Sommersalat mit Champignons, Röstkernen und Steirischem Dressing

Sommersalat mit Champignons, Röstkernen und Steirischem DressingVegan, vollwertig, nachhaltig – Zeit: 20 Min. – Schwierigkeit: leicht

Vor ein paar Jahren reiste ich in die Steiermark und besuchte meine Freunde Verena und Andreas (mit denen ich im letzten Jahr auch in der Fränkischen Schweiz wandern war). Gleich am ersten Abend aß ich in einem Lokal bei Graz etwas Einfaches, aber Köstliches: Pilzgröstl mit einem Dressing aus Kürbiskernöl und Apfelessig.

Zurück in Deutschland wurde das Pilzgröstl schnell zu einem meiner Standardgerichte. Mittlerweile hat es mich zu einem Sommersalat mit gebratenen Champignons, frischen Kräutern und gerösteten Kernen inspiriert. Der nussig-fruchtig-säuerliche Geschmack des Dressings passt hervorragend dazu.

Blattsalate haben bei uns in den warmen Monaten Saison und gibt es dann auch aus regionalem Anbau. Die Kräuter stammen am besten aus dem eigenen Garten oder Balkon.

Selbstverständlich kann man dieses Rezept ganz nach Gusto, Geldbeutel und Kühlschrank variieren. Ich verpasse dem Sommersalat gerne einen zusätzlichen Vitamin-Kick, indem ich Tomatenviertel, Paprikastreifen oder geraspelte Möhren hinzufüge. Als Topping machen sich frische Sprossen oder Keimlinge gut.

Für 4 Portionen:
250 g Blattsalate, z. B. Endivien-, Eichblattsalat, Lollo rosso, Lattughino, Rucola, junger Spinat
1 Handvoll Salatkräuter, z. B. Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, Gartenkresse
6 EL Kerne, z. B. Sonnenblumen-, Kürbis-, Pinienkernen, Sesam
150 g Champignons
2 EL Olivenöl
3 EL Apfelessig
Salz
Pfeffer
6 EL Kürbiskernöl

Steirisches Dressing passt hervorragend zu einem Sommersalat

  1. Blattsalate waschen, trocken schleudern und ggf. zerkleinern.
  2. Salatkräuter waschen (falls nötig) und hacken.
  3. Kerne in einer Pfanne ohne Öl anrösten.
  4. Champignons putzen, in dünne Scheiben schneiden und in einer Pfanne in Olivenöl anbraten.
  5. Für das Steirische Dressing Essig mit Salz und Pfeffer verrühren, bis sich das Salz aufgelöst hat. Dann nach und nach das Kürbiskernöl zugeben und zu einer Emulsion verschlagen.
  6. Blattsalate, Kräuter und Champignons mit dem Dressing mischen.
  7. Auf Tellern anrichten und mit den Röstkernen bestreut servieren.

Tipps:
– Dieser Sommersalat schmeckt auch als Rohkost. Dafür einfach aufs Anbraten der Champignons und Kerne verzichten.
– Kürbiskernöl und Kürbiskerne gelten als wahre Gesundmacher. Sie haben antioxidative, entzündungshemmende, cholesterinsenkende und gefäßerweiternde Wirkung. Zudem werden ihnen positive Effekte bei gutartiger Prostatavergrößerung nachgesagt.

An guaden!

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{ 24 Kommentare }

  • Martin 21. Juli 2014

    Find ich ja witzig – gestern zum ersten mal Kürbiskernöl gekauft und heute schreibst du wie gesund es ist und lieferst dazu gleich ein Rezept. Danke! Kann man den Salat auch mit Balsamico-Essig machen?

    Antworten
    • Christof Herrmann 21. Juli 2014

      Ja, das war Gedankenübertragung oder ein schöner Zufall!

      Ich musste den Sommersalat auch schon mit Balsamessig machen, da mir der Apfelessig ausgegangen war. Konnte man durchaus essen, aber mit Apfelessig schmeckt er mir besser ;-)

      Antworten
    • Nanne 21. Juli 2014

      @Martin: ich kombiniere immer Kürbiskernöl mit Balsamico-Essig. Find ich super (Apfelessig ist nicht mein Fall). Schmeckt auch sehr lecker mit Rote-Bete und Mozzarella (ist aber eben leider nicht vegan).

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      • Christof Herrmann 21. Juli 2014

        Erlaubt ist was schmeckt, Nanne.

