Gelesen im Juli: No meat athlete, Die Reise der Pinguine, Der Boxer …

Gelesen im Juli: No meat athlete, Die Reise der Pinguine, Der Boxer …

Ich hatte diesen Monat offensichtlich wieder ein paar Gründe zu lesen. Es sind fünf Bücher und über 900 Seiten zusammengekommen.

Mein Buch des Monats ist Matt Fraziers „No meat athlete“. Vegane Sportler und alle, die es werden möchten, kommen daran einfach nicht vorbei.

Aber auch „Der Boxer – Die wahre Geschichte des Hertzko Haft“ von Reinhard Kleist ist jedem ans Herz gelegt, der erfahren möchte, wie spannend und anspruchsvoll eine Graphic Novel sein kann.

Fach- und Sachliteratur

  1. No meat athlete von Matt Frazier (Erscheinungsjahr: 2014, meine Bewertung: 5 von 5 Sternen)
    Matt Frazier betreibt seit vier Jahren den erfolgreichsten englischsprachigen Blog für vegane Läufer. Sein Buch „No meat athlete“ ist nun auch auf deutsch erschienen. Zwar merkt man manchen Texten an, dass sie ursprünglich für den Blog geschrieben wurden, aber das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Ernährungsgrundlagen, Kochrezepte, Motivationstipps, Trainingsmethoden, Trainingspläne – „No meat athlete“ ist eine Fundgrube für Anfänger und für erfahrene Läufer gleichermaßen. Die meisten Ratschläge lassen sich auch für andere Sportarten und fürs Wandern anwenden.
  2. Die Reise der Pinguine von Luc Jacquet  (2005, 4 Sternen)
    Reich bebildertes Buch zum gleichnamigen Dokumentarfilm über die beschwerlichen Wanderungen der Kaiserpinguine zu ihren Brutstätten und Jagdrevieren in der Antarktis.

Belletristik

  1. Sandsturm, Liebesstille von Bianca Savcenco (2014, 3 Sterne)
    Dieser Roman handelt vom Leben deutscher Expats in Tripolis vor dem Ausbruch des Bürgerkriegs in Libyen Anfang 2011. Spannend wird es erst im letzten Viertel, wenn der politische Umsturz die Protagonisten zur Ausreise zwingen. Davor erfährt man für meinen Geschmack zu viel über die Problemchen und Liebschaften wohlhabender Auslandsdeutsche. 
  2. Das literarische Kaleidoskop von Regina Kehn (Illustratorin und Herausgeberin) (2013, 4 Sterne)
    Regina Kehn erweckt Poesie und Prosa bedeutender Autoren wie Theodor Storm, Christian Morgenstern, Franz Kafka und Daniil Charms zu neuem Leben, indem sie die Texte Satz für Satz illustriert. Bezaubert sowohl Kinder als auch Erwachsene!

Comics

  1. Der Boxer – Die wahre Geschichte des Hertzko Haft von Reinhard Kleist (2012, 4,5 Sterne)
    Hertzko Haft musste in Schaukämpfen im Konzentrationslager Jaworzno um sein Leben boxen. Als das KZ wegen der heranrückenden Roten Armee aufgelöst wurde und die noch lebenden Häftlinge auf Todesmärsche geschickt wurden, gelang Haft die Flucht. 1948 wanderte er in die USA aus und wurde Profiboxer. Nachdem er einen von der Mafia manipulierten Kampf gegen den späteren Schwergewichtsweltmeister Rocky Marciano verlor, beendete er seine Karriere und machte sich als Gemüsehändler selbstständig. Auf Basis dieser verstörenden Erinnerungen gestaltete Reinhard Kleist einen Comic, der von April bis September 2011 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und 2012 als Album-Ausgabe im Carlsen Verlag veröffentlicht wurde.

Und was liest Du gerade? Welches Buch kannst Du mir und meinen Lesern empfehlen?

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{ 23 Kommentare }

  • Eugen 29. Juli 2014

    Hi Christof,
    vielen Dank für die Einladung, Dir ein Buch zu empfehlen. Empfehlen mag dich Dir Daniel Mendelsohn: Die Verlorenen. Sommerlich leicht ist Martin Suter: Allmen und die Libellen.
    Gute Reise und Wiederkehr
    Eugen

    Antworten
    • Christof Herrmann 29. Juli 2014

      Hallo Eugen,

      logo, jeder ist eingeladen, Bücher zu empfehlen :-) Ich weiß, dass sich hier viele Leseratten tummeln. Die Gelesen-Artikel werden jeweils 1.000 bis 2.000 mal aufgerufen.

