Weniger ist mehr – Was Minimalisten darunter verstehen

8. Oktober 2017 - von Christof Herrmann - 35 Kommentare

Weniger ist mehr - Was Minimalisten darunter verstehen

Weniger Angst, mehr Mumm.
Weniger Beruf, mehr Berufung.
Weniger Chaos, mehr Ordnung.
Weniger drinnen, mehr draußen.
Weniger einkaufen, mehr Zeit haben.
Weniger Fast Food, mehr Slow Food.
Weniger Geldsorgen, mehr Unabhängigkeit.
Weniger Haben, mehr Sein.
Weniger in die Ferne fliegen, mehr fernwandern.
Weniger jammern, mehr anpacken.
Weniger Konsumpf, mehr Nachhaltigkeit.
Weniger laut, mehr leise.
Weniger Multitasking, mehr Achtsamkeit.
Weniger Neuware, mehr selber machen.
Weniger online, mehr offline.
Weniger Perfektionismus, mehr Mut zur Lücke.
Weniger quasseln, mehr zuhören.
Weniger rumfahren, mehr gehen.
Weniger surfen, mehr lesen.
Weniger Tierleid, mehr Pflanzenkost.
Weniger Unzufriedenheit, mehr Ausgeglichenheit.
Weniger verstauen, mehr verschenken.
Weniger Werbung, mehr Selbstfürsorge.
Weniger Xanthippe, mehr Liebling.
Weniger Yacht, mehr Paddelboot.
Weniger Zucker, mehr Obst.

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35 Kommentare für “Weniger ist mehr – Was Minimalisten darunter verstehen”

  1. Bin heute durch die Empfehlung einer Freundin hier gelandet und bin begeistert. Der Themenmix spricht mich an. Dieser Artikel trifft es auf den Punkt worum es beim Minimalismus geht. Da will ich auch hin! Danke!

  2. Hallo Christof, es ist gut, mal wieder an all diese Dinge erinnert zu werden. Manchmal verliere ich im Alltag ein wenig die Richtung. Ich werde über eine Strategie für die bevorstehende Vorweihnachtszeit nachdenken, um da entspannt und minimalistisch durchzukommen. Danke also und viele Grüße Petra

      1. Wieso das? Einfach keine Geschenke machen, oder was kleines, selbstgemachtes.
        Ohne Geschenke ist Weihnachten das, was es sein soll: eine Zeit der Besinnung und Einkehr und nicht des Konsumterrors. Mir graut es jetzt schon vor der Vorweihnachtszeit, aber durch die Nichts-schenken-Abmachung in der Familie habe ich praktisch keinen Stress und kann Weihnachten entspannt entgegen sehen.

        Christoph, schöner kurzer Artikel! Danke.

        1. Wenn sich alle daran halten :-)

          Erlebnisse in Form von „gemeinsamer Zeit“ zu schenken finde ich auch eine entspannte Alternative im Gegensatz zum schenken von „Dingen“.

  3. Gut das doch zwischendurch immer mal wieder zu lesen und sich dessen bewusst zu sein und seinen „Luxus“ zu genießen. Beim rumfahren stimme ich nicht ganz zu, mit dem Rad fahr ich seitdem mehr ;-)!!!!!! Ich weiß, es ist das Auto gemeint!!!!!!!!!!!!

    1. Ich meinte damit den ganzen Mobilitätsirrsinn. Auto, Öffis, Schiffsreisen, Flugzeug etc. wir sind heute so viel unterwegs, wie nie zuvor. Oft wäre das gar nicht nötig. Gibt doch fast alles vor unseren Haustüren. Jobs, Geschäfte, Menschen, Natur, Urlaubsziele. Wir sollten wieder mehr zu Fuß gehen – und Rad fahren …

  4. Servus Christof,
    ich/wir sind noch Minimalismusanfänger und haben noch viel Zeugs, was langsam weniger werden soll. Was soll ich sagen, ein Familiendampfer von 5 Personen ändert nicht an einem Tag seinen Kurs. Es ist vielmehr ein schwieriger Prozess der kleinen Schritte. Aber wir sind auf dem Weg. Weniger kaufen, mehr verkaufen oder verschenken.
    Viele Grüße
    Dieter

    1. Moin Dieter,

      ich bin den Weg des Minimalismus auch eher mit Babyschritten anstelle mit Känguruhsprüngen gegangen. Manchmal macht man auch einen Schritt zurück, um dann wieder zwei nach vorne zu gehen.

