Mit 3 Euro am Tag einfach vegan kochen

Mit 3 Euro am Tag einfach vegan kochen (Fotos: Marion Schwenne)

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Marion Schwenne. Sie schreibt auf Frugales Glück über ein glückliches Leben mit Kind. Ihre Themen sind Minimalismus, Nachhaltigkeit, pflanzliche Ernährung und problembefreites Essen.

Vegane Ernährung ist teuer, aufwendig und erzeugt viel Müll?

Von wegen! Ich habe für 21 Euro unverpackt eingekauft und zeige Dir, wie Du für 3 Euro am Tag nicht nur vegan und einfach kochst, sondern Dich auch vollwertig, saisonal und regional ernährst und Verpackungen vermeidest.

Fünf Tipps für günstige Pflanzenkost

Ich beginne gleich mit ein paar grundlegenden Tipps, die Dir dabei helfen, gut und günstig vegan einzukaufen und zu kochen.

  • Kaufe Grundnahrungsmittel. Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst, Samen und Kerne kosten nicht viel und sind vielseitig einsetzbar. Dann sind selbst Bio-Lebensmittel im Unverpacktladen nicht wesentlich teurer als beim Discounter.
  • Entscheide Dich für regionales und saisonales Obst und Gemüse. Das ist nicht nur besser für Deinen Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt, da lange Transportwege und Lagerung im beheizten Gewächshaus entfallen.
  • Sorge für Abwechslung. Gewürze und Zutaten wie Sojasoße, Hefeflocken, Senf und Öle peppen ein Gericht auf und sorgen für Abwechslung.
  • Koche vor. Vorkochen spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Vorkochen kann man einzelne Komponenten, aber auch ganze Gerichte, wie z. B. Ofengemüse, Auflauf, Lasagne und Eintöpfe.
  • Verwende „multifunktionale“ Lebensmittel. Unverarbeitete Lebensmittel haben den Vorteil, dass sich aus ihnen viele verschiedene Dinge zubereiten lassen. So kannst Du Kichererbsen für eine Gemüsepfanne, eine Bowl, einen Salat, eine Suppe, Hummus oder Falafel verwenden.

Mein Einkauf: Vegan, günstig, regional, saisonal, plastikfrei

Obst und Gemüse besorge ich auf dem Wochenmarkt. Für je ein Kilogramm Tomaten, Zucchini, Möhren, Kartoffeln, Äpfel sowie eine Knolle Knoblauch und ein paar Pflaumen habe ich 7 Euro gezahlt.

Im Unverpacktladen sind jeweils ein halbes Kilo rote Linsen, Hirse, Kichererbsen und Dinkelmehl sowie eine Zitrone und 200 g Walnüsse in meinem Korb gelandet. Rechne ich 300 g Tahini, eine Packung Sojamilch und 150 g Rapsöl, die ich noch zuhause hatte, hinzu, macht das insgesamt 14 Euro.

Aus all diesen Lebensmitteln habe ich eine Woche lang einfache vegane, gesunde und abwechslungsreiche Gerichte gekocht und damit nur 3 Euro am Tag für Essen ausgegeben.

Meine Tochter ist noch klein und isst von allem ein bisschen mit. Je nachdem, in welcher Stimmung sie ist, können das nur Kichererbsen sein, rohe Möhrenstückchen oder Brot. Pfannkuchen gehen eigentlich immer. Eigene Gerichte koche ich für sie nicht – denn das endet meist damit, dass ich alles selber aufesse.

Das habe ich für 3 Euro am Tag gekocht

Aus all den Dingen, die ich im Unverpacktladen und auf dem Markt eingekauft habe, habe ich im Laufe einer Woche die folgenden Gerichte, Snacks und Aufstriche zubereitet.

Frühstück:

  • Hirsebrei mit Hirse, Apfel, Sojamilch und Walnüssen
  • Dinkelbrot mit Hummus, Tomaten und Zucchini
  • Apfelpfannkuchen aus Dinkelmehl und Sojamilch

Aufstrich / Dip:

  • Scharfe Tomatensoße mit Möhren
  • Hummus aus Kichererbsen, Tahini, Zitronensaft und Knoblauch

Hauptgerichte:

  • Kitchari aus roten Linsen und Hirse, mit Zucchini, Tomaten, Walnüssen und Tahini
  • Ofengemüse mit Kartoffeln, Möhren, Zucchini und Knoblauch
  • Gemüsepfanne mit Hirse, Kichererbsen, Knoblauch, Zucchini und Tomaten
  • Falafel mit Salzkartoffeln, Humus und gebratener Zucchini
  • Linsen-Dal mit Kartoffeln und Tomaten
  • Türkische Linsensuppe mit Möhren und Zitrone

Snacks:

  • Apfel oder Pflaumen mit Walnüssen oder Tahini

Wie Du siehst, habe ich alle Zutaten mehrfach in unterschiedlichen Gerichten verwendet, sodass es nie langweilig wurde. Möhren schmecken als Ofengemüse ganz anders als in einer fruchtigen Linsensuppe, in einer sättigenden Gemüsepfanne oder in einer pikanten Tomatensoße.

