Gelesen im Januar: Vegan & vollwertig, Der kleine Prinz, Deutsch für Profis, Jojo Moyes …

Gelesen im Januar: Vegan & vollwertig, Der kleine Prinz, Deutsch für Profis, Jojo Moyes …

Das war deutlich: 77 Prozent der Teilnehmer meiner Umfrage möchten, „dass ich am Ende jedes Monats meine gelesenen Bücher mit Bewertung und Kurzkritik in einem Blogartikel vorstelle.“

Gleich heute fange ich damit an. Der Januar war mit sieben Büchern und 1.500 Seiten ein sehr guter Lesemonat. Das lag am Wetter, aber auch an der spannenden Lektüre. Uneingeschränkt empfehlen kann ich alle Bücher, die ich mit 4,5 oder 5 Sternen bewertet habe.

Fach- und Sachliteratur

  1. Vegan & vollwertig: Meine Lieblingsmenüs für Frühling, Sommer, Herbst und Winter von Barbara Rütting (Erscheinungsjahr: 2013, meine Bewertung: 4,5 von 5 Sternen)
    Kochen ganz nach meinem Geschmack: Vegan, vollwertig, saisonal, regional, abwechlungsreich und lecker!
  2. Deutsch für Profis von Wolf Schneider (1982, 4,5 Sterne)
    Wolf Schneider ist der meistgelesene Stillehrer deutscher Sprache. In „Deutsch für Profis“ entlarvt er den miserablen Stil vieler Journalisten anhand von Beispielen und zeigt uns, wie wir es besser machen können. Das Buch gilt als Standardwerk, obwohl seine erste Auflage vor über 30 Jahren erschienen ist.

Belletristik

  1. Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry (1950, 4,5 Sterne)
    Märchenhaftes Plädoyer gegen den Werteverfall und für mehr Herzensgüte, das man im Nu gelesen hat, aber nimmer vergisst.
  2. Der Untergang der Titanic: Bericht eines Überlebenden von H. Hesse (1927, 2,5 Sterne)
    Bereits 1927 versuchte ein gewisser H. Hesse Kapital aus der Schiffskatastrophe zu schlagen und gab sich als Überlebender aus. So oder so wenig interessant.
  3. Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes (2013, 4 Sterne)
    Die Geschichte der unwahrscheinlichen Liebe zwischen Lou und Will hat mich zwar nicht zu Tränen gerührt, aber so gefesselt, dass ich die gesamten 543 Seiten durchgehalten habe. „Ein ganzes halbes Jahr“ war das meistverkaufte Buch 2013 und soll demnächst verfilmt werden.
  4. Knockemstiff von Donald Ray Pollock (2013, 4 Sterne)
    Fast Food, Drogen und Gewalt bestimmen das Leben in Knockemstiff, einem Kaff in Ohio, das frei übersetzt „Schlag ihn tot“ heißt. Donald Ray Pollock gilt als literarische Entdeckung. Seine Kurzgeschichten über die Verlierer des Amerikanische Traums lesen sich wie Schläge ins Gesicht. Punktabzug gibt es, weil ich auf eines vergeblich warte: Hoffnung

Comics

  1. drüben! von Simon Schwartz (2009, 4 Sternen)
    Der Comicautor Simon Schwartz verarbeitet in seinem gelungenen Debüt die weitreichende Entscheidung seiner Eltern, Anfang der 1980er Jahre in der DDR einen Ausreiseantrag zu stellen, um das Land für immer zu verlassen.

Ich würde mich freuen, wenn etwas für Dich dabei gewesen ist. Fragen zu den Büchern beantworte ich gerne in den Kommentaren.

Ansonsten interessiert mich, welches Buch im Januar auf Deinem Nachttisch lag und Du mir und meinen Lesern empfehlen kannst.

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{ 26 Kommentare }

  • Lucia 31. Januar 2014

    Der kleine Prinz habe ich vor Jahren gelesen. Schönes Buch. Ansonsten komme ich leider kaum zum lesen. Hast jemand einen Tip wie man mehr lesen kann? Das Kochbuch interessiert mich. Wenn ich es nicht gewinne kaufe ich es. Liebe Grüße , Lucia

    Antworten
    • Christof Herrmann 31. Januar 2014

      Wie Du mehr zum Lesen kommt? Mhh, drei Tipps auf die Schnelle (das wäre mal einen ausführlichen Blogartikel wert):
      1. Nur lesen wozu man wirklich Lust hast, selbst wenn es etwas Triviales ist, ein Kinderbuch, das man früher geliebt hat, oder ein Comic.
      2. Immer ein Buch einstecken, wenn man das Haus verlässt.
      3. Den Fernseher ausstöpseln und in die Abstellkammer stellen.

