Gebratener Reis mit Tofu und Gemüse

Gebratener Reis mit Tofu und Gemüse (Foto: Christof Herrmann, 2017)Vegan, One-Pot-Gericht – Zeit: 25 Min. – Schwierigkeit: leicht

Heute verrate ich Dir ein Rezept für ein Gericht, das ich seit fast zehn Jahren zubereite.

Auf meiner Radweltreise 2006/2007 bin ich die letzten Monate durch Südostasien und die chinesische Provinz Yunnan gefahren. Eines meiner Lieblingsgerichte in den Garküchen am Straßenrand war Gebratener Reis. Oft war die Kochstelle offen, so dass ich bei der Zubereitung zuschauen konnte.

Zurück in Deutschland habe ich den Gebratenen Reis in mein Kochrepertoire aufgenommen. Mein Grundrezept hat sich über die Jahre etwas verändert. Anstelle der in Asien oft hinzugefügten Omelett-Streifen verwende ich entweder Tofu oder zusätzliches Gemüse wie Champignons.

Gebratener Reis ist schnell auf dem Tisch, kann mit vielen Gemüsesorten, frischen Kräutern wie auch Toppings variiert werden und schmeckt einfach vorzüglich.

Für 2 Portionen:

  • 100 g Spitzkohl oder andere Kohlsorte wie Chinakohl und Brokkoli
  • 1-2 Karotten
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 cm Ingwer
  • 1 kleine rote Chilischote
  • 150 g Tofu
  • 2 EL Sesamöl oder anderes hoch erhitzbares Pflanzenöl wie Erdnussöl
  • 400 g gekochter Reis vom Vortrag (das sind etwa 150 g roher Reis, z. B. Basmati oder Naturreis)
  • 2 EL Sojasoße

Gebratener Reis mit Tofu und Gemüse - Foto: Offene Garküche in China (Christof Herrmann, 2007)

  1. Die äußeren Blätter und den Strunk des Spitzkohls entfernen. In feine Scheiben schneiden und in kaltem Wasser waschen.
  2. Karotten waschen, ggf. schälen und in Würfel oder Stifte schneiden.
  3. Frühlingszwiebeln waschen und in Ringe schneiden
  4. Knoblauchzehen und den Ingwer schälen und fein hacken.
  5. Die Chilischote waschen und in feine Ringe oder Stücke schneiden.
  6. Den Tofu würfeln.
  7. Öl im Wok oder einer großen Pfanne auf höchster Stufe erhitzen.
  8. Spitzkohl und Karotten darin 3 bis 4 Minuten unter Rühren anbraten.
  9. Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Ingwer, Chilischote und Tofu dazugeben und 3 bis 4 Minuten unter Rühren mitbraten.
  10. Den Reis hinzufügen und weitere 2 bis 3 Minuten unter Rühren garen.
  11. Mit Sojasoße abschmecken.

Qǐng xiǎngyòng! Guten Appetit!

Tipp: Die Garzeiten variieren je nach Pfanne, Herd und Zutaten. In den Garküchen Asiens wird im Wok auf einer Gasflamme gekocht und ist der Gebratene Reis ruckzuck fertig.

Gebratene Nudeln als Variante: Für Gebratene Nudeln verwendest Du statt Reis einfach asiatische Nudeln aus Weizen- oder Reismehl, die vorab nach Packungsanweisung gegart werden.

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{ 12 Kommentare }

  • Gudrun H. 29. Januar 2017

    Hi Christian, das klingt einfach und lecker. Reis kocht gerade schon. Müsste auch mit frischem Reis schmecken oder? Tofu hab ich keinen da. Aber Pilze und eine Paprika. LG G

    Antworten
    • Christof Herrmann 29. Januar 2017

      Hallo Gudrun,

      wer ist Christian? ;-)

      Geht schon auch mit frischem Reis. Würde den Reis möglichst gut abtropfen lassen oder zumindest etwas ruhen. Die Zutaten sollen ja mehr gebraten und nicht in Flüssigkeit gekocht werden.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
    • Gudrun H. 29. Januar 2017

      Sorry, Christof! Ingwer hatte ich auch keinen. Der gebratene Reis war aber trotzdem sehr gut! Danke fürs Rezept. LG

      Antworten
      • Christof Herrmann 30. Januar 2017

        Hauptsache es hat geschmeckt. Gebratenen Reis kann man je nach Saison und Vorräten wunderbar variieren …

        Antworten
  • Paula 30. Januar 2017

    hehe. Das Geheimnis vom one-pot-Gericht ist der vorgekochte Reis ;-)

    Was meinst du, Christoph, das könnte doch auch mit 1 Topf „auf einmal“ gehen, also mit heißem Reis? Probieren geht über kommentieren … :-)

    liebe Grüße,
    Paula

    Antworten
    • Christof Herrmann 30. Januar 2017

      Klar klappt es auch mit heißem Reis. Hab ich auch schon gemacht. Schmeckt etwas anders, da der Reis noch feuchter ist und man weniger brät.

      Für mich ist es wie oben beschrieben ein One-Pot-Gericht, da ich den Reis am Vortag als Beilage zu einem anderen Gericht mache (z. B. dieses Curry) und dann den Rest anderntags verwende.

      Viele Grüße

      ChristoF

      Antworten
  • Dieter Brehm 31. Januar 2017

    Servus ChristoF ;-)
    genau mein Ding. Fried Rice geht immer, vor allem mit viel Gemüse (Gemüse = ein Geschenk Gottes). Ich gebe sehr gerne etwas Kurkuma & Kreuzkümmel dazu und lasse die Soja-Sachen weg.
    Liebe Grüße
    Dieter

    Antworten
    • Christof Herrmann 31. Januar 2017

      Servus Dieter,

      ich bin auch kein großer Fan von „Soja-Sachen“ (dieses Rezept ist das erste von 25, bei dem ich Tofu und Sojasoße verwende), aber im Fried Rice mag ich sie.

      Deine Variante mit Kurkuma und Kreuzkümmel muss ich ausprobieren.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Sabrina101 1. Februar 2017

    Hallo Christof,
    ich habe das Gericht gestern zubereitet und es hat köstlich geschmeckt. Heute gab es den Rest kalt als „Reissalat im Glas“ zum Mittag.
    Meine kleinen Veränderungen waren: etwas Curry Paste und statt Tofu Räuchertofu und Lauch statt Lauchzwiebeln. Es war sehr lecker.

    Antworten
    • Christof Herrmann 1. Februar 2017

      Du wirst lachen, aber ich habe den Gebratenen Reis diesmal auch mit Lauch und Räuchertofu gemacht. Ich glaube, man sieht es im ersten Foto. Dieses Gericht kann wirklich fast beliebig variiert werden.

      Antworten
  • Gerhard 2. Februar 2017

    Danke für diesen Tip!
    Sieht köstlich aus! Seit ich mich seit gut 1 1/2 Jahren vegetarisch ernähre, lachen mich solche Bilder viel mehr an als früher.

    Antworten

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