10 Gründe von München nach Venedig zu gehen

10 Gründe von München nach Venedig zu gehen - Foto: Die Alpenüberquerer

Im letzten Sommer erfüllte ich mir den über zwanzig Jahre lang gehegten Traum von München nach Venedig zu gehen (genauer gesagt bin ich bereits in meinem Wohnort Forchheim gestartet). Es wurde eine der unvergesslichsten Reisen meines Lebens. Zum Zeitpunkt der Tour war ich 40 Jahre alt und hatte außer regelmäßigen Wanderungen im Mittelgebirge ewig keinen Sport gemacht. So jemandem traut man eine Alpenüberquerung gar nicht zu, oder. Immerhin müssen 550 Kilometer, 25.000 Höhenmeter und 1.000.000 Schritte bewältigt werden.

Doch wer einigermaßen fit ist, kann diese Tour über die Alpen konditionell schaffen. Den inneren Schweinehund muss man bei den vielen An- und Abstiegen allerdings besiegen können. Zudem sollte man die Gefahren im Hochgebirge nicht unterschätzen. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind Voraussetzung, ein paar Probetouren in den Alpen dringend anzuraten.

Es gibt reichlich Gründe, diese einen guten Monat dauernde Wanderung zu machen. Auf zehn davon gehe ich näher ein.

1. München

München zählt zu den schönsten Großstädten Deutschlands. Hier eine Fernwanderung zu beginnen, bietet sich nicht nur deswegen an. Die Anfahrt mit der Bahn gestaltet sich problemlos, der Marienplatz – der Startpunkt der Tour – ist vom Hauptbahnhof in wenigen Minuten zu erreichen und zur Isar, der der Wanderer die ersten Tage flussaufwärts folgt, ist es auch nur ein Katzensprung.

2. Minimalismus

Wer jemals Venedig erreichen möchte, muss sich auf das Wesentliche beschränken. Man kann nur das Nötigste mitnehmen, denn man trägt die gesamte Ausrüstung auf dem Rücken. Tagsüber gilt es die Etappe zu bewältigen, nach Ankunft auf der Berghütte sich zu regenerieren. Kommunikation mit den Daheimgebliebenen ist nur eingeschränkt möglich. Minimalismus bedeutet, sich vom Ballast des materiellen Überflusses, von negativen Beziehungen und unnötigen Verpflichtungen zu trennen. Diese Einfachheit ist in unserem komplizierten Alltag meist unbekannt. Auf dieser Fernwanderung wird man sie erleben und als befreiend empfinden.

3. Nachhaltigkeit

Die Stadt hinter sich lassen, sich an der frischen Luft bewegen, malerische Landschaften genießen: Der Trend zum Natururlaub wächst. Umwelt- und sozialverträglich ist dieser aber per se nicht. Die Wanderung von München nach Venedig kann eine nachhaltige Reise werden. Die Beine sind das Fortbewegungsmittel mit den geringsten CO2-Emissionen. Da der Ausstoß des zur Erderwärmung beitragenden Treibhausgases bei Flügen sehr hoch ist, sollten sowohl An- als auch Rückreise mit der Bahn oder dem Bus erfolgen. Auch der Verlockung, Anstiege mit der Seilbahn zu überbrücken, kann man widerstehen, wenn genügend Kraft in den Beinen steckt. Wer schließlich Fauna und Flora schützt, indem er die ausgewiesenen Pfade nicht verlässt, hat in Sachen Nachhaltigkeit vieles richtig gemacht.

4. Die Alpen

Nacheinander überschreitet der München-Venedig-Wanderer das Karwendelgebirge, die Tuxer Alpen, die Zillertaler Alpen und die Dolomiten. Der Weg wird ihm sein Leben lang in Erinnerung bleiben. Die Alpen müssen sich in Sachen Schönheit, Faszination und Vielfalt vor keinem Gebirge der Welt verstecken, auch wenn andere weit höher aufragen.

10 Gründe von München nach Venedig zu gehen - Foto: Abstieg vom Schlaukarsattel

5. Begegnungen

Begegnungen mit Menschen sind das Salz in der Suppe jeder Fernwanderung. Zwischen Marienplatz und Markusplatz trifft man auf Hüttenwirte, Bergbauern, Dorfbewohner und andere Einheimische. Eine richtige Beziehung kann man jedoch nur zu den Wanderern aufbauen, die ebenfalls auf dem Traumpfad München-Venedig unterwegs sind. Immer wieder sieht man bekannte Gesichter. Man läuft tagsüber zusammen ein Stück des Weges oder teilt sich abends einen Tisch auf der Berghütte. Durch die gemeinsame Passion kommt man schnell ins Gespräch. Herkunft, gesellschaftliche Position und Generation spielen keine Rolle. Die Atmosphäre in den Alpen ist sowieso sehr gemeinschaftlich. Man hilft sich gegenseitig mit Pflastern aus, diskutiert über das Wetter der kommenden Tage und läuft gefährliche Abschnitte zusammen. Nanni und Johann, ein Pärchen auf Hochzeitsreise, sah ich zum ersten Mal kurz hinter München. Obwohl wir uns nicht verabredeten, trafen wir uns in den nächsten vier Wochen regelmäßig. Mehrmals liefen wir tagelang miteinander, gingen durch Dick und Dünn, trennten uns und standen später freudig überrascht wieder voreinander.

6. Entdeckung der Langsamkeit

Die heutige Zeit ist von Schnelllebigkeit und Reizüberflutung geprägt. Unter der Woche sind wir auf der Arbeit stark beansprucht, stopfen aber auch unsere Freizeit mit Hobbys und Terminen voll. Am Samstag machen wir den Konsumterror mit, anstelle innezuhalten. Am Sonntag sitzen wir vier Stunden im Auto, um zwei Stunden durch die Natur zu hetzen. Diesem Unsinn kann man – zumindest auf Zeit – entsagen, indem man so langsam wie möglich und so schnell wie nötig nach Venetien wandert. Ich bin davon überzeugt, dass es uns besser gehen würde, wenn wir mehr gingen.

