14 Blogger verraten, wie sie einfach und bewusst leben

19. Januar 2017 - von Christof Herrmann - 31 Kommentare

4 Jahre Einfach bewusst: 14 Blogger verraten, wie sie einfach und bewusst leben

Mein Blog Einfach bewusst feiert heute seinen vierten Geburtstag. In den letzten vier Jahren habe ich zahlreiche Artikel ├╝ber Minimalismus┬áund Nachhaltigkeit geschrieben, den beiden S├Ąulen eines einfach bewussten Lebens.

Zum Anlass des Geburtstags habe ich ein paar meiner Lieblingsblogger gefragt, was sie unter dem einfach bewussten Leben verstehen bzw. wie sie es umsetzen. Es sind ganz unterschiedliche Gedanken und Anregungen zusammengekommen. Ich bedanke mich bei allen fürs Mitmachen.

Gilbert von Geist und Gegenwart

„Reich ist, wer viel von dem hat, was ihm wichtig ist. Ich wei├č nicht, wann und wo ich das aufgeschnappt habe, aber dieser Satz begleitet mich nun schon l├Ąnger, denn er trifft nach meinem Verst├Ąndnis den Nagel auf den Kopf. Dabei dreht es sich nicht nur um Materielles, sondern um alles, was einem wichtig sein kann: viele Freunde, viel Zeit, viele B├╝cher, viel Platz, viel Natur, viel Bewegung und ja, auch viel Geld, wem das wichtig ist. Ich will das gar nicht werten, aber ich will damit sagen, dass man verstehen muss, was einem wichtig ist. Ansonsten kann man kein Leben in Zufriedenheit f├╝hren. Diese Erkenntnis erm├Âglicht es mir, mich zu konzentrieren und Abstand zu nehmen von einem Verlangen, immer gleich alles zu haben oder zu verwirklichen. Die Reduktion auf das, was einem wichtig ist, macht einen am Ende reich.“

Gilbert Dietrich gibt das Online-Magazin Geist und Gegenwart heraus. Dort geht es um angewandte Philosophie, die eine ganz praktische Interpretations- und Lebenshilfe bietet, ohne sich den typischen Selbsthilfe-Mantras oder gar der Esoterik hinzugeben.

Johanna von Einfach achtsam

„Minimalismus hei├čt f├╝r mich, mein hochkomplexes, durchgetaktetes Leben zu vereinfachen, die unendlichen M├Âglichkeiten willentlich zu begrenzen und eine Zeit lang nur f├╝r die Unerreichbarkeit erreichbar zu sein. Das gelingt mir, indem ich erst gar nicht viel konsumiere und regelm├Ą├čig ausmiste, das Handy ausschalte und auch mal Nein sage. Man denkt immer, das geht nicht. Aber es geht! Man muss es nur tun. Sich raus aus dem Strom bewegen und ans Ufer setzen. Schau doch mal von dort aus zu, wie alle um ihr Leben schwimmen, obwohl das ruhige Ufer so unglaublich nahe ist. Minimalismus ist das nackte Leben, ein Geschenk an uns. Wir ├╝berlegen viel zu viel, wie wir das Leben schm├╝cken und f├╝llen sollen, anstatt einfach zu genie├čen, dass es ist. Und dass wir sind. Wir sind! Meistens ziemlich gesund, meistens ziemlich in Frieden. Und dass wir eigentlich alles mitbekommen haben, was wir im Leben so brauchen. Und sowieso nichts anderes mitnehmen k├Ânnen, als unsere Erfahrungen und die Liebe, die wir gegeben haben und bekommen durften. All das Ger├╝mpel bleibt eines Tages hier. Also k├Ânnen wir schon jetzt reduzieren, uns auf das Wesentliche konzentrieren und unsere Leben aufr├Ąumen. Die Wohnungen, die Schr├Ąnke, die K├Âpfe und die Gedanken. Und vielleicht noch den Kalender, damit mal wieder Zeit bleibt – f├╝r uns, oder den N├Ąchsten oder zum Nichtstun.“

Johanna Wagners Leidenschaften sind die ganzheitliche Gesundheit, die Fotografie und das Schreiben. Sie ist fasziniert von fremden Kulturen, fernen L├Ąndern und anderen Sprachen. Doch mittlerweile geht es ihr weniger ums Reisen, sondern ums Ankommen. Und darum, das eigene Leben im hochkomplexen, ├╝berschleunigten, stets erreichbaren Deutschland einfach zu halten. Auf Einfach bewusst hat Johanna Ausz├╝ge aus ihren B├╝chern Zwischen den Zeilen reisen┬áund Schlaflos in der Regenzeit┬áals Gastbeitr├Ąge ver├Âffentlicht.