      Viel Spaß, Erfolg und Gruß

      Christof

  5. Love it! Ließt sich wie eine Karte für mich, bei manchen bin ich schon angekommen und manche strebe ich noch – aktiv – an. Und zwei neue deutsche Wörter hast Du mir beigebracht Christof: Mumm und Xanthippe – nach 16 Jahren in DE bin ich den beiden noch nicht begegnet, bis heute, Dank Dir :)

    1. Haha, sehr schön, Katherine! Mit X an erster Stelle gibts im Deutschen ja nur wenige Wörter. So kam ich auf die Xanthippe. Und das schöne Wort Mumm musste ich nehmen, weil ich Mut schon weiter unten verwendet habe :-)

  6. Hallo Christof,

    ich habe hier ja schon die ein oder andere kritische Bemerkung fallen lassen…
    Ja – ich möchte mal, bevor ich auf diesen Artikel eingehe etwas klar stellen: Du bist ja nun auch Franke, wie ich; also weißt Du ja eigentlich, dass ein Franke, wenn er nicht exorbitant rummault, eigentlich ein Lob ausspricht ;)
    Es hat ja wohl seinen Grund, warum ich hier immer mal wieder vorbei schaue – und es ist gut, was Du hier tust… finde ich.

    In diesem Sinne ist auch mein folgendes Statement zu verstehen, d.h.: Alles, was ich nicht aufgreife – damit bin ich höchst einverstanden – und finde es treffend formuliert und einfach richtig.

    „Weniger in die Ferne fliegen, mehr fernwandern“

    Ja und nein… Nachhaltigkeit hinsichtlich Energiebilanz ist sicher schön – aber, den Horizont vor Ort zu erweitern – und das Privileg nicht den – ja eben: Privilegierten zu überlassen finde ich schon auch positiv; irgendwie habe ich das Gefühl – die Machthaber teilen die echte Welt unter sich auf – während wir auf virtuelle IT-Welten verwiesen werden (welche vielen Jugendlichen auszureichen scheinen) – hurra – das echte Leben haben die „Leistungsträger“ dann exklusiv für sich…

    „Weniger laut, mehr leise“ und:
    „Weniger quasseln, mehr zuhören“

    Ich fasse diese Punkte mal zusammen – als: Falsch. (Aus meiner Sicht natürlich – ich bin Individuum – und meine Ansichten gelten nur für mich).
    Das klingt etwa wie „Gewalt ist keine Lösung“ – und, über die Jahre hinweg habe ich dennoch für mich erkannt: Unsinn. Man muss sich lautstark Gehör verschaffen, um Dinge zu verändern.
    Und: Gewalt ist manchmal die *einzige* praktikable Lösung – um tumber Dummheit zu begegnen (Nazis?).

    „Weniger surfen, mehr lesen“

    Ja – einverstanden – nur sollte man berücksichtigen, dass der Informationsträger eigentlich egal ist, bezgl. „Lesen“ – ob die Plattform nun Papier, oder ein Screen ist, macht KEINEN Unterschied.
    Aber, ich denke, Du meinst das auch anders… „Surfen“ eher als sinnloses „Gezappe“…

    „Weniger Zucker, mehr Obst“

    Ich würde die Aussage gerne auf „Weniger Zucker“ reduzieren; denn die in Obst reichlich vorhandene Fructose ist nun nicht geeignet, wenn reichlich verzehrt, der Gesundheit mehr zu dienen, als Industriezucker…

    So – nun nochmals:

    So viel kritische Anmerkungen waren das ja gar nicht – im Verhältnis zu Deinen Statements.
    Die Mehrzahl kann ich echt „unterschreiben“.

    Ich sage jetzt einfach mal „Danke“ an Dich, wenngleich ich immer – besonders im web – die „Selbstlosigkeitsunterstellung“ nicht mit tragen kann; Du verdienst hier ja wohl Deinen Lebensunterhalt – auch das ist natürlich kommerziell (und legitim) – aber: SYMPATHISCH kommerziell.