7. Gewichtsreduktion

Eigentlich ist es ganz einfach abzunehmen. Man führt dem Körper weniger Energie in Form von Essen und Trinken zu, als durch Grundumsatz und Bewegung verbraucht werden. Wie schwer das in unserem vom Verharren geprägten Alltag ist, weiß jeder. Umso schneller purzeln die Pfunde auf dem Traumpfad München-Venedig. Bei täglich durchschnittlich 20 Kilometer Wegstrecke, 1.000 Höhenmeter Aufstieg und 1.000 Höhenmeter Abstieg verbraucht man derart viele Kalorien, dass diese über die Nahrungsaufnahme kaum ausgeglichen werden. Ich verlor mit dieser “Wunderdiät” mehr als fünf Kilogramm Körpergewicht.

8. Gesundheit

Bewegung an der frischen Luft hat nachweislich gesundheitsfördernde Wirkung auf Körper und Geist. Sie vermindert das Risiko an Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes und Depressionen zu erkranken. Der Wanderer freut sich über mehr Fitness, mehr Glücksgefühle und mehr Lebenserwartung. Nach meiner Rückkehr fühlte mich so gesund wie seit einer Ewigkeit nicht mehr. Dieses neue Lebensgefühl wollte ich nicht mehr verlieren. Nach acht Jahren Pause begann ich wieder mit dem Basketballspielen und zum ersten Mal in meinem Leben schnürte ich regelmäßig die Laufschuhe.

9. Selbstvertrauen

Wer zu Fuß von München nach Venedig läuft, vollbringt Außergewöhnliches. Zurecht steht der Ankömmling stolz auf dem Markusplatz. Mein Selbstvertrauen war in jedem Fall viel größer als ein paar Wochen zuvor, als ich voller Zweifel startete. Dieses gewonnene Selbstvertrauen verleiht einem auch nach der Rückkehr Flügel. Wer es über die Alpen schafft, sollte doch die Herausforderungen im Alltag mit links bewältigen. Für überfällige Veränderungen kann nun der richtige Zeitpunkt sein. Was ich schon lange ahnte, wurde unterwegs Gewissheit: Ich lasse in Zukunft das ungeliebte Programmieren sein und mache mich als freier Autor selbstständig.

10 Gründe von München nach Venedig zu gehen - Foto: Gondeln in Venedig

10. Venedig

Nach über vier Wochen auf dem Markusplatz anzukommen, ist das Finale Grande einer an Höhepunkten reichen Wanderung. Trotz Touristenmassen und Problemen mit verfallenden Palästen und häufigen Überschwemmungen gilt Venedig als eine der schönsten Städte der Welt. Zum Glück ist La Serenissima („die Durchlauchtigste“) weitläufig genug. So findet sich abseits des Besucherstroms sicher eine schöne Piazza, auf der man in Ruhe auf die ereignisreiche Alpenüberquerung zurückblicken kann.

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{ 59 Kommentare }

  • Anneken 19. Januar 2013

    sowas wäre auch schon immer mein Traum. Habe es aber nie gemacht und bin jetzt zu alt und nicht mehr fit genug
    Schön das du es geschafst hast.
    LG Anneken

    Antworten
  • Andreas Kaiser 19. Januar 2013

    Hi Christof! Schön beschrieben! Ein Erlebnis das auch prägt und ich nicht missen will. und bis ins Frühjahr in der Fränkischen Schweiz! Gruß Andreas

    Antworten
  • Frau DingDong 20. Januar 2013

    Wow, tolle Leistung! Da kriegt man richtig Lust, dass auch mal zu machen!!!

    Antworten
  • Christof Herrmann 20. Januar 2013

    Danke für Euer Feedback. Würde mich freuen, wenn ich dem einen oder anderen damit einen Floh ins Ohr gesetzt habe.

    Wer den Traumpfad München-Venedig auch schon gelaufen ist, kann hier gerne noch seinen Grund nennen, warum man dies tun sollte.

    Antworten
  • Martin Bruns 20. Januar 2013

    Hallo Christof,

    ein wirklich schöner 10 Punkte Plan. Man könnte meinen es sind die 10 Gebote. ;)

    Ich habe deshalb auch mein Auto mit Wohnwagen verkauft und fahre jetzt fast alles mit Rad, Bus oder Bahn. Gut, ab und zu auch mit dem Auto, zusammen mit meiner Freundin, aber die Rad- und Wandertouren kommen nicht zu kurz.

    Dieses Jahr ist noch eine mehrtägige Wandertour evtl. Hermannsweg und dann noch eine Radtour Regensburg-Wien angesagt. Wir sind beide noch im Berufsleben, 58 und fast 59J
    aber noch sehr fit, haben noch Kinder im Haus und sind deshalb zweitlich gebunden. Kannst ja mal auf meine Webseite sehen. Aber die wird z.Z. nicht mehr ausgiebig gepflegt. Vielleicht später wieder.

    Deine Tour finde ich auch sehr schön. Ich hoffe, das wir noch lange fit bleiben und auch mal längere Touren erwandern.
    Viele Grüße aus dem hohen Norden

    Antworten
  • Christof Herrmann 21. Januar 2013

    Martin, dann wünsche ich Euch viel Spaß auf den beiden einfachen und bewussten Touren heuer (den Her(r)mannsweg sollte ich vielleicht auch mal in Angriff nehmen ;-))!

    Vielleicht ist der Traumpfad München-Venedig in ein paar Jahren, wenn Ihr nicht mehr arbeitet, etwas für Euch. Der ältere Herr oben im ersten Foto machte die Alpenüberquerung direkt nach seiner Pensionierung.

    Antworten
  • Reinhard Wagner 22. Januar 2013

    Hallo Christof,
    als dein Wanderfreund vom Traumpfad (der frisch pensionierte „ältere Herr auf dem Foto oben) kannn ich deine „10 Gründe“ nur voll bestätigen. Es war das tollste Wandererlebnis meines Lebens und ich wandere schon 40 Jahre lang. Ich weiß nicht, ob dieses Erlebnis mit meinem bald beginnenden Jakobsweg zu toppen ist. Wahrscheinlich wird er einfach nur anders sein … aber auch viele Gemeinsamkeiten haben.