        Apfelessig kann aber ein echtes Geschmackserlebnis sein. Der günstige, den wir zur Zeit haben, ist recht säuerlich. Davor hatte ich einen, der deutlich teurer war und herrlich fruchtig und nur leicht säuerlich geschmeckt hat.

        Nur so am Rande: Leider ist (Apfel)essig oft nicht vegan. Wenn man naturtrüben Essig aus Direktsaft kauft (der eh am gesündesten sein dürfte), müsste man als Veganer aber auf der sicheren Seite sein.

        Antworten
  • Margot S. 22. Juli 2014

    Da Sitze ich hier und überlege, was wir heute abend essen … Und schon kommt Dein Newsletter mit diesem Rezept :-)
    Wir lieben Pilze und in der Kombination mit Kürbiskernöl haben wir sie noch nie gegessen!
    Danke für die schöne Anregung, wird noch heute getestet.
    Liebe Grüße

    Antworten
    • Christof Herrmann 22. Juli 2014

      Bin schon gespannt, wie es Euch schmeckt.

      Viele Grüße

      Christof

      PS: Das Pilzgröstl ist übrigens auch im Nu zubereitet: Champignons oder andere Pilze mit Frühlingszwiebeln in etwas Olivenöl anbraten. Gehackte Petersilie zugeben und mit dem Steirischen Dressing beträufeln. Dazu passt Brot.

      Antworten
  • Claudia 22. Juli 2014

    Kürbniskernöl ist das Leckerste überhaupt!

    Ich mach mir auch gerne einen ähnlichen Salat, in dem ich nicht nur Pilze sondern auch (oder stattdessen) mal Paprika, Zucchini, Auberginen oder Tomaten anbrate und dann mit Balsamico ablösche. Dann aber sofort vom Herd- die Resthitze in der Pfanne reicht dicke aus um das Gemüse mit dem Balsamico zu verbinden.
    Danach die Antipasti mit etwas Salz und Pfeffer würzen, etwas abkühlen lassen und über den grünen Salat gebe. Das Kürbiskernöl kommt ganz zum Schluss drüber.
    Hat den Vorteil, dass man gar nicht extra ein Salatdressing anrühren muss und dass man so auch mal noch Gemüse für einen Salat verwenden kann, das man roh vielleicht nicht mehr essen will, weil es nicht mehr ganz frisch ist.

    Ich könnt mich jedenfalls reinlegen und hab damit mittlerweile meine gesamte Familie infiziert. :)

    Antworten
    • Christof Herrmann 22. Juli 2014

      Gute Idee nicht nur Pilze, sondern auch anderes Gemüse zu verwenden, Claudia! Werde das bald mal ausprobieren, allerdings eher als Antipasti zu Brot. Zu viel warmes Gemüse dürfte die Salatblätter recht zusammenfallen lassen, oder?

      Antworten
      • Claudia 22. Juli 2014

        Das kommt auf den Salat an. Bei den knackigen Sommersorten die es jetzt gibt, hält das schon ein bisschen.
        Außerdem steht der bei uns eh nicht lange! ;o)

        Antworten
  • Sol 22. Juli 2014

    Yammi, sieht lecker aus, gut dass ich satt bin!
    Habe kürzlich zum 1. Mal geröstetes Kürbiskernöl probiert, ein GEDICHT!
    Morgen wirds diesen Salat mit diesem Öl geben, von dem ich jetzt schon weiß, dass er supi munden wird…
    Vielen Dank und Grüße
    Sol

    Antworten
  • Martin 22. Juli 2014

    Habe mir nun doch Apfelessig gekauft. Heute gab es dann diesen Salat und er hat mir sehr gut geschmeckt. Gibt es nun öfter und das Pilzgröstel möchte ich auch probieren.

    Antworten
  • Klaus Herrig 22. Juli 2014

    … lecker !!
    Auf Deinem Bild hältst Du noch eine Scheibe Vollkornbrot in der linken Hand, damit wird das „Salatgedicht“ eine vollständige Mahlzeit.
    Würde ich auch so machen, vielleicht noch mit meiner berüchtigten „Kräuterbutter“ bestrichen –
    bestehend aus guter Butter, fast gleichem Anteil Knoblauch, etwas trockenem Weisswein, Steinsalz und viel Petersilie …….

    Antworten
  • Christof Herrmann 23. Juli 2014

    @Sol
    Und wie hat er gemundet?

    @Martin
    Fein, dass er Dir geschmeckt hat!