    Liebe Grüße,
    Ralf

    1. Hallo Ralf,

      vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Natürlich ist diese Liste streitbar, da sie zum einen recht verallgemeinert und zum anderen meine persönlichen Erfahrungen widerspiegelt. Auch war mir wichtig, das Ungleichgewicht dazustellen. Ich schreibe ja nicht, dass man nie wieder Fast Food essen, lärmen oder jammern soll/darf. Aber all dieser Ballast sollte halt nicht unseren Alltag bestimmen. Es gibt Wichtigeres und Schöneres, auf das man sich konzentrieren kann.

      Zum Fliegen: Man kann den Horizont doch auch vor der Haustüre, in Deutschland und in den per pedes, mit dem Bus oder der Bahn zu erreichenden europäischen Ländern erweitern (etwa beim Wandern, auf Kulturreisen, in Museen, Vorträgen und anderen Veranstaltungen im eigenen Wohnort). Ich kenne Leute, die jedes Jahr zweimal in die Ferne fliegen, aber das malerische Mittelgebirge vor der Haustüre nicht kennen.

      Zum Obst: Ich denke schon, dass es empfehlenswerter ist als Zucker, denn im Obst sind ja noch Vitamine, Ballaststoffe etc. Einigen wir uns darauf, dass wir im Schnitt zu viel Zucker essen. Das kann ich mit Statistiken beweisen ;-)

      Viele Grüße

      Christof

  7. Hallo Christof,

    na – Du nimmst Deinen Job aber ernst – danke für die schnelle Antwort ;)

    Das ist es eben… man muss sich halt aneinander gewöhnen – und kennen lernen:
    „…zum einen recht verallgemeinert und zum anderen meine persönlichen Erfahrungen widerspiegelt….“
    Ich konnte ja nicht wissen – in wie weit Du Deine Aussagen auch „relativierst“ – im Zweifelsfall… jetzt sehe ich das ja.

    Zum Fliegen:
    Ja – ich geb Dir ja absolut recht… seit Jahren habe ich sogar mein Auto (ein nicht ganz umweltfreundliches… sage ich jetzt mal) einer Bahncard 100 „geopfert“ – und – ja – es entlastet; keine Fürsorge für das Auto mehr (TÜV, Reifenwechsel, Inspektionen, Pflege etc.).
    Ich fliege seit etwa 15 Jahren nicht mehr – und empfinde es auch als richtig, so zu handeln.
    Nur „stinkt“ mir einfach die Ideologie des Kapitalismus im Hintergrund – aber:
    Natürlich muss ich für „mich“ handeln – und mein Handeln verantworten.

    Ich nehme mir aber das Recht, Handeln Anderer zu verurteilen, sobald es mich in meiner Lebensqualität stark einschränkt – im weitesten Sinn – *das* wollte ich sagen.

    Das mit dem Zucker… da brauchen wir nicht diskutieren – die Einigung ist perfekt :)

    Nochmals liebe Grüße,
    Ralf

      1. „Nicht Job, Berufung ;-)“
        Das ist beneidenswert – nicht mit „Missgunst“ verwechseln – bitte.
        Ich nehm Dir das echt ab – bis bald mal…
        LG, Ralf

        1. PS:
          Ich „latsche“ ja auch viel mehr durch die hier so schöne Gegend, als dass ich fahre… aber ich liebe halt „Flatrates“ (BC100 z.B.) – kein Studium der Tarifbedingungen mehr nötig… das ist doch auch minimalistisch, oder?

        2. Kann man durchaus als Lebenserleichterung oder Minimalismus bezeichnen. Würde sich die BahnCard 100 für mich lohnen (oder könnte ich sie mir eben mal so leisten), hätte ich sie längst im Geldbeutel. PS: Die BahnCard wird übrigens 25 Jahre alt. Deswegen gibt es die BahnCard 25 bis zum 31.10.2017 für 25 Euro.

  8. „(oder könnte ich sie mir eben mal so leisten)“

    – ok – Justage… eventuell ist es auch arrogant, mit solchen Lösungen aufzuwarten…
    Aber: Man lernt ja nie aus :)

  9. Hallo Christof,
    das ist eine schöne und schlichte Zusammenfassung von Minimalismus.
    Wie auch immer man das Kind nennen möchte, ich würde es auch immer mehr als BEWUSSTES LEBEN bezeichnen… weg von all den Ablenkungen die uns diese Zeit bietet.

