25 Tipps, wie Du minimalistischer leben kannst (innerhalb einer Stunde)

25 Tipps, wie Du minimalistischer leben kannst

„Wer seinen Wohlstand vermehren möchte, der sollte sich an den Bienen ein Beispiel nehmen. Sie sammeln den Honig, ohne die Blumen zu zerstören. Sie sind sogar nützlich für die Blumen.“ (Siddhartha Gautama Buddha, Begründer des Buddhismus, 6. Jhd. v. Chr. – 5. Jhd. v. Chr.)

Ist Dein Leben zu kompliziert? Bist Du oft in Eile? Hast Du Geldsorgen? Geht Dir das Aufräumen und Putzen auf die Nerven? Möchtest Du mehr Zeit mit Dingen verbringen, die Dir Spaß machen? Dann könnte der Minimalismus Dein Weg aus dem Schlamassel sein. Seit ich minimalistischer leben gelernt habe, kenne ich solche Sorgen kaum mehr.

Die Frage, was Minimalismus ist, beantwortet jeder ein wenig anders. Ich verstehe darunter, sich vom Ballast zu befreien, um sich den Dingen und Menschen widmen zu können, die einem wichtig sind. Dieser Ballast kann unterschiedliche Formen annehmen, angefangen von materiellem Überfluss über leidige Verpflichtungen und Routine bis hin zu negativen Beziehungen.

Minimalistischer leben bedeutet nicht, in eine winzige Wohnungen zu ziehen, das Auto zu verkaufen, die kriselnde Beziehung zu beenden oder den Job hinzuschmeißen. Man muss auch nicht gleich ein Wochenende lang die Abstellkammer entrümpeln. Kleine Veränderungen bringen bereits mehr Einfachheit, Klarheit und Freiheit in Dein Leben. Ich habe 25 Tipps zusammengetragen, wie Du minimalistischer leben kannst. Jeden der Vorschläge kann man in weniger als einer Stunde umsetzen.

  1. Lebe unter Deinen Verhältnissen, innerhalb Deiner Möglichkeiten und für Deine Träume.
  2. Kaufe nur Dinge, die Du brauchst. Wenn ich zum Beispiel in einem Geschäft ein schönes Hemd entdecke, stelle ich mir auf dem Weg zur Kasse die folgenden Fragen: Besitze ich noch keine schönen Hemden (doch, ich besitze zehn schöne Hemden)? Würde sich mein Leben durch den Kauf verbessern (nein)? Würden für mich Nachteile entstehen (ja, ich müsste mehr arbeiten und mein Kleiderschrank würde platzen)? Im Zweifel schiebe ich den Kauf auf. Meist habe ich das Objekt der Begierde nach Verlassen des Geschäfts wieder vergessen.
  3. Lege den Inhalt Deines Geldbeutels auf einen Tisch und halbiere ihn (den Inhalt, nicht den Geldbeutel und schon gar nicht den Tisch). Vielleicht ist das eine gute Gelegenheit, die eine oder andere Kundenkarte loszubekommen?
  4. Gehe Deine Schuhsammlung durch und sortiere alle Schuhe aus, die Du seit zwei Jahren (Fortgeschrittene: seit einem Jahr) nicht mehr getragen hast. Für sehr gut erhaltene Markenware konnte ich bei eBay hohe Preise erzielen. Ansonsten spende ich Schuhe und Kleidung an soziale Einrichtungen.
  5. Zieh den Stecker Deines Fernsehers und verstaue das Gerät für einen Tag, für eine Woche, für einen Monat, für ein Jahr oder für immer in der Abstellkammer, im Keller, im Speicher oder in der Garage.
  6. Schnapp Dir ein Buch, das Du schon seit Ewigkeiten lesen wolltest, und mache es Dir auf der Couch bequem.
  7. Wenn Dein Bücherregal nichts hergibt, melde Dich in der Bücherei Deiner Stadt an. Das Ausleihen kostet meist nur eine geringe Jahresgebühr, da die Bibliotheken mit Steuergeld finanziert werden. Du wirst über die Auswahl an Büchern und anderen Medien wie Zeitschriften, DVDs und E-Books überrascht sein. Oft ist es möglich, praktisch jedes erhältliche Buch über die Fernleihe zu bekommen.
  8. Klebe einen Keine Werbung! Keine kostenlosen Zeitungen!-Aufkleber an Deinen Briefkasten. Minimalistischer leben kann so einfach sein.
  9. Räume die Benutzeroberfläche Deines PCs oder Laptops auf. Ich vergleiche solch einen minimalistischen Desktop gerne mit einem aufgeräumten Schreibtisch.
  10. Trage Dich aus jedem Newsletter aus, den Du bekommst, aber nicht mehr liest. Dies gilt selbstverständlich auch für meinen Newsletter.
  11. Bist Du bei mehreren Social Media angemeldet und fragst Dich, warum eigentlich? Dann melde Dich bei der Plattform ab, die Du am wenigsten nutzt oder am wenigstens magst. Ich habe meine Accounts bei XING und Stayfriends gelöscht und überlege, auch Pinterest zu verlassen.
  12. Sag Ja oder Nein. Vermeide „Vielleicht“, „Jein“, „Mal sehen“ und „Wir rufen uns zusammen“.
  13. Räume den Kofferraum und den Innenraum Deines Autos auf. Alles was dort nicht hingehört, kommt an den dafür vorgesehenen Platz. Müll wird entsorgt.
  14. Verzichte für alle Strecken bis zu einem Kilometer auf das Auto und auf öffentliche Verkehrsmittel. Gehe stattdessen zu Fuß (oder nehme das Fahrrad). Dies ist die minimalistischste Art der Fortbewegung, schont Umwelt und Geldbeutel und hält Dich fit. Ich mache mittlerweile Strecken bis zu zwei Kilometer zu Fuß und überlege, mein Auto zu verkaufen.
  15. Leere Deinen Kühlschrank, putze ihn gründlich und räume dann Stück für Stück wieder ein. Die Lebensmittel, die nicht mehr gut sind, werden entsorgt. Die Lebensmittel, die noch gut sind, Du aber nicht magst, kannst Du Nachbarn oder Freunden anbieten. Und die Lebensmittel, die nicht mehr lange haltbar sind, bekommen einen eigenen Platz im Kühlschrank und werden beim nächsten Kochen verwendet.
  16. Entdecke die Einfachheit beim Kochen. Es gibt zahlreiche Gerichte, die schnell gehen, gut schmecken und kaum mehr als eine Handvoll Zutaten benötigen: eine Rote Linsensuppe; Rohkost aus Äpfeln, Karotten, Rote Bete, Banane und Olivenöl; eine Kartoffel-Pilz-Pfanne; Pizza Marinara, die nur mit Tomaten, Knoblauch, Olivenöl und Oregano belegt wird, usw.
  17. Iss langsam, mit Genuss und ohne Ablenkung. Musik hören, E-Mails schreiben oder Zeitung lesen ist Ablenkung.
  18. Gehe nach draußen und betrachte den Sternenhimmel. Ist der Himmel bedeckt oder ist es Tag, schließe die Augen und stelle Dir den Sternenhimmel vor.
  19. Zeit und Nerven kann man sparen, wenn man seine Wocheneinkäufe nicht am Freitag Nachmittag oder Samstag erledigt.
  20. Der Samstag ist ideal, um ein Museum zu besuchen oder Ausflüge in die Natur zu unternehmen. Wenn ich an Samstagen durch Franken wandere, wundere ich mich oft, dass ich die Wege fast für mich alleine habe. Dann fällt mir ein, dass gerade halb Deutschland die Fußgängerzonen und Einkaufszentren stürmt.
  21. Stehen in Deinem Kalender geschäftliche oder private Termine, die Du nicht unbedingt wahrnehmen musst und zu denen Du überhaupt keine Lust hast? Dann sage sie ab.
  22. Verbringe stattdessen Zeit mit den Menschen, die Dir wichtig sind, mit Deinem Partner, Deinen Kindern, Deiner Familie und Deinen echten Freunden.
  23. Arbeite weniger. Ein Gespräch mit dem Vorgesetzten oder der Personalabteilung klärt über die Möglichkeiten auf. Mit diesen habe ich gute Erfahrung gemacht: Überstunden vermeiden, unbezahlten Urlaub nehmen, Arbeitszeit reduzieren anstelle einer Gehaltserhöhung, ein Sabbatical einlegen, kündigen.
  24. Lass Dich von 100 Minimalismus-Zitate aus 4 Jahrtausenden inspirieren.
  25. Entkoppel Dich ab und zu – vom Internet, vom Handynetz, von der Telefonleitung, vom Knopf im Ohr. Am besten schaffe ich das in der Natur. In den Alpen empfinde ich es als befreiend, stundenlang „zwangsentkoppelt“ zu sein.

Den zweiten Teil meiner Minimalismus-Tipps findest Du hier, den dritten hier.

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{ 172 Kommentare }

  • Elvira 8. Februar 2014

    Punkt 14 ist nicht umsetzbar durch Behinderung (Auto leider notwendig), Punkt 23 nicht machbar – den Rest unterstreiche ich vorbehaltlos. Statt der realen Alpen (bei mir waren es die Dolomiten) sind es jetzt die Erinnerungen. Aber Augen zu und schon bin ich dort.

    Antworten
    • Christof Herrmann 8. Februar 2014

      Klar, nicht für jeden sind alle Vorschläge machbar oder sinnvoll. Zudem wird jeder das eine oder andere schon beherzigen. Sind nur Anregungen, von denen man sich etwas herauspicken kann. Hoffe der Artikel liest sich nicht zu belehrend.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Anja 8. Februar 2014

    Hi Christoph

    warum belehrend? Im Gegenteil, der Artikel ist supernützlich. Ich hab einen der Vorschläge gerade schon umgesetzt (was verrate ich aber nicht ;-)) und möchte noch mehr beherzigen.

    Mein großes Problem ist das Geld. Ich gebe zu viel aus, eigentlich mehr als ich habe. Habe deswegen heute nach „minimalistisch leben“ gesucht und bin hier gelandet :-)

    Liebe Grüße

    Anja

    Antworten
    • Christof Herrmann 8. Februar 2014

      Hallo Anja,

      erstmal willkommen auf Einfach bewusst!

      Geldsorgen oder Schulden kann man sehr gut mit einer einfachen Lebensweise in den Griff bekommen. Etwa ein Drittel meiner Vorschläge tragen dazu bei und selbst „Arbeite weniger“ muss nicht unbedingt weniger Gehalt bedeuten. Ich habe im Gehaltsgespräch bei meinem letzten Arbeitgeber gefragt, ob ich anstelle einer Gehaltserhöhung die Arbeitszeit reduzieren könnte. Durfte ab dann täglich 30 Minuten vor allen anderen nach Hause :-)

      Viel Spaß mit dem Minimalismus und einfach bewusste Grüße

      ChristoF

      Antworten
      • Biggi 19. Mai 2015

        Das ist ja eine prima Idee!

        Antworten
  • Gabriele Helene Knuppel 8. Februar 2014

    Schön. so lebe ich bereits seit vielen Jahren, und ich kann mir vorstellen, dass es noch viele, viele mehr sind. Mach doch mal ne Liste auf, da kann jeder noch einen oder mehrere Punkte hinzufügen. Wäre das nicht interessant ?
    Der Artikel ist nicht belehrend, gibt Anlass, sich mal zu überprüfen, danke.

    Antworten
    • Christof Herrmann 8. Februar 2014

      Was meinst Du mit „Mach doch mal ne Liste auf“? Jeder kann natürlich hier in den Kommentaren eigene Vorschläge hinzufügen (26. …, 27. …). Das hätte ich vielleicht oben dazuschreiben sollen. Also nur zu, bin neugierig auf weitere Tipps ;-)

      Antworten
  • Stephan 8. Februar 2014

    Mein Portemonaie habe ich gerade direkt einmal halbiert, es ist um einiges leichter ;) Meine Wohnung ist zwar generell sehr aufgeräumt, in meiner Geldbörse sieht es leider i.a.R. ganz anders aus.

    Meinen Desktop habe ich auch direkt mal leer gefegt, aber unter Windows 8 hat es das Startmenü wohl eher nötig. Darum werde ich mich dann wohl auch mal kümmern, später.

    Und zu guter letzt schnappe ich mir jetzt ein gutes Buch und lasse den Abend damit ausklingen. Danke für die schöne Liste!

    Antworten
    • Christof Herrmann 8. Februar 2014

      Freut mich, dass Du gleich etwas umsetzen konntest! Welches Buch hast Du Dir denn geschnappt?

      Ich hoffe, das nicht zu viele 10. beherzigt habe und mach nun ebenfalls 6. sowie zusätzlich 25.

      Gute Nacht

      Christof

      Antworten
      • Stephan 9. Februar 2014

        Ich lese gerade „Die unglaubliche Pilgerreise des Harold Fry“ von Rachel Joyce. Was ich vorher nicht wusste: Das Buch passt unglaublich gut zu diesem Blogbeitrag. Auf seiner Pilgerreise entdeckt Harold Fry das „einfache Leben“ für sich und entledigt sich aller überflüssigen Dinge.

        Antworten
      • Christof Herrmann 9. Februar 2014

        Dieses Buch verfolgt mich, inkl. von Dir wurde mir das Buch nun 162 Mal empfohlen ;-) Werde es mir in der Bücherei holen, sofern es nicht wieder ausgeliehen ist.

        Antworten
  • Erika 8. Februar 2014

    Mal wieder ein großartiger Artikel von Dir. Bei solchen Listen gibt es immer noch ein paar Punkte, die man tatsächlich anschließend umsetzt. Vielen Dank für die Inspiration!

    Liebe Grüße,

    Erika

    Antworten
  • Bina 8. Februar 2014

    Interessant. Besonders interessant für mich, dass ich einige der oben genannten Punkte schon seit Jahren lebe, ohne mir je Gedanken darüber gemacht zu haben, dass ich minimalistisch leben will. Im Gegenteil, ich bin gerne mobil und sehr viel unterwegs, ohne je ein Auto besessen zu haben. Ich liebe den Sternenhimmel und besitze keinen Fernseher usw. Und es lebt sich hervorragend so :-)

    Antworten
  • Kate Dunning 9. Februar 2014

    Hallo Christof,
    gute Liste – absolut brauchbar, auch wenn ich einiges schon umsetze. Wir müssen uns aber – ich zumindest – immer wieder disziplinieren.. sonst reißen die alten Gewohnheiten wieder ein.
    Beherzige ab sofort 10. (hatte es schon länger vor – deinen newsletter behalte ich natürlich)
    und 13. Heute war ich selbst bei norddeutschem Nieselregen 2 stunden draussen und unterwegs – war gut. Es ist immer schöner, wenn man Begleitung hat. Gruß von Kate

    Antworten
  • Gerald 9. Februar 2014

    Eine beeindruckende Liste – werde die wesentlichen Punkte kopieren und an meine eigene mail-adresse senden; diese mail bleibt dann im Posteingang, dann hab ich sie immer im Blick! Ausdrucken ginge auch, aber was tut man nicht alles um Papier zu sparen ;-)

    Antworten
  • Margot 9. Februar 2014

    Hallo und danke für die Liste, einige der Dinge setze ich schon längere Zeit um ( kein Auto seit einem Jahr, Samstags Spaziergänge, nicht jedem Kaufanreiz nachgeben, Stadtbibliothek … ) – aber der eine oder andere Punkt ist es auf jeden Fall wert, darüber nachzudenken.
    Liebe Grüße, Margot

    Antworten
  • Christof Herrmann 9. Februar 2014

    Hallo zusammen,

    so viele positive Reaktionen hatte ich gar nicht erwartet. Herzlichen Dank. Bin gespannt, wer sich noch meldet. Meine Liste soll auch animieren, sich eigenes auszudenken. Vielleicht mag der eine oder andere 26., 27. usw. hinzufügen.

    Einfach bewusste Grüß

    Christof

    Antworten
  • annette 9. Februar 2014

    Ich genieße es mittlerweile, nur eine Sache gleichzeitig tun. Also z.B. „nur“ kochen und nicht zusaetzlich Radio hoeren und womoglich noch ein Telefonat führen. Oder aber beim Joggen … einfach nur laufen, nicht reden und auch nicht den Walkman auf den Ohren. Selbst beim Buegeln … nur ich und das Bügeleisen :-). Ich konzentriere mich nur auf das „Tun“ … es bringt unendlich viel Ruhe … insbesondere wenn man hektisch ist und eigentlich alle Dinge am liebsten gleichzeitig machen möchte, weil man so gar keine Zeit und womöglich auch Lust hat … und alles bekommt mehr Wertigkeit.
    DANKE für Deine wertvollen Anregungen! Einen schoenen Sonntag!
    Annette

    Antworten
    • Christof Herrmann 9. Februar 2014

      Nur zu kochen, nur zu essen, nur abzuspülen, nur zu joggen, nur zu … das sind fast schon Achtsamkeitsübungen!