      Hat jemand andere Ideen?

      Einfach bewusste Grüße

      Christof

      Antworten
  • Anita 31. Januar 2014

    Im Winter lese ich auch viel mehr Bücher, die kalten Temperaturen und das graue Wetter laden einfach dazu ein. Ich habe heute mein erstes „Anti-Fleisch“-Buch gekauft und hoffe, dass ich auch meine Familie dazu bringen kann, es zu lesen ;) (Bin selbst Vegetarierin)

    Antworten
  • Sandra 31. Januar 2014

    …4. wenn man mehrere Räume zur Verfügung hat, in jedem Raum jeweils ein paar aufgeschlagene Bücher und eine Sitzmöglichkeit schaffen (ich hab diese sogar im Flur)…für mich ist das wie Reisen im eigenen Haus…da sich so in jedem Raum eine andere Welt öffnet…
    5. funktioniert natürlich nur, wenn man es liebt…
    6. …ansonsten nicht unter Druck setzen, auch hier ist weniger mehr
    7. …einfach mal sämtliche Medien auslassen (auch Radio und Internet), wenn man solche überhaupt besitzt…und fürs Telefon gibt es auch AB´s
    8. …seine Berufung finden! (Hat schon Konfuzius gesagt: „Finde Deine Berufung und Du mußt nie wieder arbeiten“)
    9. …auch wenn´s komisch klingt, regelmäßig meditieren! Der Geist ist frei von Störgefühlen, und ihr lasst Euch nicht ständig von der Außenwelt ablenken…(paßt natürlich auch wunderbar zum restlichen bewußten Minimalismus :-)

    buchstäbliche Grüße

    Sandra

    P.S. Bin erst seit heute hier…hab es nicht in der Bücherliste gefunden, falls jemand es noch nicht kennt „Genug“ von John Naish kann ich sehr empfehlen!

    Antworten
    • Christof Herrmann 31. Januar 2014

      Willkommen auf Einfach bewusst, Sandra!

      Und danke für Deine Tipps. Da hab ich ja schon fast den Blogartikel „10 Tipps, wie man mehr liest“ zusammen ;-)

      „Genug” von John Naish habe ich nicht gelesen, aber ich glaube Frau Ding Dong hat es mal positiv auf ihrem Blog rezensiert.

      So, nun gehe ich offline und lese.

      Christof

      Antworten
  • Lucia 1. Februar 2014

    Danke für Eure Tipps! Liebe Grüße, Lucia

    Antworten
  • Stefanie 1. Februar 2014

    Eine Idee, über die ich wieder mehr ans Lesen gekommen bin: Sich einfach jeden Tag vornehmen, 10 Minuten zu lesen. Die sollte man immer übrig haben (sofern es einem wichtig ist) und wenn es dann so spannend ist, dass man weiterlesen will, umso besser :) Da ich den Tag über kaum Zeit zum Lesen (abgesehen von Fachliteratur) habe, ist Lesen mittlerweile mein Einschlaf-Ritual geworden. Ich lese, bis ich müde bin (kann manchmal länger dauern, wenn es spannend ist). Das hilft mir auch, die Bilder des Tages hinter mir zu lassen bzw. abzuschalten.

    Eine weitere Idee: einen privaten Buchclub gründen. Habe ich selbst mit einer Freundin vor einigen Jahren gemacht (Artikel darüber auf http://www.leselink.de) und seitdem lese ich definitiv mehr. Manchmal ein wenig unter Zeitdruck, aber ich finde das in diesem Fall gut, denn es hat dazu geführt, dass ich doppelt soviel lese wie vorher. Außerdem lese ich auch Bücher, auf die ich sonst nie gekommen wäre. Aktuell ist das „Der glücklose Therapeut“ von Noam Shpancer, eine der Buchclub-Teilnehmerinnen hat es vorgeschlagen und bis Mitte Februar muss ich es durch kriegen ;)

    Antworten
    • Christof Herrmann 2. Februar 2014

      Die Idee, einen privaten Buchclub zu gründen, gefällt mir gut. Nimmt dem Lesen das Bücherwurm-Image und hat etwas von der legendären Literatursendung „Das Literarische Quartett“, nur eben im privaten Kreis.