Daniel von beVegt

„Seit einigen Jahren halten Katrin und ich uns an ein Motto, das unser Leben einfacher und bewusster gemacht hat. Das Motto lautet: Kreativit├Ąt statt Konsum. Es bedeutet, dass wir m├Âglichst viel Zeit damit verbringen wollen, kreativ zu sein und etwas zu erschaffen – sei es ein Text, ein Video oder ein Podcast f├╝r unseren Blog, oder auch einfach ein sch├Ânes Erlebnis wie eine Wanderung hier bei uns im Taunus. Wenn wir diese Dinge tun, sind wir meistens gl├╝cklicher und zufriedener, als wenn wir nur passiv konsumieren, was andere erschaffen haben. Das Motto Kreativit├Ąt statt Konsum macht unser Leben einfacher, weil es uns vor Augen f├╝hrt, was wichtig und was weniger wichtig ist. Und es macht unser Leben bewusster, weil Kreativit├Ąt im Gegensatz zu Konsum immer unsere ganze Aufmerksamkeit erfordert.“

Daniel und Katrin zeigen auf beVegt, wie eine stressfreie vegane Ern├Ąhrung funktioniert und wie man mit dem richtigen Training fit und gesund durchs Leben l├Ąuft. Auf Einfach bewusst hat Daniel den Gastbeitrag Warum vegane Ern├Ąhrung nicht kompliziert ist ver├Âffentlicht.

Florian von Nachhaltig sein

„Weniger ist mehr. Ich kann diesen Satz nicht mehr h├Âren! Von was weniger und was ist dann mehr? F├╝r mich sind die besten Dinge im Leben nicht Dinge, die wir kaufen k├Ânnen. Und genau von diesen besten Dingen will ich mehr, um (mehr) gl├╝cklich zu sein: Mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen, mehr Tiere in der Natur beobachten, mehr Sport machen, mehr B├╝cher lesen und mehr sch├Âne Tage erleben. F├╝r die Umwelt ist weniger zu wenig, um (mehr) nachhaltig zu sein. Der Umwelt ist anstatt ‚weniger‘ viel lieber ‚besser nichts‘. Und wenn nichts mal nicht geht, dann sollten wir uns diese Frage stellen: Wenn alle so leben w├╝rden wie ich, w├Ąre die Welt dann nachhaltig?“

Florian Schreckenbach ist Co-Gr├╝nder von nachhaltig-sein.info. Flo & Co. wollen nicht nach Gr├╝nden suchen, etwas nicht zu machen, sondern es einfach tun. Sie wollen zeigen, dass Nachhaltigkeit umsetzbar ist. Sie glauben, dass bewusster Konsum und eine angemessene Lebensweise etwas bewirken kann und dar├╝berhinaus gl├╝cklich macht. Das Online-Magazin ist auch Basis f├╝r das Buch Dein Weg zur Nachhaltigkeit ÔÇô 350 praktische Tipps f├╝r den Alltag.