      Danke für Deine Tipps. „Die Verlorenen“ habe ich mir notiert. Die FAZ schrieb darüber „ein Sachbuch von unglaublicher Virtuosität und fesselnd wie ein Krimi“. Von Martin Suter habe ich letztes Jahr „Abschalten“ gelesen.

      Viele Grüße

      Christof

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  • Güzel 29. Juli 2014

    Hi Christof!

    Ich habe das Buch von Niko Paech und den Comic Kriegszeiten gelesen. Das waren Tips von dir vor ein paar Monaten. Du hast mich wieder mehr zum Lesen gebracht. Danke dafür!

    Gruß an alle von Güzel

    Antworten
    • Christof Herrmann 29. Juli 2014

      Hi Güzel!

      Das freut mich aber, dass ich Dich zum Lesen animiert habe :-)

      Gruß zurück

      Christof

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  • Anne 29. Juli 2014

    Hallo Christof,
    ich habe in diesem Monat drei Bücher aus dem Bereich Gesundheit und Ernährung gelesen:

    Das Sparkochbuch / Uwe Glinka, Kurt Meier
    Kochen im Bereich des Hartz IV Satz
    Das Buch fand ich ehr enttäuschend. Die Rezepte waren mit Discounterfleisch und ehrlich gesagt, mit einem gescheiten Wochenplan könnte ich das vollwertiger und besser und würde am Wochenende auch nicht mehr ausgegeben haben. Ansonsten fand ich die Idee gut. Für viele „wenig bis nicht Köche“ ist es sicherlich eine Hilfe.

    Das Geheimnis der Gesundheit / Ulrich Strunz
    Ich liebe Gesundheits- und Sportbücher von Strunz. Die sind sehr „läuferfreundlich“ und Strunz räumt mit vielem Halbwissen auf. Dieses Taschenbuch ist sehr empfehlenswert.

    Übersäuerung / Norbert Trautwein
    Krank ohne Grund? Dann kann Übersäuerung ein Thema sein. Mit diesem Buch kann man erfahren, warum die Zitrone nicht sauer macht, die Schokolade aber zur Übersäuerung beiträgt.

    Zur Unterhaltung habe ich das Buch:“ Die Frau mit dem roten Tuch“ von Jostein Gaarder begonnen zu lesen. Davon kann ich erst demnächst berichten.

    Jetzt radeln wir gerade an der Mosel entlang und haben heute Trier erkundet. Ich wünsche dir eine gute Wanderung, schönes Wetter und eine tolle Zeit

    Liebe Grüße
    Anne

    Antworten
    • Christof Herrmann 29. Juli 2014

      Danke, Anne. Bin aber erst ab dem 10.8 unterwegs. Bis dahin gibt es noch den einen oder andere Newsletter oder Blogartikel.

      Von Jostein Gaarder und Ulrich Strunz habe ich vor Jahren etwas gelesen. Das Buch über die Übersäuerung würde mich aber interessieren, da ich mehr über den Säure-Basen-Haushalt wissen möchte. Leider gibt es das Buch nicht in meiner Bibliothek. Meinst Du es lohnt sich, drei Euro für die Fernleihe hinzublättern?

      Viele Spaß an der Mosel!

      Christof

      Antworten
      • Anne 29. Juli 2014

        Hallo Christof,

        ich denke, du kannst meine e mail Adresse sehen. Schick mir dahin deine Postadresse und ich leihe dir das Buch. Du kannst es mir nach dem Lesen als Buchsendung zurückschicken. Das kostet dich dann 1 €uro. Als Bookcrosser bin ich gewohnt Bücher auf die Reise zu schicken. Leider bin ich erst am 7.8. wieder zu Hause und du bist dann schon fast auf dem Weg. Ich würde es dann später schicken. Mail mir dazu auch noch ein Abschickdatum.
        LG Anne

        Antworten
      • Christof Herrmann 30. Juli 2014

        Das ist ja ein nettes Angebot, Anne! Habe nun aber entdeckt, dass es das Buch doch in meiner Bücherei gibt, sogar zweimal, einmal in der Ausgabe von 1997 und einmal von 2007. Habe es zunächst nicht gefunden, weil Du den Namen des Autors falsch geschrieben hast ;-)

        Antworten
    • Sczilla 1. August 2014

      @Anne
      Falls Dich Kochen mit Hartz IV-Satz interessiert, empfehle ich alternativ das Buch von Ute-Marion Wilkesmann „Hartz IV in aller Munde“. Leider nur noch antiquarisch zu erwerben, aber durchaus lohnend. Sic!

