Kürbiskerne – Gesunde Glücklichmacher aus der Region

13. Mai 2018 - von Andreas Ludin - 15 Kommentare

Kürbiskerne - Gesunde Glücklichmacher aus der Region

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Andreas Ludin. Er schreibt für den Blog von Vegan Fitness über Ernährung, Gesundheit und Fitness.

Von über 8000 verschiedenen Kürbisarten werden heute im Wesentlichen fünf Arten kultiviert. Die allseits bekannten grünen schalenlosen Kürbiskerne gehen auf den Steirischen Ölkürbis (Cucurbita pepo var. Styriaca) zurück. Dieser hat die Samenschale vor etwa 100 Jahren durch eine Mutation verloren. Das macht sie für das Ölpressen und den direkten Verzehr sehr attraktiv. Die Geschichte des Kürbiskernöls begann bereits 1735. Damals wurde es noch aus dickschaligen Samen hergestellt.

Ein Superfood aus dem heimischen Garten

Um in den Genuss der Vorteile von Kürbiskernen zu kommen, ist es nicht unbedingt nötig, das recht teure Kürbiskernöl zu verzehren. Im Gegensatz zu vielen anderen Superfoods haben Kürbiskerne kurze Transportwege und belasten die Umwelt kaum. Kürbisse kann man sogar im heimischen Garten anbauen. Das kostet nicht viel und reduziert den CO2-Ausstoß noch weiter. Im Vergleich dazu belasten Goji-Beeren aus China die Umwelt recht stark, da sie um den halben Globus transportiert werden müssen, bevor wir sie im Supermarktregal finden.

Kürbiskerne sind wahre Nährstoffwunder. Sie enthalten die wichtigen ungesättigten Fettsäuren (Omega 3 und Omega 6), Vitamin E, Beta-Carotin und das sonst sehr seltene Spurenelement Selen. Kürbiskernen können auch gegen Darmparasiten bei Mensch und Tier eingesetzt werden. Dabei wirken sie präventiv und sogar bei einem bestehenden Wurmbefall. Viele Tierhalter mischen dauerhaft fein gemahlene Kerne dem Futter bei, um die Tiere wurmfrei zu halten.

Kürbiskerne bei Zink- und Eisenmangel

Eine ausreichende Einnahme von Zink und Eisen ist wichtig. Beide Mineralstoffe sind in Kürbiskernen in großer Menge vorhanden. Eisenmangel zählt v. a. bei Frauen und Kindern zu den häufigsten Mineralstoffmängeln. Aufgrund der zahlreichen Symptome und Beschwerden wird er oft erst spät erkannt. Im Ratgeber-Artikel von Vegan Fitness wird detailliert auf die unterschiedlichen Symptome, die Diagnose und die Behebung eines Eisenmangels eingegangen.

Lindern sogar Männerleiden

Die Phytosterole in den Kürbiskernen wirken sich günstig auf die Prostata und auf den genetisch bedingten Haarausfall aus. Es wird angenommen, dass der Spiegel von Dihydrotestosteron (DHT) im Blut in direktem Zusammenhang mit diesen beiden Leiden steht. Je höher der DHT-Wert ist, desto mehr vergrößert sich die Prostata. Auch am erblich bedingten Haarausfall scheint Dihydrotestosteron maßgeblich beteiligt zu sein. Die Phytosterole können den DHT-Spiegel senken, ohne dabei Nebenwirkungen zu verursachen. Wie das Dihydrotestosteron mit dem Haarwuchs zusammenhängt kann hier nachgelesen werden.

Hochwertige Proteine

Der Proteingehalt von Kürbiskernen ist höher als der von Tofu, Hühnereiern oder Quark. Das enthaltene Protein ist eines der höchstwertigen überhaupt. Es enthält alle acht essentiellen Aminosäuren und wird problemlos vom Körper aufgenommen. Darüberhinaus ist es hypoallergen, löst also keine Allergie aus und ist sehr gut verträglich.