Christin von Simple Winke

„Minimalismus umfasst f├╝r mich nicht nur die Einstellung zu materiellem Besitz, sondern vielmehr das Ankommen in kleinen Momenten des Gl├╝cks und des bewussten Daseins. Als die wahren Gr├Â├čen des Lebens wirken sie viel umfassender und tiefer als die gro├čen Events im Leben. Diese unscheinbar wirkenden Augenblicke schreien nicht nach Aufmerksamkeit, weshalb ich mit allen Sinnen nach ihnen suche. Wenn ich offen f├╝r sie bin, gibt es f├╝r jeden Sinn eine unendliche Liste von wundervollen Momenten der Freude in meinem Alltag. Nat├╝rlich ist es ein besonderes Fest, wenn mehrere oder alle Sinne angesprochen werden. Aber auch wenn nur ein Sinn mit mir spricht und ich ihm zuh├Âre, kann ich etwas Wertvolles in meinem Alltag entdecken. Bewusstes H├Âren ist zunehmend schwierig geworden. Radio, Musik, Fernseher, Verkehrs, Ger├Ąusche der Stadt und ihrer Bewohnern ÔÇŽ Und wenn es doch mal leiser um uns herum wird, ist es uns h├Ąufig ein Bed├╝rfnis geworden, die Stille zu f├╝llen. Vielleicht auch deshalb, weil gerade unsere Gedanken sehr laut in uns sein k├Ânnen und es nicht immer angenehm ist, sie zu h├Âren. Dabei kann komplette Stille wie ein Geschenk sein. Vielleicht warst Du schon in einer einsamen Gegend, in einer W├╝ste oder abseits von Tourismus in den Bergen und wei├čt, was ich meine. Richtige Stille kannst Du h├Âren. Sie ist so umfassend und tief wirkend, dass sie sich tats├Ąchlich wie ein Ger├Ąusch in uns ausbreitet und uns ganz erf├╝llt. Das ist ein Genuss und ein Streicheln der Seele. Nun haben wir selten die M├Âglichkeit in einer W├╝ste zu stehen. Aber es ist durchaus m├Âglich, loszulassen und anstrengende Gedanken loszulassen – n├Ąmlich immer, wenn wir bewusst h├Âren. Auch wenn das Geh├Ârte nur Stra├čenl├Ąrm ist, denn wenn Du Dich diesem ganz bewusst hingibst, die betreffenden Ger├Ąusche zuordnest oder Dir eine Erkl├Ąrung f├╝r das Ger├Ąusch ausdenkst, gibt Dir das ein St├╝ck Entspannung und Leben im Jetzt. Wer genau hinh├Ârt, tut nichts anderes nebenbei. Eine kleine Oase der Entspannung, die ├╝berall m├Âglich ist und Dir erlaubt Deinem Gedankenkarussell zu entfliehen. Selbst die hartn├Ąckigsten Gedanken kommen nicht durch, wenn Du Deine Konzentration immer wieder auf das H├Âren Deiner Umgebung lenkst. Diese Momente geh├Âren ganz Dir, funktionieren immer und ganz ohne Meditationskissen, Yogamatte oder App. Und vielleicht nimmst Du dabei nicht nur kleine, selten wahrgenommene Sch├Ânheiten in der Welt um Dich herum wahr, sondern auch in Dir.“

Christin Marit steht auf alles was das Leben unkomplizierter, gl├╝cklicher und ges├╝nder macht. Dabei m├Âchte sie sich nicht verbiegen oder Dinge aufgeben, die sie liebt. Pers├Ânliches Wachstum und die Balance von Geben und Nehmen sind ihr wichtig. Ihre F├Ąhigkeiten und Talente nutzt sie, um L├Âsungen f├╝r ihre Kunden zu finden, Ideen mit ihren Lesern zu teilen, ihr nahestehende Menschen zu unterst├╝tzen und auch einfach um ihren kreativen Leidenschaften nachzugehen. Besonders zufrieden ist sie, wenn sie das alles drau├čen tun kann.

Ilona von Für eine bessere Welt

„Eigentlich w├╝rde man auf Anhieb denken, dass Dankbarkeit die Folge von Gl├╝ck ist: Je mehr man hat und erreicht, desto gl├╝cklicher ist man. Und je gl├╝cklicher man ist, desto dankbarer f├╝hlt man sich. Doch das ist nicht der Fall. Dankbarkeit entsteht unabh├Ąngig von der Menge an Erfolg oder materiellem Wohlstand. Dankbarkeit kann man ├╝ben – und damit seine Zufriedenheit steigern, sein Gl├╝ck mehren und sich unabh├Ąngiger von materiellem Wohlstand machen. Dankbarkeit f├Ârdert auch Deine Gro├čz├╝gigkeit und damit Deine sozialen Beziehungen zu anderen Menschen – einem der wichtigsten Bausteine f├╝r ein gl├╝ckliches Leben. Wie du Dankbarkeit genau ├╝ben kannst, dazu haben wir ein paar Ideen f├╝r ├ťbungen, Experimente und Aktionen auf der Website unserer Initiative Und jetzt retten WIR die Welt! zusammengestellt.“

Ilona Koglin und Marek Rohde berichten auf┬áF├╝r eine bessere Welt, wie wir unseren Planeten lebenswerter machen k├Ânnen. In Beitr├Ągen, Workshops und Konferenzen decken Ilona und Marek Handlungsspielr├Ąume auf, ermutigen durch Vorbilder sowie Vorreiter, und unterst├╝tzen konkret bei der Umsetzung von Projekten.┬áAuf Einfach bewusst hat Ilona den Gastbeitrag Mut f├╝r eine bessere Welt ver├Âffentlicht.

