30 Dinge, die passiert sind, seit ich vor sechs Monaten mein Auto verkauft habe

30 Dinge, die passiert sind, seit ich mein Auto verkauft habe - Foto: Auf dem Weg zum Supermarkt. (Helmut Herrmann, 2014)

„Gibt es ein Leben nach dem Auto?“ (Manfred Hinrich, deutscher Aphoristiker, *1926)

Ich war ja nie ein Auto-Aficionado. Mit 19 kaufte ich für 500 Mark einen VW Jetta. Vier Wochen später war die Kiste reif für den Schrottplatz. Ich hatte erst mal genug von Autos.

17 Jahre später machte ich mich mit einem Webshop für Second Hand Schallplatten selbstständig. Als die Geschäfte gut liefen, ging es nicht mehr ohne fahrbaren Untersatz.

Ich besorgte mir einen südkoreanischen Kleinstwagen, der mir fünf Jahre treue Dienste leistete. Richtig warm wurde ich mit dem Gefährt(en) nie, oft war er mir ein Klotz am Bein. Trotzdem behielt ich das Auto, auch als ich den Webshop wieder aufgab. Jederzeit überall hinfahren zu können, ist bequem und macht bequem. Diese vermeintliche Freiheit müssen wir teuer bezahlen und zwar nicht nur mit Geld.

Im Mai diesen Jahres siegte meine Vernunft über meine Bequemlichkeit und trennte ich mich von dem Auto. Es war eine Umstellung. Nach und nach (wieder)entdeckte ich die positiven Seiten daran. Aber lies selbst, was alles passiert ist, seit ich mein Auto verkauft habe.

Mehr Geld & Möglichkeiten

  • Ich habe für das fünf Jahre alte Auto noch 4.700 Euro bekommen.
  • Ich spare jeden Monat 200 Euro. Laut meinem Haushaltsbuch hat mich mein Fahrzeug im letzten Jahr bei einer Laufleistung von nur 5.000 Kilometern 250 Euro pro Monat gekostet. Nun gebe ich für meine Mobilität keine 50 Euro aus.
  • Ich kann weniger arbeiten und habe mehr Möglichkeiten, da ich Rücklagen gebildet habe und weniger ausgebe.

Mehr Bewegung & Gesundheit

  • Ich sitze weniger.
  • Ich erledige viele Besorgungen zu Fuß.
  • Ich komme locker auf die empfohlenen 10.000 Schritte täglich.
  • Ich habe nach sieben Jahren mein Fahrrad wieder startklar gemacht und mache damit Besorgungen, die mehr als fünf Kilometer entfernt liegen.
  • Ich bin mit Stephi acht Tage durchs herbstliche Nordbayern geradelt.
  • Ich trainiere Herz, Kreislauf und den Bewegungsapparat mehr als zuvor.
  • Ich bin weniger gestresst.
  • Ich habe neuen Antrieb gewonnen.
  • Ich wiege zum ersten mal seit 15 Jahren wieder unter 80 Kilogramm.

Mehr Nachhaltigkeit & Tierschutz

  • Ich verursache 600 kg CO2-Emissionen weniger pro Jahr.
  • Ich konnte meinen ökologischen Fußabdruck um über 10 Prozent reduzieren.
  • Ich habe einen Schritt in die Postwachstumsökonomie gemacht.
  • Ich habe Hunderte Insekten und andere Tiere gerettet, da sie nicht durch mein Auto zu Tode gekommen sind.
  • Ich fühle mich stärker mit der Natur verbunden als zuvor.
  • Ich verursache weniger Lärm.
  • Ich möchte nächstes Jahr mit der Bahn oder dem Bus nach Berlin und müsste nur einmal umsteigen. Dort würde ich den Supermarkt ohne Verpackungen besuchen, einen Stadtrundgang durch das alternative Berlin machen und testen, ob Berlin wirklich die vegan-freundlichste Stadt Deutschlands ist.

Mehr Kontakte & Kommunikation

  • Ich unterhalte mich beim Gehen und Radfahren und in den öffentlichen Verkehrsmitteln öfter als zuvor im Auto.
  • Ich komme mit Menschen in Kontakt, die ich sonst nicht getroffen hätte.
  • Ich lade Stephi oder Freunde zum Essen oder zu einem Getränk ein, wenn sie mich in ihrem Fahrzeug mitnehmen.

Mehr Freiheit & Glück

  • Ich bin mit Stephi aufs Land gezogen, obwohl es zum nächsten Supermarkt fünf Kilometer sind.
  • Ich stehe nicht mehr im Stau, sondern warte höchstens mal auf Bus oder Bahn (und lese dabei ein Buch).
  • Ich muss mich nicht mehr mit der Parkplatzsuche herumärgern.
  • Ich erledige weniger Papierkram, da ich Kfz-Haftpflichtversicherung, Kaskoversicherung, Kfz-Steuer und ADAC-Mitgliedschaft kündigen konnte.
  • Ich muss weder zum Tanken noch zum Waschen noch in die Werkstatt noch zum TÜV.
  • Ich besitze weniger und lebe mehr.
  • Ich habe ein besseres Gewissen.
  • Ich bin glücklicher.

Wie hat sich Dein Leben verändert, seit Du Dein Auto verkauft hast? Oder brauchst Du es wie Stephi aus beruflichen Gründen und versuchst Deine Jahreskilometer zu reduzieren?

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{ 132 Kommentare }

  • Katherine Taylor 22. November 2014

    Ich stimme mit allen Deinen Punkten überein. Wir sind eine dreiköpfige, autofreie Familie – als Familie schon immer autofrei (6 Jahre), mein Mann seit ca. 25 Jahre und ich seit 13 Jahre… autofrei. Mit Deinen Wörtern bringst Du es echt auf dem Punkt: „… macht bequem. Diese vermeintliche Freiheit müssen wir teuer bezahlen und zwar nicht nur mit Geld.“ Wenn nur mehr Leute den Mut zur diesen Änderung hätten… schön dass Du es thematisiert :)

    Antworten
    • Christof Herrmann 22. November 2014

      Hallo Katherine,

      als Familie autofrei zu leben, dürfte zuweilen schwierig sein. Aber nach so vielen Jahren habt Ihr sicher den Dreh raus.

      Freue mich auch über Dein positives Feedback zu meinen Zeilen. Manchmal ist es nicht einfach, klare Worte zu finden und dabei niemanden vor den Kopf zu stoßen. Mir ist klar, dass nicht jeder ohne Auto leben kann oder will.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Sandra 22. November 2014

    hab noch ein auto, nutze es wenig, ueberlege nun ob ich es auch verkaufen soll. muss mal in mich gehen. danke fuer diese originellen blogpost. auf einige der punkte waer ich nie gekommen.

    Antworten
    • Christof Herrmann 22. November 2014

      Vielleicht kannst Du eine ein- oder zweimonatige Autopause einlegen, um zu testen, wie es Dir damit ergeht. Am besten den Schlüssel jemand zur Aufbewahrung geben ;-) Danach dürfte es Dir schon beinah zur Gewohnheit geworden sein, ganz ohne Auto auszukommen.

      Antworten
  • Fräulein im Glück 22. November 2014

    Hallo Christof,

    ich habe auch kein Auto mehr, in der Stadt ist es eigentlich auch nicht nötig, aber mit Familie und vor allem mit kleinen Kindern sehr bequem. Deswegen borge ich mir gelegentlich eines, quasi privates Carsharing ich finde das eine gute Alternative, wenn es gar mühsam ohne Auto ist. Ansonsten vermisse ich es auch überhaupt nicht und seitdem ich Kinder habe, denke ich mir ganz oft, dass viel Verkehr die Lebensqualität doch auch sehr einschränkt. Da will ich eigentlich nicht auch dazu beitragen.

    Liebe Grüße,
    Birgit

    Antworten
    • Christof Herrmann 22. November 2014

      Klasse, dass sich nun schon zwei zu Wort gemeldet haben, die mit Kindern ohne eigenes Auto leben. Man hört ja immer, dass das nicht gehen würde. Vielleicht gibt sich ja noch jemand zu erkennen, der mit Kindern autolos auf dem Land lebt ;-)

      Viele liebe Grüße

      Christof

      Antworten
  • Martin 22. November 2014

    Hallöchen,
    auch ich habe mein Gespann 4.2010 verkauft, nachdem ich fast 30 Jahre damit gefahren bin. Davor hatte ich lediglich insgesamt 3 Gebrauchtwagen, die ich jeweils weiter verkauft habe.
    Jetzt habe ich stattdessen 8 Fahrräder in meiner Garage. Für jeden Zweck eines oder zwei. Zum Einkauf auch zwei Anhänger zur Verfügung. Und wirklich große Artikel lasse ich einfach bringen.
    Ich habe natürlich das Glück in der Nähe alle möglichen Geschäfte zu haben und meine Arbeitsstelle ist lediglich 1,5 Km entfernt. Ich fahre trotzdem einen Umweg, um wenigstens ein paar Km Bewegung zu haben.
    Bisher habe ich die Entscheidung noch nicht bereut, mein Auto verkauft zu haben.

    Lieben Gruß
    Martin

    Antworten
    • Nanne 23. November 2014

      Hallo Martin,

      für welche Zwecke benötigt man 8 Fahrräder? Rennrad, Mountainbike, normales Rad und mehr fällt mir nicht ein… Fährst du die dann auch alle abwechselnd?
      Liebe Grüße
      Nanne

      Antworten
      • Martin 24. November 2014

        Hallöchen,

        Rennrad und schnelles Tourenrad (ähnlich Rennrad aber mit geradem Lenker)
        Trike (Liegerad) nutze ich oft in der Natur zum Ansitz für Fotos machen. Aber auch schon damit mit Anhänger durch >Holland geradelt.
        Stabiles Trekkingrad für die Reisen mit viel Gepäck
        Leichtes Trekkingrad für kleinere Tagestouren oder Ersatzrad um zur Arbeit zu kommen
        1 x MTB gefedert meistens nur im Winter im Einsatz da mit Spikesreifen
        1 x MTB gefedert -wird im gemeinsamen Urlaub nun von meiner Tochter benutzt
        altes Spartarad meist nur zur Arbeit oder mit großem Anhänger zum Einkauf.

        Meine Tochter auch noch ein altes Rad für die Schule.

        Nächstes Jahr für mich ein neues Trekkingrad mit Pinion Schaltung

        Anhänger groß für Einkauf und den BOB YAK

        Alle Räder sind im Wechsel im Einsatz. Im Sommer natürlich oft die „schnellen“ Räder.

        Da kommen etliche Kilometer zusammen. Ich zähle die nicht mehr. Gab Zeiten da wurde alles nur erdenkliche aufgeschrieben.
        Jetzt fahre ich einfach nur und repariere wenn etwas defekt ist.

        Liebe Grüße

        Martin

        Antworten
        • Thomas 29. März 2015

          Hallo Martin
          Hast du dir nun ein Rad mit Pinion zugelegt ? Gibt’s da Unterschiede zur Rohloff ?

          Grüße Thomas

        • Martin Bruns 29. März 2015

          Hallo Thomas,

          betstellt und bekomme es Mitte April. Werde dann berichten, wenn ich dies ersten Km gefahren bin.

          Gruß

          Martin

        • Thomas 29. März 2015

          .. Bin nun kurz davor mein letztes Auto zu verkaufen weil ich einfach soviel Spaß am Radfahren wieder gefunden habe : )))
          Mein Umstieg vom auto aufs Rad ist da schon recht krass… Porsche.. Mercedes und einen Pickup hatte ich… Alles verkauft… Wenn bekannte mich fragen was passiert sei antworte ich das mir das radfahren mehr Spaß macht durch die Natur zu fahren genieße die Fitness die frische Luft.. Herrlich…
          Besitze ein Trekking bike mit Robloff Son Magura HS33.. Brooks.. Und ein Rennrad von sspecialized.. Für den Sommer.. Ist ne Rakete weil sehr leicht ; ))
          Von Patria gibts ein sehr schönes MBK mit Pinion… Schon gesehen ?
          Grüsse Thomas

        • Christof Herrmann 30. März 2015

          Vom Porsche, Mercedes und Pickup zum Trekkingbike mit Rohloff, Son, Magura HS33 und Brooks – welch Aufstieg! Mein Rad sieht übrigens genauso aus. Nur den Ledersattel würde ich als Veganer nicht mehr nehmen.

          Viele Grüße

          Christof

        • Thomas 30. März 2015

          Hey Cristof… Ja was für ein Aufstieg : ))) die Sicht der Dinge sind schon unglaublich
          Aber warum hat es das einfache so schwer ?? Ist es die Gesellschaft und Medien die uns so zum denken lenken und dann bewegen ? Glaube schon… Würden sich ein Großteil der Bevölkerung an das reduzierte sich erfreuen wäre das für die Wirtschaft eine Katastrophe….
          Grüße aus den schönen Zirndorf
          Thomas

        • Christof Herrmann 31. März 2015

          Ich sehe keine Katastrophen auf uns zukommen, wenn der Großteil der Bevölkerung anfängt, reduzierter zu leben. Im Gegenteil! Für mich ist das ja gerade die Lösung für Probleme wie Umweltzerstörung, Wirtschaftskrisen, Reizüberflutung und Unzufriedenheit.

          Viele Grüße

          CHristof

        • Thomas 1. April 2015

          Guten Morgen Christof
          Welchen Sattel hast du auf deinem Rad ?
          Grüße Thomas

        • Christof Herrmann 1. April 2015

          Na einen Ledersattel von Brooks. Den habe ich seit 2005, also lange bevor ich Veganer geworden bin. Wäre ja nach Quatsch, den auszusortieren, zumal den ja kaum jemand anders fahren könnte.

          Viele liebe Grüße

          Christof

      • Thomas 16. April 2015

        Hallo Martin
        Neues Rad schon bekommen ? Bin gespannt was du schreibst ; )))

        Antworten
        • Thomas Gruber 17. Juni 2015

          Hallo Christof
          Hab zugeschlagen und mir ein Surly Long Haul Trucker geholt… Ein tolles reiserad zu einem unschlagbar guten Preis… : )))))
          Durch den langen Radstand fährt es sehr komfortabel und liegt satt auf der Straße … Ein Rad gemacht um damit die Welt zu umrunden ; )))
          Hab mir noch ein 15 Watt solarpanel geholt um unterwegs unabhängig zu sein und noch paar akkupacks um auch nachts Energie zu haben : )))
          Es macht Spaß sich unabhängig zu machen ; ))
          Viele liebe Grüße … Thomas aus Zirndorf

        • Christof Herrmann 18. Juni 2015

          Wozu brauchst Du denn nachts Energie? Schönes Randonneure-Rad mit Stahlrahmen jedenfalls. Viel Spaß damit! Wann startet Deine Radweltreise ;)?