    Liebe Grüße

    Reinhard

    Antworten
    • Birgit Neßler 9. Juni 2016

      hallo reinhardt,
      du bist ja nun auch den jakobsweg gepilgert. Ich bin diesen im Frühjahr 2013 gegangen. 30 Tage durchgelaufen, im Durchschnitt 25 Km/Tag, von Pamplona nach Santiago de Compostella. 1 Tag Sightseeing und dann noch zum Atlantik hoch über Fisterra nach Muxia.
      Ich möchte 2017 gern über die Alpen von München nach venedig gehen. Aber ich bin der absolute Flachländer. Die 3 Pässe auf dem Jakobsweg haben mir eigentlich voll und ganz gereicht. meinst du ich könnte es 2017 trotzdem wagen? Immerhin rauben die Berge doch viel mehr Kraft und Kondition als der Jakobswegetappen. LG birgit

      Antworten
      • Christof Herrmann 10. Juni 2016

        Hallo Birgit,

        ich glaube nicht, dass Reinhard seinen dreieinhalb Jahre alten Kommentar hier im Blick hat. Du kannst ihn aber über seinen Jakobsweg-Blog kontaktieren.

        Ich bin ja selbst vier mal über die Alpen gewandert (1x München – Venedig, 3x Alpenüberqeurung Salzburg – Triest) und würde Dir empfehlen, zunächst ein paar Tage in den Alpen Urlaub machen, um auf Tagestouren herauszufinden, ob Du schwindelfrei und trittsicher bist. Auf einer Alpenüberquerung wirst Du Dich auf viele An- und Abstiege einstellen müssen, täglich im Schnitt rund 1000 Höhenmeter im Aufstieg und 1000 Höhenmeter im Abstieg.

        Viele Grüße

        Christof

        Antworten
  • Christof Herrmann 23. Januar 2013

    Hallo „älterer Herr“ ;-)

    Schön von Dir hier zu lesen! Ich denke Du teilst mit mir den minimalistischen Gedanken, dass nicht alles getoppt werden kann und nicht alles immer weiter, schneller, höher und mehr sein muss. Deswegen bin ich mir sicher, dass Dir der Jakobsweg viel Freude bereiten wird. Auf dem spanischen Jakobsweg sollen ja die unterschiedlichsten Menschen aus aller Herren Länder laufen. Das dürfte ein Unterschied zur Alpenüberquerung sein, wo man doch meist auf deutschsprachige Mitwanderer traf.

    Komm gesund zurück,

    Christof

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  • Bergsprinter 23. Januar 2013

    Lieber Christof,

    die Reise über die Alpen war eine unvergessliche Zeit und genauso bereichernd war die kurze Strecke, die wir zusammen gegangen sind. Noch strebe ich nach „Höher schneller weiter“ und hoffe im Sommer die Meeresenge von Messina aus eigener Kraft im Wasser zu überwinden.

    Viel Erfolg mit deinem beruflichen Wandel, auch das ist eine Herausforderung!

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  • Sebastian 24. Januar 2013

    Ich wusste nicht, dass man von München nach Venedig gehen kann. Das klingt sehr interessant! Gibt es im Web mehr Infos dazu? Oder ein Buch? Erst verdamme ich den papiermüll aus meinem Briefkasten und dann gehe ich nach Venedig. Hahaha…

    Antworten
    • Christof Herrmann 24. Januar 2013

      @Bergsprinter Wünsche ich Dir einen wunderschönen Weitermarsch! Willst Du über die Meerenge schwimmen!? Ich fand es schon auf der Fähre gefährlich ;)

      @Sebastian Im Web wirst Du sicher etwas finden. Ich kann zur Einführung http://www.muenchen-venedig.net empfehlen. Auf der oben verlinkten Facebook-Seite kannst Du meine Fotos von der Tour anschauen und die Berichte lesen, die ich jeden Abend geschrieben habe. Zur Einstimmung passt sicher das Buch „Mit zwei Elefanten über die Alpen: Eine Familie wandert von München nach Venedig“ von Gerhard von Kapff. Unterwegs war ich mit dem „Rother Wanderführer München – Venedig“ sehr zufrieden.

      Antworten
  • Nina 26. Januar 2013

    Wow, ich bin ehrlich beeindruckt. Darüber muss und werde ich nun lange nachdenken. Ich halte mich eigentlich für einen mutigen Menschen – aber das würde ich mir nicht zutrauen.
    Glückwunsch zu der Erfahrung!
    Beste Grüße von Nina

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  • Travel Nerd 26. Januar 2013

    Ja, München-Venedig ist phantastisch. Bin ihn mit meiner Freundin zusammen mit einem Zelt gelaufen. Und ja, die Alpen können was.

    Was das Abnehmen anbetrifft kenne ich noch eine gute Alternative. Ich war im November mit dem Fahrrad in Chile und Bolivien unterwegs (Anreise ist nicht wirklich nachhaltig, vor Ort dann natürlich schon). Da habe ich 10kg in 4 Wochen abgenommen. Und das, obwohl ich immer bis zum Anschlag gegessen habe. Aber der ständige Gegenwind und Schotterpiste saugen die Kalorien nur so auf. Absolut zu empfehlen. Und wenn Du noch nicht überzeugt bist, schau einfach ein paar Bilder von dem Trip an….

    http://www.travelnerd.eu/de/photosaltiplano.html

    Antworten
  • Christof Herrmann 27. Januar 2013

    Klasse Bilder, Travel Nerd! Eine Tour an den mit Gegenwind „gesegneten“ Küsten Deutschlands dürfte aber einen ähnlichen Abnehmeffekt haben ;)

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  • Heinz 29. Januar 2013

    Hallo,
    habe euch schon bei der Erdumrundung per Rad immer wieder gerne im Web besucht. Überwältigend, ebenso wie Deine Wanderung nach Venedig.
    Mir reicht, wenn Du das stellvertretend für mich tust, ich reise in Gedanken immer wieder gerne mit.
    Herzliche Grüße aus Aachen!