      Noam Shpancer sagte mir bisher nichts. Geht es in dem Buch um einen glücklosen Therapeut? Kannst ja mal kurz berichten, ob es sich lohnt, wenn Du damit fertig bist …

      Antworten
      • Stefanie Laube 3. Februar 2014

        Ja, das Buch ist aus der Sicht eines Therapeuten geschrieben, der zumindest im ersten Dritten (so weit bin ich aktuell) eine große Sache verkraften muss. Mal sehen, wie es weiter geht, er hat sich auf einen ganz bestimmten Patienten eingeschossen, der mit dem Verdacht auf Depression zu ihm kam. Mal sehen, wie es sich entwickelt, werde auf jeden Fall berichten bzw. eine Rezension schreiben.

        Antworten
  • Sura 2. Februar 2014

    Liebe Lucia,
    es gibt so spannende Bücher, die legt man erst wieder aus der Hand, wenn man sie schließt. Für mich war das vor über 30 Jahren „Herr der Ringe“, später alle „Harry Potter“ Bücher und vor kurzem der erste Band von „Die Chroniken von Panem“.

    Lieber Christof,
    nein, ich lese nicht nur ausschließlich Fantasybücher ( s.o. ). Mein letztes Buch war
    „Die Wand“ von Marlen Haushofer. Es paßt übrigens sehr gut zum Thema Minimalismus. Elke Heidenreich schreibt über diese Buch:“ Wenn mich jemand nach den zehn wichtigsten Büchern in meinem Leben fragen würde, dann gehörte dieses auf jeden Fall dazu.“
    Lesefreudige Grüße von Sura

    Antworten
    • Christof Herrmann 3. Februar 2014

      Hallo Sura,

      ich kenne die Verfilmung des Buchs „Die Wand“. Danke für den Tipp.

      Elke Heidenreich schreibt übrigens selbst Bücher.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • catrin 3. Februar 2014

    Hallo ihr Leseratten und die, die es werden wollen,
    Dank einer gesundheitlichen Einschränkung im letzten Jahr, habe ich mich dem Lesen wieder
    mehr gewidmet und das ist als positives Resultat geblieben. So habe ich es im Januar auch auf 5 Bücher geschafft( u.a. auch von Christoph das empfohlene Buch Die unwahrscheinliche Pilgerrreise…. und Ein ganzes halbes Jahr).
    Ich arbeite weniger, weil mir bewußt geworden ist, dass mir viele andere Dinge auch wichtig sind und dazu zählt das Lesen. Abends, anstatt den Fernseher anzumachen, auf der Couch einkuscheln und lesen, das ist superschön!
    Die Wand habe ich vor 25/30 JAhren geschenkt bekommen, damals gelesen und letztes JAhr im Winterurlaub in Österreich direkt auf einer verlassenen Alm nochmal gelesen. DAS Buch in DIESER Umgebung zu lesen, war nochmal eine ganz spannende Erfahrung, schon recht gruselig.
    Ach und Frau Heidenreich und ihre Bücher….am besten von ihr selbst vorgelesen….das ist eine (Heiden)reiche Freude:O))))))
    Viel Spaß
    beim Lesen wünscht
    CAtrin

    Antworten
    • Christof Herrmann 3. Februar 2014

      Hallo Catrin,

      „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ habe ich nicht empfohlen, da ich es nicht gelesen habe ;-) Es wurde mir jedoch, auch hier im Blog, mehrmals empfohlen. Beim letzten Gang in die Bücherei war es ausgeliehen. Mal sehen, ob ich das nächste Mal mehr Glück habe.

      „Die Wand“ wäre vielleicht die richtige Lektüre für meine nächste Alpenüberquerung im Sommer. Oder stehe ich dann plötzlich vor einer Wand und komme nicht mehr weiter :(

      Einfach bewusste Grüße

      ChristoF

      Antworten
      • catrin 3. Februar 2014

        HAllo ChristoF, entschuldige, dann hab ich es mir nicht richtig gemerkt. Aber nur so; ich fand es auch lesenswert.
        NAja, vor Wänden kann man ja so oder so immer und überall stehen….ich finde es jedenfalls sehr spannend Bücher in bestimmten Regionen zu lesen, wie zBsp NAchtzug nach Lissabon habe ich in einem Frankreichurlaub gelesen, sicherlich wäre eine Portugalreise noch passender gewesen, (stand aber nicht zur Debatte)aber die Häuser und Strassen in Fraqnlreich passten gut zu den Beschreibungen im Buch. Dann wird das Leseerlebnis noch eindrucksvoller.
        Viele Grüße
        Catrin