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
      • Anja 16. Februar 2016

        Nicht nur „fast“- es sind Achtsamkeitsübungen!

        Ich konnte nicht warten bis unten – danke für diese wunderbaren Tipps – Ich stehe wohl noch am Anfang und kann sie alle gebrauchen – mal schauen, womit ich anfange… (Kühlschrank und Auto haben es z.B. immer sehr nötig ;-)
        Danke – Anja

        Antworten
    • Paula 10. Februar 2014

      Hallo annette! Ich liebe an sich das Kochen mit Radiosendungen im Vorder/Hintergrund. Gestern stand ich aber da und schälte Mandeln. Ohne Radio. Es gar ganz ruhig. Die Tätigkeit war sehr reduziert. Eine Mandel nach der anderen. Ich habe ich richtig wohl dabei gefühlt.
      Ist doch schön, wieviele Gelegenheiten für Achtsamkeitsübungen der Alltag uns bietet.

      lg, Paula

      Antworten
  • Jana 9. Februar 2014

    Hej,

    danke für diesen tollen Artikel. Ich habe mir gleich einiges notiert, was ich noch hier in meiner alten Wohnung umsetzten möchte.

    Mein Punkt 26. Ziehe in eine kleinere Wohnung (in meinem fall über 10quadratmeter). Nutze diese Gelegenheit um zu schauen, was von all dem was ich besitze benötige ich wirklich? Schon jetzt sortiere ich aus, das ich einen stressarmeren Umzug habe.

    Vieles davon setzte ich schon um, ohne darüber nachgedacht zu haben, das das ein weg des Minimalismus ist.

    Wege gehe ich täglich über 9 Kilometer, mindestens. Ich bin froh wenn ich umgezogen bin, dann lässt sich auch der Einkauf wieder ohne „Taxi-Mama“ machen.;-)

    Ich weiß garnicht, wie man mehrere Dinge auf einmal machen kann. Ich kann sowas garnicht. Da ist es in diesem Zeitalter dann mal von Vorteil Autist zu sein: zwingt einen minimalistisch zu Handeln.:-D

    Danke für viele weitere Anregungen.

    Viele Grüße
    Jana

    Antworten
    • Christof Herrmann 9. Februar 2014

      Hi Jana,

      in eine in eine kleinere Wohnung zu ziehen, macht man aber nicht „innerhalb einer Stunde“ ;-) Trotzdem natürlich ein guter Vorschlag, zumal man die Entscheidung in einem Moment treffen kann. Kennst Du die US-amerikanische Bloggerin Tammy Strobel? Sie ist zusammen mit ihrem Mann in ein 12 Quadratmeter großes Häuschen gezogen.

      Stressfreien Umzug schon mal und viele Grüße

      Christof

      Antworten
    • Paula 10. Februar 2014

      10 Quadratmeter? Da würde ich gerne mehr darüber erfahren!
      Das klingt spannend.

      Antworten
  • Maria 9. Februar 2014

    Vielen Dank für Deine Liste!

    Nachdem Du aufgefordert hast zu ergänzen, mache ich das jetzt einfach mal

    26. Durchforste Deine Zeitschriften-Abos und bestelle alle Zeitungen ab, die Du nur sammelst aber doch nie dazu kommst, sie zu lesen.

    27. Prüfe Deine Versicherungen und kündige alles, wo Du doppelt versichert bist.

    28. Kaufe am Bauernmarkt ein, dann entgehst Du dem Supermarkteinkaufsstress noch effektiver.

    29. Schreibe eine Einkaufsliste auf der nur Lebensmittel stehen, die Du in den nächsten Tagen verkochen und essen möchtest. Und halte Dich beim Einkauf an diese Liste!

    30. Kaufe nur dann ein neues Kleidungsstück, wenn eines Deiner Kleidungsstücke kaputt gegangen ist.

    lg
    Maria

    Antworten
    • Christof Herrmann 9. Februar 2014

      Sehr schöne Ergänzungen, Maria!

      Gut, dass Du „Prüfe Deine Versicherungen“ ins Spiel bringst. Nachdem ich meinen Hausrat stark reduziert habe (u. a. 4000 CDs und Schallplatten verkauft und verschenkt) muss ich die Versicherungssumme meiner Hausratsversicherung anpassen. Wird sofort erledigt.

      Einfach bewusste Grüße

      Christof

      Antworten
  • besitzloser 9. Februar 2014

    „14. Verzichte für alle Strecken bis zu einem Kilometer auf das Auto und auf öffentliche Verkehrsmittel. Gehe stattdessen zu Fuß“

    Warum nur bis zu EINEM Kilometer??!!

    Antworten
    • Christof Herrmann 9. Februar 2014

      Gerne auch mehr oder ganz ohne Auto, besitzloser ;-) Ich mache mittlerweile alles bis 2 km zu Fuß.

      Antworten
      • besitzloser 9. Februar 2014

        Siehste, da sind WIR schon bei 5 km- eine Strecke ;-)
        Allerdings, das gebe ich zu, nicht im Berufsalltag – SOVIEL Zeit haben wir dann doch nicht ;-)

        Antworten
    • Daniel 27. Februar 2015

      Auch wenn mir die Entscheidung, mein Auto zu verkaufen, nicht leicht fiel, war es am Ende eine große Befreiung für mich. Strecken unter 1-2 Kilometer gehe ich meist zu Fuß, unter 10 Kilometer nehme ich das Fahrrad und alles darüber bewältige ich problemlos mit den Öffentlichen oder Carsharing.

      Antworten
  • Anita 9. Februar 2014

    Ein wirklich toller Artikel mit hilfreichen Tipps!
    Ich werde mich nachher gleich dranmachen, ein paar von ihnen umzusetzen :)

    Antworten
  • Sabine 9. Februar 2014

    hallo, ich habe zB. ein paar Menschen aus meinem Leben geworfen, ich bin gerne mit Menschen und Tieren zusammen, ich teile auch gerne freudige Ereignisse mit meinen Mitmenschen sodass auch sie etwas zum lachen haben aber… Menschen, die nur was zum nörgeln haben und für die Du nur Freund bist, solange Du für Sie da bist, Menschen, die anfangen Dich zu nerven oder sogar Kundschaft ( habe mich nebenbei mit Massagen selbstständig gemacht ) zu denen ich keine gute Energie aufbauen kann, von solchen Menschen ( ich nenne sie Energievampire ) verabschiede ich mich !!!( der Ton macht die Musik ) manche Menschen gehen von ganz alleine, wenn man nur 1x NEIN gesagt hat :)

    Antworten
  • Tanja Heller 9. Februar 2014

    Achtung: Diese Fragen können dein Leben verändern.

    Was hat Dich in letzter Zeit existenziell glücklich gemacht?
    Welche 3 Dinge, die Du gekauft hast?
    Welche 3 Dinge, die Du getan hast?

    Viel Spaß beim Nachdenken. Bei Kaufen fällt mir gar nix ein.

    Antworten
    • Gerald 9. Februar 2014

      Hallo Tanja, hab mich kurz auf deiner Seite umgesehen und da ist mir eingefallen, dass es zum Thema Werbung eine gute Seite gibt die dich interessieren könnte – die suchen auch noch Mitwirkende ;-)
      http://amtfuerwerbefreiheit.org/mitmachen/ (Amt für Werbefreiheit und gutes Leben)

      Antworten
    • Christof Herrmann 10. Februar 2014

      Ich habe kürzlich gelesen, dass auf jeden Deutschen zwischen 3.000 und 10.000 Werbebotschaften pro Tag einprasseln. Das sollte man sich mal vor Augen halten. Selbst wenn man wie ich keinen Fernseher hat, ist man ständig Werbebotschaften ausgesetzt, von der Schachtel Cornflakes am Morgen bis zum Weckerstellen am Abend. Vielleicht sind sogar die Werbung, die man gar nicht bewusste wahrnimmt, die „gefährlichen“.

      Antworten
      • besitzloser 10. Februar 2014

        Eine davon ist die penetrante Aufforderung auf Deiner webseite per popup (die ich merkwürdigerweise nicht unterdrücken kann), doch Dein Newsletter zu abonnieren ;-))

        Antworten
      • Christof Herrmann 10. Februar 2014

        Ja, diese „penetrante Aufforderung“ kann man auch als Werbung bezeichnen. Höre ich aber zum ersten mal, dass man die Box durch Klick auf das Kreuz nicht deaktivieren kann. Sie sollte dann für 30 Tage nicht mehr auftauchen (Cookie expiration days: 30). Habe das eben noch mal getestet. Vermutlich liegt es an Deinen Cookie Einstellungen.

        Antworten
  • Chris 9. Februar 2014

    für Punkt 15 ist ziemlich passend die Initiative http://foodsharing.de/

    Antworten
  • Tanja Heller 9. Februar 2014

    Danke, Gerald.

    Die Werbegegner in Frankreich gefallen mir schon sehr lange. Hab mir neulich beim Mitternachtsshopping nichts gekauft, mir an den großen Geschäften die Außenbeleuchtung angesehen, wo sie ausginge, wenn ich mutig wäre. Haha!

    Je minimalistischer ich lebe, umso abgedrehter kommen mir die Leute um mich rum vor. Weil sie sich größtenteils mit Dingen stressen, die man so einfach weglassen könnte, weil sie unwichtig sind.

    Ich unterbreche jetzt auch Leute, wenn sie mich zu labern. Dafür ist mir meine Zeit zu schade.

    2 mal bin ich im Auto mitgefahren in den letzten 10 Jahren. An meinen Umzügen. Lieber hätte ich den Kindern den Vortritt gegeben. Aber ich war müde. Die Kinder durften dann noch extra mit dem Umzugswagen über die Autobahn heizen. Ich laufe alles bei plus 35 und minus 18 Grad. Mich machen Autos aggressiv. Vor allem wenn ein Männlein da alleine spazieren fährt. Für mich das Egoistischste, was es überhaupt gibt. Wenn jemand wirklich ein Auto braucht, sag ich ja gar nix. Das sind aber die Wenigsten. Die Herstellung eines Autos hat den Energieverbrauch wie ein 4-köpfiger Haushalt in 15-20 Jahren.

    Antworten
    • Gerald 9. Februar 2014

      Klasse! Eine gute Freundin hat mir gerade erzählt dass sie ihr Auto verkauft hat und einfach mal versucht, so lange wie möglich ohne Auto auszukommen – ganz schön mutig für jemanden der auf dem Land wohnt.

      Antworten
    • Christof Herrmann 9. Februar 2014

      Ich verteufel das Auto nicht grundsätzlich, glaube aber, dass viele Menschen drauf verzichten können, bzw zumibdest deutlich weniger fahren könnten. Ich hatte 35 Jahre kein Auto, musste mir dann aber vor 5 Jahren aus beruflichen Gründen (hatte einen Webshop mit 2nd Hand Schallplatten) eines zulegen. Als freier Autor brauche ich es nun nicht mehr. Passt auch nicht zu meinem Lebensstil. Im April gehts zum TÜV. Danach möchte ich meinen kleinen i10 losbekommen.

      Einfach bewusste Grüße

      Christof

      Antworten
      • Christof Herrmann 8. Juli 2014

        PS: Lebe nun seit zwei Monaten ohne Auto. Ich muss zugeben, dass die Umstellung nach 5 Jahren mit fahrbaren Untersatz nicht einfach ist, zumal wir nun seit einem Monat auf dem Land leben. Aber mit etwas Wille und Geduld sollte es klappen. Ich fühle mich mit diesem einfach bewussten Schritt jedenfalls wohl.

        Antworten
  • Harald 9. Februar 2014

    Ich verzichte seit diesem Jahr bewusst auf ein Smartphone. Es ist viel entspannter die emails nur zuhause zu lesen. Da ist man unterwegs richtig entspannt.

    Antworten
    • Maria 9. Februar 2014

      Smartphone? Was ist das? Mein Handy ist jetzt fast 10 Jahre alt und ich kann noch immer damit telefonieren…

      lg
      Maria

      Antworten
      • Sandra 10. Februar 2014

        …ja, ich gehöre auch zu den Dinosauriermädchen…hab noch nicht mal eine Flatrate…dann nutzt man es tatsächlich nur, wenn es sein muß und für Notfälle!

        Antworten
      • Sarah 11. Februar 2014

        Handy? was ist das? ;)
        Ich hab sein ein paar Wochen kein Handy mehr und es ist großartig und ich kann es nur weiterempfehlen.

        Antworten
  • Gabo 9. Februar 2014

    Hallo Christof,
    das war heute eine gute Entdeckung. Übrigens versuche ich schon eine Zeit lang nach der Weisheit des Buddha zu leben.m.E. einer der grössten Minimalisten. Und auch ein guter Lehrer der Achsamkeit! Lese gerade ein Buch von Bhante Henepola Gunaratana: Die Praxis der Achtsamkeit.
    Was das Auto betrifft, brauchen wir noch zum Einkaufen, auch für meine Schwester und Mutter, da beide behindert sind,und selbst nich mehr einkaufen können. Aber innerhalb des Ortes( also bis zu ein bis 2 km) versuchen wir auch möglichst viel zu gehen oder Fahrrad zu fahren, wenn nichts grösseres zu transportieren ist.

    Antworten
  • Kirsten 9. Februar 2014

    Ich habe zuletzt mein Bücherregal durchforstet und mich von einigen Büchern getrennt und diese dann gespendet (an Oxfam). Im Jahr davor habe ich die aussortierten Bücher im Kollegenkreis verschenkt. Im wearewhatwedo-Blog hab ich darüber geschrieben.

    Antworten
  • Frank 9. Februar 2014

    Einen 26. Tipp habe ich: Befreie Dein Smartphone von Spielen. Spiele auf dem Smartphone sind eine Quelle ständiger Ablenkung und Zeitverschwendung.
    Darüber hinaus ist es von Zeit zu Zeit sinnvoll, sein Telefon von unnötigen und nicht genutzten Apps zu befreien. Das spart Speicher und vereinfacht den Überblick. Ich habe heute von 85 Apps im ersten Schritt 35 entfernt – aber: da geht noch was! Also 2. Runde ;-)

    HG Frank

    Antworten
    • Christof Herrmann 9. Februar 2014

      Guter Tipp, Frank! Ich habe genau ein Spiel auf dem Smartphone (Quizduell) ;-)

      Antworten
      • gabo 9. Februar 2014

        Hallo Frank
        ich hab kein Smartphone und auch eh kein Bock auf Spiele!:-)

        Antworten
  • Christina 9. Februar 2014

    Hallo Christof,

    sehr interessant, hier alle Kommentare zu durchstöbern…

    Du und Deine Seite haben mich inzwischen schon zu so einigen Änderungen in meinem Leben inspiriert!
    z:B. benutze ich seit einiger Zeit eine Schrittzähler-App, um mich zu mehr Bewegung zu motivieren (nach Deinem Artikel 10.000 Schritte am Tag), leider schaffe ich aber z.Zeit nicht mehr als 5000, aber das ist schon eine krasse Veränderung zu vorher, als ich jeden Meter mit dem Auto fuhr…
    Ausmisten und Aussortieren nicht mehr benötigter Dinge ist auch ein neues Hobby von mir…einiges habe ich schon sehr lukrativ bei ebay zu Geld gemacht :-)
    Lesen tue ich auch wieder viel mehr…

    Überflüssige Apps löschen tue ich übrigens auch regelmäßig…ist soviel Mist dabei!

    Danke für die Anregungen!

    Nun habe ich aber eine Bitte: ich liebe Quizduell! Bitte verrate mir Deinen Namen!!!

    Viele Grüße an Alle!

    Christina

    Antworten
    • Christof Herrmann 10. Februar 2014

      Hallo Christina,

      bin stolz, dass ich Dich inspirieren konnte.

      Mein Benutzername bei Quizduell lautet einfachbewusst. Kannst mich gerne herausfordern ;-)

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Dani 9. Februar 2014

    Einige der oben genannten Punkte gehören schon seit Jahren zu meinem leben, ohne mir je Gedanken darüber gemacht zu haben, dass ich minimalistisch leben. Aber es ist wunderbar, seinen Blick wieder auf die wesentlichen Dinge des Lebens zu lenken.
    Toller toller Beitrag, dickes Danke sagt
    Dani

    Antworten
  • Sandra 10. Februar 2014

    …die beste Entscheidung für uns war aufs Land rauszuziehen…keine Ampeln, keine Werbung (außer eine einzige Litfaßsäule, wo wirklich nur Veranstaltungen in der Region draufstehen), alles im Dorf ist fußläufig erreichbar, Bus fährt nur ab und zu am Tag, bestellen höchstens 1 x im Monat im Internet vegane Lebensmittel und dann wird das gegessen, was da ist oder der Garten und die davon erzeugten Vorräte zu bieten hat (macht sehr kreativ :-), notfalls gibt´s einen Konsum im Dorf, keine Ärzte (dadurch achtet man noch mehr auf seine Gesundheit), keine Allergie mehr, keine Hektik und dafür liebevolle Nachbarn mit denen man seine Ernten gegenseitig tauschen kann, Regentonnen bieten gratis und pflanzenfreundliches Wasser, die Tiere und der Garten sind das perfekte Unterhaltungs- und Fitnessprogramm (z.B. Stall ausmisten), keine Therapie fürs Kind mehr nötig (sollte auf Empfehlung Ritalin bekommen, wegen ADHS – jetzt kann er sich richtig austoben, kreativ sein, mit den Tieren eine natürliche Beziehung aufbauen und bekommt überwiegend minimalistische vegane Ernährung – niemand spricht mehr von ADHS), keine Termine für Kinder, hier können sie noch „einfach bewußt“ miteinander spielen (in Berlin mußte man sich teilweise Wochen im Voraus verabreden, weil die Kinder ständig durchterminisiert waren), kein ständiges Dauerkulturprogramm (wo nix ist, verpasst man nix…die Feste sind überschaubar und man freut sich dann auch drauf)…in den Ferien fährt mein Bubi gern stundenlang auf dem Trecker und diversen Landmaschinen beim Bauern mit und freut sich über die Felder zu tuckern…laaangweilig? Ne, absolut meditativ und entspannend!

