Ratatouille

Ratatouille (Foto: Christof Herrmann, 2016)Vegan, vollwertig, glutenfrei, preiswert – Zeit: 45 Min. – Schwierigkeit: leicht

Kürzlich war ich mit einer Freundin bei mir zum Kochen verabredet. Sie kam mit einem Berg Paprika an, den sie bei Foodsharing vor dem Mülltonnentod gerettet hat. Da wir noch etwas vor hatten, machten wir eine schnelle Kartoffelsuppe. Anderntags verarbeitete ich die Paprika zu einem Ratatouille.

Ratatouille ist ein köstliches Gemüsegericht der provenzalischen Küche. Wahrscheinlich wird es eines der wenigen veganen Gerichte sein, die ich diesen Sommer in den Lokalen auf dem französischen Abschnitt meines Jakobswegs bekommen werde.

Auberginen, Paprika, Zucchini, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Kräuter und Olivenöl dürfen in keinem Ratatouille fehlen. Ansonsten gibt es so viele Varianten wie Sand am Mittelmeer. Das folgende Grundrezept habe ich im Laufe der Jahre zusammengestellt und liefert ein besonders schmackhaftes Ergebnis.

Für 4 Portionen:

  • 2 Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 4 EL Olivenöl
  • 2 Auberginen
  • 2 Paprika
  • 1 große Zucchini
  • 3 Fleischtomaten oder 1 Dose geschälte Tomaten
  • 40 g Tomatenmark
  • 250 ml Wasser
  • 2 EL Kräuter der Provence oder besser 2 Handvoll frische mediterrane Kräuter (Basilikum, Majoran, Oregano, Rosmarin, Lavendel, Salbei, Thymian)
  • Salz
  • Pfeffer

Die Zutaten für Ratatouille (Foto: Christof Herrmann, 2016)

  1. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken.
  2. Olivenöl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin andünsten.
  3. Auberginen waschen, in kleine Würfel schneiden und dazugeben.
  4. Paprika und Zucchini waschen, die Paprika entkernen, alles in mundgerechte Stücke schneiden und dazugeben.
  5. Tomaten evtl. enthäuten, in Würfel schneiden und ebenfalls dazugeben.
  6. Mit Wasser ablöschen.
  7. Mit dem Tomatenmark sowie den gehackten frischen Kräutern (oder den getrockneten Kräutern der Provence) würzen.
  8. Alles mindestens 20 Minuten schmoren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
  9. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.

Das Ratatouille passt zu fast allem, z. B. zu Baguette, Nudeln, Polenta, Reis, Hirse oder veganen Crêpes.

Tipps:

  • Du kannst das Ratatouille nach Deinem Geschmack variieren. Ich füge oft noch etwas Rotwein und schwarze Oliven hinzu. Auch meine Ratatouille-Version mit getrockneten Tomaten und Kichererbsen hat Freunden gut gemundet.
  • Mach am besten gleich die doppelte Menge. Ratatouille schmeckt am nächsten Tag mindestens genauso gut – sowohl kalt als auch aufgewärmt.

Bon appétit!

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{ 20 Kommentare }

  • Sven 12. April 2016

    Hi Christoph

    Danke für den Newsletter. Immer wieder interessant. Da ich gerade unterwegs war habe ich die fehlenden Zutaten besorgt. Wird noch heute nachgekocht.

    Sven

    Antworten
    • Christof Herrmann 12. April 2016

      Hi Sven,

      danke für das Lob zu meinem Newsletter. Dessen Motto lautet ja auch: Jedesmal für jeden etwas dabei ;)

      Bin gespannt, wie Dir das Ratatouille schmeckt. Berichte doch mal.

      ChristoF

      Antworten
      • Sven 13. April 2016

        Hi Christof

        Ich dag nur: Sehr lecker. Den Rest gibt’s heute auf der Arbeit.

        Danke!

        Antworten
  • Andrea 12. April 2016

    Hmm, Kichererbsen im Ratatouille – auf die Idee bin ich noch nicht gekommen, wird aber sehr bald ausprobiert. Ansonsten ist es eines meiner Lieblingsgerichte, immer wieder anders kombiniert, mal scharf, mal süßlich, und immer für 2-3 Tage und ich mag es auch tatsächlich sehr gern kalt.

    Antworten
    • Christof Herrmann 12. April 2016

      Kichererbsen passen super und sorgen für mehr Eiweiß im Ratatouille. Gleiches gilt für Stangenbohnen, von denen ich diesmal ein paar mit verwendet habe (was auch Im ersten Foto zu erkennen ist).

      Antworten
  • Michael 12. April 2016

    Grundsätzlich mag ich Ratatouille sehr gerne und Dein Rezept ist auch sehr ansprechend. Ich finde aber, daß der April dafür noch nicht die richtige Saison ist. Ein Trend unserer Zeit scheint zu sein, die Saisonalität des Zutatenangebots zu verdrängen. Momentan muß das alles noch entweder aus dem Gewächshaus kommen oder aus südlichen Ländern hergekarrt werden. Im Sommer wachsen Paprika, Zucchini und Co. in Deutschland. warum nicht ein wenig mehr Geduld?

    Antworten
    • Christof Herrmann 12. April 2016

      Ich gebe Dir recht. Es ist nicht verkehrt, mit der Zubereitung noch etwas zu warten. Das Rezept bleibt ja online ;-) Ich frage mich allerdings, was man sonst aus der Saison essen soll? Der April ist „saisontechnisch“ ja ein schwieriger Monat, weil es das Wintergemüse nicht mehr und das Sommergemüse noch nicht gibt. Seit dieser Woche kann man immerhin Spargel kaufen (zwei Spargel-Rezepte habe ich in den letzten beiden Jahren veröffentlicht). Ansonsten hat vermutlich nur noch Spinat Saison.