Angelika von Freiraumfrau

„Lebenskunst ist die Kunst des richtigen Weglassens. Dieses Zitat stammt von Coco Chanel. Ich mag diesen Satz, weil ich ihn auf alles anwenden kann. Auf Rezepte genauso wie auf Innenarchitektur, auf Zeichnungen wie auf materiellen Besitz. Was brauche ich wirklich, um in meinem Leben gl├╝cklich zu sein. Seit ich mit meinem Freiraumbus unterwegs bin, merke ich, mit wie wenig Dingen ich auskomme. Ich reduziere Rezepte auf schlichten Geschmack mit wenigen Zutaten, weil ich keine Lust auf unn├Âtige Sp├╝lberge habe. Habe nur noch Kleidungsst├╝cke, die ich wirklich mag und trage. Umgebe mich mit Dingen, die ich brauche und schaue mir auch Beziehungen konsequenter an. All das und noch vieles mehr hat deutlich mehr Freiraum in mein Leben gebracht.“

Angelika Bungert-St├╝ttgen ist die Freiraumfrau. Sie bringt die Herzensthemen ihrer Kunden zeichnerisch auf den Punkt. Seit fast 3 Jahren erkundet sie ihren eigenen Freiraum per Wohnmobil. Und sie hat einen Kochblog, bei dem sie ihre Leidenschaften Zeichnen und Kochen verbindet.

Nicole von Familie ordentlich

„Weniger ist mehr. Diese schlichte Erkenntnis hat mein Leben und das meiner gesamten Familie definitiv einfacher gemacht. Der Familienalltag ist schon trubelig genug. Da brauche ich nicht noch haufenweise Zeugs um mich herum. Ob wir uns Minimalisten nennen k├Ânnen? Ich w├╝rde sagen, wir streben einen minimalistischen Lebensstil an und befinden uns auf einem guten Weg. Minimalismus ist ein Lebensstil, der Menschen hilft, sich zu fragen, welche Dinge in ihrem Leben wertvoll sind. Indem wir das Ger├╝mpel von unserem Lebensweg r├Ąumen, k├Ânnen wir Platz schaffen f├╝r die wichtigen Bereiche in unserem Leben: Gesundheit, Beziehungen, pers├Ânliches Wachstum und Mitwirkung in der Gesellschaft. Es gibt nicht den einen Minimalismus f├╝r alle. Was f├╝r den einen wichtig ist, ist f├╝r den n├Ąchsten ├╝berfl├╝ssig. Ein Single kann mit Sicherheit anders minimalistisch leben als wir, eine bald f├╝nfk├Âpfige Familie. Jeder muss seinen eigenen Weg finden. Es geht nicht darum, mit so gut wie gar nichts zu leben. Es geht auch nicht um die Anzahl der Gegenst├Ąnde, die man besitzt. F├╝r uns als Familie geht es darum herauszufinden, was wichtig und was notwendig ist, warum wir Dinge besitzen und Dinge tun. Es ist f├╝r uns ein Streben nach Klarheit und bringt uns als Familie viele Vorteile: mehr Platz, mehr Geld, mehr Ordnung, mehr Zeit, mehr Gelassenheit, mehr Zufriedenheit.“

Nicole Wei├č lebt mit ihrer Familie in der N├Ąhe des Bodensees. Auf┬áFamilie ordentlich unterst├╝tzt sie Eltern, ihren Alltag zu organisieren und zu vereinfachen, um mehr Zeit zu gewinnen f├╝r das, was wirklich z├Ąhlt ÔÇô ihre Familie.

Kristin von Eat Train Love

„Eine der besten Methoden, um ein gl├╝ckliches und bewusstes Leben zu gestalten, ist f├╝r mich das t├Ągliche Morgenritual. Meine beiden Lebensregeln ‚Du bist, was du isst‘ und ‚Du wirst, was du von dir denkst‘ sorgen f├╝r den besten Start in den Tag, den ich mir vorstellen kann. Ich stehe rund 40 Minuten eher auf als fr├╝her und richte mich mit meinen Gedanken, Gef├╝hlen und kleinen Handlungen auf einen wundervollen Tag ein. Ich meditiere, praktiziere Yoga, schreibe mein Dankbarkeitstagebuch und g├Ânne mir mein Gr├╝ntee-Ritual. Dies tue ich nun bereits zwei┬áJahre lang und in der Zeit hat sich so viel in meinem Leben zum Positiven ver├Ąndert. Wer sich auf Gutes ausrichtet, zieht letztendlich auch Gutes in sein Leben. Nicht mehr und nicht weniger besagt das Gesetz der Resonanz und dies nutze ich ganz gezielt f├╝r mein Leben.“

Kristin Woltmann-Pahl schreibt auf Eat Train Love ├╝ber ihren Weg zu einem gesunden Lebensstil f├╝r K├Ârper, Geist und Seele.