        • Thomas Gruber 22. Juni 2015

          Hi : ))
          Ja du sagst es…. Nachts außer Licht benötige ich keinen Strom … Hab weder Fernseher… Xbox… noch nen Laptop dabei ; )))
          Mitte Juli geht’s nach Italien … Ziel ist Bibione… So 750km zu fahren… Freue mich schon sehr auf das Abenteuer : )))
          Momentan bin ich auf Einkaufstour… Zelt.. Schlafsack … usw… Was es doch alles gibt… Bin ja Minimalist und brauche ja zum Glück nicht soviel ; )
          Eine gute Nacht und Grüße aus Zirndorf
          Tommy

        • Christof Herrmann 23. Juni 2015

          Schon mal viel Spaß! Berichte doch nach Deiner Rückkehr, wie es Dir ergangen ist. Ich starte ja auch Anfang/Mitte Juli mit dem Ziel italienische Adria – allerdings zu Fuß. Wie willst Du denn in etwa fahren? Nicht, dass wir zufällig im selben Ort nächtigen und es nicht wissen ;-)

        • Thomas Gruber 23. Juni 2015

          Hi
          Na das wäre ja lustig… : ))) .. Fahre über Regensburg Richtung Salzburg … Dann die Alpe-Adria Tour die bis Grado führt….
          Wie ist deine Tour geplant ?

        • Christof Herrmann 24. Juni 2015

          Na ich bin doch wieder auf der Alpenüberquerung Salzburg-Triest unterwegs. Habe mir Deine Route angeschaut und werde Dir gleich noch das PDF mit den Etappendetails mailen. Da Du überwiegend durch Täler fährst, dürften sich unsere Routen nur in Salzburg, im Salzachtal (Ecke Rauriser Tal), im Drautal und in Tarviso kreuzen.

  • Lea 22. November 2014

    Hej ho,

    mein Freund und ich haben einen VW-Bus mit dem wir unsere Reisetouren machen und möchten unsere heißgeliebte Sunny nicht mehr missen.
    Wir wohnen allerdings in Berlin, wo man gar kein Auto braucht, d.h. wir benutzen hier lediglich den ÖPNV und unsere Fahrräder.
    Mit Sunny fahren wir wenn es hochkommt 15.000 km im Jahr und die eben auf unseren Touren durch das wunderbare Europa!

    Herzliche Grüße

    Antworten
  • Küchenmamsell 22. November 2014

    Daniel Cohn-Bendit hat einmal gesagt, dass die Deutschen mit dem Mercedes zur Pommesbude fahren und die Franzosen mit einem verbeulten Citröen zum Sternerestaurant.
    Und ich geb mein Geld auch lieber für gutes Essen aus, als für ein Auto, das auch einfach durch zwei gesunde Beine und ein Fahrrad zu ersetzen ist.

    Antworten
  • Dietmar 22. November 2014

    Hallo zusammen,

    ich möchte vielleicht an dieser Stelle meine „autofreie“ Sicht kurz erklären. Früher habe ich versucht andere zu bekehren auch auf ein Auto zu verzichten. Das funktioniert nicht. Bei uns im Schwabenländle, auf dem Dorf, ist man ohne Auto der arme „Schlucker“, der Spinner. Heute habe ich einen Oldtimer, 33 Jahre alt, sehr gepflegt.

    Die Gründe dafür:

    Oldtimer mit H-Kennzeichen kosten 110EUR Versicherung im Jahr und 192EUR Steuern pauschal. Ein altes Auto lange zu erhalten ist Umweltschutz. Die Produktion eines Neuwagens kostet so viele Ressourcen, da fällt ein eventueller höherer Schadstoffausstoß nicht ins Gewicht. Alte Autos aus den achzigern brauchen nicht mehr Sprit, als moderne Fahrzeuge! Sie sind leichter, haben weniger „Verbraucher an Bord“ und sind langsamer. Ein Kat lässt sich oft nachrüsten
    8 Liter auf hundert Kilometer sind halt 8 Liter. Da spielt das Alter des Wagens keine Rolle.
    Reparaturen fallen immer an, auch bei neueren Autos. Verschleißteile haben alle Fahrzeuge. Alte Autos lassen sich aber leichter(selbst) reparieren

    Alte Autos mit dem Argument “ Umweltschutz“ aus dem Verkehr zu bringen ist für jedermann leicht nachzuvollziehen, der eigentliche Gedanke ist aber ein Ankurbeln der Wirtschaft. Kauft häufiger Autos, kauft allgemein mehr, dann geht es der Wirtschaft gut…und diesem System.

    Aber, vergesst nun bitte den obigen Abschnitt ich mag eigentlich nicht belehren.
    Ich habe ein altes Auto. Und nun meine autofreie Sicht:

    Ich benutze den Wagen nicht, oder sehr, sehr wenig. Ich könnte wenn ich wollte. Aber ich laufe lieber. Laufen ist für mich „Reichtum“ Nicht hetzen zu müssen. Ich kann es mir leisten auf ein Auto zu verzichten und fast jeden Tag 15km zu laufen, drei Stunden im Freien zu sein.
    Ich habe keine Rückenschmerzen mehr, keine Erkältungskrankheiten, ich höre Hörbücher beim Laufen, mein Hund freut sich….
    Aber ich könnte fahren, und damit bin ich in meinem Umfeld aktzeptiert. Die Leute beginnen nachzudenken. Das Argument reich zu sein wenn man es sich leisten kann zu laufen bringt vielen zumindest einen Denkanstoß

    Alle anderen Argumente von Christof stimmen natürlich, aber Umweltschutz im schwäbischen, auf dem Dorf, bringt nur eine abwehrende Haltung. Soweit meine Erfahrung.

    Einen schönen, autofreien Abend euch allen da draußen

    Dietmar

    Antworten
  • Amando 23. November 2014

    Wenn jetzt noch 10 mio andere hierzulande das kfz aufgeben, ist endlich wieder mehr platz auf den strassen :-)

    Antworten
  • Stephan Rieping 23. November 2014

    Klasse Kommentar, @Dietmar!
    Das Thema Mobilität auf dem Lande und mit Familie ist schon ein sehr spezielles. Natürlich ist es heutzutage kein Problem, in der Großstadt autofrei zu leben (auch als Familie). Ein eigenes Auto in der Großstadt ist ja gradezu eine teure Behinderung! Aber auf dem Lande ist alles anders! Hier werden die Wege zum Arbeitsplatz, die täglichen Einkaufswege und zur Schule immer länger eben weil sich heute alles immer mehr zentralisiert. Und plötzlich ist der Kaufmann um die Ecke weg, die Schulen schließen und für einen Arbeitsplatz pendelst Du täglich 50 km und mehr.
    Und dann fragst Du Dich, ob Du es nicht besser machst wie die anderen und ziehst Deinem Arbeitsplatz hinterher in die Großstadt. Und der Teufelskreis dreht sich weiter . . .
    Landlustige Grüße
    Stephan

    Antworten
  • Klaus Heck 23. November 2014

    Schöne Beiträge hier. „Laufen ist Reichtum“ gefällt mir besonders gut!

    Antworten
  • Maria 23. November 2014

    Hallo Christof!

    Ich denke schon seit längerem nach, mein Auto weg zu geben. Sammle auch Erfolgsgeschichten wie Deine auf meinem Zweitblog (habe Deinen Beitrag daher rebloggt).

    Was mich abhält ist, dass meine Arbeitsstelle je nach Fahrtstrecke, die man wählt, zwischen 20 und 30 km weit entfernt liegt. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln würde ich über eine Stunde in eine Richtung brauchen.

    Rund 2 1/2 Stunden meines Lebens täglich in öffentlichen Verkehrsmitteln herumsitzen, das kann ich mir grad nicht vorstellen, das ist echt zu viel. Mit dem eigenen Auto sind es rund 50 Minuten täglich.

    Der Unterschied ist einfach zu groß, wenn ich fast 2 Stunden pro Tag mehr zur Verfügung habe.

    Wenn ich nicht mehr arbeite, dann möchte ich aber auf jeden Fall aufs Auto verzichten.

    lg
    Maria

    Antworten
    • Ildiko Varga 26. November 2014

      Hallo Maria,

      die öffentlichen, das ist immer so eine Sache. Aber könntest du dich damit anfreunden, vielleicht im Bus oder in der Bahn zu lesen oder Hörbücher zu hören? Man kann dabei eine Sprache lernen, andere neue Dinge lernen oder eben diesen einen Roman, den man sich Ewigkeiten vorgenommen hat, endlich mal in Ruhe lesen.

      War jetzt so spontan mein Gedanke, da es sich bei dir anhört, als ob dass das einzige wäre, was dich abhält…

      Antworten
  • Tanja Heller 23. November 2014

    Hallo Christof,

    was für ein schönes Thema! Ich lebe mitten in einer Kleinstadt. Die Eichhörnchen flitzen durch den Garten. Das Viertel hört sich an wie im Süden: Ich höre Menschen reden. Lachen. Leben. Kein einziges Autos. Ich hatte noch nie eins. Laufe alle Wege von 35° C bis – 18°C. Und kann nur sagen: Das ist mein Reichtum. Ich bin ein Straßenmensch und liebe die Begegnungen und Gespräche, die sich unterwegs ergeben.

    Meine Mutter hat sich vor 20 Jahren sogar eine Bushaltestelle machen lassen. Die Abstände auf der Strecke waren zu groß. Sie hat einfach Unterschriften gesammelt.

    Liebe Grüße – Tanja

    Antworten
  • Thomas 23. November 2014

    Wunderbarer Artikel, den ich nur empfehlen kann. Erlauben Sie mir bitte ein paar Assoziationen um das Thema Autofreiheit:

    Das Auto versprach und bedeutete oft auch individuelle Freiheit, doch es hat viel Unfreiheit gebracht. Einmal gibt es zu viele Autos, weil wir zu viele sind, die vielen Autos nehmen den Kindern Platz zum Spielen, nehmen uns allen Platz, um uns in Ruhe zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewegen zu können, die Verbrennungsmotoren machen gestank und Lärm und vergeuden die endliche Ressource Erdöl, die wir für wichtigere Zwecke vorhalten müssten (z.B. Pharmazeutik), statt es zu 90% zu verbrennen und damit die Klimaerwärmung voranzutreiben. Fahrradfahren ist gesund, macht Spaß und befreit. Wenn das Wetter wirklich einmal zu schlecht ist, Sie sich zu müde fühlen, Sie viel zu transportieren haben oder der Öffentliche Nahverkehr unzureichend ist, können Sie vielerorts auf Carsharing ausweichen, das bei gelegentlicher Nutzung viel umweltfreundlicher, wartungsfreundlicher und billiger ist als eine eigenes Auto. Jedes Carsharing-Auto ersetzt 8-10 Privatautos, jedes Fahrrad schneidet logischerweise noch ein bisschen besser ab.

    Antworten
  • Elvira 23. November 2014

    Wir haben ein Auto und mich graust es vor dem Tag, an dem wir es nicht mehr haben können. Ich selbst fahre nur Rad oder laufe (obwohl ich einen Führerschein habe), aber für meinen sehr gehbehinderten Mann ist es ein Stück Freiheit. Es ist ein Auto ohne Schnickschnack, ein älterer Skoda Roomster (der hat einen etwas höheren Einstieg, was für meinen Mann wichtig ist). Elektrische Scheibenheber, Sitzheizung, Thermometer für Innen- und Außentemperatur oder ähnliche Dinge, die heute ja schon Standard sind, hat er nicht, das brauchen wir nicht. Prinzipiell stimme ich Dir in allen Punkten zu, aber für manche Menschen ist es die einzige Möglichkeit, von A nach B zu kommen. Das nächste „Auto“ wird dann der Rollstuhl.
    Liebe Grüße,
    Elvira

    Antworten
    • Elke 21. März 2016

      Liebe Elvira, geht mir genauso. ich finde es sehr gut…ohne Auto, wer es sich leisten kann. Ich habe eine gehbehinderten Sohn für den ich z.Zt. ganz oft Chauffeur sein MUSS weil es nicht anders geht. Für Behinderte wird in diesem Land sehr wenig getan, auch wenn es in der Öffentlichkeit anders verkauft wird. Zum Sport ist das eine Weltreise! Und auf dem Land ist es oft unmöglich ohne Auto. Ich bin ohne Auto aufgewachsen, konnte mir erst mit 25J. einen Führerschein leisten…es war oft ätzend. Man war abgeschnitten.
      Mein Mann fährt aber seit 25J.mit öffentlichen Verkehrsmitteln und er liest und hört viel. Aber das Rumstehen und ewige Warten auf Bus und unzuverlässige Bahn ist auch er manchmal leid. Da hapert es an der Infrastruktur hier gewaltig…in einem scheinbar soo wohlhabenden Land!

      Antworten
  • Daniel 23. November 2014

    Ein toller Artikel Christof! Bei uns ist der Autoverkauf ja erst knapp 2 Wochen her, aber in vielen der von dir genannten Punkte habe ich mich schon wiedererkannt.

    Was für mich auch ein positiver Aspekt ist, ist (ähnlich wie bei der veganen Lebensweise) das Gefühl, wieder ein bisschen mehr nach seinen eigenen Prinzipien zu leben. Ich halte den „Individualverkehr“ wie es so unschön heißt für eine wirkliche Geißel, die wir uns selbst auferlegt haben. All diese stinkenden, lauten Autos, die überall herumstehen und den öffentlichen Raum verstopfen.

    Wie schön wären unsere Städte, wenn überall dort, wo jetzt ein Auto steht, Grünflächen, Bäume usw. gepflanzt würden? Für mich ist das eines der großen Themen dieses Jahrhunderts – wie wir wieder davon wegkommen, dass jeder so eine Kiste sein eigen nennen muss.

    Liebe Grüße und nochmal Danke für diesen schönen Beitrag!
    Daniel

    Antworten
  • Felix 23. November 2014

    Ein wirklich schöner Artikel. Ich habe es, nachdem mein altes Auto nicht durch den TÜV kam, auch mehrere Monate ohne Pkw ausprobiert. Stattdessen bin ich Roller gefahren. Die Vorteile: Viel weniger Sprit, viel weniger kosten, man kommt schneller durch den Verkehr – und Parkplatzprobleme gibt es in Hamburg nicht mehr. Doch gerade jetzt zum Winter hin wird es problematisch. Das oben beschriebene Modell kann ich mich für die wärmeren Monate durchaus vorstellen. Für diesen Winter muss ich mich aber geschlagen geben

    Antworten
  • Oli 23. November 2014

    Das hängt meiner Meinung nach auch immer sehr stark davon ab, wo man wohnt. In Peking hatte ich auch kein Auto und bin damit sehr gut „gefahren“. In der Schweiz wohne ich allerdings eher auf dem Land und dort auf einem Hügel. Da hab ich ganz einfach keine Lust mit dem ganzen Einkauf hochzulaufen oder radeln. Ich hab allerdings ein Motorrad, was für mich eine ideale Lösung ist: Relativ geringe Kosten bei relativ hohem Komfort und einem einigermassen erträglichen Fussabdruck.