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  • Heidi 3. Februar 2013

    Hallo Christof, zufällig bin ich über deinen Blog gestolpert :) und nun, nachdem ich Einiges gelesen habe, sehr beeindruckt über deinen Mut aus der „Komfortzone“ herauszutreten und dich dem DIR essenziellen Lebensinhalten zu widmen!! Ich selbst bin München – Venedig in 2004 gewandert und bin 2010 und 2012 mit dem Rad über die Alpen. Fazit für mich ist, dass das Wandern das wirklich Nachhaltige ist. Denn durch die „Langsamkeit“ des Gehens, stellt sich nach m. E. ein ganz andere „Reinigungsprozess“ in den Gedanken ein. Deshalb kann ich es Jeden nur empfehlen, auch Denjenigen die vll. zaudern. Niemand kann Dir sagen in welcher Zeit und welche Strecke Du in dieser Zeit bewältigen musst. Dein Thempo ist der Maßstab der Dinge! Viele Grüße, ebenfalls aus Franken, Heidi

    Antworten
  • Nadine 3. Februar 2013

    Wie immer Daumen hoch Christof! Mein Plan steht für Juli und die Vorfreude steigt :-).

    Antworten
  • Markus 3. Februar 2013

    Super zusammengefasst! Ich bin auch im letzten Jahr den kompletten Weg gelaufen und habe bis auf die Busumgehung der Schiara alles zu Fuß zurückgelegt. Die meisten, die ich getroffen habe, sind leider entweder nur einen Teil gegangen oder haben zwischendurch auf den Bus oder die Seilbahn zurückgegriffen. Dabei finde ich es besonders wichtig, sich nicht selbst zu betrügen, und sich stattdessen zu zeigen, dass man vieles erreichen kann, wenn man es wirklich will. Das stärkt einen auch danach im Beruf.

    Als Schreibtischtäter war ich leider oft zu träge, Sport zu machen. Die 20 Jahre älteren Weggefährten haben mir aber klargemacht, dass ich auch in der Zukunft und besonders im Alter fit sein möchte. Seitdem treibe ich regelmäßig Sport. Zurückblickend war das für mich der wichtigste Punkt.

    Antworten
  • Udo 3. Februar 2013

    Bin ebenfals den Traumpfad gegangen. Alledings auf drei Etappen. 2010 von München bis Hall in Tirol / 2011 von Wattens nach Vintl / und 2012 von Vintl bis nach Venedig.Sollte ich jemals in einem Sommer etwas mehr Urlaub bekommen, werde ich diesen Pfad noch einmal an einem Stück wandern. Das schlimmste Problem an diesen Etappen, war die Neugier auf das was als nächstes kommen würde. Und ich mußte immer ein Jahr darauf warten, bis ich meine Neugier befriedigen konnte. Aber es stimmt schon. Es ist ein sehr schönes Erlebnis. Lanschaftlich, menschlich und emontional . Viele schöne Eindrücke , Abenteuer und jede Menge anderer Menschen die sich den gleichen Weg vorgenommen haben. Interessante Hütten und Schlafplätze von denen jede fast eine eigene Beschreibung wert war. Viele Pflanzen und wunder schöne Wege bzw Pfade anstrengend manches Mal aber dennoch im warsten sinne des Wortes Atem beraubend.Es lohnt sich auf alle Fälle diesen Weg zu gehen. Kann ich nur jeden empfehlen. Und wer nicht so viel Urlaub bekommt oder hat, der sollte diesen Weg in Etappen gehen.Und wirklich gehen. auch an den Etappen an denen man auch öffentliche Verkehrsmittel nehmen könnte.Die letzten Kilometer von Punta Sabbioni nach Venedig kann man sich dann genüßlich über das Wasser tragen lassen und die Einfahrt nach Venedig genießen.

    Antworten
  • Christof Herrmann 3. Februar 2013

    Die Resonanz auf diesen Artikel ist ja überwältigend. Danke Euch allen für die geschilderten Eindrücke. Dieser Weg verbindet die Menschen, wenn ihn auch jeder auf seine Art erlebt. Ich bin auch den kompletten Weg gelaufen (inkl. Schiara-Ostumgehung auf einem verlassenen Pfad mit einem fluchenden Iren („Damn fucking forest climb“)). Empfehle möglichst viel selbst zu gehen. Allerdings möchte ich denen, die aus konditionellen oder zeitlichen Gründen ab und zu mit dem Bus und der Bergbahn abkürzen, die Freude nicht nehmen und deren Leistung nicht schmälern. Bekanntlich führen viele Wege nach Venedig ;)

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  • Gerhard von Kapff 16. Februar 2013

    Hallo zusammen,
    Gründe, München-Venedig zu laufen, gibt es viele. Manchmal ist es nur die Neugier, welche Landschaft sich fernab der Fernstraßen befindet, für Viele ist die Tour die im wahrsten Sinne naheliegendere Variante zum Jakobsweg. Denn zur Ruhe kommen kann man auch hiert – ganz abgesehen davon, dass die landschaftlichen Reize vielfältiger sind.

    Ich bin mit der Familie, also meinen beiden Jungs (8 und 10) sowie meiner Frau am Marienplatz losgelaufen. Auch ich hatte nicht nur einen Grund. Es war ein Lebenstraum, einmal über die Alpen zu laufen. Einfach, weil ich Lust dazu hatte, aber auch aus dem sportlichen Gedanken, ob uns diese Herausforderung als Familie gelingt (oder ob wir uns nur streiten). Ist aber nicht passiert: Der erste Schritt ist der Schwerste, auch für die Jungs. Und dann wird die Faszinatinon jeden Tag noch ein bisschen größer. Und weil so Väter eben auch immer ein bisschen pädagogisch denken (müssen), wollte ich den Jungs zeigen, dass auch scheinbar Unmögliches gelingen kann, wenn sie nur wirklich wollen.
    Ich kann jedenfalls jedem raten, diese wunderbare Tour anzupacken. Inzwischen folgen immer mehr Familien den Spuren unseres Buches, und – was mich besonders freut – auch immer mehr Senioren. Schließlich ist ihr Argument schlüssig: „Wenn die das mit den Kindern schaffen, können wir das auch.“ Recht habt ihr, plant wie wir die Etappen ein wenig kürzer: Und jetzt rein in die Wanderstiefel!
    Viele Grüße auch an Christof, den ich bei einem Treffen auf seinem Weg als richtig klasse Typen kennengelernt habe, Gerhard von Kapff

    Antworten
  • barbara 18. Februar 2013

    Moin, aus dem Norden, kann man die Tour auch alleine laufen, wo findet man Kontakt zu Gleichgesinnten? Mein Traum ist es im Mai 2014 über die Alpen zu wandern! Ja, Gründe gibt dafür es reichlich.
    Viele Grüße und Danke für die 10 Gründe, die mich nochmals aufgerüttelt haben!
    Barbara

    Antworten
  • Christof Herrmann 18. Februar 2013

    @Gerd
    Danke für die Blumen und Deinen Eindruck zur Alpenüberquerung. Finde es immer noch toll, dass Ihr es als Familie geschafft habt. Das schweißt sicher auch für die Zeit danach zusammen.

