee – da wächst die Freude in jeder Tasse!

Christof Herrmann: Nach meiner Erfahrung lesen die meisten Teeliebhaber gerne. Welches Buch empfiehlst Du zum Abschluss mir und den Besucherinnen und Besuchern von Einfach bewusst?

Johannes Gutmann: Wirklich empfehlen kann ich das Buch „Eine Prise Kreativität“ von Sanja Lončar, Marija Kočevar und Sabina Topolavec. Auf spannende Art und Weise wird enthüllt, wie man aus Gewürzen tausendmal mehr herausholen kann, als bislang angenommen. Die Leser lernen die Wirkung der Gewürze zu steuern und gewinnen damit wertvolle Helfer bei der Behandlung vieler Beschwerden.

Christof Herrmann: Vielen Dank für das Interview, Hannes.

Allein in Österreich bauen über 200 Bio-Bauern für SONNENTOR an.

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{ 21 Kommentare }

  • Alexandra 20. Februar 2017

    Hallo Christof, hallo Johanes!
    Klasse, sowohl das Interview als auch das ganze Blog. Gerade eben erst entdeckt. Werde mich weiter umschauen. Besonders interessant ist für mich die angesprochene Gemeinwohl-Ökomomie und der Frei-Hof von Sonnentor. Werde schauen wie weit das von mir entfernt istt und möglicherweise vorbeischsuen Derzeit ist Winterpause habe ich gelesen.
    Weiter so!
    Alexandra

    Antworten
    • Christof Herrmann 20. Februar 2017

      Hallo Alexandra,

      danke für Dein Lob.

      Die Gemeinwohl-Ökomomie und andere Formen der Postwachstumsökonomie finde ich auch sehr interessant und zukunftswichtig.

      Viel Spaß beim Umschauen

      Christof

      Antworten
  • Andrea 21. Februar 2017

    Schönes Interview mit sehr sympathischen und vor allem vielen klugen Antworten. So habe ich Sonnentor bisher gar nicht wahrgenommen, beim nächsten Einkauf werde ich mir den Artikel also in Erinnerung rufen :-)

    Antworten
  • Katharina 22. Februar 2017

    Guten Morgen, ein super interessantes Interview!! Ich liebe die Produkte von Sonnentor schon lange und am besten gefällt mir auch der Sonnentor-Laden direkt in Zwettl, wo meine Familie herkommt. Da wird man immer total freundlich beraten und es ist ein richtig angenehmes Flair dort. :-) Ich wusste gar nicht, dass Johannes ein Buch geschrieben hat – das kommt gleich mal auf meine Leseliste. Alles Liebe, Katharina

    Antworten
  • Romy 23. Februar 2017

    Lieber Christof!
    Ein sehr interessantes Interview, vielen Dank dafür :) Auch für die vielen Links, da gibt’s einiges zum Durchklicken.
    Neugierig bin ich auf jeden Fall auf den Frei-Hof, da könnte ev. im Sommerurlaub bei meiner Familie ein Besuch drin sein (ist zwar immer noch ein Stück dahin, aber näher komm ich einfach nicht ;) )
    Schönen Abend!

    Antworten
    • Christof Herrmann 24. Februar 2017

      Hallo liebe Romy,

      ich danke Dir.

      Vielleicht magst Du hier über den Frei-Hof berichten, nachdem Du ihn im Sommer besucht hast.

      Einfach bewusst Grüße

      Christof

      Antworten
  • Dieter Brehm 24. Februar 2017

    Servus Christof,

    eine sehr beeindruckendes Interview über die Sonnentor-Geschichte. Genauso beeindruckend wie Johannes Gutmann als Person. Ich bin auch der Meinung, das der Neoliberalismus ausgedient hat. Postwachstums- und Gemeinwohlökonomie sind sehr interessante Gedankenansätze, die von den Entscheidern in Deutschland und Europa leider viel zu wenig wahrgenommen werden.
    Liebe Grüße, Dieter