Von jedem Gericht habe ich gleich die doppelte Menge zubereitet, sodass ich zweimal davon essen konnte. Die zweite Portion gab es entweder noch am selben Tag als Abendessen oder einen Tag später.

Vegane Gerichte halten sich im Gegensatz zu Speisen mit tierischen Zutaten länger frisch und lassen sich auch prima einfrieren.

Und was ist mit Bio?

Das Tolle am Unverpacktladen: Hier stammen meist alle Lebensmittel aus biologischem Anbau. Bio-Lebensmittel sind zwar teurer als konventionelle, enthalten dafür aber auch mehr Mikronährstoffe, weniger Pestizide und sind besser für die Umwelt, da keine chemischen Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger eingesetzt werden. 

Ich habe hier konventionell angebautes Obst und Gemüse verwendet. Möchtest Du ausschließlich Frischwaren in Bio-Qualität benutzen, steigen die Gesamtausgaben für den veganen und plastikfreien Wocheneinkauf auf etwa 35 Euro, also 5 Euro pro Tag.

Minimalistisch kochen und essen

Noch simpler und günstiger wird es, wenn Du eine Mahlzeit am Tag ausfallen lässt. Viele Menschen nehmen mehr Kalorien auf, als ihr Körper benötigt, was nicht nur zu Übergewicht, sondern auch zu Energielosigkeit und Schlappheit führen kann. Ich faste gern morgens, sodass mein erstes Essen ein spätes Frühstück oder gleich ein warmes Hauptgericht ist.

Minimalismus beschränkt sich für mich nicht auf Besitz, er ist vielmehr eine Haltung, die ich dem Leben gegenüber einnehme. Auf die Ernährung übertragen heißt das, dass ich mich funktional ernähre: Es soll zwar schmecken, aber an erster Stelle steht die Nahrung, die mich mit Nährstoffen und Energie versorgt. Da stört es mich auch nicht, dass ich mal an drei Tagen hintereinander das gleiche esse oder nicht fünf Sorten Obst und Gemüse zur Verfügung habe.

Ganz im Gegenteil. Die freiwillige Beschränkung tut mir gut und entlastet mich. Ich möchte gar nicht immer alles haben, kaufen und essen, nur weil ich es theoretisch könnte. Viel lieber bin ich dankbar für das, was da ist.

Nun Du: Wie viel Geld gibst Du in der Woche für Lebensmittel aus? Findest Du, dass vegan und günstig miteinander vereinbar sind? Kennst Du vielleicht sogar ein schnelles rein pflanzliches Gericht?

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{ 29 Kommentare }

  • Christof Herrmann 11. Oktober 2020

    Hallo Marion,

    danke für Deinen tollen Gastartikel.

    Ich teste nun, ob ich mit 1 Euro pro Mahlzeit auskomme. Werde an dieser Stelle berichten. Wer mag das Experiment auch machen?

    Einfach bewusste Grüße

    Christof

    Antworten
    • Marion 14. Oktober 2020

      Hallo Christof,

      toll, dass Du es auch ausprobieren möchtest, mit 1 Euro pro Mahlzeit auszukommen.

      Freue mich schon auf deinen Bericht!

      Herzliche Grüße
      Marion

      Antworten
      • Christof Herrmann 19. Oktober 2020

        Hallo Marion,

        ich habe mein Experiment heute nach neun Tagen beendet.

        1 Euro pro Mahlzeit ist für mich kaum machbar.

        Ich habe etwas mehr als 3,50 Euro pro Tag für meine zwei oder drei Mahlzeiten (ich lasse das Frühstück meist ausfallen) in überwiegend Bioqualität gebraucht, aber auch nur, weil ich paar Vorräte hatte und hin und wieder besonders günstige Gerichte wie Spaghetti aglio, olio e peperoncino, Linsensuppe und Ofengemüse zubereitet habe. Außerdem war ich in den letzten Tagen nur einmal wandern, sodass mein Kalorienverbrauch niedrig war.

        Nehme ich noch Getränke und etwas Obst und ein paar Nüsse am Nachmittag hinzu käme ich mit dem Hartz-V-Verpflegungssatz 4,85 Euro in Bioqualität nur aus, wenn ich sehr auf meinen Speiseplan achten würde. Realistisch sind für mich eher 2,50 Euro pro Mahlzeit und 8 Euro pro Tag inkl. Getränke und Snacks. Auswärts essen (mache ich mindestens einmal die Woche) kommt noch dazu.

        Dein Artikel hat mich aber dazu angeregt, wieder mehr auf meine Kosten fürs Essen zu achten und zu versuchen öfter gut, günstig und gesund zu kochen.

        Viele liebe Grüße

        Christof

        Antworten
        • Marion 22. Oktober 2020

          Hallo Christof,

          finde ich ja toll, dass du das Experiment durchgezogen hast.