      Antworten
  • Martina 29. Juli 2014

    Hallo Christof,

    ich lese gerade „Leb wohl, Schlaraffenland – Die Kunst des Weglassens“ von Roland Düringer. Er erzählt darin von seinem Selbstversuch, aus den Systemen auszusteigen, ein Leben wie früher zu führen.

    Geschmunzelt habe ich bei „Männer die auf Rauhfaser starren – Zehn Tage Vipassana Meditation – Eine Selbsterfahrung“ von Michael Meudt.

    Ein Buch, das ich vor Jahren bereits gelesen habe und an das ich heute noch oft denke ist „Wer wandert, braucht nur, was er tragen kann – Bericht über ein einfaches Leben“ von Anne Donath.

    Gute Reise!
    Martina

    Antworten
    • Christof Herrmann 30. Juli 2014

      Hallo Martina,

      Deine Empfehlungen passen ja sehr gut zu den Themen von Einfach bewusst.

      Ich kann mir vorstellen, dass „Triffst du Buddha, töte ihn! Ein Selbstversuch“ etwas für Dich ist. Darin beschreibt der von mir sehr geschätzt Reiseautor Andreas Altmann seine Eindrücke während eines Vipassana-Kurses.

      Das Buch von Anne Donath interessiert mich schon länger. Bisher kenne ich nur einen TV-Beitrag, in dem es v. a. um ihr tiny house geht und den ich kürzlich auf Facebook geteilt habe.

      Einfach bewusste Grüße

      Christof

      Antworten
  • gabo 30. Juli 2014

    Ich habe auch- bzw. bin noch dabei-das Buch von M.Frazier gelesen , ausserdem ein Buch von Trude Simonsohn, eine Art Biographie, aber die Dame lebt noch in Frankfurt, ist über 90 Jahre alt- aber der Name des Buches fällt mir grad nicht ein.Das war auch sehr interessant im Bereich Biographie.

    Antworten
    • Christof Herrmann 31. Juli 2014

      Das Buch der Holocaust-Überlebende Trude Simonsohn heißt „Noch ein Glück: Erinnerungen“.

      Antworten
  • Andy Lanz 30. Juli 2014

    Hallo Christof,

    ich warte immer wieder gespannt mit Vorfreude auf deine regelmässigen Buchempfehlungen.
    Auf das Buch „No meat athlete“ von Matt Frazier bin ich schon durch bevegt.de aufmerksam geworden. Jetzt muß ich mir das Buch endlich mal holen, nach dem auch du so positiv darüber schreibst.
    Ich las gerade vor kurzem „Die Praxis der Achtsamkeit“ von Bhante Henepola. Eine sehr gute und verständlich geschriebene Lektüre über die Vipassana (Einsicht) – Meditation.
    Im Moment lese ich von Jon Krakauer „In die Wildnis – Allein nach Alaska“. Es handelt von dem jungen Mann Chis McCandless, welchen die Sehnsucht nach einem einfachen Leben ohne Besitztümer und den Errungenschaften der Zivilisation in die gottverlassenen Wildnis trieb. Im August 1992 wurde seine Leiche im Eis von Alaska gefunden. Könnte mir vorstellen, daß das was für dich zu lesen wäre.

    Liebe Grüsse
    Andy

    Antworten
    • Christof Herrmann 31. Juli 2014

      Hallo Andy,

      Katrin und Daniel von bevegt.de haben auch ein Vorwort zur deutschen Ausgabe von “No meat athlete” geschrieben.

      Die beeindruckende, aber auch traurige Lebensgeschichte von Christopher McCandless kenne ich, u. a. aus dem Film „Into the Wild“. Das Buch wäre sicher etwas für mich. Danke für den Tipp!

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
      • Andy Lanz 21. September 2014

        Hi Christof,
        ich lese im Moment gerade das Buch „Unbeugsam: Eine wahre Geschichte von Widerstandskraft und Überlebenskampf“ von Laura Hillenbrand. Es geht darin um die wahre, unglaubliche Geschichte von Louis Zamperini. Ich bin jetzt fast am Ende angekommen und kann dir das Buch nur empfehlen.

        Grüsse
        Andy

        Antworten
      • Christof Herrmann 23. September 2014

        Danke für den Tipp, Andy. Klingt interessant und spannend.