Alex von BergReif

„Minimalismus habe ich durch das Wandern erfahren. Speziell durch das Fernwandern. Denn wenn man mehrere Wochen nur mit einem Rucksack auf dem R├╝cken unterwegs ist, ist das bewusste Reduzieren des eigenen Gep├Ącks essentiell. Nur so ist es m├Âglich, viele Stunden unbeschwert die Natur und seine Umwelt zu genie├čen. Jedes Mal aufs Neue bin ich erstaunt, mit wie wenig Dingen ich wochenlang vollkommen zufrieden durch die Alpen wandern kann. Ohne jegliches Gef├╝hl von Mangel. Meine gl├╝cklichsten Momente habe ich somit losgel├Âst von den materiellen Besitzt├╝mern verbracht. Nur mit dem N├Âtigsten ausger├╝stet, gewannen Natur, Berge und zwischenmenschliche Beziehungen stark an Bedeutung. Gleichzeitig verloren Fernseher, Auto, ├╝berquellende Schr├Ąnke und materielle Statussymbole ihre Wichtigkeit. Mein Gl├╝ck ist von diesen Dingen nicht mehr abh├Ąngig.“

Alex D├╝ren bloggt auf BergReif ├╝ber das Wandern und Trekking mit ultraleichter und minimalistischer Ausr├╝stung. Eine Alpen├╝berquerung und viele Fernwanderungen sp├Ąter, sind Entschleunigung und Minimalismus auch in sein allt├Ągliches Leben ├╝bergegangen. Da ihn die Ruhe und Erhabenheit der Bergwelt nicht mehr losl├Ąsst, hat er 2017 eine Durchquerung der Alpen von Ost nach West geplant.

Oliver von Simply feel it

„Wie man bewusster leben kann? Sei bereit, alles in Dir zu f├╝hlen, was aufsteigt und sich zeigen m├Âchte. Bleib ganz und gar im Feuer stehen, auch wenn es noch so schmerzvoll ist. Erst dann ├Ąndert und l├Âst es sich in Dir – und l├Âsen sich oftmals auch verfahrene Situationen und zwischenmenschliche Probleme in Deinem Leben.“

Oliver Domr├Âse ist Blogger, Autor und Querdenker. Nach einer beruflichen Auszeit wei├č er heute, wie er leben m├Âchte: Frei und selbstbestimmt. Oliver schreibt auf seinem Blog ├╝ber Hochsensibilit├Ąt, Beziehungen, Mann-Sein, Minimalismus und Pers├Ânlichkeitsentwicklung. In seinem Buch Der sanfte Krieger interpretiert er die Themen Hochsensibilit├Ąt und Mann-Sein f├╝r unsere heutige Zeit.

Maria von┬áWiderstand ist zweckm├Ą├čig

„Alles, was wir brauchen, gibt es schon auf dieser Welt. Dieser┬áSatz, den ich vor vier Jahren aufgeschnappt habe, hat mein ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Seitdem habe ich aufgeh├Ârt im konventionellen Sinn zu konsumieren. Ich nutze das, was ich bereits besitze und was andere Menschen nicht mehr haben wollen oder gar f├╝r den M├╝ll bestimmt ist. Gemeinsam mit anderen habe ich einen Kostnixladen gegr├╝ndet, in dem auch andere Menschen die M├Âglichkeit haben, Dinge, die sie nicht mehr brauchen, zu verschenken und das zu finden, was sie suchen. Da ich durch diese Ver├Ąnderungen nicht mehr so viel Geld ben├Âtige, konnte ich meine Arbeitszeit auf 15 Stunden pro Woche reduzieren und haben nun viel mehr Zeit f├╝r das, was mir wirklich wichtig ist in meinem Leben.“

Maria bloggt ├╝ber M├╝llvermeidung, Plastikreduktion, DIY, Minimalismus und Achtsamkeit. Sie ist Mitbegr├╝nderin eines Kostnixladens in ├ľsterreich.