          Mir scheint, dass bei den Kosten vor allem Bio-Obst und -gemüse ins Gewicht fallen. Für meinen Einkauf auf dem Wochenmarkt würde ich hier im Biomarkt locker das Dreifache ausgeben.
          Dabei kommt es auch darauf an, wie hoch der Gemüseanteil einer Mahlzeit ist. Auf eine Woche hochgerechnet, macht es schon einen Unterschied, ob eine Portion 150 g oder 400 g Gemüse enthält. Wie viele hier bin ich aber der Meinung, dass man an gesundem Essen nicht sparen sollte. ;)

          Getränke und Auswärtsessen habe ich nicht dazugezählt. Für Kaffee und losen Tee aus dem Unverpacktladen gebe ich im Monat 10 bis 15 Euro aus. Auswärtsessen ist in Belgien teurer als in Deutschland – da kommen bei einem Besuch zu zweit beim Italiener schnell 40-50 Euro zusammen.

          Es freut mich sehr, dass mein Beitrag dich dennoch inspirieren konnte. :)

          Liebe Grüße
          Marion

          Antworten
  • Jana 13. Oktober 2020

    Danke für die Rezepte und die Erklärung wie man vegan und mit 3 Euro pro Tag auskommt!
    Ich koche seit 25 Jahren täglich für meine Familie und ich und meine Familienangehörigen würden mit der veranschlagten Menge pro Person verhungern (nein ich bin nicht übergewichtig, wiege 60kg bei 1,70m Körpergröße und meine Männer sind Normalesser und auch nicht übergewichtig). 5,55 Euro pro Tag und Person sind bei uns das Minimum, obwohl wir viel Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten ernten und einkochen/einfrieren. Zwei von uns essen vegetarisch, einer nur wenig Fleisch oder Fisch. Beim einkaufen achten wir auf Regionalität, Bio und Tierwohl.
    Die Snacks zwischendurch sind bei Marion sehr sparsam gehalten, das ginge bei uns nicht. Dann vermisse ich die Kosten für Sojajoghurt, Schokolade, Kaffee, Tee, kiloweise Obst (für einen Smoothie ab und zu), hochwertige Öle wie Schwarzkümmelöl, Olivenöl, Senf, Ketchup, Brühe, Honig, Säfte, Käse, Eier, Cornflakes, Butter etc., alles Zutaten die man im Haus hat, auch die zum Backen wie Zucker, Backpulver, Hefe, verschiedene Mehle, Gewürze etc., dazu noch die Kosten für Nahrungsergänzungsmittel, denn auch das zähle ich zu den Lebensmitteln hinzu.
    Der Hartz4 Regelsatz beträgt pro Person 4,85 Euro, das wäre meiner Ansicht nach das absolute Minimum für Essen um überhaupt zu überleben. Wenn man mal sieht dass viele Hartz4 Empfänger damit auch noch zur Tafel müssen. Die 3 Euro pro Tag halte ich für den Großteil der Bevölkerung auf Dauer für nicht umsetzbar; jedoch eher wenn man sich als Frau mal eine Woche asketisch ernähren will. Dass Männer mehr essen (müssen) als Frauen, sollte man hierbei auch bedenken, denn wenn mein Mann als Schwerarbeiter so wenig essen würde, dann würde er glatt vom Fleisch fallen und könnte seinen Job nicht mehr ausüben.
    Viele Grüsse, Jana

    Antworten
    • Marion 13. Oktober 2020

      Hallo Jana,

      vielen Dank für deinen Kommentar und dein Feedback.

      Ich ernähre mich ziemlich minimalistisch, würde aber nicht sagen, dass die Portionen winzig sind. Körperlich hart arbeitende Menschen, Profisportler und Bodybuilder haben einen ungefähr doppelt so hohen Energiebedarf wie eine durchschnittlich große Frau mittleren Alters mit Normalgewicht. Dann erhöhen sich die Ausgaben pro Gericht womöglich um 50 Cent.

      Ich versuche, soweit es geht auf Snacks zu verzichten. Wenn ich frühstücke, zu Mittag und zu Abend esse, reichen mir für Zwischendurch etwas Obst und eine Handvoll Nüsse. Christof beschreibt im Kapitel „Die minimalistische Ernährung“ in seinem Buch eine ähnliche Vorgehensweise.

      In meinem Beitrag ging es mir vor allem ums Kochen. Ab und an kaufe ich mir auch mal eine Tafel Schokolade oder einen Sojajoghurt – das macht im Monat ungefähr 10 Euro aus. Für Kaffee und Tee weitere 10 Euro monatlich.

      Kuchen backe ich selten, lieber ein Brot oder Pfannkuchen. Wenn ich Gebäck zubereite, verwende ich Öl, Dinkelmehl und nur wenig Zucker zum Süßen (auf 500 g Mehl etw 50 g Zucker).
      Da ich mich vegan, also rein pflanzlich ernähre, habe ich Käse, Eier, Butter und Honig nicht im Haus. Statt Cornflakes esse ich Haferflocken oder Hirse.
      Auch Senf und Ketchup brauche ich nicht zum Kochen. Wie ich in meinem Beitrag schreibe, verwende ich eine scharfe Tomatensoße als Dip.

      Ich brate fast ausschließlich mit Rapsöl. Für Salate und Soßen verwende ich Oliven- oder Sesamöl, in meiner Testwoche habe ich darauf allerdings verzichtet. Auch Gewürze verwende ich nur sparsam. Meist nutze ich nur Salz, Pfeffer, Kreukümmel, Chili, Curry und Thymian.