    Antworten
  • Christof Herrmann 23. November 2014

    Hallo zusammen,

    herzlichen Dank für Eure zahlreichen Kommentare und Meinungen. ich fand sie alle sehr interessant, so weit sie auch auseinander gehen. Da war ja alles dabei, von einem, der acht Fahrräder in der Garage hat und jeden Kilometer radelt, über einen, der aufgrund seiner Gehbehinderung aufs Auto angewiesen ist, bis zu einem Pärchen, das in der Freizeit mit dem VW Bus 15.000 km im Jahr fährt.

    Ich hatte ja schon seit rund zwei Jahren vor, mein Auto zu verkaufen. So viele Barrieren, die da zu überwinden sind, gibt es wohl nur wenigen Bereichen im Leben (bei der Umstellung auf eine vegane Ernährung etwa). Barrieren im eigenen Kopf („Bin ich dann nicht total unflexibel?“ etc.), Barrieren in den Köpfen anderer (krasses Beispiel von Dietmar oben: ein Auto oder Oldtimer besitzen zu müssen, da man sonst als Umweltschützer dasteht und auf dem schwäbischen Land gedisst wird) und Barrieren in der Infrastruktur (weite Wege und schlechte Anbindung an die Öffentlichen Verkehrsmitteln auf dem Land).

    Freilich ist es in großen Städten einfacher. Aber auch in kleinen Städten und auf dem Land wäre es für viele möglich, aufs Auto zu verzichten. Oft ist es eine Frage des Wollens. Gibt ja zahlreiche Beispiele, hier in den Kommentaren und da draußen im Leben.

    Ich habe Anfang des Monats auf den Social Media und in meinem Newsletter einen Zeitungsartikel über radelnde Pendler geteilt. Darin heißt es gleich am Anfang: „Peter Moritz, 50, fährt jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit. Das wäre nichts Besonderes, hätte er es nicht so weit: Der Vater dreier Töchter wohnt in Wiesbaden und arbeitet als IT-Experte bei der Commerzbank in Frankfurt. Die kürzeste Strecke beträgt 45 Kilometer, aber manchmal fährt er eine Extraschleife durch den Taunus, dann können es auch 100 Kilometer werden – einfach. Und das nicht nur zur Sommerzeit. Lediglich bei Glätte oder wenn er wichtige Termine hat, nimmt Moritz mal das Auto. Auf 15 000 Kilometer kommt er so im Jahr mit dem Rad.“

    Ich bin fest davon überzeugt, dass wir in Zukunft unsere Mobilität einschränken müssen. Das wird auch von Niko Paech und anderen Vertretern der Postwachstumsökonomie gefordert. Mit dem Auto (oder auch Zug) 50 oder 100 km einfach zur Arbeit zu fahren und jährliche Urlaube am Ende der Welt zu machen, wird unser Planet nicht mehr lange verkraften. Unsere Wege müssen wieder kürzer werden. Wir müssen wieder das Schöne und die Angebote vor unserer Haustür entdecken und nutzen. Ich versuche das in meinem Rahmen zu leben. In vielen Artikeln hier steckt diese Idee drin, selbst wenn es nur ein paar Fotoimpressionen über eine Wanderung durchs schöne Mittelgebirge vor unserer Haustüre sind.

    Viele Grüße und Euch allen einen schönen Abend!

    Christof

    Antworten
    • Stephan Rieping 24. November 2014

      Hallo Christof,
      radelnde Sportstars schön und gut, aber es gibt auch noch in unser im älter werdenden Gesellschaft Menschen, für die sind schon 10 km eine Herausforderung. Für die gibt es ja jetzt den eine Hoffnung: Den kleinen elektrischen Rückenwind fürs Zweirad (nicht ganz minimalistisch aber dennoch eine attraktive Alternative zum vierräderigen Verbrenner).
      Wir basteln übrigens in unserer Firma über den Betriebsrat am „Dienstfahrrad“. Auch so eine hübsche Idee, um mehr Leute aus ihrem „bereiften Zuhause“ zu locken.
      Aber ein Problem bleibt: die Dörfer sterben und Wege werden zumindest für die Menschen auf dem Land immer länger (oben beschrieben). Und die Vision, dass in absehbarer Zeit eh alle per Onlinehandel bedient werden ist für mich eine Horrorvorstellung!

      Antworten
      • Christof Herrmann 27. November 2014

        Hallo Stephan,

        E-Bikes sind eine gute Alternative, wenn es Auto oder Motorrad ersetzt und es zu Fuß oder mit dem Rad nicht (mehr) geht.

        Die Wege sind auf dem Land sicher weiter als früher. Allerdings bewegen wir uns auch immer weniger, weil wir nicht wollen/können/müssen.

        Zeit ist der neue Luxus, nicht Geld oder Besitz. Ich habe mir vorhin einfach die Zeit und den Luxus genommen, fünf Kilometer zum einkaufen zu gehen (eine Strecke hat Stephi mich mitgenommen, ansonsten hätte ich das Rad genommen). War herrlich, kalt zwar, aber ruhig, sonnig, meist durch die Natur.

        Viele Grüße

        Christof

        Antworten
      • Stephan Rieping 28. November 2014

        Felix Christof! Soviel Zeitluxus habe ich leider nur im Urlaub.

        Antworten
      • Christof Herrmann 28. November 2014

        Nimm Dir doch die Zeit, gönne Dir den Luxus, zumindest ab und zu.

        Antworten
  • Mona 23. November 2014

    Hallo Zusammen!

    Sehr inspirierender Blog … ich muss sagen ich würde mir wünschen ohne Auto klar zu kommen, eben weil ich die dadurch entstehenden positiven Aspekte sehr reizend finde.
    Jedoch gibt es für mich dann doch zu viele Barrieren (hauptsächlich im Kopf ?).

    So bräuchte ich mit Bus und Bahn doppelt so lang zur Arbeit, mit 2x Umsteigen. Und Zuhause wartet mein Hund auf mich!
    Allgemein hätte ich Angst vor der „Beschwerlichkeit“ bei Aktivitäten z.B. Ausflüge und so weiter. Ich bzw. Wir sind zwar sehr sportlich, also wäre es sicherlich auch gut möglich vieles zu Fuß oder mit Fahrrad zu erledigen (was wir zum Teil ohnehin tun).
    Ich denke mir, dass manches auch einfach noch mehr Planung benötigt, wie es ohnehin schon tut.

    Aber irgendwie spüre ich auch ein Gefühl von Angst so ohne Auto.
    Freiheit. Flexibilität. Wie sehr schränkt Sie sich wirklich ein? Und vor allem – Was ist wenn … ? Im Notfall. Bei Krankheit.
    Naja … ich werd wohl noch ein bischen grübeln bis ich so weit bin :D
    Liebe Grüße

    Antworten
  • Nanne 23. November 2014

    Hallo,

    nachdem ich für meine letzte Arbeit das Auto benötigt habe, freue ich mich jeden Tag über mein Fahrradarbeitsweg. Das Auto gibt es noch, manchmal nervt es mich, manchmal macht es mich froh. Wenn wir am Wochenende zu Freunden oder zur Familie fahren, das wären Fahrten, die ohne Auto wesentlich länger und umständlicher sind.
    Mein Mann möchte es aber auch grundsätzlich gerne behalten.

    Was einfach passieren muss: Die allgemeine Verkehrsplanung muss mehr für Fahrradfahrer und den ÖPNV tun. Bei meinen beiden Familien bekomme ich mit, wie schwierig es ist in so mittelgroßen Städten zu leben, in denen es nicht normal ist Fahrrad zu fahren. In meiner alten Heimatstadt ist es als Fahrradfahrer teilweise echt gefährlich, weil die Autofahrer es nicht gewohnt sind und keine Rücksicht nehmen.
    Und der ÖPNV wird teilweise extrem gekürzt und eingestampft. Dann kann man nach 20 Uhr kein Bus mehr fahren, weil einfach keiner fährt und das ist eine Stadt mit über 100 000 Einwohnern.
    Ich bin gespannt, ob irgendwann auch ein politisches Umdenken statt findet.
    lg Nanne

    Antworten
    • Christof Herrmann 23. November 2014

      Wenn ich aber warte bis die Verkehrsplanung an Radfahrer und ÖPNV angepasst wird, bin ich alt und grau und kann nicht mehr radeln ;-) Politik und Industrie haben nur wenig Interesse, dass wir unsere Karossen verlassen. Das müssen wir selbst auf die Reihe bekommen.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Anni 24. November 2014

    Hallöchen,

    schöner Artikel. Ich wohne in Berlin und habe auch ein Auto mit meiner Freundin zusammen. Wir haben Monatstickets für die Öffis und benutzen das Auto nur einmal in der Woche für nen größeren Einkauf. Alles anderen Besorgungen mach ich mit den Rad oder zu Fuß. In der Stadt kein Problem. Ansonsten brauchen wir es nur um unsere Familien zu besuchen die 300 Kilometer von uns wegwohnen. Wir besuchen Sie mehrmals im Jahr. Da wirauch bald wieder aufs Land zioehen werden wird das Auto sicher wider öfter zum Einsatz kommen müssen was mir allerdings nicht so gut gefällt. By the way..ich hasse Autofahren und hab auch keine Routine drin obwohl ich schon über 10 Jahre nen Führerschein habe. Ich werde mir fürs Landleben auf jeden Fall ein gutes Rad besorgen und so voel wie möglich damit erledingen. Aber autofahren wird nicht ausbleiben da das öffentliche Verkehrsnetz nicht so dolle ist.

    Antworten
  • Torsten 24. November 2014

    Hallo,

    ein Auto habe ich auch nicht mehr, hier im Dorf mit Straßenbahn benötige ich es wirklich nicht mehr. Wenn ich allerdings zu meinen Eltern fahre, wird eines geliehen.

    Es war am Anfang ziemlich unbequem auf die Bequemheit des Autos zu verzichten. Aber man gewöhnt sich schnell daran. Mittlerweile geniesse ich den Weg zur Arbeit mit Musik hören, lesen oder schreiben und Ideen fangen.

    Den Ansatz von Dietmar finde ich sehr gut. Ich verfolge das gleiche Ziel – nur nicht mit einem Auto, sondern mit meiner (jetzt wird es spiessig!) Modelleisenbahn.

    Und für „das Schöne vor der Haustür entdecken“ wie Christof es sagte, bin ich immer gern zu haben.

    Beste Grüsse Torsten

    Antworten
  • Jens 25. November 2014

    Hallo!

    Aufs Auto komplett zu verzichten wäre schön, ist aber in der aktuellen Lebenssituation für mich/uns keine wirkliche Alternative. Mit dem ÖPNV würde ich pro Tag 2 (!) Stunden länger für meinen Weg zur Arbeit brauchen als mit Auto. Finanziell wäre es auch keine große Entlastung, da das außerhalb eines Verkehrsverbundes liegt.
    Mit unseren zwei kleinen Kindern wäre ein Leben ohne Auto ziemlich kompliziert. Allein um den großen zum Kindergarten abzuholen, müsste meine Frau die Kleine in den Bus setzen und umsteigen mit 20 min Wartezeit. Fahrrad mit Anhänger und zwei Kindern bei uns den Hügel hoch wäre pure Quälerei.
    Wenn schon Auto, würde ich mich aber immer wieder für meinen kleinen tschechischen Kombi entscheiden. Günstig, wenig Verbrauch und (abgesehen von Verschleißteilen) quasi ohne Reparaturkosten. Und die Kiste ist mittlerweile bei 333000km.
    Natürlich versuchen wir unnötige Fahrten zu vermeiden. Der Wochenmarkt-Einkauf wird mit einem Familienspaziergang verbunden und zu Fuß erldigt, möglichst viele Besorgungen „nebenbei“, wenn man sowieso fahren muss.
    Grundsätzlich würde ich gerne in den nächsten Jahren unsere Mobilität etwas „schlanker“ gestalten. Damit verbunden wären aber Umzug/Jobwechsel o.ä., und das geht nicht von heute auf morgen. Daher freue ich mit im Moment über jeden vermiedenen Kilometer und wenn ich mal wieder einen besonders niedrigen Durchschnittsverbrauch erreiche…

    Grüße
    Jens

    Antworten
  • Christof Herrmann 25. November 2014

    „Unnötige Fahrten zu vermeiden“ bzw. „die Mobilität etwas schlanker“ zu gestalten, halte ich für einen guten Ansatz, wenn man derzeit partout nicht ohne Auto leben kann oder will. Noch können wir diesen Schritt freiwillig machen. Dann werden wir irgendwann im Schnitt jährlich nicht mehr Zeit im Stau (derzeit 60 Stunden) als beim Sex (43 Stunde) verbringen. Im März letzten Jahres habe ich übrigens Tipps veröffentlicht, wie man Kraftstoff sparen kann. Das kann dazu beitragen, die CO2-Emissionen zumindest ein wenig zu reduzieren.

    Viele Grüße

    Christof

    Antworten
  • Detlef Ulherr 25. November 2014

    Bei uns ist das Auto auf dem absteigenden Ast. Vor 4 Jahren reduzierten wir von zwei Autos auf eines auch eines mit weniger Status, wir wohnen auf dem Land. Allerdings hat uns dieser Verzicht auch einiges an sozialen Kontakten gekostet. für einige unserer alten „Bekannten“ passten wir wohl plötzlich nicht mehr ins Sozialprofil. Ich fahre nahezu alles mit dem Rad. Meine Frau noch nicht. Der weibliche Gruppendruck nicht verschwitzt mit schicken Klamotten anzukommen ist da zu stark. Den Weg zur Arbeit ca 30 km einfach bewältige ich mit dem Rad wenn er denn anfällt. Ich hab leicht reden, da ich von zu Hause arbeite und nur 1x pro Woche in die Firma muss. Mein Rad läuft deutlich mehr als das Auto so ca. 15 tkm/Jahr

    Antworten
  • Tanja Heller 26. November 2014

    Die Leute sind ja immer entsetzt, wenn ich 5 Euro für Versandkosten zahle. Z. B. für meine 10-Wochen-Vorräte an Müsli und Waschmittel vom Drogeriemarkt. Der Winter kann kommen! Oder 9 Euro beim Möbelschweden. Skandal! Wenn ein Auto 250 Euro im Monat kostet, kann ich mir 50 mal für 5 Euro was bringen lassen.