    @Klaus
    Das ist Stephis linke Hand :-) Du hast natürlich recht, dass der Sommersalat mit etwas Vollkornbrot (oder auch Croutons) zu einer vollständigen Mahlzeit wird. Nur Butter kommt mir nicht mehr aufs Brot ;-)

    Antworten
  • Tanja Heller 26. Juli 2014

    Hallo Christof,

    empfiehlst du eigentlich spezielle Öle wegen der Omega 3 oder 6-Fettsäuren für Veganer oder Vegetarier? Und wie viele Sorten und welches kaufst du dann? Also minimalistisch. Wir müssen ja am Thema bleiben. :) Leinöl ist ja eher teuer für die kleine Menge. Man braucht aber bestimmt nicht viel. Stört dann das Erhitzen?

    Liebe Grüße aus meiner Klimakammer (30°C-Dachwohnung)
    Tanja

    Antworten
  • Nanne 27. Juli 2014

    Liebe Tanja,

    Leinöl sollte, soweit ich weiß, nicht erhitzt werden. Bei uns im Bioladen gibt es sogar Leinöl, dass im Kühlschrank steht. Das ist direkt gepresstes, welches auch nicht lange haltbar ist (deswegen habe ich es noch nicht ausprobiert).
    lg Nanne

    Antworten
  • Christof Herrmann 28. Juli 2014

    Hallo Tanja,

    da ich viel und gerne koche, brauche ich ein paar hochwertige Pflanzenöle. Da pfeife ich ausnahmsweise auf den Minimalismus ;-)

    Wenn möglich kaufe ich unraffinierte, kalt gepresste, native Öle in Bio-Qualität. Auf den Preis achte ich da eher weniger, zumal ich Öl meist nur dezent einsetze, da es viele Kalorien hat.

    Derzeit haben wir ein ein Kürbiskernöl (eher nicht zum Erhitzen geeignet), ein teures geschmacksintensives Olivenöl (für Salate, zum Verfeinern, für Knoblauchbrot), ein etwas einfacheres Olivenöl (zum Erhitzen, v. a. für die mediterrane Küche), ein Leinöl (für Salate und zum Verfeinern; wie Nanne schreibt nicht erhitzen und im Kühlschrank aufbewahren; Barbara Rütting empfiehlt täglich einen Esslöffel davon zu essen), ein geschmacksneutrales Rapsöl (z. B. für asiatische Küche) und ein Semsamöl (nicht zum Erhitzen geeignet, lecker zum Aromatisieren asiatischer oder orientalischer Gerichte).

    Viele Grüße aus Franken

    Christof

    Antworten
  • Tanja Heller 30. Juli 2014

    Oh, danke euch beiden.

    Antworten
  • Michael 1. August 2014

    …heuer dürfte das Kürbiskernöl aus der Steiermark zur Rarität verkommen. Das liebe Wetter hat leider sein Unwesen getrieben :(
    Aber ich bin ein absoluter Fan vom steirischen Gold

    LG
    Michael

    Antworten
    • Christof Herrmann 2. August 2014

      Das sind aber keine gute Nachrichten. Ich werde unsere Kürbiskernölvorräte auffüllen müssen ;-)

      Antworten
  • Maria 6. Juni 2015

    Hallo Christof!

    Solltest Du persönlich in die Steiermark kommen um Deine Vorräte aufzufüllen, dann melde Dich unbedingt – dann könnten wir nämlich ein Minibloggertreffen in Graz machen.

    Dein Salatrezept klingt spitze!

    lg
    Maria

    Antworten
  • Franzi 6. Juni 2015

    Habe ich direkt mal nachgemacht – richtig lecker :-) Danke für die Inspiration! LG Franzi

    Antworten
  • Christof Herrmann 7. Juni 2015

    @Maria
    Meinst Du auf der Alpenüberquerung Salzburg-Triest? Die führt nicht über die Steiermark. Aber wenn ich mal in Graz bin, melde ich mich gerne ;-)

    @Franzi
    Freut mich!

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  • Maria 7. Juni 2015

    Hallo Christof!

    Nein, in Deinem Beitrag schreibst Du doch von Freunde in der Steiermark und Essen in Graz – da dachte ich, falls Du wieder einmal in der Gegend bist.

    Daniela greenbird lebt auch in Graz.

    lg
    Maria

    Antworten
    • Christof Herrmann 8. Juni 2015

      Die beiden leben zwar noch in der Steiermark, aber nicht mehr in Graz.

      Viele liebe Grüße

      Christof

      Antworten

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