      Auch „kiloweise Obst“ kaufe ich nicht ein, da ich keine Smoothies trinke und gar nicht wüsste, was ich mit so viel Obst anfangen sollte.

      Das klingt vielleicht nach Verzicht und Askese – ist es für mich aber überhaupt nicht. Mit Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten und saisonalem Gemüse kann ich mir jeden Tag frische, vollwertige und nährende Mahlzeiten kochen.
      Mir fehlt es an nichts.

      Eine vegane Ernährungsweise mit unverarbeiteten Lebensmitteln ist günstiger als eine vegetarische oder omnivore Ernährung, da Produkte wie Eier, Käse und Fleisch in Bio- oder Demeter-Qualität hochpreisig sind. Da sind dann 4,85 Euro des ALGII-Regelsatzes für Lebensmittel knapp bemessen.

      Minimalistisch essen und kochen ist für mich kein Verzicht. Es macht mein Leben einfacher und genussvoller, weil ich die kleinen Dinge (ein Haferbrei, eine Schreibe selbstgebackenes Brot, gebratenes Gemüse mit Reis) mehr wertschätze als früher.

      Herzliche Grüße
      Marion

      Antworten
      • Jana 15. Oktober 2020

        Liebe Marion!
        Vielen Dank für deine ausführlichen Erklärungen! Dass du mit deinem Essen gut auskommst, zeigt dass du für dich den richtigen Weg gefunden hast. Gerade in punkto Essen wird jeder für sich seinen eigenen Weg finden müssen, damit er satt, rundum glücklich und zufrieden leben kann, denn Essen ist lebenserhaltend. Wen minimalistische Ernährung glücklich macht, für den ist es passend. Oder wie der alte Fritz sagte: Jeder möge nach seiner Facon selig werden :-)
        Viele Grüsse, Jana

        Antworten
        • Marion 22. Oktober 2020

          Liebe Jana,

          das hast du sehr treffend zusammengefasst, genauso ist es!
          Gerade Essen ist eine so persönliche Angelegenheit, dass es schwer ist, hier zu verallgemeinern. Was für den einen super funktioniert, kann für den anderen einschränkend und belastend sein und umgekehrt.

          Herzliche Grüße
          Marion

          Antworten
  • Ines 13. Oktober 2020

    Ein guter Beitrag! Aber: Bei dieser geringen Menge an Essen pro Tag würde ich gnadenlos verhungern. Ich esse sechs Mahlzeiten, davon zwei warm, und bringe 57 Kilo auf die Waage, verbrenne also gut. Bei mir fallen im Monat 250-300 Euro nur für Lebensmittel an, meistens Discount-Bio und nichts Extravagantes, im Bioladen wäre es noch mehr. Als Allergiker kommt man leider mit 3 Euro pro Tag nicht aus, alleine glutenfreies Brot oder Nudeln hauen rein. Dazu alles frisch wegen Histamin. Die leckeren Mahlzeiten auf den Fotos würden mich nur wenige Stunden satt machen …

    Antworten
    • Marion 14. Oktober 2020

      Hallo Ines,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Ich würde nicht sagen, dass ich besonders wenig esse. Die auf den Fotos zu sehenden Mengen sind der Fotogenität geschuldet. ;) Ich esse meist zwei oder drei Scheiben Brot und die doppelte Menge der abgebildeten Linsensuppe bzw. des Hirsebreis.

      Du hast Recht, für spezielle Lebensmittel wie glutenfreie Nudeln muss man mehr Geld ausgeben. Wenn es wegen Histamin keine Möglichkeit gibt, vorzukochen, wirkt sich das auch auf den Preis aus.

      Das, was ich esse, macht mich auch „nur wenige Stunden“ satt, wie du schreibst.
      Meistens habe ich nach drei Stunden wieder Hunger und warte dann noch eine Stunde, bevor ich wieder etwas esse. Mit ein paar Stunden fasten am Morgen komme ich so prima über den Tag. :)

      Herzliche Grüße
      Marion

      Antworten
    • Jana 15. Oktober 2020

      Hallo Ines!
      Da schließe ich mich an, denn auch ich bin auf gluten- und laktosefreie Ernährung angewiesen, und das kostet. Ich esse 5 Mahlzeiten am Tag und verbrenne auch gut, ohne Nachschub würde ich Probleme mit dem Kreislauf bekommen. Würde ich mich ausschließlich vegan ernähren müssen, fallen Getreideprodukte wegen dem Gluten schon weg, da bleibt nicht mehr viel Auswahl an Essen übrig. Wir aus dem Osten sind mit reichlich Hülsenfrüchten, Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten groß geworden, viel Angebot in den Läden gab es ja nicht. Das hängt dann auch irgendwann zum Halse raus, wenn man jahrelang dasselbe gegessen hat. Umso dankbarer bin ich für die heutige Ernährungsvielfalt, denn Essen soll zum einen satt, aber auch zufrieden machen. Ich denke, da muss jeder seinen goldenen Mittelweg finden, zwischen Gewissen auf der einen Seite wegen dem Tierwohl, und der eigenen Gesundheit und Zufriedenheit auf der anderen Seite.
      Viele Grüsse, Jana