Gabi von Achtsame Lebenskunst

„Es war 2010. Ich bewegte mich seit Jahren im Dauerstress, befand mich meistens im Multitaskingmodus und war auf dem besten Weg, soziale Arbeit nur noch im Akkord zu erledigen. Dies selbstverst├Ąndlich mit smarten Zielen, durchgetaktet, qualit├Ątsgemanagt, aber eigentlich ging es ja nur um Geldk├╝rzungen im Sozialbereich. Damit ich mit all diesen Belastungen klar kam, versuchte ich mir in der Freizeit etwas Gutes zutun. Die langen Fahrzeiten ├╝berbr├╝ckte ich in der Bahn mit digitalen Ablenkungsger├Ąten. In der Freizeit wollte ich viel Musik genie├čen und ein bisschen Musik machen, ├╝berlegte mir ob ich dies und das daf├╝r kaufe – aber all dies Ablenken, Erleben und unbedingt-Spa├č-haben-wollen wurde nur noch m├╝hseliger. Und dann waren sie da, diese 10 Minuten Einfachheit. Nach einer kurzen Einf├╝hrung in die Atemmeditation ging es darum, 10 Minuten nichts anderes tun, als den eigenen Atem beobachten. Ein Abenteuer der F├╝lle, die im vermeintlichen Nichts lag: Nichts gab es in diesen 10 Minuten zu planen, keine Ziele zu erreichen, keine Telefonate zu f├╝hren, keine Krisen zu bew├Ąltigen, keine versp├Ąteten Z├╝ge, kein L├Ąrm, nicht einmal Erfolge mussten verbucht werden. 10 Minuten einfach nur dasitzen und atmen. Ich sp├╝rte trotz der anf├Ąnglichen inneren Anspannung, die Entlastung und Befreiung, die in diesen 10 Minuten des Nichts lagen. Es ist nicht bei diesen 10 Minuten geblieben. Es sind im Laufe der Zeit viele Minuten, Stunden und Tage geworden. Achtsamkeit und Meditation geh├Âren heute zu meinem Lebensalltag. Sie helfen mir zu erkennen, was ich wirklich brauche.“

Gabi Raeggel bloggt┬á├╝ber Achtsamkeit und Minimalismus als Lebenskunst. Weniger Ballast und Belastung haben in ihrem Leben zu mehr Lebensqualit├Ąt gef├╝hrt.

Petra von Minimalismus21

„Es gibt viele Wege und Zug├Ąnge zu einem minimalistischen und entr├╝mpelten Leben. Doch jede Reise beginnt irgendwann mit einem ersten Schritt. Meistens muss man sich zun├Ąchst einmal von alten Wertvorstellungen und Verhaltensmustern freimachen. Aber auch von der Erwartungshaltung seiner Umwelt. Denn jeder ist selbst sein eigener Ma├čstab und kann frei entscheiden, wie wenig ihm genug ist. Minimalismus soll kein Wettbewerb sein, in welchem wir uns um das Richtiger, Weniger oder Nachhaltiger batteln. Man sollte versuchen, aus allen Schichten das herauszusch├Ąlen und freizulegen, was das eigene Leben bereichert, was wertvoll ist und was es nicht beschwert. Praktisch bedeutet das: Ausmisten und Loslassen muss man ├╝ben. Es ist eine (neue) Verhaltensweise, die sich durch stetige Wiederholung(en) trainieren l├Ąsst.“

Petra und Michael geben auf ihrem Blog Tipps rund ums Reduzieren und gehen der Frage nach, warum, wann und wie wir konsumieren.

ÔÇö

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31 Kommentare f├╝r “14 Blogger verraten, wie sie einfach und bewusst leben”

  1. Lieber Christof,

    herzlichen Gl├╝ckwunsch zum 4. Geburtstag deines Blogs.

    Das war ein idealer Einfall und gl├╝cklicher Entschluss diesen Blog zu er├Âffnen – vor allem und ganz besonders f├╝r uns Leser, wie ich meine :-).

    Bei einigen der vorgestellten Bloggern gucke ich ganz sicher vorbei! Ohne dich h├Ątte ich wohl kaum einen von ihnen entdeckt.

    Daf├╝r und f├╝r all deine M├╝he und diese wunderbaren Beitr├Ąge heute wieder einmal ein besonderes DANKESCH├ľN.