    Antworten
    • Christof Herrmann 27. November 2014

      In Deutschland fährt man halt mit dem neuen 5er BMW zu Aldi, in Italien mit dem 25 Jahre alten Fiat Panda ins Feinkostgeschäft. 250 Euro pro Monat kostet ein Kleinstwagen bei 5.000 km Fahrleistung pro Jahr. Hat man einen Mittelklassewagen und fährt 10.000 km (was ja schnell zusammenkommt) muss man eher mit 400 bis 500 Euro pro Monat rechnen. Verzichtet man auf diesen vermeintlichen Luxus, muss man viel weniger buckeln und hat mehr Zeit, zum Beispiel um zu Fuß, mit dem Rad oder den Öffentlichen zur Arbeit zu fahren ;-)

      Antworten
  • Ildiko Varga 26. November 2014

    Also ich muss sagen, ich habe selbst kein Auto, ich hatte mal ganz zu Anfang, als ich mein Führerschein machte, eins. Danach aber nicht mehr, weil ich irgendwie immer das Glück hatte, mitten in der City (wo es sowieso Quatsch ist), 5Minuten vom Arbeitsplatz entfernt oder mit guten Anbindungen mit den öffentlichen zu wohnen.

    Ab und an fehlt mir das Auto schon, aber wenn ich mir den Artikel so durchlese, was man da auch an Geld alles einspart, ist es schon vernünftiger dabei zu bleiben, kein Auto zu haben… :D

    Antworten
  • Sabine 27. November 2014

    Schöner Artikel und wirklich wahr.
    Meine Eltern hatten trotz drei Kinder nie ein Auto.
    Ich habe mittlerweile auch ein Kind und kein Auto. Wir wohnen zentral und können vieles zu Fuß erreichen, ansonsten fahren wir Bus und Bahn. Ich bin auch ein Flugzeugverweigerer und seit 18 Jahren Vegetarier.
    Liebe Grüße
    Sabine

    Antworten
  • Christof Herrmann 27. November 2014

    Noch mal danke für Eure vielen positiven Reaktionen. Bin froh, dass sich so viele zu Wort melden, die ohne Auto (über)leben, teilweise mit Kindern und auf dem Land. Vielleicht motiviert das den einen oder andere ja, es auch ohne auszuprobieren oder zumindest die Karre öfter stehen zu lassen. Die Vorteile liegen auf der Hand und ich genieße sie jeden Tag.

    Einfach bewusste Grüße

    Christof

    Antworten
  • Anja 28. November 2014

    Ich war nie ein besonderer Autofreak und kann mir nicht wirklich vorstellen eines zu besitzen. Ich habe vor 3 Jahren erst meinen Führerschein gemacht und bin nun seit zwei Jahren nicht mehr Auto gefahren. Einerseits erlauben die äußeren Umstände das einfach nicht, andererseits hab ich aber auch einfach nicht das Bedürfnis danach. Achja – ich bin übrigens 28 :D

    Antworten
  • Sabine 28. November 2014

    Ich hatte noch nie ein Auto und auch noch nie den Wunsch danach. Ich finde die meisten Autos auch sehr unbequem, in Bus und Zug sitzt man viel bequemer und hat mehr Platz. Am liebsten bin ich zu Fuß unterwegs (bin Ultraläuferin – da kommt man ziemlich weit). Auf dem Land ist es in der Tat oft wirklich schwierig, ohne Auto auszukommen. Ein Grund dafür, warum ich bewusst in der Stadt wohne. Da kann man auch mit Kindern (ich habe zwei) bestens ohne Auto leben.

    Antworten
  • Petra 28. November 2014

    Hallo,

    ich habe auch viele Jahre autofrei gelebt und es genossen. Mehr Geld, mehr Zeit, mehr Ruhe, denn wenn Wege länger dauern kommt man eigentlich zur Ruhe und kann die Zeit anderweitig nutzen. Allerdings war ich zu dem Zeitpunkt in einer Grosstadt, mit einer kleinen Wohnung und ohne Kinder.
    Als ich mein Kind bekommen habe, sind wir sogar in die Stadt wieder gezogen, um ein Auto einzusparen. Hat sich dann leider alles geändert, nachdem ich am Rücken operiert worden bin und kaum noch laufen konnte und auch heute noch grosse Schwierigkeiten aufgrund chronischer Schmerze habe. Nicht nur deshalb sind wir aus der Stadt raus und ich bin im Moment froh um jeden Weg, den ich mit dem Auto machen kann, da mich jeder Schritt schmerzt. So kann es leider auch gehen. Ohne Auto wäre ich noch mehr eingesperrt:-))

    Meine Tochter vermisst es, dass ich mit ihr Fahrrad gefahren bin, sie im Anhänger, der seit fast zwei Jahren jetzt in der Garage steht, einfach, weil ich nicht mehr Fahrrad fahren konnte.

    Ein Auto kann manchmal auch ein Segen sein und Freiheit bedeuten.

    Meine Oma hatte mit 40 noch den Führerschein gemacht. Ich komme aus einem Ort, wo sehr selten am Tag ein Bus fuhr und es gab Dörfer, wo nie ein Bus vorbeikam. Alle Freundinnen meiner Oma waren froh und dankbar, dass sie ein Auto besass und auch mit über 80 noch kurze Wege zurücklegen konnte, da sie sonst alle in ihren Häusern am Dorf festgesessen hätten.

    Jetzt wohnen wir an einem Ort, der sogar Bahnanschluss zur Grossstadt hat. Und es gibt viele, die hier über eine Stunde täglich zur Grossstadt pendeln. Allerdings merken wir jetzt auch die Nebenwirkungen der Privatisierung der Bahn. Ständig wird gestreikt und meine Nachbarn haben teilweise echte Probleme in die Arbeit zu kommen und dadurch auch Stress mit dem Arbeitgeber. Bahnbeamte konnten halt nicht streiken:-))

    Wenn ich es könnte, würde ich gerne wieder aufs Auto verzichten. Im Moment sind aber alle Mütter der Freundinnen meiner Tochter hier froh, dass ich eines habe und ihre Töchter mitnehmen kann oder auch sie selbst. Das führt zumindest dazu, dass mein Auto immer gut ausgelastet ist:-))

    Liebe Grüsse
    Petra

    Antworten
  • Art 28. November 2014

    Der gebrauchte VW Polo den ich seit 10 Jahren fahre kostet mich ca. 200 Euro im Monat (Benzin, Haftplicht, Steuern, Wartung). Werde sehr wahrscheinlich im März das Fahrzeug verschrotten lassen und auf Bus und Bahn umsteigen. Ein MonatsTicket im Abo kostet hier in Köln 76,50 Euro. Habe auch vor mal diese Fernbusse auszuprobiern obwohl ich eigentlich nicht so der Fan von Busfahrten bin. Erinnert mich an Schulausflüge ;)

    Nun ja, mal schaun wie das so wird.

    Antworten
  • SenorSH 28. November 2014

    Ist ja lustig, ich hab gerade meine offenen Taps im Browser durchgeguckt und dann springt mir der Artikel vor die Linse…

    Da am 30. November ja Stichtag für den Versicherungswechsel ist, habe ich die letzten Tage auch vermehrt darüber nachgedacht mein Auto zu verkaufen, weil ich das Auto kaum brauche. Außerdem habe ich mich vor einem halben Jahr beim Car-Sharing angemeldet, aber auch noch nie bentuzt. Wenn es nicht so nervig wäre das Auto zu verkaufen wäre das Auto schon längst weg, vielleicht schaffe ich es ja mal mich aufzuraffen nächstes Jahr.

    Antworten
    • Christof Herrmann 28. November 2014

      Wenn es nicht mehr ganz so viel wert ist, könntest Du es einfach bewusst verschenken ;-)

      Antworten
    • Dieter 28. November 2014

      Ich habe an einem Tag mein Auto verkauft ( kurze Mail an die Versicherung, alles andere läuft automatisch ) und mich bei Carsharing angemeldet. Gleichzeitig habe ich mir eine Monatskarte für den ÖNV besorgt. Das war im September. Ich habe mir bisher 2 mal ein Auto geliehen, für Großeinkäufe, Kosten für ca. 3Std. und 20 Km, knapp 10€, weite Strecken ( über 100Km ) habe ich mit Bahn und Fernbus gemacht.

      Antworten
  • Katrin 28. November 2014

    Tolle Sache, Daumen ganz hoch!
    Bei mir ist es beruflich schlecht möglich (wohne auf dem Lande. Ich denke gerade an die Male, wo ich relativ dringend meinen 20-KG Katzenklumpstreu-Sack oder Getränke, schwere Waren benötige… selbst ein „kleiner Einkauf“ für die nächsten Tage wiegt ja manchmal schon so einiges und wird selbst mit Rad zur logistischen Herausforderung ;o)
    Nichts desto trotz = finde es bemerkenswert und toll, kann´s mir für mich aber nicht vorstellen obwohl ich Bewegung LIEBE und leider den ganzen Tag beruflich sitze :o(

    Antworten
    • Christof Herrmann 28. November 2014

      Wenn Martin (siehe dessen Kommentare weiter oben) in Deiner Nähe wohnen würde, könntest Du einen seiner zwei Fahrradanhänger leihen, um darin den „20-kg-Katzenklumpstreu-Sack“ zu transportieren ;-) Das wäre dann Postwachstumsökonomie par ex­cel­lence (tauschen/leihen auf regionaler Ebene, Entschleunigung, Mobilität ohne Umweltbelastung) …

      Antworten
      • Martin 29. November 2014

        Hallo,
        mein normaler 2 rädiger Anhänger darf 30kg tragen, es gibt welche, die noch mehr laden dürfen.
        Meine Tochter holt damit die großen Säcke Hasenfutter, Streu usw. Ich habe damit auch schon jede Menge Sachen zur Mülldeponie gebracht, sei es Sperrmüll oder Grünabfall. Da werde ich dann etwas belächelt und durchgewinkt. Da nehme ich doch die knapp 3km Radtour so in kauf, zumal ich im Urlaub schon manchesmal weit mehr kg an Gepäck mitgeschleppt habe. Da gehe ich jetzt auch von runter. Weniger ist oft mehr.

        Bekannte von mir von über 10km vom nächsten, meine Ort entfernt und da er zuhause arbeitet fahren sie alles mit dem Rad. Der Anhänger ist ein einfacher geschenkter Hunderadanhänger. Dazu ein paar Taschen und so ein Wocheneinkauf geht kpl. mit. Alles eine Einstellungssache und die Bequemlichkeit spielt eine große Rolle.

        Ich habe zB gestern in Oldenburg die Critical Maas mitfahren wollen. Also 42 km mit fast Rückenwind hin, 24km in Oldenburg, 42km zurück (Gegenwind 2 Grad über null)

        Also – Anhänger kaufen! :)

        Antworten
  • Katja 28. November 2014

    Ich würde gern auf unser Auto verzichten und erledige vieleviele Wege mit dem Rad, auch weil Autofahren immer stressiger und nerviger wird. Mit dem Fahrrad bin ich oft schneller einmal quer durch unser Städtchen gefahren als mit dem Auto.
    Trotzdem bin ich froh, daß das Auto fahrbereit in der Garage steht. Ich für mich alleine hätte keine Probleme ohne Auto, aber : ich bin nicht alleine. Ich habe Familie. Und wir wohnen in einer Kleinststadt, sehr ländlich. Busse fahren zwar, aber eher sporadisch und abends meist ab 19 / 20 Uhr gar nicht mehr. Taxen sind auch keine wirkliche Alternative…gerade nachts oder abends wartet man auch schon mal 2 Stunden um nach Hause zu kommen. Carsharing gibt es gar nicht.
    Ich bin froh, ein Auto zu haben, wenn aus der Schule ein Anruf kommt, daß ein Kind krank oder verletzt ist und abgeholt werden muß. Wenn Oma, die allein wohnt Hilfe braucht. Wenn das große Kind nachts von einer Veranstaltung heim will….
    Auch wenn der Nachbar gern sein Auto verleiht, verlassen kann man sich nicht darauf, er braucht es schließlich selbst und ist nicht immer greifbar.
    Was wäre, wenn die Leute, die Euch mitnehmen oder Euch ihr Auto borgen auch ihres abschaffen würden ?
    Gerade für ältere Menschen hier ist das Auto für ihre sozialen Kontakte wichtig und hilft ihnen ein gutes Stück selbständig zu bleiben.
    Ich freue mich über jeden km, den ich nicht mit dem Auto fahren muß…aber ganz ohne ? Hier ? Nein.
    Neben möglichst wenig Autofahren ist mein Ansatz regionale Produkte zu kaufen, am liebsten beim Bauern vor Ort. Absurd welche Strecken unsere Lebensmittel und anderes nicht nur mit dem LKW zurücklegen.
    Ich versuche kleine Schritte für mich in die richtige Richtung. Und vielleicht brauche ich ja wirklich irgentwann kein Auto mehr….

    Antworten
  • Lina 29. November 2014

    Wie die meisten Studis habe ich kein Auto und plane auch nicht mir eins anzuschaffen. Das Fahrrad ist für mich das Transportmittel der Wahl. Laufen eher nicht, da muss ich zu viel transportieren. Und schon 1 Kilometer kommt einem ziemlich lang vor, wenn man zwei schwere EInkaufskörbe unterm Arm hat.
    Um die Idee vom autofreien Leben praktikabler zu machen, müsste gerade in den großen Städten der ÖPNV ausgebaut werden, am besten steuerfinanziert. Das Geld wäre wahrscheinlich nicht das Problem, der Verwaltungsaufwand fällt ja weg, außerdem käme Deutschlande den offiziellen Klima-Zielen näher. Leider hat die Autolobby fianziell gut gestützte EInwände dagegen…

    Antworten
  • Bastian 30. November 2014

    Super Idee. Scheint ja so als wäre das Experiment „Auto Verkauf“ gelungen. Besonders interessant finde ich den sportlichen Aspekt. Man hat nicht nur mehr Geld in der Taschen (durch den Auto Verkauf und die Benzin- und Versicherungskosten), sondern tut auch gleichzeitig was für die Gesundheit. Was will man mehr! Auch muss man kein Geld mehr für eine etwaige Reparatur ausgeben und sich keine Garage mehr mieten. Da kommt so einiges zusammen!