      Antworten
      • Ines 15. Oktober 2020

        Hallo Jana,

        Ganz genau, wir ticken da ähnlich. Wenn ich auf Rohköstler-Seiten die Tagesportionen sehe, das würde ich maximal einen Tag lang packen, weil es so wenig an Substanz ist. Aber es ist eben auch ein Unterschied, ob man das Essen als Treibstoff für den Körper sieht (wertungsfrei!), oder ob es mehr ist. 250 Gramm Espresso kosten beim regionalen Kaffeeröster knapp 7 Euro, damit kommt man bei drei Tässchen am Tag nicht lange hin. Oder jetzt gibt es wieder die ersten sauleckeren glutenfreien Lebkuchen und Dominosteine von der Hammermühle. Das Zeug ist teuer. Klar, man kann auch den ganzen Tag an Reiswaffeln nagen, aber das würde mich in Depressionen treiben, weil der Genuss flöten geht. Mit vielen Allergien auf Lebensmittel (u.a. Hafer – was glutenfreie Haferflocken ausschließt – oder , Weizen, Soja, Tomaten, Erbsen usw.) ist das Angebot ohnehin begrenzt. Aber so unterschiedlich kann man das Thema „Essen“ sehen. Ich arbeite gerne, es ist für mich keine Last oder verschwendete Lebenszeit, die ich unbedingt für etwas anderes reduzieren möchte, und ich gebe auch gerne das verdiente Geld für Lebensmittel aus, die mich froh, satt und zufrieden gleichzeitig machen.

        Antworten
        • Marion 22. Oktober 2020

          Hallo Ines,

          wie Rohköstler auf Dauer satt werden, verstehe ich auch nicht. ;)

          Mit Allergien ist es sicher schwieriger, mit 3 Euro am Tag für Essen auszukommen. Klar kaufe mir auch hin und wieder Süßigkeiten oder Knabbergebäck – meistens habe ich aber einfach keine Lust, dafür in einen Supermarkt zu gehen. Reiswaffeln finde ich im Gegensatz zu meiner Tochter nicht besonders schmackhaft.

          Essen als Treibstoff für den Körper – das trifft meine Herangehensweise ganz gut. Ich habe lange an einer Essstörung gelitten und bin heute sehr dankbar, dass Essen für mich keine so große Relevanz mehr hat. Wenn es gut schmeckt, freue ich mich natürlich trotzdem. ;)

          Herzliche Grüße
          Marion

          Antworten
    • Barbara 18. Oktober 2020

      Hallo Ines,
      ich habe auch eine Histaminintoleranz. Kannst du dich vegan ernähren?
      Vieles fällt ja weg, wie die ganzen Hülsenfrüchte, Soja etc.
      Ich tue mich sehr schwer damit.
      Viele Grüße Barbara

      Antworten
  • Monika 13. Oktober 2020

    Vielen Dank für die Rezepte und Anregungen! Und danke an Jana – ich sehe das auch so wie Du!
    Allerdings wüsste ich zudem nicht, wo ich hier fünf Kilo Gemüse/Obst plus Knobi plus Zwetschken um sieben Euro kaufen könnte.
    Kreativ kochen mit Grundzutaten funktioniert und schmeckt aber auch, wenn man ein bisschen mehr dafür zahlen muss, nicht alles unverpackt bekommt und größeren Hunger hat :-)
    Viele Grüße, Monika

    Antworten
    • Marion 14. Oktober 2020

      Hallo Monika,

      sehr gern! :)

      Bei uns um die Ecke ist zweimal in der Woche ein großer Wochenmarkt, auf dem Obst und Gemüse zu günstigen Preisen verkauft wird. Die Preise sind etwa so wie im arabischen/ türkischen Laden. Das ist wohl Glückssache. Auf dem Leipziger Wochenmarkt ist es ebenfalls supergünstig, während man auf dem Mini-Markt im niedersächsischen Dorf teilweise das fünffache für dieselben Produkte bezahlt.

      Was das kreative Kochen betrifft, stimme ich dir voll und ganz zu, sehr gut auf den Punkt gebracht!

      Herzliche Grüße
      Marion

      Antworten
  • Viktor 13. Oktober 2020

    Hallo Marion,

    ich habe den Artikel mehrmals durchgelesen und eigentlich mit einem Kommentar eher gezögert, dennoch schreibe ich meine Gedanken auf und hoffe, dass Du es nicht falsch verstehen wirst. Denn ich finde einige wichtige Punkte in Deinem Artikel und die Botschaft, die Du damit rüberbringen wolltest, kann nicht oft genug erwähnt werden. Vielen Dank dafür!