    Herzliche Gr├╝├če aus dem Donau-Ries
    Edith

  2. Lieber Christof,
    auch von mir herzlichen Gl├╝ckwunsch und weiter so. Du bist mein Lieblingsblog! Aber vielleicht entdecke ich jetzt noch neue. Am besten gefallen mir die Gedanken von Gilbert und Nicole (hab selbst 2 Kinder).
    Alles Gute und liebe!
    Gaby

  3. Hallo liebe Edith, hallo liebe Gaby,

    danke f├╝r Eure netten Zeilen. Freue mich, dass Ihr Euch hier so wohl f├╝hlt.

    Viel Spa├č auch beim St├Âbern auf den 14 anderen Blogs.

    Einfach bewusste Gr├╝├če

    Christof

  4. Danke Gaby! Und auch ich muss zugeben, dass die Geburt meines Sohnes vor einem halben Jahr ganz viele meiner Priorit├Ąten ├╝ber den Haufen geworfen hat. Aber die Grund├╝berzeugung bleibt: Die Reduktion auf das, was einem wichtig ist, macht einem am Ende reich.

  5. Lieber Christof,
    herzlichen Gl├╝ckwunsch zum 4j├Ąhrigen Bestehen deines Blogs. Ich lese noch keine vier Jahre, aber so lange wie ich schon dabei bin, kann ich nur sagen, „Hut ab“. Du schreibst sehr interessant und ich freue mich ├╝ber jeden neuen Newsletter.
    Ich bzw. wir profitieren von deinen vielen Tipps, auch heute wieder von deinen Lieblingsbloggern. Ist wieder etwas f├╝r mich dabei.
    Mach weiter so, damit wir noch recht viel von dir lesen k├Ânnen.
    Alle Gute
    Claudia

  6. Lieber Christof,
    Herzlichen Gl├╝ckwunsch zu 4 j├Ąhrigen Bestehen!
    Ich muss sagen, dein Blog ist ein toller informativer und ├╝ber die Jahre sehr facettenreicher Blog zu lesen, schm├Âckern udn verweilen geworden.
    Bleib am Ball und toll was du auf die Beine gestellt hast!
    Vor allem sehr sch├Ân, das du ein Leben f├╝hrst das dir gut tut und das dir Spa├č macht!
    Viele liebe Gr├╝├če
    Daniel

  7. Lieber Daniel,
    ich kann mich nur anschlie├čen: Herzlichen Gl├╝ckwunsch zu 4 Jahren erfolgreichem, lesenswertem, interessantem, ideenreichem und inspirierendem Bloggen!

    Ilona inspiriert mich sehr, durfte sie und ihre Seite aber schon im vergangenen Jahr kennenlernen – deswegen werde ich heute mal durch Bergreif st├Âbern, diesen Blog habe ich bisher noch nicht entdeckt.

    Mach weiter so! Viel Erfolg weiterhin und liebe Gr├╝├če,
    Yvonne

  8. Auch von hier herzlichen Gl├╝ckwunsch zum vierj├Ąhrigen Jubil├Ąum! M├Âgen noch einige weitere Jahre interessanter Denkanst├Â├če folgen!

    Beste Gr├╝├če
    Torsten

  9. Lieber Christof, auch von mir herzliche Gl├╝ckw├╝nsche zum Bloggeburtstag. Hier hast du echt was auf die Beine gestellt, Hut ab! Ich w├╝nsche dir ganz viel Erfolg bei deiner weiteren Arbeit. Und viel Freude nat├╝rlich auch :)

    Sandra von ganzichselbst. einfach leben.

  10. Hallo Christof,

    ich bin ├╝ber diese tollen Artikel gerade auf Deinen Blog gesto├čen und werde mich nun durch das umfangreiche Archiv einmal hindurch st├Âbern. Bin schon sehr gespannt, was sich da alles finden l├Ąsst.

    Auch von mir einen herzlichen Gl├╝ckwunsch zum Jubil├Ąum Deines Blogs.

    Liebe Gr├╝├če,
    Anna

  11. Hallo Christof,

    herzlichen Gl├╝ckwunsch zum Blog-Jubil├Ąum! Eine super Idee mit den 14 Blogger-Profilen. Ich komme immer wieder gerne auf deine Seite und lasse mich von deinen Artikeln ├╝berraschen :-) Weiter so und einen super Start ins neue Jahr.