    Antworten
  • Sonja 1. Dezember 2014

    Hallo Christof,
    ich lebe auch seit Mai Autofrei und freue mich immer, wenn ich von anderen lese, dass sie auch keins haben:) Ich bin auf dem Land groß geworden mit einem Bahnhof. Ich war immer unterwegs- auch ohne Auto. Wenn ich wo hin musste, wo keine öffentlichen fuhren, habe ich mir eine Fahrgemeinschaft gesucht. (Die Leute waren immer froh jemanden zu finden, der sich am Sprit beteiligt) Ich habe erst mit 27 einen Führerschein gemacht, als mein Sohn auf der Welt war, weil ich dachte, dass ich das jetzt brauche. Mein Sohn ist jetzt 9 und der Grund, dass das Auto wieder weg musste. Ich finde Selbstständigkeit lernt man nur, wenn man die Gelegenheit dazu bekommt. Wenn man immer bequem von A nach B kutschiert wird, kann man das nicht lernen. Ich wohne mittlerweile in der Stadt und nutze von Carsharing über Taxi und Fahrrad vor allem meine Beine. Das ist Gesund und fantastisch! Solange ich es verhindern kann, kommt mir kein Auto mehr ans Haus:)

    Viele Grüße und Danke für Deinen Artikel
    Sonja

    Antworten
  • Christof Herrmann 1. Dezember 2014

    Wie schön, dieser Blogartikel entwickelt sich ja zu einem richtigen Dauerbrenner. Danke Sonja, Bastian, Lina, Katja und alle weiter oben für Eure Kommentare.

    Die Vorteile auto-frei zu sein, liegen für mich auf der Hand, wie man unschwer an meine Zeilen erkennen kann. Und dass, obwohl ich auf dem Land lebe (allerdings kann ich als freier Autor oft zuhause arbeiten). Auf der Hand liegt aber auch, dass andere das anders empfinden bzw. aufgrund ihrer Lebensumstände nicht mal eben auf das Auto verzichten können. Vielleicht gibt es aber doch öfter als gedacht attraktive Alternativen zum Auto. Einige wurden ja schon in den Kommentaren und in meinem Blogartikel angesprochen (Beine, Öffis, Fahrrad, Lastenfahrrad, Carsharing, Fahrgemeinschaften). Das riecht nach einem Blogartikel mit dem Arbeitstitel „30 Alternativen zum eigenen Auto“ ;-)

    Vielleicht habt ihr ja noch paar Alternativen in Petto, die bisher noch nicht genannt wurden. Bin aber auch auf jede andere Meinung und Auto-Lebensgeschichte gespannt.

    Viele Grüße aus Franken

    Christof

    Antworten
    • Birgit 11. Oktober 2015

      Hallo Ihr Lieben,

      also mein Auto hat gerade mit erst 10 Jahren und 234000 km auf der Uhr einen wirtschaftlichen Totalschaden erlitten. Es müssten mehrere sehr kostenintensive Teile ersetzt werden und das wäre wirtschaftlicher Blödsinn, denn laut Schwacke-Liste ist es nicht mal mehr die Hälfte davon wert.
      Jetzt fahre ich seit 3 Wochen die 25 km (einfache Fahrt) mit Bussen und diese haben oft Verspätungen, so daß der Anschlußbus nicht geschafft wird und der (einfache) Arbeitsweg sich von 25 min per Auto auf 100 min mit ÖPV erhöht hat. Ich wohne ländlich (mit 3 größeren Kindern alleine) und möchte dort auch wohnen bleiben, aber sooo eine Busanfahrt schlaucht mich total und kostet neben der vielen Zeit auch ziemlich viel Geld (Abo ÖPV kostet 119 €, die einfache normale Fahrt 7,10 €, das selbe zurück…) und meine Nerven- mir wurde schon als Kind beim Busfahren übel und das kann ich heute nur verhindern, wenn ich freie Sicht auf die Fahrbahn habe bzw. selbst fahre… es ist laut in den vollen Bussen und auf dem Fuß-Weg vom Bus zur Arbeitsstelle donnert der Stadtverkehr mit mächtig viel Krach und Gestank an mir vorbei… wenn ich wieder zu Hause ankomme, fühle ich mich total gerädert und ausgelaugt… all das habe ich nicht, wenn ich mit dem Auto fahre.
      Ich betrachte es als geschenkten Selbstversuch und werde mir noch ein E-Bike mieten, um auszuprobieren, ob ich damit bei Wind und Wetter (jetzt kommt die nass-kalte, frostig-glatte Jahreszeit) besser zurecht komme… mein normales Fahrrad hat sich als zu anstrengend erwiesen, denn es geht immer wieder bergauf-bergab. Fahrrad fahren an sich finde ich sehr angenehm, weil es in gewisser Weise entschleunigt und mich Dinge wahrnehmen lässt, die ich sonst schlicht übersehe.
      Der andere Aspekt, der für eine erneute Autoanschaffung spricht, ist die Tatsache, daß die Freunde der Kinder auf ländliche 25 km Umkreis verteilt sind, was soziale Kontakte auch für die kids ziemlich erschwert, denn die Busse fahren maximal stündlich und nur bis 18.40 Uhr… da stellt sich mir die Frage: will ich DAS ??? Alle sind um kostenintensive Stunden mehr mit Bussen unterwegs, weniger zu Hause, unflexibler… hmmm… wenn alle Wege gut mit dem Fahrrad zu bewältigen wären, würde ich gern das Auto zugunsten der Gesundheit, Fitness und der Umwelt bei den Autohändlern lassen… aber sooo??? Selbst ein Bus-Abo-Ticket nur zur Schule kostet mich 69 € und da sind die außerschulischen Busfahrten der kids noch nicht mit drin… eine Geld-Kostenersparnis durch den ÖPV ist in unserem Fall nicht vorhanden.
      Also ich teste es noch ein bißchen aus, bevor ich mich für oder gegen ein erneutes Auto entscheide.
      Danke für all die inspirierenden Beiträge hier und liebe Grüße
      Birgit :-)

      Antworten
  • Oliver 4. Dezember 2014

    Hallo,
    ich habe mein Auto vor 5 Monaten verkauft. Mein Auto war ein nur fast 1,5 Jahre alter SUV. Jetzt erledige ich alles per Bus und mit dem Fahrrad, und alles klappt besser als ich dachte. Ich fühle mich dadurch viel weniger gestresst. Und spare dadurch auch noch eine menge Kohle im Monat. Gleichzeitig habe ich angefangen viele Dinge wegzugeben. Die Dinge wurden verkauft oder verschenkt. Ich kremple quasi zurzeit mein ganzes Leben um, und ich muss sagen das ich mich dabei gut fühle. Weniger ist einfach mehr!

    Gruß aus Mülheim Ruhr
    Oliver

    Antworten
    • Christof Herrmann 5. Dezember 2014

      Vom SUV zum Bus- und Radfahrer – das ist ein ungewöhnlicher Ausstieg und Aufstieg :-)

      Einfach bewusste Grüße aus Pinzberg

      Christof

      Antworten
  • Art 5. Dezember 2014

    Bin damals nach meiner Studienzeit als ich es mir leisten konnte auf das Auto umgestiegen da ich einige sehr unangenehme Erfahrungen im öffentlichen Nahverkehr machen musste. Habe in einer westdeutschen Großstadt studiert. Selbstbehauptung und Selbstverteidigung ist leider in Bus und Bahn nicht nur ein Thema für Kinder, Frauen und Senioren.

    Das nur mal so als Anmerkung.

    Antworten
    • Christof Herrmann 6. Dezember 2014

      Planst Du nicht im März auf die öffentlichen Verkehrsmitteln umzusteigen (siehe Dein Kommentar weiter oben)?

      Keine Sorge, die „Selbstbehauptung und Selbstverteidigung“ ist dort weitaus geringer als auf deutschen Straßen. Das ist zumindest mein Resümee nach 5 Jahren mit Auto und über 35 Jahren ohne Auto.

      Hat natürlich auch damit zu tun, wie man an eine Sache heran geht. Jemand, der gerne und gut Auto fährt, dem wird weniger auf den Straßen passieren bzw. bekommt viele Ärgernisse gar nicht erst mit. Ich komme zu Fuß, mit dem Rad und den Öffentlichen viel entspannter an, auch wenn es mal bisschen länger dauert. Fahre ich hingegen Bus und Bahn mit jemanden, der das gar nicht gerne tut, geht meist etwas schief. Wir verpassen den Anschluss, werden blöd angemacht, die Klimaanlage fällt aus o. ä. Da trifft dann mal wieder Murphys Gesetz zu: Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Christiane 10. Dezember 2014

    Natürlich hab ich deinen Artikel sofort gelesen – mein Senf dazu nun mit Verspätung:
    Auf´s Auto zu verzichten ist schon eine Entscheidung, mit der man sich ganz bewusst auf Veränderungen einlässt. Während bei den Überlegungen oft erstmal die „negativen“ Aspekte im Vordergrund stehen, zeigst du die positiven Auswirkungen – und das sind eine ganze Menge. Toll!
    Am besten gefällt mir (natürlich!), dass du dein Fahrrad wieder flottgemacht hast.
    ;)
    Ganz liebe Grüße
    Christiane

    Antworten
    • Christof Herrmann 11. Dezember 2014

      Diese Veränderungen sind schon enorm. Ich habe aber nur einen einzigen positiven Effekt gesehen, das Auto zu behalten: Jederzeit überall schnell hinzukommen. Da ich dies nicht unbedingt brauche und eigentlich auch gar nicht möchte, fiel mir die Entscheidung leicht.

      Antworten
  • christian 8. Februar 2015

    ich habe 2014 ein halbes jahr ein auto gehabt nie wieder eine kiste was das kostet ohne auto spart man sich dermassen viel ungefähr 460 euro im monat bei einen einfachen mittelklassewagen stand 2015. es ist ein geschenk gottes füsse zu haben die funktioniernen mit denen kann ich mir die welt anschauen mir gefällt diese webseite sehr gut christian

    Antworten
    • Christof Herrmann 10. Februar 2015

      Leider verlernen wir immer mehr, dieses Geschenk Gottes namens Füße einzusetzen. Da kommt mir ein Zitat von dem stets gnadenlos direkten und ehrlichen Andreas Altmann ein, das ich gestern in seinem Buch „Im Land der Regenbogenschlange“ gelesen habe und mir einfach notieren musste:

      „Doof sein ist leicht, viel leichter, als das Hirn in Betrieb zu nehmen. Das erinnert mich an Passagiere, die nach einem 12-Stunden-Flug in der Ankunftshalle die Rolltreppe benutzen, statt sich vor die erste Treppe zu knien, aus Dank, wieder den Leib spüren zu dürfen. Nichts würde sie physisch hindern, aber sie wollen träge sein. Dieses geistig-körperliche Versumpfen, dieses Fettwerden oben und unten, ist es das, wofür wir leben?“

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  • Joe 17. Februar 2015

    Ich selbst kann aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen nicht auf ein Auto verzichten. Aber ich habe es inzwischen geschafft, mit meiner Frau zu vereinbaren, dass wir unser zweites Auto verkaufen. Dank Deiner Seite kam ich überhaupt erst auf die Idee…

    // Joe

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    • Christof Herrmann 20. Februar 2015

      Toll, dass Ihr Euer zweites Auto verkauft! Viel Spaß mit dem monatlich gesparten Geld und der neu gewonnenen Freiheit ;-)

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  • Stefan 22. Februar 2015

    Hallo Christof,

    ich danke dir für diesen Artikel, denn er hat auch mir noch den letzten Anstoß verliehen, mich endlich von meiner größten Belastung zu trennen.
    Fünf Jahre lang bin Auto gefahren (bin 26), und seit ich vor über zwei Jahren auf den Minimalismus gekommen bin, ist mir erst klar geworden, das ich das Auto eigentlich gar nicht benötige. Leider habe ich mein letztes Auto für sehr viel Geld als Vorführwagen gekauft und als es dann um das Verkaufen ging, ist mir erst bewusst geworden, welch einen enormen Wertverlust solch ein Fahrzeug hat. Mich hat das einige Zeit sehr belastet, doch was sollte ich tun? Es behalten um den (spürbaren) Wertverlust hinauszuzögern? Nein, denn die laufenden Kosten und die große Verantwortung wollte ich nicht länger hinnehmen. Und so ist es nun heute genau einen Monat her, das ich mein Auto verkauft habe. Und das tolle ist, ich habe es bisher keinen Tag lang vermisst. Ganz im Gegenteil, ich freue mich, das ich seit dem mehr zu Fuß unterwegs bin. Denn ich weiß, davon profitiere ich deutlich mehr als ein Blechhaufen vor meiner Tür der nur unnötig Geld kostet und mich seelisch belastet.
    Ich bin sehr froh, das ich das Thema Auto endlich hinter mich lassen kann. Eine ungeheure Entlastung :)

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    • Christof Herrmann 23. Februar 2015

      Das freut mich wirklich, dass ich gleich mehreren hier einen Impuls gegeben habe, sich ebenfalls vom Auto zu trennen. Das hätte ich nie und nimmer erwartet! Genießt die neue Freiheit und das Gefühl, etwas getan zu haben (für sich selbst, für die Umwelt, für den Geldbeutel oder wen auch immer).

      Wer (noch) nicht aufs Auto verzichten kann, kann trotzdem einen Teil der im Artikel aufgezählten Vorteile nutzen, indem er möglichst oft das Auto stehen lässt.

      Einfach bewusste Grüße

      Christof

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  • Konrad1968 17. März 2015

    Wie groß jeweils die Vor- / Nachteile für ein Auto und für welches Auto sind ist ja sehr individuell.

    Ein wichtiger Aspekt: DInks oder Singles können viel viel einfacher über Änderungen und Anpassungen der persönlichen Bedrüfnisse und Lebensverhältnisse und Wohn / Arbeitsmöglichkeiten entscheiden. Es gibt keine Verpflichtung und keinen Abstimmungsbedarf und keine Kosten für Kinder.

    Sobald 1 oder viele Kinder da sind, sieht die Welt völlig anders aus.

    Wichtig ist daher, etwas von der Hipster-Sicht wegzukommen.

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  • Franziska 31. März 2015

    Leider kann ich noch nicht aufs Auto verzichten. Meine Arbeit ist 56 km entfernt, da gibts so gut wie keine Möglichkeit öffentlich hinzukommen, bzw. wäre ich dann über 2 Stunden unterwegs (einfache Fahrt!). Hoffe irgendwann einen Job in meinem Heimatort zu finden, um dann zu Fuss oder per Rad in die Arbeit zu könnn, das ist mein Traum! Für Einkäufe könnten wir uns dann sicher 1x pro Woche das Auto meiner Mutter ausleihen. Ich denke da kämen wir schon gut aus, haben keine Kinder, mein Mann hat nur 10 Fussweg zur Arbeit, der Glückliche ;-) Drückt die Daumen, dass sich auch für mich ein Job in der Heimat findet!

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    • Christof Herrmann 1. April 2015

      Guter Punkt: Man kann auch versuchen, sein Leben – vom Wohnort bis zum Job – so zu gestalten, dass die Wege kürzer werden und man weniger Auto fahren muss oder sogar ganz darauf verzichten kann. Ich drücke die Daumen, dass es bei Dir mit dem „Job in der Heimat“ klappt!