    Es ist natürlich ebenso wirklich sehr lobenswert, mit nur 3 Euro am Tag auskommen zu wollen. Die 1 Euro Challenge von Christof halte ich schon fast für unmöglich und irgendwie weniger reizvoll – zumindest für mich, weil meine jährliche Leistung mit dem Fahrrad oder zu Fuß dann deutlich sinken und ich wohl kaum mehr richtig vorwärts kommen würde. ;-)

    Also habe ich mir folgende Fragen gestellt.
    Ist der finanzielle Wert der täglichen Speisen wirklich so entscheidend und wichtig?
    Sollte die Nahrung nicht stets an höchster Stelle stehen und somit deutlich mehr Wert haben als ein Geldwert bzw. Betrag? Das Geld ist doch nur erfunden und heute einfach das Zahlungsmittel – ohne geht vieles nicht. Ein mehr an Plus auf einem Konto aber ein hungernder Magen sowie minderwertige bzw. vielleicht bei wem gar einseitige Mahlzeiten, würden das Leben nicht lebenswerter machen. Hmm… Schließlich ist die genannte Umsetzung vielleicht doch schwerer als gedacht. Es gibt leider nicht alles an Obst und Gemüse aus der eigenen Region. Bei mir nicht mal in einem kleinen aber feinen Bioladen. Auch dort einiges aus Südafrika usw.. Leider, leider. Und so frage ich mich derzeit. Sollen es wirklich immer wieder Bananen sein oder reicht vielleicht doch ein Apfel am Tag?

    Ich meine ebenso, könnten und sollten wir lieber Dinge hinterfragen, die nicht wirklich essenziell wären fürs Leben und davon gibt es mittlerweile genug – gar viel zu viel davon. Jeden Tag sehen wir oder wird uns gezeigt, was jemand tut, schon hat und man nun unbedingt selbst haben möchte oder einfach nachmacht. Stets der Vergleich, der gewünschte Status in der Gesellschaft und der damit verbundene Teufelskreis mit samt der Abhängigkeit. Es macht uns nicht unbedingt zu schlechteren Menschen sondern ist einfach das Abbild der heutigen Zeit, in der wir uns nun mal befinden. Jeder sollte daher selbst für sich entscheiden und herausfinden, was ihm wichtig(er) erscheint bzw. wieviel Wert hat. Wir sind außerdem alle auf unterschiedlichem Wissensstand. Das versuche ich oftmals zu bedenken.

    Noch vor wenigen Jahren war mir die Massentierhaltung gar nicht bewusst, sonst hätte ich wohl schon früher auf tierische Produkte verzichtet. Wie hätte ich meine damalige Ernährung überhaupt in Frage stellen können? Da draußen ist noch so viel Unwissen. Selbst wir wissen noch so viel nicht und berücksichtigen ebenso vieles (teilweise noch) nicht.

    Daraus folgen weiteren Gedanken und Fragen, sorry. Einen weiteren Teil davon erwähne ich besser nicht, um hier den Text nicht zum platzen zu bringen. ;-)
    Ist die vegane Ernährung – die ich ebenfalls vorziehe – wirklich nachhaltig? Oder einfach nur nachhaltiger? Ist für mich jedenfalls ein Unterschied und zutreffender als die Aussage im Artikel.
    Ich mein, es gibt immer wieder im Einkauf oder Schrank den einen oder anderen Artikel, der nicht aus der Region ist und selbst wenn, wurde dieser mit Sicherheit vorher mit einem LKW angeliefert oder geflogen und nicht mit einem Lastenrad gefahren. Und selbst das Lastenrad (Alurahmen? Umweltschädlich schon in der Produktion) wurde mal produziert und hat Ressourcen in Anspruch genommen. Und der LKW Fahrer? Ja, Er möchte wahrscheinlich genau so wie wir ein Einkommen haben, um auch seine Lebenshaltungskosten zu sichern und vielleicht ebenso wie wir sich bewusster ernähren und liest hier vielleicht gar mit. Es macht daher durchaus Sinn, zu versuchen zu verstehen, was denn alles hinter all dem steckt. Wie kommt etwas wohin und wie viel Aufwand wurde dafür benötigt. Es sich genau vorzustellen oder herauszufinden ist fast unmöglich, wenn wir die Tiefe des Systems nicht kennen. Bleiben also die Gedanken, eher ein Wunsch nach Offenheit, die Grundhaltung weiterhin ändern und ein Bewusstsein schaffen bzw. verbessern zu wollen, um weitere bzw. neue Haltungen einzunehmen – zu pflegen und der Welt da draußen wie auch sich selbst mehr Gutes zu tun.

    Viel wichtiger erscheint mir daher schon länger der Gedanke und eine Einstellung, bewusster und lieber Qualität vor Quantität vorzuziehen, also zum Beispiel regionale (BIO- ) Äpfel zu kaufen, unabhängig vom Wert und Menge und ist es mehr, so verbrauche ich es länger. So ist es bei vielen anderen Dingen im Alltag. Ziehe ich grundsätzlich Qualität und Sinnhaftigkeit vor – vor dem Geldwert, habe ich länger etwas davon und die Umwelt ebenso. Auch die Gemeinschaft, also der Mensch dahinter, der sich all die Mühe gegeben hat (in oftmals Handarbeit) und dabei es gar seine Passion war, etwas zu produzieren, wird besser entlohnt. Es ist somit ein Geben und Nehmen und wird immer so bleiben, doch die Qualität des Austausch und Lebens würde steigen, weil einiges sinnvolles davon mehr Stellenwert bekommen würde.
    Es ist daher in meinen Augen vieles von dem – was wir uns gegenseitig zu bieten haben – per se nicht schlecht – sondern ist der Wert und Wert, den man dem Gegenstand selbst vermittelt, entscheidender. So ist eine stetige Ernährung am Tag, die nur 3 oder 1 Euro kostet, zwar gut aber vielleicht auch nicht unbedingt nachhaltig(er).