        Habe gerade auf Wikipedia gelesen, dass das Buch verfilmt wurde (Regie: Angelina Jolie). Soll im Januar auch bei uns laufen.

        Viele Grüße

        Christof

        Antworten
  • Anja 31. Juli 2014

    Hallo Christof,

    ich habe vor kurzem das Buch „Wir sind doch Schwestern“ von Anne Gesthuysen gelesen. Drei Leben, jedes fast ein Jahrhundert, jede Menge (Familien)Geschichte und toll geschrieben.

    Per Bookcrossing in Amsterdam ist mir dann noch das Buch „Die Maklerin“ von Leonie Ossowski „über den Weg gelaufen“, dass ich mir wohl in der Bibliothek nicht ausgeliehen hätte. Eine (wahre) Geschichte über eine zuvor in Berlin tätige Maklerin, die sich entschließt, nunmehr auf der Straße zu leben. Eine Geschichte über ein Leben, aber auch eine Geschichte über das Horten und Loslassen, über das Geld und die (fehlende) Liebe.

    Viele Grüße aus Berlin gen Süden,
    Anja

    Antworten
  • Anne 31. Juli 2014

    Hallo Christof,

    ups, das mit dem falschen Namen ist mir gar nicht aufgefallen, Klar der Autor heißt
    Treutwein statt wie hier geschrieben Trautwein.

    Wir sind heute von der Mosel an die Saar abgebogen. Tolle Fahrradwege gibt es hier.
    Liebe Grüße
    Anne

    Antworten
  • Barbara 2. August 2014

    Hallo Christof

    Vielen Dank für deine Bücher-Posts, die ich immer wieder mit grossem Interesse lese.

    Auf das Buch „No meat athlete“ hast du mich nun richtig neugierig gemacht, u. a. weil ich mich gerade an Tag 2 meiner „30-Tage-Vegan-Essen“-Challenge befinde und ausserdem gerne länger & leichter Laufen möchte. Da es recht neu ist, wird meine Bibliothek es noch nicht haben … jetzt bin ich am Überlegen, ob ich in dieses Werk investiere (und welches Buch dafür aus meinem Regal rausfliegt).

    Ich lese mich gerade nach und nach durch die Bücher von Haruki Murakami und parallel dazu gibt es eine interessante, aber schwer verdauliche Biographie von C. G. Jung.

    Herzlich

    Barbara

    Antworten
  • Christof Herrmann 2. August 2014

    @Anja
    „Wir sind doch Schwestern“ hatte ich wohl schon mal in der Hand. Danke für den Tipp. Der Klappentext klingt auch lustig und interessant: „Katty, Paula und Gertrud treffen sich zu Gertruds 100. Geburtstag. Sie wollen ihre Zukunft planen, doch vorher gilt es, die Vergangenheit zu klären […]“ Nur wer soll all die guten Bücher lesen? Man bräuchte hundert Leben und hätte trotzdem nur einen Bruchteil gelesen ;-)

    @Anne
    Null problemo.

    @Barbara
    Vielleicht bekommst Du „No meat athlete“ über die Fernleihe Deiner Bücherei? Von Haruki Murakami habe ich vorletztes Jahr Sputnik Sweetheart gelesen.

    Antworten
    • Barbara 5. August 2014

      Hallo Christof

      Ich bin am Tag 5 meiner veganen Challenge und am Tag 1 beim Lesen des Buchs „No Meat Athlete“. Ich habe es mir in der örtlichen Buchhandlung bestellt und heute abgeholt.

      Ich möchte dir für diesen Buchtipp noch einmal explizit danken. Bisher empfinde ich es als informativ, gut zu lesen und ohne den erhobenen Zeigefinger geschrieben. Ich glaube, es ist jeden einzelnen Rappen wert (ich lebe in der Schweiz).

      Im Vorwort steht: „Es geht niemals darum, perfekt zu sein, sondern immer nur darum, den nächsten Schritt zu tun“. Diese Haltung merkt man dem Autor an, es macht ihn sympathisch und menschlich und es motiviert mich, mich auf die vegane Ernährung und den Sport weiter einzulassen, vieles auszuprobieren und zu experimentieren.

      Viele Grüsse

      Barbara

      Antworten
      • Christof Herrmann 6. August 2014

        Freut mich, dass Du Dir das Buch gekauft hast und Du es bisher gut findest. Kann das, was Du darüber schreibst, nur unterstreichen. Matt Frazier lässt den Zeigefinger unten und motiviert den Leser, besser zu essen und sich mehr zu bewegen.

        Viele Grüße

        Christof

        Antworten

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