    Minimalistische ländliche Grüße von Sandra

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    • Pit 10. Februar 2014

      Ich bin auf dem Lande groß geworden. Seit 20 Jahren wohne ich aber jetzt im Ruhrgebiet. Das Land kommt für mich gar nicht mehr in Frage, hauptsächlich wegen des fast-Zwangs, ein Auto zu haben und wegen der elenden sozialen Kontrolle aufm Dorf, wie ich sie bei unseren Verwandten noch immer beobachten kann.
      So, wie du es aber darstellst, komme ich ins Grübeln. Was Du schreibst, begeistert mich richtig (besonders die ADHS-Geschichte). Bin fast geneigt, meine Land-Abwehrhaltung zu überdenken.
      Leider allerdings bin ich Heuschnupfen-Asthmatiker, und diese Allergie habe ich mir als Jugendlicher auf dem Land geholt, ganz konkret beim stundenlangen Toben auf einem Heuboden, von heute auf morgen. Sehr schade das.
      Euch jedenfalls alles Gute dort, wo Ihr jetzt seid :-)

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      • Sandra 11. Februar 2014

        Herzlichen Dank, Pit! Vermutlich ist es, wie das Meiste im Leben eine Frage der Einstellung und Erfahrungen, die unser Leben so prägt, ob wir etwas mögen oder eben nicht…
        Mein Kind hat sicherlich auch positive Großstadterfahrungen machen dürfen, aber das ganze Überprogramm nebst Reizüberflutung, nutzt sich irgendwann auch ab…und kostet sehr viel Energie und läuft stark eingeschränkt ab.
        Das Landleben ist für uns noch sehr frisch und bringt bisher gerade was den Minimalismus und den direkten Bezug zur Natur anbelangt sehr viel gute Eindrücke. Es ist einfach toll, mit weniger Mitteln viel mehr Lebensqualität und all die Freiheiten genießen zu dürfen. Selbst die „elende soziale Kontrolle“ :-) empfinden wir hier eher als liebevolles Miteinander und gegenseitiges Mitgefühl…
        Klar, die andere Seite haben wir auch sehr schnell kennengelernt, aber mit einer Portion Gelassenheit lächeln wir das einfach weg…dafür sind wir hier einfach viel zu glücklich, uns mit ein bißl Geschwätz die gute Laune zu verderben.
        Ist es nicht großartig, dass wir bei uns überhaupt die Wahlfreiheit haben, in die Stadt oder auf´s Land zu ziehen, je nachdem, was unsere Entwicklung gerade so braucht und was uns in dem Moment gut tut?!

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      • Christof Herrmann 11. Februar 2014

        Guter Punkt, Sandra. Wir sollten uns bewusst werden und dankbar sein, dass wir überhaupt die Möglichkeiten haben, uns zu entfalten. Mal eben aufs Land zu ziehen und, wenn es uns nicht mehr gefällt, wieder zurück in die Stadt zu gehen, ist für viele Menschen der Erde (und auch einigen in Deutschland) nicht so einfach möglich. Ich lese übrigens gerade ein Buch, das hierzu passt: „Landleben“ von Hilal Sezgin, einer Journalisten aus der Großstadt, die aufs Land gezogen ist und darüber berichtet.

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    • Die 17. März 2016

      Das nabe ich durch meinen Beruf als Erzieherin schon häufiger erlebt, dass „ADHS“ Kinder plötzlich durch neu gewonne Freiräume und einer Reizvollen Umgebung z.B. auf dem Land viel ausgeglichener sind.

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  • Christof Herrmann 10. Februar 2014

    Hallo zusammen,

    ich war gestern nur kurz am Rechner und lese nun mit Interesse Eure Kommentare. Mit so viel positive Resonanz habe ich nicht gerechnet. Herzlichen Dank für Eure Meinungen und Anregungen. Mal sehen, was noch kommt.

    Einfach bewusste Grüße

    Christof

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  • Petra 10. Februar 2014

    Lieber Christof!

    Wieder mal wunderbar wohltuend deine Liste…..und so wahr!
    Speziell bei der Feststellung, dass man am Samstag oft alleine beim Wandern ist, musste ich recht schmunzeln, weil ich mir das auch immer wieder denke!
    DANKE!
    Und schöne Grüße in die Fränkische (mit mehr Schnee als in Nürnberg????)
    Petra

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    • Christof Herrmann 10. Februar 2014

      Liebe Petra,

      danke für das Lob :-)

      Schnee haben wir hier keinen, auch wenn ich heute morgen von Eiskratz-Geräusche aufgewacht bin. Ich wohne allerdings „nur“ in Forchheim. Evtl. schaut es weiter drinnen in der Fränkischen Schweiz anders aus.

      Viele Grüße

      Christof

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  • Pit 10. Februar 2014

    Mein Favorit, und nach meiner Zählung hier in den Kommentaren
    Punkt 36 oder so:
    Nur Wasser trinken, direkt aus der Leitung.

    Man braucht keine Kaffeemaschine, keinen Teekessel oder Wasserkocher, spart die Energie einfach zu 100%, vermeidet den Anbau (Monokultur, …) und die Transportwege der Rohstoffe (Kaffee, Tee, …), muss fürs Trinken nicht einkaufen gehen und spart Zeit und Geld. Außerdem ist man immer nüchtern, was für manche vielleicht auch ein gravierender Nachteil sein könnte ;-)
    Wenn ich sehe, wie geil viele meiner Freunde vorzugsweise auf Kaffee und Tee sind und wie sehr sie das Bedürfnis danach bestimmt, kann ich froh sein, mich nie daran gewöhnt zu haben.
    Bis vor einigen Jahren dachte ich allerdings, mein Wasser müsse unbedingt Kohlensäure beinhalten, damit ich es runterkriege. Als ein Freund aber seine Sprudelmaschine einfach entsorgt hat, habe ich es auch einfach mal konsequent probiert, das Wasser unsprudelig zu trinken. Nach wengen Wochen wollte ich es gar nicht mehr anders haben und brauche jetzt auch keine Kohlensäurepatronen mehr zu kaufen und kann die Sprudelmaschine meiden :-)

    Natürlich darf diese „Regel“ auch mal Ausnahmen haben (bei mir ist es z.B. die Cola im Restaurant) :-)

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    • Christof Herrmann 10. Februar 2014

      Mehr Leitungswasser trinken, ich glaube diesen Tipp übernehme ich für den Artikel „Weitere 25 Tipps, wie Du minimalistischer leben kannst“ ;-) Minimalistisch, nachhaltig und meist genauso gesund wie das Mineralwasser aus dem Supermarkt. Ich trinke viel Leitungswasser und habe immer welches auf Wanderungen dabei. Ganz möchte ich aber auf andere Getränke nicht verzichten. Zuhause und beim Arbeiten mache ich meist zweimal am Tag Tee, unterwegs trinke ich gerne einen Espresso, eine Apfelsaftschorle oder ein Bier. Versuche das aber immer mit Bedacht und Genuss zu tun.

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      • Janni 10. Februar 2014

        Leitungswasser ist an sich ein gute Idee, ich komme aber nicht umhin ein kleines ‚aber‘ einzuwerfen. Je nach Region ist das Leitungswasser mehr oder weniger hart, enthält also wenig oder viel Kalk. Ich konnte es erst auch nicht glauben, aber es gibt die Vermutung, dass zuviel Kalk im Trinkwasser zu Gallensteinen führt. Eine Bekannte die auch fast ausschließlich Leitunsgwasser getrunken hat, lebt nun ohne Gallenblase, ein Arzt hat sie auf den Zusammenhang aufmerksam gemacht. Wir nutzen für unser, wie ich finde, extrem kalkhaltiges Wasser daher Wasserfilter. Erspart definitiv das Kisten schleppen ;)

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      • Christof Herrmann 11. Februar 2014

        Hallo Janni,

        dass ein Zuviel an Kalk im Leitungswasser Gallensteine oder gar die Entfernung der Gallenblase begünstigt, halte ich für eines der vielen Mythen rund um die Ernährung. Ohne Arzt zu sein oder es recherchiert zu haben, behaupte ich mal, dass Gallensteine durch Übersäuerung und ungesunde Lebensweise entstehen (zu viele tierische Produkte, Weißmehl, Zucker, Fabriknahrungsmittel, Kaffee, Alkohol, Nikotin, Stress, Bewegungsarmut usw.).

        Viele Grüße

        Christof

        Antworten
  • Jan 10. Februar 2014

    Hi Chris,
    da wir bald umziehen, ist das Minimalsimus-Thema gerade größer als je zuvor. Und ich stelle gerade mit Schrecken fest, wie wenig minimalistisch unser Haushalt ist. Wir versuchen uns wirklich von viel zu trennen, aber was ich feststelle: Es dauert! Man braucht Zeit, um sich von Krempel zu trennen… viel, viel mehr als man denkt. :-)

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    • Christof Herrmann 10. Februar 2014

      Hi Jan,

      ein Umzug ist eine gute Gelegenheit, sich von Dingen zu trennen. Doch meist hat man keine Monate Zeit, sondern kommt der Termin rasch näher. Dann macht es wenig Sinn, Schublade für Schublade durchzuschauen und Schraubenzieher für Schraubenzieher auszusortieren. Vielleicht könnt ihr Euch aber von ein paar Dingen trennen, die schnell sichtbaren Erfolg bringen. Das Möbelstück, das nie verwendet wird; das schrottreife Fahrrad; der kaputte DVD-Player; das Sammelsurium an hässlichen Plastik-Blumenkübeln; die Kisten mit den CDs, die seit Jahren im Speicher steht, o. ä. So wird der Umzug vielleicht ein bisschen übersichtlicher und seid ihr motiviert, nach dem Umzug mit dem Entrümpeln weiterzumachen ;-)

      Viele Grüße aus Franken

      Christof

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      • gabo 11. Februar 2014

        Hallo Christof,
        wegen des schrottreifen Fahrrades möchte ich einen kleinen Einwand machen:
        wenn man da nämlich ein bischen versiert ist im Fahrradreparieren kann man das auch reparieren und eventuell verschenken, falls man es selbst nicht braucht oder verleihen, wenn Besuch da ist. Wir haben mittlerweile einige „ehemals schrottreife“ Fahrräder und mein Mann hat sie repariert, einige stehen noch bzw. wieder bei uns, da unser Sohn sie aus Frankreich mitgebracht hat. Ausserdem nehmen Fahrräder weniger Platz weg als“schrottreife“ Autos! :-)

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      • Christof Herrmann 11. Februar 2014

        Hallo Gabo,

        ich schrieb ja extra „schrottreif“ und nicht „kaputt“ ;-) Aber Du hast natürlich recht! Wenn man Fahrräder oder sonstiges noch reparieren kann, sollte man es machen. Das ist nachhaltig und minimalistisch.

        Einfach bewusste Grüße

        Christof

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  • Ildiko Varga 10. Februar 2014

    Also ich muss echt sagen, dass ich die Kommentare hier mit genauso viel Spannung gelesen habe, wie den Artikel selbst, und das passiert nicht häufig. Wie es scheint, werden viele inspiriert, über unseren Überfluss nachzudenken. Ich habe mich auch schon seit längerem mit Minimalismus beschäftigt, und wollte jetzt mal konkret ein paar Gedanken dazu haben und bin dadurch auf diesen Artikel/Blog gestoßen.

    Ich muss definitiv mein Email-Fach verkleinern und eben die unnötigen NL loswerden, das ist bei mir ein ganz großer Schwachpunkt. Fernseher habe ich schon lange keinen mehr, dafür „verschwindet dann so viel Zeit“ im Internet (zB. YouTube).

    Ich denke, jegliche Änderung sollte tatsächlich mit Bedacht gemacht werden, damit man sich eben nicht plötzlich in einer „Ersatzbeschäftigung“ wiederfindet. Von daher sollte auch der Gang ins minimalistische Leben minimalistisch angegangen werden. Was jetzt gar keine Kritik an den Artikel sein soll, sondern ein Rat aus eigener Erfahrung.

    Man ist so begeistert, so überschwänglich, dass man alles auf einmal ändern möchte. Das birgt aber die Gefahr, eben zu viele Gewohnheiten zur gleichen Zeit zu ändern, was wiederum dazu führen kann, dass man sich übernimmt, überwältigt fühlt, und dann plötzlich aufgibt. Wie gesagt, ich schreibe das aus eigener Erfahrung. Also besser einen kleinen Schritt zur Zeit machen. Das könnte man auch als einen der Punkte mit angeben.

    Und weil es aber so perfekt in mein Leben und Lifestylechange derzeit reinpasst, wird dieser Blog definitiv mit in mein Leseliste aufgenommen. 
    Allen einen tollen Wochenanfang und schöne Grüße von der Insel Sylt

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    • Frank 10. Februar 2014

      Hallo Ildiko,
      bzg. Mail schau Dir doch mal des Konzept von Inbox-Zero an – einfach in die Suchmaschine Deines Vertrauen eingeben.

      Gruß

      Frank

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      • Ildiko 10. Februar 2014

        Hallo Frank,

        vielen lieben Dank für den Tipp. Ich werde gleich mal schauen, ob das was für mich ist.
        Gruß
        Ildikó

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  • Janna 10. Februar 2014

    Echt interessant, auf welch unterschiedlichen Levels des Minimalismus ein jeder steht.
    Ich kann nur fragen: Was ist ein Smartphone, was ist ein App ? Ich dachte ein Handy wäre einfach ein Telefon, für den Notfall unterwegs ? Was ich mir erst gar nicht anschaffe, muss ich auch nicht entsorgen !!!! Das ist meines Erachtens der Schlüssel zum Minimalismus, denn wenn ich mich erst einmal an etwas gewöhnt habe, fällt es mir viel schwerer, mich davon wieder zu trennen.

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    • Pit 10. Februar 2014

      Ja, Janna, das sehe ich genauso. Liebgewonnene Gewohnheiten aufzugeben ist für Menschen immer hart. Es gibt viele Dinge, die ich bewusst meide (z.B. Smartphone), weil ich weiß, ich könnte sie lieben.
      Das hört sich vielleicht etwas nach einem freudlosen Leben an, doch da ich diese Dinge nicht habe, habe ich auch die verbindenden Gefühle nicht – es fehlt mir nichts! Und in Christofs Artikel und den vielen Kommentaren gibt es viele Beispiele, die verdeutlichen, dass Verzicht anderweitige Vorteile und mitunter auch Genuss zu Folge haben kann.

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  • Pit 10. Februar 2014

    Ach ja, noch ein herausfordernder minimalistischer Punkt:
    Kalt duschen.

    Nach Fukushima habe ich damit begonnen, da ich so viel Strom wie möglich sparen wollte (unser Wasser wird elektrisch warm). Vorher hätte ich nie gedacht, dass das überhaupt geht :-) Habe es dann aber ca ein Jahr lang so durchgehalten. Eine Krankheit hat mich rückfällig werden lassen, und ausgerechnet ab Sommer habe ich wieder das Warmduschen vorgezogen.