      Antworten
  • Silke 14. April 2016

    Gibt es heute zum Mittagessen. Hab schon mal davon genascht. LECKER!!
    Dazu gibt es Nudeln.
    Viele Grüße und danke für das leckere Rezept.
    Silke

    Antworten
  • Emmih 14. April 2016

    Lieber Christof,
    Deine Fotos sind immer eine Augenweide!
    Das Rezept kenne ich gut, und kommt ab und zu auf unseren Speiseplan. Bis auf Auberginen und Lavendel habe ich alle Zutaten meist zuhause.
    Wird das Gericht mit Kichererbsen nicht recht sämig?
    Lg Emmih

    Antworten
  • Susanne 14. April 2016

    Hallo Christof,
    gutes Essen kann so einfach sein!
    Vielen lieben Dank fürs Posten. Da weiß ich gleich, was es am Wochenende gibt. ;)
    Großartiger Blog, übrigens.
    Lieben Gruß,
    Susanne

    Antworten
  • Burgel 14. April 2016

    Ratatouille gibt es bei mir erst im Sommer. Ich esse möglichst nur, was hier wächst.
    Bulgur mit Stielmuß, Zwiebeln, etwas Olivenoel, Salz aber auch Muskatnus schmeckte mir letzte Woche sogar an mehreren Tagen.

    Antworten
  • Christof Herrmann 17. April 2016

    @Silke
    Freut micht, dass es geschmeckt hat.

    @Emmih
    Nein, es wir mit Kichererbsen nicht zu sämig, solange Du sie nicht zerquetschst. Ich gebe sie sowieso erst die letzten Minuten dazu.

    @Susanne
    Danke für Dein Lob.

    @Burgel
    Löblich. Das Rezept ist auch im Sommer noch online ;-)

    Antworten
  • Claudia Sagmeister 17. April 2016

    Servus Christof ! Ich gebe zu dieser Gemüsemischung noch gewürfelten Grillkäse dazu ,
    und das ganze kommt mit Olivenöl beträufelt in einer Auflaufform für 30 – 40 Minuten ins
    Backrohr .
    Ich hatte noch gewürfelte Erdäpfeln ( Kartoffeln ) beim Gemüse dabei , aber nächstens werde ich es mit Kichererbsen probieren .
    Danke , lieber Christof und ganz liebe Grüße aus meinem schönen Wien- Claudia

    Antworten
    • Christof Herrmann 18. April 2016

      Servus Claudia,

      veganen Grillkäse muss ich bald mal probieren ;-)

      Viele Grüße aus meinem schönen Nürnberg

      Christof

      Antworten
  • Renate Schillikng 23. April 2016

    Ich muss dir im Vorfeld mitteilen, dass ich ein Rechtschreibfetischist bin – ich muss ständig Korrektur lesen. Sorry!
    In dem Rezept steht u.a. bei den Zutaten „1 Zucchini“ – da Zucchini eigentlich ein Pluralwort ist, müsste es eigentlich heißen „ein Zucchino“. Das wissen die wenigsten – ich habe darüber sogar einmal die Kolumnistin Winnemuth vom Stern aufgeklärt. Sie hat mir dann geschrieben, dass sie das noch nicht wusste.
    Aber das Rezept klingt trotzdem gut!

    Antworten
    • Christof Herrmann 23. April 2016

      Welcher Text ist schon fehlerfrei? Du hast z. B. Deinen Nachnamen falsch geschrieben und das Leerzeichen zwischen dem „u.“ und dem „a.“ bei „u.a.“ vergessen ;-)

      Zur (oder zu den) Zucchini: Ich denke, man kann beides sagen, also sowohl „eine Zucchini“ als auch „eine Zucchino“. Duden gibt mir da recht. Gleiches gilt etwa für Cappuccino. Da sind im Plural sowohl Cappuccini als auch Cappuccinos erlaubt. Wenn ich mich richtig erinnere, gab es dazu mal eine Zwiebelfisch-Kolumne bei Spiegel Online.

      Hauptsache es schmäckt :)

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
    • Christof Herrmann 23. April 2016

      PS: Hier der besagte Artikel aus der Zwiebelfisch-Kolumne.

      Antworten
  • Marion 26. April 2016

    Hallo Christof,
    zwar ein später Kommentar, aber grad eben habe ich in der Ökotestausgabe von der Belastung der sog. Superfoods (Chia, Hanf, Weizengras, Moringa) mit Pestiziden, Mineralölrückständen und Schwermetallen gelesen.
    Zum einen ist meine Intention so viele Leute wie möglich zu informieren (habe selbst – noch – keinen blog) zum anderen fällt mir erst jetzt auf, dass du diese Zutaten gar nicht verwendest. Hast du das gewusst oder bist du ein konsequenter lokal-veganer Gourmet ?
    VG Marion

    Antworten
    • Christof Herrmann 28. April 2016

      Hallo Marion,

      ich habe derzeit zwar Chiasamen zuhause, die ich hin und wieder ins Müsli gebe, verwende aber nur wenige dieser Superfoods, die oft teuer sind und vom anderen Ende der Welt zu uns gefolgen werden müssen. Meine Rezepte hier kommen ganz ohne Superfoods und Fertigprodukte aus, sind vegan und meist auch vollwertig und werden möglichst aus regionalen Zutaten gemacht.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten

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