Kürbiskerne machen glücklich

Serotonin ist unser Wohlfühlhormon. Es sorgt für gute Laune und lässt uns mit dem Alltagsstress besser umgehen. Serotonin muss im Gehirn selbst hergestellt werden. Man kann aber Bedingungen schaffen, die eine maximale Serotoninproduktion sicherstellen. Das in Kürbiskernen enthaltene Tryptophan wird vom Körper zu Serotonin umgewandelt.

Schon 30 g Kürbiskerne am Tag – z. B. pur aus der Hand, im Müsli oder zu gebratenem Spargel – können einen erheblichen Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden haben. Oft sind es die kleinen Dinge, die auf täglicher Basis einen großen Unterschied machen und das Leben verändern.

Gebratener Spargel mit Cocktailtomaten, Basilikum und Kürbiskernöl

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15 Kommentare für “Kürbiskerne – Gesunde Glücklichmacher aus der Region”

  1. Danke für die interessanten Informationen. Das Rezept mit dem Spargel werde ich auf jeden Fall mal zubereiten.

    Liebe Grüße Sabrina

      1. Hallo Christof,
        ich habe das Gericht gestern Abend zubereitet -allerdings nur mit grünem Spargel und statt Balsamico mit Schwarzessig. Es war sehr köstlich. Ich werde mich jetzt mal durch deine Gerichte arbeiten. ;) Der gebratene Reis mit Tofu (bei mir ohne) und Gemüse gehört mittlerweile zu meinem all time favourit Reisgericht und wird sehr oft zubereitet.

        Viele liebe Grüße aus Oldenburg

        Sabrina

      2. Hallo Sabrina,

        wie schön, dass Dir die beiden Gerichte geschmeckt haben. Wenn Du den gebratenen Reis ohne Tofu zubereitest, könntest Du gekochte Kichererbsen, Bohnen oder Linsen hinzufügen, um das Gericht eiweißreicher zu machen

        Viel Vergnügen beim weiteren Nachkochen.

        Christof

  2. Hallo Christof,

    prima Artikel, ich habe mal gehört das Kürbiskerne zur Entwurmung bei Hunden genutzt werden können. Könnt Ihr mir als Experten vielleicht mehr dazu sagen?

    Viele Grüße

    Robert

    1. Hallo Robert,

      ich bin kein Kürbiskern-Experte und habe den Artikel ja auch nicht geschrieben. Könnte also auch nur bei Ecosia nach der Antwort suchen. Vielleicht weiß Andreas oder sonst jemand hier mehr über die Hundeentwwurmung mit Kürbiskernen.

      Viele Grüße

      Christof

    2. Essbare Kürbiskerne (für den Menschen) können gut zur Entwurmung bei Hunden genutzt werden auch bei Inkontinenz empfehlen viele Tierärzte Kürbiskerne.

      Viele Grüße

      Andreas Ludin

    1. Kürbiskerne im Salat sind wirklich sehr leckere und eine gute Möglichkeit sie in den Alltag zu integrieren. Eine Hand voll über z.b ein Reis Gericht mag ich aber auch gerne.

      Viele Grüße

      Andreas Ludin

  3. Spannender Artikel. Ich mixe Kürbiskerne fast täglich in meinen Obst-Gemüse-Smoothie. Und hoffe, durch das Zerkleinern gehen keine Vitamine verloren. Weiß das jemand? Danke :)

  4. Ein wunderbar informativer Gastbeitrag… vielen Dank!

    Ich bin absoluter Fan von Kürbiskernöl aus der Steiermark (vom Bauern)… und das Rezept finde ich Klasse. Ich wohne am Rand eines Spargelanbaugebietes – 5 km weiter und ich bin mitten in den Feldern… noch ist Saison und ich werde es schleunigst ausprobieren :-).

    Erinnert mich an den Spargel-Erdbeer-Salat von dir, Christof, der unverzichtbar in jeder Saison auf den Tisch kommt, einfach göttlich :-).

    Dir eine gute Zeit, Christof, bei all deinen Vorbereitungen bevor du aufbrichst… ich bin dabei :-)…

    lg Edith

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