    Liebe Grüße
    Daniel

  10. Hallo Christof,
    Ein sehr inspirierender Artikel und schön zu lesen heute Morgen, und eine tolle Idee, mal durch das Alphabet zu gehen. ??
    Vielleicht kann ich das ein oder andere (zuhören statt Labern, etc.) heute direkt anwenden. Auch kannte ich die Seite Zeit statt Geld noch nicht und habe jetzt schöne Ideen für meine Familie.
    Es bringt es echt auf den Punkt.
    Vielleicht drucke ich mir das aus (oder Teile daraus) und rahme es ein. So dass es mich jeden Tag an das Wichtige im Leben erinnert.
    Danke fürs Teilen!
    Liebe grüße
    Carmen

  11. Hallo Christof,
    bin auf deine Seite gestoßen als ich „veganes Leben“ gegoogelt habe.Habe dann festgestellt, dass es auf deiner Seite noch VIEL mehr Interessantes für mich gibt ;)
    Habe vor Kurzem mein Motorrad verkauft und auch das gemeinsame Car- Sharing mit einer Freundin beendet, weil ich letztes Jahr den Job ( Leitungsposition aufgehört, Teilzeitjob begonnen=weniger Geld, aber mehr Zeit für mich) gewechselt habe und in der Großstadt auch ein Auto zu Zweit benutzen ein Luxus ist…
    Durch den Jobwechsel liegt die Arbeitsstelle nicht mehr vor der Haustüre ist aber fahrradtechnisch gut machbar auf einer traumhaften Strecke…40 min hin, 40 min her, das ist kein Weg den ich fahren muss sondern DARF…
    Ich habe durch den Jobwechsel deutlich weniger Geld aber viel mehr Zeit, die ich sinnvoll nutze. Die Lebensqualität ist um ein Unendliches größer, die monetären Einbußen sind vergleichsweise gering.
    Finde es schön gerade jetzt in dieser Zeit auf deine Seite gestoßen zu sein :)
    Hab auch gleich den Newsletter abonniert.
    Und freue mich aufs Stöbern, das gefällt mir alles sehr gut hier!
    Vor allem tut es gut zu merken, dass es viele Menschen gibt, die ähnlich ticken;)
    Beste Grüße von Bärbel

    1. Hallo Bärbel,

      willkommen hier!

      Deine Geschichte ist spannend und vielleicht ermutigend für andere. Man muss nur paar Stellschrauben anpassen (Du: Job wechseln, Arbeitszeit reduzieren, Motorrad verkaufen, Carsharing aufgeben) und schon gewinnt man mehr Zeit und Lebensqualität.

      Viele Grüße

      Christof

  12. Hallo,ich bin gerade durch Zufall auf deine Seite gestoßen und bin positiv überrascht!!Ich habe heute ausgemistet und werde die Sachen alle morgen verschenken.Mir fällt es Gott sei Dank leicht, mich von Sachen zu trennen, und langfristig möchte ich einfach weniger besitzen wollen,und mich bewusst entscheiden für die wichtigen Dinge im Leben!Unsere Lebenszeit ist Kostbar! Vielen Dank für die Inspiration! Maggi:-))

  13. Hi!

    Für Menschen, die zu viel Luxus und Wohlstand genießen kann ich verstehen, dass sie minimalistischer leben möchten und gerne auf dies verzichten.

    Ich für meinen Teil habe genug von meinen minimalistischen Lebensbedingungen und wäre froh, wenn ich mir mehr leisten könnte. So müsste ich nicht mein ganzes Leben lang zu Fuss einkaufen und überallhin zu Fuss laufen oder mit ÖVM fahren. Auch könnte ich mir dann ein Studium leisten und hätte beruflich bessere Chancen, um überleben zu können.

    Liebe Gruß

    1. Hallo Alida,

      ich habe es ja schon öfter hier im Blog und auch in meinem Ratgeber „Das Minimalismus-Projekt“ erwähnt: Die minimalistische Lebensweise wird immer freiwillig und bewusst gewählt. Wenn jemand aus finanziellen Gründen gezwungen ist, einfach und bescheiden zu leben und dies eigentlich gar nicht möchte, hat das nicht viel mit Minimalismus zu tun.

      Ich mache übrigens auch alle meine Einkäufe zu Fuß oder mit den Öffis. Ich liebe es, zu gehen, habe schon lange keine Auto mehr, aktuell nicht mal ein Fahrrad. Allerdings habe ich das bewusst und freiwillig entschieden.

      Alles Gute und viele Grüße

      Christof

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