        Antworten
      • Christof Herrmann 3. Februar 2014

        Das hat fraglos etwas, wenn man auf einer Reise ein Buch liest, an dessen Schauplätzen man gerade vorbeikommt oder das zumindest thematisch passt. Auf der letztjährigen Alpenüberquerung Salzburg-Triest sind Stephi und ich aber gar nicht zum Lesen gekommen. Die Tage waren mit Wandern, Kalorien tanken und Wäsche waschen ausgefüllt. Abends schrieben wir unsere Berichte und fielen dann müde ins Matratzenlager …

        Antworten
  • Anja 3. Februar 2014

    „Der kleine Prinz“ mag ich auch sehr … Immer wieder gut.

    Gelesen habe ich im Januar folgende empfehlenswerte Bücher:
    1. Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry (Rac hel Joyce) – sehr inspirierend
    2. Anni & Alois – Arm sind wir nicht (Julia Seidl/Stefan Rosenboom) – so geht einfaches Leben auf dem Land
    3. Arbeit und Struktur (Wolfgang Herrndorf) – Gedanken zum Umgang mit einer schweren Krankheit bis hin zum Tod, sehr ehrlich, nichts beschönigend …

    Viele Grüße aus Berlin,
    Anja

    Antworten
  • Emmih 3. Februar 2014

    Lieber Christof,
    ich habe immer Bücher um mich herum liegen.
    Das erwähnte Buch „Die Wand“ von M. Haushofer habe ich schon 3 mal gelesen. Warum? Weil es mich so fasziniert, wie eine Frau trotz totaler Einsamkeit, unermüdlich daran arbeitet, ihren eigenen Weg zu finden.
    Z.Z. lese ich den 3. Band „Die Schattenkinder“ von Margaret Peterson Haddrix. Es ist die Geschichte einer totalitären Regierung, die ein 3. Kind verbietet. So müssen diese Kinder im Verborgenen leben, im versteckten Zimmer, im Schatten.
    Die sehr spannend geschriebenen Bücher, es gibt 5 Bände, lassen einen nicht mehr los, bereiten aber auch Unbehagen und Fassungslosigkeit. Ich brauche immer eine gewissen Zeitspanne, bevor ich das nächste Buch zur Hand nehme.
    In absehbarer Zeit nehme ich mir „Die Brückenbauer“ von Jan Guillou vor. Es ist eine Neuerscheinung und spielt sich Ende des 19. Jahrhunderts ab. Mal sehen!
    Viele Grüße
    Emmih

    Antworten
  • Kate Dunning 3. Februar 2014

    Lieber Christof,
    Gruß an Emmih: ich habe auch immer Bücher, Zeitschriften, also Lesestoff in der Nähe..
    gute Bücher lese ich gerne mehrmals, besonders Sachbücher mit praktisch umsetzbaren Vorschlägen zur Gestaltung meines persönlichen Umfeldes. Da meine Bücher selten bloß als Deko fungieren sondern regelmäßig/ unregelmäßig in die Hand genommen werden, dürfen sie auch „unaufgeräumt“ meine Tische u
    Ablagen füllen. Selbst Küche u Badezimmer sind gelegentlich „Lesestuben“.
    Neben Sachbücher mag ich Reise- u Wanderbücher. Letzte Woche war ich zur Kur u genoß es abends solange zu lesen, bis die Phantasie schlafen ging. Ich hatte das Buch dabei, das ich in meiner zigsten Selbstfindungsphase vor vielen Jahren entdeckt hatte :
    P. Coelhos „Auf dem Jakobsweg“. Es war sein erstes Buch, ein Erfahrungsbericht über seine Pilgerreise auf dem Camino , u über seine Selbstfindung. War selbst eine Woche auf dem Jakobsweg u sein Bericht fesselt mich heute noch. Diesmal habe ich mit dem Buch „gearbeitet“. Vier Tage brauchte ich dafür aber da Bücher dieser Art – die nicht auf Anhieb oder leicht zu verdauen sind – mein Leben begleiten, sehe ich sie als Bau- und Aufbausteine in meiner Entwicklung.
    Dieses Jahr nehme ich mir vor seine späteren Bücher zum Thema Wandern zu durch-forsten. Vielleicht den „Alchimisten“ nochmal in die Hand zu nehmen. Wer kennt andere Bücher von Coelho ? Lieben Gruß von Kate aus Tolk

    Antworten
  • Christof Herrmann 4. Februar 2014

    @Anja
    „Anni und Alois – Arm sind wir nicht: Ein Bauernleben“ habe ich letztes Jahr gelesen. Ein schönes Buch, in dem es ja auch um Äpfel geht, da die Anni eine angesehene Expertin auf diesem Gebiet ist.