    Antworten
    • Christof Herrmann 24. Februar 2017

      Servus Dieter,

      was können wir tun, dass die Postwachstumsökonomie mehr Rückhalt bekommt? Drei Gedanken: 1. Uns informieren und dann andere darüber informieren (wie ich es mit diesem Artikel versucht habe). 2. Die Ideen der Postwachstumsökonomie jetzt schon leben (Konsumverzicht, Minimalismus, Entschleunigung, Mobilität einschränken, Subsistenz, Repair Cafes, Gemeinschaftsgärten, Selbstversorgung, Sharing Economy, 2nd Hand etc.). 3. In die Politik gehen.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Margritt 24. Februar 2017

    Ich wünschte wirklich, das Umdenken ginge noch schneller voran. Ich tue meinen Teil und gehe voran, doch es braucht eine Menge Langmut. Danke für Ihre Arbeit!

    Antworten
    • Christof Herrmann 25. Februar 2017

      „Wer den Weg der Langmut und Geduld gefunden, der hat den Weg des Lebens gefunden.“ (Ephräm der Syrer)

      Antworten
  • Saskia 25. Februar 2017

    Hallo Christof,

    vielen lieben Dank für das tolle Interview und vielen lieben Dank Johannes, dass es Menschen (und auch Marken) wie dich (und euch) gibt! Es ist immer wieder so schön zu sehen, dass es eben auch anders geht.

    Bei Kornkraft, einem Großhändler für Naturkost, gab es vor einiger Zeit einen Fachtag, bei dem auch Niko Paech dabei war. Er hat einen Vortrag zum Thema Bio für alle auf der einen und Postwachstum auf der anderen Seite gehalten und dabei auch sehr schön erklärt, was Postwachstum nun eigentlich ist – da es so schön zum Thema passt und es den einen oder anderen interessieren können, hier einmal der Link: https://www.youtube.com/watch?v=xz2wXmKFZ8Y

    Antworten
    • Christof Herrmann 26. Februar 2017

      Hallo Saskia,

      besten Dank für den Linktipp. Ich habe auf Facebook und in meinem Newsletter schon das eine oder andere von und mit dem von mir sehr geschätzten Niko Paech geteilt. Diesen ganz frischen Vortrag kenne ich noch nicht. Werde ich mir in den nächsten Tagen anhören und ggf. an meine Community weitergeben.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
      • Saskia 27. Februar 2017

        Hallo Christof,

        immer gerne! Niko Paech kann man aber auch immer gut zuhören :-)

        Liebe Grüße,

        Saskia

        Antworten
  • Daniela 25. Februar 2017

    Hallo Christof!
    Ein wirklich interessantes Interview mit einer sehr interessanten Persönlichkeit. Der Herr Gutmann hat wirklich sehr, sehr viele spannende Ideen und Visionen.

    Liebe Grüße, Daniela

    Antworten
    • Christof Herrmann 26. Februar 2017

      Freut mich, dass Du das Interview wertvoll findest.

      Viele liebe Grüße von Franken in die Steiermark

      Christof

      Antworten
  • Tedt 26. Februar 2017

    Lieber Christof! Danke wieder für die interessanten und anregenden Infos! Nur: war es die GLEICHE oder die SELBE Lederhose ? Der Chefmoderator von Klassik Radio Holger Wemhoff erzählte mal von einem Künstler, der beklagte, monatelang dasSELBE Frühstück essen zu müssen ! Die meisten Leute in den Medien können dasselbe und das gleiche nicht. Auseinanderhalten! Viele Grüße. Text.

    Antworten
    • Christof Herrmann 26. Februar 2017

      Hallo Tedt/Text,

      schöner Einwand. Ich gehe davon aus, dass der Hannes tatsächlich nur eine Lederhose hat. Also hätte es sprachlich korrekt „die selbe Lederhose“ heißen müssen.

      Viele Grüße

      Christof

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  • eleonora 18. März 2017

    Sehr sympathisches Interview! Finde es immer spannend etwas über die Geschichte von einem Produkt zu lesen. Habe selbst einige Gewürzmischungen und Tees von Sonnentor hier und liebe sie sehr :)

    Liebe Grüße,
    Eleonora

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