    Seitdem betreibe ich eine abgespeckte Variante: Mit warmem Wasser beginnen, dann Wasser aus, einseifen, Wasser wieder an und sofort stückchenweise immer kälter drehen. Am Ende ist es dann so kalt, dass das Aufhören eine Erlösung ist. Das hilft ganz gut gegen Duschorgien, denn mit warmem Wasser könnte ich stundenlang duschen. Das Körpergefühl nach kaltem Duschen ist übrigens ein sehr schönes, waches, lebendiges. Ich fühle mich immer besonders stark und gesund, nach Warmduschen dagegen eher schlapp und müde.
    Vielleicht schaffe ich bald wieder das ganz kalte Duschen :-)

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    • Johannes 12. Februar 2014

      Ha, endlich mal ein Gleichgesinnter! :-) Ich praktiziere das Kaltduschen seit einigen Jahren und bin völlig überzeugt davon: Ich bin viel seltener erkältet, werde morgens herrlich wach, bin schneller fertig, friere hinterher weniger, der Spiegel beschlägt nicht, die Schimmelgefahr ist geringer und es spart eine Menge Energie. In meinem Fall ist das Gas. Da mir die Gaslieferanten Deutschlands nicht alle so richtig sympathisch sind (Russland und andere), sehe ich die Energieeinsparung auch unter dem Aspekt des politischen Konsums. Leider konnte ich bisher noch niemand überzeugen, dem ich davon berichtet hab.
      In meiner Wohnung ist es aber auch ziemlich einfach, weil das kalte Wasser dort mit 15-16°C aus der Leitung kommt. Unter 10°C ist es schon hart, vor allem beim Haarewaschen.
      Tipp: Im Hochsommer anfangen und dann konsequent dabeibleiben. Und im Winter morgens gleich aus dem Bett unter die Dusche, nicht auskühlen zwischendurch.

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      • Pit 12. Februar 2014

        Ja genau, endlich mal ein Gleichgesinnter! :-)
        Mein Tipp sieht allerdings ganz anders aus: möglichst im Winter anfangen und abends nach einem Spaziergang im Kalten (bei mit z.B. immer nach dem Sport) bloß nicht erst aufwärmen in der Wohnung, sondern sofort kalt duschen. Dann ist der Schock am geringsten.
        Naja, viele Wege führen nach Rom :-)
        Schön jedenfalls, dass es noch Andere gibt, die kalt duschen!

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      • Christof Herrmann 13. Februar 2014

        Ich oute mich als Warmduscher! Aber ich werde jetzt versuchen kalt zu duschen. Wenn Ihr die nächsten Tage nichts von mir hört, bin ich krank geworden ;-)

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  • einfacheinfachleben 10. Februar 2014

    … toller Post! … obwohl ich mich nun doch schon eine ganze Weile mit diesem Thema beschäftige, gibt es bei mir auch noch „ausbaufähige“ Bereiche …

    Minimalismus ist für mich nicht allein „weniger ist mehr“. Für mich bedeutet Minimalismus auch, im Alltag zu gucken, wo ich vereinfachen kann. Welche „Basics“ sind wirklich wichtig? Brauche ich die Tag- und Nachtcreme, eine noch für die Hand, für den Fuß, für die Augen etc.? Für mich bedeutet Minimalismus neben dem Essen auch in Bezug auf den Gebrauch von Kosmetik sowie Wasch- und Putzzubehör für den Haushalt Einfachheit herzustellen. Shampoo und Cremes nutze ich nicht mehr. Natron, Wasser, Essig, Seife jedoch schon. Sowohl als Kosmetik als auch zum Putzen. Stichwort: Universell einsetzbare Verbrauchsgüter …

    Viele Grüße aus Berlin,
    Anja

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  • Stephan 10. Februar 2014

    Noch ein Tipp von mir, den ich gerade umzusetzen versuche, ich kleiner Internet-Suchti:

    Beschränke deine Online-Zeiten.

    Zu dem Punkt würde ich mich auch über Tipps freuen. Ich habe es mit bestimmten Online-Zeiten (z.B. von 19.00 bis 20.00 Uhr) versucht. Einstellungen dazu konnte ich in meiner Fritzbox festlegen. Das erwies sich aber als unpraktisch. Jedesmal, wenn ich außer der Reihe doch mal ins Internet musste (z.B. fiel mir heute brühwarm wieder ein, dass meine Umsatzsteuer-Voranmeldung für Dezember noch raus musste), musste ich die Einstellungen komplett neu vornehmen. Vielleicht hat jemand andere Ideen. Meiner Willenskraft allein traue ich da nicht.

    Antworten
    • Sandra 11. Februar 2014

      Stephan, kleiner Internetsuchti :-)…vielleicht sich mit „echten“ Dingen, die Du gerne magst beschäftigen (was hast Du früher gern getan, bevor Du selbständig warst, es sei denn, Du hast Deine Berufung gefunden), eine To-Do-Liste schreiben (aber nicht nur die lästigen Aufgaben notieren, sondern auch die, wozu Du schon immer mal Lust hattest und zur Tatkraft schreiten, Dein Laptop verstecken (mein Sohn bittet mich immer darum, wenn ich das Haus verlasse, weil die Versuchung doch recht groß ist und wenn er außer Sichtweite ist, ist das Bedürfnis auch nicht mehr da), vielleicht brauchst Du eine wundervolle Partnerin:-), mit der Du einen gemeinsamen Überschuß bilden kannst…
      Oh, Du hast schon so eine phantastische Frau? Dann erinnere Dich wieder daran, was man alles Schönes gemeinsam machen kann! :-)
      Ansonsten finde ich Dein Vorschlag sehr gut, tatsächlich auf die Zeiten bewußt zu achten, die man so im Internet verbringt…manchmal einen schrillen Wecker etwas weiter weg stellen, der einen daran erinnert…

      Antworten
    • Christof Herrmann 11. Februar 2014

      Stephan, vielleicht hilft Dir folgender Tipp (wurde oben in den Kommentaren unter dem Stichwort „Achtsamkeitsübung“ schon mal angesprochen): Versuche nur eine Sachen gleichzeitig zu machen. Also nicht im Web surfen und dabei essen, joggen und Musik hören, kochen und telefonieren, sondern im Web surfen, danach essen, dann joggen und zum Schluss Musik hören. Die Disziplin, dass man zwischen dem Essen und dem Joggen nicht wieder eine Stunde online geht, muss man halt lernen.

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    • Jan 11. Februar 2014

      Mir tut das Firefox-Addon Leechblock gute Dienste. Dort kann man bestimmte Seiten definieren, um sie in veränderbaren Zeitfenstern (mit einer Karenzzeit von 5 Minuten o.ä.) zu blocken. Das kann bei der Produktivität helfen oder einen Anreiz geben, die online-Zeit einzuschränken.

      Vielleicht hilfts ja dem einen oder anderen.

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  • Emmih 11. Februar 2014

    Hallo zusammen,
    danke für die tolle Liste und die wirklich unterhaltsamen und nützlichen Kommentare. Viele Punkte haben schon längere Zeit in meinem Leben Platz gefunden. Aber E-mails habe ich doch fast täglich geschrieben und bin dadurch weiterhin im Internet hängengeblieben. Alles verlorene Zeit! Bis ich eines Tages einen „echten Brief“ von einer Bekannten per Post bekam. Welche Überraschung und Freude! Ich saß bequem auf dem Sofa und vertiefte mich in die 3 vollgeschriebenen Seiten. Schreibe ich auch heute noch kurzel Nachrichten per Mail, so habe ich doch angefangen öfters einen „echten Brief“ zu schreiben, um mehr Muse in mein Leben zu bringen. Vielleicht könnte das auch als Punkt auf der Liste zählen.
    Ich grüße Euch alle herzlich!
    Emmih

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    • Christof Herrmann 12. Februar 2014

      Hallo Emmih,

      öfter einen echten Brief schreiben – das ist eine tolle Idee, die ich für den Artikel „Weitere 25 Tipps, wie Du minimalistischer leben kannst“ übernehmen sollte ;-)

      Viele Grüße aus Frochheim

      Christof

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  • Franka 16. Februar 2014

    Zuerst einmal: aus den Kommentaren geht auch hervor, dass es anscheinend immer mehr Menschen gibt, die sich gegen den Konsumterror sträuben oder zumindest ein paar kritische Gedanken daran verschwenden. Damit fängt es an … Und mit vielen kleinen Veränderungen geht es weiter und wird irgendwann zu einer Haltung dem Leben gegenüber.

    Noch zwei kleine Tipps (hoffentlich ist jetzt nichts doppelt, weil ich die Kommentare nur überflogen habe):
    – Aufkleber auf den Briefkasten: keine WErbung
    -Werbung per Post, die eindeutig als solche zu erkennen ist: Annahme verweigert und zurück in den Briefkasten (das kostet den Absender Geld) – oder Mail mit der Bitte, einen aus dem Verteiler zu nehmen
    – Gleiche Dinge an EINEM Ort aufbewahren. Dann merkt man oft erst, wie viel man hat. Wenn man dann zählt und feststellt: ich habe 30 T-Shirts oder 100 Briefumschläge … na, dann braucht man doch die nächsten zwei Jahre keine mehr zu kaufen
    – eine Einkaufsliste für Kleidung erstellen und dann NICHTS kaufen, was da nicht drauf steht, auch wenn es noch so verlockend und günstig ist
    – sich nach Upcyclingmöglichkeiten umsehen … es gibt ‚1000‘ Ideen im Internet

    Liebe Grüße, Franka

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    • Christof Herrmann 16. Februar 2014

      Manch einer mag sein Leben von heute auf morgen radikal verändern. Die meisten fahren aber mit kleinen Veränderungen besser. Babyschritte statt Kängurusprünge habe das mal an anderer Stelle genannt.

      Danke für Deine Tipps. Der erste steht schon oben in meiner Liste ;-) Besonders gut gefällt mir „Gleiche Dinge an EINEM Ort aufbewahren. Dann merkt man oft erst, wie viel man hat. Wenn man dann zählt und feststellt: ich habe 30 T-Shirts oder 100 Briefumschläge … na, dann braucht man doch die nächsten zwei Jahre keine mehr zu kaufen“.

      Viele Grüße

      Christof

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  • Arno D. 16. Februar 2014

    Das Reinigen des Desktops kann sehr befreiend sein. ;-)
    Dankeschön für die Tipps!

    Antworten
  • Valeria 26. Februar 2014

    Gefällt mir. :)

    Einiges tue ich bereits, habe es getan und werde ich noch tun. :) Danke dir. Muss jetzt „weg“, aber schaue gerne mal abends nochmal in deine Liste rein und setze etwas um. LG

    Antworten
  • Bernd 27. Februar 2014

    wow, anfangs dachte ich mir: „nicht noch so ein listen artikel“, doch auch wenn die tipps sehr einfach sind, fand ich sie sehr inspirierend.

    vor allem der zweite teil vom 10. punkt hat mich beeindruckt.

    und wer sich frägt woher die zeit nehmen das alles umzusetzen, der muss nur punkt 5 durchziehen und hat SOFORT 1-5 stunden JEDEN TAG mehr zeit.

    Antworten
    • Christof Herrmann 28. Februar 2014

      Stimmt, wenn der durchschnittliche Deutsche Tipp Nummer 5 beherzigt, gewinnt er so viel Zeit, dass er zunächst gar nicht weiß, was er damit anfangen soll :-) Die durchschnittliche Sehdauer lag 2013 laut Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung nämlich bei 221 Minuten pro Tag. Ich will das Fernsehen ja nicht verteufeln. Aber 56 Tage pro Jahr bzw. 12 Jahre in einem Leben in einen viereckigen Kasten zu schauen, halte ich für übertrieben ;-)

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  • Oliver 4. März 2014

    Hallo Christof,

    wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, dann zuerst mal das Tagesereignis vorab: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

    Ja, lange ist es her!

    Im Grossen und Ganzen stimme ich den Punkten auf deiner Liste zu einem erfüllterem und reduzierterem Leben zu. Doch drei Punkte möchte ich aufgreifen, die nach meiner Interpretation nicht richtig von dir wiedergegeben wurden bzw. es aus meiner Sicht einer Ergänzung bedarf.

    Punkt 8: (Werbeverbot auf dem Briefkasten): Da ich seit über einem Jahr bei der Post arbeite, kann ich aus sicherer Quelle sagen, dass dieser Aufkleber wenig bis gar nichts bringt! Jede Art von personalisierter Post DARF und wird nämlich trotz solch eines Aufklebers eingeschmiessen. Und dazu reicht es schon, wenn die Strasse und der Ort auf der Werbung steht, es muss nicht unbedingt der Name sein. Wobei der Großteil der Werbung, die wir massenweise ausfahren, genau darin besteht: Kataloge, Werbebroschüren, Postwurfsendungen etc. Die Firmen wissen wie sie ihren „Kram“ an die Haushalte bringen. Dieser „Werbung nein Danke“ Aufkleber bezieht sich rein auf Postwurfsendungen, auf denen z.b. steht „an alle Haushalte mit Tagespost“. Wenn dieser angebracht ist, darf ich diese Sendungen nicht einwerfen. Aber wie gesagt: der Grossteil ist personalisiert und so landet der ganze Kram trotzdem im Kasten und dann später in der blauen Tonne – und hilft der Umwelt und dem Minimalismus wenig.
    Alternative: Der Konsument sollte sich nicht überall im Internet registrieren und falls doch, immer aufs Kleingedruckte achten und das Häckchen für Werbezwecke nicht anklicken.

    Punkt 12 (Ja/Nein): Wir kennen uns ja schon ein wenig. Dieses konsequent sein, was aus dieser Aussage heraus sticht, ja oder nein zu sagen, Kante zeigen, kein vielleicht oder mal sehen, das hört sich zuerst mal gut an. Sehr struktiert, klar, rational, vernünftig. Und ist es sicherlich auch. Nur schwingt da aus meiner Sicht noch was anderes mit: Kontrolle! Sicherheit! Bestimmen! „Wollen wir uns nächstes Wochenende treffen?“, Weiß noch nicht, mal sehen, können wir das spontan entscheiden, wie es mir geht, wie ich Lust habe, habe viel um die Ohren, Ja oder Nein, ich möchte planen, ich habe noch andere Termine und Freunde. Also entscheide dich.“ Nach deiner Aussage könnte es so in die Richtung laufen. So verstehe ich nicht einen Umgang mit meinen Freunden. Das ist unter Druck setzen, seinen Freund/Bekannten in seiner Wahlfreiheit einschränken, damit ICH (Planungs) Sicherheit habe. Bei manchen Terminen ist dagegen auch nichts einzuwenden, wie z.B. einen Umzug, sogar notwendig. Mir geht es um die Schattierungen, die Nuancen, das offen lassen, das Intuitive, aus dem Gefühl entscheiden, das Graue zwischen dem Schwarzen und Weißen – und weniger um das entweder – oder(das manchmal auch angebracht ist). Das ist sehr westlich. In östlichen Philosophien gibt es dagegen das „Sowohl als auch“.
    („Wir können sowohl gleich was ausmache, als uns auch erst in ein paar Tagen festlegen.“)

    Punkt 22 (echte Freunde): Ein neuraligscher Punkt – gerade zwischen uns beiden, wie wir wissen. Gerade in diesem Punkt erkenne ich hinter deinem hehren und anstrebenswerten Minimalismus einen rigiden Perfektionismus. Und wenn man ein wenig mit dem Thema vertraut ist, weiß man, dass hinter Perfektionismus immer Sicherheitsstreben steht und noch eine Etage tiefer, Angst vor Kontrollverlust. Und damit sind wir bei einem der Grundgefühle, dem Kern: der Angst. Und damit der Angst, immer zu kurz zu kommen, seinen (unechten) Freunden zu viel zu geben und zu wenig zurück zu bekommen – ob Aufmerksamkeit, Zeit, Wertschätzung oder Anerkennung. Und wieder sind wir bei dem o.g. Punkt: Entweder – Oder. Entweder ich bekomme für meine investierte Zeit in eine Freundschaft auch genauso viel zurück (Erwartungen), oder ich beende das ganze, da ich keinen Nutzen mehr darin sehe. Ich glaube, es ist interessant, hier genau hinzuschauen, ob der Betreffende (sich als Opfer fühlende) WIRKLICH nichts von seinem Freund zurückbekommt, oder ob es mit einem inneren Thema in ihm zu tun hat, sich immer als Opfer und Ausgenutzter zu fühlen?! Wie quasi seine Wahrnehmungsfilter eingestellt sind?

    Unberührt davon ist die Tatsache, dass es natürlich für sein eigenes Wohlbefinden und in Balance sein wichtig ist, sich von Leuten zu trennen, die einem mehr Kraft rauben als geben (Partner, Kollegen, Freunde etc.) Das habe ich gemacht und werde es weiterhin tuen. Was ich mit einbringen möchte, ist der Aspekt, was solche Kontakte und „unechte Freunde“ mit mir zu tun haben, was sie mir zurückspiegeln. Ein schwieriges Unterfangen. Dazu brauch es einer großen Portion Selbstachtsamkeit.

    Bevor ich zu philosophisch und therapeutisch werde, höre ich lieber auf:). Aber dies sind meine (Lebens-) Erfahrungen zu diesen drei Punkten aus dieser anschaulichen Liste.

    Gruss
    Oliver

    (bin gespannt, ob dieser lange und persönliche Kommentar überhaupt veröffentlicht wird:)

    Antworten
    • Christof Herrmann 4. März 2014

      Hi Olli,

      danke, hatte aber schon vor paar Tagen Geburtstag.

      Meine Tipps sind nur Anregungen. Man kann sicher über jeden dieser Punkte philosophieren und Gegenargumente finden, was Du ja erfolgreich getan hast.