    @Barbara
    Klar kann man alleine laufen, machen auch viele, wie ich im letzten Jahr. Man sollte halt die Berge nicht unterschätzen und schon mal in den Alpen gewesen sein. Unterwegs findet man schnell Anschluss. Ich bin etwa 2/3 der Zeit mit anderen gelaufen (meist mit der Gruppe oben im Foto) und 1/3 alleine (weil ich auch mal für mich sein wollte). Im Mai wirst Du den Weg allerdings kaum angehen können. Im Karwendel gehts ja schnell auf fast 3.000 Meter hoch und umgehen kann man auch nicht alles. Kauf Dir am besten den oben in den Kommentaren verlinkten Rother Wanderführer. Da steht auch was zur Reisezeit („In der Regel ist der komplette Weg von Mitte Juli bis Mitte September gut begehbar.“) drin. Mehr Infos findest Du u. a. auf folgenden Seiten, evtl. auch Gleichgesinnte (aber wie gesagt, Du wirst unterwegs genügend Leute kennenlernen, die auch den Weg gehen):
    http://www.muenchenvenedig.de (Seite von Eva-Maria Troidl und Stefan Lenz, die ein Buch im Bruckmann-Verlag geschrieben haben; da gibt es auch ein Forum)
    http://www.muenchen-venedig.net (informative Seite mit tollen Bildern der beiden Vortragsreisenden Petra und Gerhard Zwerger-Schoner)
    http://www.muenchenvenedig.com (das ist die Seite von Gerd, der den Kommentar vor Dir und das weiter oben erwähnte Buch schrieb)
    https://www.facebook.com/forchheimvenedig (meine Facebook-Seite von der Tour im letzten Jahr, mit je einem Tagesbericht von unterwegs und ein paar Fotos)

    Antworten
  • Hirbelino 21. Mai 2013

    Danke für den schönen Bericht, und ich stimme ABSOLUT zu!!! Genau diese Gründe treiben mich auch um… Bin nur leider überhaupt nicht schwindelfrei – wenns direkt steil runtergeht werde ich unsicher… Kann man den Traumpfad dann trotzdem begehen (evtl mit Umgehungen), oder muss ich mich dann eher an den wohl eher sehr einfachen Goetheweg von München nach Verona machen?

    Vielen Dank nochmal für die website, und für jeden Tipp!!

    Besten Gruss,
    Hirbelino

    Antworten
  • Christof Herrmann 22. Mai 2013

    Danke für Dein Lob! Wenn Du „überhaupt nicht schwindelfrei“ bist, rate ich Dir vom Traumpfad München – Venedig ab. Da sind doch einige Passagen dabei, die versichert sind und für die Schwindelfreiheit und Trittsicheit nötig sind. Alle umgehen kann oder will man nicht. Bin selbst zwar auch nicht 100 % schwindelfrei, aber zumindest einigermaßen, so dass ich den Weg mit einigen Mühen geschafft habe. Bin gerade dabei ein kostenloses PDF über meine Alpenüberquerung zusammenstellen, das ich im Juni hier auf meinem Blog zur Verfügung stelle. Vielleicht kannst Du Dir damit ein besseres Bild machen, was Dich unterwegs erwartet. Denke es ist eine gute Idee, dass Du erst mal den Goetheweg läufst. Wenn Du da keine Probleme hast, kannst Du Dich ja „hocharbeiten“.

    Viele Grüße aus Franken,

    Christof

    Antworten
  • Mario 28. Juni 2013

    Hallo Christof,
    wir sind ein junges Paar, das kurz vor dem Ende des Studiums steht. Bevor es für uns in den Berufsalltag geht, ist es unser Traum die Alpen zu überqueren. Wir haben uns schon informiert und finden verschiedene Angebote… Doch uns sagt alles nicht 100% zu. Wir wollen von München nach Venedig, aber nicht nur in 12 Tagen und vieles mit dem Zug zurücklegen, sondern Minimum vier Wochen und so viel wie möglich zu Fuß. Du schreibst auch von vier Wochen und scheinst gute Erfahrungen gemacht zu haben. Wir würden uns freuen, wenn du uns ein paar Informationen geben könntest, über welchen Anbieter du gebucht oder individuell die Tour geplant hast.
    Vielen Dank im Voraus!
    Mario und Aileen

    Antworten
  • Christof Herrmann 28. Juni 2013

    Hallo Mario und Aileen,

    wusste gar nicht, dass man Teilstücke des Traumpfads (inkl. Gepäcktransport?) buchen kann.

    Bin auf eigene Faust und jeden Meter nach Venedig gelaufen. Habe bis auf paar Ausnahmen nichts vorgebucht. Kein Hüttenwirt wird Euch in den Bergen in die Dunkelheit schicken. In der Regel ist im Schlafsaal noch eine Ecke frei. Nur einmal war alles voll und musste ich im Notlager schlafen (wo ich allerdings herrlich schlummerte, da ich der einzige dort war :)).

    Schaut Euch doch die Fotoimpressionen und das E-Book von meiner Alpenüberquerung an. Da müssten viele Fragen beantwortet sein. Weiter oben in den Kommentaren findet ihr ergänzend Linktipps. Zudem kann ich den Rother Wanderführer „Traumpfad München-Venedig“ auch zur Vorbereitung und Einstimmung empfehlen. Falls dann noch was unklar ist, könnt ihr mir gerne mailen.

    Prinzipiell solltet ihr schon mal in den Bergen gewesen sein und trittsicher und einigermaßen schwindelfrei sein. Genügend Kondition vorausgesetzt könnt ihr den Weg in vier bis fünf Wochen schaffen.