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  • Oli 17. April 2015

    Ich lebe seit ca 2 monaten ohne Auto. Den weg zur arbeit fahre ich mit einem 4 takt roller. Verbrauch ca 2, 4 liter. Kosten derzeit 3, 30 pro hundert km, einkaufen zu fuss oder Fahrrad. Oder nach der Arbeit. Unbequem ist es aber 200 euro für einen Kleinwagen will ich nicht bezahlen.

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  • Bettina 10. Mai 2015

    Vor 2 Jahren hatte ich einen Autounfall („nur“ Blechtotalschaden). Ich wollte hinterher KEIN Auto mehr und lieber mit Öffis fahren. (wollte sogar meinen Job – mobile Kasperlbühne aufgeben). Als ich das meiner Verwandtschaft unterbreitete wollten die mich gleich zum Psychologen/Psychiater schicken. Ich wäre ja nicht normal, wenn ich kein Auto mehr wollte.

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    • Christof Herrmann 10. Mai 2015

      Der soziale Druck bei einem Wechsel zu einer minimalistischen, nachhaltigen und/oder veganen Lebensweise ist je nach Umfeld immens. Welch Farce! Genau anders herum müsste es sein! Bis dahin hilft nur eines: Einfach bewusst sein Ding durchziehen ;-)

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  • Bettina 11. Mai 2015

    Am besten so nach und nach in kleinen Schritten umstellen, dann bekommen´s die anderen nicht so mit *zwinker* und sie finden es nach einer Zeit nicht mehr so schlimm.

    Antworten
  • Sascha Mrowka 19. Mai 2015

    Hallo Christof,

    ich bin jetzt seit knapp 1 Jahr Autofrei. Und ich vermisse es nicht. Seitdem bin ich wieder mit dem Fahrrad unterwegs und häufiger zu Fuß anzutreffen.
    Positiver Nebeneffekt: die Waage schlägt auch nicht mehr so stark aus. ;-)

    Gruß

    Sascha

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  • Joerg H. 24. Mai 2015

    Das thema autofreies leben hat bei mir 2006 begonnen. Damals verkaufte ich meinen getunten Golf III, weil ich für längere zeit auf der Donau beruflich unterwegs war. Seitdem eben ohne.
    Im keller stehen ein Fully und ein Falter. Hier im nördlichen landkreis München’s überhaupt kein problem alles mit den öffentlichen verkehrsmitteln im verbund mit dem faltrad zu erledigen. Oder per pedes. Hat mich letzendlich dazu bewegt, die einkaufsliste zu optimieren und schlußendlich meine ernährungsgewohnheiten zu verändern.
    Wenn nur noch viel mehr landsleute in den städten ihr auto abschaffen würden und mit dem rad unterwegs sind, würde eine andere lobby entstehen welche sich für bessere infrastruktur mit nachhaltigen mobilitätslösungen einsetzt.
    Wer denn wirklich gelegentlich ein auto benötigt, findet bei den einschlägigen vermietern immer einen adäquaten ersatz. Das auto als solches hat als statussymbol ausgedient. Jedenfalls in meinem freundeskreis.

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  • Frank 5. Juni 2015

    Hallo.

    Offen gestanden, beneide ich Dich ein wenig um die Möglichkeit. Ich lebe auf dem Land (Fränkische Schweiz) und pendle täglich rund 35 km (einfache Strecke) zur Arbeit. Da ich ein Landmensch bin und die Natur brauche, kann (und will) ich nicht in der Stadt leben. Auch für meine Tagestouren brauche ich das Wägelchen. Leider ist hier das öffentl. Verkehrsnetz so ausgebaut, daß ich – wenn es überhaupt ginge (nicht regelmäßig fahrende Verbindung)- statt 30 Min. zur Arbeit rund 2 h brauchen würde… einfach. Auch ist es so, daß wenn man sich mal wo bewerben muß (wegen AG-Wechsel), man ohne Wagen gar nicht erst ne neue Stelle fände.
    Alternative (Rad oder Roller) würde regional funktionieren – nicht jedoch so einfach für Arbeitsweg (vor allem im Winter nicht…)
    Einkäufe erledige ich (sofern nicht auf dem Arbeitsweg) allerdings durchweg zu Fuß und lasse den Wagen oftmals am Wochenende komplett stehen.

    Aber was Deine Rechnungen anbelangt, so ginge es mir auch so, daß ich erheblich an Geld sparen würde. Von der Angst, daß die Karre kaputt geht und ich (wegen finanz. Drittbelastung) nicht die Möglichkeit habe, sie zu reparieren, mal ganz abgesehen…
    LG
    Frank

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    • Christof Herrmann 5. Juni 2015

      Hallo Frank,

      70 km pendeln und noch dazu über Land, ist auf Dauer brutal. Du könntest sicher näher an Deinen Arbeitsort ziehen und trotzdem auf dem Land leben. Vermutlich möchtest Du das aber nicht, da Du Dein Umfeld nicht verlassen möchtest oder kannst. Manchmal gibt es aber doch Möglichkeiten, die Situation zu entschärfen. Vielleicht kannst Du einen Tag pro Woche zuhause arbeiten oder Deine Arbeitszeit um 10 % reduzieren (so könntest Du jeden zweiten Freitag zuhause bleiben) oder bei gutem Wetter auf die Arbeit radeln.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
      • Frank 7. Juni 2015

        Hey.
        Ja, da hast Du Recht – das Pendeln nervt. Aber da mein Arbeitsplatz in städtischer Region liegt, möcht ich da nicht wirklich hinziehen. Bin mittlerweile hier verwurzelt und möchte aus der fränk. Schweiz nicht mehr weg. Seh grad, wohnen nicht so weit auseinand. Ein Gruß vom Walberla aus Kirchehrenbach ;-)
        Wenn ich hier in der Gegend was finden würde, würde ich mir das nat. überlegen. Aber das ist angesichts der Sparte nicht ganz so einfach.
        Viele Grüße
        Frank

        Antworten
  • Magdalena 1. September 2015

    Hallo,
    das ist aber eine sehr interessante Seite hier. Wir, allen voran ich und unsere beiden Kinder – meinen Mann können wir immer öfter mitreißen – versuchen schon seit ca. einem Jahr minimalistischer zu leben – was Besitztümer und Unternehmungen und Urlaub anbetrifft.
    Nun erwarten wir im Frühling unser drittes Kind. Seit dem positiven Test, überlegen wir, welches Auto es sein soll für mich. Derzeit bin ich im Außendienst beschäftigt und habe einen Firmenwagen. Der fällt weg mit der Elternzeit/Mutterschutz.
    Wir haben so viele tolle Möglichkeiten, ein toller Bollerwagen, den Kinderwagen, Tragetuch… Ich gehe sehr gerne zu Fuß, aber die Kinder… sind sehr autoverwöhnt.

    Letzte Woche kam mit der Gedanke, gar kein Auto zu kaufen. (Mein Mann hat einen Firmenwagen, in den wir gut alle reinpassen.) Es nervt mich so. Vor den Kinden: Ichbin mit ÖPNV und Fahrrad zur Arbeit (damals noch ein festes Büro), ich wog zehn kg weniger…. nachts habe ich mir ein Taxi genommen. Einkäufe mit meinem Mann zusammen.
    Heute: alles schnell schnell mit dem Auto. Ich bin zeitlich sehr überlastet. Der Fußweg zur Schule dauert 30 Minuten.
    Ich bin einfach genervt vom Auto.
    Warum habe ich damals ein Auto gekauft? Mein Mann meinte, mit Kind braucht man doch eins! Und so würde ich bequemer und bequemer. Heute, wenn ich in die nahegelegenen Großstadt fahre, z.B. mal am Wochende, fahre ich eine Stunde eher los, aber mit der. Bahn. Zeit, sich mit den Kindern zu beschäftigen, anstatt sich genervt durch den Stadtverkehr zu quälen… „Ruhe! ich muss mich konzentrieren…!“
    Da haben wir uns letztens sogar verfahren und wir müssten ein großes Stück zurück laufen, das war… SPANNEND…

    Letzte Woche habe ich meinem Mann gesagt, was ich mir so denke.

    Er war zufrieden mit meinem Gedanken, kein Auto zu kaufen! Ich war wirklich äußerst überrascht.

    Nun überlege ich noch, wie ich einiges regeln kann. Also wenn das Baby nachts krank wird, müssen wir zur Kinderklinik. 30 min. Fahrtweg mit dem Auto. Da ist mein Mann ja hier. Wenn es zu den Kinderarzt-Öffnungszeiten ist
    , könnte ich mir notfalls ein Taxi nehmen.

    Was mache ich, wenn ich wie heute, richtig krank bin? Ich könnte nie und. immer bis zu Schule und zurück laufen…. Ich habe gestern grad mal die Autofahrt zum Hausarzt geschafft.

    Allerdings denke ich, wenn ich zu Fuß mehr unterwegs bin, dann bin ich auch gesünder. und zufriedener mit meiner Figur. Oh Mann, bin seit sechs Jahren unzufrieden.
    Die Kinder werden fitter (sie sind seltenst krank.). Wir finde Sachen zum basteln auf dem Weg. Wenn ich ein erstes Kind mal zu Fuß abgeholt habe, und wenn es nur der Fußweg zu Kind 2 zum Kindrgarten ist, sind wir uns so nah, haben die besten Gespräche…

    Essen und Drogerie kann man sich liefern lassen (machen wir fertig schon öfter, um Zeit zu sparen).

    Was sind Eure Gedanken zu meinen Gedanken?

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    • Christof Herrmann 2. September 2015

      Hallo Magdalena,

      schön, dass Du Deine Gedanken so ausführlich mit uns teilst.

      Ein paar Deiner Bedenken bezüglich eines Lebens mit nur einem Auto hast Du ja selbst beantwortet. Z. B. dass Du notfalls ein Taxi nehmen könntest, wenn Du oder eines Deiner Kinder zu krank ist, um mit den Öffis zum Arzt zu fahren.

      Trau Dich. Geben Dein Auto weg. Probiere es aus. Wenn es Euer Leben deutlich verkompliziert (was ich nicht glaube, eher das Gegenteil wird der Fall sein), sollte es kein Problem sein, einen Händler zu finden, der ganz wild darauf ist, Dir einen Wagen zu verkaufen ;-)

      Alles Gute für die Geburt im Frühling und viele Grüße

      Christof

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      • Joerg 5. September 2015

        Um mobilität zu erhalten, benutze einfach ein fahrrad. Mit e-antrieb hast du sogar noch erweiterten komfort. Ich nutze zur zeit ein faltrad für den einkauf. Funktioniert wunderbar.
        Die sache mit einem auto wurde uns doch nur von der wirtschaft/werbung oktruiert, um uns krank zu machen/halten. Es gibt auch ein gesundes leben ohne automobil.
        Wenn man noch einen guten kontakt zur nachbarschaft pflegt, ergeben sich darüber hinaus synergien in puncto mobilität / einkauf / gegenseitige hilfe.
        Ausprobieren ist besser , als sich alles „vorsetzen“ zu lassen.

        Antworten
  • Stefan 15. September 2015

    Hallo Christof,
    Ich habe Deinen sehr guten u. Block durch eine planlose Googleingabe „ich fahre kein Auto mehr“ entdeckt, und über einige Stunden und Tage Deine Seite sehr aufmerksam gelesen, obwohl ich schon immer ein großer Natur/Tierfreund bin, und auch schon oft über Ballast im Leben/Wohnung mir Gedanken gemacht habe, hast Du mir den restlichen Ansporn vermittelt, sein Leben zu entrümpeln, und da mir auch unsere schöne Mutter Erde sehr am Herzen liegt, habe ich seit einiger Zeit über meinen alten Corsa B nachgedacht, und gestern habe ich den Entschluss gefasst, ihn abzugeben, und im Moment habe ich schon etwas Wehmutgedanken, da man ja bei Transportsachen einfach jetzt nicht mehr ins Auto steigen kann, sondern einen Freund aus dem Haus fragen muss um Quellwasser zu holen 18 Kanister a. 5L,oder anderes, aber er ist bereit dazu, und ich gebe ihm dann in eine Benzinspardose etwas Geld, dann kam aber der Freudegedanke auf, dass ich jetzt in den nächsten Tagen ca. 160,- Euro Steuer zurück bekomme (grins), und einen Rest Versicherung, keine Benzinkosten mehr habe, obwohl ich sehr wenig gebraucht habe, da ich viel Mountainbike und Rennrad fahre, ich habe mal gerechnet, würde ca. Jährlich 600,- Euros sparen, wovon man sich bessere nutzvollere Dinge gönnen kann,.. das fühlte sich dann schon schöner an.
    Ich habe den Corsa bei Kleinanzeigen reingesetzt, und wenige Minute später konnte ich mich vor Anfragen nicht mehr retten, und bekam gestern dann schnell 350,-Euro dafür, mit fast zwei Jahren TÜV.
    Übrigens, „Niko Paech“ kenne ich auch, hatte auch mal kurzen Email konntakt mit ihm,
    und er sagt genau was Sache ist mit unserer Menschengier, und wie es unserer Mutter Erde steht geht, nämlich dass wir alle dazu beigetragen haben sie so zu zerstören, und auch unsere gequälten Tiere, die der Mensch aus Gaumengelüste töten will,..und sich damit auch noch alle Zivilisationskranken anfuttert, und trotzdem lernen die meisten immer noch nicht daraus, stattdessen werden mit Medikamenten die Auswirkungen behandelt, statt das Übel zu beseitigen mit einer anderen Lebensweise.
    Ja, wir stehn knapp vor dem tiefen Abgrund, aber es wird immer weiter gemacht ohne Rücksicht und schlechtes Gewissen unserere Umwelt zu liebe, sie braucht uns nicht, aber wir Schächter brauchen sie zum Überleben,…es ist schon sehr traurig, was aus dem Menschen geworden ist, kein Tier auf dieser Welt würde all das tun, was die Menschen aus Gier anrichten.!!!
    Nun mal zum entrümpeln, am vergangenen Wochenende habe ich angefangen vieles zu entsorgen, Bücher, teilweise nutzlose Schallplatten, „ein Paar behalte ich noch“, DVDs, CDs, die nur rum standen, uns es fühlt sich einfach schön an, all die vollgestopften Fächer, Schubladen so nicht mehr sehn zu müssen, ja es ist eine schöne Befreiung,
    und ich kriege gar nicht genug davon, im Keller wird es auch weiter gehen, alte Autoreifen auch weg, was einen halben Qm mehr Platz gibt.
    Christof, ich möchte gerne auf Grund meines kleinen Bruders Tod am 28 April eine Rennradgruppe gründen, ähnlich wie der Besi aus Frankfurt „Rad statt Rollstuhl“ MS krank, er radelte 4000km durch Kanada, und spendete damit an die Todenhöferstiftung
    einige tausend Euros, dann fuhr er von Frankfurt nach Barcelona in wenigen Tage, für Spendengelder, leider ist kann ich absolut keine Internetseit/Blogg machen, hab davon null Ahnung, und ist auch ein rotes Tuch für meine Psyche, Flugblätter hatte ich versucht, aber null Resonanz, es schmerzt mich sehr, dass ich darauf wohl verzichten muss, denn Computer ist nicht meine Welt,..kenne auch niemand, der mir das machen könnte, es macht mich sehr traurig..!
    Dann wollte ich vor zwei Jahren durch einen Zeitungsaufruf Gleichgesinnte Menschen finden, mit denen man gemeinsam ein gutes Ökodorf ins Leben rufen könnte, und damit ein Großteil aus dem kranken System aussteigen, Bioanbau, Selbstversorgung, u.v.m.
    aber als die Leute hörten, dass noch nichts da ist, alles in Kinderschuhen steckte, wahr von allen plötzlich nichts mehr zu hören, wieder ein Tiefschlag, jedes Vorhaben geht zerplatzt.. das macht mich sehr traurig.
    PS: Wenn Du nicht so weit weg währst, würde ich Dich bitten, mir eine Bloggseite zu machen, und Dir dafür etwas zu geben was ich halt könnte, habe zwar nicht viel, da ich auch aus gesundheitlichen Tiefschlägen nicht mehr berufstätig sein kann..aber es reicht gerade so…bin sehr sparsam. Ich wahr als Junge oft in den Bergen zum klettern, heute leider nicht mehr, würde ich gerne wieder machen, denn die Berge sind einfach unbeschreiblich schön und gewaltige Gebilde, Geheimnisvoll einfach gesagt, „müystisch“. Heute werde ich alle die entrümpelten Sachen in ein nahes Sozialkaufhaus bringen, dann ist einiger Ballast schon mal weg, und es kann weiter befreit werden.
    Vielleicht hast Du ja auch Interesse, an einer gemeinsamen Rennradgruppe, und dadurch Spendengelder einzufahren, für kranke Menschen…?? würde mich sehr freuen,..
    auch andere hier auf Deiner Seite spreche ich hiermit an, vielleicht kann Du ja das Vorhaben bekannt machen auf Deiner Seite, es würde mir etwas Kraft geben wegen meines Bruders Tod, seine kleine Tochter ist jetzt eine Weise, sie ist etwas zurück geblieben, da die ehemalige Mutter Alkoholikerin ist. sorry für den sooo langen Text.!!