      Nur kurz etwas zum „Keine Werbung! Keine kostenlosen Zeitungen!“-Aufkleber: Bei mir hat er durchaus etwas gebracht. Die „unpersonalisierte“ Post wird ja nicht nur von Euch Postboten eingeworfen, sondern auch von Austrägern, die z. B. jede Woche ein oder zwei mal die Anzeigenblätter verteilen. Personalisierte Werbung (die man meist ja mal bestellt hat) hatte ich nicht so viele. Einige wenige bekomme ich noch, die restlichen haben ich schriftlich oder telefonisch abbestellt. Wenn die Firmen hören, dass ihre Sendung ungelesen im Papiermüll landet, stellen sie meist schnell den Versand ein.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Oliver 4. März 2014

    Hi Christof,

    ach, dann war es der 1. März. Mein Datumsgedächnis war noch nie gut. Aber besser spät als nie, wie es so schön heisst:) Hoffe du hattest einen schönen Tag!

    Keine Werbung! Ach ja, die liebe Zeitungsausträger hatte ich ganz vergessen. Ärgere mich immer über die verstopften Briefkästen, wenn ich die „richtige und wichtige“ Post noch irgendwie reinquetschen muss. Natürlich hasst du recht, viele haben dies sogar an ihren Briefkästen extra noch kleben („keine kostenlose Zeitungen, Wochenblätter etc.“)

    Vollkommen klar, wenn jeder so konsequent wäre wie du, und all den personalisierten Krempel bei den Firmen abbestellen würde, hätte ich jeden Morgen bestimmt 3 Kisten weniger zum Austragen:) Im Übrigen mache ich es genauso und habe seit Jahren wenig bis gar keine Werbung mehr im Kasten (und das ohne Aufkleber:). Aber die Mehrzahl macht es sicherlich nicht, der „Aufwand“ ist denen wohl zu groß. Wenn ich manchmal sehe, wieviel „personalisierten Papiermüll“ ich jeden Tag bei gewissen Haushalten einschmeisse, blutet mir sofort mein (Regenwald) Herz. Das sind aber auch die Leute, die jede Woche 3-5 Pakete bekommen, sprich, all den Krempel auch lesen und eifrig bestellen. Ein Hurra auf unsere Konsumgesellschaft und die Firmen machen eifrig weiter..

    Viele Grüsse
    Oliver

    P.S. Noch einen Satz zu unechten Freunden: Natürlich ist es auch nur konsequent und richtig, wenn man mit diesen Menschen, mit denen man ohnehin kein Kontakt mehr hat, aus Facebook wirft. Soweit ich weiss, bist du hier auch sehr konsequent. Nach den neuesten (Markt) Entwicklungen gehe ich noch einen Schritt weiter, und stelle die ganze Daseinsberichtigung von Facebook in Frage – vor allem in Hinblick auf Minimalismus, Abhängigkeit und Konsumentenauswertung. Und so werde ich bald Ade sagen zu FB. Aber dies ist wohl ein Thema für einen anderen Thread..;))

    Antworten
    • Dennis Ritter 4. März 2014

      Sehr gute Tipps.Einiges mach ich schon.
      Wenn ich innerhalb meines Wohnortes unterwegs bin, nutze ich nie das Auto
      Aber hier noch ein Zeiteinspartipp :
      Beim Wocheneinkauf nur einen Supermarkt ansteuern, einen der alles hat.
      Auch wenn manche Sachen in einem anderen Laden billiger sind, die trotzdem in dem einen Laden kaufen.
      Denn gerade dieses Schnäppchen jagen kostet unwahrscheinlich viel Zeit, weil mann dann immer noch umherfährt. Dadurch hat man vielleicht ein paar Euros gespart, hat aber dafür kostbare Zeit verplempert.

      Antworten
      • Christof Herrmann 4. März 2014

        Klasse Tipp, Dennis! Ich kaufe mittlerweile fast nur in einem einzigen (Bio)-Supermarkt ein. Den erreiche ich zu Fuß und ein paar Produkte als Veganer bekomme ich eh nur dort. Ansonsten lass ich mir ab und zu die Ökokiste liefern oder gehe ich auf den Bauernmarkt.

        Antworten
  • Max Schneider 9. März 2014

    „muss ich die Versicherungssumme meiner Hausratsversicherung anpassen“

    Meiner Meinung nach braucht man eine Versicherung nur wenn a) der Schaden extrem selten auftritt und er b) _extrem_ teuer ist bzw. existenzvernichtend sein könnte.

    Falls Einbrecher meine Wohnung komplett ausräumen sollten (oder die Bude komplett abbrennt) dann ist die Summe des Neupreises aller Gegenstände die jetzt weg sind ziemlich hoch und ich könnte es mir nicht leisten alles genau so aus Eigenmitteln zu ersetzen.

    Aber: Müsste ich das auch wirklich tun?

    Wäre der Verlust aller Dinge in meiner Wohnung existenzvernichtend? (oder einfach nur unbequem?)

    Nein – zur Not kann ich eine Zeit lang auch ohne Couch o.ä. leben. Normalerweise hat man Freunde und Bekannte die einem so etwas leihen oder schenken können. Natürlich sinkt dann der Lebensstandard, aber meine Existenz besteht weiter.

    Anders sieht es natürlich aus wenn ich damit meinen Lebensunterhalt bestreite und der Wert der Dinge meine finanziellen Möglichkeiten überschreitet (Beispiel: Ich bin Schreiner und meine Werkstatt mit den ganzen teuren Maschinen brennt ab: Jetzt brauche ich eine Versicherung die mir den Schaden so schnell wie möglich ersetzt damit ich wieder meinen Lebensunterhalt verdienen kann)

    Deshalb versichere ich als Minimalist nur meine Gesundheit (Krankenversicherung) und mein Vermögen (Haftpflicht mit hoher Selbstbeteiligung). Hätte ich ein Haus (=extrem teuer) dann würde ich das natürlich auch versichern.

    Bei einem (gebrauchten) Auto würde ich ausschließlich die Schäden Dritter versichern nicht aber Schäden an meinem eigenen Auto.

    Weniger ist mehr, auch bei Versicherungen. Spart Geld und Nerven und ist minimalistisch.

    Antworten
    • Sandra 10. März 2014

      Genau richtig, @ Max Schneider! Das erinnert mich ein wenig an Buddhismus…auch im eigenen Geist minimalistischer zu leben, die ganzen Störgefühle, Anhaftungen und Schleier abzulegen, durch Meditation den Geist freizubekommen…man ist nicht mehr so verletzlich und angreifbar und somit freier in seinen Entscheidungen und seinem Leben…eben wie in einem „leeren“ Haus…die Einbrecher können kommen, können einem aber nicht schaden, da sie nix mitnehmen können…

      Buddhistische Grüße von Sandra

      Antworten
    • Christof Herrmann 11. März 2014

      Sehe ich ähnlich, Max. In Deutschland tendieren wir dazu, uns zu viel zu versichern, was Zeit und Geld kostet. Ich habe derzeit eine Krankenversicherung, eine Haftpflichtversicherung, eine Hausratversicherung und eine Teilkaskoversicherung. Letztere werde ich kündigen, wenn ich im Frühjahr mein Auto verkaufe. Nachdem ich in den letzten Jahren meinen Besitz stark reduziert habe, zum Beispiel 4000 CDs und Schallplatten verkauft und verschenkt habe, könnte ich sogar meine Hausratversicherung loswerden.

      Antworten
  • Mia 14. März 2014

    Hi!
    Vielen Dank für diese wertvollen Tipps, viele Dinge sind so einfach, aber man übersieht sie so schnell. Du hast jetzt definitiv eine Leserin mehr :-)
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Mia

    Antworten
  • André 30. März 2014

    Hi,

    schöne Liste, ich werde heute noch mein Portmonee halbieren und den Desktop löschen! :)

    Zu Punkt 17 habe ich einen guten Tipp, da ich leider ein sehr schlimmer Schnellfresser bin und es nicht in den Griff bekomme, langsam zu essen: Wenn irgendmöglich, versuche ich mit Stäbchen zu essen. So auch Nudeln und Essen, das wirklich schwer damit zu Essen ist. Das verhindert das Ruck-Zuck-Wegschaufeln mit dem Löffel!

    Viel Spaß dabei!

    Antworten
  • Christof Herrmann 1. April 2014

    Hi Mia & Andre,

    danke für Euer positives Feedback!

    Mit Stäbchen zu essen, um langsamer zu essen, ist eine gute Idee! Werde das gleich mal mit meinem Toastbrot probieren ;-)

    Einfach bewusste Grüße

    Christof

    Antworten
  • Tina 21. April 2014

    Hallo Christof,

    danke für diesen tollen Beitrag (sowie für viele andere Beiträge hier, die ich bereits gelesen habe).
    Ich habe vor kurzem meine erste Langstreckenwanderung gemacht (naja, teilweise. Abgebrochen, weil der gebrochene Fuß irgendwann nicht mehr in den Schuh passte).

    In der Zeit habe ich nur aus meinem Rucksack gelebt (ohne vorheriges Training, mit gut 17 Kilo, jeweils 25-35 km pro Tag), geschlafen wurde in Grotten oder in Schutzhütten. Es ging mir nie besser.

    Als ich zurück in meine Wohnung kam erschlug mich der Inhalt Selbiger. Was für eine Masse an… Dingen, die nicht in meinem Rucksack waren.

    Unter anderem mit Hilfe deiner Tipps habe ich angefangen auszumisten ( innerhalb kürzester Zeit Viel verkauft, Einiges gespendet und Einiges verschenkt, aber auch auf den Müll).
    Das Bankkonto dankt es und meine Seele auch. Mit jedem Stück weniger fällt mir tatsächlich ein Stück lasst ab. Endlich loslassen. Briefe, über 10 Jahre oder noch älter. Wozu habe ich das je aufgehoben? Würde ich wirklich irgendwann als alte Frau über diesen Briefen sitzen um sie immer wieder zu lesen?
    Ich denke ich reduziere den Mist, nehme das Geld und nutze es um an Orte zu kommen an denen ich so wundervolle Erinnerungen schaffe, dass sie mir ewig bleiben – ohne Briefe.

    In dem Sinne, vielen Dank für deine Stützen, die du mir und anderen hier gibst.

    Viele Grüße von Überall und Nirgendwo
    Tina

    Antworten
    • Christof Herrmann 2. Mai 2014

      Hallo Tina,

      zunächst mal vielen Dank für Dein Lob. Freut mich immer, wenn meine Artikel gerne gelesen werden.

      Welche Langstreckenwanderung hast Du denn gemacht? Dass Du dabei auf den Minimalismus gestoßen bist, verwundert mich nicht. Bei mir war der Auslöser ebenfalls das Reisen mit dem Rucksack bzw. dem Fahrrad.

      Einfach bewusste Grüße

      Christof

      Antworten
  • Christine 15. Juni 2014

    Tipp 678
    Miste jährlich deine Wohnung gründlich aus, Stichwort „Frühjahrsputz“.
    Dazu gehören auch Dachboden und Keller. Je weniger dort vorhanden ist, desto leichter fällt es, Ordnung zu halten. Außerdem tut es den Schränken der Wohnung gut, einmal jährlich ausgeräumt und ausgewischt zu werden.

    Tipp 55
    Habe für alles seinen Platz.
    Kontoauszüge gehören in den Kontoordner, Rechnungen in den Rechnungsordner und das Papier in den Papierkorb. Wenn man gleich die Sachen wegräumt, kann sich kein Berg ansammeln. Außerdem kann man „blind“ zugreifen.

    Danke für die 25 Tipps. Kenne ich und beherzige ich, auch wenn ich noch nicht auf den Minimalismusstand angekommen bin, den ich anstrebe. Aber ich habe mich von vielen Dingen getrennt, auch von Hobbys und dem benötigten Material. Geht nach eine Weile Abstinenz ganz gut und befreit innerlich von Ballast.

    Antworten
    • Christof Herrmann 21. Juni 2014

      Danke für Deine Tipps!

      Der zweite gefällt mir sehr gut. Ich habe mir angewöhnt für all den Papierkram nur eine Ablage zu haben. Spätestens wenn der Schuber voll ist, etwa einmal im Monat, werden die Dokumente in Ordnern abgeheftet.

      Noch ein Wort zum Ausmisten bzw. zum Frühjahrsputz: Mein Ziel ist es, das gar nicht mehr machen zu müssen, sondern vielmehr einen Zustand zu erreichen, in dem ich nur Dinge besitze, die ich auch tatsächlich ge-brauche.

      Antworten
  • Gismo 24. Juni 2014

    Dieser Artikel ist einfach super, mein Kleiderschrank ist nun leer (nein nicht ganz, das wichtigste ist noch da) und selbst das ist noch viel.
    Mein Geldbeutel kommt gleich dran.

    Ich habe mich heute von FB abgemeldet, naja nur deaktiviert, ich mache da jetzt ne Pause vielleicht für immer ich schau mal.

    Ein Auto besitze ich nicht, ich gehe überall zu Fuß hin und fahre auch mit dem Fahrrad einkaufen, mein Make Up (wovon ich eh nicht viel hatte) ist nochmal geschrumpft, mein Hund wird auch dran glauben müssen (keine Angst der bleibt) der braucht nicht so viele Geschirre und Leinen, kam eh alles von mir aus. Arbeiten tue ich schon in Teilzeit, aber auch nur weil ich Abends noch Abi mache :) Mein Nagellack ist von 30 auf 5 geschrumpft. Ich könnte noch so viel aufzählen, und ich habe noch mehr vor, es gibt mir ein sehr befreiendes Gefühl, es hat auch riesigen Spaß gemacht den Kleiderschrank leer zu räumen und zu sehen wie viel Last ich doch hatte.

    Antworten
  • Nate 8. Juli 2014

    Danke Christof. Für mich nehme ich gerade das „Esse langsam“ mit. Ansonsten scheine ich schon auf einem guten Weg in Richtung minimalistischer Leben zu sein. :-)

    Antworten
  • Der Jens 19. Juli 2014

    Mein Auto brauche ich beruflich da ich selbständiger Monteur bin….Mein Smartfone brauche ich wegen den Kundenkontakt….und meine Notebook brauche ich für meine Buchhaltung…..
    Bin allerdings dabei zusammenzufassen……habe als erstes mein Hobby aufgegeben wo ich eh keine Zeit für habe , da ich neben den Job noch studiere….habae gleich die Sachen im Kleinanzeigen verkauft …….hab meine Navi verkauft, da ich das ja auch mit meinem Smartfone machen kann………jetzt bin ich bemüht ein Teil nach dem anderen loszuwerden und die Dinge die ich Besitze zu pflegen um diese lange nutzen zu können……In Sachen Ernährung plane ich weniger Fast Food und mehr Salat zu essen…..aber Fleisch wir mir auch immer wichtig bleiben, da es meiner Meinung nach zu einer gesunden Ernährung gehört……achte aber mittlerweile drauf dass ich nicht jeden Tag Fleisch esse ….die Herkunft wird mir auch immer wichtiger…..daher ist das Discount-Fleisch mittlerweile für mich gestorben……lieber kann das Fleisch doppelt so teuer sein….ich kann der Verzehr ja locker halbieren

    Antworten
    • Christof Herrmann 22. Juli 2014

      Schön, dass Du Dein Leben ebenfalls vereinfachst und uns davon kurz berichtet hast. Wünsche Dir weiterhin viel Spaß auf diesem Weg!

      Eine Frage habe ich noch: Warum reduzierst Du Deinen Fleischkonsum, wo Du der Meinung bist, dass es zu einer gesunden Ernährung dazugehört? Ich denke, das ganze ist ein Mythos bzw. wir sind da jahrzehntelang der Fleisch- und Milchindustrie auf dem Leim gegangen. Immer mehr Menschen wird das nun langsam aber sicher klar. Natürlich kann man sich mit zurückhaltendem Fleischkonsum gesund ernähren. Aber nötig sind tierische Produkte dafür nicht. Der viel zu hohe Anteil tierischer Produkte bei der durchschnittlichen westlichen Ernährung macht uns vielmehr krank und hat noch paar mehr Nachteile, die ich hier mal nicht aufzähle.

      Einfach bewusste Grüße

      Christof

      Antworten
  • Matthias 1. September 2014

    Manche Dinge sind zu einfach um selbst darauf zu kommen – danke für die Anregungen.
    Gruß aus Unterfranken
    Matthias

    Antworten
  • Bettina 10. September 2014

    Hallo,

    ich bin durch Zufall auf deine Seite gestoßen und bin sehr begeistert.
    Habe vor ein paar Tagen einen Bericht im Fernsehen über Minimalismus gesehen und musste grübeln – denn irgendwie hab ich mich da selber gesehen, obwohl mir der Begriff vorher eigentlich gar nichts sagte.
    Ich bin generell ein sehr aufgeräumter Mensch, ich mag’s ordentlich und strukturiert.
    Ich sortiere mehrmals im Jahr mein Hab und Gut aus, aber wenn ich so drüber nachdenke besitze ich immer noch verdammt viele Gegenstände.

