
Vegan, preisgünstig, gut vorzubereiten – Zeit: 30 Min. – Schwierigkeit: leicht
„Das Rezept musst du auf deinem Blog veröffentlichen“, meinte meine 88-jährige Mutter, als sie kürzlich bei mir zu Besuch war und ich ihr Borschtsch servierte. Diesem Wunsch kann ich mich natürlich nicht widersetzen.
Borschtsch wird in Osteuropa in vielen Varianten gekocht. Seit 2022 gehört die Kultur der Zubereitung von ukrainischem Borschtsch sogar zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO.
Meine Version ist vegan, kommt ohne Anbraten aus und beschränkt sich auf wenige klassische Zutaten. Ich verwende anstelle von Weißkohl lieber Spitzkohl. Er schmeckt milder, ist besser verdaulich und hat eine kürzere Garzeit.
Für 4 Personen
400 g Kartoffeln
300 g Spitzkohl
200 g Karotten
500 g Rote Bete, vorgekocht und vakuumiert
1,4 l Gemüsebrühe
2 EL Tomatenmark
1–2 EL Zitronensaft oder Apfelessig
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
½ Bund Dill (optional)
4 EL ungesüßter Sojajoghurt oder veganer Schmand (optional)
- Die Kartoffeln schälen und in 1,5–2 cm große Würfel schneiden. Den Strunk des Spitzkohls entfernen und den Kohl in feine Streifen schneiden. Die Karotten raspeln. Die Rote Bete in etwa 1 cm große Würfel schneiden.
- Die Gemüsebrühe in einem großen Topf zum Kochen bringen. Die Kartoffeln hinzufügen und etwa 10 Minuten köcheln lassen.
- Den Spitzkohl und die Karotten zugeben und das Tomatenmark einrühren. Weitere 5 Minuten garen.
- Die Rote Bete hinzufügen und die Suppe noch einmal 5 Minuten köcheln lassen.
- Mit Zitronensaft oder Apfelessig, Salz und Pfeffer abschmecken.
- Den Dill kurz unter kaltem Wasser abspülen, trocken schütteln, die Spitzen abzupfen und fein schneiden.
- Den Borschtsch auf Teller verteilen. Nach Belieben mit einem Klecks Sojajoghurt oder veganem Schmand verfeinern und mit Dill bestreuen.
Tipps:
- Die Flüssigkeit aus der Roten-Bete-Packung sorgt für eine intensivere Farbe und etwas mehr Aroma.
- Für mehr Protein den Inhalt einer Dose weiße Bohnen ohne Flüssigkeit (240 g Abtropfgewicht) zusammen mit der Roten Bete hinzufügen.
- Der Borschtsch schmeckt aufgewärmt am nächsten Tag mindestens genauso gut. Den Sojajoghurt oder den veganen Schmand sowie den Dill dann aber erst beim Servieren zugeben.
Смачного!
PS: Weitere einfache Ideen für Suppen und andere vegane Gerichte findest Du auf meiner Rezepteseite.

Danke für den Newsletter und das Rezept. Ist schon ausgedruckt und wird nachgekocht. Sieht sehr lecker aus! Liebe Grüße von Lucia
Guten Appetit – und verrate uns gerne, wie Dir der Borschtsch geschmeckt hat.
Viele liebe Grüße
Christof
Meine Kinder mögen keinen Dill. Wie ersetzen?
LG
Mona
Du kannst den Dill einfach weglassen oder stattdessen etwas Petersilie, Schnittlauch oder fein geschnittene Frühlingszwiebeln verwenden.
EBG
Christof
Danke. Werds mal testen.
Warum eigentlich ukrainischer Borschtsch?
Gibts doch in ganz Russland auch. Worin besteht der Unterschied?
Die UNESCO hat 2022 die Zubereitung von ukrainischem Borschtsch als besonders schützenswert eingestuft, weil diese Tradition durch den Krieg bedroht ist.
Dein Rezept klingt gut, lieber Christof, ich werde jedoch unseren russischen Borschtsch weiterhin kochen – wenn es wieder kälter wird.
Für diese Hitze gibt es in Russland ein super gutes Rezept – es heißt KALTER BORSCHTSCH:
– es werden gekochte rote Beete, grüne Gurken, Dill, Lauchzwibel-Grün und das Grüne von der roten Beete klein geschnitten, wie für einen Salat
– alles Geschnittene in einen tiefen Teller portionieren, mit Rote-Beete-Saft (aus dem Bioladen) füllen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Klecks veganem Yoghurt/Schmand verfeinern.
Es ist das Beste, was in den heißen Tagen auf den Tisch kommt!
Vielen Dank für Deine russische Borschtsch-Variante, liebe Elena! 😊 Das klingt schmackhaft und bei Hitze wirklich erfrischend. Wer wie ich meist fertig gekochte Rote Bete verwendet, braucht dafür nicht einmal einen Herd. Nur auf das Grün der Roten Bete müsste man dann verzichten.
Nur eine kleine Korrektur: Borschtch schmeckt am nächsten Tag noch besser, wie Vieles aus der osteuropäischen Küche 🙂
Ja, siehe dritter Tipp am Ende des Artikels. ;-) Der Geschmack wird dadurch etwas intensiver und runder. Wenn ich wählen müsste, würde ich die frische Variante nehmen. Ich mag Gemüse lieber noch knackig als leicht matschig.