    Ich fands unvergesslich, so genial sogar, dass ich diesen Sommer auf eigener Route von Salzburg nach Triest laufen möchte.

    Viel Spaß beim Träumen vom Traumpfad,

    Christof

    Antworten
  • Thomas 30. Juni 2013

    Hallo, ich habe es gerade versucht von München nach Venedig zu wandern. Leider machte mir das Wetter der letzten Tage einen Strich durch die Rechnung. Es lag noch Schnee und es fiel noch Schnee. Auf der Etappe zur Olperer Hütte sogar 60cm Schnee. Umweg mit der Bahn und dann von Pfunders weiter, aber nach der Schlüterhütte ging es wieder wegen Schneefalls nicht weiter, hier waren es nur 30cm. Schweren herzens entschloss ich mich die Wanderung abzubrechen. Denn einen Weg über Straßen und Fahrradwege wollte ich nicht mehr gehen. Ich werde es nächstes Jahr noch mal versuchen. Ein zu schöner Weg mit vielen tollen Bildern und Kontakten die man mitgenommen hat.
    Drei Tipps habe ich, nicht zuviel Gepäck mitnehmen, wer es nicht gewohnt ist 10-12 Kg 6-8 h auf dem Rücken zu tragen sollte die üben. Aber nach einer Woche stört einen das nicht.
    Öfters mal einen Tag zur Erholung einpflegen, das hilft ungemein. Und zu gute Letzt : nicht alle Hütten vorbuchen, das ist nicht nötig, es langt ein bis zwei Hütten vorher zu reservieren auch am WE. Es gibt zuviele, die Buchen mehrere Hütten und kommen dann garnicht!!

    Antworten
  • Christof Herrmann 1. Juli 2013

    Hallo Thomas,

    das tut mir wirklich leid, dass Du abbrechen musstest. Umso toller finde ich es, dass Du es nächstes Jahr nochmal probierst. Ich würde möglichst später im Jahr starten. Im Rother Wanderführer steht „In der Regel ist der Weg von Mitte Juli bis Mitte September gut begehbar“. Ich hatte im letzten Jahr sogar im August noch Restschnee beim Abstieg vom Schlauchkar, was aber kein Problem war.

    Deine Tipps sind klasse. Habe letztes Jahr praktisch keine Hütte vorgebucht. Ein Platz im Lager oder Notlager (ist mir nur einmal passiert und habe herrlich geschlafen dort) ist immer. Kein Wirt wird den müden Wanderer weiterschicken. Für meine diesjährige Alpenüberquerung wander ich als Vorbereitung möglichst oft mit meinen Bergstiefeln UND vollem Gepäck auf dem Rücken.

    Gruß,

    Christof

    Antworten
  • Michael 2. Juli 2013

    Habe 2011 die Wanderung mit meinem Freund Benno vom Grödnerjoch bis Venedig absolviert. Dieses Jahr im August gehen wir von München bis zum Grödnerjoch. Wir sind beide über 70 und es war für uns beide ein überwältigendes Erlebnis. Dein Bericht ist beeindruckend und ich habe ihn auf mein E-book runtergeladen. Viele Grüße aus Berlin

    Antworten
  • Christof Herrmann 2. Juli 2013

    Mit über 70 noch über die Alpen zu marschieren, ist aber auch beeindruckend! Wünsche Euch auch diesmal ein überwältigendes Erlebnis! Vielleicht magst nach Rückkehr an dieser oder anderer Stelle kurz berichten.

    Viele Grüße,

    Christof

    PS: Konntest Du mein PDF auf Deinem E-Book-Reader problemlos lesen?

    Antworten
  • Manfred 3. Juli 2013

    Hallo Christof,
    ich möchte die Tour München-Venedig (Start in Bad Tölz) im August
    machen.Ich plane alleine mit meinem Hund (Bordercollie) zu gehen. Hast Du Hundebesitzer getroffen und Infos zu diesem Thema? Was sagen die Hüttenwirte?
    Vielen Dank im Voraus. Manfred

    Antworten
  • Christof Herrmann 4. Juli 2013

    Hallo Manfred,

    habe leider keine München-Venedig-Wanderer kennengelernt, die mit Hund unterwegs war. Ich weiß aber, dass es schon welche gemacht haben. Im Internet findest Du sicher ein paar Infos. Manche Wegabschnitte sind halt sehr ausgesetzt und teils auch versichert (Schlauchkar usw.). Zudem habe ich gelesen, dass Hunde auf vielen Hütten nicht wirklich willkommen sind. Deswegen nehme manche zur Sicherheit ein Zelt mit. Ist aber alles gefährliches Halbwissen meinerseits ;-) Du könntest Annika und Reinhard (Tochter und Vater) kontaktieren. Bin letztes Jahr lange mit ihnen gewandert und dieses Jahr sind sie mit Hund nach Santiago Compostella gepilgert. Sie können vielleicht einschätzen, ob eine Alpenüberquerung mit Hund Sinn macht.

    Viele Grüße aus der Fränkischen,

    Christof

    Antworten
  • Thomas 21. Juli 2013

    So, nach kurzer Pause hab ich die Wanderung vollendet! Bin diese Woche in Belluno angekommen und kann nur jedem empfehlen diesen Weg zu gehen! Tolle Berge, schöne Aussichten und viele nette Leute kennengelernt!!! Mehr geht nicht. Die Zeit ab Mitte Juli ist definitiv besser. Trotzdem lag an vielen Stellen noch sehr viel Schnee!!!

    Antworten
  • Martina 25. Juli 2013

    Das hört dich ja gut an und ist etwas, was ich schon länger im Kopf gabe. Aber ich habe grossen Respekt vor der Alpenwanderung , da ich keine Erfahrung im Bergsteigen habe… Deshalb zögere ich noch … Wie fit muss man klettertechnisch sein und Höhenangstfrei ???

    Antworten
  • Christof Herrmann 26. Juli 2013

    @Thomas
    Schön, dass Du gesund Belluno erreicht hast und ähnlich positive Erfahrungen wie ich gemacht hast. Die restlichen Etappen nach Venedig hast Du Dir offensichtlich gespart.