    So Christof bis hier hin estmal, hoffe Du kannst mir weiter helfen…??

    herzliche Grüße. Stefan

    Antworten
    • Christof Herrmann 16. September 2015

      Hallo Stefan,

      schön, dass Du paar Denkanstöße auf meinem Blog bekommen hast.

      Da ist ja im Moment einiges los bei Dir. Ich wünsche Dir viel Erfolg und Spaß beim Ausmisten (innen und außen) und mit Deinem neuen befreiten Leben!

      Mit der Rennradgruppe bzw. dem Blog kann ich Dir leider nicht helfen. Bin kein Rennradler und bin ja schon mit Einfach bewusst sehr ausgelastet. Wenn sich jemand bei mir meldet, der Ähnliches plant, kann ich aber gerne Kontakt herstellen. Vielleicht wäre es noch sinnvoll zu wissen, in welcher Region Du lebst.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Stefan 16. September 2015

    Hallo Christof,
    Danke für Deine Antwort, ich wohne in Limburg/Lahn, da wo der Protzbischof mal
    wahr, grins…
    falls Du mal jemand weist oder hörst, würde ich mich sehr freuen, wenn Du vermitteln kannst. ich danke Dir dafür…
    ich bin richtig froh, dass mein altes Auto weg ist, und freue mich auf das mehr Geld haben, um nutzvollere Dinge damit kaufen zu können z.B. Wanderstiefel, oder ein zweites Rennraddress,…oder neue Reifen, was viel wichtiger ist, denn es bringt mir viel Freude Rad zu fahren…und es ist extrem gesund…
    bin vor 3. Jahren Vegetarier geworden, und kurz davor Veganer zu werden, 90% schon,
    denn das furchtbare Tierleid will ich auch mehr unterstützen, es ist furchtbar..
    auch bin ich glücklicher, viel weniger Abdrücke in der schönen Natur zu erzeugen,..
    es tut einfach gut,…man fühlt sich irgendwie stark dadurch so zu leben,…

    viel Grüße. Stefan

    Antworten
  • Niki 8. November 2015

    Hallo Christof,
    ich hatte mir ganz fest vorgenommen, dir zu schreiben, wenn ich mein Auto tatsächlich abgebe. Gestern habe ich es verkauft! Vor Monaten habe ich deine Seite gelesen und war schon damals beeindruckt. Der Gedanke autofrei zu leben, lies mich nicht mehr los.

    Nachdem das Auto gestern weg war, stand ich da und wußte erstmal nicht wohin mit mir. Ernsthaft, mein einziger Gedanke war, „wie komm ich nun nach Hause?“ – unfassbar und das nach Wochen der Planung und Vorbereitung.

    Ich kann mich im Moment noch nicht so richtig über meine Entscheidung freuen, obwohl ich weiß, dass es aus sooo vielen Gründen richtig ist. Irgendwie beschleicht mich die Angst, es ohne Motorisiertsein im Alltag nicht zu schaffen. Komisch, denn in den vergangenen Wochen war ich vom Auto nur noch genervt: Parkplatzsuche, Stau, Tanken…immer gehetzt, immer in Zeitdruck. All das wollte ich nicht und nun krieg ich grad Schiss. Wie paßt das zusammen?

    Vorerst atme ich tief durch und starte morgen mit dem Rad in den Tag…

    Grüße von der Ostseeküste,
    Niki

    Antworten
    • Christof Herrmann 9. November 2015

      Hallo Niki,

      Glückwunsch zu diesem Schritt. Bin mir sicher, dass Du die neue Freiheit nach und nach zu schätzen lernst. Kannst ja in paar Wochen wieder berichten. Angst brauchst Du sowieso nicht haben. Wenn es gar nicht ohne Auto gehst, kaufst Du Dir halt wieder eines ;-)

      Viele Grüße aus dem Süden

      Christof

      Antworten
      • Niki 15. Dezember 2015

        Hallo Christof,
        mein Auto ist nun seit mehr als einem Monat weg und ich bin glücklich! Nachdem ich die ersten Tage völlig neben der Spur war, stellt sich nun die Erleichterung ein – herrlich! Ich fahre grinsend mit dem Rad durch den Regen und Bus & Bahn, wenn es mal gar nicht anders geht. An ein bis zwei Tage in der Woche nutze ich Carsharing, das kann ich stundenweise buchen.

        Ich bin so zufrieden :-)

        Grüße von der Ostseeküste
        Niki

        Antworten
        • Christof Herrmann 16. Dezember 2015

          Hallo Niki,

          danke für Deine Rückmeldung. Ich hab es ja nicht anders erwartet und freue mich für Dich.

          Einfach bewusste Grüße

          Christof

  • egon meier 13. November 2015

    Hallo Herr Herrmann,

    ich habe mir bewußt ein Auto angeschafft und werde es weiterhin auch benutzen.
    Die Einfachheit für mich liegt darin, ich spare 30 Minuten pro Tag durch die kürzere Anfahrzeit zum Arbeitsplatz und habe dadurch mehr Zeit für andere Dinge. Weiterhin muss ich mich nicht mit verspäteter und verdreckter Bahn rumärgern.

    Egon

    Antworten
  • Silke 30. November 2015

    Ich habe auch kein Auto, auf keinen Führerschein. Als die Kinder noch klein waren, war es nicht immer einfach. Alles nur eine Sache der inneren Einstellung. Ich finde, ohne Auto lebt es sich ganz gut. Auch auf dem Dorf. Aber ich habe fußläufig mehr Supermärkte in der Nähe als meine Verwandten in der Stadt. Trotz Dorf.
    Viele Grüße

    Antworten
    • Christof Herrmann 1. Dezember 2015

      „Alles nur eine Sache der inneren Einstellung“, ist meiner Meinung nach ein kluger Satz. Wir haben bei vielen Dingen die Wahl. Wir müssen nichts Tierliches essen, wir müssen in kein Flugzeug steigen, wir müssen keinen Tand kaufen, wir müssen nicht Auto fahren … Wir können uns pflanzlich ernähren, wir können den Urlaub von der Haustüre aus starten, wir können bewusst konsumieren, wir können aufs Auto verzichten … Das tolle daran ist, dass man all dies nicht als Verzicht empfindet, sondern als Gewinn – sofern die innere Einstellung stimmt :-)

      Antworten
  • Annette 2. Dezember 2015

    Vielen Dank für den schönen Artikel und die interessanten Kommentare.
    Wir sind eine Familie mit vier Kindern und leben seit beinahe 20 Jahren autofrei. Wir gehen zu Fuß oder fahren Fahrrad. Für weitere Strecken nutzen wir die Bahn und in Notfällen wird ein Taxi gerufen.
    Wenn wir uns dann doch mal ein Auto mieten müssen (z.B. während der Bahnstreiks), sind wir immer heilfroh, wenn wir es wieder abgeben können. Wir müssen gefühlt alle 30 Minuten eine Pipipause einlegen, nach 45 Minuten hat die Jüngste keine Lust mehr zum Sitzen und die Große ist ganz blass, weil ihr Magen das Autofahren nicht verträgt. Ganz zu schweigen von den Staus und das ewige Parkplatzgesuche. Warum tun sich das so viele Leute freiwillig an?
    Zugegebenermaßen ist unser ganzes Leben auf autofrei eingestellt. Wir leben mitten in der Stadt in Bahnhofsnähe. Arbeitsplätze, Schulen und Kindergarten sind fußläufig zu erreichen. Und bis zum Bio-Supermarkt sind es auch nur 5 Minuten. Größere Anschaffungen wie Möbel lassen wir uns anliefern. Das hat dann auch den Vorteil, dass die Sachen bis in den 3. Stock getragen werden.

    Antworten
  • Kim 2. Dezember 2015

    Hallo Christof,
    mich würde sehr interessieren welche Ausstattung dein Fahrrad hat. Also was braucht man alles um ohne Auto leben zu können? Muss es ein teures Fahrrad sein?
    Schöne Grüße
    Kim

    Antworten
  • Christof Herrmann 3. Dezember 2015

    @Annette
    Ihr seid ein weiteres Beispiel, dass es ohne Auto geht und dass das sogar bereichernd ist – auch oder gerade als Familie.

    @Kim
    Hol Dir ein ein einfach ausgestattetes, aber hochwertiges Fahrrad, dass Dich sicher und zuverlässig transportiert. 500 bis 1000 Euro wirst Du dafür im Fahrradladen schon ausgeben müssen. Ich mag z. B. die Stahlräder von Fahrradmanufaktur und Velotraum. Besitze selbst eines von Norwid mit Stahlrahmen, Magura, SON-Nabendynamo, Rohloff-Nabe etc. Dafür musste ich vor 10 Jahren 2.500 Euro hingelegt. Es hat mir auf meiner Radweltreise 2006/2007 gute Dienste geleistet.

    Antworten
    • Martin 3. Dezember 2015

      So ein Rad wird heute noch etwas teurer sein. Aber da sollte man nicht sparen, denn ein gutes Rad lebt länger als ein Auto und ist natürlich weit aus billiger in der Unterhaltung. Kauf auf jeden Fall Markenzubehör, wenn es geht Made in Germany. Bei der Schaltung entweder Rohloff oder Pinion, bloß keine Kettenschaltung mehr. Sehr, sehr viele Firmen bieten immer solche Schaltungen an und zwar vermehrt. Teuer aber gut, denn billig kaufen kann ich mir nicht leisten. Ausserdem hast Du die Deutsche Firma hier und kannst telefonisch etwas abklären, falls es Schwierigkeiten gibt.
      Ich habe Rohloff und Pinion Schaltung und bin von beiden überzeugt. Im Augenblick gibt es kein neues Rad mehr, wenn dann wäre es mit Sicherheit Pinionschaltung, weil meine Garage ist voll. 10 Räder incl. E-Mofa Baujahr 1975.

      Antworten
      • Christof Herrmann 5. Dezember 2015

        Unsere Begeisterung für Rohloff (und Pinion) in Ehren, aber so ein Rad kostet 2.000 Euro und mehr. Das kann und will manch einer nicht ausgeben, zumal wenn erst mal noch das Auto in der Garage steht. Kettenschaltungen haben die Menschheit fast 100 Jahre sicher von A nach B gebracht und daran wird sich erst mal nichts ändern ;-)

        Antworten
  • Martin 5. Dezember 2015

    Hallöchen,

    das kann ich eigentlich nicht so stehen lassen. Ganz kurz dazu würde ich sagen, Kettenschaltungen nein und ein gutes evtl. gebrauchtes Rad – dann muss es halt ein billiges Auto sein, wenn man es nur sporadisch braucht. Wieso Kettenschaltungen – warum Internet da sind wir zigtausend Jahre ohne mit zurecht gekommen. Ich nehme an, das dieser Blog nicht auf mehr auf einem schönen soliden Commodore PC 10 geschrieben wird. Man hat sich doch wohl nichts neues gekauft?
    Schönen 2. Advent noch. Vlt. steht ja bei das eine oder andere Rad demnächst unter dem Tannenbaum und die Abmeldbestätigung fürs Auto muss nur noch am nächsten Werktag abgegeben werden. ;)

    Antworten
  • Anni 5. Dezember 2015

    Guten Abend!
    Ich lese schon lange hier in diesem Blog und möchte erst einmal Danke sagen. Ich habe schon viel mitnehmen können.
    Ich besitze ein Auto und nutze es sehr selten, da ich begeisterte Radfahrerin bin.Meine Räder habe ich alle selbst aufgebaut und mir daher genau die Bauteile besorgt, die ich haben möchte. Ich fahre an allen Rädern eine Kettenschaltung, da ich diese jederzeit reparieren und die Technik „überblicken“ kann. Das ist mir besonders auf einer Reise wichtig. Rohloff funktioniert super, bin ich auch schon gefahren. Für mich gibt es jedoch nichts, das gegen eine Kettenschaltung spricht. Vorausgesetzt sie ist vernünftig eingestellt. Sie hat nicht nur den Vorteil, kostengünstiger zu sein, sondern auch leichter und einfacher zu reparieren.
    Schöne Grüße von der Lippe,
    Anni

    Antworten
    • Christof Herrmann 6. Dezember 2015

      Hallo Anni,

      obwohl ich aus Überzeugung Rohloff fahre, sehe ich auch die Nachteile gegenüber einer Kettenschaltung wie der hohe Preis und das höhere Gewicht. Jeder muss für sich entscheiden, welche Schaltung besser passt.