    Also hab ich gestern einfach mal begonnen, und habe alle meine Schuhe (ich habe Schuhe immer geliebt doch viele einfach nie getragen) auf einen Haufen gelegt und alle aussortiert jetzt habe ich nicht mehr viele, alle anderen bringe ich zur Volkshilfe, die werden heute mit meinen Schuhen beschenkt.
    Meine große Leidenschaft das LESEN, früher hab ich mir immer Bücher in der Bücherei ausgeliehen, doch über ein paar Jahre haben sich so viele angesammelt das mein Regal fast platzt :)
    Ich habe mich entschieden sie zu verschenken, da ich ein Buch nie 2mal lese.
    Ich habe im Internet die Seite http://www.bookcrossing.com entdeckt.
    Ich werde meine Bücher jetzt auf Reisen schicken, jemand anderer soll Freude damit haben.
    Die die noch in sehr gutem Zustand sind, und auch nicht all zu billig waren werde ich verkaufen und in Zukunft wieder Bücher ausleihen.

    Von unnötigen Newslettern melde ich mich immer sofort ab wenn ich welchen bekomme, denn manchmal bekommt man auch welche die man nicht wollte…

    Facebook, WhatsApp & Co gibt es bei mir schon seit letztem Jahr nicht mehr, das sind unnötige Zeitfresser und die Menschen werden einem immer fremder, und ja was mich am meisten genervt hat, ich musste immer Dinge erfahren die ich nicht wissen wollte ;)

    Vielen Dank für deinen tollen Blog, ich werde in Zukunft öfter vorbei schauen, und mit deinen tollen Ideen und Gedanken mein Leben umkrempeln!

    LG Bettina

    Antworten
    • Christof Herrmann 10. September 2014

      Hallo Bettina,

      das war kein Zufall, sondern Schicksal ;-) Willkommen auf meinem Blog und danke für das viele Lob!

      Finde es schön, dass Du so viele Dinge verschenkst oder spendest. Je mehr ich weggegeben habe, desto öfter habe ich das auch so gemacht. Es gibt mir ein gutes Gefühl und ich spare eine Menge Lebenszeit, da ich nicht mehr für ein paar Euro stundenlang eBay-Auktionen einstelle. Nur Dinge von Wert, etwa in Kürze meinen Scanner, den Drucker und die Standboxen, verkaufe ich noch. Zum Thema „Warum Minimalisten spenden und verschenken sollten“ habe ich übrigens einen Blogartikel in Vorbereitung.

      Kannst ja mal bei Gelegenheit von Deinen Erfahrungen mit Bookcrossing berichten. Habe es mal vor Jahren in Regensburg ausprobiert.

      EBG

      Christof

      Antworten
  • Bettina 11. September 2014

    Bookcrossing: Funktioniert sehr gut, registriere die Bücher über die Seite und lasse diese dann am Weg zur Arbeit „liegen“.
    Wenn ich nach Hause gehe, sind alle weg :)
    Muss aber auch dazusagen das es neue Bücher sind, daher denke ich das es so gut funktioniert.

    LG Bettina

    Antworten
  • Petra 11. Oktober 2014

    Bin sehr begeistert über diesen Blog. Lebe auch seit Jahren minimalistisch, lebe seit Jahren in einer Wohnung mit einem riesigen Garten und dort eigenes Gemüse angebaut. Dadurch spare ich nicht nur, sondern lebe auch gesunder. Ich gehe nicht mehr ins Kino, gehe nicht essen, Urlaub nur noch auf dem Fahrrad, das hält fit und man nimmt sehr viel mehr an Eindrücken mit.

    Antworten
  • Sara 29. Oktober 2014

    Es ist wirklich großartig, ich finde diesen Lebensstil immer besser. Leider sind viele Punkte, die ich gerne machen würde, wie den Sternenhimmel betrachten oder in die Natur gehen, für mich als Studentin nicht umsetzbar. Viele müssen jetzt wohl schmunzeln, von wegen Studenten haben noch viel Zeit, nur leider ist das im Biologiestudiengang etwas anderes und ich sitze die meiste Zeit des Tages in der Uni, so wie jetzt, doch versuche ich immer wieder Zeit für mich und meine Freunde einzuschieben, sodass der ganze Stress mich nicht umwirft.

    Antworten
    • Christof Herrmann 5. November 2014

      Vielleicht kannst Du mal in der Natur lernen und nach Einbruch der Dunkelheit den Sternenhimmel betrachten ;-)

      Antworten
  • Tomar 16. Januar 2015

    Tolle Liste!
    Ich grüble schon eine Weile darüber nach, ob ich mein Auto verkaufen soll oder nicht. Ich glaube autofrei leben – das wird mein nächstes Projekt… ;-)

    Antworten
  • Jenny 17. Januar 2015

    Hallo ihr,

    den blog habe ich vor ein paar Tagen entdeckt und finde es klasse, dass ein Umdenken bei vielen Leuten stattfindet. Leider wird man zum grössten Teil in der Gesellschaft anerkannt, wenn man einen bestimmten Lebensstandard entspricht. die meisten Tipps finde ich super, einige sind jedoch für viele Leute schwer umsetzbar.
    Z.B. ohne Auto zur Arbeit zu kommen. Ich fahre mit öffentl. Verkehrsmitteln.
    Ich bin schon immer ein sehr Naturverbundener Mensch und fange momentan an,
    mich mit Achtsamkeit, Buddhismus und minimalistischem Besitztum zu beschäftigen.
    Schon allein des Umweltschutzes wegen. Ich nutze es ebenso therapeutisch.
    Ich lebe relativ minimalistisch, wozu ich ehrlich gesagt auch finanziell gezwungen bin.
    Bin Single und lebe allein in einer 1-Zimmer-Wohnung. Vor 2 Monaten habe ich meine Wohnung und meinen kleinen Keller ausgemistet, einiges an unbrauchbaren weggeworfen, da ich dazu tendiert habe, alles aufzuheben. Ich habe einige Sachen, u.A. Bücher und ein paar Schuhe, die nicht gerade billig waren und die ich nur zweimal anhatte, bei Kleinanzeigen verkauft. Verschenken würde ich auch, habe aber selbst wenig Geld. Aber Klamotten habe ich aussortiert, die mir zu klein geworden sind oder nicht mehr gefallen, die ich entweder einem Sozialladen oder in die Kleiderspende weggeben möchte.
    Es tat einfach gut, vor einem Jahr hätte ich mich wohl nicht von den Sachen getrennt.
    Vor einiger Zeit habe ich teilweise Kram gekauft und eine Woche später stand es bloss rum. Auch jetzt erwische ich mich, zum Glück aber viel seltener als früher, dass ich mir irgendetwas kaufe, wenn ich frustriert bin. Auch wenn ich genau weiss, dass ich es nicht brauche. Ich finde es schade, dass der Grossteil der Bevölkerung wohl wirklich sehr auf Konsum getrimmt ist, denn eigentlich sollte es mittlerweile bekannt sein, dass die Herstellung und Entsorgung von so gut wie jedem Produkt die Umwelt belastet.
    So viel Text, ich hoffe, das ist ok? ;D

    Antworten
    • Christof Herrmann 18. Januar 2015

      Hallo Jenny,

      vielen Dank für Dein Lob und den langen Kommentar :-)

      Du hast natürlich recht, dass nicht alle Tipps für jeden taugen. Minimalismus ist immer ein individueller und freiwillig gewählter Weg. Sobald man herausgefunden hast, wie und wo man sein Leben vereinfachen möchte, kann man durchstarten. Dann ist alles kein Hexenwerk mehr. Du bist ja Deinen Worten nach schon durchgestartet. Damit wirst andere Menschen – in Deinem Umfeld oder vielleicht auch welche, die Deinen Kommentar lesen – inspirieren, dem Konsumpf zu entsagen. Ist es nicht toll, ein Teil des Wandels zu sein.

      Freue mich hier wieder von Dir zu lesen.

      Christof

      Antworten
  • Thomas 22. Februar 2015

    Bin, wie so viele hier, zufällig auf die Seite gestoßen und habe dies mal zum Anlass genommen, mit dem Ausmisten unseres Haus zu beginnen. Was mich dabei am meisten „schockiert“ ist, dass man auch nach 10 großen Müllsäcken mit Kleidung für die Kleiderkammer, diversen Müllentsorgungen und einigen Verkäufen auf den ersten Blick noch keinen Unterschied sieht. Aller Anfang ist halt schwer, aber es ist Land in Sicht. Gerade bei Kindern im Haushalt ist es wirklich überraschend gewesen zu sehen, wie viele Dinge man praktisch unbenutzt wieder abgibt. Auch wenn die Hinweise eigentlich vielfach banal – und das meine ich positiv ! – sind, braucht man scheinbar einfach oft diesen äußeren Impuls, um Veränderungen in Angriff zu nehmen. Also Danke für die Tipps!

    Antworten
    • Christof Herrmann 25. Februar 2015

      Gerne, Thomas!

      Schockiert brauchst Du nicht zu sein. Das ist ganz „normal“. Jeder Deutsche besitzt im Schnitt 10.000 Gegenstände. In einem Haushalt mit Kindern, kommen da schnell 30.000 oder 40.000 Gegenstände zusammen, von denen nur einen Bruchteil wirklich gebraucht und genutzt wird.

      Viel Spaß beim Loslassen und an dem nachfolgenden Freiheitsgefühl.

      Christof

      Antworten
  • Maren Seidel 25. Februar 2015

    Hallo,

    Ein weiterer Ort, den man wunderbar entmuellen kann, ist die Festplatte des Computers bevor man neuen Speicherplatz kaufen muss. So sehr man die Vorteile digitaler Fotografie zu schaetzen weiss, kann sie auch viel Datenmuell produzieren. Schnell kommen dann Massen an Speicherplatz zusammen den man nicht braeuchte. Von einem Ordner an Urlaubsfotos kann man normalerweise 2/3 locker entfernen (verschwommen, das selbe Motiv, zu dunkel, etc.) und nur die wirklich schoenen und aussagekraeftigen Fotos eines Erlebnisses behalten.
    Das macht das spaetere Nachschauen auch wesentlich einfacher, da man sich auf die wichtigsten und schoensten Fotos konzentrieren kann.
    Das Gleiche gilt natuerlich fuer Dokumente aller Art, die sich ueber die Jahre auf Festplatten ansammeln koennen.

    Antworten
    • Maren Seidel 25. Februar 2015

      Schwer wird es, den Freunden und der Familie einen bewussteren Lebensstil so zu vermitteln, dass sie einem keine Sinnlosgeschenke mehr machen. So einfuehlsam man es auch versucht zu erklaeren, warum MAN SELBST darauf achtet, fuehlen sie sich trotzdem persoenlich angegriffen und beginnen, sich zu rechtfertigen. Einige Themen sind sehr emotionsbeladen und nur ueber sein eigenes Handeln zu sprechen (ohne jemanden Anderen direkt zu verurteilen, denn das fuehrt erst recht zu nichts) scheint schon Angriff genug zu sein. Das habe ich bei pflanzenbasierter Ernaehrung, bei Umweltschutzthemen und bei Familienplanung schon erlebt.
      Bei Weihnachten/Geburtstagen scheint der Geschenkezwang immer noch groesser zu sein als der persoenliche Wunsch des Beschenkten, nichts haben zu wollen. Dort is noch viel Bedarf zum Umdenken.
      Zu Sachgeschenken gibt es doch wunderbare Alternativen, z. B. Zeit- und Erinnerungsgeschenke. z.B. Zeit statt Zeug

      Antworten
    • Christof Herrmann 27. Februar 2015

      Sehr gute Ergänzung! Dieser Datenmüll und die Unmengen an Dateien können genauso vom Wesentlichen abhalten und Stress verursachen. Tipp Nummer 8 meines Blogartikels 25 weitere Tipps, wie Du minimalistischer leben kannst geht in diese Richtung: „Deinstalliere alle Computerprogramme und Smartphone-Apps, die Du seit einem Jahr nicht mehr verwendet hast.“

      Dass bei Themen wie Konsum, Umwelt und Ernährung die Gemüter erhitzen und viele in Abwehrhaltung gehen, selbst wenn man nur erwähnt, dass man sein Leben nun etwas anders gestaltet, habe ich auch schon oft erlebt. Ich interpretiere das so: Der gegenüber weiß insgeheim oder spürt unbewusst, dass Aspekte seines Lebenstils in eine Richtung gehen, die ihm und anderen nicht gut tun. Er würde gerne etwas ändern, weiß aber entweder nicht was oder bringt nicht den Willen und die Kraft auf.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Coco 2. März 2015

    Hallo Christoph, hallo Kommentatoren! Wow! Habe nun alle Kommentare gelesen und gebe zu, dass ich ein extremer Suchti bin. Ohne das Smartphone wäre ich via Facebook nicht auf diesen Blog gelandet. ;-)
    Auch liebe ich die nächtlichen TV-Serien. Kleidungs-und Schuhtick. Liebe auch Werbung. Scheine ein typischer Konsument zu sein und dennoch: ich spare Strom (Masterschalter an Steckdosen), Heizung (diesen Winter kaum an- Strickjacke und dicke Socken) und auch Wasser (Dusche an, aus, einsetzen, abduschen). Höre zu Hause kein Radio und selten Musik, weil’s mich nervt. Stelle langsam auf plastikfrei um. Trenne konsequent Müll. Lasse Verpackungen, soweit möglich, bereits im Geschäft. Bin von Berlin-Mitte an den Stadtrand gezogen. Welche Wohltat für Körper, Geist und Seele. Und ich interessiere mich für das Thema Minimalismus! Nur die Trennung fällt schwer. Auch diese Unterteilungen ( ja, nein, vielleicht) helfen mir nicht. Was ich sofort tun werde: Newsletter, die ich nicht lese, abbestellen. Verbrauche meinen Vorrat an Putzmittel und stelle sie dann selbst her. Wenn mein Shampoo aufgebraucht ist, werde ich mir meine Haare mit Roggenmehl waschen. Erfahrungen Anderer sind durchweg positiv. Als Spülung gibt’s dann Apfelessig. Kleine Schritte sind auch Schritte. Danke für die vielen Anregungen. Ich arbeite daran. :-)

    Antworten
    • Christof Herrmann 4. März 2015

      Es gibt immer mehrere Wege ans Ziel zu gelangen. Du gehst Deinen Weg eben mit Babyschritte anstelle Kängurusprung. Wenn Dir die Trennung von Dingen schwer fällt, könntest Du stattdessen eine Konsumdiät machen. D. h. Du kaufst für eine festgesetzte Zeit, vielleicht drei Monatem ein halbes Jahr oder gar ein Jahr, nichts, was Du nicht unbedingt zum (Über)leben brauchst. Du wirst sehen, dass auch das eine „Wohltat für Körper, Geist und Seele“ ist.

      Viele Grüße

      ChristoF

      Antworten
  • Rita Sauer 7. April 2015

    Hi Christoph,

    ich habe schon mal versucht, mich bei Xing abzumelden und musste feststellen, dass das fast unmöglich ist. Mich würde deshalb interessieren, wie du das geschafft hast.
    Zum Kühlschrank entrümpeln habe ich noch einen Tipp: Sollte der Kühlschrank nur noch halb voll sein, so soll man ihn auffüllen, z.B. mit Styropor, damit er nicht so viel ins Leere hinein kühlen muss und so unnötig mehr Strom verbraucht.

    Antworten
    • Christof Herrmann 8. April 2015

      Hallo Rita,

      das ist Jahre her, dass ich meine Xing-Mitgliedschaft gekündigt habe. Kann mich nur daran erinnern, dass es kein Problem war. Schau doch mal in den Hilfe-Bereich bei Xing oder suche bei Ecosia oder einer anderen Suchmaschine nach den Begriffen Xing Mitgliedschaft kündigen.

      Danke für den Kühlschrank-Tipp. Wenn der auf Dauer zu groß ist, lohnt wahrscheinlich der Kauf eines kleineren Geräts. Den zu großen kann man dann ja verkaufen oder spenden.

      Viele Grüße

      ChristoF

      Antworten
  • Glücksdetektiv 8. April 2015

    Hallo Christof,

    ich habe den Eindruck, der Begriff Minimalismus wird häufig mit Verzicht assoziert. Wenn man sich deine Auflistung aber ansieht, dann hat es wohl vielmehr mit Ordnung im Leben und Aufgeräumtheit zu tun. Dingen, die mir persönlich auch sehr wichtig sind.
    Vielen Dank!

    Antworten
    • Christof Herrmann 8. April 2015

      In Funk, Fernsehen und Presse werden Minimalisten halt gerne von Medienleuten – die selbst mit Minimalismus nichts am Hut haben – als sonderbare Asketen ohne Besitz dargestellt. Die Wirklichkeit schaut meist ganz anders aus.