    Lieben Gru├č,
    Rebecca

  12. Hallo Christof, hallo Ihr vielen anderen Minimalisten!
    Ich bin die „Neue“. Neu wirklich als Programm.
    Vergangenheit: Als selbstst├Ąndige Wirtschaftsberaterin fast zu Tode gearbeitet,
    dank Intensivmedizin wieder unter den Lebenden.
    Gegenwart: Ich bin dem├╝tig und dankbar auf diesem Wege Euch Menschen kennen-
    lernen zu d├╝rfen. Mit kleinen Schritten verlasse ich alte Verhaltensmuster
    und kann viel von Euch allen lernen. Danke daf├╝r!
    Eine gute Idee war f├╝r mich, mein Hobby zum derzeitigen Beruf zu machen.
    Ich betreue Hund, Katze, Maus und Co. bei ihren Besitzern zu Hause, wenn
    diese unterwegs sind. Ich unterst├╝tze jetzt als ausgebildete Schulmediatorin
    ehrenamtlich Sch├╝ler(innen)/Lehrer(innen) in einer Sekundarschule und bin
    auf Probe ohne Auto (steht in der Garage). Mann, hab ich noch einen
    Muskelkater vom vielen Laufen und Fahrradfahren. Das alles tut meiner
    Seele gut und ich bin jeden Tag auf`s neue erstaunt, wie sch├Ân ein konsum-
    und ├╝berm├Ą├čig Arbeitsstre├č entm├╝lltes Leben ist. Ich bin noch eine
    Suchende und f├╝hle mich in Eurer Gemeinschaft gut aufgehoben.

    Herzliche Gr├╝├če
    Britta

    1. Hallo Britta,

      willkommen auf Einfach bewusst und in Deinem neuen Leben, das ziemlich sicher leichter, freier und zufriedener wird :-)

      Ich hoffe, Du findest hier und auf den Blogs der anderen viel Inspirierendes.

      Einfach bewusste Gr├╝├če

      Christof

  13. danke f├╝r die Einblicke auch ich denke weniger ist mehr und versuche damit anzufangen Dinge abzugeben auch im Hinblick darauf,dass ich meinen Kindern nicht eine ├╝bergrosse Last an Hinterlassenschaft zumuten m├Âchte und es gibt sicherlich Menschen,denen es hilfreich sein kann.

    1. Ich will meiner Familie auch nicht unn├Âtig Ballast hinterlassen. Deshalb will ich weiter reduzieren, so weit, dass meine Familie bei meinem Tod nur das vorfindet, was sie dann wahrscheinlich sowieso behalten will zur Erinnerung oder Weiterbenutzung, abgesehen von den wenigen Kleidern, die sie ohne Probleme in die Kleidersammlung geben k├Ânnte. Insgesamt h├Ątten sie meinen Nachlass jedenfalls innerhalb weniger Tage verteilt oder entsorgt. Au├čerdem soll alles Schriftliche geregelt sein, damit sie in der Trauer nicht noch vieles Amtliche regeln m├╝ssten und mehr Zeit h├Ątten, mich im Sterbeprozess zu besuchen, damit ich ihnen noch Mut zusprechen kann. Ich regle es jetzt schon so, indem ich mobil bleibe und z. B. jederzeit notfalls in ein Pflegeheim umziehen k├Ânnte mit meinen wenigen Habseligkeiten, was ich auch zeitig tun w├╝rde, wenn ich gesundheitlich zu sehr abbaue, bevor meine ├╝berforderte Familie meiner Hilflosigkeit ausgesetzt w├Ąre. Doch hoffe ich nat├╝rlich, dass ich noch lange fit bleibe.

      Nur bin ich heute immer noch sehr dankbar, dass meine Mutter es genau so regelte und uns als Familie entlastete. So konnte ich sie fast t├Ąglich im Krankenhaus besuchen und f├╝r sie da sein und alles andere nebenbei regeln, weil schon vieles weg war und meine Mutter schon vorher sehr viel von ihrem Besitz abgebaut hatte auf meinen vorausschauenden Wunsch hin, eben weil ich sonst ├╝berfordert gewesen w├Ąre.
      Lieben Gru├č, Evelyne

  14. Hi Christof,
    diese Serie hat mir echt gut gefallen. Ich bin zwar schon auf einem recht minimalistischem Weg unterwegs, komme aber immer etwas davon ab.
    Vorbilder, diese Blogger es sind, ermutigen mich, weiter dran zu bleiben.
    LG
    Jenny

  15. Hallo Christof,

    Danke f├╝r die tolle Zusammenfassung, da waren einige Neue f├╝r mich dabei.
    Werde direkt in den ein oder anderen Blog reinschnuppern. :-)

    Gr├╝├če,
    Mia

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