
Mein analoges und digitales Notizbuch ist wieder voller Fundstücke. Manche haben mich einfach erfreut, andere überrascht oder zum Weiterdenken gebracht – deshalb teile ich sie mit Dir.
Aufgeheizt – Fast eine Million Bäume sind in den vergangenen Jahren aus deutschen Städten verschwunden. Gleichzeitig nehmen versiegelte Flächen zu. Beides verschärft die Hitzeprobleme im Sommer. Die Deutsche Umwelthilfe hat 190 Städte untersucht. Im Hitze-Check kannst Du nachschauen, wie Deine Stadt abschneidet und wo besonders großer Handlungsbedarf besteht.
Belesen – Gert Scobel geht auf seinem Philosophie- und Wissenschaftskanal der Frage nach, warum plötzlich Millionen Bücher im Müll landen. Dabei geht es nicht nur um das Auflösen privater Bibliotheken, sondern auch um Bildung, Lesen und darum, warum gedruckte Texte im Zeitalter von Digitalisierung und KI wieder wichtiger werden könnten.
Entlastet – Stress ist oft ein anderes Wort für Zuviel. Rebecca von Frei-mutig stellt zwölf Sofortmaßnahmen gegen Stress vor, darunter Ordnung schaffen, Stille suchen und Dankbarkeit üben.
Hörenswert – „Wer schwitzt, stirbt“ ist eine kurzweilige Hörspiel-Doku über eine Alpenüberquerung auf dem E5. Tom Heithoff erzählt selbstironisch und mit Augenzwinkern von Alleinsein, Sehnsucht, Angst und Selbstüberschätzung in den Bergen.
Geradelt – Beim Stadtradeln treten Menschen 21 Tage lang für mehr Radverkehr, Klimaschutz und Lebensqualität in die Pedale. Jede Kommune legt ihren Aktionszeitraum zwischen Mai und September selbst fest. Die Chancen stehen gut, dass auch Deine Stadt oder Gemeinde dabei ist – und sich ein paar Alltagswege aufs Rad verlagern lassen.
Konsumkritisch – Die Denkwerkstatt Konsum des Umweltbundesamts hat sechs Daumenregeln für nachhaltigen Konsum aufgestellt. Sie lauten: „Weniger Konsum ist mehr Umweltschutz“, „Produkte möglichst lange nutzen“, „Reparieren statt neu kaufen“, „Nutzen statt besitzen“, „Wärme effizient nutzen“ und „Mehr pflanzenbasiert, mehr Bio“.
Minimalistisch – Ralph Caspers geht bei Quarks der Frage nach, ob weniger Besitz wirklich glücklicher macht. Der Beitrag ist angenehm undogmatisch und beleuchtet auch, wie nachhaltig der minimalistische Lebensstil tatsächlich ist.
Orientiert – Seit bald 15 Jahren nutze ich Locus Map 3 Classic als Wander-App. Leider wird der Support Ende des Jahres eingestellt. Ob ich auf Locus Map 4 umsteige, weiß ich noch nicht, denn für den vollen Funktionsumfang ist nun ein Abo nötig. Auf der Suche nach einer Alternative ist mir Organic Maps aufgefallen. Die App ist kostenlos, werbefrei, datenschutzfreundlich, akkuschonend, offline nutzbar und leicht zu bedienen. Ein vollwertiger Ersatz für Locus Map ist sie für mich nicht, dafür fehlen erweiterte Tourenplanung, Karten-Overlays und einige Spezialfunktionen. Falls Du aber einen unkomplizierten Begleiter beim Wandern oder Radfahren suchst, könnte Organic Maps etwas für Dich sein.
Tachinierend – Das Wort Tachinieren ist vor allem in Österreich und im bairischen Sprachraum gebräuchlich. Gemeint ist damit, während der Arbeitszeit untätig zu sein oder krankzufeiern. Das gleichnamige Online-Magazin denkt den Begriff weiter als freundliche Einladung zu Entschleunigung, Muße und Besinnung. Das passt wunderbar zu meinem Artikel über Beschäftigtsein als Statussymbol.
Überquert – Wibke Helfrich ist im vergangenen Sommer mit zwei Begleiterinnen von Salzburg nach Triest gewandert. Auf ihrer Homepage berichtet sie von ihrer Alpenüberquerung – mit schönen Fotos, persönlichen Eindrücken und Tipps für den Weg bis an die Adria. Auch die 13-seitige Titelstory der ALPIN-Ausgabe 6/26 stammt von Wibke.
Gefeiert – Am Ende jedes Empfehlungen-Artikels gibt es Musik, die ich gerade besonders gerne höre. In der 27. Ausgabe ist erstmals eine Band zum zweiten Mal dabei. Brigitte Calls Me Baby aus Chicago haben sich das mit ihrem mitreißenden Konzert im März in München redlich verdient. „Slumber Party“ ist die erste Single aus ihrem neuen Album „Irreversible“.