      Einfach bewusste Grüße

      Christof

      Antworten
      • Glücksdetektiv 8. April 2015

        Ja, das kann ich mir gut vorstellen.
        Lieben Dank und bewusste Grüße zurück,
        Katharina

        Antworten
  • Britta 23. Mai 2015

    Danke.

    Antworten
  • Sylvia 23. Mai 2015

    Hallo,

    ich habe gerade den Artikel und die Kommentare gelesen.
    Dazu habe ich einige Anmerkungen.
    Scheinbar bin ich von Geburt an eine Art Minimalist, ich bin einfach so aufgewachsen ;-)
    Ich miste, seit ich denken kann, permanent aus. Jede Woche ca. 1 Schrankfach, eine Schublade, ein Regalfach oder ich durchforste einen Aktenordner. So halte ich meinen Besitz relativ gering und jedes Teil wird mindestens 1mal pro Jahr begutachtet.
    Als 43-jährige Alleinlebende habe ich auf 44qm alles, was ich brauche und habe trotzdem noch viel Platz zum Leben, Tanzen, Spielen und Spaß haben.
    Ein Auto habe ich schon seit 15 Jahren nicht mehr, da hier alles fußläufig zu erreichen ist und die öffentlichen Verkehrsmittel gut sind.
    Ein Smartphone habe ich auch nicht, das würde mich eher nerven und überfordern. Mein Handy ist ein „alter Knochen“, mit dem ich telefonieren und SMS schreiben kann. Selbst das ist meistens aus, da es eher ein Notfallgerät ist.
    Ich sitze lieber gemütlich auf dem Sofa und telefoniere (manchmal stundenlang) mit Freunden und Familie vom Festnetz aus.
    Bis vor kurzem hatte ich einen alten Röhrenfernseher, für den ich belächelt wurde.
    Er funktionierte aber noch…nun ist er hinüber und ich habe mir einen recht günstigen Flachfernseher gekauft, ein Auslaufmodell.
    Nach dem Dahinscheiden meines Fernsehers wurde ich ungefragt beraten, was einen Neukauf angeht.
    Soll es ein 3D-Fernseher sein, ein Smart-TV, 4k oder sonstwas….äh, nein, ich wollte einfach nur meine Serien gucken.
    Nun werde ich belächelt, weil der neue Fernseher „nichts kann“. Ich will ja gar nicht, dass er „was kann“ außer Bild und Ton. Das verstehen viele nicht.
    Apropos Elektrogeräte:
    Mein Handmixer ist 45 Jahre alt (Erbstück), meine Stereoanlage 25 Jahre (läuft und läuft), andere Geräte sind ähnlich alt, aber funktionieren tadellos.
    Alte Geräte werden viel zu voreilig ausgetauscht, weil man etwas „modernes“ will.
    Bei Klamotten lohnt es sich, zeitlose Dinge zu haben, die lange Zeit tragbar sind und in denen man sich wirklich wohl fühlt.
    So muss man sich keine Gedanken um neue Trends machen und vermeidet Fehlkäufe.
    P.S.: Unseren ersten Farbfernseher haben meine Eltern erst 1985 gekauft, denn der alte SW-Fernseher (Ohne Fernbedienung) funktionierte ja noch ;-)

    Antworten
    • Christof Herrmann 24. Mai 2015

      Hallo Sylvia,

      besten Dank für Deinen kleinen Lebensbericht. Fand ich sehr interessant und in vielen Dingen vorbildlich.

      Was mich allerdings wundert und auch schon bei vielen anderen Kommentaren herausgelesen habe, ist folgendes: Wie kann es sein, dass Du „jede Woche“ (andere schreiben „regelmäßig“, „ständig“ oder „mehrmals im Jahr“) ausmistest, wo Du doch minimalistisch lebst bzw. weitgehend auf Konsum verzichtest? Es müsste doch recht schnell, nichts mehr zum ausmisten vorhanden sein! Es liegt wahrscheinlich an dem, was ich „schleichendes Zumisten“ nennen. Ohne es zu wollen, tragen wir ständig Dinge in unsere Wohnung, bekommen Sachen zugeschickt, geschenkt etc. So funktioniert unser System nun mal, kaum jemand kann sich dagegen wehren und es ist verdammt schwierig das überhaupt zu erkennen.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Susa 25. Mai 2015

    Vielen Dank für die tolle Liste; auch die Kommentare waren sehr interessant zu lesen.
    Vor allem dein letzter Kommentar über „schleichendes Zumisten“ spricht mich ziemlich an.
    Das Thema passt jetzt vielleicht nicht ganz in den Mai, wird aber jedes Jahr im Dezember wieder aktuell: ich habe eine große Familie und jedes Jahr zu Weihnachten tauschen diverse Onkel und Tanten usw. eine Menge Geschenke aus. An einem Weihnachten vor einigen Jahren war es besonders absurd: meine Eltern und ich saßen praktisch in einem Berg von geschenkten Sachen, die uns alle nicht gefallen/gepasst haben. An dem Punkt haben wir beschlossen, Weihnachten ohne Geschenke zu feiern und das auch allen Verwandten zu sagen. (So eine Entscheidung fällt natürlich dann besonders leicht, wenn alle Beteiligten erwachsen sind und alles haben, was sie zum Leben brauchen; bei kleinen Kindern in der Familie ist es natürlich etwas anderes.) Dabei geht es auch gar nicht darum, dass man einem anderen Menschen nicht eine Freude machen darf. Das Problem ist, dass genau an Weihnachten diese gefühlte „Verpflichtung“ zu schenken um sich greift, was dazu führt, dass man halbherzig noch irgend ein Buch oder eine CD für diese oder jene Person in den Einkaufswagen wirft, die dann damit wahrscheinlich gar keine besondere Freude hat (und außerdem eh schon genügend CDs im Regal stehen hat, die er oder sie noch nicht gehört hat).

    Das Interessante war aber der Wiederstand, auf den wir mit dieser Entscheidung gestoßen sind. Vielen Verwandten fiel es unglaublich schwer zu akzeptieren, uns nichts mehr an Weihnachten zu schenken und wurden direkt böse.
    Das ist jetzt gut zehn Jahre her, und obwohl wir immer wieder alle ersuchen, uns nichts zu schenken, haben wir noch immer kein Weihnachtsfest vollständig ohne Geschenke zusammengebracht. Irgendjemand findet sich immer, der etwas zum „schleichenden Zumisten“ über die Schwelle trägt.

    Am schlimmsten war es vor über einem Jahr, als ich im Dezember in einer Hausarzt-Ordination angestellt war. Die Patienten schleppten den ganzen Dezember über so unglaublich viele Geschenke für den Arzt und die Sprechstundenhilfen an, dass man gar nicht mehr wusste, wohin damit. Ich will mit diesen Worten nicht undankbar erscheinen und ich weiß, die Leute hatten alle die besten Absichten. Aber ich ging (ehrlich!!) an jedem Arbeitstag im Dezember mit mehreren Kerzen, Seifen, Schokoladenikoläusen und Weinflaschen nach Hause, viel mehr, als ich jemals brauchen konnte, und dabei handelte es sich nur um die Sachen, die weder mein Chef noch die beiden Sprechstundenhilfen noch nehmen wollten. (Allerdings lag es in diesem Fall auch nicht bei mir, die Sachen abzulehnen.)

    Das „schleichende Zumisten“ scheint also auch ein gesellschaftliches Problem zu sein, von dem es gar nicht so leicht ist, davonzukommen. Ich will ja die Leute wirklich nicht kränken!! Aber es ist auch erstaunlich, dass man, wenn man für sich selbst beschließt, mit weniger Dingen auskommen zu wollen, schnell in eine Rolle fallen kann, wo man andere kränken könnte. Aber ich arbeite daran, freundlich weiter allen Verwandten und Bekannten zu erklären, dass sie mir nicht bei jeder Abendesseneinladung etwas mitbringen müssen. Vielleicht hab ich ja irgendwann Erfolg ;) .

    Antworten
    • Christof Herrmann 3. Juni 2015

      Interessant, was Du über Deine Erfahrungen mit dem „schleichenden Zumisten“ schreibst. Bestätigt meine Beobachtungen.

      Ich sehe bei unserem Konsumismus einige Parallelen zum Karnismus, also dem System Fleischkonsum als normal, natürlich und notwendig aufzufassen. Dinge anzuhäufen wird ebenfalls als normal, natürlich und notwendig angesehen. Wer, aus welchen Gründen auch immer das Spiel nicht mehr mitspielen möchte, wird nicht verstanden, bekämpft, ausgegrenzt oder einfach weiter zugemistet.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
      • Maria 13. September 2015

        Danke für den tollen Artikel und die interessanten Kommentare. Bin vor etwa 3 Jahren zum Minimalismus gekommen und setze vieles, was Du in Deinen Artikeln/ dieser Liste schreibst, bereits erfolgreich um. Schwierig ist es allerdings, wenn der Lebensgefährte Minimalismus ablehnt… :-( Das mit dem schleichenden „Zumisten“ ist nur allzu wahr und trifft wohl jeden in irgendeiner Weise.

        Was mich veranlasst auf diesen Kommentar zu antworten, ist folgendes: aus evolutionsbiologischer Sicht war (und ist) Fleischkonsum durchaus normal, natürlich und notwendig. Viele Naturvölker leben ausschließlich von tierischen Produkten und entwickeln keine der Zivilisationskrankheiten, die uns „Zivilisierte“ der ersten Welt plagen und immer mehr zunehmen. Habe mich viele Jahre als Biologin mit dem Thema auseinandergesetzt und hab es am eigenen Leib erfahren. Hierbei liegt es mir fern, bestimmte Lebensweisen bzw. Ernährungsweisen zu kritisieren! Genau wie im Minimalismus soll jeder seinen eigenen Weg/ sein Maß finden. Tut es Dir gut, dann bleib dabei.

        Punkt 16 der Liste hat mich angesprochen: Entdecke die Einfachheit des Kochens. Finde ich super und lässt sich auch auf ketogene Ernährungsweise/Paleo sehr gut anwenden, da hier nur frische, unverarbeitete Lebensmittel sowie möglichst lokal und Bio gegessen wird. Außerdem geht vieles einfach und schnell, ohne Schnickschnack und Industriezusätze.

        Ich bin über div. englischsprachige Minimalismus-Blogs auf Paleo-Ernährung und später ketogene Ernährung gestoßen und habe darin die für mich passende Ernährungsweise gefunden, um meinen Körper zu heilen und auch, um abzunehmen. Dazu muss ich sagen, dass ich eine Weile vegetarisch/ vegan gelebt habe und in dieser Zeit chronisch erkrankt bin (Autoimmungeschichte). Aus ethischen Gründen würde ich gerne auf Fleisch verzichten, jedoch ist es aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich. Soviel dazu…

        Ein Punkt, den man vielleicht in die Liste mit aufnehmen könnte: Fasten. Mal bewusst einen Tag, vielleicht auch 2 auf Essen verzichten und nur flüssige Nahrung (Tee, Wasser, Gemüsesäfte) zu sich nehmen und dabei nicht nur körperlichen, sondern auch seelischen Ballast abwerfen. Dadurch lernt man, Essen neu zu bewerten – auch hier kann man „ausmisten“. Essen wieder bewusster wahrzunehmen und zu genießen. Außerdem schont es den Geldbeutel. :-)

        Viele Grüße
        Maria

        Antworten
        • Christof Herrmann 13. September 2015

          Hallo Maria,

          mit Verlaub, Deine Aussage, dass Fleisch essen „normal, natürlich und notwendig“ ist, ist Karnismus pur. Melanie Joy geht in ihrem Buch und auf ihrer Webseite ausführlich drauf ein. Eine Zusammenfassung gibt es unter http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/karnismus-die-psychologie-des-fleischkonsums:

          „Wir lernen Karnismus zu rechtfertigen, indem wir die Mythen des Fleischkonsums als Fakten betrachten. Diese Mythen äußern sich in einer Vielzahl von Argumenten, die – wie Melanie Joy es beschreibt – allesamt auf die drei Ns der Rechtfertigung reduzierbar sind: Fleisch essen sei normal, natürlich, notwendig. Sehen wir uns diese drei Ns des Karnismus einmal genauer an:

          »Fleischessen ist normal«
          Was wir als normal bezeichnen, ist im Grunde nichts anderes als die Überzeugungen und Verhaltensweisen der dominierenden Kultur in einer Gesellschaft. Die karnistischen Normen sind so tief in unserer Gesellschaft verwurzelt, dass wir kaum etwas anderes als »normal« empfinden können. Stellen Sie sich wieder die Szene vor, bei der Sie bei Freunden eingeladen sind und der Gastgeber Ihnen gerade erzählte, dass Sie Golden Retriever essen und Sie das aber nicht möchten. Er sagt Ihnen: »Du musst dich nicht schlecht fühlen, der Hund hatte ein schönes Leben. Er konnte frei herumlaufen und spielen und konnte Freundschaften zu anderen Hunden aufbauen, bevor er mit sechs Monaten getötet wurde.« Würde Ihnen dies das Essen des Golden Retrievers erleichtern? Karnismus ist so tief verwurzelt, dass es uns nicht gewahr wird, dass »tiergerecht produziertes Fleisch« eigentlich ein kompletter Widerspruch ist, ein Mythos, um uns an gewaltvollen Praktiken teilhaben zu lassen, die wir eigentlich niemals unterstützen würden.

          »Fleischessen ist natürlich«
          Um das Fleischessen als natürlich darzustellen, bedienen wir uns mehrerer willkürlich zusammengesuchter Argumente: Unsere Vorfahren haben Fleisch gegessen, andere Tiere essen auch Fleisch und so weiter. Argumente, die für die Unnatürlichkeit unseres Fleischessens sprechen, werden ausgeblendet: Unsere im Tierreich nächsten Verwandten essen praktisch kein Fleisch, nur rohes inkl. der Gedärme kann als natürlich bezeichnet werden (etc.). Dabei wird außerdem ausgeblendet, dass wir die meisten anderen »natürlichen« Lebensweisen erfolgreich und gerne hinter uns gelassen haben: Wir leben nicht mehr in Höhlen, fahren mit Autos und haben in Supermärkten die Möglichkeit, alle essentiellen Nährstoffe über rein pflanzliche Lebensmittel zu uns zu nehmen, was bei der richtigen Auswahl zu gesundheitlichen Vorteilen führt. Auch anderen »natürlichen« Phänomenen wie Mord und Vergewaltigung versuchen wir Einhalt zu gebieten und lassen das Argument, dass unsere Vorfahren auch gemordet haben, nicht gelten.

          »Fleischessen ist notwendig«
          Auch hier bezeichnen wir wiederum nur das als notwendig, was nötig ist, um die dominierende Kultur, den karnistischen Status quo am Leben zu erhalten. Ist das milliardenfache Töten empfindsamer Individuen (»Nutztiere«) wirklich notwendig? Der damit verbundene Mythos ist natürlich der Protein-Mythos, doch wussten Sie, dass der stärkste Mann Deutschlands, Patrik Baboumian, Veganer ist? So notwendig scheint das Essen von tierlichen Produkten also nicht zu sein.“

          Viele Grüße

          Christof

  • Carmen stein 25. Mai 2015

    Hallo Christoph,

    Ich habe über den Link auf FB deine Seite gefunden und bin absolut begeistert.ich habe auch schon einige Dinge in Angriff genommen wie z.B. Sachen verkauft, langsamer und gesünder Essen und heute 2 Stunden gemütlich durch die Natir gewandert.

    Ich habe aber mal eine Frage:
    Du schreibst oben, dass Minimalismus für dich nicht bedeutet, das Auto zu verkaufen, in eine 20m2 Wohnung ziehen, die kriselnde Beziehung zu beenden und den verhassten job hinzuschmeißen. Aber genau das hast du doch vor 10 Jahren gemacht (bis auf Beziehung und Wohnung?). Du wärst dorch heute nicht hier ohne das. Wie darf ich das verstehen?

    Weil ich gerade auch an so einem Wendepunkt im Leben stehe, und genau diese Sachen machen möchte, um in 10 Jahren meinen Traum verwirklicht zu haben oder einfach mich besser zu fühlen. Muss man nicht genau diese Sachen machen, um im Leben weiter zu kommen oder rätst du davon ab?

    Freue mich auf Deine Antwort.
    Beste Grüße
    Carmen

    Antworten
    • Christof Herrmann 3. Juni 2015

      Hallo Carmen,

      Minimalismus hat meiner Meinung nach ganz unterschiedliche Ausprägungen und bedeutet für jeden etwas anderes, da sich ja jeder von unterschiedlichen Dingen und Aufgaben belastet fühlt. Für mich war es eben wichtig, u. a. meinen Job hinzuschmeißen und mein Auto zu verkaufen. Auch kann und will nicht jeder solche radikalen Schritte machen. Man kann die Vorteile zum Glück auch im Kleinen erleben. So ist der Satz „Minimalistischer leben bedeutet nicht, in eine winzige Wohnungen zu ziehen, das Auto zu verkaufen, die kriselnde Beziehung zu beenden oder den Job hinzuschmeißen.“ zu verstehen.