    Ich war mal in der Situation, noch etwas länger als eine Woche mit nur 5 Euro auskommen zu müssen. Ein guter Freund war zur gleichen Zeit gar ganz ohne Geld. Wir kauften also einige Kilos an Kartoffeln und waren nicht nur satt sondern glücklich und dankbar. Es gab einfach jeden Tag Bratkartoffeln! :-) Sicherlich war auch dies im gewissen Masse nachhaltiger, besser und wegweisender aber wir haben es nicht so sehr wahrgenommen und war auch nicht entscheidend. Manchmal sind auch unbewusste Handlungen besser für Umwelt und Mensch. Das wollte ich mit diesem Beispiel sage und zu guter Letzt.

    Wir sind alle auf einem Weg – jeder für sich, hier und dort nachhaltiger, minimalistischer, besser, mehrwissender, bewusster oder zukunftsweisender, wo anders wieder etwas weniger von etwas. Jedoch niemals in vollem Umfang von all dem und das sollten wir nicht nur wissen sondern akzeptieren. Wir können stolz und dankbar für alles bisher erreichte – jeder für sich.

    Liebe Grüße,
    Viktor

    Antworten
    • Marion 14. Oktober 2020

      Hallo Viktor,

      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar und das Teilen deiner Gedanken.

      Ich stimme dir zu: Wie viel Geld wir für Essen ausgeben, sollte nicht an erster Stelle stehen. Wichtiger sind Aspekte wie Auswahl und Qualität der Lebensmittel, Nachhaltigkeit und die Vermeidung von Ausbeutung und Tierleid.

      In dem Artikel wollte ich zwei Dinge zeigen:
      1. Vegane Ernährung muss nicht teuer sein, sondern kann (mit der richtigen Planung) gesund, lecker, abwechslungsreich und günstig gestaltet werden.
      2. Minimalismus lässt sich auch auf die Ernährung anwenden. Nur weil der Supermarkt voller spannender und köstlicher Sachen ist, muss ich diese nicht kaufen. Das ist für mich kein Verzicht, sondern Freiheit.

      Was du zu Nachhaltigkeit schreibst, regt zum Nachdenken an. In unserer Welt ist es wohl unmöglich, hunderprozentig nachhaltig zu leben. Mit unseren (Kauf-) Entscheidungen richten wir immer einen gewissen Schaden an. Was wir aber beeinflussen können, ist die Größe dieses Schadens. Also regionale Bio-Äpfel statt Bananen essen. :)

      Mit mehr als einer Woche Bratkartoffeln für 5 Euro unterbietest du mich deutlich. :D
      Interessant, dass ihr es nicht als Entbehrung empfunden habt, obwohl du schreibst, dass ihr von dem Geld (bzw. gar keinem) leben musstet.

      Herzliche Grüße
      Marion

      Antworten
    • Jana 15. Oktober 2020

      Lieber Viktor!
      Wundervoll geschrieben, danke dass du deine Gedanken mitteilst! In vielem finde ich mich auch wieder.
      Erst derjenige kann den Frieden verbreiten, der aufgrund seiner Lebensweise in sich selbst den Frieden gefunden hat. Jeder auf seine eigene Art und Weise. Wir sind unterschiedlich, haben aber alle in unserem innersten das gleiche Ziel, zufrieden und glücklich zu leben, und das zählt! :-)
      Viele Grüsse, Jana

      Antworten
  • Anja 14. Oktober 2020

    Hallo Marion,
    ein interessanter Anstoß und Artikel, um über einfache und leckere Gerichte
    nachzudenken. Ich rechne nicht den Geldwert jeder Mahlzeit aus, argumentiere
    bei Aussagen im Freundeskreis, dass vegan zu teuer sei, aber auch ähnlich wie du mit günstigen Grundnahrungsmitteln statt überteuerten veganen Fleischersatzprodukten. Mein Favorit hierzu sind Haferflocken (gibt es auch glutenfrei): günstig, bio, auf viele Arten süß oder herzhaft zuzubereiten, Papierverpackung, Eiweißquelle.
    Die 1 € Mahlzeit gelingt mit Haferflocken leicht.
    Viele Grüße
    Anja

    Antworten
    • Marion 14. Oktober 2020

      Hallo Anja,

      es freut mich, dass dir mein Artikel gefallen hat.

      Wenn ich nicht gerade Blogbeiträge schreibe, rechne ich auch nicht aus, wie viel mich meine Mahlzeiten kosten. ;)
      Ich finde es erstaunlich, wie hartnäckig sich der Mythos „vegan = teuer“ hält.

      Haferflocken gehören auch zu meinen absoluten Favoriten. Selbst ein Pilzrisotto habe ich schonmal mit Haferflocken gekocht. Und der Eiweißgehalt von fast 14 g / 100 g übertrifft sogar das gehypte Quinoa.