    @Martina
    Man sollte körperlich fit, trittsicher und ausreichend schwindelfrei sein. Ich rate zunächst ein paar Tage in den Alpen zu wandern und nicht ohne Bergerfahrung aufzubrechen. Richtiges Bergsteigen und Klettern mit Ausrüstung erwartet einem auf dem Traumpfad aber nicht (mal ausgenommen den Schiara Klettersteig, den man aber umgehen kann). Um Dir ein Bild von der Alpenüberquerung zu machen, kannst Du auch die Kommentare oben sowie meine diversen Blogbeiträge inkl. E-Book lesen.

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  • jan 27. Juli 2013

    … und wir werden am 02.08.13 starten, allerdings in diesem Urlaub nur bis Alleghe. Unsere Chefs vergeben nur 3 Wo. Urlaub. In 2012 sind wir in 49 tagen von der dänischen Grenze bis Salzburg gegangen. Wir starten jetzt in Icking, von einem Rastpunkt der letzjährigen Tour.
    Konditionell sollten wir es hinkriegen, aber für einen Friesen ist das ganz schön hoch.
    wir freuen uns drauf.

    Jan und Christine

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  • Christof Herrmann 28. Juli 2013

    Dann sind Eure Chefs aber noch nie auf dem Traumpfad München-Venedig gewesen ;-)

    Wünsche Euch viel Spaß und kommt gesund und munter zurück!

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  • Peter Leymann 4. November 2013

    Ein Traum , den ich nur in Abschnitten schaffen werde. Mein Opa aus Berlin ist 1908 diesen Weg bis Capri gewandert . Er hat mir ein Tagebuch und Postkarten hinterlassen mit den Orten und Preisen für Essen und Unterkunft. Ich habe ihn nicht mehr kennen gelernt. Zur Langkoffelhütte in den Dolomiten bin ich rauf ,dort war er zu Mittag. Ein paar Orte möchte ich noch besuchen

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  • Christof Herrmann 5. November 2013

    Hallo Peter,

    das klingt nach einer spannenden Spurensuche. Auf welcher Route war Dein Großvater denn damals unterwegs? Den Traumpfad München-Venedig hat Ludwig Graßler ja erst in den 1970er Jahren ausgetüftelt. Vielleicht magst Du nach Deiner Rückkehr darüber berichten, hier als Kommentar oder in einer anderen Form auf meinem Blog.

    Viele Grüße aus Franken

    Christof

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  • Peter Leymann 5. November 2013

    Ich werde, wenn wir die Route von meinen Großvater vollständig dokumentiert haben, auch hier veröffentlichen.
    Gruß Peter Leymann

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  • Carla Weidemann 24. November 2013

    Hallo Christof,

    man soll Träume leben – Du hast es gewagt – Glückwunsch! Ich bin zwar schon 62 Jahre alt, aber noch recht fit unterwegs. Nachdem der Arzt grünes Licht gegeben hat, habe ich mich entschieden und beginne nun mit der Vorbereitung auf die Tour, die ich im kommenden August mit meiner Tochter durchführen will. Hast Du ein paar Tipps für mich. Worauf soll ich bei der Vorbereitung besonders achten?
    Ich würde mich über eine kurze Nachricht sehr freuen.

    herzliche Grüße aus München

    Carla

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  • Christof Herrmann 26. November 2013

    Hallo Carla,

    genialer Plan, nächstes Jahr über die Alpen zu laufen!

    Klar, habe ich ein paar Tipps, wie es mit der Alpenüberquerung klappt. Danach kannst Du Dir mein kostenloses E-Book Forchheim – München – Venedig: Zu Fuß nach Südbayern & über die Alpen ans Mittelmeer anschauen, um zu wissen, was Euch in etwa erwartet. Ebenfalls zur Vorbereitung und vor allem für unterwegs empfehle ich den Rother Wanderführer München – Venedig.

    Wenn Ihr danach noch Fragen habt, kannst Du Dich gerne bei mir melden.

    Viel Vorfreude wünscht

    Christof

    Antworten
  • Carla Weidemann 26. November 2013

    Hallo Christof,

    herzlichen Dank für die schnelle Antwort. Ich werde mir die Unterlagen genau ansehen. Gern komme ich, sollte ich noch Fragen haben, auf Dein Angebot zurück. Nun wünsche ich aber ersteinmal eine schöne Vorweihnachtszeit.

    herzliche Grüße

    Carla

    Antworten
  • Max 24. Januar 2014

    Hallo Christof,
    deine Beschreibung der Wanderung motiviert wirklich zum Selberwandern.
    Da ich schon seit 2 Jahren plane von München nach Venedig zu laufen, hätte ich noch ein paar Fragen dazu.
    Wie fit muss man sein, um erfolgreich in Venedig anzukommen? Ich treibe zwar regelmäßig Vereinssport und bin auch schön häufig gewandert, jedoch könnte ich mir vorstellen, dass die Tour besonders anspruchsvoll ist.
    Außerdem würde mich interessieren, ob die Wanderung sehr teuer ist? Da ich Student bin, habe ich nicht unbedingt sehr große finanzielle Rücklagen.

    Freundliche Grüße aus dem Frankenland
    Max

    Antworten
  • Christof Herrmann 25. Januar 2014

    Hallo Max,

    ich kenne Deine Fitness nicht. Aber wenn Du gesund bist, Sport treibst und häufig gewandert bist, solltest Du die Tour schaffen. Allerdings solltest Du schon mal in den Alpen oder Hochgebirge gewesen sein. Die Wege auf dem Traumpfad München-Venedig sind zuweilen recht ausgesetzt. Lese Dir doch die Seiten bzw. das E-Book durch, das ich in meinem letzten Kommentar etwas weiter oben verlinkt habe. Auch der Rother Wanderführer taugt zur Einstimmung. Dann solltest Du wissen, ob Du Dir die Tour zutraust. Wenn Du genügend Zeit hast, hast Du immer wieder die Möglichkeit, kürzere Etappen zu laufen oder einen Ruhetag einzulegen.

    Zum Budget habe ich mich schon an anderer Stelle geäußert.