      Viele Grüße

      ChristoF

      Antworten
  • Neffe 4. Juni 2015

    Ich überlege schon seit längerer Zeit (wegen dem Stromverbrauch) meinen Kühlschrank aus der Wohnung zu werfen. Das hätte aber den Nachteil das ich häufiger einkaufen gehen müsste und ich hasse einkaufen (Lärm, Hektik, Reizüberflutung)

    Antworten
  • Maria 10. Juni 2015

    Sorry, auf mich trifft eh schon bis auf drei Punkte alles auf mich zu. Für mich deshalb nicht so wirlich der Hit. Und dabei habe ich mich noch nie als Minimalist bezeichnet. So lebt man eben wenn man praktisch denkt.

    Antworten
  • Melanie 1. Juli 2015

    Der Artikel passt zu mir sehr gut heute! Habe ausgemistet und viele Sachen gespendet. Ich fühle mich leichter und die anderen haben sich über Geschenke gefreut! Mittlerweile versuche ich viel mehr in mich zu investieren, als in Dinge. Für mich heißt das in meinen Körper (Fitness, gutes und gesundes Essen), Geist (Weiterbildung, gute Bücher) und in meine Erfahrungen (z.B. reisen, Erlebnisse).

    Hier noch ein Tipp:

    Ich versuche weniger spontan zu kaufen, sondern schreibe alles auf meine Wunschliste. Am Ende des Monats schaue ich, was ich inzwischen wirklich noch brauche und was auf meiner Liste am wichtigsten ist. Vieles fällt dann von selbst wieder raus.
    Bei allem anderen überlege ich, ob es auch andere Möglichkeiten gibt, als das Produkt neu zu kaufen, um zum selben Ergebnis zu kommen. Also Alternativen wie ausleihen, gebraucht kaufen, mit anderen teilen oder so oft gibt es Sachen sogar geschenkt bei Ebay Kleinanzeigen. Vg Melanie

    Antworten
  • Madleen Gruber 13. September 2015

    Bibliothek haben wir hier im Dorf nicht, aber ansonsten gute Ideen.
    Auf öffentliche Verkehrsmittel lässt sich hier auch nicht verzichten, denn zur nächsten Stadt sind’s 6km, nicht zu schaffen für mich!

    Antworten
  • Carmen 2. Oktober 2015

    hallo Christof

    ein toller Artikel. Ich lebe auch sehr minimalistisch. Das liegt eher an meiner Abneigung „einen Klotz am Bein“ zu haben.
    Ich arbeite auch lieber weniger und habe mehr Zeit fuer Dinge die mir wichtiger sind als arbeiten und kaufen gehen. Einfach nur am Strand sein, sich den Wind um die Nase wehen lassen, surfen gehen, mit Leuten reden. Diese Dinge liegen mir mehr am Herzen als alles andere.
    danke fuer deinen schoenen post

    herzliche Gruesse Carmen

    Antworten
  • Christof Herrmann 2. Oktober 2015

    Hallo Neffe, Maria, Melanie, Madleen und Carmen,

    vielen Dank für Eure Kommentare und das positive Feedback. Ich kann und will gar nicht auf alles eingehen. Die vielen zusätzlichen Tipps in den Kommentaren sind tolle Ergänzungen. Das eine oder andere werde ich in einem vierten Teil dieser Serie verwenden ;-) Den zweiten Teil gibt es hier, den dritten Teil hier.

    EBG

    Christof

    Antworten
  • Yv 5. Oktober 2015

    Hallo Christof,

    nachdem ich nun schon einiges zum Thema Minimalismus gelesen habe, mal mit mehr, mal mit weniger Interesse, bin ich heute auf deinen Blog gestoßen und hellauf begeistert. Die Seite ist wunderbar übersichtlich, man findet sich leicht zurecht und kann sich locker und mit Freude durch die verschiedenen Themen lesen.

    Beim ein oder anderen Artikel hab ich geschmunzelt und mich beim kräftig Nicken erwischt :-). Ich werde nun sicher öfter mal auf deiner Seite zu Besuch sein und mich auf meinem eigenen verspielt-minimalistischen Weg von deinen Ideen inspirieren lassen.

    Schon mal vielen Dank im Voraus dafür.

    Herzliche Grüße aus Franken nach Franken ,
    Yv

    Antworten
    • Christof Herrmann 6. Oktober 2015

      Hallo Yv aus Franken,

      freut mich, dass Du von meinem Blog so begeistert bist.

      Meld Dich, falls Du Fragen hast.

      Viel Spaß beim Stöbern.

      Christof

      Antworten
  • Jochen 27. Oktober 2015

    Hallo Christof,

    auch von mir ein Lob zu deiner Seite und danke für die hilfreichen Tipps.

    Für die nächste 25-Tipp Liste hätte ich noch folgenden Vorschlag:
    Glas-Flaschen statt Plastikflaschen kaufen.
    Gehört zwar eher in den Bereich Nachhaltigkeit, aber auch irgendwie zum Minimalismus.
    Wen es interessiert, dem empfehle ich den Film „Plastic Planet“.

    Danke und weiter so.
    Grüße

    Antworten
  • Hans-Ulrich Kalweit 18. Dezember 2015

    Hallo Christof,
    wir lesen Deinen Letter seit etwa zwei Jahren(?).
    Zu den Tipps: Ohne dass wir uns bewusst zu den eingeschriebenen Minimalisten rechnen sind alle 25 Punkte bei uns, quasi automatisch erfüllt. Auto und Fernseher haben wir nicht so dass auf diesen Strecken sogar eine.eine 100%tige automatische Verweigerung existiert. Allerdings müssen wir den Punkt 18 für uns noch etwas mehr ausbauen, wobei neben mir eine Sternen-Tafel steht. Zu Punkt 22: vielleicht haben wir wegen Punkt 1 -25 keine echten Freunde?
    Viele Grüße Petra&Hans

    Antworten
    • Christof Herrmann 20. Dezember 2015

      Hallo Ihr zwei,

      interessanter Einwurf. Ein einfaches Leben mit wenig Konsum und einem bewussten Umgang mit den Ressourcen verschreckt und verjagt fraglos den einen oder anderen Freund oder Bekannten. Ich hoffe und denke aber schon, dass Euch einige wenige echte Freunde geblieben sind. Weniger ist meiner Meinung auch da mehr.

      Viele Grüße

      Christof

      Antworten
  • Karl 21. Dezember 2015

    Hallo Christof,
    ich bin schon seit längerer Zeit auf deiner Seite unterwegs , gefällt mir super und trifft voll mein Lebensmotto .

    Ich würde mich als Minimalist oder gar „Konsumverweigerer“ bezeichnen .
    Ich kaufe eigentlich nur Dinge die ich auch wirklich brauche , jegliche „Staubfänger“ werden nicht angeschafft.
    Fernseher habe ich mit meiner Freundin entsorgt , was sehr befreiend ist/war .
    Auto habe ich abgegeben , fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit , gefällt mir eh besser .
    Die meisten der 25 Punkte erfüllen wir eigentlich weitestgehend .
    Fleisch / Milchprodukte haben wir weitestgehend verbannt .

    Gruss

    Antworten
    • Christof Herrmann 22. Dezember 2015

      Hallo Karl,

      schön, dass Du Dich mal Zu Wort meldest, und schön, dass dass Du ähnlich tickst. Vielleicht hast Du ja die eine oder andere Ergänzung zu meinen Blogartikeln.

      Einfach bewusste Grüße

      Christof

      Antworten
      • Karl 23. Dezember 2015

        Hallo Christof ,
        ein Punkt den ich vermisse wäre :
        – versuche ein Gefühl für Kommerz zu entwickeln , mache dir den eigentlichen Hintergrund der Lobby und Werbestrategen bewusst ;
        ich spreche damit diverse Großereignisse ( aus Sport etc.) an , deren einziger Inhalt die Werbebotschaften an die Konsumenten/Zuschauer sind ;

        Zu Punkt 14 stimme ich dir voll zu . > 50 % der getätigten Fahrten mit PKW in Deutschland sind 50 % der Arbeitnehmer fahren mit dem Rad zur Arbeit ;
        Dort wird in Radwege investiert. Im Winter werden Fahrradwege vorrangig den normalen „Straßen“ geschoben .
        Grüne Welle ist für Radfahrer auf ca. 20 km/h abgestimmt , nicht für PKW.

        Grüsse

        Antworten
  • Imke 30. Dezember 2015

    Wenn ich mich von all dem social media Ballast befreit habe, wie verbinde ich mich dann mit Dir?

    Antworten
  • Jess 13. Januar 2016

    Wie schön, dass es so viele andere Menschen gibt, die sich offenbar kritisch reflektieren und bei sich selbst anfangen die Welt zu verbessern. Ich finde diesen Blog und die vielen Kommentare sehr belebend (obwohl ich mich auch etwas ärgere, nun den ganzen Nachmittag im Net verbracht zu haben ;)

    Ich hatte in meinem Leben das Glück, selbst am eigenen Leib erfahren zu dürfen, dass aller Erfolg, aller Reichtum und Materialismus, gesellschaftlicher Status und ein Prestige-Job am Ende nicht glücklich machen. Vor ein paar Jahren lebte ich nach einer herben Enttäuschung im Privatleben selbstinitiiert für ca. 1 Jahr in Istanbul, ich hatte dort nur einen Koffer voll Klamotten und einen Job, der mir gerade genug Geld zum Leben einbrachte. Keine Kosmetik, keine Friseurbesuche, kein Auto, keine Restaurants. Ich wohnte in einer WG mit zwei anderen Mädels direkt in Besiktas im Zentrum. Ich wollte dort leben, hätte es aber gerne besser gehabt, strebte wie alle anderen auch nach finanziellem Reichtum, gesellschaftlichem Ansehen und Erfolg. Wegen Ungereimtheiten bei der Verlängerung der Arbeitserlaubnis wurde ich übergangsweise nach Tschechien versetzt, bin dann aber nach weiteren 9 Monaten zurück nach Deutschland, nur mit meinem Koffer voller Klamotten. Das war 2008.
    Ab da ging es beispiellos steil nach oben, ich wurde in einem sehr gut bezahlten Job engangiert, fand im Chef des Unternehmens einen bedingungsosen Unterstützer, so konnte ich mir letztlich meinen Lebenstraum vom Fliegen verwirklichen.

    Ich verliebte mich in einen Unternehmer, der mich in der Folge auf Händen trug, ich hatte plötzlich scheinbar grenzenlos Geld zur Verfügung, den Job meiner Träume, konnte wie eine Prinzessin leben. Doch ich wurde immer unglücklicher.
    Die Erkenntnis, dass Kapitaldenken und Besitzstreben die Seele vergiften, kam schleichend. 2012 kam dann der Cut, – Reset – back to square one. Aus freiem Willen.
    Heute denke ich, dass die Tage in Istanbul die freiesten meines Lebens waren.

    Ich würde mich nicht als Minimalistin bezeichnen, dafür reicht es (noch) nicht. Aber ich bin auf einem guten Weg, viele Dinge aus deiner Liste sind bereits heute in meinem Alltag Standard. Auch habe ich wie Du das Bergwandern für mich entdeckt, ich überlege zudem einen Blog bzw. eine Community zu gründen, in der es ausschließlich um positive Nachrichten geht. Um den Glauben an die Menschheit wieder etwas aufzupolieren, als Counterpart zur allgegenwärtigen Hetzpresse.

    Es ist schön, dass ich Euch gefunden habe hier. Mein Beitrag mag vielleicht etwas off-topic erscheinen, enthält er doch keine ergänzenden Tips zu minimalistischerem Leben. Ich möchte dennoch all denen Mut machen, die vielleicht vor diesem Reset im Leben stehen. Es ist gar nicht so leicht einzusehen, dass diese ständige Umtriebigkeit, das Gefühl immer auf der Suche zu sein, von den Dingen kommt, die man so eifrig gesammelt hat. Besitz, Status, Ansehen.
    Heute weiss ich, dass nicht befreiender ist, als loszulassen, nirgendwo registriert zu sein, sich von der Gesellschaft zu lösen und zu erleben, dass die Welt sich einfach weiterdreht, auch wenn man gerade ohne Handy und Laptop völlig abgeschieden unerreichbar ist.

    Antworten
    • Christof Herrmann 15. Januar 2016

      Besten Dank für Dein Lob, Deine spannende Lebensgeschichte und dass Du anderen Mut machst, auch mehr Einfachheit zuzulassen.

      Webseiten mit positiven Nachrichten gibt es übrigens schon mehrere, was nicht heißt, dass nicht noch eine weitere Sinn macht ;-)

      Antworten
  • KarinS 25. Januar 2016

    Alter aber guter Artikel. :-)
    Punkt 16 würde ich abändern in: Koche nicht nach Rezept, sondern sei kreativ mit den saisonal angebotenen/vorrätigen Lebensmitteln.
    Ältere aber gute Lebensmittel im Kühlschrank? Vor allem älteres Gemüse? -> Mach einen Eintopf draus! Einfach das verwerten was da ist, ohne noch dieses eine Zutat einkaufen gehen zu müssen, die man für das Rezept noch unbedingt braucht.
    Ich hoffe ich hab mich verständlich ausgedrückt.
    Punkt 14 gehe zu Fuß, würde ich auf 3 km erhöhen. 1 km ist für gesunde Menschen echt nix.

    Antworten
    • Christof Herrmann 26. Januar 2016

      Schöne Ergänzungen. Grundsätzlich gilt natürlich, dass man die Tipps nach seinem eigenen Geschmack anpassen und erweitern kann. Ich mache mittlerweile im Umkreis von vier Kilometern alles zu Fuß …

      Antworten
  • Anja 16. Februar 2016

    Hallo noch einmal , muss noch einen zweiten Kommentar zum Artikel loswerden. Ich bin noch die Kategorie ‚Ober-Sammler-Chaot‘. Aber bei den Schuhen bin ich weiter: seit August bin ich Barfuß -Gängerin , so viel wie möglich. Okay, die Kälte hat doch Schuhe gefordert. Aber ich bin zuversichtlich, dass das immer weniger wird. Schuhschrank ist schon ziemlich entrümpelt und das Barfuß -Gefühl ist das Größte! Passt sehr zum Minimalismus, denke ich. Ach ja- und am Donnerstag kommt Martl Jung zu einem Vortrag in die Stadt : ‚Barfuß über die Alpen‘ :-) Wär doch was für dich. Herzlicher Gruß von Anja

    Antworten
    • Christof Herrmann 17. Februar 2016

      Hallo Anja,

      minimalistischer als barfuß kann man sicher nicht gehen.

      Mit Martl Jung hatte ich mal Kontakt. Er hat mir Barfußschuhe empfohlen, die kaum etwas wiegen und ich nun immer als Zweit- und Hüttenschuhe auf meinen Touren dabei habe. Martls Vortrag würde ich anschauen, wenn er mal nach Nürnberg kommt.

      Viel Spaß am Donnerstag

      Christof

      Antworten
      • Anja 17. Februar 2016

        Danke Christof,
        freue mich total drauf! Und im Sommer werden wir in Deutschland wandern, möglichst viel barfuß hoffentlich…

        Die Zeitung ist abbestellt – die Newseltter bis auf drei (oder so ;) ) auch! Großartiges Gefühl – 10 Dinge schmeiße ich seit einer Woche eh jeden Tag weg (so hatte es angefangen…) bzw. bringe sie zur Tafel, wo ich ehrenamtlich arbeite – tolles Gefühl, wenn die Dinge dann doch noch einen Liebhaber finden… Ich freue mich auf weitere Tipps und Tricks.
        Barfüßiger Gruß von Anja

        Antworten
  • Rudi 29. März 2016

    Hi Christof,

    vielen Dank für diesen super hilfreichen Beitrag! Hab auch erstmal wie meinen Desktop und aufgeräumt und da ist so gut wie nichts mehr! Zusätzlich habe ich mich von einer Menge Newslettern abgemeldet. Und meinen Kleiderschrank habe ich auch mal ausgemistet. Ich habe echt sooooo viele Klamotten gehabt die ich nie trage und die wurden erstmal gespendet! Ein paar Schuhe habe ich bei ebay reingesetzt. In den nächsten Tagen werde ich auch noch viel unnötiges Papier beseitigen. Fühle mich ja jetzt insgesamt etwas freier als vorher! Und für meinen anstehenden Umzug habe ich später dann weniger Arbeit :-)

    Schöne Grüße aus Paderborn!

    Antworten
    • Christof Herrmann 30. März 2016

      Hi Rudi,

      toll, dass Dir der Artikel etwas gebracht hat und Du Dich nach dem Ausmisten „etwas freier“ fühlst. Mach einfach weiter, dann fühlst Du Dich noch freier. Schwieriger als das Entrümpeln ist nicht gleich wieder mit dem Zurümpeln anzufangen.

      Schöne Grüße aus Nürnberg

      Christof

      Antworten

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