      Herzliche Grüße
      Marion

      Antworten
  • Markus 16. Oktober 2020

    Danke für den Gast-Artikel! Auch die Kommentare hier sind wie immer sachlich, freundlich, konstruktiv und regen zum nachdenken an. Herzhafte und süße Gerichte mit Haferflocken, mehr Grundnahrungsmittel (statt überteuerte vegane Fleischersatzprodukte) und Variationen der Nahrungsmittel sind nur einige Tipps, die ich gerne mitnehme.

    Antworten
    • Marion 16. Oktober 2020

      Hallo Markus,

      es freut mich, dass ich dir ein paar Tipps geben konnte.
      Ich stimme dir zu, die Diskussionskultur auf einfach bewusst ist wirklich toll! :)

      Herzliche Grüße
      Marion

      Antworten
  • Andrea 17. Oktober 2020

    Auf welchem Wochenmarkt bekommt man für 7 € 5 kg Gemüse, eine Knoblauchknolle und ein paar Pflaumen? Ich kaufe immer auf den Märkten der Region ein. Das ist hier absolut unmöglich.

    Antworten
    • Marion 21. Oktober 2020

      Hallo Andrea,

      ich habe das Glück, dass bei mir um die Ecke zweimal wöchentlich großer Wochenmarkt stattfindet. Dort gibt es sowohl „Edelgemüse“ als auch günstige Frischwaren. Ein Kilo Äpfel, Pflaumen, Zucchini, Zwiebeln oder Möhren für 0,80 € sind dort zur Zeit normale Preise.
      Ich habe auch schon festgestellt, dass es auf anderen Märkten recht teuer sein kann. Manchmal besorge ich Obst und Gemüse auch im türkischen Laden, im Bio-Supermarkt oder beim Discounter. Saisonale und regionale Produkte bekommt man eigentlich überall günstig.

      Herzliche Grüße
      Marion

      Antworten
  • Jutta Seehafer 17. Oktober 2020

    Liebe Marion,
    Ich habe deinen Beitrag mit Freude und Zustimmung gelesen. Ich selbst komme im Monat mit durchschnittlich 120 € für Essen und Trinken aus, allerdings ist da nicht mit eingerechnet, wenn ich mal in ein Café gehe oder ausnahmsweise auswärts esse. Dann nehme ich es auch nicht so genau mit rein pflanzlicher Kost, sondern nehme es so wie es kommt. Ich gebe also täglich ca 4 € aus. Allerdings rette ich auch manchmal Lebensmittel – bin also bei den Foodsharern – und „containere“ auch manchmal, bzw. ich klettere nicht in einen Container (und jetzt mit meinen 72 Jahren schon mal gar nicht mehr), sondern öffne schlicht und einfach die Biotonnen eines Biomarktes und werde oft fündig, z.B. mit Äpfeln, die kleine Stellen haben und die ich scheible und im Dörrgeröt trockne. Auf dem Markt kaufe ich mit Vorliebe Beutel (leider Plastikbeutel) mit Gemüse oder Obst vom Vortag. Dummerweise ist das immer sehr viel (meine Anregung, doch mal gemischte Beutel zu machen wurde leider nicht angenommen) und so kommen mir derzeit die Rote-Bete-Knollen schon zu den Ohren raus und ich muss aufpassen, dass die Möhren nicht einschrumpeln. Natürlich friere ich auch ein. Da ich alleine lebe und nicht gut lange stehen kann, koche ich unaufwendig, aber durchaus experimentierfreudig. Meistens schmeckt’s, wenn mal nicht so gut, esse ich es trotzdem. Worauf ich aber sehr achte, dass mir nichts verdirbt und ich nichts wegwerfen muss. Das passiert also ganz, ganz selten und wenn, dann weine ich fast….Und jetzt gucke ich mir mal deine Rezepte an!
    Mit liebem Gruß
    Jutta (Seehafer)

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    • Marion 21. Oktober 2020

      Hallo Jutta,

      es freut mich sehr, dass dir mein Beitrag gefällt.
      Ausgaben für Auswärtsessen und -trinken habe ich auch nicht miteingerechnet, das würde doch sehr knapp werden mit 3 Euro am Tag. ;)

      Dass es bei dir auf dem Markt Beutel mit Gemüse und Obst vom Vortag gibt, ist eine tolle Sache. Sowas müsste es hier auch geben. Bei einer Supermarktkette habe ich schon öfters gesehen, dass unansehnliches Obst und Gemüse verschenkt wird – und niemand nimmt es mit.

      Möhren halten sich übrigens ewig, wenn du sie in perforierten Plastiktüten im Kühlschrank aufbewahrst.

      Viel Spaß beim Kochen! :)

      Herzliche Grüße
      Marion

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  • Ingeborg KUNZ 18. Oktober 2020

    Ich halte einen solchen Beitrag für gefährlich. Es gibt genug magersüchtuge Menschen, die den geringen Kalorienbedarf als Maßstab nehmen könnten und ernsthaft sich schädigen…

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    • Marion 21. Oktober 2020

      Hallo Ingeborg,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Woher kennst du denn den Kaloriengehalt der Gerichte? Während des Lockdowns habe ich mit dieser Art von Ernährung ganze fünf Kilo zugenommen – und ich bin recht groß und sportlich ;)

      Herzliche Grüße
      Marion

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