      Allerdings bin ich der Meinung, dass gerade auf Radreisen die Vorteile der Rohloff zu Tage treten. So unkompliziert, wartungsarm und sicher bringt einen keine Kettenschaltung von A nach B – egal bei welchem Wetter und wie staubig oder matschig es ist. Es überrascht mich nicht, dass viele Weltreiseradler auf eine Rohloffschaltung setzen. Ich habe es 2006/2007 keinen der 20.000 Kilometer bereut. Ein Bekannter von mir, der Peter Smolka aus Erlangen, ist mit einer Rohloff-Nabe sogar über 70.000 km durch alle Kontinente pedaliert (Peter hat auch ein Buch über diese Monster-Tour geschrieben und ist derzeit wieder 80.000 km on the road!). Ein Totalausfall, bei dem gar nichts mehr geht und die Rohloff Schuld ist, ist extrem unwahrscheinlich. Größere Risiken sind Diebstahl, Beschädigung/Verlust bei Flügen und Rahmenbruch.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Silke 9. Dezember 2015

    Hallo,
    ich bin gerade neu hier angekommen, beschäftige mich aber seit Jahren, und im Moment besonders stark, mit Entrümpeln und Minimalismus. Dazu gehört eben auch, dass ich vor Jahren schon mein Auto weggegeben habe. Es hat mit dem Vater meiner Tochter meinen näheren Umkreis verlassen vor ca. 10 Jahren. Aber auch vorher bin ich schon selten Auto gefahren und war viel zu Fuß, per Bus und Bahn und per Fahrrad unterwegs. Ich habe ein Stevens Crossbike für den Spaß und ein Böttcher Safari (zurzeit leider geklaut; ich warte noch auf das Geld von der Versicherung) als stabiles Einkaufs- und Transportrad mit zwei Satteltaschen und starkem Gepäckträger.

    Ich brauche halt eine andere Einkaufs- und Entsorgungslogistik, gehe planvoller vor, bringe also z.B. erst die Einwegflaschen in den Container, fahre mit dem Rest des Leerguts zum Getränke- oder Supermarkt, und dann geht es mit den leeren Packtaschen Pflanzen oder sonst etwas einkaufen. Bei den seltenen Gelegenheiten, zu denen ich mir ein Auto von der Arbeit ausleihe, plane ich auch meine Touren, packe den Kofferraum voll mit allem, was ich zu Containern, zum Recyclinghof, zum Sozialkaufhaus bringe, fahre dann zum Supermarkt, große Sachen wie Toilettenpapier oder schwere Sachen wie Waschmittel kaufen, erledige dabei ein bisschen allgemeinen Vorratskauf, und danach steht das Auto zur Verfügung, um vielleicht ausnahmsweise mal einen Ausflug ins Umland zu machen, ohne stundenlang in der Bahn zu sitzen. Wenn wir das mal tun, hat es etwas ganz Besonderes, weil wir zu einigen entlegenen Orten schlicht nicht fahren. Meine Tochter ist nicht so radtouren-affin, und allein mag ich nicht so gern weite Touren machen.

    Insgesamt finde ich es immer wieder toll, am Stau vorbei oder über den Stau hinüber zu fahren/zu gehen und nicht so gestresst zu sein wie die, die hinter ihren Lenkrädern schwitzen und fluchen. Ich mag es, keinen Parkplatz suchen zu müssen, mich über Benzinpreise nicht echauffieren zu müssen und keine Abgase in die Welt zu pusten. Der tägliche Weg aus der Komfortzone hat auch bei mir zur Folge, dass ich locker über 10.000 Schritte pro Tag komme. Bis zum Ortskern kann ich zwei Stationen mit dem Bus fahren, ich kann aber auch 20 Minuten stramm gehen, einen der wenigen „Berge“ in Hamburg hoch und wieder runter. Ich bin bei Wind und Wetter unterwegs und habe meistens eine frische Gesichtsfarbe, mit der mein gutes ökologisches Gewissen noch besser zur Geltung kommt.

    Für meine Tochter ist es selbstverständlich, Wege mit dem Fahrrad, zu Fuß und mit der Bahn zu planen. Sie kann schon sehr lange selbst ihre Fahrkarten kaufen, was ihre älteren Cousinen, die überall mit dem Auto hingefahren werden, eine ganz irritierende ERfahrung war.

    Insgesamt habe ich es nie bereut, nur zurzeit entrümpele ich so vieles und so große und sperrige Sachen, da vermisse ich manchmal die Möglichkeit, kurz den ganzen Sums wegzubringen, damit ich nicht in die Versuchung komme, ein zweites Mal über den Verbleib nachzudenken.

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  • Anni 17. Dezember 2015

    Ich sehe nicht dass JEDER von jetzt auf gleich aufs Auto verzichten kann – das fängt schon bei Jobs an, die man eben nicht mal eben zu Hause erledigen kann – wer Schicht/Wochenenddienst hat, zu „unüblichen Zeiten arbeitet, also ausserhalb der üblichen? 9 bis 17 Uhr Montag bis freitag büroarbeitszeit, der braucht schlicht und einfach meist einen fahrbaren Untersatz, um zum Job zu kommen, wenn der nicht fussläufig/radfahrbar ums Eck liegt…… und das werden immer mehr Menschen, die eben zu „unüblichen“ Zeiten arbeiten müssen. Krankenhaus/Pflegekräfte/Gastronomie/Hotellerie/Montage/Bauarbeiter mit entlegenen Einsatzorten auch Verkaufspersonal z.B.. Nach Mitternacht ist selbst in Großstädten meist Schluss mit Öffis, bzw. wird am Abend der Nahverkahr schon ausgedünnt – ganz zu schweigen vom WE. Die Krönung ist unser Landkreis in Sachen „Auto“ – hier brauchste auf dem Dorf mindestens eins, um den Müll wegzufahren – nicht bloss mal mit den handwagen um die Ecke, die Wertstoffhöfe liegen praktischerweise so, das man aus den entlegeneren „Käffern“ da echt nur mit dem Auto hinkommt – Gelber Sack/Tonne – Fehlanzeige – es ist „umweltfreundlicher“, wenn jeder selbst zum Wertstoffhof fährt, meinen die Landkreisoberen. Als ich vor kurzen mal die preise für E Bikes studiert habe – ich liebäugele etwas mit solch Teil, traf mich fast der Schlag – dafür kriegste locker ein gebrauchten Kleinwagen. Mein Fazit um die Leute zu bewegen ohne Auto auszukommen, gehört das ganze Umfeld umorganisiert und subventioniert – Geld ist ja genug zum verpulvern da im Land, sieht man ja an sg. „prestigeobjekten“ – ein flächendeckener „rundumdie Uhr“ Nahverkehr, selbst für entlegene Ortschaften, werkseigne Busse, die die Leute nach der Schicht wieder nach Hause bringt (gabs zu DDR Zeiten), in jedem Dorf mindestens einen „Tante Emma Laden“, Nahversorgung da wo die Leute auch wohnen, das man nicht für ne Tüte Nudeln oder ein Stück Butter ins Einkaufszentrum auf der grünen Wiese fahren muss.

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    • Christof Herrmann 17. Dezember 2015

      Wer sagt denn, dass es für jeden möglich ist, von jetzt auf gleich aufs Auto zu verzichten? Ich behaupte lediglich, dass es für viele möglich ist (die meisten Menschen leben bei uns in Städten und arbeiten nicht nachts) und dass man dadurch viel mehr gewinnt als verliert. Die alte Routine muss man halt ändern und seinen Hintern hoch bekommen, um zu Fuß zu gehen, mit dem Rad zu fahren oder die Öffis zu verwenden. Das fällt vielen unendlich schwer, weil wir so bequem geworden sind und weil wir Angst haben vor jeglicher Veränderung. Wenn wir auf die Politik und Wirtschaft zählen, können wir warten, bis wir schwarz sind. Ich halte es da lieber mit Gandhi: „Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.“

      Einfach bewusste Grüße

      Christof

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  • Christine 29. Januar 2016

    Hallo Christof.

    Ich habe auch schon überlegt auf mein Auto zu verzichten. Ich bekomme eine Frührente und könnte mir eigentlich kein Auto leisten. Wegen dem Auto habe ich seit drei Jahren Schulden auf der Bank. Das belastet mich sehr! Ich lebe auf dem Dorf, deshalb bin ich etwas mehr auf das Auto angewiesen als in der Stadt. Vielleicht können wir etwas mailen?

    Liebe Grüsse Christine

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  • Maiwiese 5. März 2016

    Hallo Christof,

    vielen Dank für deinen Artikel. Ich finde es schön, dass du zu einem autofreien Leben ermutigst. Vor ca. zwei Jahren habe ich mein Auto verkauft und ich bin froh, diesen Schritt gemacht zu haben.

    Liebe Grüße Maiwiese

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  • Gina 5. März 2016

    Hallo,
    ich bin fast 29 und besitze jetzt zum ersten Mal in meinem Leben mit meinem Mann zusammen ein Auto. Meine Eltern hatten ebenfalls kein Auto. Das hat dort auch gut funktioniert, weil alles vor Ort war. Jetzt habe ich aber einen sicheren und guten Job im öffentlichen Dienst, der 50 km entfernt ist…pendle derzeit noch mit der Bahn. Bin dadurch aber fast drei Stunden täglich unterwegs. Bin schon bisschen traurig, dass wir jetzt eins brauchen, aber ohne schaffe ich das mi der Pendelei einfach langfristig nicht. Fahre derzeit noch nicht mit unserem Auto, weil ich erst wieder Fahrstunden nehmen muss. Bin gespannt, ob es auch spürbar positive Änderungen mit einem Auto geben wird, damit ich mich nicht mehr so ärgern muss über diese Veränderung.

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    • Nanne 5. März 2016

      Liebe Gina, ich hab deinen Kommentar gerade zufällig entdeckt: Ich hatte vor einiger Zeit auch einen Job zu dem ich fahren musste: ich hab mir die Autofahrt so angenehm wie möglich gemacht. Für mich war das die Zeit in der ich bewusst Musikalben gehört habe. Kein Radio, weil mich das Gerede immer nervt.
      Und ich bin dankbar für das Auto, weil ich dadurch meine Familie mehr sehen kann.
      LG Nanne

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      • Gina 5. März 2016

        Liebe Nanne,

        vielen Dank für deine Antwort. Es ist schön zu lesen, dass ein Auto auch Vorteile mit sich bringt :-). Manchmal geht es eben nicht anders, wenn man nicht auf einen sicheren Job verzichten will, was heutzutage doch sehr selten ist. Habe nur unter der Bedingung diesen unbefristeten Job bekommen, wenn ich an diesem anderen Standort arbeite. Die Vorteile des freien Gefühls und weniger Kosten etc. ohne Auto kenne ich ja…bin gespannt, was für Vorteile es mit sich bringen wird ein Auto zu haben. Die Wochenendeinkäufe waren schonmal deutlich einfacher zu erledigen.

        LG Gina

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    • Joerg H. 21. März 2016

      Leider thema verfehlt. Es geht doch immer noch um das thema: wie kann man ohne dreckschleuder leben.
      Eine solche anzuschaffen, ist doch kontraproduktiv. Sinnvoller ist es doch, in die unmittelbare nähe zu seinem arbeitsplatz zu wohnen. Ich wohne doch nicht in Ingolstadt und arbeite in München?! Was soll dieser unsinn? Mal abgesehen von der zeitverschwendung.

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      • Gina 21. März 2016

        Hallo Admin, bitte löschen Sie meinen vorherigen Kommentar.

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        • Christof Herrmann 21. März 2016

          Hallo Gina, lass dich nicht von Joergs ruppiger Art einschüchtern. Du hast nichts Falsches geschrieben und darfst hier ruhig Deine Meinung vertreten.

  • Monika 22. März 2016

    Lieber Joerg,
    leider Lebensrealität und Empathie verfehlt. Kein Mensch wohnt in Ingolstadt, arbeitet in München und fährt dorthin mit dem Auto. Ich kenne einige und alle fahren mit dem Zug. Manche würden auch lieber in München wohnen und sich das ersparen, aber die Mieten in München sind oft unbezahlbar. Außerdem sind vielleicht die Kinder in den dortigen Schulen oder die Partner mit ihren Jobs eingebunden. Ich wohne in München, fahre dort nie Auto, hab aber eins, weil ich damit meinem Vater in Franken eine große Freude machen kann, wenn ich mit ihm einen Ausflug übers Land mache oder ihn zum Arzt oder Einkaufen fahre. Er ist 87 Jahre, sein Leben lang mit dem Rad gefahren und genießt das jetzt sehr. Übrigens, mein sehr altes und kleines Auto steht dehalb nicht in München sondern bei meinem Vater. Dorthin fahre ich natürlich mit dem Zug. Es sei denn, ich muss die Katze mitnehmen und da haben wir wieder die Lebensrealiät.

    Viele Grüße an alle!
    Monika

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  • Peter 31. August 2016

    Hallo Christof
    Schöner Text und wohl auch tolles Leben was du führen darfst, ich habe mich vor kurzen genau darüber mit Kollegen unterhalten und darum mal etwas im netz gesurft. Da stiess ich auf deinen Text. Was bedeutet uns das Auto. Dazu meine Gedanken.

    Ich bin jetzt 39 und fahre seit ich 21 Jahre alt bin Auto, aber eben nicht nur, der ÖV ist bei uns auch immer wieder das bevorzugte Verkehrsmittel. Für mich ist mein Auto ein Werkzeug das ich nutze und es ist für mich aber auch ganz bewusst ein Luxus. nicht unbedingt weil es wertvoll ist, dass ist es nicht ich fahre eine Dacia, es ist Luxus sich eines leisten zu wollen und auch die Ressourcen die man dafür verwendet. Dazu muss ich sagen, ich bin in einer Familie aufgewachsen die nie ein Auto hatte, also meine Eltern konnten nie Autofahren und ich wuchs in einem Dorf aus. Der ÖV war vorhanden und wohl für vor 25 Jahren sehr gut ausgebaut. Alles was wir taten war Fahrplan abhängig, wenn wir in die Ferien fuhren, nahmen wir die Bahn, für Ausflüge das Postauto (Postbus) usw. Und genau darum sehe ich das Auto als Luxus, den es war damals kein wirkliches Problem und ist es heute, mit einem deutlich besseren ÖV Angebot und Taktfahrplan im ganzen Land noch viel weniger.

    Ich finde deine Entscheidung ist bewundernswert.

    Gruss Peter

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