    @Emmih
    Danke für Deine vielen Tipps. Hast mich überzeugt, „Die Wand“ steht nun auf meiner Unbedingt-bald-mal-lesen-Liste ;-)

    @Kate
    Ich kenne auch nur “Auf dem Jakobsweg” und kann Dir kein anderes von Paulo Coelho empfehlen. Zum Jakobsweg fällt mir noch ein Buch ein, das mich gefesselt und berührt hat: „Ein neues Leben auf dem Jakobsweg: Ancora am Ende der Welt“ von Manolo Link.

    Antworten
  • Sandra 4. Februar 2014

    Liebe Kate aus Tolk,

    eine Freundin von mir ist ein Riesenfan von Coelho und hat so ziemlich alle Bücher von ihm…wie praktisch für mich ;-)…Mein erstes Buch war auch „Auf dem Jakobsweg“ von ihm und ich hab mir recht schnell Stift und Heft dazu gelegt, weil plötzlich einiges in mir ins Bewußtsein stieg…das kam sehr überraschend, hat aber ein große Portion Glücksgefühle bei mir freigelegt…ähnlich wie beim Wandern, wenn Du nach dem langen Weg auf dem Gipfel stehst und sich die herrliche Aussicht vor Dir ausbreitet…eben dieser klare weite Blick auf mehreren Ebenen!
    Ich hab ehrlich gesagt, immer das gelesen, was mir die Freundin gerade von ihm gegeben hat…aber es hat jedes Mal mit mir „etwas gemacht“ und es war jedesmal einfach toll! Jedes Buch nimmt dich auf eine andere tiefgreifende Reise mit.
    Ok, da flossen auch schon Tränen vor Rührung…aber letztendlich hat sich dieser Prozess in mir immer zum Positiven transformiert!
    Mich fasziniert seine fesselnde Art zu Schreiben, die Art wie er diese ganzen Weisheiten darin verpackt, und diesen Raum, den er für jeden Einzelnen lässt, um sich selbst neu zu entdecken!
    Ich danke Dir Kate, ich muss unbedingt meine Freundin mal wieder anrufen ;-)!!!
    Mir geht es mit vielen meiner Bücher ebenso wie dir, auch beruflicherseits schlage ich immer wieder in ihnen nach…und ich verborg auch ganz oft Bücher an meine Klienten, das gibt mir dann das Gefühl der „Berechtigung“ sie behalten zu dürfen, weil ich ja zusätzlich was Gutes mit ihnen tue :-)…
    Bei Büchern, wo nur ganz wenig Interessantes drin steht, kopier oder schreib ich mir das Interessante heraus und geb sie dann weg!
    Ich hab mir ein persönliches „Buch der Weisheit“ angelegt, ein schönes leeres Buch, wo ich immer irgendwelche Weisheiten oder schöne Dinge, die ich gelesen hab hineinschreibe, mit Angabe von Datum und Buchtitel…das hinterlasse ich dann später mal meinem Sohn oder meinen ungeborenen Enkeln :-)…da blätter ich auch regelmäßig herum und verwende davon sehr viel für unterschiedliche Gelegenheiten!