    Viele Grüße aus dem Frankenland ins Frankenland

    Christof

    Antworten
  • Peter Kocsi 25. April 2014

    Sali Christof
    Wir haben uns Mitte 2012 auf eine Wanderung von Zürich nach Wien begeben. All die geschilderten Eindrücke von dir und meinen Vorschreibern(-innen) kann ich bestens nachempfinden. Mir geht das Herz auf, wenn andere von ihren Erfahrungen erzählen, dann fühle ich mich in meine Zeit zurückversetzt. Wir sind derzeit auf der Suche einer neuen Herausforderung und gleichzeitigen Möglichkeit zur ‚Entschleunigung‘ in der heute so hektischen Zeit. Mehr durch Zufall bin ich nun auf deinen Beitrag gestossen. Danke dir hierfür – macht Lust auf mehr.

    Schöne Grüsse us Züri Peter

    Antworten
  • Alex Preyer 14. Juli 2014

    Ein toller Bericht.
    Ich bin letztes Jahr auch mit einem Freund aufgebrochen. Wegen der Familie müssen wir die Tour allerdings auf 3 Jahre aufteilen. Die erste Etappe letztes Jahr, von München ins Inntal war schon ein Erlebnis und ich kann all das von dir gesagte nur bestätigen. Nun geht es in einer Woche für 9 Tage weiter über die Zentralalpen. Ich freue mich schon riesig und kann nur jedem raten diese Tour zu gehen.
    Zu lange hatten wir auch gewartet weil wir immer nur dachten niemals 30 Tage für die Tour aufzubringen. Keiner von uns hatte daran gedacht sie aufzuteilen. Natürlich ist das Erlebnis viel intensiver wenn man sie am Stück geht. Aber lieber auf Etappen als gar nicht.
    Viele Grüsse
    Alex

    Antworten
    • Christof Herrmann 16. Juli 2014

      Hallo Alex,

      natürlich ist es etwas Besonderes die Alpen an einem Stück und ohne fremde Hilfe zu überqueren. Nach München-Venedig 2012, haben Stephi und ich letztes Jahr die Alpenüberquerung Salzburg-Triest gemacht. In dreieinhalb Wochen werde ich mich ein zweites auf den langen Weg ans Mittelmeer und nach Triest machen.

      Aber auch solche eine Tour auf mehrere Male aufzuteilen, ist etwas Besonderes, denn die Alpen sind ja immer etwas Besonderes :-) Wünsche Euch einen schönen und erfolgreichen Weitermarsch!

      Einfach bewusste Grüße

      Christof

      Antworten
  • Melanie Scholz 16. November 2014

    Hallo,
    Das hört sich echt toll an!
    Mir habe ich den Traumpfad als Ziel gesetzt für nächstes Jahr.
    Ich wollte mal fragen, ob du alleine unterwegs warst und wenn ja, ist es ratsam als Frau alleine loszuwandern? Oder eher nicht wegen allem möglichen was da passieren kann ?

    Antworten
  • Christof Herrmann 17. November 2014

    Hallo Melanie,

    schöner Plan, nächstes Jahr den Traumpfad München-Venedig zu gehen. Ich sehe keine größeren Gefahren, diese Tour als Frau alleine zu machen. Andererseits ist es natürlich im Hochgebirge immer besser, zu zweit oder mehreren unterwegs zu sein. Da München-Venedig mittlerweile sehr beliebt ist, stehen die Chancen aber nicht schlecht, dass Du bereits auf den ersten Etappen andere Alpenüberquerer kennenlernst. Ich habe es 2012 ja genauso erlebt, nachzulesen in meinem kostenlosen PDF.

    Viel Vorfreude und einfach bewusste Grüße

    Christof

    Antworten
  • Alois Buchner 25. November 2014

    Hallo Christof,
    ich möchte nächstes Jahr auch diese Route gehen. Wie bist du wieder zurück gekommen? Kommt man in Venedig, auch ohne Italienischkenntnisse problemlos an ein Bahnticket oder ist es sinnvoller vorab eins zu besorgen?
    Ich bin vor einigen Jahren übrigens den Jakobsweg gelaufen und kann den nur jedem empfehlen. Durch die dünne Besiedlung ist das Naturerlebnis ein Traum und die Leute aus der ganzen Welt sind was besonderes.

    LG Alois

    Antworten
    • Christof Herrmann 25. November 2014

      Hallo Alois,

      toller Plan!

      Ich bin mit dem Zug zurückgefahren und habe mir das Ticket erst in Venedig besorgt. Dort ist man an Touristen aus dem Ausland gewohnt. Mit Englisch solltest Du also problemlos an die Fahrkarte kommen.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Lu 10. Dezember 2014

    Hi Christof,

    ich bräuchte mal einen Rat. Ich hatte ursprünglich geplant die Strecke ohne Geld zu gehen. Ist das (mit Zelt) überhaupt möglich? Und wann kann man frühestens losgehen? Gedacht war eigentlich Frühling aber das scheint ja nicht unbedingt ratsam zu seien?!

    Danke schonmal!

    Antworten
    • Christof Herrmann 12. Dezember 2014

      Hallo Lu,

      zelten ist in den Alpen nicht erlaubt, was aber nicht heißt, dass es der eine oder andere trotzdem tut. Notlage sind ja schließlich erlaubt ;-)

      Ich würde sagen, dass die Alpenetappen auf dem Traumpfad zwischen Mitte Juli und Mitte September sicher machbar sind. Je nach Restschnee und eigenem Know-how auch schon eher bzw. länger.

      Viel Vorfreude beim Planen

      Christof

      Antworten
  • Wally 31. Januar 2016

    Welche Kondition und Berg- oder klettererfahrung muss man haben? Wir sind Wanderer und haben keine hochgebirgserfahrung bzw. Ausrüstung.

    LG Wally

    Antworten
    • Christof Herrmann 31. Januar 2016

      Der Traumpfad München-Venedig ist wie die Alpenüberquerung Salzburg-Triest eine anstrengende Fernwanderung durch alpines Gelände. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Kondition sind unabdingbar. Holt Euch einen entsprechenden Wanderführer, z. B. aus dem Bergverlag Rother. Da steht Grundlegendes zur Ausrüstung und den Anforderungen drin. Im nächsten Schritt würde ich paar Tagestouren in den Alpen machen, um zu testen, ob das überhaupt etwas für Euch ist.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten

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