    Liebe Grüße von Sandra

    Antworten
    • Kate Dunning 4. Februar 2014

      Lieber Christof,
      danke Dir für den Tip: zur Zeit sammle ich gerade Erfahrungsberichte/ Bücher über den Jakobsweg.
      Liebe Sandra, vielen herzlichen Dank für das Echo: es ist schön, daß Christofs Blog uns erlaubt unsere persönlichen Erfahrungen und Anregungen hier weiterzugeben.
      Coelho ist natürlich mittlerweilen ein Populärschriftsteller u hat wohl abertausende Leser begeistert – aber das wird mich nicht daran hindern, meine ganz persönliche Erfahrung mit seinen Büchern zu machen. Der „Jakobsweg“ ist und bleibt für mich ein tolles Buch mit vielen Aha-erkenntnissen. Seine Lebensphilosophie und sein Weg lassen genügend Spiel- u Freiraum, die eigene Entwicklung entweder kritisch zu reflektieren oder, wie Du sagst, „neues bei sich zu entdecken“. Möchte weitere Werke von ihm kennenlernen,
      falls Dir ein Titel besonders gut gefällt, würde ich mich über eine Empfehlung freuen.
      Das Positive – oder Interesse beim Lesen eines bestimmten Werks macht sich für mich nicht allein an der Thematik dingfest – es kann auch der Stil sein, der mich fasziniert. Geschichte real gerne – über die Grauen des Krieges brauche ich aber nicht zu lesen, da ich genügend darüber weiß. Manchmal ist es nur deprimierend und meiner politischen Haltung entsprechend, bin ich eher an Widerstandsgeschichte interessiert und wie so etwas organisiert wurde. Irgendwo muß die Hoffnung zumindest durchschimmern. Wünschen wir uns wohl alle gelegentlich. Manchmal ziehe ich auch Schlüsse für mich.
      Auch ich halte meine Leseerfahrungen – etwas unsystematisch – in Form von Hitlisten, Kommentare und manchmal Empfehlungen fest – für Freunde oder Sohnemann,
      der vor längerem Coelho entdeckte, als er ein Semester in Barcelona absolvierte.
      Wenn ich es schaffe, werde ich, wie einige hier, dieses Jahr auch eine längere Wanderung im Norden machen, für mich geht es fast immer Richtung Ostseeküste (NO)
      oder in einen der skand Nationalparke. Oder in die schwed/finnische Inselwelt.
      Ich wünsche Dir – und Euch allen – ein lesefreudiges Frühjahr und freue mich auf Austausch mit der wachsenden Minimalismusgemeinde – Coelho gehört für mich dazu.
      Liebe Grüße aus Tolk in Schleswig-Holstein/ Sydslesvig Kate

      Antworten
  • Karo Kafka 15. Februar 2014

    Hachja, ich finde es großartig, dass du hier jetzt über deine Lesemonate schreibst. Ich kann nie genug Buchtipps haben und ein Blick auf die Bücher zeigt, dein Geschmack gibt schon ordentlich was her.
    „Deutsch wie Profis“ zum Beispiel kommt definitiv auf die Merkliste. Ich habe das Gefühl, als Gernschreiberling sollte man das einmal gelesen haben. ;)

    Antworten
    • Christof Herrmann 16. Februar 2014

      Danke, Karo! Wolf Schneider hat noch paar mehr Bücher zur Stilkunde geschrieben. Ich kenne aber nur „Deutsch für Profis“. Habe es übrigens vor knapp 20 Jahre als Student zum ersten Mal gelesen, etwa in Deinem Alter also ;-)

      Welches Buch hat Dich in letzter Zeit begeistert?

      Antworten
  • Dunja 22. Juli 2014

    Oh ja, bitte mehr Werbung fürs Lesen! Ich arbeite in einer Bibliothek und
    kam schon als Bücherwurm auf die Welt. Seit einigen Jahren schreibe ich auch selbst (1 Kurzgeschichte veröffentlicht) und kann niemanden mehr verstehen, der keine Zeit zum Lesen hat, sich aber stundenlang vor den Fernseher setzen kann. In meiner Familie bin ich
    leider die lesende Ausnahme.
    Durch das Schreiben bin ich auch auf diverse Schreibratgeber gekommen. Die Schneider-Bücher kenne ich, sind mir aber zu sehr auf Journalisten gemünzt.
    Schreiben und lesen ist für mich Erholung pur. Da kann die Seele völlig ungestört auf Reisen
    gehen.

    Antworten
    • Christof Herrmann 22. Juli 2014

      Vielleicht hast Du mal einen Buch-Tipp für uns ;-) Einfach im aktuellen Gelesen-Blogartikel als Kommentar hinzufügen.

      Ich fand das Buch von Wolf Schneider gerade deswegen so gut, weil er konkrete Tipps gibt und viele Beispiele bringt. Ich könnte mir vorstellen, dass Du mit Schreiben in Cafes von Natalie Goldberg mehr anfangen kannst. Darin geht es mehr um die Motivation und die Freude am Schreiben.

      Antworten

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